Aha also ist jetzt gegen die Impfung zu sein rechts zu sein? Was genau hat dieses Thema mit irgendeiner politischen Ausrichtung zu tun?
Sich gegen wissenschaftliche Erkenntniss respektive gegen Schutz von Menschen zu stellen, ist erstmal nur dämlich oder gemein, da hast du recht. Aber die Art und Weise, wie Wagenknecht sich positioniert, ist auf Linie mit rechtsextremen Schwurblern und sie hat in den letzten Jahren bereits ähnliche rechtsaffine Positionen in Bezug auf Migration bezogen und sie gehört zu einer der lautesten Vertreter putinfreundlicher Politik innerhalb der Linken, was sich ebenfalls 1:1 mit rechten Linien der letzten Jahre deckt. Jemand, der zu 50% Positionen vertritt, mit dem er auf einem AFD-Parteitag Applaus bekommen würde, ist als Zugpferd der Linken einfach ungeeignet.
Hinzu kommt, dass die Linke gerne als regierungstaugliche, soziale Partei wahrgenommen werden will und da ist dämlich-gemeine Radikalopposition gegen diffuse "die da oben" ein Schuss ins eigene Knie.
Viele der Impfgegner haben einfach Angst vor der Impfung und dessen Folgen. Ob diese Angst nun rational ist oder nicht spielt dabei keine Rolle
Das spielt bei dem Verhalten dieser Leute keine Rolle, aber es spielt bei einem Politiker, der gewählt werden will, eine Rolle. Was soll denn der Slogan einer Wagenknecht-Linken sein? "Wählt uns, wir haben genauso Angst vor selbst eingebildeten Gefahren wie ihr"? Sowas gehört, je nach Grad der Psychose, in die Nachhilfe oder die Geschlossene, aber nicht ins Parlament.
Natürlich geben die nie zu, dass es Angst ist was sie dazu bewegt die Impfung abzulehnen. Statt dessen wird halt mit Freiheit und sonstiges argumentiert.
Und nicht einmal diese Placebo-Ausreden kann die Linke bringen, weil sie ja für einen starken, sich um alles kümmernden Staat steht.
Das ist dann quasi blindes Vertrauen auf die Medizin. Kann halt auch mal schief gehen: siehe Contergan Ende der 50er / Anfang der 60er.
Thalidomid ist ein bis heute genutztes Medikament, das auch in Deutschland verschrieben wird. Nur macht man halt nicht mehr den Fehler, es Schwangeren zu geben - solche Sondergruppen sind immer ein Risikofaktor, weil sie für klinische Studien aus naheliegenden Gründen nicht zur Verfügung stehen. Vor der Covid-Impfung fürchten sich aber auch 15 Monate, nachdem der massenhafte Einsatz gestartet wurde und nach Verabreichung an 100te Millionen Menschen weltweit ohne größere Vorkommnisse bei den meisten Substanzen weiterhin stink normale Durchschnittsbürger.
Hinzu kommt noch, dass ein mRNA-Impstoff eben kein chemisches Medikament ist, dass unbekannten Nebenwirkungen an übersehenen Stellen des Körpers haben kann, sondern ein recht simples, aus körperidentischem Material (oder alternativ bewährten Phagen) gefertigtes Transportvehikel und eine Nutzlast mit klar definierter, vom Körper selbst umzusetzenden Anweisungen. Die Auswirkungen so eines Stoffes sind in ihrer Art praktisch fehlerfrei vorherzugsagen und es gab in dieser Hinsicht auch keine Fehlschläge. Und man braucht für sowas auch keine Langzeitstudien, denn vom Impfstoff selbst ist schon nach einigen Stunden bis wenigen Tagen nichts mehr übrig, dass noch wirken könnte. (Im Gegensatz zu z.B. über mehrere Monate täglich neu eingeworfenem Contergan)
Die einzige offene Frage war jeweils die nach der richtigen Dosierung. Wovor man dabei anfangs zu Recht hätte Angst haben können: Das eine Überdosierung ähnliche Schäden verursacht, wie eine leichte Covid-Infektion. Recht viel geflennt wird ja wegen sehr selten Herzmuskelentzündungen. Im Sommer 2020 wäre sowas eine größere Gefahr als das reale Infektionsgeschehen gewesen. Aber jetzt? Wo einem ohne Impfung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine schwere Infektion droht?