Martin Schulz: Politisches Strohfeuer oder ernstzunehmender Herausforderer Merkels?

Wie bei den Grünen letzt wo die Wahl von Kathrin Goering Eckardt von vorne herein fest stand. ;)

Liegt an der Quote.
Und es hat sich eben niemand sonst weiter gegen sie aufstellen lassen.
Finde ich immer sehr bedauerlich, aber so funktioniert Politik bei uns. Die Kandidaten werden vor der Wahl schon bestimmt, dafür kriegen die, die nicht berücksichtigt werden, extra Posten.
Deswegen gibt es ja so viele Vizepräsidenten des Bundestages. :ugly:
Oder sie kriegen einen Job bei der EU. ;)
Die Partei sorgt schon für dich. :D
 
gestern war Herr Schulz im Ersten auch zu einem kurzen Talk... Ich war schon recht enttäuscht, auf Steuer- und Rentenpolitik die gleiche Antwort, fast nichts konkretes.
Alle wichtigen Punkte sollen dann wohl erst im Juni kommen. Aber wenn Frau Nahles an einem Rentenkonzept arbeitet, dann kann ich beruhigt schlafen.

Ich finde es immer wieder schade, wie die großen Parteien schlafen und Wege für z.B. AfD frei machen.
 
So sieht es aus, die großen Parteien haben nicht das Rückgrat auf den Tisch zu hauen. Rückzug aus der Türkei, EU Beitritt der Türkei canceln ( Adolf 2 braucht keiner ), generelles Werbeverbot für Wahlen und ich würde sogar seine Einreise verweigern.
Von denen bekommt man aber nur Wischi Waschi zu hören und den guten alten Wein in neuen Schläuchen
 
Naja, gerade die SPD ist ja auf dem Weg der Besserung, was das Wegfreimachen für die AfD betrifft. Man kann von Schulz halten was man will, er scheint aber mit seiner Art einen Nerv zu treffen. Sonst hätte die SPD wohl kaum so viel Boden gut gemacht. Und sicher haben wir ihm auch zum Teil den Niedergang der AfD zu verdanken, wobei die abschreckenden, katastrophalen Zustände in den USA zusammen mit dem Holocaust-verliebten Höcke die größere Rolle gespielt haben dürften. Auf den Weg, den Merkel, Gabriel usw. frei gemacht haben, hat Schulz anscheinend zumindest wieder ein paar Steine gelegt.

Ich bin wirklich gespannt, ob er sich am Ende als wirkliche Alternative zur Union positionieren kann. Die Mischung aus den neoliberalen Wirtschaftszäpfchen und ihren mittlerweile in bräunlichen Gewässern fischenden Kollegen aus Bayern braucht ja wirklich kein Mensch mehr. Ich werde ihn wohl kaum wählen, aber ein Wahlkampf, in dem sich die aussichtsreichsten Kandidaten wirklich unterscheiden und nicht nur Schwarz/Rot, sondern vielleicht sogar Rot/Rot/Grün möglich ist, ist ein Fortschritt.
 
Ich darf behaupten, dass es nach Gabriel vermutlich jeder geschafft hätte einen Weg der Besserung einzuläuten. Ein klares Programm sieht man dennoch nicht, und man wählt letztendlich nicht einen einzelnen Menschen. Die SPD hat in meinen Augen die letzten 15 Jahre Mist gebaut, und jetzt wäre die Chance vorhanden eine andere Richtung einzuschlagen, sich gerade dann bei allen Punkten bedeckt zu halten und auf den Juni zu verweisen wirkt für mich schwach und unsicher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die ersten wissenschaftlichen Analysen zu Martin Schulz erklären recht eindeutig, warum er so beliebt ist.
Da gibt es wenig zu deuten und es sollte einfach hingenommen werden, denn es wird wenig geben, um ihm
seinen Bonus der Beliebtheit wieder zu nehmen!

Analyse: Martin Schulz so beliebt wegen seiner hervorragenden Beliebtheitswerte

...

Im Grunde genommen:
Man glaubt daran. ;)

Welche Katastrophalen Zustände in den USA?

Na ja, wenn Trump behauptet, dass Obama ihn abgehört hatte und das FBI und die CIA erklären, dass das Unsinn ist und im gleichen Satz sagen, dass es Untersuchungen gibt im Bereich Trump Wahlkampf und Russland, Trump aber weiterhin behauptet, dass Obama ihn abgehört hat, dann ist das nicht katastrophal sondern unfassbar peinlich und albern.
Wird Zeit, dass Trump zurück tritt, bevor es noch lächerlicher wird.
 
Welche Katastrophalen Zustände in den USA?


Dazu muss man sich nur mal die Gesundheitspolitik angucken. Falls das nicht reicht vielleicht noch die Bildungspolitik. Die Regierung (ich sag bewusst nicht Trump, denn Bannon, Ryan, DeVos, Pence usw. sind ja nicht weniger schlimm) arbeitet zielstrebig darauf hin, dass die Gesellschaft zerstört wird. Wer perverse Steuererleichterungen für Superreiche einführen will und Menschen, die sowieso nichts haben, weiter schröpft, muss sich nicht wundern, wenn es kracht.
Wenn sich Patienten mit chronischen Schmerzen die Behandlungen schon jetzt nicht leisten können und sich mit Opioiden vollpumpen, weil es sonst nicht mehr geht, und dann am Ende sich nicht mal mehr die leisten können und zu Heroin greifen, und diese Zustände weiter massiv verschlechtert werden sollen, läuft doch irgendwas falsch.

Jetzt ist es natürlich doof für die europäischen Rechtspopulisten, dass man am Beispiel der USA sieht, wie zerstörerisch diese menschenfeindlichen Politiker vorgehen. Ein sowieso schon extrem marodes System mit Vorsatz verschlimmern ist ja nicht unbedingt gute Werbung.


In anderen Kreise und mit anderen Betroffenen würde man solch eine Darstellung Populismus nennen, nicht wahr ;)


Wer in der Öffentlichkeit mit Rassismus auffällt muss sich nicht wundern, wenn man ihm vorwirft, der AfD mit Rechtspopulismus Stimmen abnehmen zu wollen (siehe Joachim Hermann, Andreas Scheuer, Gerd Müller usw.).
 
Wer in der Öffentlichkeit mit Rassismus auffällt muss sich nicht wundern, wenn man ihm vorwirft, der AfD mit Rechtspopulismus Stimmen abnehmen zu wollen (siehe Joachim Hermann, Andreas Scheuer, Gerd Müller usw.).

Komisch, dass das immer CSU Politiker sind.
Die CSU scheint extrem Angst vor Stimmenverlust zu haben. Könnte natürlich daran liegen, dass in Bayern besonders viele "erzkonservative" leben.
Wobei -- wenn ich Gerd Müller bei Google eingeben, kriege ich nur den "Bomber der Nation". :D
 
Nicht immer, aber zumindest überdurchschnittlich oft.
Auch bei der CDU gibts solche Stimmen. Und die Wagenknecht hat ja offen zugegeben, auf diese Art und Weise der AfD Stimmen abjagen zu wollen. Die SPD hatte ihren Sarrazin, und die Grünen sind mit Kretschmann nach rechten Stimmen aus.
Aber wie gesagt, die CSU fällt bei dem ganzen Rechtsruck aller Parteien am meisten auf.

Das ganze wird auch dadurch noch komplizierter, dass z.B. Gerd Müller zwar durch fragwürdige Äußerungen zu manchen Themen auffällt, im Vergleich zum Vorgänger aber einen soliden Job macht. Gut, noch schlimmer als Niebel ist man wohl nur, wenn man den Regierungschefs in den Entwicklungsländern auf den roten Teppich kackt, aber immerhin.:ugly:
 
Ach so. Den Gerd Müller meinst du. :klatsch: :D
Na komm, das Entwicklungsministerium wird doch von den Großunternehmen geführt.
Die wollen, dass der Staat dort Geld reinsteckt, wo sie am Ende dran verdienen können.
Was hatte der Westerwelle mal dazu gesagt? Für jeden Euro, der in Entwicklung reingesteckt wird, müssen 3 Euro wieder für die Unternehmen herauskommen.
Das ist mal eine Rendite. Das schafft nicht mal die Deutsche Bank. :ugly:
 
Aber wenn Frau Nahles an einem Rentenkonzept arbeitet, dann kann ich beruhigt schlafen.

Lieber nicht :ugly:

Wenn das so weitergeht, bis du im Rentenalter ein Sozialfall :ugly:

Um die Rente zu sichern, müsste man eine Beitragspflicht für alle einführen

Da fehlt aber der Regierung wieder das Rückgrat, weil jetzt die Lobbyisten der Finanzmafia,

wieder mal gute Arbeit geleistet haben

Privatisierung ist nicht immer so gut
 
Aber wie gesagt, die CSU fällt bei dem ganzen Rechtsruck aller Parteien am meisten auf.

Ich sehe das genau andersrum: Die CSU ist diejenige etablierte Regierungspartei, welche sich in den letzten 20 Jahren am wenigsten verändert hat - während Rot-Grün (Agenda 2010, Bundeswehreinsätze im Ausland) und die CDU (Atomausstieg, offene Grenzen) sich stark gewandelt haben - und sich treu geblieben ist. Die machen heute die Politik, die ein Helmut Kohl damals auch gemacht hätte. Ich sehe eher einen sozialdemokratischen Linksruck der Merkel-CDU, der gepaart mit dem Neoliberalismus und dem Wunsch Europa zu missionieren und dadurch zu dominieren (sehen die natürlich ganz anders: "Wir wissen was für die anderen gut ist") eine ganz eigene unangenehm stechende Duftnote hat.
 
Strauss Doktrin halt: "Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben"

Nur ist das was "demokratisch legitim" zu sein scheint heute eher extremer als früher.
 
Liegt an der Quote.
Und es hat sich eben niemand sonst weiter gegen sie aufstellen lassen.
Finde ich immer sehr bedauerlich, aber so funktioniert Politik bei uns. Die Kandidaten werden vor der Wahl schon bestimmt, dafür kriegen die, die nicht berücksichtigt werden, extra Posten.
Deswegen gibt es ja so viele Vizepräsidenten des Bundestages. :ugly:
Oder sie kriegen einen Job bei der EU. ;)
Die Partei sorgt schon für dich. :D
Falsch. Aufgestellt waren KGE und 3 Männer. Auf dem Wahlzettel stand aber ein ganz toller Satz: Solltest du nur männliche Kandidaten wählen ist deine Stimme ungültig.

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Anm. Threshold zu "immer aus der CSU", die umstrittene Erika Steinbach war z.B. aus der CDU.

Aber denkt immer dran, das ist halt Bayern. Die sind halt mal politisch außen und nicht nur Rechts, das Pendel war auch schon mal verdammt Links.
 
Bayern wählt deshalb die CSU, weil das die vorherige Generation schon so gemacht hat und die SPD dort der, Zitat, "Tod aller Arbeitgeber" ist. Spreche aus eigener Erfahrung.;)

Und, ach ja, Franz-Josef Strauß wurde hier offiziell schon seliggesprochen.:lol:
 
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