Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das ist eben das Problem von Paralellgesellschaften. Ich glaube die brauchen mehr Streetworker, welche ihnen klarmachen, dass die deutsche Sprache auch wichtig ist.
Der Punkt ist gut. Die Frage ist nur, wie man diesen Menschen erklären soll, dass die deutsche Sprache wichtig ist, wenn sie anscheinend auch so gut zurecht kommen.
Am besten Streetworker welche aus mehreren Kulturen kommen. Weil auf die eher gehört wird. Habe ich den Eindruck.
Es kommt darauf an, wie man auf die Leute zugeht, es kann nämlich in beide Richtungen gehen. Als Sozialarbeiter einen ähnlichen kulturellen Background zu teilen, impliziert dem Klientel oftmals erstmal, dass das Klientel nicht mit Vorurteilen, stereotyper Behandlung, Diskriminierung und ähnliches seitens des Sozialarbeiters zu rechnen hat, was schonmal die Hürde zu einem guten Beziehungsaufbau sehr niedrig hält.

In manchen Fällen wird er aber auch als trojanisches Pferd wahrgenommen, der nach außen nur wirke, als sei er ein Teil der Community, aber seitens der Community doch Misstrauen herrscht, weil er für "die Deutschen" Erfüllungsgehilfe ist.

Als kurzes Beispiel: Wir hatten einen Streetworker mit Roma-Background hier in unserem Sozialraum, wo ich arbeite, der dann leider auch nur teils von der hiesigen großen Roma-Community angenommen wurde. Daß heißt, nicht mal als Teil der eigenen Kultur-Community wirst du bedingslos von allen akzeptiert. Aber es ist definitiv hilfreicher und du wirst mehrere Leute erreichen können, wenn du eine beziehungsfördernde Kommunikationskultur beherrschst.

Nichtsdestotrotz stelle ich auch euch im Thread nochmal die Frage: Was ist denn der Anreiz eine Sprache zu lernen, wenn du auch so super durch dein Leben kommst?

Ich denke, dass die Antwort auf diese Frage viel wichtiger ist, als Sozialarbeiter, die sich den Mund nur fusselig reden ;)
 
Nichtsdestotrotz stelle ich auch euch im Thread nochmal die Frage: Was ist denn der Anreiz eine Sprache zu lernen, wenn du auch so super durch dein Leben kommst?
In ihrem "Kiez" ja. Aber sonst woanders wohl eher nicht. Sonst ist es quasi immer ein Vorteil auch die Landessprache zu können. Das fängt schon im Kindergarten und der Schule an. Und erhöht die Bildungs - und Berufschancen.
 
In ihrem "Kiez" ja. Aber sonst woanders wohl eher nicht.
Gerade in größeren Bezirken, wie in Köln, Berlin und anderen größeren Städten, brauchen die Leute eigentlich nie ihren Bezirk verlassen, weil sie dort schon alles für sich notwendige zum Leben haben.
Sonst ist es quasi immer ein Vorteil auch die Landessprache zu können. Das fängt schon im Kindergarten und der Schule an. Und erhöht die Bildungs - und Berufschancen.
Natürlich, bin ja auch d'accord damit.
Aber wir reden ja nicht von jüngeren Menschen, die eh schon deutsch im deutschen Bildungssystem lernen, sondern von älteren Semestern, die schon abschließend sozialisiert worden sind in Herkunftsländern.
 
Okay, das ist krass!
Verstehe nicht, wie das überhaupt passieren kann. In den Schulen, in denen ich arbeite, sind die "bio-deutschen" auch die Minderheit und trotzdem sprechen die meisten Kids deutsch. Natürlich nicht alle auf "Goethe und Schiller"-Niveau aber trotzdem.
Würde mich mal interessieren, was die Ursache bei denen ist, dass die Kids dort kein Deutsch lernen (wollen/können). Vielleicht ist der Migrationshintergrund auch zu homogen, bei den SuS.
 
Okay, das ist krass!
Verstehe nicht, wie das überhaupt passieren kann. In den Schulen, in denen ich arbeite, sind die "bio-deutschen" auch die Minderheit und trotzdem sprechen die meisten Kids deutsch. Natürlich nicht alle auf "Goethe und Schiller"-Niveau aber trotzdem.
In Berlin gibt es das in einigen Schulen auch schon sehr extrem und das nicht erst seit jüngst, sondern schon als ich noch in der Schule war. Die Schule auf der ich war hatte auch einen "höheren" Migrationsanteil von etwas über 40%, vornehmlich rusischer (Russlanddeutsche), albanischer, türkischer und arabischer Anteil, aber das funktionierte bzgl. deutsch sprechen und lernen noch recht gut.

Wir hatten aber auch einen "bio-deutschen" bei uns in der Klasse, als ich in die 7te gekommen bin, der war aus Kreuzberg und war dort zuvor in einer Grundschule mit fast 70% Migrationsanteil, mit deutlichen Vorrang dabei arabisch, türkisch, kurdisch.

Da war die Befähigung, sich in deutscher Sprache zu verständigen, wohl auch schon teils mehr als "grenzwertig" und auf den weiterführenden Schulen sah es dort, in Kreuzberg, wohl teilweise noch schlimmer aus, sowohl was die Höhe des Anteils mit Migrationshintergrund betraff, als auch die sprachlichen Kompetenzen, weshalb seine Eltern (ebenso beide "bio-deutsch") ihn dann bei uns in Mitte auf der Schule angemeldet haben. Die machten sich einfach zusehens massiv Sorgen das er so später, nach der Schule, große Probleme auf dem Arbeitsmarkt bekommen wird, mit seinen immer schlechter werdenden Deutschkentnissen und obwohl Daheim und Verwandschaft nur Deutsch gesprochen wurde).

Und das hast du auch wirklich schon sehr stark bei ihm gemerkt, da wurde am Anfang in fasten jeden seiner Sätze schon aus reiner "Gewohnheit" Begriffe durch arabische und türkische Wörter munter ersetzt und manchmal hat er es kaum hinbekommen, ohne nachhaken, längere Denkpausen und Begriffsfindungsprobleme, einen Satz komplett auf Deutsch ausgesprochen zu bekommen.

Ensprechend mies waren dann auch seine Leistungen in Deutsch Unterricht, obwohl er sonst grundsätzlich nicht dumm gewesen ist. Das wurde dann mit der Zeit, Richtung 9te Klasse, bei ihm deutlich besser.

Mir hat das schon damals gezeigt das zu hohe "homogene" Anteile (was sich aber schlicht nicht komplett verhindern lässt) von Migranten, mit schlechten Sprachkentnissen, definitiv ein Problem für das Bildungssystem darstellen (was den Spracherwerb angeht) und sich selbst negativ auf "bio-deutsche" Muttersprachler (in so einem Umfeld) auswirken.

Würde mich mal interessieren, was die Ursache bei denen ist, dass die Kids dort kein Deutsch lernen (wollen/können).
Mangelnder Freundeskreis der Deutsch spricht, mangelnde Kommunikation auf Deutsch im Elternhaus (so überhaupt), mangelnde Kommunikation auf Deutsch in der Verwandschaft, Alltag (Freizeit, Einkaufen) und Urlaub, sowie dann oft eben auch noch in der Schule, wo gerade Lehrer mit türkischen / arabischen Migrationshintergrund, in Städten wie Berlin häufiger, selbst gerne dann dazu neigen noch in die Muttersprache abzudriften, wenn sie mit solchen Schülern sprechen und in der Pause dann oft auch nicht Deutsch gesprochen wird.

Kurz um, es ist einfach kein Umfeld da wo sie es wirklich lernen können, wirklich lernen müssen und üben können.
Deutsch beschränkt sich da dann entsprechend halt wirklich schlicht nur auf den Deutsch Unterricht.
 
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Mangelnder Freundeskreis der Deutsch spricht, mangelnde Kommunikation auf Deutsch im Elternhaus (so überhaupt), mangelnde Kommunikation auf Deutsch in der Verwandschaft, Alltag (Freizeit, Einkaufen) und Urlaub, sowie dann oft eben auch noch in der Schule, wo gerade Lehrer mit türkischen / arabischen Migrationshintergrund, in Städten wie Berlin häufiger, selbst gerne dann dazu neigen noch in die Muttersprache abzudriften, wenn sie mit solchen Schülern sprechen und in der Pause dann oft auch nicht Deutsch gesprochen wird.

Kurz um, es ist einfach kein Umfeld da wo sie es wirklich lernen können, wirklich lernen müssen und üben können.
Deutsch beschränkt sich da dann entsprechend halt wirklich schlicht nur auf den Deutsch Unterricht.
Genau, das beschreibt auch meinen Einwand, dass es der zu homogene Anteil an Migration ist. Ich bin zum Beispiel sehr gemischt aufgewachsen, sodass ich mit Sizilianer, Tunesier, Marokkaner, Kurden, Türken, Äthopier, Albaner, Bosnier und natürlich Deutsche zur Schule ging und mein Bekanntenkreis so auch aussah. Wir mussten halt alle auf Deutsch miteinander kommunizieren.

Der Fehler liegt eigentlich schon in der Wohnpolitik begründet. Es müsste eine stärkere Durchmischung an Menschen und Kulturen in einzelnen Bezirken herrschen. Aber das ist ja kein neues Problem.
 
Der Fehler liegt eigentlich schon in der Wohnpolitik begründet. Es müsste eine stärkere Durchmischung an Menschen und Kulturen in einzelnen Bezirken herrschen. Aber das ist ja kein neues Problem.
Nur kannst du niemanden dazu zwingen, wo er hinziehen soll.
Viele "Bio-Deutsche" wollen sie nicht zum Nachbarn, teils aus rassistischen Motiven, teilweise aber durchaus auch aus berechtigten Gründen (Mentalitätsunterschiede / andere Rechtsauffassung).

Viele Migranten aber ziehen auch schlicht von sich aus lieber direkt in eine Nachbarschaft wo sie mit ihrer Muttersprache weiterkommen (gerade hier in Berlin bei türkischen und arabischen Migranten immer wieder zu sehen), weil es bequemer / einfacher ist und man leichter sozialen Anschluss findet, wenn man nicht in einer Sprache mit Menschen kommunizieren muss, die man nur sehr schlecht beherrscht.

Einer meiner Ausbilder damals, der selbst einen türkischen Migrationshintergrund hatte (mit Eltern nach Deutschland gekommen, nach dem 1980er Militärputsch), meinte mal das sich keiner seiner Landsleute beschweren bräuchte, hier nicht angenommen und akzeptiert zu werden, wenn er sieht das nicht wenige seiner Landsleute sich selbst abnabeln, abschotten und auch gar nicht erst im Ansatz bemühen würden.

In der Freizeit geht es da in den türkischen Heimatverein, türkischen Fussballverein, türkische Koranschule, türkischer Moscheeverein, türkische Schiha-Bar, türkisches Kaffee, türkischen Supermarkt und da wird dann halt nur, oder fast nur, türkisch gesprochen und Menschen mit ebenfalls türkischen Migrationshintergrund getroffen.

Und ihm selbst ging es auch sehr auf den Keks, wenn er irgendwo in Neuköln in einen Supermarkt / Discounter gegangen ist und die türkischstämmige Kassiererin ihn direkt, wegen seines Aussehns, auch auf türkisch anspricht und abkassiert, statt deutsch.
 
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Der Fehler liegt eigentlich schon in der Wohnpolitik begründet. Es müsste eine stärkere Durchmischung an Menschen und Kulturen in einzelnen Bezirken herrschen. Aber das ist ja kein neues Problem.
Der Fehler liegt vor allem in der Ausbildung der Lehrer, die gefühlt in den 60er stehen geblieben ist.
Dann natürlich in den Kindergärten, wo die Kinder von Migranten erst gar nicht hinkommen´.
Und wenn diese Kinder dann das erste mal eine Schule sehen, können sie nur die Sprache, die sie zu Hause gelernt haben. Was natürlich auch ein wenig daran liegt, dass deren Eltern die Sprache auch nie wirklich gelernt haben.
Deswegen brauchen wir eine Kindergartenpflicht mit entsprechend ausreichend Plätzen und gut ausgebildeten Personal.
 
In der Freizeit geht es da in den türkischen Heimatverein, türkischen Fussballverein, türkische Koranschule, türkischer Moscheeverein, türkische Schiha-Bar, türkisches Kaffee, türkischen Supermarkt und da wird dann halt nur, oder fast nur, türkisch gesprochen und Menschen mit ebenfalls türkischen Migrationshintergrund getroffen.

Und ihm selbst ging es auch sehr auf den Keks, wenn er irgendwo in Neuköln in einen Supermarkt / Discounter gegangen ist und die türkischstämmige Kassiererin ihn direkt, wegen seines Aussehns, auch auf türkisch anspricht und abkassiert, statt deutsch.
Sehe ich eigentlich kein Problem darin. In Düsseldorf gibt es auch ein japanisches Viertel, in Großstädten der USA gibt es China Towns, und Latino Viertel. Es darf gerne solche Viertel geben und trotzdem genug Motivation herrschen, dass man die 1. Sprache des Landes erlernt. Das eine muss das andere nicht ausschließen.

Dass er ein Problem damit hat auf türkisch angesprochen zu werden, obwohl er selber Türke ist, zeigt eher, dass er einen Komplex mit seiner Herkunft wohl zu haben scheint. Die meisten Türken, die ich kenne, nehmen das als normal hin, wenn andere Türken sie auf türkisch ansprechen.
 
Dass er ein Problem damit hat auf türkisch angesprochen zu werden, obwohl er selber Türke ist, zeigt eher, dass er einen Komplex mit seiner Herkunft wohl zu haben scheint. Die meisten Türken, die ich kenne, nehmen das als normal hin, wenn andere Türken sie auf türkisch ansprechen.
Nein es ging ihm dabei nicht darum das du sowas nicht besuchen darfst und er hat auch keine Komplexe bzgl. seiner Herkunft gehabt. Wie ich schrieb, er meinte dabei die die eben nur nur dort sind, sich da also nur, oder primär, in einer geschlossenen Bubble aufhalten (davon gibt es gerade in Großstädten doch ein paar), dann auch ggf. mehr schlecht als recht Deutsch können, der eine oder andere auch dann gar nicht, sich aber dann im selben Atemzug beschweren, wie bei Auftritten Erdogans hier, das sie hier in Deutschland nicht akzeptiert und angenommen werden würden.

Integration ist nun einmal nicht "ich warte mal bis mich irgendwer bitte mal abholen soll", Integration bedeutet sich selbst auch einzubringen und damit zu integrieren. Ich weiß nicht ob du schon mal in Berlin warst, z.B. im Wedding, oder Kreuzberg , aber da ist es nicht mehr so selten unüblich das viele Läden, Kinos, die Banken, Bürgerämter und Jobcenter Informationen und Beschilderung nicht mehr nur auf Deutsch haben, sondern auch immer noch direkt in türkisch angeben, sowie bevorzugt Mitarbeiter suchen die auch türkisch sprechen können.

Nicht weil da jedes Jahr soviele Türken neu einwandern würden, die gerade angekommen evt. einfach noch kein Deutsch lernen konnten, sondern hier inzwischen soviele Türken leben, nicht selten schon Jahre, bis Jahrzehnte, aber immer noch die deutsche Sprache kaum beherrschen und daher nur "Bahnhof" verstehen würden, würde es nicht auch direkt in türkisch dastehen (gerade in der Bank, am Schalter, geegentlich schon fast absurd anzusehen, wenn alle türkisch sprechenden Kollegen gerade verhindert sind und sie dann warten müssen und sich ggf. vereinzelt sogar noch lauthals darüber beschweren, weil die Mitarbeiterin am Schalter kein türkisch kann).
 
Integration ist nun einmal nicht "ich warte mal bis mich irgendwer bitte mal abholen soll", Integration bedeutet sich selbst auch einzubringen und damit zu integrieren. Ich weiß nicht ob du schon mal in Berlin warst, z.B. im Wedding, oder Kreuzberg , aber da ist es nicht mehr so selten unüblich das viele Läden, Kinos, die Banken, Bürgerämter und Jobcenter Informationen und Beschilderung nicht mehr nur auf Deutsch haben, sondern auch immer noch direkt in türkisch angeben, sowie bevorzugt Mitarbeiter suchen die auch türkisch sprechen können.
Ja, ich war schon in Berlin Neukölln, Wedding, Kreuzberg und Schöneberg. Ist in Köln auch ähnlich, nur in viel kleineren Dimensionen als bei euch.
Finde es eigentlich gut, dass mittlerweile Beschilderung in mehreren Sprachen verfasst aufgehangen werden, war ja nicht immer so.
Deutschland ist halt ein Einwanderungsland.
Damit sollen erstmal Hürden zum Zusammenleben niedrig gehalten werden.

Bin aber auch ganz eurer Meinung, dass jede Person, die hier langfristig leben möchte, die gemeinsame Sprache des Landes erlernen soll. Aber wie man die Leute dazu ermutigt? Da bin ich ehrlich gesagt genauso überfragt, wie ihr.
Kita-Pflicht ab einem gewissen Alter wäre vielleicht eine Möglichkeit. Die Umsetzung wird jedoch sehr schwer, da es doch jetzt schon überall an Plätzen und Personal mangelt.
So versuchen sich Grundschulen schon am Drahtseilakt Kita und Schule zugleich zu sein, was nur begrenzt klappt.

Wir haben zbsp viele Kinder, die an meiner Schule, nicht in der Kita waren und erstmal super krasse Probleme haben sich abzunabeln. Fehlende Deutschkenntnisse verursacht zusätzlich, dass diese Kids leider nicht mithalten können und leistungsverzögernd beschult werden.

Wir als Deutschland werden echt viele Herausforderungen die kommenden Jahre auf uns zukommen sehen.

Das positive daran ist, dass KIs meinen Job wohl nicht übernehmen werden^^
 
Deswegen brauchen wir eine Kindergartenpflicht mit entsprechend ausreichend Plätzen und gut ausgebildeten Personal.
Ich glaub, die Kindergartenpflicht wirds die nächsten Jahrzehnte nicht geben.
Es hat sich ja dahin entwickelt, das man gleich nach dem ersten Schwangerschaftstest um nen Kitaplatz BEWIRBT!!!
Von den teilweise hohen Extrakosten reden wir da noch nichtmal.
Es wäre in der momentanen Situation auch richtig bescheiden, wenn Kinder mit arbeitslosen Elternteil in die Kita kämen und den Kindern mit arbeitenden Eltern den Platz "wegnehmen".
Das ist zwar noch nicht überall so, aber die letzten Jahre soll das wohl nen immer besseres Geschäft für Kitas und private Kitas geworden sein.

Allgemein muss der Wille da sein, sich in die Gesellschaft mit einbringen zu wollen...Regeln, Pflichten und Verbote ist da der falsche Weg.
Die ganzen "Ausländer", die ich kenne, die wollen Deutsch lernen und lernen das auch ziemlich schnell, ich hab an der Arbeit teilweise schon 10 Stunden-Arbeitstage "Deutschlehrer" gespielt, weil eine Frage zur anderen führte usw...

Wer will, der machts, wers nicht macht, der will auch nicht.
 
Und die Kinder von Arbeitslosen sollen zu Hause vor sich hingammeln?
Die haben genauso ein Anrecht auf einen Kitaplatz wie alle anderen auch.
Die müssen sicherlich nicht zwingend, wie bei arbeitenden Eltern, täglich von 7 bis 20 Uhr in den Kindergarten können, aber es ist auch für Kinder von arbeitslosen Elternteilen wichtig in den Kindergarten zu kommen, zumindest für ein paar Stunden am Tag, an wenigstens 3 Tagen die Woche.

Schließlich ist das für kleine Kinder nicht unwichtig, um soziale Kompetenzen im Umgang mit gleichaltrigen Kindern zu erlernen und Kontakt zu ihnen zu haben. Ihnen das vorzuenthalten, oder zu meinen es reicht doch wenn Kinder von Arbeitslosen ja Kontakt zu Kindern von anderen Arbeitslosen haben können, wäre im Grunde auch schon ziemlich diskriminierend und benachteiligend.

Außerdem, im Idealfall sollen Arbeitslose sich bewerben können. Wenn du aber die gesamte Woche, den kompletten Tag, auf ein Kleinkind aufpassen musst ist es bisweilen schon schwer, zum einen schon mal ein paar Stunden am Stück Bewerbungen zu schreiben und abzutelefonieren und dann natürlich erst recht auch ggf. regelmäßige Bewerbungsgespräche wahrnehmen zu können. Außer man meint es ist eine super Idee sein Kind einfach mit ins Bewerbungsgespräch zu nehmen.
 
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Schließlich ist das für kleine Kinder nicht unwichtig, um soziale Kompetenzen im Umgang mit gleichaltrigen Kindern zu erlernen und Kontakt zu ihnen zu haben. Ihnen das vorzuenthalten, oder zu meinen es reicht wenn Kinder von Arbeitslosen ja Kontakt zu Kindern von anderen Arbeitslosen haben wäre im Grunde auch schon ziemlich diskriminierend und benachteiligend.
Genau. Deswegen meinte ich das ja. Die sozialen Kontakte zu anderen Kindern sind wichtig. Und das erlernen der einheimischen Sprache.
 
Und die Kinder von Arbeitslosen sollen zu Hause vor sich hingammeln?
Die haben genauso ein Anrecht auf einen Kitaplatz wie alle anderen auch.
In der momentanen Situation...und auch nur da, wo um Kitaplätze gekämpft wird...ich meine, die bekommen ja dort dann eh keinen, weil die Kitatanten sich dort die Kinder aussuchen dürfen/müssen. Klar ist das nicht geil, aber teilweise Alltag, weils halt an Plätzen und Personal fehlt...
In meinem Landkreis ist das glaube noch recht entspannt...ob das mit der Ossimentalität zu tun hat, weiß ich nicht.
 
In der momentanen Situation...und auch nur da, wo um Kitaplätze gekämpft wird...ich meine, die bekommen ja dort dann eh keinen, weil die Kitatanten sich dort die Kinder aussuchen dürfen/müssen. Klar ist das nicht geil, aber teilweise Alltag, weils halt an Plätzen und Personal fehlt...
Das wäre aber Diskriminierung, wenn Kinder von Arbeitlosen keinen Kitaplatz bekommen, weil die Eltern arbeitslos sind.
 
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Das wäre aber Diskriminierung, wenn Kinder von Arbeitlosen keinen Kitaplatz bekommen, weil die Eltern arbeitslos sind.
Wenn kein Platz frei ist, ist eben keiner frei, da sind die eigentlich recht schnell fertig...das ist nicht diskriminierend...das kommt mir so vor wie nen Wirtschaftszweig oder ne Mafia.
Mein Patenkind war auch nicht in nem normalen Kindergarten, weils eben kein Platz gab...die war bei ner privaten Tagesmutter für günstige 1080€ im Monat.

Da wird ja nicht drauf geachten, ob jemand Arbeitslos ist...solange man die "Nebenkosten" bezahlen kann, ist das in Ordnung...was man als Arbeitsloser wahrscheinlich nicht bezahlen kann...das ist alles mittlerweile komplett krank geworden.
 
Wenn kein Platz frei ist, ist eben keiner frei, da sind die eigentlich recht schnell fertig...das ist nicht diskriminierend...das kommt mir so vor wie nen Wirtschaftszweig oder ne Mafia.
Mein Patenkind war auch nicht in nem normalen Kindergarten, weils eben kein Platz gab...die war bei ner privaten Tagesmutter für günstige 1080€ im Monat.
Wenn wirklich nichts frei ist dann ja. Aber wenn welche bevorzugt werden in der Warteliste weil sie arbeiten. Das meinte ich.
 
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