Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Interessant, dass immer davon ausgegangen wird, dass andere Nationen so viel besser darin sind.
Vielleicht liegt es an der Offenheit welche in Deutschland über Misserfolge gepflegt wird.
1. Interessant, wie schnell sich in dem Forum Leute triggern lassen, wenn sich abfällig über den hiesigen Verteidigungsapparat gehäußert wird.
2. Habe ich irgendwo die Behauptung aufgestellt, dass es anderswo besser/anders zugeht?
 
Die hat man aber in der Realität relativ schnell aufgestellt und ausgebildet. Ich sag nur 1933 gab es ein 100.000 Mann Militär und 1940 konnte man Millionen aufbringen und das ganz ohne Wehrpflicht.
Nicht dein Ernst diese Behauptung? Wann wurde die Wehrpflicht doch gleich wieder eingeführt? Nicht zu vergessen ist die SA, die semi ausgebildet als erstes eingezogen wurde.
Wann haben wir Wehrpflichtige wirklich mal in den Einsatz geschickt?
Ziemlich viele, dafür wurde soweit ich weiß extra so etwas wie Z2 geschaffen.
Nein, dummerweise gibt dir auch keiner der anderen hier im Forum Recht.
Haben ja genug hier, die mehr als die paar Monate gedient haben.
Und das spiegelt jetzt die Mehrheit der Meinungen der Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr wieder?
Ich würde wetten, dass ich mehr kenne^^
Kann sein, da mein Onkel Oberstleutnant ist und ich schon selber auf einen haufen Veranstaltungen war,
wo sich Bundeswehroffiziere tummeln, sind es bei mir auch nicht wenige.
Und wenn du anbringst, dass Offiziere vor 3 Generationen noch anders über die Wehrpflicht gedacht haben, dann stimme ich Dir zu. Damals war das sinnvoll. Heute isses das nichtmehr.
Lerne lesen!
Aktuell benötigt Deutschland keine Wehrpflicht.
Darüber kann man geteilter Meinung sein!
 
Ziemlich viele, dafür wurde soweit ich weiß extra so etwas wie Z2 geschaffen.
Grundwehrdienstleistende wurden nicht in den Einsatz geschickt, nur Freiwillig Wehrdienstleistende.
Z2 ist eine Verpflichtung in der Mannschaftslaufbahn. Du musst folgendes verstehen.

Der Grundwehrdienst hat Unmengen an jungen Männern in die Kaserne gespült. Davon sind einige freiwillig länger geblieben. Diese FWDL sind dann, sofern Sie sich dazu bereit erklärt haben, in die Einsätze gegangen. Wehrpflichtige, also Personen die einzogen wurden, sind nicht ohne deren ausdrückliche Einwilligung in Einsätze geschickt worden. Z2 war die Lösung für das Problem, wie man diese Personen lange genug in der Truppe hält um Ausbildung + Einsatz innerhalb der Dienstzeit gebacken zu kriegen.

Und das spiegelt jetzt die Mehrheit der Meinung der Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr wieder?
Sollte es, alles andere gibt keinen Sinn. Und als ich das letzte mal nachgesehen hatte war die PolBil in der BW noch sehr gut.

Kann sein, da mein Onkel Oberstleutnant ist und ich schon selber auf einen haufen Veranstaltungen war,
wo sich Bundeswehroffiziere tummeln, sind es bei mir auch nicht wenige.
Es wird immer peinlicher...

Don, warum sollten wir aktuell eine Wehrpflicht benötigen? Warum?
Wen schrecken wir damit ab? Russland? China? Gegen wen würde uns das helfen?
Das einzige, was eine Wiedereinführung der Wehrpflicht tun würde ist, die ganzen Ausbildungsbetriebe, die Verwaltung und all den Blödsinn wieder aufzubauen. Dann kommen wieder ständig neue Rekruten die du beschäftigen musst. Das bindet Kräfte ohne Ende, sorgt nur dafür, dass dieser Personenkreis sich NICHT auf Einsätze vorbereitet, sich spezialisiert oder in Einsätze geht, kostet jede Menge Geld und bringt aktuell: Garnichts.
 
Gestern im Fernsehen wurde gesagt das die kleinen Einkommen nicht entlastet werden, sondern eher Unternehmen und Besserverdiener. Und wie die Union das alles gegenfinanziert soll wohl auch nicht konkret im Wahlprogramm stehen.
CDU/CSU... Eine Politik von Reiche für Reiche :daumen2:

Einfach nur Wahnsinn was da abgeht. Mit einer Digitalsteuer könnten wir die Kassen gut füllen um Geld für Steuererleichterungen und andere wirklich wichtige Dinge wie Renten und Mindestlöhne zu haben.

"Wir versprechen nichts, was wir nicht einhalten können."
Selten so gelacht! :lol:
Nicht mal die Groko kann ihre Versprechen halten: https://netzpolitik.org/2021/urheberrechtsreform-uploadfilter-werden-gesetz/
 
2. Habe ich irgendwo die Behauptung aufgestellt, dass es anderswo besser/anders zugeht?
Diese Zuspitzung die du verwendet hast impliziert das ;)
Nicht dein Ernst diese Behauptung? Wann wurde die Wehrpflicht doch gleich wieder eingeführt?
1935 ;)
Und du solltest wissen, wie mein Kommentar gemeint war. Man konnte durch dieses Prinzip der Kaderarmee alles schnell wieder hochfahren.
Nicht zu vergessen ist die SA, die semi ausgebildet als erstes eingezogen wurde.
Sollte man wirklich nicht überschätzen:
Ziemlich viele, dafür wurde soweit ich weiß extra so etwas wie Z2 geschaffen.
Was aber keine Wehrpflichtigen mehr waren
Und das spiegelt jetzt die Mehrheit der Meinungen der Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr wieder?
Nicht das im Forum, aber das was ich aus dem Dienst kenne schon.
Das einzige, was eine Wiedereinführung der Wehrpflicht tun würde ist, die ganzen Ausbildungsbetriebe, die Verwaltung und all den Blödsinn wieder aufzubauen. Dann kommen wieder ständig neue Rekruten die du beschäftigen musst. Das bindet Kräfte ohne Ende, sorgt nur dafür, dass dieser Personenkreis sich NICHT auf Einsätze vorbereitet, sich spezialisiert oder in Einsätze geht, kostet jede Menge Geld und bringt aktuell: Garnichts.
Oder man macht es auf dem Niveau von Israel und dann wird es verdammt teuer.
 
Es wird immer peinlicher...

Don, warum sollten wir aktuell eine Wehrpflicht benötigen? Warum?
Wen schrecken wir damit ab? Russland? China? Gegen wen würde uns das helfen?
Das einzige, was eine Wiedereinführung der Wehrpflicht tun würde ist, die ganzen Ausbildungsbetriebe, die Verwaltung und all den Blödsinn wieder aufzubauen. Dann kommen wieder ständig neue Rekruten die du beschäftigen musst. Das bindet Kräfte ohne Ende, sorgt nur dafür, dass dieser Personenkreis sich NICHT auf Einsätze vorbereitet, sich spezialisiert oder in Einsätze geht, kostet jede Menge Geld und bringt aktuell: Garnichts.
Was hier peinlich ist, ist Jemand wie Du, der sich öffentlich damit brüstet, die Truppe durch ein einziges Chaos geführt zu haben.
Klar gibt es für Wehrpflichtige jetzt nichts mehr zu tun, nachdem man so ziemlich alles outgesourced hat, die "Super Spezialtruppe" kann mittlerweile nichtmal mehr eine Zündkerze irgendwo wechseln. Die Bundeswehr ist mittlerweile so Spezial, das sie absolut außer Stande ist, ihr eigenes Gerät ohne fremde Hilfe instand zu halten und damit wird sich auch noch gebrüstet. So etwas ist peinlich.
 
Klar gibt es für Wehrpflichtige jetzt nichts mehr zu tun, nachdem man so ziemlich alles outgesourced hat, die "Super Spezialtruppe" kann mittlerweile nichtmal mehr eine Zündkerze irgendwo wechseln.
Hachja, wieder soviel Meinung und sowenig Ahnung. Das Outsourcing der Instandsetzung hat 2005 begonnen, also als die Wehrpflicht noch aktiv war. Ich weiß, Fakten und so, voll unangenehm.
Was du auch nicht verstehst: Technischer Dienst am Gerät wird noch immer durch die Truppe durchgeführt, Instandsetzung durch die HIL. In einem Panzerbataillon wird der TD immer noch durch den Panzerzug erledigt, fürs Getriebewechseln gehts zur HIL.

Und wenn du glaubst, dass das Material der BW nur doch Wehrpflichtige in Schuss gehalten worden wäre... oh Boy hast du eine falsche Vorstellung davon was Wehrdienst seit 2000 wirklich war. Was du hier als "Argument" vorbringst ist vollkommen ohne Zusammenhang zum Thema, liest sich natürlich für dich toll wenn du mal wieder austeilen kannst, zeigt aber nur wieder deutlich, dass du bei dem Thema Null Sachkenntnis hast.
 
Och, ist es also Standard, wenn einfach mal Waffen und Munition verschwinden, oder im Suff rechte Liedchen geträllert werden?
Nein, aber das wichtige: Es ist aufgefallen und wurde sanktioniert.
Derweil in anderen Armeen: Australische Spezialkräfte haben aus Spaß Kriegsgefangene erschossen was nach vielen Jahren aufgefallen ist.

Man kann das was passiert ist nicht beschönigen, aber man kann sagen, dass gehandelt wird.
Ich dachte Disziplin sei oberstes Gebot im Militär. :schief:
Deswegen sind diese Ex Soldaten auch alle rausgeflogen ;)
 
Und werden leider immer noch von sehr vielen Arbeitnehmern (und "kleinen Leuten") gewählt.
Was ich nicht nachvollziehen kann.
Die Realität sieht halt für viele Leute anders aus, als sie hier im Forum beschrieben wird.
Wir haben in Deutschland fast 45 Millionen Arbeitnehmer, davon beträgt der Niedriglohnsektor etwa 20%, also 1/5.
Dazu kommen nochmal ungefähr 4 Millionen HArtz IV Empfänger
Der Rest ist die letzten 10 Jahre bis zur Pandemie ziemlich gut gefahren mit ihren Arbeitsplätzen und der Gehaltsentwicklung.
Bei den Rentnern sieht das ähnlich aus und auch diverse Befragungen/Umfragen vor Corona haben ergeben, das ~ 80% der Bevölkerung zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation sind.

Also kann man sagen, das es 20% der Menschen in Deutschland wirtschaftlich nicht so gut oder schlecht geht, aber 80% geht es gut. Insoweit ist es auch logisch, das die Partei größere Chancen hat die Wahl zu gewinnen, die nicht ausschließlich Politik für nur 1/5 macht, sondern von der sich auch die große schweigende Mehrheit angesprochen fühlt, die ihre wirtschaftliche Lage, durchaus positiv sieht.
 
Also kann man sagen, das es 20% der Menschen in Deutschland wirtschaftlich nicht so gut oder schlecht geht, aber 80% geht es gut. Insoweit ist es auch logisch, das die Partei größere Chancen hat die Wahl zu gewinnen, die nicht ausschließlich Politik für nur 1/5 macht, sondern von der sich auch die große schweigende Mehrheit angesprochen fühlt, die ihre wirtschaftliche Lage, durchaus positiv sieht.
Mir geht es wirtschaftlich gut. Trotzdem würde mir nie in den Sinn kommen, die CDU zu wählen. alleine schon deshalb, da sie in den letzten 16 Jahren, in denen sie den Kanzler gestellt hat, praktisch nichts gebacken bekommen hat.
Vernünftige Klimapolitik? Fehlanzeige.
Vernünftige Arbeitsmarktpolitik? Fehlanzeige.
Brauchbare Gesundheitspolitik? Fehlanzeige.
Bildungspolitik? Komplett Fehlanzeige.
 
Vernünftige Klimapolitik? Fehlanzeige.
Vernünftige Arbeitsmarktpolitik? Fehlanzeige.
Brauchbare Gesundheitspolitik? Fehlanzeige.
Bildungspolitik? Komplett Fehlanzeige.
BER
Dieselbetrug & die Aufarbeitung
Maut
Maskenaffäre
Zustand der Bundeswehr inkl. Beraterverträge
Stromnetz & Energiepolitik
Bahnnetz
Internetausbau
Mobilfunkausbau
Artikel 13 - Uploadfilter
Lohnschere - freie Wirtschaft & ÖD
Lobbyismus

etc etc.
 
Nicht zu vergessen, Horstls "Super"Ministerium - großartig, auch total sinnvoll bei all den Vorkommnissen bei den Sicherheitskräften in den letzten Jahren dem Innenminister noch mehr auf den Teller zu laden damit man sich auch bloß nicht um Nazis kümmern muss.

Oh und natürlich Mr. "Chiffre oder Zufall" HGM und die gesamte Werte Union...
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch weiterhin eine Riesenbaustelle: Die Übervorteilung von Kirchen z.B. bei der Besetzung von soetwas wie dem Ethikrat. Obwohl sie seit Jahrzehnten schwindendende Mitgliederzahlen haben und es immer mehr Konfessionslose und Menschen ohne Glauben gibt. Ebenso das man es bis heute nicht geschafft hat, die Staatsleistungen für die Kirche endlich zu beenden.

Und werden leider immer noch von sehr vielen Arbeitnehmern (und "kleinen Leuten") gewählt.
Interessanter ist da eine soziodemografische Bestandsaufnahme:
Eliten, Politik und Ungleichheit – ein Teufelskreis - Makronom
[...]
Die Folgen für die politische Partizipation der Bevölkerung sind unübersehbar. Das untere Drittel der Bevölkerung verabschiedet sich zunehmend aus dem politischen Willensbildungsprozess.

Bei den letzten Bundestagswahlen lagen die Prozentsätze der Wahlbeteiligung für die unterschiedlichen Teile der Bevölkerung weiter auseinander als je zuvor. Betrug die Differenz zwischen den Wahlbezirken in den 1990er Jahren nur um die zehn Prozentpunkte, liegt sie jetzt um die 30 Prozentpunkte. In Großstädten ist es noch extremer. Je ärmer ein Stadtteil, umso niedriger fällt die Wahlbeteiligung aus und umgekehrt. Das Beispiel Köln demonstriert das deutlich. In Chorweiler, dem Stadtteil mit der höchsten Arbeitslosenquote, fast 20%, gingen nur noch 42,5% zur Wahl, in Hahnwald, dem exklusivsten Stadtteil, dagegen 88,7%. Ähnlich sieht es auch in anderen Großstädten wie etwa Hamburg mit den Extremen Billbrook (43,2%) und Nienstedten (86,9%) aus.
[...]

sowie: Armuts- und Reichtumsbericht: Die Originaldokumente zu Reichtum und Einfluss | LobbyControl
[...]
Die viel diskutierten Streichungen zu der eigens in Auftrag gegebenen Studie zu ungleichem Einfluss bleiben bestehen – trotz der großen öffentlichen Empörung. Die Aussage, dass Reiche mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben als andere, ist im Bericht zwar enthalten – allerdings nicht mehr in der Deutlichkeit und Ausführlichkeit wie in der ursprünglichen Version. Weggefallen ist die Aussage, dass die Meinungen der unteren und mittleren Einkommensschichten insbesondere bei kontroversen politischen Fragen kaum einen Einfluss auf politische Entscheidungen haben.
[...]
Man möchte es schon als eine leider völlig legale und neue Form des Dreiklassenwahlrechts bezeichnen, wo die unteren sozialen Schichten, z.B. durch die Hartz-Reformen, verekelt wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man möchte es schon fast als eine leider völlig legale und neue Form des Dreiklassenwahlrechts bezeichnen, in der man die unteren sozialen Schichten, z.B. durch die Hartz-Reformen, verekelt hat.
Ganz ehrlich ist dir eigentlich noch irgendwie zu helfen?
Gibt es hier in Deutschland irgendeine Form von Wahlunterdrückung?
Wer zu bescheuert ist zu begreifen, was Wahlen bedeuten und was man damit erreichen kann, ist selber Schuld, es gibt nämlich auch noch so etwas wie Selbstverantwortung im Leben!
Hier bekommt JEDER seinen Wahlschein 3-4 Wochen vor der Wahl mit der Post zugestellt mit der exakten Beschreibung wo man wählen kann oder einer kostenlosen Abreiskarte für das bestellen der Briefwahlunterlagen, was auch völlig kostenfrei ist.

Da aber du wie viele andere hier so etwas wie Selbstverantwortlichkeit für die heutige Bevölkerung ablehnen, weil alles was so im Leben passiert, vor allen dingen, die eher schlechteren Dinge, ist ausschließlich nur der Staat und die böse Gesellschaft schuld und wenn sie eingetreten sind, kann man selbständig daraus auch nicht mehr entkommen, weil man ja Opfer ist. Vielleicht sollte der Staat die Bürger zum Wählen tragen, darüber hinaus gibt es aber auch Leute die nicht in einer Vollkaskogesellschaft leben wollen, sondern daran glauben, dass sie für ihre eigenen Handlungen auch Verantwortung übernehmen müssen.

Was das abgehängte Fünftel unserer Gesellschaft heutzutage massiv von den letzten Generationen unterscheidet ist, das es kein Wille mehr gibt, etwas aus Eigenverantwortung/Initiative zu verbessern, auch nicht und das ist leider das absolut größte Problem , für ihre Kinder.
Trotz aller gegenteiligen Behauptungen, kann man, wenn man lernt und regelmäßig zur Schule geht, und einen Abschluss macht, immer noch totsicher aufsteigen in Deutschland, dafür haben sich m. Beobachtung nach vor 20-40 Jahren viel mehr "abgehängte Menschen" bei ihren Kindern eingesetzt, mittlerweile ist auch das größtenteils verschwunden.
Wo man es wieder häufiger antrifft, sind ausgerechnet unsere sehr neuen "Einwanderer", die haben eher noch den Spirit und kennen es wohl auch nur so, das wenn man etwas erreichen will, auch durchaus selber etwas dafür tun muss.
 
Ganz ehrlich ist dir eigentlich noch irgendwie zu helfen?
Gibt es hier in Deutschland irgendeine Form von Wahlunterdrückung?

Nein, das ist auch nicht was Poulton gemeint hat.
Er hats doch geschrieben, Reiche haben mehr Einfluss auf politische Entscheidungen. Der Wähler kann bei Bundestagswahlen alle 4 Jahre sein Kreuz machen. Klar, man kann sich engagieren, kann ggf. auf Demos gehen, politisch aktiv sein. Aber Einfluss nehmen auf die Politik welche die gewählte Regierung macht? Nicht wirklich.

Bühne frei für die Millionäre & Milliardäre im Land, die durch Lobbyismus, Parteispenden, Pöstchengeschacher massiven Einfluss auf die Politik nehmen. Glaubt man nicht? Ein Beispiel dafür ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (Spoiler, da ist nichts soziales an deren Vorschlägen), diese ist eng verbunden mit FDP und CDU.
Weiteres Beispiel ist die Springer Presse, Friede Springer ist eng mit Angela Merkel. Vllt einfach ne Sistermance, vllt aber auch nützliche Allianz zwischen Kanzlerin auf der einen und Milliardärin & Meinungsmacherin auf der anderen Seite.

Die Beispiele zwischen Verbindungen zwischen Reich & Politik sind Legion.
Glücksspielgesetz? Reiner Zufall dass die Glücksspiellobby den Kubicki zu ner Feier in ein Nobelhotel eingeladen hat.

Und genau das sagt auch der Bericht den Poulton verlinkt und zitiert hat:
Dabei fanden sie heraus: Wer mehr Geld hat, dessen Interessen werden bei politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt. Reiche finden in der Politik mehr Gehör. Dies gelte besonders für die Themenfelder „Wirtschaft und Finanzen“ sowie „Arbeit und Soziales“ die wiederum in hohem Maße Auswirkungen auf die soziale Ungleichheit im Land haben.

Es gibt keine Wahlunterdrückung, nur eine deutliche Dysbalance zwischen dem was der Mehrheit gut täte und dem was tatsächlich getan wird. Oder anders gesagt, Millionen Deutsche können zwar wählen, aber ihre Interessen werden nicht berücksichtigt weil die der Reichen Elite des Landes bei der Politik bislang Vorrang hatten.
 
Nein, das ist auch nicht was Poulton gemeint hat.
Er hats doch geschrieben, Reiche haben mehr Einfluss auf politische Entscheidungen. Der Wähler kann bei Bundestagswahlen alle 4 Jahre sein Kreuz machen. Klar, man kann sich engagieren, kann ggf. auf Demos gehen, politisch aktiv sein. Aber Einfluss nehmen auf die Politik welche die gewählte Regierung macht? Nicht wirklich.
Sorry,
ich würde vorschlagen du liest seinen ganzen Post und beide verlinkte Artikel!
Im ersteren wird nämlich deutlich aufgezeigt, dass die Wahlbeteiligung ziemlich exakt mit dem Wohlstand und der Bildung korreliert. Um so niedriger die Bildung und das Einkommen, umso weniger wird sich an Wahlen beteiligt!
Und wählen zu gehen, ist ein Akt der Selbstverantwortung!
Es gibt keine Wahlunterdrückung, nur eine deutliche Dysbalance zwischen dem was der Mehrheit gut täte und dem was tatsächlich getan wird. Oder anders gesagt, Millionen Deutsche können zwar wählen, aber ihre Interessen werden nicht berücksichtigt weil die der Reichen Elite des Landes bei der Politik bislang Vorrang hatten.
Totaler Unsinn, denn es stehen auch andere Parteien zur Wahl, die sich gegenteiliges auf die Fahnen geschrieben haben, aber eben nicht gewählt werden!
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück