Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Wenn man das so machen würde wie Seahawk vorschlägt, dann würde das zu sozialen Unruhen führen. Das Land ist eh schon gespalten. Und wie hier auch mehrfach geschrieben wurde: die Armen haben andere Prioritäten.
 
Was soll so eine Frage?
Kann ich die Zukunft vorhersehen?
Ich wiege auch keine Menschenleben gegeneinander auf.
Aber zu radikale Einschnitte, von heute auf Morgen, kann man mit der Mehrheit der Gesellschaft nicht machen.
Und selbst wenn wir es von heute auf Morgen ändern würden... der Großteil der restlichen Welt nicht.
Die machen noch munter weiter...
 
Zuletzt bearbeitet:
FAZ Zusammenfassung, wo das Bundesumweltamt Einsparmöglichkeiten von Klimaschädlichen Subventionen sieht.

Das Ergebnis, es könnte ein zweistelliger Milliardenbetrag eingespart werden und "es sei Paradox das der Staat mit vielen Milliarden den Klimaschutz fördere und gleichzeitig umweltschädliche Produktions- & Verhaltensweisen ebenso mit vielen Milliarden fördere":

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das prädige ich seit Jahr(zehnt)en, dass solche Umstellungen gleitend kommen müssen.
Seit einigen Jahren aber nur noch mit dem Zusatz "um zu retten, was zu retten ist". Lösen tut man das Problem auf die Art nicht mehr, der Zug ist lange abgefahren. Seahawk, der sowieso gerne mit radikalem Populismus um sich schmeist, schlägt halt vor, den Zug mit einer Rakete wieder einzuholen. Technisch wäre das immer noch möglich, aber eben nur wenn alle Klimaschutz zur höchsten Priorität erheben würden. Wortwörtlich "ob sie wollen oder nicht" und für die, die es nicht von sich aus machen, bräuchte man dann solche Maßnahmen.
Man kann langsam anpassen, wenn man Zeit hat. Nur zeigen alle wissenschaftlichen Untersuchungen, dass wir keine Zeit haben, wenn wir den Punkt vermeiden wollen an dem eine Klimanormalisierung erst in hunderten Jahren möglich ist und natürliche Einflüsse (Auftauen des Permafrost) den Klimawandel zusätzlich beschleunigen.

Die Frage ist halt ob die Menschen den billigen Sprit noch gut finden, wenn ihr Haus alle 2 Jahre entweder Wasser im Keller hat oder vom Sturm das Dach abgedeckt wird und keine Versicherung mehr für den Schaden aufkommen wird.
 
Erfahrungsgemäß betrifft das auch Mieter und ALG2 Empfänger haben selten eine Hausratversicherung.
 
Wer sagt das? Was sind für dich Geringverdiener?

Dann müßte der Mindestlohn ja auch netto sein. Aber der ist brutto.
Natürlich zahlen die auch Steuern, aber eben kaum. Und zwischen brutto und netto stehen ja noch die Sozialversicherungsbeiträge, was aber keine Steuern sind.

Es sollte evtl. die Frage in den Raum geworfen werden wie es sein kann, dass Menschen die Vollzeiten arbeiten so wenig Geld verdienen. Und oft ist die Antwort recht simple: jemand anderes stopft sich auf deren Kosten die Taschen voll. Krankenpfelger/-schwestern z.B. verdienen, wenn sie nach Tarif bezahlt werden, eigentlich recht ordentlich. Trotzdem hat man durch die Medien ein Bild von dem Beruf, dass diese ausgebeutet werden. Warum ist das so? Weil eben viele nicht nach Tarif bezahlt werden und dementsprechend wenig bekommen. Die Differenz steckt sich der Betreiber in die Tasche.
Und das kann man auf jeden Beruf übertragen. Ich selbst bin Ing. und werde nicht nach Tarif bezahlt. Ein angesteller Ing. der nach IGM-Tarifvertrag bezahlt wird bekommt 50% mehr Gehalt bei 5 Stunden weniger Wochenarbeitszeit und 5 Tagen mehr Jahresurlaub. 50%!!! dagegen sind die 5-6% vom Gender-Pay-Gap die immer wieder durch die Medien geistern nen Fliegensch...
 
Es geht wie gesagt nicht nur um Luxus sondern auch um Existenzen.

Welche Existenzen denn?
Soziale Härten kann man mit dem bedingungslosen Grundeinkommen auffangen.

Und für Leute die viel fahren müssen würde sich dann auch ein staatlich gefördertes Wasserstoff-Auto lohnen.
Da hat man nicht so lange Ladezeiten wie bei Elektroautos.

Und der Wasserstoff kann mittels Wind und Solarstrom sogar dezentral produziert werden, so dass man von ausländischen Rohstoffen wie Öl unabhängig ist.

Je teurer fossile Energien werden, umso rentabler werden umweltfreundliche Alternativen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche Existenzen denn?
Soziale Härten kann man mit dem bedingungslosen Grundeinkommen auffangen.

Und für Leute die viel fahren müssen würde sich dann auch ein staatlich gefördertes Wasserstoff-Auto lohnen.
Da hat man nicht so lange Ladezeiten wie bei Elektroautos.

Und der Wasserstoff kann mittels Wind und Solarstrom sogar dezentral produziert werden, so dass man von ausländischen Rohstoffen wie Öl unabhängig ist.

Je teurer fossile Energien werden, umso rentabler werden umweltfreundliche Alternativen.
Was nützt einem das "geförderte" Wasserstoffauto, welches es nicht gibt in diesem Moment, wo der Sprit jetzt schon Sackteuer ist?
Mir wäre es im übrigen egal, ob gefördert oder nicht...bin kein Schnorrer.^^
 
Das ist halt Pech.

Die Politik hat es eben jahrelang verschlafen auf erneuerbare Antriebe umzustellen.

Sonst halt in der Zwischenzeit den ÖPNV nutzen, wenn Autofahren zu teuer wird. Das ist auf jeden Fall das nachhaltigste.


diesel_kol.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Politik hat es eben jahrelang verschlafen auf erneuerbare Antriebe umzustellen.

Die Politik hat seit den 1980er Jahren systematisch wirklich alle Entwicklungen und Trends verschlafen die nur zu verschlafen waren (Halbleiterfertigung, Digitalisierung, Internet, Umweltschutz, klimaneutrale Produktion, erneuerbare Energien / Antriebe, ect. pp.), oder im Interesse von Lobbygruppen sogar selbst sabotiert (Solarindustrie *hust*). ;)

Im Grunde wurde die letzten 40 Jahre nur noch von der Substanz der Jahrzehnte davor gezehrt und darauf ausgeruht das wir ja die "tollsten" Abgasschleudern der Welt bauen und das ganz besonders "umweltfreundlich", dank manipulierter Software & Werten (wo auch wieder die Politik nach dem auffliegen die schützende Hand drübergehalten hat).

Sonst halt in der Zwischenzeit den ÖPNV nutzen, wenn Autofahren zu teuer wird. Das ist auf jeden Fall das nachhaltigste.
Nur was machst du wenn du in so einem 40-60 Seelen Kaff ohne Durchgangsstraße wohnst, wo der ÖPNV / Bus (abgesehen vom Schulbus) nur einmal die Woche in die nächste Kreisstadt fährt?
Das mag ausreichen um seine Wocheneinkäufe erledigt zu bekommen, oder mal zum Zahnarzt / Hausarzt zu fahren, aber um da jeden Tag zur Arbeit zu kommen reicht es eben nicht aus, da bist du dann auf das Auto schlicht angewiesen, selbst wenn du nicht 100km zur Arbeit hin und wieder 100km zurück pendeln musst.

Die taz hatte, ausnahmsweise, auch mal vor einer Weile einen Artikel zum ÖPNV Irrsinn auf dem Land und das sind eben noch nicht mal die richtigen Extreme:

 
Zuletzt bearbeitet:
Für den Weg auf Arbeit gibt es ja die Pendlerpauschale.
Als ob die Pendlerpauschale der große Wurf ist. Personen die kaum oder gar keine Steuern zahlen, bekommen durch sie schon seit eh und je nichts zurück. Dahingegen werden Personen, die ohnehin schon viel verdienen, durch sie übermäßig bevorzugt. Also ein Paradebeispiel für eine Steuer- und Sozialpolitik nach dem Matthäus-Prinzip.

Und auch wenn es ab diesem Jahr die sogenannte Mobilitätsprämie geben soll:
Geringverdiener, deren einfacher Weg zur Arbeit länger als 20 Kilometer ist, erhalten ab dem 21. Kilometer 14 Prozent der erhöhten Pendlerpauschale – also 4,9 Cent. Wer mit seinem zu versteuernden Einkommen unterhalb des Eingangssteuersatzes liegt und nur bis zu 20 Kilometer zur Arbeit fährt, geht leer aus.
Der große Wurf ist das auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll so eine Frage?
Kann ich die Zukunft vorhersehen?

Die Frage musst du dir selbst stellen. Aber Wissenschaftler können sie jedenfalls vorhersagen und machen das seit 30 Jahren regelmäßig.


Das ist ja eher das Problem der Reichen...

Dachte mir auch gerade "besitze kein Dach und der Keller ist sowieso nicht wirklich trocken" :ugly: .


Die Politik hat seit den 1980er Jahren systematisch wirklich alle Entwicklungen und Trends verschlafen

"verschlafen" würde ich nicht für einen aktiven Prozess verwenden. "Ignoriert", "vermieden", "ausgebremst" wären passendere Worte. (Wobei es in der Mitte mal eine Lücke von 7 Jahren gab. Auf die Ausnahme muss ich Hinweisen, weil es die einzige Politik war, die nicht gegen meinen ausdrücklichen Wählerwillen geschah :) .)

Nur was machst du wenn du in so einem 40-60 Seelen Kaff ohne Durchgangsstraße wohnst, wo der ÖPNV / Bus (abgesehen vom Schulbus) nur einmal die Woche in die nächste Kreisstadt fährt?

Ganz ehrlich: Rein von der Geographie her kann kein sehr großer Teil der 83 Millionen Einwohner in abgelegenen 50-Seelen-Dörfern leben. Wenn das nämlich jeder machen würde, blieben nämlich selbst bei perfekter Verteilung weniger als 500 m Abstand von Orstkern zu Ortskern. Tatsächlich leben aber gerade einmal 3400 Deutsche in Gemeinden mit unter 60 Einwohnern. Dafür kann man dann wirklich Sonderregelungen schaffen. Knapp 50 Millionen wohnen dagegen in Städten mit über 20000 Einwohnern, wo es nun wirklich überhaupt kein Argument gegen ÖPNV mehr gibt.

Darunter wird die Statistik etwas schwierig, aber wenn man mal alle Gemeinden nach Einwohnerdichte sortiert, dann kommen die mit mindestens 100 Einwohnern pro km² auf zusammen knapp 74 Millionen Menschen. Das heißt wenn man je regelmäßig angefahrener Bushaltestelle mindestens 100 Einwohner im Einzugsbereich verlangt und 250-300 m durchschnittlichen Fußweg akzeptiert (in den meisten Gegenden natürlich viel mehr und viel kürzer), dann bleiben nur noch 9 Millionen in Deutschland überhaupt, die nicht gut ÖPNV-erreichbar sind. Und das ist nur die Rechnung mit dem Durchschnitt. Walsrode, Brakel oder Feuchtwangen beispielsweise sind durchaus Kleinstädte, innerhalb derer man den Bus nehmen kann, die aber wegen etwas weiter gefasster Gemeindegrenzen in obiger Liste schon fehlen (90er Einwohner/km²). Ziehe ich die Grenze erst bei 50 Einwohnern/km² (das wäre z.B. Wittingen), dann sind es schon 80,5 Millionen, die mit ÖPNV versorgbar sind. Und der Rest ist wortwörtlich Bauer+Familie (1,3 Millionen arbeiten in landwirtschaftlichen Betrieben)

Man muss den Scheiß halt nur mal ausbauen UND man muss aufhören es zu subventionieren oder auch nur zu dulden, dass sich jemand "im Grünen" ein Haus baut. Wenn ich mir angucke, an welchen Ärschen der Welt man ansehnliche Neubauten findet, für die offensichtlich genug Geld da war, dann ist "ich muss für jede Kleinigkeit Auto fahren" in sehr vielen Fällen einfach ein wortwörtliches Luxusproblem.

Auffälligerweise wird in solchen Wahlkreisen aber fast immer CDU gewählt, die ausdrücklich aufs Auto setzt. Da kann ich nur sagen: Man bekommt, was man sich wünscht.


Als ob die Pendlerpauschale der große Wurf ist. Personen die kaum oder gar keine Steuern zahlen, bekommen durch sie schon seit eh und je nichts zurück. Dahingegen werden Personen, die ohnehin schon viel verdienen, durch sie übermäßig bevorzugt. Also ein Paradebeispiel für eine Steuer- und Sozialpolitik nach dem Matthäus-Prinzip.

Und auch wenn es ab diesem Jahr die sogenannte Mobilitätsprämie geben soll:

Der große Wurf ist das auch nicht.

Vor allem ist es schon wieder eine stadtliche Subvention die explizit dazu dient, Umwelt- und Klimazerstörung zu ermöglichen :wall: :wall:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück