AW: Kernphysik&Schwarze Löcher
Nach dem was du (ich glaube auf Seite 1) schonmal gepostet hast, würde ich auf die Gluonen tippen, bei dem Zusammenhaltenden!?
Laut Wiki eine Masse von 0 MeV/c*c (also null Megaelektronenvolt pro Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat, right?)
Genau, das Gluon hat keine Masse, es ist der "Klebstoff" der starken Wechselwirkung, bzw. eben das Teilchen, das dafür verantwortlich ist, das andere ist das Graviton, was jedoch noch nicht entdeckt wurde, aber von der Quantenphysik postuliert wird. Das Teil ist für die Gravitation verantwortlich.
Bin aber nicht sicher, ob das dann iwie mit der Ruhemasse zu tun hat!?
Die Ruhemasse "null" gibt an, dass das Teilchen keine Masse besitzt, wenn es in Ruhe ist. Nur dann kann es sich nach E²=(mc²)² +(pc)² mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, hätte es eine Masse, könnte es das nicht. Das Photon ist also eigentlich nie in "Ruhe", da es sich immer mit c bewegen muss.
Atome leben auch so nicht ewig, selbst die welche als stabil gelten. Für Protonen nimmt man eine Halbwertszeit von über 10^33 Jahre, Elektronen von 10^24 und und freie Neutronen von ca. 15 Minuten. Ich denke mal gebundene Neutronen zerfallen dann auch irgendwann im Bereich von Elektronen und Protonen.
Richtig, aber die Halbwertszeit ist nur eine Vorhersage der großen vereinheitlichen Theorie. Jedoch ist der Protonenzerfall noch nie beobachtet worden und derartige Experimente sind schon einige Male versucht worden (mit diversen Eimern Wasser, tief in einem Bergwerk drin

). Denn laut Quantenphysik existiert eine Wahrscheinlichkeit für den Zerfall, das heißt, dann nicht in 10 hoch 33 Jahren plötzlich die Hälfte der Protonen zerfällt, sondern dass bis 10 33 die Hälfte zerfallen sein müsste, also müsste man das Phänomen auch jetzt schon beobachten können, leider hat man das nicht. Würde sich der Protonenzerfall bestätigen, wäre das ein Hinweis für die Richtigkeit der großen Verheinheitlichungstheorie. Das gleiche gilt auch für das Elektron, noch ist kein Zerfall beobachtet worden.
Dass ein freies Neutron zerfällt, ist nichts Neues, das ist ja auch ein Grund für die Radioaktivität, denn ein Neutron kann auch innerhalb eines Atoms zerfallen, dann verändert sich die Anzahl der Protonen und ein Elektron und ein Anti-Neutrino wird emittiert. Auf diese Weise wird z.B. Plutonium in einem schnellen Brüter erzeugt.
Selbst wenn das Universum nicht im Big Rip endet würde es also irgendwann wahrscheinlich nur noch aus elektromagnetischen Wellen bestehen.
Das ist das Problem, es entstehen beim Zerfall ja neue Teilchen, z.B. aus dem Neutron ein Proton und ein Elektron, schwups hat man wieder ein Wasserstoffatom und der Kreislauf beginnt von vorne, also Sterne entstehen, die fusionieren den Wasserstoff wieder zu schwereren Elementen, über das Helium hinaus, Kohlenstoff und Sauerstoff werden "erbrütet" und irgendwann entstehen wieder Planeten mit haarlosen Primanten, die sich blöde Fragen stellen, wieso z.B. sie hier sind und ob die Protonen, aus denen sie bestehen, schon mal zerfallen sind und wie oft das schon passiert ist

Ein Supermassives Schwarzes Loch mit 10Mrd Sonnenmassen (2*10^40kg) würde in etwa 2*10^105 Jahren zerstrahlen, sofern es keine Masse mehr einziehen kann.
Das Minimalgewicht welches ein Schwarzes Loch haben darf ohne sofort zu zerstrahlen liegt bei etwa 10^6 kg.
Welche Formel hast du dafür benutzt? Hawkings Formel?
Schwarze Löcher zerstrahlen schneller, je kleiner sie sind, also je stärker der Ereignishorizont gekrümmt ist und das Problem ist ja eben, solange sie keine neue Materie "bekommen".
quantenslipstream:Wie wärs mit der Weltformel:Einsteins Relativitätstheorie gegen die Quantenmechanik.Meine Meinung: Stringtherorie:Voraussetzung Parallele Universen.WER GLAUBT DARAN!
Die Superstringtheorie (so der wirkliche Namen, das "super" lässt man aber weg, weils eh schon unglaubwürdig genug klingt

Denn man braucht 11 Dimensionen um eine Sache mathematisch zu erklären, die eigentlich nur 2 Dimensionen hat

). Das Dilemma der Strings ist, dass sie die Länge der Planck Länge haben müssten (ein Bestandteil der Theorie), trotzdem eine Energie haben, die weitaus höher liegt als wir derzeit mit Teilchenbeschleunigern erzeugen können, daher können wir sie nicht direkt nachweisen (man müsste einen Teilchenbeschleuniger haben, der ungefähr so groß ist wie das Sonnensystem um sie nachweisen zu können, mit einer Sonne zugeschaltet, die die Energie für den Betrieb liefert, wobei eine Sonne als Energiequelle wohl nicht reichen würde, aber jetzt haben wir einen Grund zu Alpha Centauri zu fliegen und dort was richtig Großes zu bauen

).
Allerdings gibts einige Experimente am LHC in Cern, die die Stringtheorie bestätigen könnten, bisher hat es aber noch nicht geklappt (ich sag nur Supersymmetrie

).
Was ich allerdings am interessantesten finde ist die Zeit. Man denkt Zeit ist immer gleich, dabei stimmt das so gar nicht. Was passiert denn wenn man die Ausdehnung des Universums umkehren würde? Wenn man sich mit einer hohen Geschwindigkeit bewegt, vergeht die langsamer für einen als für andere die sich langsamer Bewegen. Heißt also im Klartext es ist möglich in die Zukunft zu Reisen selbst heute schon. Allerdings frage ich mich, wie ist es möglich in die andere Richtung zu kommen? Da kommen Schwarze Löcher wieder zum Einsatz. Die Krümmen die Raumzeit und keiner weiß was passiert wenn man da hin durch gehen könnte. Allerdings sind nach Albert Einstein Zeitreisen in die Vergangenheit unmöglich und meines Wissens hat der Ulmer sich bisher mit gar nichts getäuscht und es wurde auch nichts wiederlegt von ihm.
Einstein hat ja bewiesen, dass es keine absolute Zeit gibt, wie man es vor ihm immer angenommen hat und Experimente haben Einsteins Sichtweise bestätigt, genauer gesagt könnte man ohne Einsteins Relativitätstheorie keine Satelliten betreiben. Je schneller du dich bewegst, desto langsamer läuft die Zeit ab, relativ gesehen zu einem Beobachter versteht sich, für dich selbst läuft die Zeit normal ab, nur die Wege verkürzen sich, so ist der Weg zur Andromeda Galaxie deutlich kürzer, wenn du dich mit 99% Lichtgeschwindigkeit bewegst. Was aber passiert, wenn man sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen würde, kann man nicht sagen, die Logik der Relativitätstheorie gibt vor, dass die Zeit stehen bleibt, daher verändert sich ein Teilchen, das sich mit c fortbewegt auch nicht (daher fliegen Neutrinos auch nicht mit c, und haben deswegen eine Masse, da sie sich während des Fluges verändern). Ein Photon ist immer ein Photon und es bleibt auch immer ein Photon. Photonen kann man auch relativ einfach in großen Mengen erzeugen, weil sie die Ruhemasse "null" haben und daher nicht viel Energie benötigen (das merkt man, wenn man das Licht einschaltet

).
Dass die Zeit bei hoher Geschwindigkeit langsamer abläuft, hat man beim Myonzerfall (Höhenstrahlung) sehen können. Das Myon ist länger stabil als es eigentlich sein dürfte. Die Differenz kam daher zu Stande, weil sich das Teilchen sehr schnell bewegt und die Zeit daher für das Teilchen selbst langsamer abläuft als für einen Beobachter, daher zerfiel das Myon für den Beobachter später. Für das Myon lief aber genau die Zeit ab, die es dauert, bis es zerfällt.
Nach heutigem Wissensstand kann man den Ereignishorizontes eines schwarzen Loches nicht passieren, zumindest nicht unbeschadet, alleine die Gravitationskräfte würde alles auseinander reißen.
Zeitreisen in die Zukunft sind nach der Relativitätstheorie möglich, die Zeitdilatation macht das möglich, allesdings kann man nicht mehr in die "Vergangenheit" zurück kehren (Hey, Marty, hol schon mal den DeLorean aus der Garage

).
Dass Zeitreisen in die Vergangenheit unmöglich sind, scheint auch offensichtlich zu sein, sonst hätte man schon mal auf einen treffen müssen, der sagt, dass er aus der Zukunft stammt.

Einsteins größer Schnitzer war die Einführung einer Kosmologischen Konstante, die er deswegen brauchte, weil er annahm, dass das Universum statisch war, er glaubte nicht an ein sich ausdehnendes Universum und im Nachhinein sagte er auch mal, dass das sein größer Irrtum war.

Lustiger Weise wird heute wieder darüber nachgedacht, Einsteins Konstante einzuführen, da man sich sonst die enorme Geschwindigkeit nicht erklären kann, mit der sich das Universum am Rand ausdehnt (laut Rotverschiebung rund 1/2 Lichtgeschwindigkeit).
Achso doch : "Gott würfelt nicht!", ist einer der bekanntesten Aussagen von ihm. Da hatte er unrecht. Die Quantenmechanik hat sich als sehr überzeugend erwiesen. "Gott" scheint demnach doch zu würfeln
Jup, das hat er mal gesagt. Einfach deswegen, weil er sich nicht erklären kann, dass die Quantentheorie nur eine Theorie der Wahrscheinlichkeiten ist und nicht mal in der Lage ist, eine einzige Sache mit Bestimmtheit zu sagen, immer wird von Möglichkeiten und wahrscheinlichem Auftreten und Ereignissen geredet. Als Werner Heisenberg mit der Unschärferelation ankam, war dann Schicht im Schacht bei Einstein.
Allerdings finde ich Stephen Hawkings Spruch auch nicht schlecht.

Er wurde gefragt, was vor dem Urknall war und meinte, dass die Frage ebenso sinnvoll ist wie die Frage was nördlich vom Nordpol ist.