Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ich kenn Fliesenleger, die können Schweißen wie Götter, und dann gibt es z.B. mich...Schweißen Grundlehrgang, erweiterten Schweißlehrgang inklusiver Schweißerpass...kann ich Schweißen? JAAAAAA, aber nur unter den Armen und der Poritze, beim schweißen von Metall bin ich raus, kann ich nicht, will ich nicht, mach ich nicht.
Ich kann schweißen und löten. Aber ziehe das löten vor. ;)
Ich bin mir sicher, in münchen hat jeder lehrling min. 12€/h, aber hier ist das preisgefüge ein anderes.
Ich meinte eigentlich das, was man verdient, wenn man ausgelernt hat.
Und das fängt meines Wissens so bei 16-17 Euro die Stunde an. Je nach Beruf.
 
Ich meinte eigentlich das, was man verdient, wenn man ausgelernt hat.
Und das fängt meines Wissens so bei 16-17 Euro die Stunde an. Je nach Beruf.
...und hier gehts bei mindestlohn los. Und ja, ich bin mit meinen 25 jahren berufserfahrung (ich mache fast alles was bei uns anfällt und hab mein "spezialgebiet" was mir auch keiner streitig macht) bei 13,50€/h. Könnte mich zwar vieleicht noch bis 15€ hoch handeln, aber dann fallen andere vorzüge weg und das mehr frisst mit sicherheit zum großteil die steuer.
 
Und ja, ich bin mit meinen 25 jahren berufserfahrung (ich mache fast alles was bei uns anfällt und hab mein "spezialgebiet" was mir auch keiner streitig macht) bei 13,50€/h. Könnte mich zwar vieleicht noch bis 15€ hoch handeln, aber dann fallen andere vorzüge weg und das mehr frisst mit sicherheit zum großteil die steuer.
Ich finde dann verdienst du eindeutig zu wenig.
 
Ich finde dann verdienst du eindeutig zu wenig.
Wenn ich nur dem geld hinterher laufen würde, hätte ich mich schon vor jahren gen westen abwerben lassen. (stichwort, wenn man mal wieder mitten in der bayrischen pampa eine baustelle hat und aus heiterm himmel von einem passanten gefragt wird was man macht und ob man nicht die firma wechseln will)
Wie sowas enden kann sehe ich beim sohn meines bruders. Der hat altenpfleger gelernt und macht jetzt für ein paar euro mehr rettungssanitäter. Also im altenheim hätte er es jetzt ruhiger. ;-)
 
Ich meinte eigentlich das, was man verdient, wenn man ausgelernt hat.
Und das fängt meines Wissens so bei 16-17 Euro die Stunde an. Je nach Beruf.
Fängt dein Wissen im "Westen" an und hört kurz vorm "Osten" auf?^^

Für 16-17€ die Stunde wäre ich nie Selbstständig geworden...obs am Ende ne gute Entscheidung war, werde ich wahrscheinlich nie sagen können. Es ist am Ende des Tages nen Shice Einsames Leben ohne wirklichen Sinn.^^
 
Krankheitsbedingt ist das was anderes...die bekommen ja ne Frührente, Erwerbsminderungsrente oder so ein Zeug und nicht Zwangsläufig Hartz4.

Mehrere Fehler, gefolgt von "so ein Zeug" - jemals drüber informiert? Selbst wenn du arbeitsunfähig bist, bekommst du außer Sozialhilfe gar nichts, wenn es nicht gerade wegen einem Arbeitsunfall ist. Und Soziallhilfer ist genauso "HartzIV", wie ALGII. Exakt das gleiche bis auf die fehlende Pflicht, sich einen Job zu suchen/an Maßnahmen teilzunehmen.

Die meisten Leute werden aber nicht allgemein arbeitsunfähig, sie sind allenfalls ein Bisschen eingeschränkt, aber für ihren bisherigen Job nur noch zweite Wahl. Dann stehen sie mit 50 auf der Straße und könnten ja theoretisch nochmal von vorne anfangen, für Büro und Co reicht die Fitness ja noch. Nur stellt niemand einen 50 jährigen ein, der bei Null anfängt und schon gesundheitlich abbaut. Natürlich bekommt man dann Frührente oder ähnliches angeboten - aber was nützt das? Mit 10 Jahren Abschlag muss man vorher aber schon höchstbezahlte Spitzenkraft gewesen sein, damit dabei war rumkommt. Die meisten landen weit unter dem Regelsatz und müssen aufstocken, können von ihrer Rente also nur 10-20% behalten und sind ansonsten Hartzer wie alle anderen auch.
 
Mehrere Fehler, gefolgt von "so ein Zeug" - jemals drüber informiert? Selbst wenn du arbeitsunfähig bist, bekommst du außer Sozialhilfe gar nichts, wenn es nicht gerade wegen einem Arbeitsunfall ist. Und Soziallhilfer ist genauso "HartzIV", wie ALGII. Exakt das gleiche bis auf die fehlende Pflicht, sich einen Job zu suchen/an Maßnahmen teilzunehmen.

Die meisten Leute werden aber nicht allgemein arbeitsunfähig, sie sind allenfalls ein Bisschen eingeschränkt, aber für ihren bisherigen Job nur noch zweite Wahl. Dann stehen sie mit 50 auf der Straße und könnten ja theoretisch nochmal von vorne anfangen, für Büro und Co reicht die Fitness ja noch. Nur stellt niemand einen 50 jährigen ein, der bei Null anfängt und schon gesundheitlich abbaut. Natürlich bekommt man dann Frührente oder ähnliches angeboten - aber was nützt das? Mit 10 Jahren Abschlag muss man vorher aber schon höchstbezahlte Spitzenkraft gewesen sein, damit dabei war rumkommt. Die meisten landen weit unter dem Regelsatz und müssen aufstocken, können von ihrer Rente also nur 10-20% behalten und sind ansonsten Hartzer wie alle anderen auch.
Mein Vater ist mit 55 Arbeitsunfähig(kein Arbeitsunfall) geworden, Hartz4, Sozialhilfe oder ALG2 hat er nicht bekommen, nur Frührente und Geld von 2 Versicherungen.
 
300 Euro? Für eine Wohnung? Ein Zimmer kalt?
Jap hat ein Freund in Dortmund, sogar eine recht bürgerliche Gegend und es ist ein Zimmer aber trotzdem 30qm.
Find ich nicht schlecht.
bei 30 Std Mindestlohn
Ah 30 Stunden sag das doch, du weißt schon, dass 40 normal sind oder?
Ich bin mir sicher, in münchen hat jeder lehrling min. 12€/h, aber hier ist das preisgefüge ein anderes.
Haha naja ich bekomme hier nicht mehr als ich überall sonst in Deutschland bekommen würde.
Für eine 50qm Wohnung wäre schon fast das halbe Gehalt weg und dann bin ich nicht in München selbst sondern nur am Rand.
 
Mein Vater ist mit 55 Arbeitsunfähig(kein Arbeitsunfall) geworden, Hartz4, Sozialhilfe oder ALG2 hat er nicht bekommen, nur Frührente und Geld von 2 Versicherungen.

Frührente muss man beantragen. Hätte er das nicht gemacht, wäre er stattdessen als Arbeitsloser gelaufen. Natürlich nützt einem das nichts, wenn man mangels Leistungsfähigkeit sowie keine Chance auf einen Job hat. Dass er mit 55 aber schon so viel Rente bekommen hat, dass er über der Bemessungsgrenze für Sozialhilfe lag, wundert mich. Wann war das?

Heute entspricht Rente mit 55 nicht nur 10,8% Abzug vom Rentenanspruch, sondern auch 11 Beitragsjahre zu wenig. Nehmen wir mal eine Musterperson an, die trotzdem auf 33 Jahre Einzahlung gekommen ist, also einen Grundanspruch von immerhin 3/4 des Standards hat. Dann würden heute 1000 € ausgezahlt werden, WENN zuvor ein Durchschnittsgehalt bezogen wurde, also fast 4000 €/m. Das schaffen bekanntermaßen nur die wenigsten, erst recht nicht Leute die nach dem 18. Lebensjahr in der Summe maximal 4 Jahre nicht eingezahlt haben, also definitiv kein Studium haben und auch keine hochqualifizierende Ausbildung.

Das reicht in der Praxis nicht einmal für Abi plus Ausbildung, die Mehrheit der 55-Jährigen mit so vielen Beitragsjahren wird also bestenfalls eins von beiden haben und somit einen entsprechend schlechter bezahlten Job. Mit 2/3 oder 1/2 der Standardrente als Frührentner bleibt dann nur noch die Wahl: HartzIV oder Altersarmut.

(*Nachschlag*: 100 € sind anrechnungsfrei, von allem darüber hinausgehenden weitere 30%. D.h. wenn ich mich nicht verrechnet habe, muss man (Renten-)Einkünfte von mindestens 737 € im Monat beziehen, ehe man auf 446 € Abzug kommt, vom 446 € Soziallhilferegelsatz gar nichts mehr ausgezahlt wird.)
 
Die Ampel-Koalition will den Ausbau erneuerbarer Energien deutlich beschleunigen. Bei den Klimazielen bleibt es bei den Zielen aus dem Klimaschutzgesetz der Großen Koalition, das unter dem Druck des Bundesverfassungsgerichts in diesem Frühjahr nachgebessert worden war. Demnach soll Deutschland bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein.

Nach den Modellrechnungen einer Studie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), die dem SWR vorab vorliegt, würden damit die Klimaziele des Pariser Klimaschutzabkommen allerdings verfehlt. Zu diesem Ergebnis kommt Studienleiter Volker Quaschning. Er ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW. Der Mitbegründer von "Scientists For Future", einem Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die dem Thema Klimaschutz mehr Gewicht geben möchte, hat die aktuelle Studie mit seiner "Forschungsgruppe Solarspeichersysteme" durchgeführt.

Wann Deutschland CO2-neutral werden müsse, ermittelten die Forscher anhand des sogenannten Budgetansatzes, einer globalen Obergrenze für die noch zu emittierende Gesamtmenge an Kohlendioxid aus fossilen Quellen, um gefährliche Klimaänderungen zu vermeiden - verteilt auf die Weltbevölkerung. Daraus berechnet sich auch die CO2-Menge, die Deutschland noch emittieren darf. Die Forscher stützen sich dabei auf Vorgaben des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) und neueste Veröffentlichungen des Weltklimarats IPCC.

Nach den vorliegenden aktuellen Daten zum CO2-Ausstoß und verschiedenen Modellierungen der Reduzierung der Emissionen ergeben sich laut Studie 2030 und 2035 als Referenzjahre zum Erreichen der CO2-Neutralität. "Die Maßnahmen des Koalitionsvertrags lassen eine Kohlendioxidneutralität bis 2045 möglich erscheinen, nicht aber das Einhalten des Pariser Klimaschutzabkommens", sagt Volker Quaschning dem SWR...
Quelle: Studie warnt vor Verfehlen der Klimaziele

und

...mit den Ergebnissen der Studie konfrontiert, erklärte eine Sprecherin des Bundesvorstandes von Bündnis90/Die Grünen gegenüber dem SWR, mit dem Koalitionsvertrag gebe man nach Jahren des Stillstands für alle klimaschutzrelevanten Bereiche ehrgeizige Ziele vor. "Dabei legen wir aber - anders als Fridays for Future zum Beispiel - nicht das Konzept des CO2-Budgets pro Kopf zugrunde. Täte man dies,
müsste Deutschland bereits 2030 CO2-neutral sein, die USA Ende 2021,
also in gut vier Wochen", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Essenziell sei eine aktive Klima-Außenpolitik, die etwa Technologiesprünge, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, ermögliche.

Studienleiter Quaschning kritisiert hingegen, dass die Ampel-Koalition sich nicht an dem CO2-Budget orientiert: "Sich entwickelnde Länder werden derartige Rechnungen nicht akzeptieren. Wenn jeder so argumentiert, dann ist das Klimaschutzabkommen gescheitert."
Das gerade die FDP auch noch das Verkehrsministerium bekommt ist dabei auch nicht optimal.
 
Wir brauchen endlich das Bürgergeld, dann kann jeder frei entscheiden ob er arbeiten möchte oder nicht.
 
Was ist für dich "deutlich mehr"?
Habe ich doch geschrieben. 4-5 Euro mehr als Mindestlohn nach Abschluß der Ausbildung.
Gesellen mit Berufserfahrung bekommen natürlich noch mehr.
Es gibt aber auch Lohnunterschiede alleine im Handwerk & Industrie.
Und im Osten und Westen.

Wenn jemand 12,50€ im Monat verdient und 160 Stunden arbeitet bekommt er 2000 Euro brutto.
Bei 16,50€ sind das 2640 Euro. Schon ein Unterschied.
Viele Gesellen mit Berufserfahrung werden um die 18-20 Euro verdienen.
Bei 20 Euro sind das 3200 Euro Brutto. Netto ungefähr (je nach Steuerklasse) 2500 Euro.
 
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Frührente muss man beantragen. Hätte er das nicht gemacht, wäre er stattdessen als Arbeitsloser gelaufen. Natürlich nützt einem das nichts, wenn man mangels Leistungsfähigkeit sowie keine Chance auf einen Job hat. Dass er mit 55 aber schon so viel Rente bekommen hat, dass er über der Bemessungsgrenze für Sozialhilfe lag, wundert mich. Wann war das?
Tut ja niemanden weh, wenn man Frührente beantragt, Zeit genug hat man ja.^^
War vor 12 Jahren ungefähr. Frührente nen paar €, Versicherungen ein paar €, ab und zu mal nen bissel Minijob und meine Mutter war ja auch noch Berufstätig.
Anfangs war er auch ziemlich faul, was ich ja auch durchaus verstehen kann, aber er hat auch eingesehen, das das rumgegammel auch nicht wirklich geil ist und macht seitdem ab und zu mal nen bissel Minijobarbeit.

Natürlich kauf ich ihn auch mal was, wo er Bock drauf hat und die Mutter ihm verbietet, bin ja kein Unmensch...naja, eigentlich schon, wenns um rumgammelleute geht.^^
 
Und gerade, damit man im Alter nicht in Armut landet (obwohl man sein ganzes Leben gearbeitet hat), ist die Erhöhung des Mindestlohnes sehr wichtig. Zusätzlich privat vorsorgen können Menschen mit geringen Einkommen nämlich in der Regel nicht. Weil die anderen Kosten fast alles aufressen. Und ihnen wenig Geld übrig bleibt.
 
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Und gerade, damit man im Alter nicht in Armut landet (obwohl man sein ganzes Leben gearbeitet hat), ist die Erhöhung des Mindestlohnes sehr wichtig. Zusätzlich privat vorsorgen können Menschen mit geringen Einkommen nämlich in der Regel nicht. Weil die anderen Kosten fast alles aufressen. Und ihnen wenig Geld übrig bleibt.
Ich bin ja auch für mehr Lohn...was aber nie bedacht wird.
Steigt der Lohn, steigen die Preise, weil nen Unternehmen garantiert nicht auch nur auf einen Euro verzichtet.
Durch höhere Löhne hat man dann am Ende irgendwann sogar weniger in der Tasche, weil sich der Staat an höheren Einkommen natürlich mehr dran gesundstößt.
Zählt natürlich nur für Deutsche Produkte.
 
Ich sehe es eher umgekehrt. Wenn die Preise und Lebenshaltungskosten steigen, müssen auch die Löhne angepasst werden. Alles andere ergibt keinen Sinn.
 
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