Intel: Fertigung angeblich 2015 in 10 nm und 2017 bereits in 7 nm

Dann les mal zuerst den Rest, bevor du antwortest...

Nochmal. Wenn Sie jetzt auf die Tube drücken, kostet Sie das mehr, als wenn Sie sich Zeit lassen.

Kleines Rechenbeispiel, wenn du Technologie A in 24Monaten fertig haben willst, kostet dich das 1Mio/Monat. Willst du es in 12 Monaten fertig haben, kostet es dich 3Mio/Monat. Daraus folgt 24Mio<->36Mio kosten. Du hast also 12 Mio einfach mal so "verbrannt". Genau das macht Intel aktuell.

Zudem zieht dein Argument mit den "freien Ressourcen" nicht. Du kannst nicht einfach mal so neue Leute einstellen um die Forschung im Bereich XY zu forvieren. Das geht einfach nicht. Du brauchst die entsprechenden LEute, und um die wird sich geschlagen, weil es einfach viel zu wenige solcher Spezialisten auf der Welt gibt, und selbst dann kannst du die Forschugn eben nicht beliebig beschleunigen.

Es ist wie mit dem Kartoffelfeld. Mit einem Arbeiter brauchst du einen Tag zum ernten, mit zwei brauchst du noch einen halben Tag, aber wie lange brauchst du mit 1000?
So viel dazu, nicht entsprechend kürzer, weil Sie sich gegenseitig auf den Füßen stehen....

Man kann Forschung einfach nicht beliebig beschleunigen, und vor allem nicht zu vernünftigen Mehrkosten... Und jeder wird schon mit Nachruck an Alternativen forschen, also bist du schon relativ nah an dem Punkt, an dem zusätzliche Ressourcen nicht mehr viel, oder auch gar nichts mehr bringen, um die Sache zu beschleunigen.
 
Ein wichtiger Faktor in Intels Shrink-Plänen ist noch die Entwicklung der Märkte und ihres Umsatz/Gewinn.
Schon jetzt mach Intel deutlich weniger Gewinn pro Quartal.
Die Gewinne sind noch gewaltig und haben einmalige Größen.
Aber wie lange kann das Intel noch so durchhalten, wenn die eigenen Gewinne weiter in dem Tempo schrumpfen?
Dann fehlt schlicht und ergreifend einfach das Geld um in diesem Tempo weiter zu shrinken.
 
Dann les mal zuerst den Rest, bevor du antwortest...
Dann schreib doch einen Kompakten Text und nicht hundert unterpunkte...
Nochmal. Wenn Sie jetzt auf die Tube drücken, kostet Sie das mehr, als wenn Sie sich Zeit lassen.

Kleines Rechenbeispiel, wenn du Technologie A in 24Monaten fertig haben willst, kostet dich das 1Mio/Monat. Willst du es in 12 Monaten fertig haben, kostet es dich 3Mio/Monat. Daraus folgt 24Mio<->36Mio kosten. Du hast also 12 Mio einfach mal so "verbrannt". Genau das macht Intel aktuell.
Das ist vollkommen klar. Gleichzeitig können sie für dieses mehrgeld, aber ihren Anteil ausbauen bzw. halten und so das nötige Geld generieren und ihren Vorsprung halten. Wenn es dann nämlich zum Ende kommt, ist das Geld relativ latte und Zeit ist das höchste Gut.
Zudem zieht dein Argument mit den "freien Ressourcen" nicht. Du kannst nicht einfach mal so neue Leute einstellen um die Forschung im Bereich XY zu forvieren. Das geht einfach nicht. Du brauchst die entsprechenden LEute, und um die wird sich geschlagen, weil es einfach viel zu wenige solcher Spezialisten auf der Welt gibt, und selbst dann kannst du die Forschugn eben nicht beliebig beschleunigen.
Nur wo arbeiten die Spezialisten lieber? Dort wo 100 Milliarden in die Forschung gehen und große Gehälter ausgegeben werden oder dort wo vielleicht nur 2 Milliarden ausgegeben werden und normale Gehälter. Dazu die Aussicht, dass die eigenen Erfindung später in über der Hälfte aller Endgeräte landen wird.
Natürlich macht man das nicht von jetzt auf gleich. Intel wird auch kaum bis 2022 warten, dann allen Leuten sagen, geht mal von LAbor Shrink in Labor Quantencomputer. So dumm sind sie sicherlich nicht. Diese Umlagerung haben aber auch alle andren Unternehmen, denn diese können nicht einfach abwarten, sondern müssen auch den Shrink weitertreiben, sonst würden sie so große Marktanteile verlieren, dass sie keinen Markt mehr hätten und damit auch keine monetären Mittel.
Intel schafft es damit also auch die Konkurrenz davon abzuhalten größere Volumen in die Forschung zu stecken (welche sowieso oft von Unis übernommen wird) und gleichzeitig Zeit zu gewinnen, die sie letztendlich dafür benutzen können eben dann eine Leiter für die Wand zu entwickeln, während andere gerade erst an der Wand ankommen (wenn wir hier schon blöde versinnbildlichungen benutzen).
Intel kauft sich also mit dem Geld, welches sie einfach haben, Zeit und klauen diese sich nicht, wie du meinst.
Es ist wie mit dem Kartoffelfeld. Mit einem Arbeiter brauchst du einen Tag zum ernten, mit zwei brauchst du noch einen halben Tag, aber wie lange brauchst du mit 1000?
So viel dazu, nicht entsprechend kürzer, weil Sie sich gegenseitig auf den Füßen stehen....
Ich glaube dir ist die komplexität nicht ganz bewußt und die Zahl der Wissenschaftler, die an so einem Projekt arbeiten. Da sitzen nicht 20 Ingenieure und bauen einen neuen Shrinkprozess.
Man kann Forschung einfach nicht beliebig beschleunigen, und vor allem nicht zu vernünftigen Mehrkosten... Und jeder wird schon mit Nachruck an Alternativen forschen, also bist du schon relativ nah an dem Punkt, an dem zusätzliche Ressourcen nicht mehr viel, oder auch gar nichts mehr bringen, um die Sache zu beschleunigen.
 
Oh mir ist da genug bewusst. Ich brauch nur nen Stockwerk runter gehen, dann steh ich bei den Leuten die Photonics-on-Chip machen...

Wenn du aber denkst, das man "so einfach" Leute von Projekt A zu Projekt B umschlichten könnte, dann gz.... Das geht nicht. Das sind alles Spezialisten. Bis die sich in ein neues Thema eingearbeitet haben, damit Sie state of the art sind, kannste teils Jahre rechnen, und selbst dann werden nicht alle den Sprung schaffen. Da ist es "billiger" sich "einfach" die entsprechenden Leute zu holen...

Es ist auch nicht so, dass die anderen Firmen die Leute nicht auch gern hätten, aber man muss sich halt überlegen, wieviel Geld man ausgibt. Forschung ist schnell ein Fass ohne Boden, vor allem wenn man mit der Brechstange etwas durchdrücken will... Wenn du das nicht nachvollziehen kannst, dann tuts mir leid.

Frag mal allein ludscha, was er davon hält, irgendwas mit Gewalt beschleunigen zu wollen. Das ist einfach ne behämmert Idee in solchen High-Tech-Produkten. Von Forschung will ich gar nicht erst anfangen. Das ist einfach nicht: "Nimm Backrezept A und alles wird gut, und wenn nicht, nimm einfach B."

Du sitzt da ja vor Problemen, wo du noch keine Ahnung hast, wie du Sie löst. Du hoffst/erwartest nur einfach, dass du das in der und der Zeit halt schaffen wirst. Dazu brauchst du aber die richtigen Ideen, und wenn die nicht kommen haste Pech gehabt. Ich sitz oft genug Stunden/Tage/Wochen vor nem Problem und komm kein Stück weiter, bis es irgendwann mal klick macht, und dann gehts rastant weiter, bis man vor dem nächsten Problem steht... Und oft genug fliegt einem irgendwas altes "gelöstes" neu um die Ohren, weil man irgendwas nicht berücksichtigt hat bei der alten Lösung....
 
Oh mir ist da genug bewusst. Ich brauch nur nen Stockwerk runter gehen, dann steh ich bei den Leuten die Photonics-on-Chip machen...

Wenn du aber denkst, das man "so einfach" Leute von Projekt A zu Projekt B umschlichten könnte, dann gz.... Das geht nicht. Das sind alles Spezialisten. Bis die sich in ein neues Thema eingearbeitet haben, damit Sie state of the art sind, kannste teils Jahre rechnen, und selbst dann werden nicht alle den Sprung schaffen. Da ist es "billiger" sich "einfach" die entsprechenden Leute zu holen...
Wie gesagt hat Intel dort den zeitlichen Vorteil. Bei Forschung geht es neben den zufällig perfekten Gedankengang, meist um Zeit. Diese Zeit erkauft sich Intel gerade teuer.
Aber schön, dass du beschreibst, was ich gesagt habe. Es geht eben nicht, geht von Labor A in Labor B. Da wird eine übergangsphase und umstrukturierungsphase geben und natürlich werden einige auf der Strecke bleiben, da sie zu spezialisiert sind. Aber das Rad wird nicht komplett neu erfunden werden mit einer neuen Technik. Grob geschätzt 70% können weitermachen, da sie relativ unabhängig vom "Material" arbeiten. Schließlich ist der kleinste Teil eines Chips die Forschung (naturwissenschaftliche Arbeit), sondern ein Großteil "ingenieurskunst" (die technische Verwirklichung). Besonders die ersten Chips werden im prinzip versuchen die "elektronen"Schaltungen möglichst eins zu eins auf das neue Medium (sei es ein anderes Element, sein es Quanten oder sonst was da kommen mag) zu übertragen. Erst danach wird man weitermachen und versuchen dieses zu optimieren.
Nicht um sonst versucht man auf alle erdenkliche Art und Weise im prinzip Flip-Flop Schalter zu entwickeln. Ob da jetzt ein Elektronenzustand oder ein anderer Makro/Mikroskopischer Quantenzustand diesen erzeugt, macht im Endergebnis in der Schaltung keinen Unterschied.
Es muss also letztendlich nur ein kleiner Teil wirklich sich komplett neu reinarbeiten und die meisten werden nur transferleistungen erbringen.
Es ist auch nicht so, dass die anderen Firmen die Leute nicht auch gern hätten, aber man muss sich halt überlegen, wieviel Geld man ausgibt. Forschung ist schnell ein Fass ohne Boden, vor allem wenn man mit der Brechstange etwas durchdrücken will... Wenn du das nicht nachvollziehen kannst, dann tuts mir leid.

Frag mal allein ludscha, was er davon hält, irgendwas mit Gewalt beschleunigen zu wollen. Das ist einfach ne behämmert Idee in solchen High-Tech-Produkten. Von Forschung will ich gar nicht erst anfangen. Das ist einfach nicht: "Nimm Backrezept A und alles wird gut, und wenn nicht, nimm einfach B."
Natürlich kann man nicht alles immer gezwungen durchdrücken. Aber man kann technische Umsetzungen enorm beschleunigen, wenn man das Geld da reinsteckt.
Du sitzt da ja vor Problemen, wo du noch keine Ahnung hast, wie du Sie löst. Du hoffst/erwartest nur einfach, dass du das in der und der Zeit halt schaffen wirst. Dazu brauchst du aber die richtigen Ideen, und wenn die nicht kommen haste Pech gehabt. Ich sitz oft genug Stunden/Tage/Wochen vor nem Problem und komm kein Stück weiter, bis es irgendwann mal klick macht, und dann gehts rastant weiter, bis man vor dem nächsten Problem steht... Und oft genug fliegt einem irgendwas altes "gelöstes" neu um die Ohren, weil man irgendwas nicht berücksichtigt hat bei der alten Lösung....
Wie gesagt kauft sich Intel Zeit mit den Shrinks und mit mehreren Layern und was sie da noch alles in der Trickkiste haben, kaufen sie sich noch mehr Zeit, damit die "Grundlagenforschung" hinterherkommt. In dem moment wo diese Forschung Früchte trägt, wird Intel gleichzeitig das Unternehmen sein, welches die meisten Ressourcen zur Verfügung hat, diese möglichst schnell technisch Umzusetzen. Bis dahin bauen sie Marktanteile aus und scheffeln Geld.
 
Dann les mal zuerst den Rest, bevor du antwortest...
Imo beschreibst du dort v.a. die allgemeinen Probleme, die die Halbleiterindustrie aktuell bzw. in ein paar Jahren hat/haben wird.
Die sehe ich ähnlich wie du: Es wird bald keine kleineren Strukturen mit Si geben, aber alle anderen Techniken sind vermutlich erst 10 Jahre später (wenn überhaupt) marktreif. Aber was macht es dann für einen Unterschied ob man 2 Jahre früher oder später bei 7nm ist? Fakt (für unseren Markt) ist, Intel hat aktuell die kleinste Fertigung, die höchste pro-Takt-Leistung und die CPUs mit den meisten echten Kernen. Viel stärkere Archtiekturen sind wohl immernoch teurer als kleinere Fertigungen. :ka:

Nochmal. Wenn Sie jetzt auf die Tube drücken, kostet Sie das mehr, als wenn Sie sich Zeit lassen.
Wie kommst du darauf, dass Intel plötzlich auf die Tube drückt und deutlich mehr investiert als sie z.B. vor 2-3 Jahren geplant haben?
Fakt ist doch, dass Intel als erster bei solchen Fertigungsgrößen ankommen will und auch muss um der Konkurrenz deutlich überlegen zu sein. Ob sie 2 Jahre früher oder später 10nm erreichen ist völlig egal, in jedem Fall werden sie den "Ersteraufschlag" bezahlen müssen.

Kleines Rechenbeispiel, wenn du Technologie A in 24Monaten fertig haben willst, kostet dich das 1Mio/Monat. Willst du es in 12 Monaten fertig haben, kostet es dich 3Mio/Monat. Daraus folgt 24Mio<->36Mio kosten. Du hast also 12 Mio einfach mal so "verbrannt". Genau das macht Intel aktuell.
Was du "verbrennen" nennst, ist eine Investition, die in diesem Bsp. dem Fertiger min. 12 Monate länger die beste Technik am Markt als Monopol sichert.
 
Ganz einfach, schau mal die Raodmap an, die vor nem paar Seiten gepostet wurde. MAn hat eigentlich nicht erwartet, dass 10 und 7nm schon so früh kommen. Vor allem hat man erwartet, das man eher hinter die aktuellen Roadmaps zurückfällt, um sich etwas mehr Zeit zu verschaffen, bis die Alternativen fertig sind. Da kann man ja absolut nicht abschätzen, wann das irgendwann mal der Fall sein wird, bzw ob man es überhaupt je schaffen wird.

Alles was realistisch ist bzgl Massenfertigung bringt dir nur wenige Jahre Aufschub. Da sind eigentlich nur Chipstacking/Interposer/TSV zu nennen, aber das verschafft dir nur ein paar wenige Jahre Luft, bevor dir das in der Skalierung um die Ohren fliegt, weil die Effizienz nicht mehr zu steigern ist.

Wie gesagt hat Intel dort den zeitlichen Vorteil. Bei Forschung geht es neben den zufällig perfekten Gedankengang, meist um Zeit. Diese Zeit erkauft sich Intel gerade teuer.
Aber schön, dass du beschreibst, was ich gesagt habe. Es geht eben nicht, geht von Labor A in Labor B. Da wird eine übergangsphase und umstrukturierungsphase geben und natürlich werden einige auf der Strecke bleiben, da sie zu spezialisiert sind.
Das sind keine "wir machen das gleiche wie bisher, nur besser" Umstellungen, sondern fundamentale Neuausrichtungen... Selbst Chipstacking, was eine REvolution darstellt, verschafft dir nur etwas Zeit. Das ist nichts, was dich mehr als ein paar wenige Jahre retten wird.

Aber das Rad wird nicht komplett neu erfunden werden mit einer neuen Technik.
Oh doch, genau das muss passieren, um die IT-Branche für mehr als nur ein paar Jahre zu retten....

Chipstacking ist eine technologische Herausforderung, aber nichts, was den Fortschritt lange am Leben halten wird. Wenn musst du das mit neuen Verfahren wie optischen Verbindungen on Chip zusammenrbingen, wobei man da von GF onChip sprechen sollte um genau zu sein. Das hat aber schon relativ wenig mit dem "normalen" geshrinke zu tun. Und selbst das verschafft dir nur etwas Zeit, weil du dann länger Stacking machen kannst. Das wird dir aber wenns hoch kommt maximal 10 Jahre retten. Dann fährste wieder vor die Wand, und die Optiksachen sind aktuell noch absolut in den Laboren.... Da sollte man nicht all zu schnell drauf hoffen.

Und alles andere ist völlig ab von dem, was man heutzutage mit Silizium macht. Das kannste nicht vergleichen.

Grob geschätzt 70% können weitermachen, da sie relativ unabhängig vom "Material" arbeiten.
Ja, die eigentlichen Chipdesigner können mehr oder weniger weiter machen wie bisher, aber das wars. Nur mit Chipdesign/neuen Architekturen kommst du nicht lange weiter. Wenn du nen Signal einem mm auf nem DIE treiben musst, dann kostet das ja einfach ein paar pJ Energie. Da kannste machen was du willst, genau wie das Schalten eines Transistors einfach eine gewisse Menge an Energie braucht, selbst wenn du alle Leckströme eleminieren könntest. Das bricht uns alles in absehbarer Zeit das Genick, daher sind die ganzen Sachen die realistisch in absehbarer Zeit eingesetzt werden können auch nur Krücken, die einem etwas mehr Luft geben, und selbst diese Krücken muss man erstmal für den Massenmarkt tauglich machen...

Schließlich ist der kleinste Teil eines Chips die Forschung (naturwissenschaftliche Arbeit), sondern ein Großteil "ingenieurskunst" (die technische Verwirklichung).
War... Anderrs kannste das kaum noch sagen. War. Vor allem wenn das Geshrink aufhört. Die postShrink Zeit kannst du mit der Zeit bisher nicht mehr vergleichen. Du musst zu völlig neuen Sachen gehen. Vor allem bei <10nm fliegen dir auch die ganzen Quanteneffekte um die Ohren. Das tun Sie ja teils jetzt schon, man hat es nur relativ gut im Griff. Die Tools um Chips zu entwickeln werden aller immer komplexer, und vom Schaltungsdesing fange ich mal gar nicht erst an...

Besonders die ersten Chips werden im prinzip versuchen die "elektronen"Schaltungen möglichst eins zu eins auf das neue Medium (sei es ein anderes Element, sein es Quanten oder sonst was da kommen mag) zu übertragen.
Bei Graphen kann man das versuchen, damit würde man aber "geschickte" Quanteneffekte auslassen, wobei man schon die Logik übertragen könnte. Du kannst Graphen aber nicht so "einfach" verwenden wie Silizium... Vor allem fliegen dir da noch tausend mal mehr die Quanteneffekte um die Ohren.... Ganz abgesehen von der Fertigung von Graphen an sich. Haste mal son Testtransistor/Schaltung auf Basis von Graphen gesehen? Nein? Dann solltest du das mal, da wird dir schlecht, wenn du siehst, wie das hingefummelt ist... So was kannste nicht im Massenmarkt bringen. Das muss erstmal gelöst werden, und wenn das gelöst ist, musst du die ganzen Quanteneffekte erstmal in den Griff bekommen, um überhaupt nen lauffähigen Chip aus nen paar hundert/tausend Schaltungen zu bekommen... Und nichts gegen Ingis, aber da wirst du so heftig derb tief in die QM und vor allem in die Quantenelektrodynamik einsteigen müssen, da brauchste einfach echte Spezialisten sprich theoretische und experimentelle Physiker. Das ist einfach kranker Scheis, was da an Effekten plötzlich vorkommen kann... Das ist alles noch aktuelle Forschung. Ich sag nur resonanten Tunneln/Cotunneln, Quantenpunkte/Inseln und Zustandsdichten... Graphen ist halt auch noch 2D... Also WIRKLICH! real 2D, nicht genähert, sondern ECHT! 2D. Das bringt Probleme mit sich, da schwirrt dir der Kopf von. Daher brauchen wir uns da auch gar nichts vor machen. Das wird sicherlich noch ein paar Jahrzehnte dauern, bsi das mal in nem fertigen Produkt landet.

Allein Graphen herstellen muss sich völlig ändern.... paar nm² maximal µm² sind einfach nen Witz, vor allem bei den Kosten.... Die größten zusammenhängenden Flächen sind meines Wissens nach nicht mal 1µm² groß... GZ. Bau damit mal komplexe Schaltungen...

Erst danach wird man weitermachen und versuchen dieses zu optimieren.
Wenns doch nur so einfach wäre....

Nicht um sonst versucht man auf alle erdenkliche Art und Weise im prinzip Flip-Flop Schalter zu entwickeln. Ob da jetzt ein Elektronenzustand oder ein anderer Makro/Mikroskopischer Quantenzustand diesen erzeugt, macht im Endergebnis in der Schaltung keinen Unterschied.
Welcome to the QM. Es wäre doof, wenn man das Wirkungsprinzip von normalen Computern weiterverwenden wollen würde... DAs ist doch der Witz an Quantencomputing. Man muss es nicht... Dafür muss man halt Quantenalgorithmen entwerfen...

Es muss also letztendlich nur ein kleiner Teil wirklich sich komplett neu reinarbeiten und die meisten werden nur transferleistungen erbringen.Natürlich kann man nicht alles immer gezwungen durchdrücken. Aber man kann technische Umsetzungen enorm beschleunigen, wenn man das Geld da reinsteckt.
Ähm... ja... Sag mal den LEuten, die an Fotolacken, Optiken usw usw arbeiten, Sie sollen sich mal in Quantenelektrodynamik einarbeiten... Die werden dir den Vogel zeigen...


Wie gesagt kauft sich Intel Zeit mit den Shrinks und mit mehreren Layern und was sie da noch alles in der Trickkiste haben, kaufen sie sich noch mehr Zeit, damit die "Grundlagenforschung" hinterherkommt. In dem moment wo diese Forschung Früchte trägt, wird Intel gleichzeitig das Unternehmen sein, welches die meisten Ressourcen zur Verfügung hat, diese möglichst schnell technisch Umzusetzen. Bis dahin bauen sie Marktanteile aus und scheffeln Geld.
An sich ja, das Problem ist, Sie sind zu schnell! Die wollen schon 2017 da sein, wo Sie eigentlich erst 2020 sein sollten... Sie berauben sich also wie jetzt schon zum hundertsten mal gesagt mal kurz dreier Jahre... Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist... Ich werde es jetzt aber auch nicht nochmals versuchen zu erklären. Wers jetzt nicht verstanden hat, der will es einfach nicht verstehen, und das ist kein seltenes Problem...

Deswegen beten die Leute ja gebetsmühlenartig runter, dass es so nicht weiter geht, und das wir 2020 mit dem Ende der Shrinks nen riesen Problem haben, das auf uns zukommt. Die Leute wollen es einfach nur nicht verstehen wie es scheint...
 
Du verstehst nicht, dass sie diese 3 Jahre nicht verloren haben, sonder nur gegenüber der Konkurrenz gewonnen. Das versuche ich dir die ganze Zeit zu vermitteln, du magst es aber nicht verstehen.
 
Sie halten/bauen ihren Vorsprung aus, danach sackt er aber zusammen...

Bei den Sachen wie Quantencomputing und auch Graphen kann Intel allein nämlich so gut wie nichts machen, selbst wenn sie 100% ihres Gewinns da reinschütten würden, würden Sie praktisch nichts bewegen...

Das ist ja das. Schön das Sie aktuell gut dastehen, dafür rennen Sie halt früher gegen die Wand, und nünchtern betrachtet, werden wohl alle Hersteller gegen die Wand rennen, bis der eine oder ondere noch bankrott gegangen ist, und dann am Ende alle zusammen versuchen irgendwie noch weiter zu kommen.

Und je schneller man halt auf die Wand zurennt, desto härter ist nur der Aufprall... Und Intel ist verdammt schnell unterwegs. Härter als für die kann ein Aufschlag eigentlich nicht mehr sein. Aktuell ist das super duper, weil es eben ein Zeichen für ihre Stärke ist, aber das Ende kommt halt zum Schluss, und davor verschließen eben die Leute wie du einfach die Augen... So nach der Devise: Was ich nicht sehe, das gibt es auch nicht. Das funktioniert auch toll, bis es halt knallt.
 
@ Skysnake

Ich habe Deine Posts bis jetzt durchgelesen, wo liegt aber Dein Problem ?
Die techn. Entwicklung wird weitergehen, dass ist ganz sicher.
Intel wird schon wissen wo der Weg hingeht, wenn nicht sie, wer dann ?

Was ist 10-20 Jahren technisch machbar ist, weis doch (noch) keiner.
 
Das Problem liegt darin, das Intel hier ein bischen auf Blender macht, und die Leute auch noch voll darauf reinfallen....

Wenn du dich ein bsichen mit Exascalecomputing und den Problemen der wegfallenden Shrinks beschäftigt hast, wirst du feststellen, das so ziemlich bei allen Leuten die tief in der Materie drin sind ziemlich der Arsch auf Grundeis geht, weil die ganzen Alternativen die man so im Auge hat sich entweder komplett verabschiedet haben, oder aber ewig und drei Tage schon in der Entwicklung festhängen und substanziell nicht wirklich weiter kommen... Meist hängt das eben am Übergang vom reinen Labormaßstab hin zur Massenproduktion. Im Labor interessiert es halt nicht, wenn nen einzelner Transistor tausende/hunderte von $ kostet. Für den Massenmarkt natürlich völliger Irrsinn...

Wenn Intel jetzt vollmundig verkündet, Sie würden die Grenze der Shrinks schon früher erreiche, nichts anderes tun Sie eben hiermit, weil man von einer Verlangsamung vor dem "BigBang" ausgegangen ist, dann ist das ne kleine Katastrophe. Die Leute haben halt einfach erwartet, das man erst 2020/2022 die letzten Shrinks dann wirklich sehen wird, und in der Zwischenzeit schon langsam andere Technologien wie STacking usw langsam eingeführt werden, damit das Erprobt wird, und uns vielleicht noch bis 2025/2030 irgendwie rettet. Intel verkürzt jetzt halt die Zeit für die ganzen anderen Technologien, weil Sie es eben nicht "langsamer" angehen lassen, sondern weiter voll auf dem Gas stehen bleiben. An allem anderen wird aber schon mit Hochdruck geforscht. Da kann man nicht erwarten, dass das fundamental schneller fertig wird. Vielleicht nen Quartal oder zwei, einfach aus der Not und Unmengen an Ressourcen, aber das ist nen Witz. Wir wissen ja nichtmal, ob die Sachen überhaupt bis 2025/2030 fertig werden.

Gerade die Forschung im Bereich der individualisierten Medizin/Medikamenten, usw usw geht ja teils schon richtig heftig der Arsch auf Grundeis, weil für Sie das Ende der Effizienzsteigerungen das Ende bedeuten würde. Die brauchen einfach sehr viel billige Rechenleistung, sonst kann sich keine Sau die Technologie leisten. Das ist echt kein Witz, was für Angst so manche Forschungsdisziplinen davor haben, das es mit dem Fortschritt in der IT mal deutlich langsamer werden könnte, oder gar stoppen...

EDIT:
BigBubby, das kannste dir sparen... Welche "Expertise" kannst du denn vorweisen?

Was ist 10-20 Jahren technisch machbar ist, weis doch (noch) keiner.
Doch weiß man relativ gut. Wenn etwas jetzt noch nicht in den Laboren ist, dann wirds in den nächsten 10-20 Jahren sehr sehr sehr sehr wahrscheinlich auch nicht im Massenmarkt ankommen.

Die Sachen sind heute einfach so abgefahren, das Sie ihre Zeit brauchen. Schau dir nur mal an, wie lange man schon an Kernfusion forscht, und ist man wirklich kurz davor, das man es produktiv einsetzen kann? Nein ist man nicht...

Genau so bei Graphen. Da hat man in den letzten 10 Jahren verdammt viel gemacht, aber man ist weiterhin Lichtjahre davon entfernt damit auch nur aus den Laboren raus zu kommen. Von konkurrenzfähigen Produkten ganz zu schweigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das iwürde ich so nicht sagen - siehe Ivy Bridge E wo man die 22nm nutzt um die CPU massiv aufzubohren, von 8 auf 12 Kerne bei gleicher TDP zu erweitern und damit eine Leistungssteigerung von 40-45% erreicht.

Wenn ich mich richtig erinnere haben die meisten Sandy-/Ivy-Bridge-E keine Onboard-Grafik dabei. Da ist dann genug Platz um die Transistoren hin- und her zu schieben wie man möchte (-> Verteilung). Niemand sagt, dass die aktuellen Strukturen wirklich effizient sind. Ok, gegenüber dem alten Netburst ist die Core-Architektur geradezu ein Wunder. Aber das heißt nicht, dass es nicht effektiveres gäbe!

Intel lebt nur förmlich davon, von den Shrinks im hohen Maße zu profitieren. Besonders der Energieverbrauch ist betroffen! Sofern man hier und da noch die ein oder andere Maßnahme hinzufügt, kommen dann diese absurd hohen Unterschiede entweder Leistung oder minimiertem Energieverbrauch zustande.


...die da währen?

Es ging um Probleme mit 22nm-Fertigung, wenn ich dein Zitat richtig im Kopf habe?!

[Hitzeprobleme trotz/wegen 3D-Transistoren]
--> kleinere Fläche schwieriger zu kühlen

[Chipsatzprobleme]
--> besonders USB und SATA-Probleme noch und nöcher, nicht wenige mussten ihre Boards/CPUs austauschen

[integrierte Spannungswandler]
--> sind noch nicht vollständig ausgereift
--> Probleme mit älterer Hardware (z.B. Netzteile)

Das ist nicht alles umbedingt auf die Fertigung selbst zurückzuführen, aber zumindest ein Anhaltspunkt wie sehr sich die Probleme bei neuen Produkten häufen. Die Kunden verlieren dann das Vertrauen, was jede technische Vorherrschaft zunichte macht!

______________________________________

@Skysnake
Du hast mich missverstanden! Ich sprach von der Stagnation der Leistung innerhalb der Intel-Produktpallette. Du meintest eher das Ende in der Fertigungs-Gasse. Beides sind Formen der Stagnation, nur jeweils anders ausgelegt.

______________________________________

Es folgten noch unzählige Kommentare unterschiedlicher Nutzer, die ich hier nicht alle zitieren möchte. Die Ansätze sind oftmals richtig und man kann zumindest die Richtung erkennen, aus der die Argumente kommen. Wir gehen davon aus, dass Intel nur die Fertigungsgröße ändert, aber sonst nichts ändert

Was wir aber alle vergessen ist der Fakt, dass Intel noch einige heiße Eisen im Feuer hat:

_________________________________
1.) Alte Architektur bis 2020+?
Das ist insofern falsch, da die Core-Architektur nicht ewig aushalten wird. Eine Architektur wird im GPU-Bereich spätestens alle 3 Jahre und CPU-Bereich maximal 6 Jahre ausgewechselt.

-Die Core-Architektur gibt es seit Ende 2008. Also sollte irgendwann 2014+ einen Wechsel erfolgen. Ich mache das an Skylake fest, da hier komplette Bereich wie DDR4 und SATA-Express dazu kommen. PCI-Express 4.0 wurde auch etwa zu diesem Zeitpunkt angekündigt. Intel wäre dämlich, wenn sie die Gelegenheit nicht nutzen würden Altlasten abzuwerfen.


2.) Die Geheimwaffe

Die Wenigsten User erinnern sich noch daran, aber schon vor Ewigkeiten wollte Intel nach 64-Bit noch andere Neuheiten bringen. Damals dachte man die Computer entwickeln sich in die Breite, nicht nur die Höhe. Ich spreche von 128-Bit bzw. 256-Bit!!!!

Das war der ursprüngliche Plan von Intel, aber er Markt hatte keinen Bedarf dafür, also hat Intel brav die Melkmaschine angeworfen und saugt seither an den Geldbeuteln der Kunden. Nur werden die seit Ivy-Bridge derlei Spielchen langsam müde, nicht nur weil Intel es übertreibt. Es ist einfach offenslichtlich. Ohne einen Unterschied wie damals Dual-Core -> Quad-Core ... bzw. 32-bit -> 64-Bit ... lockt man keine Kunden an.

(weiter bei 3.)


3.) Höhere Bandbreiten

Warum ist mir Punkt 2.) so wichtig? Ganz einfach:
-In Zukunft werden alle Busse auf dem Mainboard drastisch an der Bandbreite hängen. Alle Buse werden aufgepumpt, sei es SATA, USB, PCIe-Ports etc.. Wo soll denn diese Bandbreite herkommen? Also zum einen durch eine höhere Bit-Zahl oder man bindet zusätzlich Verteiler in die CPU ein.

Da Intel sich ja scheinbar von Co-Prozessoren wie North-/Southbridge löst und alles in die CPU integriert, ist dort der Ansatzpunkt.

Seht doch alleine die angekündigte Bandbreite von Nvidias Volta von angeblich intern 1TB/s (!) an. Da fragt man sich doch wie eine aktuelle CPU solche Datenmengen mitverarbeiten soll. DDR4 wird auch massivst aufgepumpt auf bis zu 4GHz RAMTAKT.

Wir sind uns sicher einig, dass dies nicht nur erhöhte Anforderung an den Memory-Controller einer CPU stellt, sondern der Prozessor muss diese Signale intern auch verarbeiten können.

________
Zusammengefasst denke ich mitte dieses Jahrzents wird ein neuer Schritt eingeleitet, der unabhängig von der Verkleinerung der Fertigungsstruktur erfolgt. Bis dahin vergehen noch einige Jahre bis wir an der "fiktiven Mauer" angelangt sind. Die Physik / Mechanik findet immer wieder Lösungen, an die vorher nie jemand gedacht hat, aber hinterher jeder sagt "das ist ja so einfach, hätte jeder darauf kommen können".

Fertigung hat nicht nur Größe, sondern auch Bauform, Material und Beschaffenheit. CPUs nur auf die Fertigungsgröße zu reduzieren, wäre falsch. Auch wenn Intel sich größtenteils darauf verlässt, glaube ich eher, sie haben eine neue Lösung gefunden und möchten diese als erstes Marktreif bekommen. Ansonsten kann ich mir dieses Temp nicht erklären.

Vom Mobilwahn abgesehen gibt es jedenfalle offensichtlichen keinen Grund dafür.
 
Es ging um Probleme mit 22nm-Fertigung, wenn ich dein Zitat richtig im Kopf habe?!

[Hitzeprobleme trotz/wegen 3D-Transistoren]
--> kleinere Fläche schwieriger zu kühlen

[Chipsatzprobleme]
--> besonders USB und SATA-Probleme noch und nöcher, nicht wenige mussten ihre Boards/CPUs austauschen

[integrierte Spannungswandler]
--> sind noch nicht vollständig ausgereift
--> Probleme mit älterer Hardware (z.B. Netzteile)

1.) Es gibt keine Kühlungsprobleme wegen der Fertigung sondern weil Intel bei den Mainstream-CPUs statt Lötzinn billige Wärmeleitpaste unter den Heatspreader schiebt. Wird Lot verwendet (wie bei Ivy-E zum Beispiel) gibts das Problem so nicht.

2.) Der USB-Bug und SATA Probleme hat was mit dem Chipsatz zu tun nicht mit der CPU - und selbst beim Chipsatz hat die Fertigung absolut gar nichts damit zu tun, es sind schlichtweg Bugs = falsch positionierte Transistoren drin, ob die 22, 45 oder 90 nm breit sind ist egal.

3.) Die Integrierten Spannungswandler funktionieren hervorragend, die Netzteilprobleme gibts nur bei Netzteilen die nicht in der Lage sind so kleine Ströme wie sie im C6-State verlangt werden stabil zu liefern. Das ist ein Problem der Netzteilhersteller die da am falschen Ende gespart haben (wenn man ein anständiges NT besitzt gibts das Problem nicht!), nicht ein Problem der Fertigung.
 
Ganz einfach, schau mal die Raodmap an, die vor nem paar Seiten gepostet wurde. MAn hat eigentlich nicht erwartet, dass 10 und 7nm schon so früh kommen. Vor allem hat man erwartet, das man eher hinter die aktuellen Roadmaps zurückfällt, um sich etwas mehr Zeit zu verschaffen, bis die Alternativen fertig sind. Da kann man ja absolut nicht abschätzen, wann das irgendwann mal der Fall sein wird, bzw ob man es überhaupt je schaffen wird.
Vielleicht war die alte Roadmap auch einfach nur pessimistisch und es läuft besser als erwartet/befürchtet? Von mehr Kapitaleinsatz lese ich nirgendwo was.

Sie halten/bauen ihren Vorsprung aus, danach sackt er aber zusammen...
Das ist physikalisch bedingt und lässt sich nicht ändern. Außer man gibt jetzt einen Teil des möglichen Vorsprungs dafür auf, dass er später genauso zusammensackt. :schief:

Das ist ja das. Schön das Sie aktuell gut dastehen, dafür rennen Sie halt früher gegen die Wand, und nünchtern betrachtet, werden wohl alle Hersteller gegen die Wand rennen, bis der eine oder ondere noch bankrott gegangen ist, und dann am Ende alle zusammen versuchen irgendwie noch weiter zu kommen.

Und je schneller man halt auf die Wand zurennt, desto härter ist nur der Aufprall... Und Intel ist verdammt schnell unterwegs. Härter als für die kann ein Aufschlag eigentlich nicht mehr sein. Aktuell ist das super duper, weil es eben ein Zeichen für ihre Stärke ist, aber das Ende kommt halt zum Schluss, und davor verschließen eben die Leute wie du einfach die Augen... So nach der Devise: Was ich nicht sehe, das gibt es auch nicht. Das funktioniert auch toll, bis es halt knallt.
Den Vergleich mit dem an die Wand rennen finde ich ehrlich gesagt ziemlich schwach. Man nähert sich einer physikalischen Grenze. Wenn man sie als erster erreicht, dann knallt man nicht dagegen, sondern kann sich die Forschungskosten auf diesem Gebiet vollständig sparen und hat Zeit bis die Konkurrenz mal in die Nähe kommt. Das ist in allen Bereichen so (aktuell v.a. auch im Kühlungsbereich).

Wenn Intel jetzt vollmundig verkündet, Sie würden die Grenze der Shrinks schon früher erreiche, nichts anderes tun Sie eben hiermit, weil man von einer Verlangsamung vor dem "BigBang" ausgegangen ist, dann ist das ne kleine Katastrophe. Die Leute haben halt einfach erwartet, das man erst 2020/2022 die letzten Shrinks dann wirklich sehen wird, und in der Zwischenzeit schon langsam andere Technologien wie STacking usw langsam eingeführt werden, damit das Erprobt wird, und uns vielleicht noch bis 2025/2030 irgendwie rettet. Intel verkürzt jetzt halt die Zeit für die ganzen anderen Technologien, weil Sie es eben nicht "langsamer" angehen lassen, sondern weiter voll auf dem Gas stehen bleiben. An allem anderen wird aber schon mit Hochdruck geforscht. Da kann man nicht erwarten, dass das fundamental schneller fertig wird. Vielleicht nen Quartal oder zwei, einfach aus der Not und Unmengen an Ressourcen, aber das ist nen Witz. Wir wissen ja nichtmal, ob die Sachen überhaupt bis 2025/2030 fertig werden.
Damit nennst du doch selbst den Punkt. Es kommt vielleicht 2025/30 etwas. Warum soll Intel nicht bis 2020 durch Shrinks einen massiven Vorteil gegenüber der Konkurrenz nutzen? Wenn sie die Shrinks bis 2025 rauszögern, dann riskieren sie ihre Marktmacht und den Fall, dass trotzdem nicht neues kommt. Im schlimmsten Fall nie. In diesem Fall hätten sie eine sehr gute Ausgangsposition verschenkt.

Gerade die Forschung im Bereich der individualisierten Medizin/Medikamenten, usw usw geht ja teils schon richtig heftig der Arsch auf Grundeis, weil für Sie das Ende der Effizienzsteigerungen das Ende bedeuten würde. Die brauchen einfach sehr viel billige Rechenleistung, sonst kann sich keine Sau die Technologie leisten. Das ist echt kein Witz, was für Angst so manche Forschungsdisziplinen davor haben, das es mit dem Fortschritt in der IT mal deutlich langsamer werden könnte, oder gar stoppen...
Stimmt, aber warum sollte Intel das mit langsamerem Fortschritt ändern? Glaubst du die neuen Technologien kommen schneller, wenn Intel jetzt langsamer ist?
 
Doch weiß man relativ gut. Wenn etwas jetzt noch nicht in den Laboren ist, dann wirds in den nächsten 10-20 Jahren sehr sehr sehr sehr wahrscheinlich auch nicht im Massenmarkt ankommen.

Genau so bei Graphen. Da hat man in den letzten 10 Jahren verdammt viel gemacht, aber man ist weiterhin Lichtjahre davon entfernt damit auch nur aus den Laboren raus zu kommen. Von konkurrenzfähigen Produkten ganz zu schweigen.

In 10-20 Jahren wird die Menschheit ganz andere Probleme haben, da wird wohl Gaming keine Rolle mehr spielen.
Da wird es ganz einfach ums Überleben gehen, zum sattwerden brauchst Du keinen PC.

Da heisst es wieder Hand anlegen :D.
 
[Hitzeprobleme trotz/wegen 3D-Transistoren]
--> kleinere Fläche schwieriger zu kühlen

Die Sache mit der Kühlung hat aber weniger mit der Fertigung zu tun als damit das man bei seit Ivy DT WLP zwischen DIE und Heatspreader verwendet anstatt die CPUs, wie bis Sandy Bridge üblich, zu verlöten. Bei Haswell kommt noch der große Abstand zwischen DIE und IHS dazu. Das auch eine 22nm CPU problemlos gekühlt werden kann zeigt Ivy Bridge E - verlötetem IHS sei dank.

[Chipsatzprobleme]
--> besonders USB und SATA-Probleme noch und nöcher, nicht wenige mussten ihre Boards/CPUs austauschen

Die sind gewiss ärgerlich, haben aber nichts mit der 22nm Fertigung zu tun, den der PCH wird nicht in 22nm gefertigt, sondern in 32nm.

[integrierte Spannungswandler]
--> sind noch nicht vollständig ausgereift
--> Probleme mit älterer Hardware (z.B. Netzteile)

Das Problem sind hier nicht ältere Netzteile sondern jene die nur für die CPU eine eigene 12Volt Schiene haben, da das uneffizient und teuer ist sind folglich nur ganz wenige NTs wirklich betroffen. Das Thema wurde mMn viel zu viel hochgepuscht, diejenigen die sich ein wenig mit der Technik auskannten wussten das es da kaum Probleme geben wird. Abgesehn davon muss man, um nicht auf dem Stand zu treten auch mal eine Schritt machen der eben nicht 100%ige kompatiblität ermöglicht - ist ja bei den Sockel nicht anders(wobei es da auch einige fragwürdige wechsel gab).

Alles in allem haben die Punkte eigentlich nichts mit (angeblichen) Problemen bei der Fertigung zu tun.
 
Damit nennst du doch selbst den Punkt. Es kommt vielleicht 2025/30 etwas. Warum soll Intel nicht bis 2020 durch Shrinks einen massiven Vorteil gegenüber der Konkurrenz nutzen? Wenn sie die Shrinks bis 2025 rauszögern, dann riskieren sie ihre Marktmacht und den Fall, dass trotzdem nicht neues kommt. Im schlimmsten Fall nie. In diesem Fall hätten sie eine sehr gute Ausgangsposition verschenkt.
Das ist die "optimistische" Sichtweise. Wenns so weiter geht wie bisher, dann haben wir auch 2050 noch nichts von den wirklich neuen Techniken im Massenmarkt...

Stimmt, aber warum sollte Intel das mit langsamerem Fortschritt ändern? Glaubst du die neuen Technologien kommen schneller, wenn Intel jetzt langsamer ist?
Das Sie nicht unnötig Geld verbrennen dafür fürher am Ende an zu kommen? Die Konkurrenz tritt doch eh schon auf die Bremse, warum also selbst mit dem Kopf durch die WAnd wollen, statt es dankend an zu nehmen.

Jetzt hört sich das toll an, aber wie würde es sich anhören, wenn Intel dann 2017 sagen würde: "So Leute, das ist für die nächsten 5 Jahre der letzte größere Schritt. Bis dahin gibt es jedes Jahr nur 5% Mehrleistung und 2% höhere Effizienz. Danke schonmal im Voraus dafür, das ihr jedes Jahr neue Chips kauft.."

2.) Die Geheimwaffe

Die Wenigsten User erinnern sich noch daran, aber schon vor Ewigkeiten wollte Intel nach 64-Bit noch andere Neuheiten bringen. Damals dachte man die Computer entwickeln sich in die Breite, nicht nur die Höhe. Ich spreche von 128-Bit bzw. 256-Bit!!!!

Das war der ursprüngliche Plan von Intel, aber er Markt hatte keinen Bedarf dafür, also hat Intel brav die Melkmaschine angeworfen und saugt seither an den Geldbeuteln der Kunden. Nur werden die seit Ivy-Bridge derlei Spielchen langsam müde, nicht nur weil Intel es übertreibt. Es ist einfach offenslichtlich. Ohne einen Unterschied wie damals Dual-Core -> Quad-Core ... bzw. 32-bit -> 64-Bit ... lockt man keine Kunden an.
Deine "Geheimwaffe" ist doch schon längst in den Chips angekommen...

AVX sind 256 Bit breite Befehle, und XeonPhi hat mit seiner Architektur sogar 512Bit breite Befehle...

Was du meinst sind die Addresspfade, das ist aber nur für den zu addressierenden Speicher relevant, und mit 44 Bit physikalisch bzw 48 Bit virtuell kommen wir noch ewig lange hin. Das ist nur für die absolut größten der größten SharedMemory Systeme relevant. Mit 44 Bit kannste nämlich 16 TB an Speicher addressieren... Das sollte wirklich noch für eine Weile ausreichen, und wenn nicht, geht mal halt zur Not auf 64 Bit hoch, das ist eigentlich nur Verdrahtungsaufwand, der sich auf die Effizienz negativ auswirkt, aber keine technologische Hürde/Herausforderung. 16 Exabyte sollten wohl für einige Zeit ausreichen ;)

3.) Höhere Bandbreiten

Warum ist mir Punkt 2.) so wichtig? Ganz einfach:
-In Zukunft werden alle Busse auf dem Mainboard drastisch an der Bandbreite hängen. Alle Buse werden aufgepumpt, sei es SATA, USB, PCIe-Ports etc.. Wo soll denn diese Bandbreite herkommen? Also zum einen durch eine höhere Bit-Zahl oder man bindet zusätzlich Verteiler in die CPU ein.

Da Intel sich ja scheinbar von Co-Prozessoren wie North-/Southbridge löst und alles in die CPU integriert, ist dort der Ansatzpunkt.

Seht doch alleine die angekündigte Bandbreite von Nvidias Volta von angeblich intern 1TB/s (!) an. Da fragt man sich doch wie eine aktuelle CPU solche Datenmengen mitverarbeiten soll. DDR4 wird auch massivst aufgepumpt auf bis zu 4GHz RAMTAKT.

Wir sind uns sicher einig, dass dies nicht nur erhöhte Anforderung an den Memory-Controller einer CPU stellt, sondern der Prozessor muss diese Signale intern auch verarbeiten können.
Du hast schon heute in nem GK110 oder Tahiti XT weit über 1TB an Bandbreite... Das ist nicht Neues. Das "Problem" sind die Bandbreiten zu den externen Speichern. Die bekommt man nicht so hoch, onChip ist das jetzt aber nicht DAS Problem. Die Folge ist halt Chipstacking, um den RAM direkt an die CPU zu bringen.

Zusammengefasst denke ich mitte dieses Jahrzents wird ein neuer Schritt eingeleitet, der unabhängig von der Verkleinerung der Fertigungsstruktur erfolgt. Bis dahin vergehen noch einige Jahre bis wir an der "fiktiven Mauer" angelangt sind. Die Physik / Mechanik findet immer wieder Lösungen, an die vorher nie jemand gedacht hat, aber hinterher jeder sagt "das ist ja so einfach, hätte jeder darauf kommen können".
Und GENAU DA! liegst du eben völlig daneben. Es wurde schon vor Jahren ausgerechnet, wo die finale Grenze ist, also ne Bestcase-Abschätzung dahingehend, wieviel Energie man braucht, um einfach nur einen Transistor zu schalten, komplett ohne Leckströme usw. Hab das auch mal im Studium ausrechnen müssen wenn ich mich recht erinnere, und wenn man danach geht ist halt irgendwo 2040 wenn ich mich recht erinnere einfach Schluss, Aus, Finito! Du kannst die Physik halt einfach nicht ausricksen... Silizium bringt uns in absehbarer Zeit einfach an den Rand des Machbaren, da geht einfach nichts mehr.

Fertigung hat nicht nur Größe, sondern auch Bauform, Material und Beschaffenheit. CPUs nur auf die Fertigungsgröße zu reduzieren, wäre falsch. Auch wenn Intel sich größtenteils darauf verlässt, glaube ich eher, sie haben eine neue Lösung gefunden und möchten diese als erstes Marktreif bekommen. Ansonsten kann ich mir dieses Temp nicht erklären.

Vom Mobilwahn abgesehen gibt es jedenfalle offensichtlichen keinen Grund dafür.
Die Energie die du brauchst um einen Transistor zu schalten hängt aber stark von dessen Größe ab, und es gibt halt finale Grenzen, an denen kommst du nicht vorbei. Wenn du nen PC betreiben willst, musst du transistoren schalten, und die brauchen halt ein Minimum an Energie dazu. Darunter geht es nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hab wirklich keine Ahnung, was Skysnake für ein Problem damit hat, das man schon früher nicht mehr shrinken kann. So mal das Gebiet ja sowieso eher als Neuland zu betrachten ist.
Dann ist man halt früher fertig. Und?
Es ist ja nicht so als gäbe es nicht noch genug andere Stellschrauben an denen man weiterforschen könnte.
Sorry aber diese Angstmacherei von dem "Vor wie Wand fahren" finde ich mehr als Albern.
Was nützt es denn das unnötig hinauszuschieben? Gar nichts. Alles was man jetzt vorher nicht gemacht hat - u.a. Stacking - kann man hinterher genauso machen.
Mit dem Unterschied das man es nicht mehr anpassen muss, weil sich der Fertigungsprozess nicht alle 2 Jahre verkleinert.
Denkst du auch mal dran das man so rum vllt Kosten sparen könnte? Oder willst du mir erzählen das es Shrinken und das mitnehmen aller Fertigungseigenschaften des letzten Prozesses kein Geld kosten?
Auch nach dem Ende des Shrinken fällt man nicht plötzlich in ein Loch. Man kann seine Ressourcen dann aber auch andere Felder fokussieren. Vllt passiert dann mal 4 Jahre nichts an der Effizeinz, na und?
 
Zurück