Jein, viele sind sich auch darüber bewusst, das es eben keine "Schutzfunktion" mehr gibt, und sind teilweise nicht bereit ein solches Risiko einzugehen.Exakt und um diesem Risiko zu begegnen muss Frau arbeiten gehen (können).
Aber, was auch bedacht werden muss, viele Familien sind darauf angewiesen, dass beide arbeiten, weil nicht jeder das Modell, einer Karriere, einer Kind fahren kann, dazu sind sehr viele Ecken des Landes zu teuer geworden. Wir haben uns gesellschaftlich in eine Position gebracht, in der es für Frauen von Vorteil ist, keine Kinder, dafür eigenes Einkommen zu haben.
Hier stimme ich voll zu, bis zu dem Augenblick wo du behauptest, das die alle bereit sind ihre Kinder 9-10 Stunden in staatliche Obhut zu begeben.Oder es hat damit zu tun, dass man nicht Vollzeit arbeiten kann weil die Betreuung des Kindes sonst nicht gewährleistet wäre. In meinem Umfeld (Ex Militärs, viele Lehrer, ITler & Heilberufe) kenn ich keine Frau die freiwillig auf Halbtag gegangen ist, alle haben reduziert, weil es entweder
- Auswirkungen auf die Betreuung des Kindes gehabt hätte
- Die Karriere des Ehemanns beeinträchtigt hätte wenn dieser reduziert
Da wollen Häuser abbezahlt werden, Mieten, Urlaube, man will dem Kind was bieten, auch im Rahmen des sozialen Drucks anderer Eltern. Leben mit Kind ist teuer und will bezahlt werden, Krankenversicherung will bezahlt werden, Rentenbeiträge ebenfalls, v.a. da die staatliche Rente abkackt.
Mein Freundes und Bekanntenkreis setzt sich ähnlich zusammen und da haben sich gerade die Leute im Öffentlichen Dienst (egal ob Mann oder Frau) bewusst für eine Reduzierung entschieden, um eben noch am Leben ihrer Kinder teilzuhaben.
Denn faktisch bedeutet ein/zwei Vollzeitjobs, je nach Fahrweg, 10 Stunden Kita oder Ganztagsschule, denn Vollzeit bedeutet 8 Stunden plus 1 Stunde Pause, plus Weg. Mal abgesehen davon das keine Kita hier (vor Ort) länger als 16 Uhr anbietet, wollen das viele Eltern auch nicht.
1. Können wir so ein Gesellschaftsmodell nicht auf dem Rücken der Kinder austragen
2. Bedeutet diese Anzahl an Stunden, eben nicht nur Bildung, sonder schon rein zeitlich, den größten Teil der Erziehung.
Und da kannst du soviel rumnegieren wie du willst, das birgt sehr wohl in vierlei Hinsicht Gefahren.
Bist du dir eigentlich ansatzweise im klaren darüber, dass du die gleichen fiesen Nebeneffekte haben wirst, wenn du einseitig die finanziellen Rechte abschaffen wirst?!Kinder spielen aber bei der Eheschließung keine Rolle. Formell gehen 2 Personen eine Gütergemeischaft ein. Sie haften für einander, sie bilden automatisch eine Bedarfsgemeinschaft und der finanzielle Zugewinn muss geteilt werden. Das ist erstmal eine ganze Kette an Belastungen, die der Gesetzgeber ihnen aufdrückt.
Dafür bekommen sie einige Rechte (Vertretungsrecht, usw.) und die Möglichkeit ihr Einkommen in einen Topf zu werfen und dann 50:50 zu versteuern.
Wenn die Pflichten abschafft wird das fiese Nebeneffekte haben.
Meinst du die Mehrzahl der Leute ist bescheuert?
Vertretungsrechte als auch Zugewinnregeln kann man notariell und rechtlich außerhalb einer Ehe per Vetrag regeln, denn das BGB bietet Vertragsfreiheit, insoweit werden dann eben eine Menge schlauer Leute nicht standesamtlich heiraten und sich einseitig Pflichten auferlegen, sondern das ganze außerhalb der staatlichen Zwänge untereinander rechtlich regeln und den Staat und seinen Pflichten, gepflegt den Finger zeigen.
Und wie üblich trifft es dann hauptsächlich die Leute, die sich eher weniger Gedanken machen oder mangels Bildung nicht den Durchblick haben!
Also genau die Leute, denen du eigentlich gutes tuen möchtest.
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