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[Review] Mionix Nash 20 - Gamer-Headset mit erwachsenem Klang

Narbennarr

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Mionix Nash

Danksagung
Mein Dank geht an Mionix und Chris, für die Bereitstellung des Mionix Nash 20

Spezifikationen


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Soweit so gut, das Nash verspricht von den Daten einen guten Klang, protzt aber nicht mit dutzenden Zusatz-Features, wie man sie von Gaming-Headsets kennt. Schauen wir uns das Nash mal an

Impressionen


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Das Nash 20 wirkt angenehm schlicht und erwachsen.

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Typische Gamer Optik findet man, erfreulicherweise, nicht.

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Auf dem Bügel sehen wir mit dem Logo das einzig farbige Element.

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Die Ohrmuscheln haben das Mionix Logo eingraviert.

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Die Komplette Oberfläche ist aus einer Softtouch Oberfläche, die wir auch von den Mionix Mäusen kennen. Die ist zunächst sehr ungewohnt, fühlt sich im Handling aber angenehm weich an.
Unter dem Bügel ist ein breites Schaumstoffpolster, welches mit Kunstleder überzogen ist.

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Gleiches finden wir auch bei den Ohrmuscheln großzügig dimensioniert

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Diese sind natürlich höhenverstellbar in kleinen, vorgeben Stufen. Die Abstufung ist sehr fein gewählt und ermöglich eine flexible Anpassung an die eigenen Bedürfnisse

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Auf der Rückseite der Ohrmuscheln finden wir eine Lautstärkereglung.

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Auch das steife Mikrofon ist komplett mit der Softtouch Oberfläche versehen.

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Das Kabel ist durchgehend gesleeved mit zwei vergoldeten Steckern am Ende

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Verarbeitung
Die Verarbeitung ist wie gewohnt auf tadellosem Niveau. Erfreulicherweise haben wir keine knarzenden Plastikteile. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Oberfläche, nicht weil sie schlecht ist, sondern einfach „anders“. Wie bei Mäusen neigt sie zu Fingerabdrücken. Gefallen tun auch die beweglichen Elemente. Sowohl die Größenverstellung, als auch der Mikrofonarm wirken solide und bewegen sich problemlos.
Das Kabel neigt durch den Sleeve nicht zum Verdrehen und bleibt nicht an Tischkanten hängen!
Wie Haltbar das Nash 20 ist, kann natürlich nur vermutet werden. Auf den ersten Blick gibt es keine Kritik. Die Oberfläche ist Geschmackssache.

Komfort
Das recht große Nash 20 ist ohrumschließend. Die Kunstlederpolster sitzen angenehm fest, drücken aber nicht auf den Ohren. Nachteil an dem Material ist, dass meine Ohren nach ca 2 Stunden sehr warm werden und ich immer 1-2 Minuten Abkühlung brauchte. Velour gefällt mir da besser. Aber zu keiner Zeit verrutsche das Headset oder drückte.
Das Gewicht ist, wie die Größe vermuten lässt, recht hoch, aber zu keiner ermüdend.
Der Bügel gefällt mir sehr gut, da er sehr weich ist und sicher auch dem Kopf liegt. Auch hier kein Drücken, keine Schmerzen. Er ist sehr breit, dick und weich – sehr schön!
Insgesamt bietet das Nash ein sehr, sehr angenehmes Tragegefühl.

Klang
Kommen wir zu dem Wichtigsten dem Klang. An dieser Stelle kann ich natürlich nur subjektive Vergleiche durchführen. Verwendet wurde das Nash 20 an einer Xonar DG. Als Vergleich habe ich ein Superluxx 681 Evo und mir ein Beyerdynamic Custom One Pro (danke an dieser Stelle an die Person ;) ) ausgeliehen.
Zunächst bin ich sehr überrascht von dem erwachsenen Klang des Nashs 20, auf ein übertriebenes Sounding wurde verzichtet. Der Kopfhörer klingt ungewöhnlich neutral, mit einer leichten Wärme. Beginnen wir bei den Höhen.
Die Höhen sind nicht zu stark betont worden, sondern auch hier recht neutral gehalten. Gerade in den typischen S-Lauten haben wir kein Clipping oder unangenehme Höhe, auf der andern Seite werden sie aber nicht verschluckt, sondern klar und neutral dargestellt. Die ist sehr wichtig für die Sprachausgabe!
Die gilt auch für die obersten Höhen, bei denen gerade der Superlux zum Verzerren neigt, das Nash 20 schlägt sich auch hier sehr gut und gibt alles souverän wieder.

Die Mitten wissen auch zugefallen, mit kleinen Einschränkungen. Während der beyerdynamic Kopfhörer diese souveräne und sehr natürlich wiedergibt, fehlt es dem Nash 20 etwas an Präsenz und Kraft. Die (oberen) Mitten fallen klar dezenter aus als der Oberton und der Tiefton, wir haben also hier eine leichte Badewanne. Diese ist aber nicht so markant wie von dem Superlux Hörer, sondern lediglich leicht wahrzunehmen. Besonders hellere Stimmen (im Spiel Elder Scrolls Online) verlieren etwas an Präsenz, wobei dies nur im direkten Vergleich auffällt. Insgesamt ist man auch hier flacher und neutraler als bei dem Superlux. Stärkere sind die unteren Mitten, also besonders voluminöse Männerstimmen, diese kommen sehr eindrucksvoll zur Geltung und machen wirklich Spaß!

Die Bassstärke ist auf dem Niveau des Custom One Pro im Bereich von Stufe 2-3 und etwas unter dem Superlux. Dafür ist der Bass sehr knackig, druckvoll und nicht schwammig. Wir haben hier keine Neigung, dass andere Töne geschluckt oder übertönt werden. Custom One und Nash sind klar neutraler als der Superlux. Die trockenen, harten Bässe eines echten HiFi Kopfhörer, erreichen wir aber nicht.
Besonders die Stimmen der Drachen in Skyrim (tiefe Stimme), werden sehr überzeugend und atmosphärisch wiedergegeben.
Große Explosionen in Battlefield mögen im Vergleich zu anderen Gaming-Headsets etwas schwächer klingen, doch überzeugt dies nur von der Qualität und Neutralität des Nash 20, welches durch einen übertriebenen Bass nichts verschluckt.

Im Allgemeinem bin ich von der Klangqualität wirklich sehr angetan und, in Anbetracht das wir hier ein Headset haben, sehr begeistert. Mir ist derzeit kein Gaming-Headset bekannt, dass einen so qualitativen und neutralen Klang bietet. Mit dem Custom One kann man zwar nicht ganz mithalten, doch das ist gar nicht der Anspruch, weder preislich noch von der Zielgruppe. Ich bin überzeugt, dass jedes andere „Gamer“-Headset hier klar geschlagen wird.

Noch ein Wort zum Mikrofon. Dieses ist wie immer nur akzeptabel, bietet im ruhigen Umfeld eine gute Sprachqualität, nimmt Atemgeräusche recht wenig auf. Umgebungsgeräusche werden kaum gefiltert und gerade laute Geräusche neigen, wie immer, zum Übersteuern, das haben wohl alle Headsets mehr oder weniger gemeinsam.


Fazit

Was bleibt also abschließen zu sagen? Ich hatte Vorurteile, große Vorurteile! Ich halte von Gaming-Headsets im allgemeinem gar nichts. Wenn ich mich an die Versuche mit Roccat,Razer und Logitech erinnere, klingeln mir nachträglich noch die Ohren.
Das Mionix Nash 20 konnte mir die Abneigung tatsächlich nehmen. Das Mikrofon sehe ich als kleines Gimmick, eigentlich haben wir hier einen erwachsenen, klangstarken Kopfhörer. Hier wird nicht gesoundet, geklotzt und verschlimmbessert. Im großen Ganzen haben wir einen Kopfhörer der uns das hören lässt, was es zu hören gibt. Ein neutraler Sound, mit einem kräftigen Bass, ohne schrille Höhen. Die Abstimmung geht minimal ins Warme, angenehme und verliert lediglich in den oberen Mitten ein wenig an Volumen. Es macht einfach Spaß mit diesem Kopfhörer zu spielen oder den Lieblingsstücken zu lauschen, zu keiner Zeit fällt er unangenehm auf, weder klanglich noch vom Tragefühl, welches ausgezeichnet (von warmen Ohren nach längerer Zeit mal abgesehen) ist.
Mit aktuell ca 100€ fühlt man sich nicht mal in die Tasche gegriffen, wenn man bedenkt das Kopfhörer die deutlich besser klingen auch deutlich mehr kostet.
Wer also ein Headset sucht, aber nicht auf einen sehr guten Klang verzichten will, ist hier absolut richtig!

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