Martin Schulz: Politisches Strohfeuer oder ernstzunehmender Herausforderer Merkels?

Du wirst mir darin zustimmen müssen, dass ein Bundesland das die Einwohnerzahl einer Großstadt hat idR. deutlich enger zu seiner Regierung steht als ein großes Flächenland.
Aber in BaWü waren es nur 3,3% zur Union, außerdem haben die Schwäche der SPD und die stärke der AfD zugeschlagen. Kretschmann war wichtig bei dieser Wahl, aber mMn. nicht entscheidend.
 
Du wirst mir darin zustimmen müssen, dass ein Bundesland das die Einwohnerzahl einer Großstadt hat idR. deutlich enger zu seiner Regierung steht als ein großes Flächenland.

Schleswig Holstein hat deutlich weniger Einwohner als Berlin.
Was hat also die Einwohnerzahl eines Bundeslandes mit dem Stehpotenzial seiner Regierung zu tun?
 
Weniger Einwohner bedeuten, dass sich die Regierung vorallem im Wahlkampf mehr mit jedem einzelnen befassen kann.
 
Das ist wohl eher so Leuten wie Björn Hoecke zu schulden und nicht dem dass die AfD angeblich nichts anzubieten hat.

Sent from a Spamer

Na wenn die potentiellen AFD-Wähler nichtmal den Unterschied zwischen Thüringen und Saarland kapieren...


Ich meinte eher nicht im Sinne von konservativ wählen, sondern Konservative wählen.;) Ist vielleicht etwas ungenau formuliert.

Konservative wählen "weil das schon immer so wahr", ist (auch) konservativ ;-)

In Zeiten, wo so viel Nahrungsmittel weggeschmissen werden, ist die Nachfrage leider nicht mehr so klar vorgegeben. Die Mengen, die z.B. in Supermärkten weggeschmissen werden, weil die nicht (mehr) den Qualitätsstandards entsprechen, müssen ja auch irgendwie produziert werden.:ugly:

Die verbrauchte Menge (ob sinnvoll oder nicht) muss produziert werden, daran ändert sich nichts. Wenn die Bauern mehr produzieren, können die Supermärkte noch mehr wegschmeißen, aber der Verbraucher zahlt nicht mehr und dementsprechend werden auch die Bauern keinen Cent extra erhalten. Im Gegenteil, sie feuern nur den Unterbietungspreiskampf weiter an.
Aber das scheint selbst für große Bauernverbände zu komplex zu sein, die wollen Freigaben und Unterstützung für noch mehr Produktion :wall:

Im Ernst, Regeln wären sicher sehr hilfreich. Aber man hat sich ja auch ewig nicht an die EU-Milchquote gehalten...
Aber wenn ich mir z.B. angucke, dass Deutschland beim Weizen sowohl unter den größten Importeuren als auch unter den größten Exporteuren ist komme ich schon zu dem Schluss, dass dieser Markt vollkommen bescheuert ist und in der Tat Regelungen braucht.

Da müsste man sich angucken, was wann von wo nach wo gekarrt wird (oder ganz einfach die Transportkosten in der EU deutlich nach oben schrauben, in dem man mal angemessenen Abgaben auf Diesel und LKW-Autobahnnutzung erhebt :schief:), vermutlich macht es keinen Sinn. Noch viel absurder finde ich aber den subventionierten Aufbau von Milchviehhaltung in subventionierten Betrieben die auf Basis subventionierter Forschung und subventioniertungen Molkereien subventioniertes Milchpulver & Co herstellen lassen um es mit subventionierten Transportmitteln nach China zu verkaufen.
Manchmal sollte man einfach Hartz IV verdoppeln, wenn man Leuten Geld schenken möchte...


Weniger Einwohner bedeuten, dass sich die Regierung vorallem im Wahlkampf mehr mit jedem einzelnen befassen kann.

Der Anteil an Parteimitgliedern ist in den kleineren Ländern auch nicht höher, die Betreuungsquote bleibt also gleich. Und das die Auswirkungen von Direktwerbung nenneswert Auswirkung auf die Ergebnisse hat, muss mir auch erstmal einer zeigen...
 
Ich bin Wahlkämpfer.

Und ich bin bei der Wahl in Schleswig-Holstein Wahlhelfer. Mal gucken, wie viel von dir gewonnene Stimmen ich auszählen darf...

Ich finde es suboptimal, dass bei Landtagswahlen immer versucht wird, auf die Bundestagswahlen zu schließen bzw. sogar Wahlwerbung für den Bund betrieben wird.
Denn es gibt Themen, auf die der Bund keinen Einfluss in den Ländern nehmen kann, aber auch Dinge im Bund, auf die die Länder keinen Einfluss haben. Es sollte bei einer Landtagswahl, meiner Meinung mach, auch nur um die Landespolitik gehen.
 
Ich finde es sollte nicht unerwähnt bleiben, wo man die einzige ernstzunehmende Wahlprognose erhält - Ubersicht - und dass 286 Menschen statt irgend eine Partei das Bedingungslose Grundeinkommen gewählt haben.
 
Logische Konsequenz, wenn man sich die weltweite Gier anschaut, wo Firmen mit Steueroasen gelockt werden, damit der Gesellschaft möglichst viel Geld vorenthalten werden kann.

Wenn man danach geht müssten es viel mehr sein. Da gibt es noch eine andere Möglichkeit, nämlich das es sich um Menschen handelt die keinerlei Pläne haben sich selbst um ihren Lebensunterhalt zu kümmern und einfach nur mehr Geld wollen. Diese Einstellung ist schlieslich mehr und mehr gesellschafftsfähig und der Pool solcher Menschen wird angesichts von Zuwanderern die sich Deutschland in nichts verpflichtet fühlen auch immer grösser.

Jetzt bin ich vermutlich ein Nazi, ist mir aber wurscht. :D
 
Logische Konsequenz, wenn man sich die weltweite Gier anschaut, wo Firmen mit Steueroasen gelockt werden, damit der Gesellschaft möglichst viel Geld vorenthalten werden kann.

Was denkst du was die logische Konsequenz aus "bebingungslosem Grundeinkommen" wäre? Natürlich Menschen die sich "gierig" auf diesen Anspruch stürzen, keiner will mehr arbeiten, alle wollen es haben. Das wäre besser?
 
Wieso wird dann niemand mehr arbeiten wollen?
Verstehe ich nicht. :ka:
Ein Grundeinkommen bedeutet, dass du soviel Geld bekommst, dass du davon leben kannst.
Also praktisch wie jetzt auch als Hartzer. Nur eben mit dem Unterschied dass die gesamte Bürokratie und Ausnahmen entsorgt werden. Jeder kriegt ja die Knete, da muss nichts extra eingereicht werden, keine Kontoauszüge, keine Besitztümer ausbaldowert werden oder sonst was.
Und wer eben arbeitet, bekommt seinen Lohn obendrauf.

Aber das ist ein thema, das in einem anderen Thread diskutiert werden sollte.
 
Wieso wird dann niemand mehr arbeiten wollen?
Verstehe ich nicht. :ka:

Da ist deine (von dir selbst) gegebene Antwort:
Ein Grundeinkommen bedeutet, dass du soviel Geld bekommst, dass du davon leben kannst.

Also praktisch wie jetzt auch als Hartzer.
Darüber musste ich kurz lachen, denn Harz 4 ist sehr wohl an Bedingungen gebunden, im Gegensatz zum bedingungslosen Grundeinkommen. Dann kann jeder "abhartzen", egal gegen welche (in diesem Fall) Hartz Regeln er verstößt.

Und wer eben arbeitet, bekommt seinen Lohn obendrauf.
und jetzt denk mal drüber nach woher das Geld für das bedingungslose Grundeinkommen her kommen soll!? Richtiiiig, von den Leuten die noch arbeiten gehen und auf Ihr "zusätzliches" Einkommen Steuern zahlen dürfen. Fetzig, ich geh noch freiwillig arbeiten und darf die Leute finanzieren die es nicht mehr wollen? :D

Aber das ist ein thema, das in einem anderen Thread diskutiert werden sollte.
korrekt.

Grüße
 
Tja, kannst du von Hartz 4 leben?
Ja, kannst du.
Kannst du in Urlaub fahren, ein Auto besitzen, am sozialen Leben in der Gemeinschaft teil nehmen?
Nein, kannst du nicht.
Und jetzt weißt du, wieso es Leute geben wird, die auch bei einem bedingungslosen Grundeinkommen noch arbeiten werden.
Und wenn man die Subventionen mal entsorgt, die Steuerlast auf alle verteilt, funktioniert die Finanzierung sehr gut.
Ist doch logisch, dass das Steuersystem völlig erneuert werden muss, wenn man ein Grundeinkommen einführen will.
 
Naja, so ein Grundeinkommen ist schon eine gute Idee :daumen:

Allerdings müsste das komplette System umgekrempelt werden,

bevor unsere Bürokratie soweit wäre,

bin ich schon eine Torfmumie :D
 
Konservative wählen "weil das schon immer so wahr", ist (auch) konservativ ;-)


Schon klar. Aber so meinte ich das nicht.:D



Die verbrauchte Menge (ob sinnvoll oder nicht) muss produziert werden, daran ändert sich nichts. Wenn die Bauern mehr produzieren, können die Supermärkte noch mehr wegschmeißen, aber der Verbraucher zahlt nicht mehr und dementsprechend werden auch die Bauern keinen Cent extra erhalten. Im Gegenteil, sie feuern nur den Unterbietungspreiskampf weiter an.
Aber das scheint selbst für große Bauernverbände zu komplex zu sein, die wollen Freigaben und Unterstützung für noch mehr Produktion :wall:


Alles so zu lassen wie es ist, solange es noch irgendwie läuft, ist sicher die Lösung, die am wenigsten Aufwand und Fantasie bedeutet... dass das für viele verlockend ist da irgendwie naheliegend.
Außerdem kann man mit massig Billigfleisch nach dem Motto Brot und Spiele schön von den Bedingungen im Niedriglohnsektor ablenken, also gibts auch in der Politik kein Interesse Fleisch und Milchprodukte zu Luxusgütern zu machen. Dazu RTL in der Glotze und alles ist super.
Es wäre wirklich interessant zu sehen, was passieren würde, wenn die Lebensmittelkosten auf ein vernünftiges Niveau steigen würden.


Da müsste man sich angucken, was wann von wo nach wo gekarrt wird (oder ganz einfach die Transportkosten in der EU deutlich nach oben schrauben, in dem man mal angemessenen Abgaben auf Diesel und LKW-Autobahnnutzung erhebt :schief:), vermutlich macht es keinen Sinn. Noch viel absurder finde ich aber den subventionierten Aufbau von Milchviehhaltung in subventionierten Betrieben die auf Basis subventionierter Forschung und subventioniertungen Molkereien subventioniertes Milchpulver & Co herstellen lassen um es mit subventionierten Transportmitteln nach China zu verkaufen.
Manchmal sollte man einfach Hartz IV verdoppeln, wenn man Leuten Geld schenken möchte...


Noch schlimmer sind die Exporte nach Afrika. Nicht nur von Milchpulver, sondern auch Hähnchenresten, Tomaten... wir subventionieren den Markt dort kaputt und wundern uns dann, wenn der afrikanische Bauer übers Mittelmeer hierher kommen will.:schief:
Ist natürlich alles Wasser auf den Mühlen der EU-Gegner. Und solche Argumente kann man schwer entkräften.




Was soll denn die Alternative zum bedingungslosen Grundeinkommen sein? Es wird aller Voraussicht nach immer weniger Arbeit geben, also brauchen wir ein Modell, in dem man auch ohne Arbeit über die Runden kommt.
Man könnte die vorhandene Arbeit alternativ auch vernünftig auf die vorhandenen potentiellen Arbeitnehmer aufteilen, aber da man lieber bis zum Burn-Out und zur Depression ausbeutet scheint das genau so unrealistisch wie ein Grundeinkommen zu sein.;)
Wenn Arbeitslose nicht mit unmoralischen Mitteln loswerden wollen (Euthanasie z.B. hat sich in jüngerer Vergangenheit im großen Stil eher nicht bewährt) müssen wir wohl oder übel solange eine Alternative finden, bis die Automatisierung irgendwann in ferner Zukunft so weit fortgeschritten ist, dass niemand mehr arbeiten muss.;)
 
Tja, kannst du von Hartz 4 leben?
Ja, kannst du.
Ich denke du verwechselt "leben" mit "existieren". Die meisten Hartz4 Empfänger würden dir sicherlich widersprechen.

Und jetzt weißt du, wieso es Leute geben wird, die auch bei einem bedingungslosen Grundeinkommen noch arbeiten werden.
Und wenn man die Subventionen mal entsorgt, die Steuerlast auf alle verteilt, funktioniert die Finanzierung sehr gut.
Das ist reines Wunschdenken, keiner kann das bisher beurteilen.
Ist doch logisch, dass das Steuersystem völlig erneuert werden muss, wenn man ein Grundeinkommen einführen will.
Da es bis heute nie erneuert wurde, obwohl es in vielerlei Hinsicht schon arg veraltet ist, bezweifel ich das ;)
 
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