Aber genau diese Denkweise zeugt von verdammt wenig Überblick und sehr engstirnigen Denken. Jeder, der auch nur fünf Sekunden über Wirtschaft nachdenkt, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass stabile Bedingungen für Landwirte feste staatliche Regelungen brauchen. Vor allem solche, die die Produktionskapazitäten senken und die Produktionsqualuität steigern. Wenn man den Markt einfach machen lässt, dann kommt bei einem Produkt mit extrem klar vorgegebener Nachfrage (und die Menge an benötigten Lebensmitteln ist nun einmal sehr eng definiert) ein extrem harter Preiskampf heraus, in dem nur sehr wenige große Anbieter überleben können. Da die Bauern nach der Freigabe vieler Bereiche alle massiv investiert haben, gibt es nun einmal enorme Überkapazitäten. Die kann man entweder abbauen, in dem man z.B. ein Güllekataster und harte Vorschriften mit Strafabgaben einführt, so dass jeder Viehhalter die Zahl der gehaltenen Tiere reduzieren muss - oder in dem man abwartet, bis alle außer die am kosteneffektivsten produzierenden Großbetriebe Pleite gegangen sind.