Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Meiner Meinung nach kann man mit sowas aber auch bis nach der Krise warten.

Als ich Kind war, waren wir in einer komplizierten finanziellen Situation.
Jetzt bin ich finanziell gut aufgestellt und jetzt werde ich als jemand der gut Geld hat
mit noch mehr Geld zugeschissen. Was soll das?
Kann man so sehen.
Aber wie viele Jahre sollen noch ins Land gehen?
Und es ist ja nicht so, dass NUR die Spitzenverdiener (ab ca. dem 1,5-fachen des Durchschnittseinkommens ist man SV) profitieren.
Auch bleibt die Reichensteuer unangetastet, d.h. da gibt es keine Entlastung......was für FDP-Verhältnisse schon fast seltsam anmutet.:hmm:
 
Was die Grünen und die SPD natürlich nicht erwähnen, sind die Pakete welche mit FDP-Zustimmung durchgewunken werden. Nämlich die Erhöhung von Wohngeld und die "Hartz 4" Umwandlung zum Bürgergeld inkl. dessen Erhöhung.

Nachdem Lindner und seine gelben Spießgesellen solange daran rumgeknausert haben werden, bis die Erhöhung am Ende so ausfallen wird, das sie nicht mal im Ansatz die explodierten Kosten auffangen wird, die Leistungsempfänger alleine die letzten 2 1/2 Jahre, mit "Erhöhungen im unteren einstelligen Eurobereich tragen mussten, was ja selbst die angepeilte Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro schon nicht mehr schafft.

Aber das erwähnen "Andere" hier ja lieber nicht... :ugly:

Und es ist ja nicht so, dass NUR die Spitzenverdiener (ab ca. dem 1,5-fachen des Durchschnittseinkommens ist man SV) profitieren.
Was etwa 5000 Euro Brutto entspricht, ab dem man dann Spitzensteuersatz zahlt.
Wieviel Menschen in Deutschland verdienen 5000 Euro Brutto und aufwärts?
Oh, richtig, (nur) rund 4,5 Millionen Menschen (nach Angaben des Bundesfinanzministeriums aus 2021), der 48 Mio. Arbeitnehmer in Deutschland, also etwa 9,3% aller Arbeitnehmer.

Und dem größeren Teil dieser 9,3% sollte wohl sowohl die Kalte Progression, als auch der Spitzensteuersatz, grundsätzlich ehr noch ziemlich egal sein, da sie auch damit noch "far away" von sind, auch nur auf den Lebensstandard eines Durchschnittsverdieners abzurutschen (3000 Euro Brutto) und erst recht den Euro dreimal umdrehen zu müssen, wie etwa 18 Mio. Arbeitnehmer, welche etwa um die 1400 bis 2200 Euro Brutto verdienen.

Und genau für letzteren Teil, immerhin etwa 37,5% der Arbeitnehmer (Minijober, etc. ausgeklammer), würde selbst eine durchschnittliche Entlastung von ca. 193 Euro kaum mehr als der Tropfen auf den heißen Stein bedeuten.

Wer dann also zwischen 3000 bis 5000 Euro Brutto verdient und somit ja nach Lindners eigener Vorstellung Ziel ist, für den ist die Entlastung i.d.R. auch schon nicht existenziell notwenidg, als ehr ein winzig kleines Plus in Richtung mehr nicht existenziell Notwendiges leisten können, was vor allen durch die Infaltion jetzt wegfallen musste.

Exsistenzielle Unterstützung, für die die sie im Moment wirklich bräuchten und benötigen würden (die unteren rund 40% der Arbeitnehmer, zzgl. Rentner & andere Leistungsbezieher), leistet Lindner damit aber weiterhin nicht mal im Ansatz!

Auch bleibt die Reichensteuer unangetastet, d.h. da gibt es keine Entlastung......was für FDP-Verhältnisse schon fast seltsam anmutet.:hmm:
Man hat ja noch ein paar Jahre Regierungszeit, für weitere Wahlgeschenke ans Klientel und üblicherweise neigt die FDP ja inzwischen auch ehr dazu, dass für den "durchschnittlichen deutschen Wähler" halbwegs unauffällig irgendwo mit durchzumogeln...
So auffällige Geschenke wie früher die Hotelsteuer kommen halt dann doch für das Image beim Wähler nicht so gut an. :schief:
 
Zuletzt bearbeitet:
@Nightslaver

Welchen bezahlbaren und direkt von der Regierung steuerbaren Lösungsansatz schlägst du vor?

Bezahlbar wird doch bei uns nichts sein?
Schaue mal wie die Gewinne steigen.

"VW legt einen beeindruckenden Start ins Jahr 2022 hin: Die Wolfsburger haben Ihren Gewinn im ersten Quartal fast verdoppelt. Nach Steuern stieg das VW-Ergebnis für den Zeitraum von Januar bis März von 3,4 auf 6,7 Milliarden Euro."


Das in einer Krise.
Wir haben eind Rentenindustrie, wo Leute mit Geld und Vermögen, immer mehr anhäufen, auch mit Hilfe der Steuerberater und Politiker.
Es ist alles eine Frage der Verteilung.

Was kostet eine Wohnung real an Miete, nachdem sie bezahlt wurde? Wie lange zahlt man Modernisierungzuschläge?
Was geht von der MwSt, die den größten Teil der Steuern ausmacht, in die Taschen der Vermögenden und Unternehmen?
Übrigens muß man die auch von Hartz4, Rente abziehen und dann sieht sie noch viel mickriger aus.

Ich habe für Wohnungsunternehmen gearbeitet und erlebt wie die immer mehr neue Wohnungsblöcke aufgekauft haben. Modernisieren, Förderung abgreifen, neu vermieten und keine Gewinne machen.
Grunderwerbsteuer? Nur für den privaten Erwerber. Die Großen lachen ...


Tja, wir sind ein verdammt armes Land!
 
Ein anderer Schritt, wäre wenn Gewerkschaften bei Lohnerhöhungen keinen prozentualen Erhöhungen mehr erkämpfen sondern Fixbeträge.

Statt 3% eben 150 Euro. Das sind dann 10% für den mit 1500 Brutto, und 1% für den mit 15.000. Das wäre fair, denn schon durch die prozentualen Lohnabschlüsse wächst die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter.
 
Nur werden die Gewerkschaften da null Bock drauf haben, denn die Betriebsrät*innen in großen Unternehmen und im ÖD zählen dort auch zu den Besserverdienern. Dort gilt nämlich auch, dass Personen, die Vollzeit im PR sind, das gleiche Gehalt bekommen wie die erfolgreichsten, vergleichbaren Mitarbeiter*innen im Konzern.

Man erlebt es ja gerade im ÖD wie sehr der Betriebsrat sich für die Beförderung einer bestimmten Kollegin einsetzen kann, wenn diese aus dem gleichen Einstellungsjahrgang wie ein Mitglied des PR kommt.

 
Ein anderer Schritt, wäre wenn Gewerkschaften bei Lohnerhöhungen keinen prozentualen Erhöhungen mehr erkämpfen sondern Fixbeträge.

Statt 3% eben 150 Euro. Das sind dann 10% für den mit 1500 Brutto, und 1% für den mit 15.000. Das wäre fair, denn schon durch die prozentualen Lohnabschlüsse wächst die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter.
Wird bereits gemacht, leider halt nicht bei allen Gewerkschaften und meistens nur kombiniert.
d.h. in den höheren Lohngruppen gibts z.b. 1,5% und in den niedrigen min. 100€.

Aber auch das löst das momentane Problem nicht. Es gibt einen großen teil Angestellte im Nierdriglohnsektor oder auch kleine Einzelunternehmer denen die Last jetzt zu groß wird.
Da gibts einfach nicht mehr Lohn rauszuholen, ohne dass das Geschäft krachen geht.

Also braucht es in der Situation Entlastung von Staat.
Nur eine Idee wie dort "fair" geholfen werden kann....kein Plan.
 
Aber auch das löst das momentane Problem nicht. Es gibt einen großen teil Angestellte im Nierdriglohnsektor oder auch kleine Einzelunternehmer denen die Last jetzt zu groß wird.
Da gibts einfach nicht mehr Lohn rauszuholen, ohne dass das Geschäft krachen geht.
Wurde das nicht vor der Einführung des Mindestlohnes auch immer gesagt? Ich kenne noch keinen Handwerker oder Friseurgeschäft, welches deswegen Mitarbeiter entlassen musste, geschweige denn pleite gegangen ist.
Also braucht es in der Situation Entlastung von Staat.
Der Staat kann aber nicht für alles einspringen. Die Unternehmer haben auch Verantwortung.
 
Ein anderer Schritt, wäre wenn Gewerkschaften bei Lohnerhöhungen keinen prozentualen Erhöhungen mehr erkämpfen sondern Fixbeträge.

Statt 3% eben 150 Euro. Das sind dann 10% für den mit 1500 Brutto, und 1% für den mit 15.000. Das wäre fair, denn schon durch die prozentualen Lohnabschlüsse wächst die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter.
Gefühlt alle Tarifabschlüsse über die zuletzt berichtet wurden hatten zumindest ein Mischmodell. Z.B.
 
Wurde das nicht vor der Einführung des Mindestlohnes auch immer gesagt? Ich kenne noch keinen Handwerker oder Friseurgeschäft, welches deswegen Mitarbeiter entlassen musste, geschweige denn pleite gegangen ist.

Der Staat kann aber nicht für alles einspringen. Die Unternehmer haben auch Verantwortung.
Damit dreht man nur weiter an der Preispirale.
Ich habe persönlich nichts dagegen wenn die Friseurin statt 12, 24€ pro Stunde bekommt. Dann kostet der Herrenschnitt mit waschen halt nen Fuffi....zahle ich gerne.
Aber Andere können sich das dann nicht mehr leisten.

Nur Löhne hoch hilft nicht.
 
Ich habe persönlich nichts dagegen wenn die Friseurin statt 12, 24€ pro Stunde bekommt. Dann kostet der Herrenschnitt mit waschen halt nen Fuffi....zahle ich gerne.
Ich bezahle aktuell 18 Euro beim Friseur. Als die Coronamaßnahmen noch strenger waren hatte ich mit Haare waschen 26 Euro bezahlt.
50 Euro bezahlen Frauen wenn sie das komplette Programm machen. :ugly:
 
Vielleicht sind manche Geschäftsmodelle auch einfach nicht drin, also überhaupt nicht wenn man sie durch Menschen ausüben lässt, wenn man gerechte Bezahlung will.
 
Vielleicht sind manche Geschäftsmodelle auch einfach nicht drin, also überhaupt nicht wenn man sie durch Menschen ausüben lässt, wenn man gerechte Bezahlung will.
Man kann aber nicht jeden Job durch Automatisierung ersetzen.

Es fehlen Handwerker in Deutschland und Pflegefachkräfte. Genauso Jobs in der IT-Branche.
Das kann man nur kompensieren wenn ausländische Fachkräfte reingeholt werden.
 
Gefühlt alle Tarifabschlüsse über die zuletzt berichtet wurden hatten zumindest ein Mischmodell. Z.B.
Nein:


Ziel müsste es sein nur noch Fixbeträge zu erstreiten, so dass jeder die gleiche Erhöhung bekommt.
 
Es fehlen Handwerker in Deutschland und Pflegefachkräfte. Genauso Jobs in der IT-Branche.
Du hast den Post nicht verstanden.
Keiner dieser Jobs bewegt sich grundsätzlich auf sehr niedrigen Lohnniveau, es geht eher um Fahrer von GORILLAS (so nen Lieferdienst Google ist dein Freund)
 
Ich bezahle aktuell 18 Euro beim Friseur. Als die Coronamaßnahmen noch strenger waren hatte ich mit Haare waschen 26 Euro bezahlt.
50 Euro bezahlen Frauen wenn sie das komplette Programm machen. :ugly:

Ot:
Wenn Frauen ein halbes Programm machen, also Schneiden, Waschen und Ansatz färben sind 70 bis 80 Euro günstig.

Thema:
Ich bleib dabei. Eine einfache Lösung für diese komplizierte Lage gibts nicht.
 
50 Euro bezahlen Frauen wenn sie das komplette Programm machen. :ugly:
Tsss! Das ist noch gar nichts! Eine Dame aus dem erweiterten Kollegium bei mir, hatte mal sage und schreibe 500 Euro ausgegeben. Extensions & shit...
Man kann aber nicht jeden Job durch Automatisierung ersetzen.
Erinnert mich an meinen letzten Besuch in der Heimat am Rhein. Köln ist ja mitunter berühmt für seine Kioske aka "Büdchen" an jeder Ecke und an langen Straßen bis zu 20 Stück und mehr.
Die werden jetzt wohl zunehmend schon automatisiert, was erstmal sehr strange ist. Die haben nun 24/7 offen, du gehst rein, alles hinter Panzerglas, gibst ne Nummer ein, bezahlst elektronisch und hast deine Ware - das ganze komplett ohne eine Menschenseele
 
Thema:
Ich bleib dabei. Eine einfache Lösung für diese komplizierte Lage gibts nicht.
Hat ja auch niemand behauptet. Nur wenn die Inflation steigt müssen die Einkommen angepasst werden. Sonst wächst die Armut.

Tsss! Das ist noch gar nichts! Eine Dame aus dem erweiterten Kollegium bei mir, hatte mal sage und schreibe 500 Euro ausgegeben. Extensions & shit...
Ehrlich gesagt habe ich das nicht ganz auf dem Schirm. Meine Frau geht nie zum Friseur. Die schneidet und tönt sich selber die Haare. :ugly:

Erinnert mich an meinen letzten Besuch in der Heimat am Rhein. Köln ist ja mitunter berühmt für seine Kioske aka "Büdchen" an jeder Ecke und an langen Straßen bis zu 20 Stück und mehr.
Die werden jetzt wohl zunehmend schon automatisiert, was erstmal sehr strange ist. Die haben nun 24/7 offen, du gehst rein, alles hinter Panzerglas, gibst ne Nummer ein, bezahlst elektronisch und hast deine Ware - das ganze komplett ohne eine Menschenseele

Ich hatte auch mal im Fernsehen ein voll automatisiertes Lebensmittelgeschäft gesehen. War schon strange.
 
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