Liberalisierung weicher Drogen

Es gibt kein Recht auf rauchfreie Gaststätten!
Na ja, indirekt schon
Es gibt das Recht auf freie persönliche Entfaltung. Und dazu gehört, dass man Essen gehen kann, ohne Gesundheitliche Schäden zu nehmen.
Übrigends gibt es auch kein Recht auf saubere Badeseen, um noch mal auf mein Beispiel zurück zu kommen;)
 
Ich finde es sollten Kompromisse geben.. Bei Uns gibt es Gaststätten mit Getrennten Räumen. Raucherraum und Nichtraucher Raum. Natürlich abgetrennt und nicht wie damals bei Mc Donalds.
Und wenn das die Gaststätte halt nicht hat, sollte der Nichtraucher halt da nicht essen gehn.
 
Das Recht auf persönliche Entfaltung sieht also vor Gaststättenbesitzer dazu zu zwingen das Rauchen in ihren Gaststätten zu verbieten? Man lernt nie aus. Dann darfst du nach der gleichen Logik auch deinen Dreck in den See kippen solange der Seebesitzer dazu gezwungen wird das zuzulassen. Demokratie sei Dank reicht eine "Mehrheit" um eine Minderheit zu unterdrücken.

Nein im Ernst:
Es gibt kein Recht auf Gaststätten, es gibt kein Recht auf rauchfreie Gaststätten. Es gibt aber das Recht nicht in Gaststätten zu gehen wenn es einem dort nicht gefällt. Die freie Entfaltung heißt nicht, dass im Umkreis von 50 km eine rauchfreie Gaststätte und ein See zum Kotentsorgen existieren muss.

Um beim Thema zu bleiben: Freie Entfaltung der Persönlichkeit bedeutet, dass man konsumieren darf was man möchte, auch Cannabis.

Der genaue Wortlaut:
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
GG - Einzelnorm

Absatz 2 ist so ziemlich die Lebenslüge dieses Paragraphes, da das Recht auf Freiheit und freie Entfaltung durch Gesetze nach Gutdünken eingeschränkt werden kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Recht auf persönliche Entfaltung sieht also vor Gaststättenbesitzer dazu zu zwingen das Rauchen in ihren Gaststätten zu verbieten? Man lernt nie aus. Dann darfst du nach der gleichen Logik auch deinen Dreck in den See kippen solange der Seebesitzer dazu gezwungen wird.
Nein das ist eine ganze andere Logik (nämlich deine, dass man einfach nicht hingehen muss, wenn es einem gefällt)
Meine Logik war, dass jeder das Recht haben sollte, in einem Restaurant seiner Wahl essen gehen zu könne, ohne gesundheitliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

Demokratie sei Dank reicht eine "Mehrheit" um eine Minderheit zu unterdrücken.
In einer Demokratie ist der Staat (u.a) dafür verantwortlich auch Minderheiten zu schützen. Wo Raucher hier genau unterdrückt werden, verstehe ich nicht ganz. Ich werde doch auch nicht unterdrückt, wenn der Staat mir verbietet betrunken Auto zu fahren.

Nein im Ernst:
Es gibt kein Recht auf Gaststätten, es gibt kein Recht auf rauchfreie Gaststätten. Es gibt aber das Recht nicht in Gaststätten zu gehen wenn es einem dort nicht gefällt.
Die freie Entfaltung heißt nicht, dass im Umkreis von 50 km eine rauchfreie Gaststätte und ein See zum Kotentsorgen existieren muss.
Und was hat das mit meinen Argumenten zu tun?

Um beim Thema zu bleiben:
Ich finde unsere Diskussion passt durchaus auch zum Thema
Der genaue Wortlaut:

"1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. "


Komisch, dass du diesen Artikel zitierst und ihn als Argument gegen das Nichtraucherschutzgesetz benutzt:schief:
 
Das Rauchergesetz in Bayern ist deswegen falsch weil jeder die freie Wahl hat wo er zum Essen hingeht. Wenn es einem nicht passt dass im Restaurant oder in der Wirtschaft geraucht wird, dann soll er dort nicht hingehen.
Problem gelöst.

Bullshit... In deinem Beispiel ist der Süchtige Raucher sogar noch vor dem zu stellen, der auf sich achtet und Drogen ablehnt, also sein Recht auf körperliche Unversehrtheit geltend macht. Das mit dem freien entfalten der Persönlichkeit ist so eine Sache... Würdest du sagen, dass eine Sucht Teil einer Persönlichkeit sein kann? Ich sage nein, da diese Sucht von einer nicht Körpereigenen Substanz erzeugt wurde. In diesem Sachverhalt ist diese Substanz eine Zigarette. Wenn du das so sagst kann ich genausogut sagen, dass alle die gegen kiffen sind das Land verlassen sollen.

In diesem Zusammenhang würdest du bestimmt sagen, dass alle die unbedingt Kiffen wollen das Land verlassen sollen, oder ;)
Dieses Gesetz stärkt sogar nocht die Suchties, die durch ihren Zug am Glimmstängel ihre Sucht befriedigen und sich auch noch einreden, sie könnten sich dadurch besser konzentrieren. Meine Tante ist gestern in der Dusche kollabiert und hat sich dabei ein Paar Zähne ausgeschlagen, weil sie eine sehr starke Lungenentzündung hat und das nicht wusste, da sie permanent eine durch das Rauchen indezierte Bronchitis hat. Diese Lungenentzündung hat sie woher?... Vom rauchen, wer hätte es gedacht... Wäre sie einen Tag später ins Krankenhaus gekommen wäre sie vermutlich gestorben und das alles nur durch das Rauchen (sie lebt im überigen auch in Bayern).

Sie wäre fast gestorben und das durch eine vom Staat begünstigte Sucht, wobei noch nie jemand durch einen joint gestorben ist?


Meinst du nicht hier wird vielleicht mir zweierlei Maß gemessen?


Edit:
Um beim Thema zu bleiben: Freie Entfaltung der Persönlichkeit bedeutet, dass man konsumieren darf was man möchte, auch Cannabis.

siehe oben...
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist aber in meinen Augen auch eine weiche Droge, die vom Staat sogar noch gefördert wird. Außerdem lässt sich das Beispiel mit dem Rauchen in Gaststätten gut mit dem Verbot von Gras vergleichen, daher bitte ich um Tolleranz diesem Thema gegenüber in diesem Thread :daumen:
Edit: da war wohl einer schneller als ich ^^
 
Das Thema ist die Liberalisierung und Legalisierung von "weichen Drogen", nicht das Gegenteil bei schon legalen Drogen. Der Vergleich zwischen Tabak und THC o.ä. ist ontopic, reine Diskussionen über Tabak oder Alkohol nicht.
 
Das Thema ist die Liberalisierung und Legalisierung von "weichen Drogen", nicht das Gegenteil bei schon legalen Drogen. Der Vergleich zwischen Tabak und THC o.ä. ist ontopic, reine Diskussionen über Tabak oder Alkohol nicht.
Was wäre die Erlaubnis, in Gaststätten rauchen zu dürfen denn sonst außer die Liberalisierung einer weichen Droge?
Na ja kann man so oder so sehen. Wäre schön wenn du dich mit anderen Mods dazu berätst und die Diskussion ggf. in einen neuen Thread auslagerst:)
 
aber in einen Joint tut man auch Tabak, oder etwa nicht? Würdest du etwa nicht sagen, dass Tabak eine weiche Droge ist?
Wenn nicht würdest du sagen, dass Tabak eine harte Droge ist und dann würde ich fragen, warum das denn nicht Verboten ist.
Die überschrift heißt nicht "Liberalisierung von noch nicht legalen weichen Drogen" sondern "Liberalisierung weicher Drogen" und zu eben diesen zähle ich Tabak.
Edit: Ich muss unbedingt lernen schneller zu tippen ^^
 
Antwort auf Beitrag #85

Die Raucher werden nicht unterdrückt sondern die Gaststättenbesitzer. Das war es aber zu diesem Thema in diesem Thread.

Antwort auf Beitrag #86


Die Kiffer sollen nicht gegenüber den drogenfreien Menschen bevorzugt sondern vor ihnen geschützt werden. Nämlich davor geschützt werden sich vorschreiben zu lassen was gut und was schlecht ist, was gemacht werden darf und was nicht. Solange kein anderer dabei geschädigt wird kann gekifft und gekokst werden was die Schleimhäute hergeben. Die Menschen sind volljährig und mündig, sie entscheiden über ihr eigenes Leben.
Sollte es - wenn auch unwahrscheinlich - dazu kommen, dass die BRD ein freier Staat mit mündigen Bürgen wird, dann muss man wohl das Land verlassen, wenn man anderen Leuten seine Denkweise (über das Kiffen) aufzwingen will. Momentan ist die BRD aber noch ein sicherer Hafen in Sachen Bevormundung durch den Staat.

Die Sache mit deiner Tante ist nicht schön aber sie ist selbst Schuld.
 
Zuletzt bearbeitet:

Die Sache mit deiner Tante ist nicht schön aber sie ist selbst Schuld.


Etwas anderes habe ich nie behauptet. aber genauso Schuld sind die, die Rauchen und verlangen, dass Gesetze zu ihren Gunzten ausgelegt werden, das werden sie nämlich, sobald ein nichtraucher indirekt dazu gezwungen wird das Lokal für einen Raucher frei zu machen.
Das die Gaststättenbesitzer unterdrückt werden kann ich nun wirklich nicht verstehen, aber ich würde sagen ihnen wird durch den Raucher geschadet, der dafür Schuld ist, dass ein Nichtraucher sein Lokal meidet, eben weil dort geraucht wird. Und prinzipiel sinkt dadurch die Größe der Zielgruppe des Wirts, weil Raucher eben eine minderheit sind -> der Gastwirt hat weniger potentielle Kunden.
 
Momentan gehören Drogen wie Cannabis noch zu den Illegalen-Drogen in Deutschland, die FDP möchte dies nun ändern. Wie steht ihr dazu?

"Wollte" die FDP, als sie vor 10-15 Jahren (genau weiß ichs nicht mehr, kann auch eine Regionalwahl in Hessen gewesen sein) auch nicht so wirklich prall da stand, schon mal. Sobald sie in den Umfragen etwas höher stehen, verschwinden derartige Liberalismus-Anflüge wieder zugunsten von MarktMarktMarktMarktMarkt.

Zum Thema Legalisierung als Deutsche:
Wir haben schon mehr als genug Leute in Deutschland, die nicht in der Lage sind, ihren Alkohol und insbesondere ihren Nikotinkonsum zu kontrollieren. Bei vielen wäre man schon froh, wenn sie verantwortungsbewusst mit Kakao umgehen müssen. Zeitgleich schaffen wir es seit Jahrzehnten nicht, einen wirksamen Jugendschutz in diesem Bereich hinzubekommen.

Die Legalisierung einer weiteren, aufgrund ihres psychoaktiven Potentials noch schwerer zu kontrollierenden Substanz ist in dieser Situation das letzte, was wir brauchen. Bis auf weiteres braucht es die (Beschaffungs-)Hemmschwelle der Illegalität, um die Häufigkeit des inakzeptabel hohen Konsums zumindest ein bißchen zu reduzieren.


Das ich nicht lache (ha... Ich lach ja doch). Wollt ihr wissen warum Cannabis in Deutschland und weiten Teilen der Welt verboten ist? Weil es eine günstigere und leichter anzubauende Alternative zu Baumwolle darstellt.

Du weißt schon, dass Hanf-Sorten mit nicht künstlich hochgezüchtetem THC-Gehalt (aber gleichen Fasereigenschaften) in Deutschland vollkommen legal angebaut werden? :rollen:


Was wäre die Erlaubnis, in Gaststätten rauchen zu dürfen denn sonst außer die Liberalisierung einer weichen Droge?
Na ja kann man so oder so sehen. Wäre schön wenn du dich mit anderen Mods dazu berätst und die Diskussion ggf. in einen neuen Thread auslagerst:)

Es ist
a) eine Detailfrage zu räumlichen Einschränkungen
b) ein Thema, das hier schon mehr als oft genug angesprochen wurde
c) ein Thema, das bequem einen oder auch mehr Threads alleine füllen kan
d) ein Thema, bei dem es um vollkommen andere Aspekte geht, als bei der Frage nach allgemein legaler Zugänglichkeit bestimmter Substanzen.


Und Threads kannst du hoffentlich auch selbst erstellen. Möglichst mit einer soliden Diskussionsgrundlage im Startpost.

:offtopic:
 
Wenn der Gaststättenbesitzer das Rauchen in seiner Lokalität verbietet ist das doch vollkommen ok. Es ist seine Gaststätte und er bestimmt ob geraucht werden darf und nicht die Mehrheit durch irgendeine Abstimmung.

Thema: Warum soll die Mehrheit bestimmen welche Drogen genommen werden dürfen? Ich bin keine Freund von Drogenmissbrauch und harten Drogen aber was andere Leute mit ihrem Leben machen ist nicht meine Sache. Wie gesagt die Leute können selbst entscheiden, das gehört für mich zur Würde des Menschen.
 
Thema: Warum soll die Mehrheit bestimmen welche Drogen genommen werden dürfen? Ich bin keine Freund von Drogenmissbrauch und harten Drogen aber was andere Leute mit ihrem Leben machen ist nicht meine Sache. Wie gesagt die Leute können selbst entscheiden, das gehört für mich zur Würde des Menschen.

Weil wir in einer Demokratie und in einem Sozialstaat leben. Der Grund ist ein ähnlicher, wegen dem ich nicht einfach auf eine Rentenversicherung verzichten darf und mein geld in meiner Matratze deponiere, auch wenn das evtl. mehr sicherheit im Alter bringt aber ich schweife (anscheinend schon wieder) ab.
 
Das ist wieder mal ein fantastisches Beispiel dafür wie schlecht Demokratie ist, wenn die individuelle Freiheit nicht geschützt wird. Ob jetzt ein Tyrann oder die Mehrheit mich unterdrückt, bevormundet, etc. ist mir als Einzelperson egal. Das Verbot von Substanzen hat mit dem Sozialstaat aber gar nichts zu tun.
 
das sehe ich prinzipiell genauso aber du kannst von mir aus als Eizelperson in den Krieg ziehen, ein Stück land erbeuten und dort leben wie du willst eine andere Möglichkeit sehe ich nicht um die Bedürfnisse eines jeden geltend machen zu können :ugly:
Es geht jedoch den Staat was an, wenn du weil du zuviel kiffst deinen Job scheifen lässt (was ich nicht glaube), gefeuert wirst, keinen neuen Job findest und keine Einnahmequelle hast. Dan muss dich nämlich der Sozialstaat auffangen und dich unterstützen (in Form von z.B. Harz IV), aber wie gesagt in den Niederlanden klappt es ja auch :daumen:
 
Es müssen keine Bedürfenisse für jemanden geltend gemacht werden, das macht jeder selbst.

Dem Staat geht es niemals etwas an was ich mit meinem Körper, meinem Eigentum, mache. Da verzichte ich lieber auf ein Sozialsystem bevor ich mich bevormunden lasse. Die Zahl der Leute, die sich wegen Drogensucht nicht selbst versorgen können ist relativ gering und ich denke nicht, dass durch eine Legalisierung oder besser gesagt durch ein Verbot des Verbots plötzlich alle Menschen zu Drogenopfern würden.

Außerdem: Entweder versorge ich alle Leute durch das Sozialsystem oder ich schließe Drogensüchtige aus, Faule etc aus. Das wäre eine klare Linie.

Edit:

Um es nochmal klar zu sagen: Wenn sich jemand legal in der BRD aufhält dann muss er notfalls bis zum Ende seines Lebens von den anderen versorgt werden. Das ist nicht daran gebunden was er macht oder war er zu sich nimmt. Es ist auch nicht an die Bedingung gekoppelt "dafür geht mich jetzt dein Privatleben etwas an". Wenn ich so ein System einrichte, dass bedingungslos jeden versorgt, dann darf ich mich nicht beschweren, wenn es im Ernstfall von jedem genutzt wird.
 
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