Was soll so eine Frage?
Kann ich die Zukunft vorhersehen?
Die Frage musst du dir selbst stellen. Aber Wissenschaftler können sie jedenfalls vorhersagen und machen das seit 30 Jahren regelmäßig.
Das ist ja eher das Problem der Reichen...
Dachte mir auch gerade "besitze kein Dach und der Keller ist sowieso nicht wirklich trocken"

.
Die Politik hat seit den 1980er Jahren systematisch wirklich alle Entwicklungen und Trends verschlafen
"verschlafen" würde ich nicht für einen aktiven Prozess verwenden. "Ignoriert", "vermieden", "ausgebremst" wären passendere Worte. (Wobei es in der Mitte mal eine Lücke von 7 Jahren gab. Auf die Ausnahme muss ich Hinweisen, weil es die einzige Politik war, die nicht gegen meinen ausdrücklichen Wählerwillen geschah

.)
Nur was machst du wenn du in so einem 40-60 Seelen Kaff ohne Durchgangsstraße wohnst, wo der ÖPNV / Bus (abgesehen vom Schulbus) nur einmal die Woche in die nächste Kreisstadt fährt?
Ganz ehrlich: Rein von der Geographie her kann kein sehr großer Teil der 83 Millionen Einwohner in abgelegenen 50-Seelen-Dörfern leben. Wenn das nämlich jeder machen würde, blieben nämlich selbst bei perfekter Verteilung weniger als 500 m Abstand von Orstkern zu Ortskern. Tatsächlich leben aber gerade einmal 3400 Deutsche in Gemeinden mit unter 60 Einwohnern. Dafür kann man dann wirklich Sonderregelungen schaffen. Knapp 50 Millionen wohnen dagegen in Städten mit über 20000 Einwohnern, wo es nun wirklich überhaupt kein Argument gegen ÖPNV mehr gibt.
Darunter wird die Statistik etwas schwierig, aber wenn man mal alle Gemeinden nach Einwohnerdichte sortiert, dann kommen die mit mindestens 100 Einwohnern pro km² auf zusammen knapp 74 Millionen Menschen. Das heißt wenn man je regelmäßig angefahrener Bushaltestelle mindestens 100 Einwohner im Einzugsbereich verlangt und 250-300 m durchschnittlichen Fußweg akzeptiert (in den meisten Gegenden natürlich viel mehr und viel kürzer), dann bleiben nur noch 9 Millionen in Deutschland überhaupt, die nicht gut ÖPNV-erreichbar sind. Und das ist nur die Rechnung mit dem Durchschnitt. Walsrode, Brakel oder Feuchtwangen beispielsweise sind durchaus Kleinstädte, innerhalb derer man den Bus nehmen kann, die aber wegen etwas weiter gefasster Gemeindegrenzen in obiger Liste schon fehlen (90er Einwohner/km²). Ziehe ich die Grenze erst bei 50 Einwohnern/km² (das wäre z.B. Wittingen), dann sind es schon 80,5 Millionen, die mit ÖPNV versorgbar sind. Und der Rest ist wortwörtlich Bauer+Familie (1,3 Millionen arbeiten in landwirtschaftlichen Betrieben)
Man muss den Scheiß halt nur mal ausbauen UND man muss aufhören es zu subventionieren oder auch nur zu dulden, dass sich jemand "im Grünen" ein Haus baut. Wenn ich mir angucke, an welchen Ärschen der Welt man ansehnliche Neubauten findet, für die offensichtlich genug Geld da war, dann ist "ich muss für jede Kleinigkeit Auto fahren" in sehr vielen Fällen einfach ein wortwörtliches Luxusproblem.
Auffälligerweise wird in solchen Wahlkreisen aber fast immer CDU gewählt, die ausdrücklich aufs Auto setzt. Da kann ich nur sagen: Man bekommt, was man sich wünscht.
Als ob die Pendlerpauschale der große Wurf ist. Personen die kaum oder gar keine Steuern zahlen, bekommen durch sie schon seit eh und je nichts zurück. Dahingegen werden Personen, die ohnehin schon viel verdienen, durch sie übermäßig bevorzugt. Also ein Paradebeispiel für eine Steuer- und Sozialpolitik nach dem Matthäus-Prinzip.
Und auch wenn es ab diesem Jahr die sogenannte Mobilitätsprämie geben soll:
de.wikipedia.org
Der große Wurf ist das auch nicht.
Vor allem ist es schon wieder eine stadtliche Subvention die explizit dazu dient, Umwelt- und Klimazerstörung zu ermöglichen
