Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Also ich bin mir ziemlich sicher, dass die erbrachte Arbeit den Steuergesetzten unterliegt wo sie erbracht wurde, also Deutschland. Egal ob der selbstständige Handwerker irgendwo im Ausland seine Firma zugelassen hat.
Alles andere wäre ja Irrsinn.
 
Also ich bin mir ziemlich sicher, dass die erbrachte Arbeit den Steuergesetzten unterliegt wo sie erbracht wurde, also Deutschland. Egal ob der selbstständige Handwerker irgendwo im Ausland seine Firma zugelassen hat.
Alles andere wäre ja Irrsinn.
Wie das funktioniert, weiß ich auch nicht...ich als "deutscher Selbstständiger" schreibe auch nur ne Nettorechnung, weil mein Auftraggeber die "VAT" an seinem angemeldeten Standort zahlt.
Wenn ichs schon kappiert hätte, wäre ich allerding auch kein deutscher Selbstständiger mehr.^^
 
Häää?
Ich schrieb von "in Deutschland arbeiten" und nicht von "in Deutschland angestellt sein"...die sind in ausländischen Firmen angestellt, oder ausländische Selbstständige...
Ach, und die bekommen dann 120k im Jahr, nur weil sie "im Ausland angestellt sind"? Steuer, Deutschland, egal?

Bei Interesse...sich informieren, wie man in Osteuropa nen Gewerbe anmeldet...Hongkong fällt momentan flach, wegen Corona, was natürlich die günstigste Variante wäre, allerdings ist Geld nach Deutschland überweisen recht teuer...hab ich gehört.^^

Aber wenn Mathe bei Dir schon nicht soooo super ist...lass es lieber...das Jahr hat nur 12 Monate und keine 22.
Das wird ja immer lustiger. Osteuropa und Hongkong. lol

Wie das funktioniert, weiß ich auch nicht...ich als "deutscher Selbstständiger" schreibe auch nur ne Nettorechnung, weil mein Auftraggeber die "VAT" an seinem angemeldeten Standort zahlt.
Wenn ichs schon kappiert hätte, wäre ich allerding auch kein deutscher Selbstständiger mehr.^^
Das merkt man und Du wirfst anscheinend einiges wild durcheinander. Du redest von 5500 Euro "netto" und nun kommt raus, dass noch nicht einmal Sozialabgaben abgeführt wurden. Stattdessen redest Du von dem Betrag, dem Du dem Auftraggeber in Rechnung stellst. Davon bist Du nicht mal krankenversichert.
 
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Ach, und die bekommen dann 120k im Jahr, nur weil sie "im Ausland angestellt sind"? Steuer, Deutschland, egal?
Von welchen 120k im Jahr redest du eigentlich?
Das wird ja immer lustiger. Osteuropa und Hongkong. lol
Wo denn sonst? Von unserer Truppe bin ich der einzige, der noch deutscher Selbstständiger ist...2 haben in Hongkong ihrer Firma/Gewerbe gemacht, einer in China und einer irgendwo östlich von Deutschland.
Das merkt man und Du wirfst anscheinend einiges durcheinander.
Das ist ja unerheblich...ich bekomm ja das Geld Netto aufs Konto und dann kommts deutsche Finanzamt mit ihren sämtlichen Steuern außer eben die MwSt.


Also Selbstständige bekommen natürlich mehr als Angestellte...das sollte klar sein.
 
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Das ist prinzipiell richtig.
Nur, will man dem Fachkräftemangel im Handwerk (das ist ja jetzt nicht nur der Bau himself) entgegenwirken, müssen die Lehr- wie Berufsbilder eine ähnliche Attraktivität wie ein Studiengang inkl. anschließender beruflicher Tätigkeit haben.

Das müssen sie. Aber um attraktiv zu werden muss man nicht direkt auf das Monatsgehalts eines ITlers oder Maschinenbauingenierus hochgehen. Die meisten Akademikar verdienen nämlich ebenfalls niedriger und haben eine höhere reale Arbeitszeit sowie teilweise in diesen Stunden eine höhere Arbeitsdichte und höheren Arbeitsdruck als nominell im Handwerk angesagt sind und es vergehen eben auch 10 Jahre mehr, bis man auf dem Akademikarpfad überhaupt das volle Gehalt bekommt. Endlich mal die nominellen Arbeitszeiten einhalten und eine leichte Gehaltsspritze könnten da Wunder wirken.

Ich kenne Leute, die haben vor zwei Jahren ihr Studium beendet, auch schon ein einschlägiges Praktium gemacht, sind in ihrem Studienbereich tätig und philosophieren gerade darüber, warum sie eigentlich bei Aldi an der Kasse sitzen, wo sie MEHR verdienen würden. Das Niveau sollte auf dem Bau eigentlich locker zu halten sein, aber stattdessen orientiert man sich bislang an rumänischen Löhnen.


Wie das funktioniert, weiß ich auch nicht...ich als "deutscher Selbstständiger" schreibe auch nur ne Nettorechnung, weil mein Auftraggeber die "VAT" an seinem angemeldeten Standort zahlt.
Wenn ichs schon kappiert hätte, wäre ich allerding auch kein deutscher Selbstständiger mehr.^^

Bin kein Experte, tippe aber zu 90% drauf, dass das Steuerhinterziehung ist. Wenn du in Deutschland einen Auftrag durchführst, dann musst du auch deutsche Umsatzsteuer berechnen. Es kann durchaus sein, dass ein ausländischer Auftraggeber sich diese erstatten lassen kann, weil er sie irgendwie international verrechnet, aber du musst sie erstmal eintreiben und vor allem musst du sie abführen.
 
Netto ist das, was Dir nach Steuern etc. bleibt. Was Du aufs Konto bekommst ist brutto. Das solltest Du als Selbstständiger wissen.
Mit Netto meine ich Nettostundensatz ohne MwSt...der Rest ist ja dann ein hin und her bezahle...
Bin kein Experte, tippe aber zu 90% drauf, dass das Steuerhinterziehung ist. Wenn du in Deutschland einen Auftrag durchführst, dann musst du auch deutsche Umsatzsteuer berechnen. Es kann durchaus sein, dass ein ausländischer Auftraggeber sich diese erstatten lassen kann, weil er sie irgendwie international verrechnet, aber du musst sie erstmal eintreiben und vor allem musst du sie abführen.
Mir war auch so, das der Steuerkram dann ihn Deutachland bezahlt werden muss...nach 3 Monaten Daueraufenthalt oder so ähnlich.
Soll mir aber egal sein, ich zahl noch brav fast alles, was das Finamzamt von mir will.

Es ging ja auch nur darum, das die anfallende Arbeit im Zweifel kein Deutscher mehr macht, sondern jemamd aus dem Ausland und nicht jeder Ausländer nur Pakete ausliefert.
 
Andersrum gefragt...wenn ich in China arbeite, bekomm ich dann den chinesischen Lohn? Wäre echt nen schlechter Deal...
Und ja, ich meine Netto.
Kommt darauf an als was du in China arbeitest.
Wenn du als ein Berater einer chinesischer (Provinz)Regierung tätig bist ist der "chinesische Lohn" absolut nicht zu übel.

Allerdings solltest du dann auch immer damit rechnen und dir bewusst sein, das nicht nur von chinesischer Seite ein "Interesse" an dir besteht, sondern ebenso (meist) ein unentgeldliches von Seite deutscher Geheimdienste.
 
Kommt darauf an als was du in China arbeitest.
Wenn du als ein Berater einer chinesischer (Provinz)Regierung tätig bist ist der "chinesische Lohn" absolut nicht zu übel.

Allerdings solltest du dann auch immer damit rechnen und dir bewusst sein, das nicht nur von chinesischer Seite ein "Interesse" an dir besteht, sondern ebenso (meist) ein unentgeldliches von Seite deutscher Geheimdienste.
Ich denke nicht, das es sooo viele deutsche Berater in chinesischen Provinzen gibt.
Ich hatte das Gefühl, das die Chinesen alles wissen wollen, um so höher deren Monatslohn ist.^^
Und die "Geringverdiener" haben lieber schläffchen in irgend ner Ecke gemacht...die hats auch nicht interessiert. :ugly:
 
Das müssen sie. Aber um attraktiv zu werden muss man nicht direkt auf das Monatsgehalts eines ITlers oder Maschinenbauingenierus hochgehen. Die meisten Akademikar verdienen nämlich ebenfalls niedriger und haben eine höhere reale Arbeitszeit sowie teilweise in diesen Stunden eine höhere Arbeitsdichte und höheren Arbeitsdruck als nominell im Handwerk angesagt sind und es vergehen eben auch 10 Jahre mehr, bis man auf dem Akademikarpfad überhaupt das volle Gehalt bekommt. Endlich mal die nominellen Arbeitszeiten einhalten und eine leichte Gehaltsspritze könnten da Wunder wirken.

Ich kenne Leute, die haben vor zwei Jahren ihr Studium beendet, auch schon ein einschlägiges Praktium gemacht, sind in ihrem Studienbereich tätig und philosophieren gerade darüber, warum sie eigentlich bei Aldi an der Kasse sitzen, wo sie MEHR verdienen würden. Das Niveau sollte auf dem Bau eigentlich locker zu halten sein, aber stattdessen orientiert man sich bislang an rumänischen Löhnen.
Das Obige von mir war bitte nicht als Akademiker-Bashing zu verstehen, sondern als Plädoyer für eine höhere Wertschätzung des Handwerkes, aber auch des Dienstleistungssektors in der Gesellschaft.

Es läuft eben etwas grundsätzlich falsch, wenn 3/4 der Nation nach z. B. "mehr Pflegekräfte" oder "mehr Handwerker" schreit, die Monetäre- wie die Arbeitszeitensituation aber viele Berufsfelder völlig unattraktiv machen.

Die meisten guten Mauerer in unserer Berufssparte, die ich so kenne, machen eben dann "nebenher" ein Aufbaustudium oder eine Weiterbildung, welche sie dann befähigt, Tätigkeiten wie Bauleitung oder Planungskoordination auszuführen.
Der Grund ist aber nicht primär die Arbeitszeit, die ist in dem Falle ungefähr gleich.
Aber eben "goodies" , die da heissen, bei 10 h/ Tag eben keine 4.000 €/Monat, sondern 6.000 €/Monat zu verdienen und ein Dienstwagen gibts als Bauleiter eh mit dazu.

Das mag der 30h/Woche Pfleger evtl. anders sehen, der evtl. sein Gehalt als angemessen empfindet, aber dafür nicht 30 h sondern 40 h malochen muss.

Sprich es müssen passende Verbesserungen für die jeweiligen Berufe gefunden werden.
UND, die Berufe müssen in Summe gleich attraktiv über die komplette Lebensarbeitszeit sein, dass ein guter Ausbildungsberuf am Ende gleichgestellt zum akademischen Beruf ist.

Es ist eine völlige Schieflage, dass heutzutage praktisch jeder, der den Bleistift gerade halten kann, irgend ein Studium anfängt.

Und jetzt komme ich wieder auf meinen Anfang zurück.
Wo genau liegt der Vorteil für die Gesellschaft, dass am Ende lauter "glückliche" Akademiker vor nicht vorhandener Infrastruktur ihren Beruf nicht ausüben können?
 
Sprich es müssen passende Verbesserungen für die jeweiligen Berufe gefunden werden.
UND, die Berufe müssen in Summe gleich attraktiv über die komplette Lebensarbeitszeit sein, dass ein guter Ausbildungsberuf am Ende gleichgestellt zum akademischen Beruf ist.
Gleichgestellt reicht nicht...der Sesselfurzer kann auch noch mit 70 in den Selles furzen...der 60 jährige Dachdecker/Maurer usw. ist aber schon grenzwertig...durch die harte Arbeot haben die ja dann eher mehr wehwechen.
 
Gleichgestellt reicht nicht...der Sesselfurzer kann auch noch mit 70 in den Selles furzen...der 60 jährige Dachdecker/Maurer usw. ist aber schon grenzwertig...durch die harte Arbeot haben die ja dann eher mehr wehwechen.
Das ist ein Irrglaube. Es gibt Berufe im Büro die fordern Gehirn und Augen übermäßig. Dazu gehört z.B. komplexere Software zu entwicklen. Ich bin seit gerade mal 15 Jahren im Beruf und hab schon ne Migräne mit Aura entwickelt. Trotz 2 mal Sport in der Woche sind die Knie und der Rücken schon lädiert. Knie wegen Bewegungsmangel, da hilft auch nicht das bischen Sport (bzw. muss man da sogar aufpassen, weil die Knie eben die plötzliche Beanspruchung nach dem ewigen Sitzen nicht gewohnt sind). Dazu kommen trockene Augen wegen der ständigen Bildschirmarbeit. Ist ja kein Video gucken, sondern man muss ja ständig Text lesen der so zusammengesetzt ist das unser Gehirn da nicht interpolieren kann (wie z.B. bei nem Buch wo der wir aus Erfahrung die Hälfte der Worte eigentlich nicht bräuchten).

Mit 60 werde ich diesen Job niemals machen können, niemals.Ich hab Tage da kann nich nichtmal ein Buch lesen am Abend weil ich einfach nicht mehr aufnahmefähig bin.

Letztendlich ist jeder Beruf der den Körper "monoton einseitig" fordert schädlich für uns.
 
Gleichgestellt reicht nicht...der Sesselfurzer kann auch noch mit 70 in den Selles furzen...der 60 jährige Dachdecker/Maurer usw. ist aber schon grenzwertig...durch die harte Arbeot haben die ja dann eher mehr wehwechen.
Der eine kann ohne den anderen nicht. Das wird auch so bleiben. Und jedem, der von dem berühmten "Sesselfurzer" erzählt, möchte ich gerne mal ein Praktikum anbieten. Ich habe mal an der Drehmaschine in einer stinkenden Halle angefangen und bin heute so einer dieser "Sesselfurzer". Ich kenne also beide Seiten und an manchen Tagen würde ich gerne wieder an die Drehbank zurück, denn als Sesselfurzer ist auch nicht alles Gold was glänzt. ;-)
 
Und jetzt komme ich wieder auf meinen Anfang zurück.
Wo genau liegt der Vorteil für die Gesellschaft, dass am Ende lauter "glückliche" Akademiker vor nicht vorhandener Infrastruktur ihren Beruf nicht ausüben können?

Für "die Gesellschaft" (read: "Konzerne >>9 steliger Jahreumsatz", was anderes zählt in Deutschland ja nicht) lohnte sich das lange Zeit, weil man Akademiker griffbereit waren, wenn man welche brauchte. Die meisten nicht-akademischen Fähigkeiten brauchen nicht nur deutlich weniger Ausbildungszeit, sondern werden auch in viel größerer Zahl benötigt. Wenn man einen XY-Techniker brauchte, konnte man sich also einfach einen auf dem Markt suchen, manchmal musste man ihn gegen Aufpreis bei der Konkurrenz klauen und mit ganz viel Pech musste man 1-2 Jahre Ausbildung investieren, damit jemand spezifisch die eine erforderliche Aufgabe übernehmen konnte. Aber wenn einem ein AB-Ingenieur mit drei Jahre länger dauernder Schulausbildung, fünf jährigen Studium und sieben Jahren Berufserfahrung fehlte, dann hatte man ein 15-Jahre-Problem, denn möglicherweise gab es nur eine Handvoll weitere mit der Spezialiserung in ganz Europa. Also lieber auf Vorrat ausbilden.

Aber das war mal. Abgesehen davon, dass heute niemand mehr große Teams von Ingenieuren oder gar anderen Experten unterhält, in denen ein B-Kader unterhalb der Vollcracks sich besagte Praxis aneignen könnte, hat man sich bei den einfacheren Aufgaben auf "10 Jahre nach Vater Staat schreien und dann nach China gehen" verlagert. Die Initative zum Studium geht heute also eher vom Nachwuchs aus: Die Chancen, direkt einen gut bezahlten Ausbildungsberuf zu finden, sind nahe Null, die Chancen sich aus einem schlecht bezahlten später zu was gutem hochzuarbeiten, gering. Man muss schließlich osteuropäische Preise halten. Umgekehrt ist es, allen Unkenrufen zum Trotz, relativ gut möglich als Akademiker in die etwas besseren nicht-akademischen Berufe zu wechseln. => Wer studiert, hat einfach mehr Auswahl, denn ihm steht das meiste offen, was nicht Akademiker auch können und dazu seine Fachprofession. Und meist auch noch eine reine von Quereinstiegsmöglichkeiten. Was ich oder Bekannte von mir an Biologen außerhalb/nach dem Studium kennengelernt haben, arbeitete in 14 von 15 Fällen nicht als Biologe und meist nicht einmal Biologie-nahe.

Von diesem Missstand hat "die Gesellschaft" natürlich rein gar nichts. Er ergibt sich als Summe aus dem Einzelnutzen diverser Kleingruppen:
- Politiker haben "viele Studienplätze geschaffen" in Fächern, wo das kaum Geld kostet und die niemand braucht, während Medizinstudienplätze weiterhin Mangelware sind.
- Eltern müssen sich nicht zu früh eingestehen, dass ihr Wunderkind zu blöd für die Uni oder auch nur das Abitur ist, weil letzteres verschenkt wird und erstere immer noch einen Platz im Hörsaal frei haben für die nächsten 10-20 Semester.
- Schulabschließer, für die "Ernst des Lebens" meist bedeutet "manchmal geht das WLAN nicht", haben weitere 5-6 Jahre "BWL", "was mit Medien", etc., ehe sie sich bewusst werden müssen, was sie wirklich machen wollen/können.
- Leute, denen Status über alles ist, können statt dem offensichtlichen Trophy Wife eine Ökotrophologien heiraten.


Gleichgestellt reicht nicht...der Sesselfurzer kann auch noch mit 70 in den Selles furzen...der 60 jährige Dachdecker/Maurer usw. ist aber schon grenzwertig...durch die harte Arbeot haben die ja dann eher mehr wehwechen.

Ich schätze mal, das meinte er mit seiner Betonung der gesamten Karriere: Wer von 20-60 im Schnitt 50 h die Woche gearbeitet hat (bzw. von 16-60 mit vier verteilten Jahren Arbeitslosigkeit), sollte am Ende genauso da stehen wie jemand, der von 25 bis 75 40-h-Wochen geschoben hat.


Das ist ein Irrglaube. Es gibt Berufe im Büro die fordern Gehirn und Augen übermäßig. Dazu gehört z.B. komplexere Software zu entwicklen. Ich bin seit gerade mal 15 Jahren im Beruf und hab schon ne Migräne mit Aura entwickelt. Trotz 2 mal Sport in der Woche sind die Knie und der Rücken schon lädiert. Knie wegen Bewegungsmangel, da hilft auch nicht das bischen Sport (bzw. muss man da sogar aufpassen, weil die Knie eben die plötzliche Beanspruchung nach dem ewigen Sitzen nicht gewohnt sind). Dazu kommen trockene Augen wegen der ständigen Bildschirmarbeit. Ist ja kein Video gucken, sondern man muss ja ständig Text lesen der so zusammengesetzt ist das unser Gehirn da nicht interpolieren kann (wie z.B. bei nem Buch wo der wir aus Erfahrung die Hälfte der Worte eigentlich nicht bräuchten).

Jeder Lokführer sitzt lange Zeit und kann die Augen nicht abwenden. Trotzdem machen selbige die Belastungen gut mit. Und auch diverse Textarbeiter bleiben überwiegend fit bis ins hohe Alter. Nur bei jungen Informatikern ist gehäuft zu beobachten, dass sie einen Dreck auf Ergonomie und Haltung geben und mit passendem Ausgleichssport auch erst anfangen, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Statt gelenkschonend zu schwimmen werden da "als Sport" bis in die 30ern rein noch Gewichte gestemmt, man will ja imponieren...
Zugegebenermaßen kann man solche Fälle durchaus mit z.B. Maurern vergleichen, die mit Anfang 50 ebenfalls Rücken haben, weil sie immer der Meinung waren etwas mehr pro Fuhre tragen zu müssen und aus der Hüfte statt den Knien zu beugen. Und natürlich gibt es in allen Berufen Leute, die einfach Pech = Vorveranlagungen haben, weswegen man nie pauschale Festlegungen machen sollte. (Siehe z.B. Migräne bei hoher geistiger Belastung: Viele Menschen haben damit nie Probleme und gerade bei den am komplexesten denkenen Akademikern hat man eher das Problem, dass sie noch Jahre nach Dienstende als Emeritus Räume blockieren, weil sie bis >80 weitermachen wollen. Aber einige haben eben verschissen und schon in der Schule einen Schädel, der sich von Zeit zu Zeit selbst sprengen will.)

Aber im Großen und Ganzen gibt es abseits einer gewissen Veranlagung zu korrigierbaren Sehfehlern keine Büroarbeitsplatz-Immanenten Körperschäden, während beim 50-jähriger Pflasterer der Gang zum Abdecker kaum vermeidbar ist. Ich glaube unter den ganzen Berufskrankheiten ist die chonrische Sehnenscheidenentzündung die einzige, die auch/gerade bei reinen Büroarbeitsplätzen akzeptiert wird. Und da muss ich als jemand, der schon mal nicht-chronisch betroffen war sagen: Man merkt das LANGE vorher. Und kann es dann (vorerst :) ) gut in den Griff bekommen, wenn man eben auf seinen Körper hört und nicht erstmal "die Zähne zusammenbeist".
 
Das ist ein Irrglaube. Es gibt Berufe im Büro die fordern Gehirn und Augen übermäßig. Dazu gehört z.B. komplexere Software zu entwicklen. Ich bin seit gerade mal 15 Jahren im Beruf und hab schon ne Migräne mit Aura entwickelt. Trotz 2 mal Sport in der Woche sind die Knie und der Rücken schon lädiert. Knie wegen Bewegungsmangel, da hilft auch nicht das bischen Sport (bzw. muss man da sogar aufpassen, weil die Knie eben die plötzliche Beanspruchung nach dem ewigen Sitzen nicht gewohnt sind).
Miigräne hat mein Bruder auch...und ich in der Jugend...willste nicht Geschenkt haben. Meist kommt das aber eher von falscher Haltung, eingeklemmten Nerv oder falscher Brille(bei mir).
Bei Bewegungsmangel...öfter mal nen Kaffee holen, mach ich auch nicht anders wenn ich Fummelarbeit habe.

Der eine kann ohne den anderen nicht. Das wird auch so bleiben. Und jedem, der von dem berühmten "Sesselfurzer" erzählt, möchte ich gerne mal ein Praktikum anbieten. Ich habe mal an der Drehmaschine in einer stinkenden Halle angefangen und bin heute so einer dieser "Sesselfurzer". Ich kenne also beide Seiten und an manchen Tagen würde ich gerne wieder an die Drehbank zurück, denn als Sesselfurzer ist auch nicht alles Gold was glänzt. ;-)
Mit Sesslefurze meine ich eher diese Verwaltungssachen, wo nie jemand mehr als nen Stift geschoben hat, oder auf der Tastatur rumgehämmert hat...klar ist auch, das jeder Beruf mehr oder weniger seine Daseinsberechtigung hat.
Drehmaschinenarbeit ist allerdings ja auch eher auf einem Fleck rumstehen wo das Highlight des Tages Drehmeißel anschleifen ist, weil man da zum Schleifbock laufen darf...auch eher was für Bewegungsallergiker, hab ich nur im Notfall mal gemacht, wenn ich keinen anderen gefunden hab und schnell was gebraucht hab.

Ich schätze mal, das meinte er mit seiner Betonung der gesamten Karriere: Wer von 20-60 im Schnitt 50 h die Woche gearbeitet hat (bzw. von 16-60 mit vier verteilten Jahren Arbeitslosigkeit), sollte am Ende genauso da stehen wie jemand, der von 25 bis 75 40-h-Wochen geschoben hat.
Selbst bei dem 74 jährigen Dachdecker, der nur 40 Stunden die Woche gearbeiten hat ist das nur gut für die Rentenkasse, wenn der mit 74 noch aufn Dach rumklettert...nen 74 jährigen Bombenentschärfer stell ich mir auch grad Lustig vor, wie er am Zünder rumzittert.^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube unter den ganzen Berufskrankheiten ist die chonrische Sehnenscheidenentzündung die einzige, die auch/gerade bei reinen Büroarbeitsplätzen akzeptiert wird.
Diese hier gibt es auch noch: Repetitive-Strain-Injury-Syndrom
Als Repetitive-Strain-Injury-Syndrom (kurz RSI-Syndrom, englisch repetitive strain injury ‚Verletzung durch wiederholte Beanspruchung/Belastung‘; umgangssprachlich Sekretärinnenkrankheit, Mausarm) wird in der Medizin ein Krankheitsbild bezeichnet, bei dem unspezifische Beschwerden wie Nacken-, Schulter-, Arm- und/oder Handbeschwerden nach sich häufig wiederholenden (repetitiven) Tätigkeiten auftreten.
 
Ahhh.... der ist verdammt schlau,
Deswegen sprach ich auch von Karikatur ;)
Aber das was er twittert, einfach dumm.
Und er macht und bewegt was.
Ja was denn? :D
Bayern ist noch genau so scheiße wie vor 4 Jahren als ich hergekommen bin.
Ach, ich formuliere mal es so, wer grün nicht wählt, der wählt den Untergang...
Dein Artikel schreibt schon in den ersten Zeilen "Ob die Aussagen nun stimmen oder nicht".
Unbefriedigend.
Außerdem was hier als Grüne Verbotspolitik gilt führen in anderen Ländern selbst Konservative Politiker durch.
Tempolimit, Citymaut für Autos, Verbot von Inlandsflügen auf bestimmten Strecken. Gibt es alles in Europa, auch mit Konservativen, aber in Deutschland ist das ganze Grüne Verbotspolitik. Lächerlich.
 
Wer erst mit 25 Richtung Dachdecker ins Berufsleben einsteigt, ist wohl gescheiterter Akademiker?
Die Zeiten wo die Leute ihre Ausbildung mit 16 beginnen sind doch größtenteils vorbei. Die Leute machen erstmal Abitur, da sind sie dann schon 19. Und dann gibt es eben Leute die merken nach 6 Jahren, dass sie den falschen Weg eingeschlagen haben. find ich jetzt nicht sonderlich schlimm. Ganz im Gegenteil: mit Mitte 20 hast du noch alle Möglichkeiten. Mit Ende 30/Anfang 40 nen Richtungswechsel einzuschlagen ist da schon schwieriger, zumindest sine die Möglichkeiten da schon eingeschränkt.
Aber in Zeiten von Rente ab 67 (und ab 70 in Gespräch) kann man doch eigentlich kaum erwarten, dass die Leute ihr Leben lang denselben Job machen.
 
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