Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Selbst wenn es erstmal Nachteile bringt, überwiegen hier die positiven Effekte bei der Überwindung des Patriarchat und die steigende Wirtschaftsleistung in der Gesellschaft.
 
Mir ist gerade diese News hier über den Weg gelaufen.

Ist echt interessant. Vorallem die Haltung der CDU dazu:
So sprach die CDU von einer überdurchschnittlichen Belastung für die Besitzer von Einfamilienhäusern und kleine Gewerbetreibende.
Den Großkonzernen wird der Zucker in den Hintern geblasen mit Subventionen und Förderungen. Aber für kleine Gewerbetreibende und EFH hat man keine Fördermittel übrig?! Wie soll man so die Energiewende schaffen?

Hätte die CDU damals nicht die deutsche PV-Industrie vor die Hunde gehen lassen, dann hätten wir heute ein solides zweites Standbein neben der Autoindustrie. Auch sehen sie scheinbar nicht, wie Firmen und Lieferanten von diesesm Gesetz profitieren. Soviel Engstirnigkeit ist einfach nur traurig. Vorallem im Bezug auf die stetig wachsenden Stromkosten. PV-Anlagen zum Eigenverbrauch sind in meinen Augen ein solider erster Ansatz um vom französichen Atom-Strom weg zu kommen.
 
Den Großkonzernen wird der Zucker in den Hintern geblasen mit Subventionen und Förderungen. Aber für kleine Gewerbetreibende und EFH hat man keine Fördermittel übrig?! Wie soll man so die Energiewende schaffen?
Du bekommst dafür bei der KfW Unterstützung!

Aber schaue mal wie "beliebt" solche Sachen sind, hier mal meine Idee zur energetischen Sanierung, wobei meine Zeitspanne wohl 10 Jahre zu eng ist

Lese mal weiter wie viel "Begeisterung" so eine Idee hervorgerufen hat, bei einigen Eigenheimbesitzern hier im Forum.

Hätte die CDU damals nicht die deutsche PV-Industrie vor die Hunde gehen lassen, dann hätten wir heute ein solides zweites Standbein neben der Autoindustrie.
Hast du Belege dafür oder nur eine simple Behauptung von dir?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist echt interessant. Vorallem die Haltung der CDU dazu:

Ist wieder vom Tisch, aber auf solche Ideen kommen die auch alleine.

Btw
Bundestag Drucksache 1930735

AfD, Union und SPD lehnen es ab, dass Homosexuelle Blut spenden dürfen.
Na da sind wir doch mit Ungarn in bester Gesellschaft. Warum auch nicht?
 
Du bekommst dafür bei der KfW Unterstützung!
Du beziehst dich auf diesen Kredit hier, oder? Wenn ja, das kann man meistens mit seinem regulären Kredit von Bank besser finanzieren. Zumindest beim Neubau. So mach ich es zum Beispiel. 0,71% ist halt einfach besser als 1,03%

Die E-Ladestation(en) hab ich mir schon geschnappt. :D

Lese mal weiter wie viel "Begeisterung" so eine Idee hervorgerufen hat, bei einigen Eigenheimbesitzern hier im Forum.
Es ist mir klar das man mit solchen Ideen oftmals aneckt. Und es ist schwer den Besitzern sowas zu verkaufen. Deshalb ist es ja so wichtig, das der Staat hinter dem Ganzen steht, und die Kosten nicht zu 80-100% bei den Besitzern liegen.


Hast du Belege dafür oder nur eine simple Behauptung von dir?
Jep, ist im Spoiler.

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Ist wieder vom Tisch, aber auf solche Ideen kommen die auch alleine.
Nö ist es nicht. Zumindest nicht in Berlin. Siehe hier: *Klick*

Das ist ja eigentlich ne gute Idee, aber stimmt das, das man selbst den Eigenverbrauch versteuern muss? Das wäre ja lächerlich.
Für dich als privater Photovoltaik-Betreiber, in der Größe bis 30 kWp spielen Einkommensteuer und Umsatzsteuer eine Rolle.

Einkommenssteuer greift nur, wenn du den Strom an Netzbetreiber oder Mieter lieferst. Sobald du also Gewinn aus deinem verkauften Strom erzielst, sind die Erlöse eben einkommensteuerpflichtig – und zwar absolut unabhängig davon, ob du eine Einspeisevergütung oder Geld vom Mieter erhälst.

Umsatzsteuer zahlst du dann, wenn du regelmäßig mehr als die Hälfte des selbst erzeugten Stroms ins öffentliche Stromnetz einspeist. Ab dann bist du verpflichtet, monatlich oder quartalsweise Umsatzsteuer ans Finanzamt abzuführen.

Es gibt allerdings zwei Ausnahmen.

Ausnahme 1 ist hier die Kleinunternehmerregelung:

Im Detail sieht das so aus:

Wenn du dich für diese entschieden hast, dann musst du keine Umsatzsteuer abführen.
Das hat allerdings einen Vor- und Nachteil:
  • Vorteil: Die Umsatzsteuererklärung entfällt.
  • Nachteil: Dir wird die Mehrwertsteuer, die du beim Kauf und der Installation der PV-Anlage gezahlt hast nicht zurückerstattet. Je nach Größe der Anlage kann das ordentlich zu Buche schlagen.
Wenn du dich gegen die Kleinunternehmerregelung entscheidest zahlst du die vollen 19 % Umsatzsteuer sowohl auf den verkauften als auch auf den von dir verbrauchten Strom. Das gilt ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme für 5 Jahre. Nach diesen 5 Jahren hast du übrigens die Möglichkeit, in die Kleinunternehmerregel zu wechseln. Das musst du dann über das Finanzamt beantragen.

Ausnahme 2 ist hier ein Eigenverbrauch von mehr als 90%:
Bei einem Eigenverbrauch von mehr als 90 % zahlst du keine Umsatzsteuer.

---------

Das Ganze wirkt jetzt so als ob die Umsatzsteuer der "Bad Guy" wäre, nicht wahr? Allerdings musst du das auch noch aus einer anderen Perspektive betrachten. Denn die Umsatzsteuerpflicht hat auch Vorteile. Sowohl für alte als auch für neue Anlagen.

Denn so kannst du die Vorsteuer geltend machen. Wenn du deinen PV-Strom also nicht komplett selbst verbrauchst, sondern ihn einspeisen oder an Dritte* verkaufst hast du die mega Möglichkeit, sich die Mehrwertsteuer auf die Wartung, Reparatur und den Messstellenbetrieb anrechnen zu lassen. Damit lassen sich die Betriebskosten der Anlage ordentlich senken. :D

*Dritte = Mieterstrom --> Ich persönlich rate dir davon ab. Wenn Interesse dran besteht, dann gehe ich gerne näher auf das "Warum" ein. Pack dir lieber eine Akku in den Keller. ;)

Anhand eines kleinen Beispiels wird das mit der Vorsteuer besser deutlich:

Gehen wir doch einfach mal davon aus, das du dir ein kleines Häuschen gebaut hast und auf das Dach eine PV-Anlage mit 12 kWp gepackt hast. Je nach Sonneneinstrahlung erzeugst du damit jährlich in etwa 10.000 - 12.000 kWh.
Ausgehend von einem EFH und einer kleinen Familie setze ich jetzt den Eigenverbrauch mal mit 4.000 kWh (also keine 90%) an. Gekostet hat dich der Spaß rund 24.000€ (netto). Die MwSt beträgt satte 4.560€. Und diese Steuer kannst du dir jetzt vom Finanzamt zu 100% zurückholen. Das trifft übrigens auch auf die MwSt zu, welche für Wartung, Einspeisezähler und Planung veranschlagt wurde.

Tipp meinerseits: Kauf PV-Anlage und Batteriespeicher zusammen. Nur so kannst du die Umsatzsteuer auf den Batteriespeicher als Vorsteuer geltend machen.

Vorsteuer und Umsatzsteuer auf den von dir verkauften und selbst verbrauchten Strom werden miteinander verrechnet. Die Mehrwertsteuer, die du auf deinen verkauften Strom beim Netzbetreiber berechnest reichst du dann ans Finanzamt weiter. Die Umsatzsteuer auf den selbst verbrauchten Strom wird aber nicht erstattet.

Du musst also quasi die Wahl treffen zwischen Kleinunternehmerregelung (nicht umsatzsteuerpflichtig) oder Regelversteuerung (umsatzsteuerpflichtig). Meiner Meinung nach lohnt sich die Umsatzsteuerpflicht. Ich mach es bei meiner zukünftigen Anlage genau so! :)
 
Solarzellenkram auf's Dach finde ich wichtig und toll, aber eine Pflicht find ich da auch wieder übertrieben.
Eine super Dämmpflicht finde ich da durchaus besser. Die Heizung kann kleiner ausfallen und im Sommer bleibt es kühler, bzw. läuft die Klimaanlage weniger Zeit bzw. mit weniger Verbrauch.

Was muss an Solarzellen denn gewartet werden? Das bissel Moos kann man doch selber runterputzen, da hol ich mir doch keinen Profimooswegputzer und schieb dem die Kohle sinnlos in den Ars...ähhhh Popo.
 
Die Zellen selbst müssen auch nicht gewartet werden, ich meine wir haben Systeme mit Solarzellen die seit Jahrzehnten im All sind und noch funktionieren :D

Aber die aktive Elektronik sollte man ab und an schon ansehen.
 
Wenn man im All Moos auf den Solarzellen hat, wird's kurios.^^
Und die Jahrzehnte alte Technik muss schließlich auch nicht gewartet werden.

Entweder es geht, oder es geht nicht, da brauch ich niemanden, der mir sagt, "Jung, dat geht net", das merk ich dann schon selbst. :ugly:
So ne Wartung kostet nur immer einen Haufen Geld, nur weil da einer 5 Minuten mit der Taschenlampe drüberleuchtet und nen Aufkleber dranklebt.
 
Es ist mir klar das man mit solchen Ideen oftmals aneckt. Und es ist schwer den Besitzern sowas zu verkaufen. Deshalb ist es ja so wichtig, das der Staat hinter dem Ganzen steht, und die Kosten nicht zu 80-100% bei den Besitzern liegen.
Diese Aussage kann ich 0,0% nachvollziehen.
Warum soll man auf Kosten der Steuerzahler, Eigenheimbesitzer nochmal eine Wertsteigerung ihres Objektes bezahlen, obwohl sie die letzten 10 Jahre schon Wertsteigerungen von 30-40% ohne irgend etwas zu tun, auf Grund der MArktlage, mitnehmen konnten?
Das erschließt sich mir überhaupt nicht.
Hier bin ich ganz klar für eine Verpflichtung ohne die Möglichkeit, das auf Mieter oder den Staat abwälzen zu können, da Eigenheimbesitzer, zumindestens vor 2010 (Bestandsimmobilien) schon eine unverschämt hohe "Rendite" in den letzten 10 Jahren erzielt haben.
 
Hier bin ich ganz klar für eine Verpflichtung ohne die Möglichkeit, das auf Mieter oder den Staat abwälzen zu können
Bei "auf den Mieter abwälzen" ist die Union doch sonst ganz stark dabei^^

Natürlich soll damit das Verhalten gelenkt werden, im Falle der Mieter ist es eindeutig das Heizverhalten das man damit auch lenken kann.
Hätte man es auf beide umgelegt könnte man auch Modernisierungen besser lenken.
 
Also soll ich nach Niederbayern ziehen und wenn ich dort dann fertig bin, pendel ich nach Hamburg, Niedersachsen, Thüringen und Baden-Wüthemberg, oder ich ziehe nach Hamburg und pendeln dann in die anderen Bundesländer von dort aus, oder wie wäre es von Baden-Würthemberg ins restliche Deutschland? Weil, mehrmals im Jahr umziehen tu ich ganz sicher nicht, da fehlt mir die Zeit und die Lust.

Wieso wechselst du mehrfach im Jahr den Arbeitsplatz, dass du immer zu verschiedenen Arbeitgebern pendeln musst?
Falls du Ingenieur auf Montage oder ähnliches bist mal als ganz klarer Hinweis: Das ist nicht Pendeln, das sollte afaik nicht einmal über die Pendlerpauschale abrechenbar sein, sondern das sind Dienstfahrten. Tätigkeiten in denen das wirklich deutschlandweit nötig ist, sind allerdings extrem selten. Für die meisten Firmen wäre es zumutbar, mehrere Mitarbeiter mit jeweils weitaus geringerer Reichweite über Deutschland zu verteilen.

Ich bin da auch mal gespannt, wenn der Sprit teurer wird. Für mich ändert sich zwar nicht viel, außer, das ich ne andere Rechnungadresse hab, weniger Steuern zahle und dafür mehr Kohle im Sprit versenke...vielleicht werden da die Autobahnen aber endlich mal freier.

Rein finanziell wäre bei deinem Profil wäre ggf. ohnehin ein Batterieauto zu prüfen. Ich vermute mal, dass du nicht für 30 Minuten Termine quer durchs Land hetzt, sondern jeweils über Nacht laden kannst, und rein geographisch sind Strecken über 500 km ja praktisch ausgeschlossen. Das ist mittlerweile ganz gut mit einmal zwischenladen während einer normalen Pause möglich, bei einigen wenigen Modellen und sparsamer Fahrweise auch ohne, und Subventionen hagelt es im Moment ohne Ende. Wenn du zwischen den Außenterminen zu Hause aus Photovoltaik mit begrenzter Einspeisemöglichkeit laden kannst, wäre es vielleicht sogar klimafreundlicher als ein Verbrenner.


Das sehe ich anders. Wenn man einen angemessenen Mindestlohn bekommt braucht man nicht mehr aufstocken.

Wenn. Aber wenn die Aufgabe keinen angemessenen Mindeslohn wert ist, dann muss man mit dem Basistarif auskommen, weil man gefeuert wurde. In meinem Umfeld hat der Mindestlohn exakt null Lohnsteigerungen gebracht, aber mehrere Hilfsstellen wurden gestrichen. Aus vielen Branchen hört man, dass er in der Praxis einfach umgangen wird - was auch einfach typisch für alle Versuche solcher harten Grenzziehungen ist. Die laden immer zu Mogeleien ein und bringen selten das, was sie eigentlich sollen.


Einen entscheidenden Haken hat das allerdings doch: Die Gemeinschaft zahlt den Teil des Lohns, den sich ein Arbeitgeber spart, während dieser gleichzeitig in den Genuss der vollen Arbeitsleistung des Beschäftigten kommt. Man subventioniert also nicht den Arbeitnehmer, sondern den Arbeitgeber, denn wenn die Arbeitsleistung benötigt wird, kann sie auch vom Arbeitgeber voll vergütet werden.

Die Gesellschaft subventioniert vorne und hinten Arbeitsplätze. Sämtlicher Verkehr (nicht nur ÖPNV, auch simple Straßen), Krankenversorgung, öffentliche Sicherheit, Energieversorgung, etc. sind Zuschussgeschäfte, ohne die kein Arbeitnehmer morgens erscheinen würde. Von direkten Subventionen ohne Ende in einigen wenigen Branchen ganz zu schweigen. Und da einige Tätigkeiten gemäß kapitalistischer Logik fast keinen Lohn verdienen, gesellschaftlich aber nötig respektive ihre Ausübung in Deutschland wünschenswert ist, werden wir da bis zur Abschaffung der Marktwirtschaft nie vernünftige Lebensstandards hinbekommen, wenn wir nicht subventionieren. Es spricht ja nichts dagegen, das Geld den Firmen am anderen Ende wieder abzunehmen (ich schlage, wie immer, Abgaben auf Energie und Landnutzung vor). Aber solange die Arbeit selbst extrem teuer ist, schaffen wir einfach extrem starke Anreize, die Jobs ins Ausland zu verlagern oder von Saisonkräften übernehmen zu lassen. Und das nützt dann hierzulande niemandem (und im Ausland oft auch überwiegend den Firmen, nicht den Arbeitern.)


20-25% sind reichlich wenig, ist ja schon jetzt bei 18,6%. 25%-35% sind da realistischer.

Bei niedrigen Einkommen passen deine Zahlen, aber durch die Deckelung bzw. sogar Befreiung zahlen Besserverdiener prozentual praktisch nichts ein. (Allerdings bekommen sie prozentual auch praktisch nichts raus und daran ändert der Vorschlag nichts, weswegen so eine Änderung rechtlich heikel wäre.)


QUOTE="Lotto, post: 10781568, member: 70438"]wenn ... hat man halt Pech gehabt[/qUOTE]

Ganz schlechtes Motto für ein "Sozial"system, meinst du nicht?

Das wäre schonmal auf jeden Fall deutlich gerechter als jetzt, wo quasi derjenige der mit 68 stirbt den Lebensabend der 95 Jährigen versüßt. Denn häufig ist der Grund des frühen Ablebens durch die Arbeitsbelastung begründet. Jemand der 45 Jahre Schwerstarbeit malocht hat (egal ob körperlich oder geistig) bezahlt quasi mit Lebenszeit dafür, während z.B. die Powerpoint-Truppe des Konzernwasserkopfes ganz sicher nicht jeden Tag vollkommen ausgepowert ist.

Das sollte man eher durch unterschiedliche Renteneintrittsalter je nach Zustand regeln. Rente mit 70, aber niedrige Hürden um bei körperlichem Verfall, wie er in einigen Berufen unvermeidbar ist, schon deutlich früher abschlagsfrei in den Ruhestand gehen zu können.


Das würde in meinen Augen katastrophal enden. Quasi niemand kann so vorausschauend wirtschaften dass Er/Sie ohne irgendwo in die Schuldenfalle zu tappen mit kontinuierlich degressivem Einkommen klar kommt.

Nicht "quasi". Überhaupt niemand. Wie soll man punktgenau Ressourcen für etwas vorrätig halten, dessen Endpunkt man gar nicht kennt? Vorsorge über Vermögen ist ein Ratespiel, dass in aller Regel mit großen Überschüssen einhergeht, die man dann bestenfalls vererben kann. So rackert sich dann jeder kaputt, ohne etwas davon zu haben. Was für ein Fortschritt...
Und wenn die Vorsorge auch noch privatwirtschaftlich erfolgen soll, streichen Unternehmen einen nicht unerheblichen Teil der Leistung ein.

Rente muss staatlich bis ans Lebensende garantiert sein. Das einzige, was man verhandeln kann, ist die Höhe und das Eintrittsalter.


Die Linke hat geliefert, ein gerechtes, soziales, nachhaltiges und umfassendes Wahlprogramm.

Wann soll das passiert sein? :ugly:


Die Linke hat ein paar sehr vernünftige Vorschläge, schleppt jedoch noch zu viel zu viele ideologische Altlasten mit sich herum, die weder gesellschaftsfähig noch zweckmäßig sind.

Spätestens mit dem "kollektiven Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands" machen sie sich, mal wieder, unwählbar. Sorry, aber das geopolitische Sicherheitskonzept von Weißrussland, Ossetien, Syrien, Abschasien, Tadschikistan oder Aserbaidschan spricht mich einfach nicht an.

Und wenn es darum geht, wer die Kosten trägt, dann hört man als Antwort immer nur "Die Reichen!"
Das klingt zuerst ganz sinnvoll, allerdings bleibt die Linke sehr schwammig dabei, wer genau das denn sein soll und es klingt immer ein wenig durch, als würde man bei Geldmangel flexibel definieren wollen, wer denn jeweils reich ist und zu Kasse gebeten werden darf.

Die haben nicht nur kein Plan vom "wer", sondern auch keinen vom "wie". Einige Ideen sind zwar ganz nett, aber bei weitem nicht ausreichend für die Masse an Ausgaben, womit die Linke einfach nur Unfähigkeit für Regierungskonzepte beweist. (Und dass sie lernfähig ist/nicht den gleichen Fehler wie die Grünen bei der iirc vorletzten Wahl mit durchgerechneten Vorschlägen zu machen :D)

Sie waren mal die Gelben in Grün, inzwischen sind sie das, was die SPD hätte sein können, wenn sie nicht vom Weg abgekommen wäre.

In erster Linie machtgeil?
 
Sagt was ihr wollt, der Parteitag der Linken war teilweise wunderschön. besonders die Rede für den Antrag zur Abschaffung der Schaumweinsteuer war ein Genuss.

„Erst knallten die Korken, dann die Kanonen – sie ist nicht nur ein Symbol des Militarismus, sondern auch im Kern ein lustfeindlicher Angriff auf das freie, selbstbestimmte Leben. Sie trägt dazu bei, dass die Perlen der Spirituosenwelt ein Statussymbol der Bourgeoisie sind. Sekt trinken ist wie Golfen oder wie ich schon immer sagte: Rotkäppchen saufen ist eine Frage von Klasse. Als Linke dürfen wird das nicht länger hinnehmen.“

Das ist politische Poesie!

Für Krimsekt gelten natürlich Ausnahmen...


Wie kommt es, das Russland, mit dem wir eine fast ausgeglichene Handelsbilanz haben, und das nicht sehr weit oben steht als Handelspartner, trotzdem ein eher armes LAnd ist und warum geht es Frankreich so viel besser obwohl es ein riesiges Handelsbilanzdefizit mit Deutschland hat?

"Geschichte" lautet das Wort, dass du suchst. Frankreich ist ein reicheres Land als Russland, aber wer von beiden hat in den 30 Jahren, in denen wir mit beiden gleichermaßen gehandelt haben, mehr hinzugewonnen? (Insbesondere prozentual betrachtet, schließlich hängen im Kapitalismus die Möglichkeiten zur Vermögenssteigerung vom bereits vorhandenen Besitz ab)
Eben. Ganz klar Russland.


Und das mit dem "verpflichtenden Sozialen Jahr" halte ich für Unfug.
Man kann Menschen, die kein Interesse an jedweder sozialer Arbeit haben, nicht unter Zwang auf andere Menschen loslassen, das ginge ja gründlich in die Hose.^^

Hat ettliche Jahrzehnte gut funktioniert :ka: .


Solang man Ausgaben gegen Einnahmen rechnen darf kann immer getrickst werden. Die einzige Lösung wäre garnichts mehr absetzbar zu machen und alle Freibeträge zu streichen.
AVer auch das trifft quasi nur Arbeitnehmer. Außer man besteuert auch noch Umsatz statt Einkommen bei denen, aber damit könnte man so manche Unternehmung direkt dicht machen.

Absetzen kann man in der Regel von anderen Einkommenssteuern genauso gut, wie von der Lohnsteuer - wenn man eins von beiden zahlt. Unter der Streichung von Absatzmöglichkeiten ""leiden"" somit alle ab einem gewissen Einkommen und nur vor arme Menschen, die praktisch keine Steuern zahlen, sondern ""nur"" Sozialabgaben ergibt sich ein Unterschied. Die stehen dann nämlich endlich gleichberechtigt da und sind nicht mehr die einzigen, die Anschaffung in voller Höhe bezahlen müssen.


Ich wurde in einer Kaserne gemustert, von einem Schreibtisch-Offizier angeschrien als ich erwähnte die verschiedenen Teilstreitkräfte interessieren mich nicht weil ich plane zu verweigern und musste mein Gewissen schriftlich gegenüber einem Komitee erklären. Zudem bekam ich ungefragt Werbematerial der Bundeswehr zum 18. was nicht nur den Wehrdienst sondern auch die Offizierslaufbahn bewarb während der Zivildienst nicht erwähnt wurde. Bei etwa 10% der Zivis in meinem Jahrgang war zudem ein zweites Schreiben notwendig um die Verweigerung akzeptiert zu bekommen.
-> "Eine Formalität" ist etwa deutlich Anderes.

Da hast du massiv was falsch gemacht mit "ich planze zu verweigern". Fertig machen, ausdrucken, mitbringen, dem Schreibtisch-Offizier nach dem medizinischen Teil der Musterung vor die Nase knallen und sich einen freien Nachmittag gönnen. Zwischendurch noch an seinem Winseln erfreuen, wenn er versucht, einen der wenigen T1-Gymnasiasten doch irgendwie anzulocken. ("Sie können auch Pilot werden"... - gerne. Aber nicht um 0600 und nicht unter Drangsalierung von Brüllaffen.)


Spielt es am Ende des Tages wirklich eine Rolle wer sich mit den kreativsten Wahlversprechen am effektivsten zu einer Mehrheit lügt ? Solange sich Parteien nicht an ihre Wahlversprechen halten müssen

Die FDP hat dafür gesorgt, dass einige Gewerbetreibende und Konzerne mehr Netto vom Brutto haben, die CDU hat NICHTS geändert und fleißig korrupte Arschlöcher in Minsterposten gesetzt, die AfD hat Inkompetenz und Verhaltensauffälligkeiten demonstriert und die Grünen haben Ökolandwirtschaft, Atomausstieg und erneuerbare Energien durchgeboxt. Wo ist also dein Problem? Einzig bei der SPD ließe sich über "lügen" debattieren, aber die wählt ja eh kaum jemand. Dem Rest kann man allenfalls vorwerfen, dass ihre Wahlversprecher tatsächlich sehr kreativ formulieren, damit jeder sich das reindenken kann, was er gerne höhren möchte und möglichst nicht das Gegenteil bemerkt, obwohl es da konkret drin steht. Aber da tragen die Wähler 50% der Schuld selbst. Wer sich nicht einmal das Wahlprogramm der Partei durchliest, die er wählt, braucht sich auch nicht zu beschweren, dass er "betrogen" wird, wenn diese Partei das durchsetzt, was da drin steht.

Andererseits, was erschwerend hinzukommt, woher sollen es die Leute ab 50+ (sprich die Kernwählerschaft der CDU/CSU) den wissen ?

Ganz sicher nicht aus den Quellen, die du konsumierst :wall:


Mir ist gerade diese News hier über den Weg gelaufen.

Ist echt interessant. Vorallem die Haltung der CDU dazu:

Den Großkonzernen wird der Zucker in den Hintern geblasen mit Subventionen und Förderungen. Aber für kleine Gewerbetreibende und EFH hat man keine Fördermittel übrig?! Wie soll man so die Energiewende schaffen?

Hätte die CDU damals nicht die deutsche PV-Industrie vor die Hunde gehen lassen, dann hätten wir heute ein solides zweites Standbein neben der Autoindustrie. Auch sehen sie scheinbar nicht, wie Firmen und Lieferanten von diesesm Gesetz profitieren. Soviel Engstirnigkeit ist einfach nur traurig. Vorallem im Bezug auf die stetig wachsenden Stromkosten. PV-Anlagen zum Eigenverbrauch sind in meinen Augen ein solider erster Ansatz um vom französichen Atom-Strom weg zu kommen.

Wieso "nicht sehen"? Die CDU sagt doch klipp und klar und hast auch in der Vergangenheit, dass sie die Wirtschaftstruktur in Deutschland erhalten will. Das heißt dass sie weder Klimaschutz noch zukunftsfähige Technologien priorisiert. Was hat es da mit "nichts sehen" zu tun, wenn man keinen Klimaschutz praktiziert und zukunfstfähige Branchen ruiniert? Wer nichts sieht erzielt zufällige Ergebnisse, aber die CDU macht genau das, was sie angekündigt hat. Mit Ausnahme einiger Scheuer- (und davor Dobrindt-)Lachnummern sowie Spahns Apothekergeschenken (das die Lobby so direkten Zugriff auf Steuergelder hat, war mir tatsächlich neu), hat mich die CDU die letzten 16 Jahre nicht einmal überrascht, sondern immer recht genau das gemacht, was zu erwarten war. Das einzig merkwürdige ist immer wieder, dass sie dafür auch noch Applaus und Wählerstimmen bekommt.
 
Wenn. Aber wenn die Aufgabe keinen angemessenen Mindeslohn wert ist, dann muss man mit dem Basistarif auskommen, weil man gefeuert wurde. In meinem Umfeld hat der Mindestlohn exakt null Lohnsteigerungen gebracht, aber mehrere Hilfsstellen wurden gestrichen. Aus vielen Branchen hört man, dass er in der Praxis einfach umgangen wird - was auch einfach typisch für alle Versuche solcher harten Grenzziehungen ist. Die laden immer zu Mogeleien ein und bringen selten das, was sie eigentlich sollen.
Und wer entscheidet ob die Arbeit einen Mindestlohn wert ist oder nicht?
Ich finde egal welche Tätigkeit das ist sollten die Menschen einen angemessenen Grundlohn bekommen. Wer arbeitet muß auch davon leben können. Arbeit muß sich lohnen.
Meine Frau arbeitet in einen Callcenter und macht Kundensupport (verschiedene Shops, telefonisch & E-Mail). Die ist froh das sie Mindestlohn bekommt. Eigentlich müsste der Mindestlohn auch höher sein. Wie schon mehrfach erwähnt mindestens 12,50 Euro. Um später im Renteneintrittsalter nicht in Altersarmut zu landen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Absetzen kann man in der Regel von anderen Einkommenssteuern genauso gut, wie von der Lohnsteuer - wenn man eins von beiden zahlt. Unter der Streichung von Absatzmöglichkeiten ""leiden"" somit alle ab einem gewissen Einkommen und nur vor arme Menschen, die praktisch keine Steuern zahlen, sondern ""nur"" Sozialabgaben ergibt sich ein Unterschied. Die stehen dann nämlich endlich gleichberechtigt da und sind nicht mehr die einzigen, die Anschaffung in voller Höhe bezahlen müssen.
War vielleicht nicht offensichtlich, aber im letzten Absatz ging es mir um Unternehmen. Und da kann man halt wie gesagt schlecht Einnahmen besteuern ohne Ausgaben zu berücksichtigen.
 
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