Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Exakt und um diesem Risiko zu begegnen muss Frau arbeiten gehen (können).
Aber, was auch bedacht werden muss, viele Familien sind darauf angewiesen, dass beide arbeiten, weil nicht jeder das Modell, einer Karriere, einer Kind fahren kann, dazu sind sehr viele Ecken des Landes zu teuer geworden. Wir haben uns gesellschaftlich in eine Position gebracht, in der es für Frauen von Vorteil ist, keine Kinder, dafür eigenes Einkommen zu haben.
Jein, viele sind sich auch darüber bewusst, das es eben keine "Schutzfunktion" mehr gibt, und sind teilweise nicht bereit ein solches Risiko einzugehen.
Oder es hat damit zu tun, dass man nicht Vollzeit arbeiten kann weil die Betreuung des Kindes sonst nicht gewährleistet wäre. In meinem Umfeld (Ex Militärs, viele Lehrer, ITler & Heilberufe) kenn ich keine Frau die freiwillig auf Halbtag gegangen ist, alle haben reduziert, weil es entweder
- Auswirkungen auf die Betreuung des Kindes gehabt hätte
- Die Karriere des Ehemanns beeinträchtigt hätte wenn dieser reduziert
Da wollen Häuser abbezahlt werden, Mieten, Urlaube, man will dem Kind was bieten, auch im Rahmen des sozialen Drucks anderer Eltern. Leben mit Kind ist teuer und will bezahlt werden, Krankenversicherung will bezahlt werden, Rentenbeiträge ebenfalls, v.a. da die staatliche Rente abkackt.
Hier stimme ich voll zu, bis zu dem Augenblick wo du behauptest, das die alle bereit sind ihre Kinder 9-10 Stunden in staatliche Obhut zu begeben.
Mein Freundes und Bekanntenkreis setzt sich ähnlich zusammen und da haben sich gerade die Leute im Öffentlichen Dienst (egal ob Mann oder Frau) bewusst für eine Reduzierung entschieden, um eben noch am Leben ihrer Kinder teilzuhaben.
Denn faktisch bedeutet ein/zwei Vollzeitjobs, je nach Fahrweg, 10 Stunden Kita oder Ganztagsschule, denn Vollzeit bedeutet 8 Stunden plus 1 Stunde Pause, plus Weg. Mal abgesehen davon das keine Kita hier (vor Ort) länger als 16 Uhr anbietet, wollen das viele Eltern auch nicht.
1. Können wir so ein Gesellschaftsmodell nicht auf dem Rücken der Kinder austragen
2. Bedeutet diese Anzahl an Stunden, eben nicht nur Bildung, sonder schon rein zeitlich, den größten Teil der Erziehung.

Und da kannst du soviel rumnegieren wie du willst, das birgt sehr wohl in vierlei Hinsicht Gefahren.
Kinder spielen aber bei der Eheschließung keine Rolle. Formell gehen 2 Personen eine Gütergemeischaft ein. Sie haften für einander, sie bilden automatisch eine Bedarfsgemeinschaft und der finanzielle Zugewinn muss geteilt werden. Das ist erstmal eine ganze Kette an Belastungen, die der Gesetzgeber ihnen aufdrückt.

Dafür bekommen sie einige Rechte (Vertretungsrecht, usw.) und die Möglichkeit ihr Einkommen in einen Topf zu werfen und dann 50:50 zu versteuern.

Wenn die Pflichten abschafft wird das fiese Nebeneffekte haben.
Bist du dir eigentlich ansatzweise im klaren darüber, dass du die gleichen fiesen Nebeneffekte haben wirst, wenn du einseitig die finanziellen Rechte abschaffen wirst?!
Meinst du die Mehrzahl der Leute ist bescheuert?
Vertretungsrechte als auch Zugewinnregeln kann man notariell und rechtlich außerhalb einer Ehe per Vetrag regeln, denn das BGB bietet Vertragsfreiheit, insoweit werden dann eben eine Menge schlauer Leute nicht standesamtlich heiraten und sich einseitig Pflichten auferlegen, sondern das ganze außerhalb der staatlichen Zwänge untereinander rechtlich regeln und den Staat und seinen Pflichten, gepflegt den Finger zeigen.
Und wie üblich trifft es dann hauptsächlich die Leute, die sich eher weniger Gedanken machen oder mangels Bildung nicht den Durchblick haben!
Also genau die Leute, denen du eigentlich gutes tuen möchtest.
 
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Hier stimme ich voll zu, bis zu dem Augenblick wo du behauptest, das die alle bereit sind ihre Kinder 9-10 Stunden in staatliche Obhut zu begeben.
Mein Freundes und Bekanntenkreis setzt sich ähnlich zusammen und da haben sich gerade die Leute im Öffentlichen Dienst (egal ob Mann oder Frau) bewusst für eine Reduzierung entschieden, um eben noch am Leben ihrer Kinder teilzuhaben.
Gutes Stichwort: Man muss auch reduzieren können.
Im ÖD ist das oftmals einfacher möglich, für andere Berufe nicht so sehr. Meine Frau arbeitet 3 Tage die Woche voll im KH, dafür bring und hol ich die Kleine, an den anderen Tagen wechseln wir. So komm ich auf 100% und Sie auf 80, auf nen anderen Deal hat sich das KH nicht eingelassen.

Und mal ehrlich, wenn ich verbeamtet wäre, dann würd ich auch bis die Kleine 6 oder 7 ist reduzieren, v.a. wenn ich diese Jobsicherheit hätte. Nirgends so einfach Teilzeit umgesetzt wie im ÖD.
Das ist nicht die Realität der Masse der Arbeitnehmer in Deutschland.

Denn faktisch bedeutet ein/zwei Vollzeitjobs, je nach Fahrweg, 10 Stunden Kita oder Ganztagsschule, denn Vollzeit bedeutet 8 Stunden plus 1 Stunde Pause, plus Weg. Mal abgesehen davon das keine Kita hier (vor Ort) länger als 16 Uhr anbietet, wollen das viele Eltern auch nicht.
Ich will das auch nicht, aber ich hab einerseits keine Alternative und andererseits Glück dass meine Tochter sehr sehr gerne mit den anderen Kids im Kiga spielt. Wenn ich da um 1500 ankomme krieg ich Mecker. Aber ich verstehe den Punkt, kann aber aus eigener Erfahrung sagen, wenn man mal selbst Kinder hat kann sich hier die Meinung ändern.

1. Können wir so ein Gesellschaftsmodell nicht auf dem Rücken der Kinder austragen
2. Bedeutet diese Anzahl an Stunden, eben nicht nur Bildung, sonder schon rein zeitlich, den größten Teil der Erziehung.
Disclaimer vorweg: Das ist keine Karte die ich spielen will von wegen ich hab ein Kind, du nicht, das ist nicht meine Absicht, aber ich hab mal genauso gedacht wie du hier argumentierst. Bis ich Kinder hatte. Ich versteh deinen gedanklichen Ansatz hier, er ist aber Realitätsfremd. Die Nachfrage, bzw. der Bedarf an Betreuungsangeboten ganztags oder gar teilweise 24/7 (für Nachtschichtarbeiter*Innen) steigt, Lebenshaltungskosten, Mieten, Rente, Hauskauf, alles wird teurer und packt mehr Druck auf Familien.

In einigen Berufen, z.b. bei den Pflegekräften im medizinischen Bereich sind Nacht- und Wochenenddienste üblich, macht man keine Dienste findet man teilweise keine Stelle, bzw. nur Stellen die einen Umzug nach sich ziehen würden, das würde dem Beruf des Vaters schaden etc. etc.
Es ist nicht so einfach 2 Berufe + Kind unter einen Hut zu bekommen, nicht wenn der Immobilienmarkt grade durchdreht. In meiner PLZ, grade geprüft, ist die günstigste zu kaufende Immobilie (Haus) mit 700.000€ angegeben, für 140m² Wohnfläche.

Ganz ehrlich, z.b. als verbeamteter Lehrer oder irgendwo im Amt, klar geh ich da mit den Stunden runter. In meinem derzeitigen Job? Keine Chance, Vollzeit oder Paris, Athen auf Wiedersehn.
Das Gegenteil? Kumpel von mir wir demnächst Vice President of ganz wichtig, bei ner Firma die ~200km weit von seinem gebauten Haus entfernt ist. Die Ehefrau arbeitet halbtags. Kohle passt bei denen, trotzdem ist das Klima nicht so dolle, die Ehefrau muss zurückstecken um das Kind zu versorgen weil er nicht mitmachen kann. Jetzt sitzt Sie den halben Tag zuhause, mit dem Ausblick auf EDEKA (Ende der Karriere für die nicht gedienten) damit er die dicke Karriere macht, vllt 2 mal die Woche beim Abendessen dabei ist und die Hütte abbezahlt. Ist das jetzt besser? I don't know...
 
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Das Gegenteil? Kumpel von mir wir demnächst Vice President of ganz wichtig, bei ner Firma die ~200km weit von seinem gebauten Haus entfernt ist. Die Ehefrau arbeitet halbtags. Kohle passt bei denen, trotzdem ist das Klima nicht so dolle, die Ehefrau muss zurückstecken um das Kind zu versorgen weil er nicht mitmachen kann. Jetzt sitzt Sie den halben Tag zuhause, mit dem Ausblick auf EDEKA (Ende der Karriere für die nicht gedienten) damit er die dicke Karriere macht und die Hütte abbezahlt. Ist das jetzt besser? I don't know...
Das ist doch gerade das, was man heutzutage als Paar untereinander klären muss.
Faktisch trägt Sie aber stand Heute, fast das komplette Risiko, denn wenn er sich in 5-8 Jahren, mit der jüngeren Sekretärin aus dem Staub macht, ist sie vollkommen am "Arsch".

Ähnliches Beispiel, mein Alter, also wohl 10 Jahre älter, sie hat ihm das gesammte Studium bezahlt, weil sie zu der Zeit, Vollzeit arbeiten gegangen ist und beide finanziert hat, jetzt ist er Mr. Wichtig (großes Einkommen), sie haben 2 Kinder, Haus, sie geht nur noch Teilzeit arbeiten. Der Deal war so von Anfang an ausgemacht, allerdings mit der deutlichen Drohung, ihm das Gemächt zu entfernen, wenn er Sie "Hängen" lässt.
 
Das ist doch gerade das, was man heutzutage als Paar untereinander klären muss.
Faktisch trägt Sie aber stand Heute, fast das komplette Risiko, denn wenn er sich in 5-8 Jahren, mit der jüngeren Sekretärin aus dem Staub macht, ist sie vollkommen am "Arsch".
Eben.
Deswegen mein ich ja, das klassische Konzept der Ehe mit ewiger Treue, verbunden vor Gott, das ist schön, aber man muss heute damit rechnen, dass es nach der Hochzeit im hübschen Brautkleid zu einer gewissen Amnesie kommt was den Schwur der Ehe angeht. Das macht die Ehe an sich nicht schlecht, es ist als Sicherungskonzept nur nicht mehr so gut wie früher (oder ganz damals früher...).

Ich persönlich seh halt noch Nachholbedarf, wie man Frauen ermöglicht hier die Gefahren die wir besprochen haben zu mitigieren und trotzdem Kinder zu bekommen. Das darf sich ja nicht ausschließen, zumindest sollte es das nicht, denn sonst wird der Anreiz DINK zu bleiben einfach viel zu stark.
 
Die Frage ist ja ob das Splitting oder der Entfall davon, die Entscheidung geändert hätten. Fakt ist aber auch, dass heute bei einer Scheidung Unterhaltsansprüche entstehen, der in der Ehe angehäufte Vermögenszuwachs (und die Schulden) geteilt wird und sogar die Rentenansprüche ausgeglichen werden.

Streicht man die Gütergemeinschaft der Ehe fällt das weg und der weniger verdienende Teil des Gemeinschaft steht noch schlechter da.

Ich halte eine Abschaffung des Splittings für rechtlich unmöglich, zumindest wenn beide Partner in der Lebensgemeinschaft sozialversicherungspflichtig arbeiten. Sonst kommt man an den Punkt an dem ein Paar, das 50:50 verdient, weniger Steuern zahlt als eines das 70:30 verdient, obwohl bei beiden beide Partner voll arbeiten. Diese Ungleichbehandlung wird nie vor Gericht bestehen. Bei dem Fall des 100:0 sehe ich die Möglichkeit nur den Steuerfreibetrag zu übertragen und nicht 100/2 zu machen, aber sobald beide erwerbstätig sind, wird das Verfassungsgericht jede Ungleichbehandlung kassieren, zumindest solange die Ehe noch als Gütergemeinschaft gilt und es sogar gesetzliche Ansprüche auf Teilzeit gibt.
 
Wie steht ihr eigentlich zu der Legalisierung von Cannabis? Die Grünen, Linken, SPD und FDP sind unter Einschränkungen/Auflagen dafür. Die AfD will das nur für medizinische Zwecke legalisieren. Die Union ist grundsätzlich dagegen.

Legalsierung von Cannabis - was in den Wahlprogrammen steht

Ich bin da etwas zwiegespalten. Einerseits ist es gut wenn "offiziell" nur reines Cannabis verkauft wird, welches nicht mit gefährlichen Inhaltsstoffen gestreckt werden kann. Das würde auch den illegalen Markt eindämmen. Andererseits ist Cannabis gerade für Jugendliche eher schädlich, da es die Gehirnentwicklung negativ beeinflussen kann. Außerdem kann es drogeninduzierte Psychosen bei manchen auslösen kann. Deswegen wäre ich eher für eine Freigabe ab 21 und für medizinische Zwecke. Da es nachweislich bei bestimmten Erkrankungen hilft. Wie z.B. Multible Sklerose oder Tourette. Auch in der Schmerztherapie.
 
Wie steht ihr eigentlich zu der Legalisierung von Cannabis? Die Grünen, Linken, SPD und FDP sind unter Einschränkungen/Auflagen dafür. Die AfD will das nur für medizinische Zwecke legalisieren. Die Union ist grundsätzlich dagegen.
Ich bin dafür, dass andere Drogen wie Tabak oder Alkohol illegalisiert werden. Man kann spezielle Geschäfte machen, in denen Alkohol und Tabakwaren wie auch Cannabis verkauft werden. Jeder, der kauft, muss sich registrieren lassen.
Natürlich zu unverschämten Preisen.
 
Ich bin dafür, dass andere Drogen wie Tabak oder Alkohol illegalisiert werden. Man kann spezielle Geschäfte machen, in denen Alkohol und Tabakwaren wie auch Cannabis verkauft werden. Jeder, der kauft, muss sich registrieren lassen.
Natürlich zu unverschämten Preisen.
Also ich stimme dir ja zu, dass Tabak und Alkohol gefährlich sind und daran deutlich mehr Menschen als an Cannabis sterben (Cannabis eher indirekt) , aber ich weiß nicht ob das so gut ist, dass alles in einen Topf zu schmeissen.
Und wie ich schon schrieb ist Cannabis für bestimmte medizinische Zwecke wohl ganz gut zu gebrauchen.
 
Ich finde nichts konkretes in beider Wahlprogramme und war ob der Aussagen leicht irritiert.
Grüne: Unter dem Punkt "Einführung einer individuellen Besteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag für Neuehen": https://www.gruene.de/themen/steuern/
sowie im Wahlprogramm, Seite 60: https://cms.gruene.de/uploads/documents/2021_Wahlprogrammentwurf.pdf (PDF)

SPD: Wahlprogramm Seite 23: https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Beschluesse/Programm/SPD-Zukunftsprogramm.pdf (PDF)

Linkspartei: https://www.linksfraktion.de/themen/a-z/detailansicht/ehegattensplitting/
Wahlprogramm: https://www.die-linke.de/fileadmin/...INKE_Wahlprogramm_zur_Bundestagswahl_2021.pdf (PDF)
Geschlechtergerechte Steuermodelle statt Ehegattensplitting. Das nicht ausgeschöpfte steuerliche Existenz-minimum soll zwischen Eheleuten bzw. Lebenspartner*innen übertragbar sein.
Das Ehegattensplitting werden wir durch familien und geschlechtergerechte Steuer modelle und frei übertragbares Existenzminimum ersetzen (vgl. Kapitel »Mit Steuern umsteuern«).

Ist schon schwer genug, die Älteren in der Familie dazu zu bringen, dass sie sich jemanden anhören der blaue Haare hat. (wird echt als Argument dagegen vorgebracht)
Dabei sind blau gefärbte Haare sowas von 80er/90er Jahre. Aber das scheint die gleiche Sorte Mensch zu sein, die sich Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre, über Männer mit langen Haaren und Schlaghosen aufgeregt hat.
 
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Wie steht ihr eigentlich zu der Legalisierung von Cannabis?
Man sollte Cannabis und Tabakwaren auf eine Stufe stellen.

Verkauf nur in bestimmten Geschäften, Geschäfte müssen einen Abstand von x haben, bestehende Tabakläden
haben aber Bestandschutz auch ohne Abstand x, keine 24/7 Öffnungszeiten, geprüft etc
Konsum soll auch im Geschäft erlaubt werden

Also ich bin absolut gegen den Konsum von Tabak oder Cannabis, aber hier würden wir wahrscheinlich sehr vielen Dealern ihre Grundlage entziehen und gleichzeitig den Zigarettenkonsum enorm reduzieren weil man nicht mal schnell zur Tanke, Aldi etc kann.
 
Tja, dann hättest du dir noch mehr durchlesen müssen.
Wenn du salty bist...

Geht auch was anderes als ad hominem? :stupid:


Die Problematik ist, dass viele, die in einer konventionellen Ehe (so auch wir/ich) mit unterschiedlichen Gehältern von der Klasse III schlichtweg profitieren, mit dem steuerlichen Vorteil eben primär Eigentum finanzieren.
Es liegt auf der Hand, dass man eigene Pfründe nicht aufgeben will, unbedarft davon, was für die Allgemeinheit gut wäre.

Was die Leute mehrheitlich mit dem Geld machen, würde ich nicht so eindeutig sehen. Eheglattensplitting gibt es quer durch alle Klassen und die Mehrheit kann es sich auch damit nicht leisten, nenneswert Vermögen aufzubauen. Auch die Gegner von Ehegattensplitting kümmern sich nicht sonderlich um das "wofür", es geht nur um das "warum":
Warum sollte der Staat Geld verschenken und einen enormen zusätzlichen Bürokratieaufwand betreiben wegen einer rein privaten Geste?


Da schließe ich mich sogar als betroffener an. Es erschließt sich mir nicht, warum für kinderlose Ehen Begünstigungen geschaffen werden.
Unterstützung für Kinder sollte jedoch weiter gewährt werden.

Kinder kann man wesentlich besser unterstützen, in dem man direkt Kinder betreffende Kosten senkt. Da gibt es ohne Ende Posten, von Steuern auf Windeln über Kitagebühren und den immer weiter zunehmenden Nebenkosten von Schulbesuchen (gab mal Zeit, da wurde Bücher gestellt und die Mehrheit hatte ohne Nachhilfe eine Chance, gut betreut zu werden) bis hin zu Eintrittsgebühren in öffentlichen Einrichtungen und ÖPNV, wo der Staat direkt fördern könnte. Und das käme dann auch wirklich den Kindern zugute. Bislang haben wir eine Förderung von Eltern nach den Kriterien "verheiratet" !UND! "verdient viel Geld". Denn nur wenn beides gegeben ist, bringt das Ehegattensplitting einen deutlichen Bonus. "Tut irgendwas fürs Kindswohl" kommt dagegen überhaupt nicht in der Gleichung vor.


Ich halte eine Abschaffung des Splittings für rechtlich unmöglich, zumindest wenn beide Partner in der Lebensgemeinschaft sozialversicherungspflichtig arbeiten. Sonst kommt man an den Punkt an dem ein Paar, das 50:50 verdient, weniger Steuern zahlt als eines das 70:30 verdient, obwohl bei beiden beide Partner voll arbeiten. Diese Ungleichbehandlung wird nie vor Gericht bestehen.

Die eigentliche Ungleichbehandlung besteht darin, dass alle vier gleich viel arbeiten, aber eine Person mehr als doppelte einer anderen dafür bekommt. Ein Gericht, dass darin kein Problem sieht, soll über die paar Prozent Unterschied im effektiven Steuersatz nicht weinen.


Wie steht ihr eigentlich zu der Legalisierung von Cannabis?

Es ist eine weitere Droge, die zwar nach aktuellem Wissensstand für Erwachsene nicht schädlicher ist, als andere, die legal sind, aber sehr wohl bei Heranwachsenden. Abgesehen davon, dass ersterer Wissensstand auf einem Vergleich der Konsummengen "Verkauf unter hohen Strafen verboten, Preise hoch, Beschaffung setzt kriminelle Energien voraus" vs. "kann man an jeder Supermarktkasse mitnehmen" beruht, ist letzteres für mich ein eindeutiges Argument gegen eine Legalisierung. In einer Traumweld mit funktionierendem Jugendschutz wäre THC zwar nicht bedenklicher als Ethanol und deutlich weniger schlimm als Nikotin, aber in so einer Welt leben wir nicht. Von daher kann ich zwar die Argumente derjenigen nachvollziehen, die Cannabis auf eine Stufe mit Schnapps stellen wollen, weil das den Substanzen angemessen ist, aber da wir Schnapps schon nicht in dem Maße unter Kontrolle haben, der für Cannabis eben auch wünschenswert wäre, folgt daraus für mich kein Legalisierungsgrund. "Problem B wäre nicht viel größer als Problem A, das wir schon haben" ist kein Grund, Problem B einzuführen, sondern sich mehr mit Problem A auseinanderzusetzen. Und medizinischer Einsatz von Canabiolen ist vollkommen unabhängig davon bereits heute möglich und erlaubt.

Aber ehrlich gesagt sind das derartige Nebenschauplätze, dass das auf meine Wahlentscheidung gar keinen Einfluss hat.
 
Man sollte Cannabis und Tabakwaren auf eine Stufe stellen.
Wobei man ja auch Cannabis ohne Tabak konsumieren kann. Das weißt du?
Ich halte Tabak für deutlich schädlicher.
Aber Cannabis kann wie gesagt für Heranwachsende auch schädlich sein, was die geistige Entwicklung angeht.
Bei manchen ist es auch Einstiegsdroge für härtere Drogen.

Aber ehrlich gesagt sind das derartige Nebenschauplätze, dass das auf meine Wahlentscheidung gar keinen Einfluss hat.
Für mich ist dieses Thema auch nicht wahlentscheidend oder besonders wichtig.
Ich wollte es nur mal ansprechen, weil wir andere Themen schon öfter hatten.
 
Wobei man ja auch Cannabis ohne Tabak konsumieren kann. Das weißt du?
Du weißt auch, dass das gar nichts mit meiner Argumentation zu tun hat?

Meiner Meinung nach ist Cannabis nach aller Abwägung zu unschädlich um verboten zu bleiben, aber zu
schädlich um es an der Aldi Kasse zu verkaufen. Tabak aber auch.
Moment, beim Bund sein und nicht rauchen?
Zeiten ändern sich, bei mir hat auch aufm Schulhof kaum noch einer geraucht :D
 
Meiner Meinung nach ist Cannabis nach aller Abwägung zu unschädlich um verboten zu bleiben, aber zu
schädlich um es an der Aldi Kasse zu verkaufen. Tabak aber auch.
Deswegen sollte es meiner Meinung nach erst ab 21 Jahren verkauft werden (wegen der dann abgeschlossenen Hirnentwicklung Heranwachsender). Und für medizinische Zwecke auf Rezept z.B. in Apotheken.
 
Deswegen sollte es meiner Meinung nach erst ab 21 Jahren verkauft werden (wegen der dann abgeschlossenen Hirnentwicklung Heranwachsender). Und für medizinische Zwecke auf Rezept z.B. in Apotheken.
Ich eh da einen kleinen Widerspruch.
Wenn du es nur zu medizinischen Zwecken erlaubt haben möchtest kannst du dir die Altersregel schenken
weil das Alter dann von medizinischer Seite festgelegt wird.

Und ganz generell hast du die Situation damit eigentlich nicht geändert
 
Ich eh da einen kleinen Widerspruch.
Wenn du es nur zu medizinischen Zwecken erlaubt haben möchtest kannst du dir die Altersregel schenken
weil das Alter dann von medizinischer Seite festgelegt wird.
Das muß dann der Arzt abwägen. Aber generell ist es halt so das bei Heranwachsenden Cannabis nachweislich schädlich sein kann.
 
Und wie ich schon schrieb ist Cannabis für bestimmte medizinische Zwecke wohl ganz gut zu gebrauchen.
Die Alkoholindustrie veröffentlicht auch alle Nasenlang eine Studie, die besagt, dass ein glas Wein pro Tag supergesund ist.
Und die Lebensmittelindustrie erklärt heute noch, dass es keinen Zusammenhang zwischen Zucker und Diabetes bzw. Übergewicht gibt.
Glaubst du da wirklich dran?
 
Die eigentliche Ungleichbehandlung besteht darin, dass alle vier gleich viel arbeiten, aber eine Person mehr als doppelte einer anderen dafür bekommt. Ein Gericht, dass darin kein Problem sieht, soll über die paar Prozent Unterschied im effektiven Steuersatz nicht weinen.
Ah?
Und das möchtest du natürlich irgendwie zwangsfestlegen?
Durch wen?
Ich habe ein paar Posts weiter oben geschrieben, das in Deutschland (BGB) Vertragsfreiheit herrscht. das wilsst du ja dann offensichtlich abschaffen und Arbeit so gut wie ohne Vorleistung, Schule, Studium, Weiterbildung, etc = Qualifikation, bezahlen?!
 
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