Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Tja wenn man gegen eine Vermögensteuer wählt muss man damit leben :D

Wäre bei der Union ja auch nicht anders gewesen.
 
Tja wenn man gegen eine Vermögensteuer wählt muss man damit leben :D

Wäre bei der Union ja auch nicht anders gewesen.
Das gelbe / schwarze Kernwählerklientel wird 2,50€ Kraftstoffpreis auch in Summe wesentlich weniger jucken, als wenn eine Vermögenssteuer kommen würde. ;)

Übrigens haben zwei Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger (Adam Tooze & Joseph Stiglitz) davor gewahnt Christan Lindner / der FPD das Finanzministerium zu überlassen, Zitat:

Die finanzpolitische Agenda der FDP, für die Lindner steht, sei nicht nur "eine Anhäufung konservativer Klischees", schreiben die Professoren. "Viel wichtiger ist, dass es sich um Klischees einer vergangenen Ära handelt, nämlich um die der Neunzigerjahre. Wir leben nicht länger in der Welt, die sie hervorgebracht hat."

und noch weiter:

"Diese Art Crashtest kann sich weder Deutschland noch Europa erlauben."


Dumm nur für uns alle das Christian Linder halt noch nie wirklich interessiert hat was jemand anderes als Christian Lindner denkt (naja außer evt. noch Friedrich Merz, aber der ist ja auch in Punkto Vermögens- und Wirtschaftsstandpunkte quasi wie Christian Lindner mit Halbglatze). :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
2,50 Euro pro Liter ist auf jeden Fall gut, weitere Steuererhöhungen wären besser. Aber für den Klimaschutz kann Benzin nicht teuer genug sein. Es wäre schön, wenn Kerosin exakt gleich besteuert würde um auch Flugreisende mehr an den Kosten Ihrer Emissionen zu beteiligen.
 
2,50 Euro pro Liter ist auf jeden Fall gut, weitere Steuererhöhungen wären besser. Aber für den Klimaschutz kann Benzin nicht teuer genug sein. Es wäre schön, wenn Kerosin exakt gleich besteuert würde um auch Flugreisende mehr an den Kosten Ihrer Emissionen zu beteiligen.
Denkst du auch mal an die Menschen die wenig Geld in der Tasche haben?
Und 2,50€/L würde auch den Normalverdiener ganz schön weh tun.
 
Denkst du auch mal an die Menschen die wenig Geld in der Tasche haben?
Und 2,50€/L würde auch den Normalverdiener ganz schön weh tun.
Emissionen lassen sich nur reduzieren, wenn weniger gefahren wird. Ich bin durchaus dafür Einkommens-, Erbschafts- und Vermögenssteuern massiv zu erhöhen um einen Ausgleich für soziale Schwache zu schaffen, aber am Ende ist es halt Fakt, dass wir uns alle einschränken müssen um die Klimakatastrophe zu verhindern.

Ich habe es auch geschafft meine Autokilometer von 15.000 auf 3.000 zu drücken.
 
Ich bin durchaus dafür Einkommens-, Erbschafts- und Vermögenssteuern massiv zu erhöhen um einen Ausgleich für soziale Schwache zu schaffen, aber am Ende ist es halt Fakt, dass wir uns alle einschränken müssen um die Klimakatastrophe zu verhindern.
Und wie soll der Ausgleich dann aussehen? Wenn auf der einen Seite Steuern erhöht werden?
Dann müssen die Steuern für niedrige Einkommen gleichzeitig gesenkt werden.

Ich habe es auch geschafft meine Autokilometer von 15.000 auf 3.000 zu drücken.
Das ist schön für dich. Aber nicht jeder schafft das. Pendler oder Menschen welche in ländlichen Gegenden wohnen z.B.

Deine Einstellung ist schon Öko-radikal. Eine Steigerung wäre Öko-Terrorismus. Davor wurde letztens in Markus Lanz schon gewarnt.
 
Und wie soll der Ausgleich dann aussehen? Wenn auf der einen Seite Steuern erhöht werden?
Dann müssen die Steuern für niedrige Einkommen gleichzeitig gesenkt werden.
Geringverdiener zahlen sowieso keine Steuern.
Du musst die, die einen geringen CO2 Fingerabdruck haben, dafür finanziell belohnen.
Aber dazu musst du das System erst mal ändern. Das fängt damit an, dass nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden muss. Aktuell wird Größe gefördert.
Dazu müssen die Subventionen für Umweltverschmutzung beendet werden. Also weg mit den Subventionen für Diesel. Das lehnt die FDP aber ab.
Was zeigt uns das? Dass keiner gewillt ist, für die Umwelt was einzusetzen. Es werden weiterhin nur die Interessen der Klientel verfolgt.
 
Das ist schön für dich. Aber nicht jeder schafft das. Pendler oder Menschen welche in ländlichen Gegenden wohnen z.B.
Dann muss man es eben versuchen. Es ist ja nicht so, dass ich behaupte, dass dies ohne Nachteile möglich ist. Es kostet schon Flexibilität, mehr Zeit und eine gewisse Leidensfähigkeit mit dem Rad durch den Schneeregen zum Bäcker zu fahren und nicht das Auto zu nehmen. Nur leider ist es ja so, dass viele den finanziellen Druck brauchen um etwas zu ändern.
 
Wer sagt das? Was sind für dich Geringverdiener?

Dann müßte der Mindestlohn ja auch netto sein. Aber der ist brutto.
Geringverdiener sind Leute, die weniger als 2000€ Brutto verdienen.
Die zahlen entweder keine oder so wenig Steuern. dass sie von einer Steuersenkung nichts merken.
Sie zahlen aber Sozialabgaben und zwar prozentual gesehen deutlich mehr als ein Top Verdiener und das muss man ändern.
 
Sie zahlen aber Sozialabgaben und zwar prozentual gesehen deutlich mehr als ein Top Verdiener und das muss man ändern.

Steuern nicht mit Sozialabgaben verwechseln. Die Einkommenssteuer bei Mindestlohn liegt tatsächlich nahe 0 Euro.
Ja stimmt. Ist mir nach dem Posting auch eingefallen.

Dann müsste der AN-Anteil für Sozialabgaben gesenkt werden bei Geringverdienern.
 
Dann müsste der AN-Anteil für Sozialabgaben gesenkt werden bei Geringverdienern.
Muss man nicht unbedingt. Man könnte aber die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen und die Rente deckeln.
Dann würde ein Rentner mehr bekommen und die Grundrente könnte bei 1400€ anfangen oder so.
Das würde dem Geringverdiener heute nicht helfen aber es schützt ihn vor Altersarmut.
 
Beitragsbemessungrenzen müssen weg! Dazu muss jeder in die gesetzlichen System einzahlen müssen - also Bürgerversicherung.
 
Gegen die Bürgerversicherung ist meines Wissens ja die FDP. Die SPD und Grünen wollten das.
Aber bezogen auf eine einheitliche KV.
 
Denkst du auch mal an die Menschen die wenig Geld in der Tasche haben?
Tja von denen haben halt genug FDP, AfD und Union gewählt. Pech.

Ich freu mich jedenfalls schon sagen zu können "Mit den Grünen wärs nicht so teuer" :D

Aber beim Stammtisch sind die Grünen nach 16 Jahre ohne Regierungsbeteiligung eh Schuld wenn alles teurer wird.
 
Und wie soll der Ausgleich dann aussehen? Wenn auf der einen Seite Steuern erhöht werden?

0 € Krankenversicherung
0 € Rente
0 € Arbeitslosenversicherung
0 € ÖPV
0% Mwst. auf Lebensmittel, Miete oder ähnliches
Es gibt so viel, wofür schlecht verdiendene Menschen viel mehr Geld an den Staat abführen und wo man entlasten könnte, als bei Lohnsteuer oder auch Benzin. Zumindest wenn sie nicht wie Ökoschweine leben - aber das letztere nicht mit ±0 rauskommen, ist ja auch beabsichtigt. Arm zu sein ist kein Freibrief, um auch anderen die Lebensgrundlage zu versauen.

Und lass mich nicht von den indirekten Kosten anfangen. Warum kosten Pflichtamtsgänge Geld? Wieso werden Leute mit Eintrittspreisen von staatlichen kulturellen- und Sporteinrichtungen abgehalten? Warum zahlt jeder GEZ einzeln, wenn es doch sowieso eine Gemeinschaftsleistung ist, für die der Staatshaushalt da ist? Wieso darf ich an staatlich verpachteten Autobahnhaltestellen nicht aufs Klo, wenn ich kein Kleingeld dabei habe? Wie wäre es mal mit einer Schule, bei der die Eltern nicht noch zusätzlich Nachhilfe, Lernsoftware, etc. bezahlen müssen? Heute ist man ja schon froh, wenn die Bücher teilweise gestellt werden. Warum muss ich selbst bei den Verbraucherzentralen dick Geld auf den Tisch legen, wenn ich einen Anwalt brauche, um mein verdammtes Recht zu bekommen, dass eigentlich der Staat durchsetzen sollte?
...
Sowas hilft zwar alles nicht selektiv armen Leuten, aber es hilft jedem im absolut gleichem Maße und das ist für arme relativ viel wert, während es Reichen relativ schnuppe ist. Prinzip lässt sich übrigens auch umdrehen:
Wieso werden Parkknöllchen und Geschwindigkeitsübertretungen absolut abgerechnet und nicht in (Teil-)Tagessätzen?

Das ist schön für dich. Aber nicht jeder schafft das. Pendler oder Menschen welche in ländlichen Gegenden wohnen z.B.

Wer auf dem Land lebt braucht typischerweise zwar mehr, aber noch lange nicht wahnsinnig viel Sprit. Nur wer auf dem Land lebt und in der Stadt arbeitet, also die Vorteile von hohen Löhnen und niedrigen Lebenserhaltungskosten beide genießen will, der bekommt ein Problem.
Zu Recht.

Deine Einstellung ist schon Öko-radikal.

Die Menschheit hatte stand 1990 40-50 Jahre, um das Problem in den Griff zu bekommen. Jetzt ist es 2020, es sind noch 10-20 Jahre übrig, das Problem "globaler CO2-Ausstoß" ist 75% größer geworden und Deutschland verbraucht immer noch 2,5 mal so viele Ressourcen pro Kopf, wie das nachhaltig werden. Wie genau stellst du dir eine "nicht radikale" Lösung vor? "Weitermachen wie immer und hoffen, dass das dieses Jahrzehnt ein komplett andere Ergebnis bringt, als die letzten 20 Jahrzehnte"?

Steuern nicht mit Sozialabgaben verwechseln. Die Einkommenssteuer bei Mindestlohn liegt tatsächlich nahe 0 Euro.

Der Freibetrag liegt bei ungefähr 188 € pro Woche (für Singles), das wäre bei Mindestlohn also nur eine knappe halbe Stelle. Aber alles, was darüber liegt, wird halt auch nur mit 14% versteuert (d.h. wer auf 376 € pro Woche kommt, also 36 Stunden Mindestlohn auch ausbezahlt bekommt, nachdem irgendwelche Kleidungs/Unterkunfts/sonstwaskosten von seinen real 60 h schuften abgezogen wurden, der zahlt auf den Gesamtlohne effektiv nur 7%. Eine Hälfte 14%, die andere 0%.)
Sozialabgaben greifen viel früher und vollumfänglich. Erst jenseits eines mittleren Einkommens wird die Lohnsteuer zum großen Thema.
 
Wie genau stellst du dir eine "nicht radikale" Lösung vor? "Weitermachen wie immer und hoffen, dass das dieses Jahrzehnt ein komplett andere Ergebnis bringt, als die letzten 20 Jahrzehnte"?
Wie ich schon mal schrieb: es sollte im sozialverträglichen Rahmen gemacht werden. Also in Abstufungen bzw Angleichungen und nicht von heute auf Morgen mit radikalen Einschnitten.
 
Das prädige ich seit Jahr(zehnt)en, dass solche Umstellungen gleitend kommen müssen.
Seit einigen Jahren aber nur noch mit dem Zusatz "um zu retten, was zu retten ist". Lösen tut man das Problem auf die Art nicht mehr, der Zug ist lange abgefahren. Seahawk, der sowieso gerne mit radikalem Populismus um sich schmeist, schlägt halt vor, den Zug mit einer Rakete wieder einzuholen. Technisch wäre das immer noch möglich, aber eben nur wenn alle Klimaschutz zur höchsten Priorität erheben würden. Wortwörtlich "ob sie wollen oder nicht" und für die, die es nicht von sich aus machen, bräuchte man dann solche Maßnahmen.
 
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