News Geforce RTX 5000: Hotspot-Sensor im Afterburner freischalten

Niemand achtet auf die NVMe-Geschwindigkeit, die CPU-Temperatur oder die Hotspot-Analyse der GPU.
Und schon wieder! Sag mal gehts noch? Hör auf für andere zu sprechen. Gerade hier, wo du nun mehrfach das Gegenteil bewiesen wurde, weil sich mehrere Menschen gemeldet haben die es eben sehr wohl tun, ist das was du da treibst, eine absolute Frechheit.

Ich achte sowohl auf die NVME als auch auf den Hotspot, als auch auf die CPU-Temp, denn mich interessiert das Verhalten meiner PCs.
 
Zum zocken ist immer die GPU am wichtigsten.
Niemand achtet auf die NVMe-Geschwindigkeit, die CPU-Temperatur oder die Hotspot-Analyse der GPU.
Sorry, aber da bist du im falschen Forum.
Ich achte sogar auf den Takt jedes einzelnen Kerns und bin auch immer daran interessiert, was die übrige Hardware gerade so treibt. Ich hab gerade mal "mein" Hwinfo aufgemacht: 118 Sensoren sind dort aktiv und überwachen alles, was mir wichtig ist. Die CPU ist übrigens sehr viel wichtiger als die meisten glauben. Ich kann inzwischen fast alle "poor Performance" Beiträge zu neueren Spielen in den Steam-Foren auf eine zu langsame CPU zurückführen. Es könnte sich dann lohnen, sich dann etwas mit seiner Hardware auseinanderzusetzen, um Bottlenecks zu erkennen beispielsweise.
 
Er mag im falschen Forum sein, ändert aber nichts daran, dass hier nur die elitäre 0,1 Promille zu finden ist, die wissen, dass es so etwas gibt. Und von dieser 0,1 Promille Elite sind mehr als genug der Meinung jetzt in Panik zu geraten weil Gründe.

Außerhalb des Forums scheitert es bereits an einem regelmäßigen Neustart des Systems, an einem vollgemüllten Windows (RGB-Software lässt grüßen), eine Milliarde offenen Browser-Tabs und gleichzeitiger 4K60-Videoaufnahme auf der CPU encodiert. Alles Beispiel aus der Pro-Esport-Welt.

Ich sehe hier derzeit nur unfertige Beta-Versionen. Da glaube ich der Zahl 42 derzeit mehr als dem, was hier überall ausgelesen wird.
 
Steel_Nomad.jpg


Etwa 10° bei 700W .... ja kommt hin^^
 

Wie funktioniert die Hotspot-Methode in NV-UV und kann man dem Wert trauen?

--> Weil es gerade gut zum Thema passt :P

NV-UV betreibt keine Raketenwissenschaft. Die Methode basiert auf den öffentlich geteilten Hinweisen von Unwinder zur Low-Level-Schnittstelle von MSI Afterburner.

Darüber lassen sich mehrere interne Temperaturregister direkt auslesen. Inzwischen existieren auch mehrere offene Community-Plugins, die im Kern denselben Ansatz verwenden.

Am Ende des Tages geht es um sechs öffentlich diskutierte Registeradressen:

0xAD0A90
0xAD0A94
0xAD0A98
0xAD0A9C
0xAD0AA0
0xAD0AA4
--> Darauf baut das NV-UV-Plugin auf.

Es liest die sechs internen Temperaturkanäle direkt über die Low-Level-Schnittstelle von MSI Afterburner aus. Die unteren 16 Bit des jeweiligen Registerwertes werden als Festkommawert mit 1/256 °C interpretiert.

Die Berechnung ist recht simpel:
Hotspot Temperatur: der höchste Wert der sechs Kanäle
Hotspot Delta: der höchste minus der niedrigste Wert dieser sechs Kanäle

Hotspot Delta:
Das Plugin stellt neben der Hotspot-Temperatur auch ein Hotspot Delta bereit. Dieses Delta ist keine zweite unabhängige Messung, bietet aber einen zusätzlichen Blickwinkel: Während die Hotspot Temperatur den heißesten der sechs Kanäle zeigt, beschreibt das Delta die Spreizung zwischen dem heißesten und dem kühlsten Kanal. Wer beide Werte beobachten möchte, kann das Delta bereits über MSI Afterburner ins OSD aufnehmen.

Für die erste Integration in NV-UV habe ich mich aber bewusst nur für die absolute Hotspot-Temperatur entschieden. Die ist leichter einzuordnen und entspricht eher dem klassischen Verständnis eines Hotspot-Werts. Das Delta benötigt auch deutlich mehr Erklärung, kann schnell mit "Hotspot minus normale GPU-Temperatur“ verwechselt werden und besitzt ebenso keine offiziell dokumentierten Grenzwerte. Ich wollte es anfangs auch einfach übersichtlich halten. Falls mehrfach gewünscht kann ich das Delta optional in die NV-UV-Telemetrie aufnehmen.

Ah ja, es wird auch nicht angenommen, dass beispielsweise immer Register Nummer drei der heißeste Sensor sein muss. Alle sechs Kanäle werden bei jeder Messung ausgewertet und der aktuell höchste Wert verwendet.

Ich habe zusätzlich eine etwas strengere Plausibilitätsprüfung eingebaut:
  • Alle sechs Register müssen lesbar sein.
  • Alle sechs Werte müssen innerhalb eines sinnvollen Temperaturbereichs liegen.
  • Fehlt ein Kanal oder liefert er einen offensichtlich unplausiblen Wert, veröffentlicht das Plugin lieber gar keinen Messwert.
  • Es wird nichts aus den übrigen Kanälen geschätzt und kein Ersatzwert erzeugt.
Da ich selbst "nur" eine RTX 5090 und eine RTX 5070 Ti als echte Hardwaretests zur Verfügung hatte, erschien mir dieses Verhalten am sinnvollsten. Die NV-UV-Implementierung liest genau diese sechs Register, berechnet Maximum und Delta und verwirft den kompletten Messsatz, sobald einer der sechs Kanäle nicht plausibel ist.

Nach der Installation prüft NV-UV außerdem fünf aufeinanderfolgende Messungen.
Erst wenn alle fünf Samples – bei fünf hatte ich ein gutes Gefühl xD – plausibel sind, wird die Installation als erfolgreich akzeptiert.

Zur Klarstellung:
  • Sechs Kanäle werden für jeden einzelnen Hotspot-Wert ausgewertet.
  • Fünf Messungen hintereinander dienen nur dem abschließenden Sensortest nach der Installation.
Kann man dem Wert also trauen?
Als experimentellem Zusatzwert würde ich sagen: Ja, mit den entsprechenden Vorbehalten.

Die Werte waren auf meiner RTX 5090 und RTX 5070 Ti für mich plausibel und reproduzierbar. Sie haben nachvollziehbar auf Last und Abkühlung reagiert. Auch Installation, erneute Abfrage, Afterburner-Neustarts und Rollback wurden auf beiden Karten getestet.

Besonders im www.overclock.net Forum werden die Kanäle inzwischen ebenfalls auf verschiedenen Karten und unter unterschiedlichen Lasten beobachtet. Der bisherige Tenor scheint überwiegend zu sein, dass die Werte plausibel reagieren.

Ist es wissenschaftlich valide?
Ich bin mitnichten ein Experte für Halbleiterthermik oder Elektrotechnik und möchte deshalb auch nicht mehr behaupten, als tatsächlich belegt ist. Noch dazu habe ich weder erweiterte Messungen direkt an der Hardware durchgeführt noch die technischen Möglichkeiten dazu.

Ich werde mich also nicht hinstellen und sagen: „Genau so definiert NVIDIA offiziell den Hotspot.“
Als offiziell bestätigter NVIDIA-Hotspot-Sensor gilt der Wert also nicht.

NVIDIA dokumentiert diese Register nicht öffentlich. Außerdem bedeutet ein Block aus sechs ausgelesenen Kanälen nicht zwangsläufig, dass Blackwell intern insgesamt nur sechs relevante Temperatursensoren besitzt.
Deshalb bleibt die Anzeige in NV-UV bewusst als experimentell und mit einem Disclaimer gekennzeichnet.

Ich behalte die Thematik aber definitiv im Auge. Sobald neue Erkenntnisse, oder Informationen auftauchen, versuche ich zeitnah zu prüfen und NV-UV entsprechend nachzupatchen.

Was macht NV-UV besser?
NV-UV übernimmt die automatische Installation und Konfiguration in MSI Afterburner. Man, muss nicht mehr selbst mit einem Texteditor die CFGs ändern und auch nicht selbst nach der ID der Grafikkarte suchen.

NV-UV erkennt das jeweilige Blackwell-Modell und passt MSI Afterburner dementsprechend an, sodass man den Hotspot ohne großen Aufwand auch im OSD aktivieren kann, falls man dies möchte :)

Als Grafikkarten-Nerd finde ich das Thema an sich extrem spannend. Mir ist aber auch klar, dass es viele schlicht nicht interessiert: Karte rein, alles läuft, fertig. Auch das ist völlig nachvollziehbar und absolut legitim. :)
 
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