Zusammenfassend ist also dein Argument: Menschen die nicht mit der Politik einverstanden sind und deiner Meinung nach "das falsche" (oder "dümmere" ?) wählen haben einfach das Problem, dass sie mit den falschen Leuten in der Umgebung leben? Ergo nur weil ich mit "unterschiedlichen" Menschen lebe bin ich liberaler und somit "besser" was mein Wahlverhalten angeht?
Was hat das mit der Politik zu tun, mit der sie einverstanden sind?
Die Landbevölkerung wählt eben eher das, was sie schon kennen. Deswegen gewinnt bei uns seit gefühlt 50 Jahren immer der CDU Kandidat den Wahlkreis.
Warum was dran ändern?
Sorry, ich wohne in einer Großstadt und treffe regelmäßig auf unterschiedliche Menschen, sogar viele Migranten (schon viele Jahre lebend in Deutschland). Keiner dieser Menschen kommt mir "weniger gebildet" vor, es ist trotzdem niemand mit der aktuellen "liberalen" Politik einverstanden.
Ja, es gibt immer Ausnahmen von der Regel.
Ist doch auch gut so.
Schon mal dran gedacht dass es auch gebildete Menschen gibt die nicht dieser Meinung sind? Natürlich nicht, oder? Denn wie schlimm wäre es wohl, gebildete anderdenkende. Welch Horror
Gruß
Klar gibt es die.
Es gibt Wissenschaftler, die den von Menschen gemachten Klimawandel ablehnen.
Es gibt Wissenschaftler, die die Evolutionstheorie ablehnen -- die Urknalltheorie sowieso.
Es gibt Wissenschaftler, die von Rassenlehre träumen.
Stimmt, darum haben nicht wenige junge Studenten 1933 auch NSDAP gewählt.

Das Niveau der Bildung scheint also doch nicht vor der Wahl radikaler Parteien zu schützen.
Und vergessen wir auch nicht, die nationalsozialistische Idiologie war ja auch eine Idiologie die von bildungsfernen Idioten für bildungsferne Idioten entwickelt wurde.

Das zeigt schon der "extrem geringe" Anteil an gebildeten Führungspersonen im NS-System.
Bildung brauchst du, um Wissen anzueignen, denn das kommt ja nicht von selbst.
Nur gibt es eben auch Leute, die trotz einer guten Bildung, eines aufgeschlossenen Staates, in dem sie leben, radikal werden.
Denk da nur mal an die Leute, die die Flugzeuge 9/11 geflogen haben. Die haben zum Teil in Hamburg studiert. Waren also gebildet, waren klug.
Da fragt man sich immer, was mit denen passiert ist, wieso die so worden.
Es gibt halt Leute, die anderen immer hinterher laufen. Das ist heute so bei radikalen Islamisten.
Das war früher so, als es Nationalisten gab.
Das wird Morgen so sein.
Bildung ist ja kein Allheilmittel, aber Bildung bringt Wissen, Wissen bedeutet Fakten und Erkenntnis und das beugt Ablehnung vor.
Stimmt, nicht "blöder" nur "dümmer"...
Der hang dazu stark konservativ bis radikal rechts zu wählen entsteht aus genau zwei Dingen:
1) Man hat viel Vermögen und will nicht das sich an diesem Status Quo durch sozialere Verteilung / Steuern was ändert, dann sind Parteien wie CDU /CSU, FDP und AfD genau richtig, weil dort vor allem die Interessen derer geschützt werden die sowieso schon Gewinner des Systems sind.
oder
2) Man gehört zu Verlierern einer Gesellschaft und sucht einen greifbaren Sündenbock an dem man den eigenen Frust auslassen kann, wo sich Menschen die noch schwächer sind als man selbst ein gutes und greifbares Ziel sind, wie schon immer in der Geschichte.
Jetzt pauschalisiert du auch.
Die Grünen Wähler sind überwiegend wohlhabend. Wieso wählen die nicht CDU oder FDP?
Nicht jeder Unternehmer wählt Union oder FDP.
Nicht jeder Hartzer wählt Links.
Ich würde sogar soweit gehen, dass die Mehrzahl der gering Verdiener und ALG 2 Bezieher eher rechts wählen.
Warum?
Weil die Medien ihnen jemanden präsentiert, auf dem sie ihren Frust ablassen können. Jemanden, der noch weniger hat, noch weniger zu verlieren hat.
Ablenkung ist hier alles.
Trotz allem, am Ende halte ich es schon für sehr vermessen und fragwürdig zu meinen das der Grad der erhaltenen "schulischen Bildung" der Haupteinfluss dafür wäre ob eine Person ehr liberal wird, oder konservativ...
Durch Bildung erzeugst du Neugierde, Wissensdurst. Du bist sozial aktiver. All das summiert sich eben.
Das gilt für Städtler aber genauso, die können wiederum die Landeier nicht verstehen.

Habe das schon in mehreren Städten erlebt, wo ich Leute kenne (Schulklasse, Uni, Bekannte), natürlich auch aus Foren wie diesen, die teils komische bis falsche Ansichten über die Ländler haben - umgekehrt natürlich genauso.
Das liegt einfach daran, dass die zwei Typen in anderen Umgebungen aufwachsen und dementsprechend völlig gegensätzliche Lebenseinstellungen haben.
Leute mit Vorurteilen findest du immer. Ist normal und wird sich auch nicht ändern.