Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Da schließe ich mich sogar als betroffener an. Es erschließt sich mir nicht, warum für kinderlose Ehen Begünstigungen geschaffen werden.
Unterstützung für Kinder sollte jedoch weiter gewährt werden.
 
@Olstyle

Dann sollte die Frage erlaubt sein, warum diese Parteien und du nicht Artikel 6 Abs.1 GG erstmal ändern wollt, damit auch jeder weiß was gemeint ist, oder ist man dazu zu feige?
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
 
Ach ja ich bin übrigens nicht verheiratet
:stick:
Die Ehe ist viel zu binär
Du bist in nem IT Forum wir denken Binär! :D
Der eigentliche Skandal ist eher, dass man dafür von solchen Leuten wie @seahawk skandalisiert wird
Traurig, dass du einen Forentroll der ab und zu sinnvolle Kommentare abgibt immer noch als Argument nimmst.

Und autsch:
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Also er hat auch Videos über Scholz, ABB und Lindner damit alle ihr Fett wegbekommen.
 
Wann hab ich davon gesprochen, dass man Beziehungen von mehr als 2 Menschen berücksichtigen soll?:lol:

Jetzt mal auf den Tisch wo bin ich dieser Meinung?
Der typische Sparanus, Hauptsache Nebelbomben werfen!
Hier geht es um die Abschaffung des Ehegattensplittings und das du dafür bist, hast du hier schon mehrmals erwähnt.
Dann sollten sich auch alle, die dafür sind, so ehrlich machen und das GG ändern, und nur noch Familien unter den besonderen Schutz des Staates stellen, denn daraus ergibt sich die Förderung!
 
Traurig, dass du einen Forentroll der ab und zu sinnvolle Kommentare abgibt immer noch als Argument nimmst.
Ich finde es eher amüsant die Argumente der Konservativen zu sehen, denn es gibt sehr gute und vom Verfassungsgericht festgezurte Argumente für das Splitting, nur leider kommt da nichts und es wird nur das konservative Weltbild vertreten.

Fakt ist, dass das Verfassungsgericht es niemals fressen wird, wenn der Facharbeiter (sagen wir 35.000 netto) und die Friseuse (sagen wir 15.000 netto) mehr Steuern bezahlen als 2 Beamt*innen des mittleren Dienstes (sagen wir 25.000 netto), jeweils in einer eingetragenen Partnerschaft.

Man könnte auch darauf hinweisen, dass die Regelung wieder nur den Mittelstand betrifft. Sobald das kumulierte steuerpflichtige Haushaltseinkommen 116.000 übersteigt, bringt das Splitting sowieso keinen Vorteil und damit eine Änderung auch keinen Nachteil.

Und solange das Sozialrecht eine Ehe als Gütergemeinschaft sieht und Leistungen verweigert, wenn auch nur ein Partner wirtschaftlich leistungsfähig ist, wird das Splitting bleiben. Denn spätestens da wird das Verfassungsgericht nicht mitmachen, wenn die Lebenspartnerschaft auf der Steuerseite als getrennt angesetzt wird und auf der Leistungseite als gemeinsam.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn 2 Menschen jeweils 50.000 verdienen müssen sie doppelt so viel arbeiten, wie 2 Menschen von denen einer 100.000 verdient und der andere 0.
Nun, das ist sachlicher Unsinn.
Der größte Unterschied mit dem größten Effekt liegt beim Steuerfreibetrag Kl.1 ca. 9.700 € und Kl. 3 bei 19.500 €.
Prozentual wird ein Einkommen mit 50.000 € bei Klasse III genau so versteuert wie bei Klasse I.
 
Ich finde es eher amüsant die Argumente der Konservativen zu sehen, denn es gibt sehr gute und vom Verfassungsgericht festgezurte Argumente für das Splitting, nur leider kommt da nichts und es wird nur das konservative Weltbild vertreten.
Bei dir brennt echt die Hütte!
Vielleicht solltest du dich mal mit Fakten und Zahlen zu der Sache beschäftigen, denn 70% der Leute streben eine Ehe an und weit über 90% eine PArtnerschaft aus 2 Leuten, aber schön das die absolute Mehrzahl der Bevölkerung halt idiotische konservative Lebensmodelle anstreben und so Hipster wie du, es besser wissen und auch noch der Mehrzahl das Gegenteil vorschreiben will.
Nun, das ist sachlicher Unsinn.
Der größte Unterschied mit dem größten Effekt liegt beim Steuerfreibetrag Kl.1 ca. 9.700 € und Kl. 3 bei 19.500 €.
Prozentual wird ein Einkommen mit 50.000 € bei Klasse III genau so versteuert wie bei Klasse I.
Das ist zu hoch für ihn.
 
Man bedenke:
Unsere Kinder werden auch für die Rente der kinderlosen Hippster sorgen.
Das Weltmodell von seahawk würde dann gerecht funktionieren, wenn "unsere" Kinder nur noch jenen die Rente zahlen, die auch Kinder haben.
Könnte sein, dass es da Verlierer gibt....

Zweifellos ist dass Steuermodell in Teilen ungerecht, z. B. gegenüber Alleinerziehenden, die in Klasse I müssen, obwohl sie eine Mehrlast tragen. Eine gerechtere Anpassung z. B. in diesem Bereich würde ich mit meiner Steuerlast gerne mittragen wollen.
 
Aber der hat blaue Haare, also hat er keine Ahnung.
Aluhut-Theorie incoming! :ugly:
Rezo hat blaue Haare, und @blautemple hat Blau im Namen. Das bedeutete Rezo = @blautemple :fresse:
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Hätte mir tatsächlich ne ü50 Edition gewünscht. Ist schon schwer genug, die Älteren in der Familie dazu zu bringen, dass sie sich jemanden anhören der blaue Haare hat. (wird echt als Argument dagegen vorgebracht)
Die Ü50-Version davon wäre eine PDF mit 100 Seiten in Schwarz-Weiß. :D

Es geht um Inhalt und nicht um Äußerlichkeiten. Sollte es zumindest.
Danke! :daumen: Sehe ich genau so. Gerade bei den Stammwählern einer Partei lässt sich vorallem eines beobachten. Es ist einfacher eine Meinung zu haben, als sich mit den Themen auseinander zu setzen.

Scheinbar tun sich viele Leute schwer damit, die von Rezo zusammengetragenen Fakten als "Real" wahrzunehmen.
Er erfindet diese Dinge ja nicht, sondern trägt die Daten nur zusammen und bereitet diese auf. Ich finde es gut, das diese Fakten nochmals komprimiert in den Mittelpunkt gerrückt werden.

Und dennoch kommen solche Aussagen:

Laschet: "Ich hab die Thesen gelesen, die er alle hat. Die sind wie immer falsch."
Scheuer: "Ich nehm den nicht mehr ernst. Der Rezo kennt mich gar nicht. Dann soll er es einfach bleiben lassen."

Keine der politischen Parteien hat kapiert, was ein Dialog mit Rezo ihnen bringen könnte. Aber scheinbar stellt sich wenigstens ein CDUler dem Thema direkt: *Klick*

Stattdessen lässt man sich zu oben genannten peinlichen Aussagen herab, oder macht sich über sein Äußeres lustig. Liest man hier im Forum ja auch immer wieder. Dabei hat der Kerl einiges auf dem Kasten, wenn das was in Wikipedia steht wirklich stimmt:
Rezo studierte Informatik an der Technischen Universität Dortmund und gab an, als Nebenfach Musik belegt zu haben. Ab 2015 wurde er durch das von mittelständischen Unternehmen gestiftete Dortmunder Modell Mittelstands-Stipendium gefördert. Er erlangte 2013 den Bachelor-Grad und 2017 den Master of Science mit Abschlussarbeiten im Bereich der Graphentheorie.

Da wirft man der Jugend Politikverdrossenheit vor und/oder macht sich über sie lustig aber auf der anderen Seite bekommt man es nicht mal hin, auf klare Fakten eine saubere Reaktion zu liefern. Natürlich sind nicht alle Politiker so, das ist mir völlig klar. Aber die welche so ticken, haben wie es scheint ein dermaßenen Problem mit ihren moralischen Kompass, sodass es mich jedes mal wieder auf neue wundert, wie sie ohne Plan den Weg aufs Klo finden.

Die Jugend zu ignorieren, aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer ist der größte Fehler der Politik. Die Jugend von heute sind die Wähler von Morgen. Und die sollte man sich nicht zum Feind machen, sondern auf ihre Sorgen und Ängste proaktiv zugehen.

Dem muss ich drastisch widersprechen, hier wurden nicht nur Laschet Memes geteilt, hier wurde tatsächlich über Wahlprogramme gestritten und zwar über Inhalte und nicht nur Oberflächlichkeiten.
Sehe ich genau so. Zu einer politischen Diskussion gehört mehr als stumpf den Wahlkampf zu behandeln. Die Geschichte spielt hier genau so mit rein, wie das Wahlprogramm, Einzelpersonen, persönliche Meinungen, Videos zum Thema und ja, hin und wieder auch Memes. Es ist nicht die Schuld der Diskussionsteilnehmer das man den Wahlkampf stellenweise nur noch mit Galgenhumor erträgt. Dafür sorgen die Parteien schon selbst. Ich für meinen Teil fand zum Beispiel die Diskussionen/Meinungen von @seahawk @Don-71 , @hoffgang, @RyzA, @Poulton, @Sparanus und die der vielen anderen interessant zu lesen. Zumindest für mich und meine Sicht der Dinge auf unsere Politik. Es ist einfach richtig und wichtig das auch solche Dinge diskutiert werden. Hier geht es nicht darum, die anderen von der eigenen Meinung zu überzeugen, sondern um den Lerneffekt. Den eigenen Horizont zu erweitern ist meiner Meinung nach wichtiger, als mit Scheuklappen durch die Welt zu marschieren.

Dafür ist ein Forum in meinen Augen auch da. Wenn alle einer Meinung wären, dann wäre es ziemlich langweilig hier. Ich sehe daher nichts verwerfliches daran über poltische Themen zu diskutieren die über den Tellerrand des Wahlkampfs hinaus gehen. Fakt ist, die Politik eines Landes ist geprägt von drei Dingen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das zu ignorieren wäre ein fundamentaler Fehler in meinen Augen.

Und eines lässt sich mit ziemlicher Sicherheit sagen:
Die Leute die hier mitdiskutieren wollen das Beste für Deutschland. Das einzige worüber sie sich nicht einig sind, ist der Weg um das Ziel zu erreichen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber du gehst explizit auf seahawk ein und damit auch auf seine trollige Begründung.
Nein ich gehe nur unter anderem darauf ein!
Für mich ist es schlicht und einfach ziemlich schizophren, das Jemand wie du, der mind. 20-30 mal hier gepostet hat, wie sehr sich die Union angeblich gegen die Ehe für Alle gestreubt hat und welch große Errungenschaft, die Ehe für Alle doch ist, aber im gleichen Atemzug, will man sämtliche Privilegien der Ehe streichen, weil etwa 20-25% der Ehen kinderlos sind/bleiben (teilweise aus medizinischen Gründen), weil man dass irgenwie ungerecht findet, und bei einigen die Ehe an sich, als überholtes konservatives Modell gilt.
Man ist aber zu feige neben A (Abschaffung des Ehegattensplittings/Privilegien), dann auch B zu sagen und eine Änderung des Grundgesetzes anzustreben, denn aus Art. 6 Abs. 1 folgt nunmal die Förderung von Ehe und Familie.
 
Für mich ist es schlicht und einfach ziemlich schizophren, das Jemand wie du, mind. 20-30 mal hier gepostet hat, wie sehr sich die Union angeblich gegen die Ehe für Alle gestreubt hat und welch große Erreungenschaft, die Ehe für Alle doch ist, aber im gleichen Atemzug, will man sämtliche Privilegien der Ehe streichen, weil etwa 20-25% der Ehen kinderlos sind/bleiben (teilweise aus medizinischen Gründen), weil man dass irgenwie ungerecht findet. und bei einigen die Ehe an sich, als überholtes konservatives Modell gilt.
Ehe ist ein konservatives Modell, niemand muss mehr heiraten um Kinder zu bekommen (gut, biologisch musste man das noch nie, gesellschaftlich sah das etwas anders aus). Die Förderung von DINKs (Dual Income, no Kids) muss wirklich nicht sein, auch wenn diese verheiratet sind. Wenn man stattdessen Familien (Also min. ein Erwachsener + 1 Kind) fördert oder entlastet, dann wäre das gesellschaftlich meilenweit mehr wert und dazu gehört mehr als Ehegattensplitting.


Man ist aber zu feige neben A (Abschaffung des Ehegattensplittings), dann auch B zu sagen und eine Änderung des Grundgesetzes anzustreben, denn aus Art. 6 Abs. 1 folgt nunmal die Förderung von Ehe und Familie.
Nein, warum denn?
Man fördert die Ehe, weil aus der Ehe Kinder hervorgehen sollen, aus Ehe wird Familie.
Bitte beachten in welchem gesellschaftlichen Kontext Art.6 Abs.1 geschrieben wurde, damals 1949. Damals war das Modell, Mann arbeitet, Frau kriegt Kinder, das alles im Bund der Ehe die verbreitete Form des Lebens, also hat der Staat natürlich die Ehe gefördert. Wir haben aber nicht mehr 1949, darum muss man verstehen, dass die damals gültige logische Folge Ehe --> Kinder so heute nicht mehr anwendbar ist und deshalb heute eine stärkere Unterstützung für Familie und eine weniger starke Förderung nur für Ehe notwendig wäre.
 
welch große Errungenschaft, die Ehe für Alle doch ist, aber im gleichen Atemzug, will man sämtliche Privilegien der Ehe streichen
Die Ehe für alle war fast nur noch was symbolisches seitdem man die eingetragenen Lebenspartnerschaft geschaffen hat.
Aber sie war wichtig, da wir auch offen zeigen wollen, dass diese Menschen gleich sind. Was anderes habe ich nie behauptet.

Außerdem ist die Ehe mehr als finanzielles, frag mal die Menschen die nicht verheiratet waren und in der Pandemie ihren sterbenden Partner im Krankenhaus sehen wollten.
 
Unsere Kinder werden auch für die Rente der kinderlosen Hippster sorgen.
Der kinderlose Hipster zahlt ja ins Rentensystem ein, ergo kriegt er auch was raus.
was man definitiv fördern muss, sind Kinder, egal ob in einer Mann/Frau oder Frau/Frau oder Mann/Mann Lebensgemeinschaft.
Dazu muss man natürlich erst mal die Möglichkeit schaffen, dass alle Lebensgemeinschaften auch adoptieren können, bzw. dass Kinder, die in diese Gemeinschaft geboren werden, beide Teile der Gemeinschaft als Elternteil bekommen.
 
Ehe ist ein konservatives Modell, niemand muss mehr heiraten um Kinder zu bekommen (gut, biologisch musste man das noch nie, gesellschaftlich sah das etwas anders aus). Die Förderung von DINKs (Dual Income, no Kids) muss wirklich nicht sein, auch wenn diese verheiratet sind. Wenn man stattdessen Familien (Also min. ein Erwachsener + 1 Kind) fördert oder entlastet, dann wäre das gesellschaftlich meilenweit mehr wert und dazu gehört mehr als Ehegattensplitting.
???????????????????????????????????????? :wall:

1. Hat man 15 Jahre dafür gekämpft das neben/aus der eingetragenen Partnerschaft, die Ehe für alle wird, fast ausschließlich aus dem Grund, das homosexuelle Paare, Kinder adoptieren können. Damit ist das Argument jedenfalls teilweise, ad absurdum geführt.
2. Werden Erwachsene + 1 Kind gefördert, oder ist es jetzt plötzlich nicht mehr möglich seine Kinder auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen?! Was ist das für eine Begründung?

Das augenblickliche Steuersystem fördert eben beides, Ehe und Kinder, daraus ergebend Familie. Die Förderung der Ehe ohne Kinder, ist ein Produkt, das absolut in der Minderzahl ist und genügend oft ungewollt (medizinische Indikation) passiert.

Nein, warum denn?
Man fördert die Ehe, weil aus der Ehe Kinder hervorgehen sollen, aus Ehe wird Familie.
Bitte beachten in welchem gesellschaftlichen Kontext Art.6 Abs.1 geschrieben wurde, damals 1949. Damals war das Modell, Mann arbeitet, Frau kriegt Kinder, das alles im Bund der Ehe die verbreitete Form des Lebens, also hat der Staat natürlich die Ehe gefördert. Wir haben aber nicht mehr 1949, darum muss man verstehen, dass die damals gültige logische Folge Ehe --> Kinder so heute nicht mehr anwendbar ist und deshalb heute eine stärkere Unterstützung für Familie und eine weniger starke Förderung nur für Ehe notwendig wäre.
Wie gesagt 70% der Leute streben eine Ehe als Partnerschaft an, um daraus in der absolut überwiegenden Mehrzahl eine Familie zu gründen.
 
Ehe ist ein konservatives Modell, niemand muss mehr heiraten um Kinder zu bekommen (gut, biologisch musste man das noch nie, gesellschaftlich sah das etwas anders aus). Die Förderung von DINKs (Dual Income, no Kids) muss wirklich nicht sein, auch wenn diese verheiratet sind. Wenn man stattdessen Familien (Also min. ein Erwachsener + 1 Kind) fördert oder entlastet, dann wäre das gesellschaftlich meilenweit mehr wert und dazu gehört mehr als Ehegattensplitting.
Das Prolbem ist aber das in der Sozialgesetzgebung die Ehe eine Gütergemeinschaft ist. Wird einer arbeitslos oder pflegebedürftig muss der andere Partner für ihn aufkommen und wenn sie sich scheiden lassen werden die Rentenansprüche und auch der Zuwachs des gemeinsamen Vermögens auf beide zu gleichen Teilen verteilt. Solange dies der Fall ist, wird das Verfassungsgericht das Splitting verteidigen.
 
Der kinderlose Hipster zahlt ja ins Rentensystem ein, ergo kriegt er auch was raus.
was man definitiv fördern muss, sind Kinder, egal ob in einer Mann/Frau oder Frau/Frau oder Mann/Mann Lebensgemeinschaft.
Dazu muss man natürlich erst mal die Möglichkeit schaffen, dass alle Lebensgemeinschaften auch adoptieren können, bzw. dass Kinder, die in diese Gemeinschaft geboren werden, beide Teile der Gemeinschaft als Elternteil bekommen.
Du ahnst es, mir ging es eher um die Solidargemeinschaft.
Da gibt es immer was zu verbessern. die Pfründe nur zu verschieben, ist sinnfrei.

Richtig ist auch, dass verheiratetes doubleincome, no kids eher ungerechter Weise Steuervorteile genießt.

Vollkommene Zustimmung, dass der primäre Fokus auch in der Steuerpolitik bei Kindern liegen muss.
Ich bin da durchaus bei @hoffgang , dass es nicht zwangsweise der Ehe bedarf, auch wenn ich in einer traditionellen Ehe lebe. Die Zeiten haben sich schlichtweg geändert, was man anerkennen muss.
Der Trauschein ist leider kein Garant für eine funktionierende Familie mit entsprechender Vorbildfunktion.
Zweifellos kann dies in der Regel auch eine Ehegemeinschaft gleich welchen Geschlechts übernehmen.

Was ich aber in diesem Kontext schade finde ist, dass immer mehr (überwiegend männliche) Erzeuger sich dieser Verantwortung physisch wie auch finanziell entziehen und der Staat dafür dann mehr schlecht als recht einspringen muss.

Wie das nun in ein gerechteres Steuermodell einfließen soll = keine Ahnung.
Bin selbst froh, die Steuererklärung noch selbst zu erstellen = Wissensstand.
 
???????????????????????????????????????? :wall:

1. Hat man 15 Jahre dafür gekämpft das neben/aus der eingetragenen Partnerschaft, die Ehe für alle wird, fast ausschließlich aus dem Grund, das homosexuelle Paare, Kinder adoptieren können. Damit ist das Argument jedenfalls teilweise, ad absurdum geführt.
Nein ist es nicht. Man hat die Ehe für alle eingeführt, damit homosexuelle Paare überhaupt die Möglichkeit bekommen Kinder adoptieren zu können. Weil man am Prinzip erst Ehe, dann Kinder festhält, ein Modell, das in der Realität längst nicht mehr alleine zutrifft.
Die Ehe IST weiterhin ein konservatives Konstrukt, sonst hätte man diese nicht zur Vorrausetzung für eine Adoption gemacht...


Ich muss es anders formulieren: Ehe ist ein konservatives Konstrukt, da es auf konservativen Werten basiert, moderne Lebensgemeinschaften funktionieren ähnlich einer Ehe, haben aber nicht deren rechtlichen Status. Man kann Jahrzehntelang zusammenleben und ohne Eheschließung nicht die gleichen Rechte haben.


2. Werden Erwachsene + 1 Kind gefördert, oder ist es jetzt plötzlich nicht mehr möglich seine Kinder auf der Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen?! Was ist das für eine Begründung?
Klar ist das möglich und das ist auch nicht Kern der Thematik. Wir sind uns doch einig, dass der Staat Familien fördern muss.

Das augenblickliche Steuersystem fördert eben beides, Ehe und Kinder, daraus ergebend Familie. Die Förderung der Ehe ohne Kinder, ist ein Produkt, das absolut in der Minderzahl ist und genügend oft ungewollt (medizinische Indikation) passiert.
Eben, und das aktuelle Steuersystem müsste hier überarbeitet werden. Kinderlose Ehen sind für viele erwachsene Menschen der Traumzustand. Jede Menge Geld, jede Menge Freiheit, DINK zu sein ist großartig. Das muss nicht auch noch steuerlich entlastet werden, wenn daraus Familie wird, dann gerne, aber bis dahin, meiner Meinung nach eher nein (und ich war DINK :) ).

Wie gesagt 70% der Leute streben eine Ehe als Partnerschaft an, um daraus in der absolut überwiegenden Mehrzahl eine Familie zu gründen.
Ist ja gut, dass dies weiterhin so ist, aber ich hab Dir aufgezeigt, dass Ehe und Familie unterschiedliche Wertigkeiten bekommen haben. Früher ging das eine nicht ohne das andere, heute hat sich das verändert. Wenn der Staat will, dass Personen Kinder kriegen, dann ist die Förderung der Ehe heute nicht mehr das beste Mittel dazu, sondern es müssen verstärkt Anreize / Entlastungen für Familien mit Kindern her statt Ehegattensplitting für kinderlose Paare.

Ich lebe auch in einer traditionellen Ehe, Hauptgrund für die Eheschließung war ein bevorstehender Einsatz. Wäre mir was passiert hätte meine langjährige Partnerin keine Rechte gehabt, ein Umstand den ich ändern wollte. Aber um eine Familie zu gründen hätt ich nicht heiraten müssen.
 
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