Europawahl 2024

Ich denke der Großteil der Bevölkerung im Osten hat das sehr wohl noch erlebt. Viele junge Menschen sind ja aus dem Osten "geflohen":
https://www.innovations-report.de/wp-content/uploads/post-pictures/durchschnittsalter_625481.jpg Und die, die das nicht mehr persönlich kennen, kriegen halt mit, wie der Osten auf dem Land abgehängt wird...
Da gibt es eine sehr interessante Doku vom ZDF die sich daran versucht zu ergründen woran der Aufstieg der AfD und die scheinbare Ablehnung der Demokratie liegt.

Den Interessantesten Ansatz fand ich, dass die Einführung der Demokratie im Osten anders Ablief bzw. anders wahrgenommen wurde als im Westen. Im Westen kam mit der Demokratie der wirtschaftliche Aufschwung (Wirtschaftswunder), im Osten hingeben gab es einen großen sozialen wie auch wirtschaftlichen Abstieg in der Zeit nach der "Wende". Also viele Arbeitslose und viele Unternehmen die dicht machten bzw. ganze Industriezweige die zusammenbrachen.
Diese Erfahrung gepaart mit dem regelrechten "Ausbluten" auch gerade gefragter Fachkräfte hat viel Politikverdruss geschaffen.
Was auch bemerkenswert ist das der Anteil an Männern in vielen Regionen im Osten höher ist. Also auf 100 Frauen kommen beispielsweise 120 Männer. Da die Frauen scheinbar eher bereit sind wegzuziehen für ein Studium und dann da auch bleiben. Das lässt also ältere Leute übrig die die Wende miterlebt haben und damit unzufrieden sind und jungen Männer die es schwieriger haben bei der Partnersuche.
Alles ein Nährboden für diese Parteien.

Andererseits ist der Ausländeranteil oder der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund im Osten auch deutlich geringer als im deutschen Durchschnitt. Gerade im ländlichen Raum hast du eine sehr homogene Bevölkerungsstruktur. Diese Leute wollen keine unkontrollierte Migration und Zustände wie in einigen Großstadtvierteln.
 
Das reicht vollkommen aus.
Passte grad
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Also auf 100 Frauen kommen beispielsweise 120 Männer.
Das ist ein echt großes Thema. Und dann kommt noch der "Ali", der einem die "Uschis2 streitig macht. Geht mal gar nicht!

In dem Zusammenhang auch interessant: Jede 5. Frau im Osten will/muss Kinder alleine großziehen. Da wäre ich als Frau auch nicht so erpicht darauf mir 'nen Ost-Mann zu suchen. Da würde ich lieber rübermachen.

 
Was man hier wieder liest, wiederholt sich auch bei jeder Wahl.
Man versucht sich Ergebnisse zu erklären, in dem man den Wähler, oder auch Nichtwähler kritisiert.
Ich bin mal so frei und fasse das inhaltlich so zusammen:
Wäre ja alles ganz anders gekommen, wenn der Wähler nicht so dumm wäre.

So kommt es bei meistens dann rüber.
Du jungen Wähler, was wissen die schon.
Ja die Ossis. Die SED Therapie wirkt nachhaltig.
Generation TikTok.

Also mein persönlicher Social Media König ist immer noch Bierzelt Maggus.

Nach all den Wahlen mit der AfD und deren ständigen Zugewinnen, kann ich nur auf eins schließen. Bisher hat es keine andere Partei geschafft die Gesell- und Wählerschaft vernünftig abzuholen und es sind keine Warnschüsse mehr bei der man eine Protestpartei wählt.

Man bekommt ja auch mit was Leute untereinander reden.
Teilweise ist es wie bei Kiz und den weißen Turnschuhen, falls da jemand mit den Texten vertraut ist.

Politiker haben schon immer viel Stuss geredet. Leute die sich einen Helmut Schmidt zurück wünschen, vergessen auch gerne, dass die mit dem mit 80 Jahren immer noch am Arbeitsplatz stehen würden.

Mir geht es auch nicht in den Kopf hinein, wie man sich minutenlang im TV unterhalten kann und dabei nichts aussagt.
Dann aber wiederum schafft man es mit unverhältnismäßiger Energie Themen wie die Cannabislegalisierung bis ins letzte Kommata zu kritisieren und vehement mit kriegerischem Einsatz alles zu blocken wo es nur geht.

Und am Ende bleibt das beim Bürger kleben, der teilweise auch die Pandemie nicht verdaut hat. Er hat mit Alltagsproblemen zu kämpfen, aber wir diskutieren jetzt erstmal wie man gendern könnte.
Das sind Themen, die jucken keinen Durschnittsdeutschen.

So und jetzt. Was haben wir uns von der Europawahl anderes erwartet? Wir bekommen es innenpolitisch nicht auf die Reihe, da ist der Wähler, nachvollziehbar, mit außerpolitischen Themen überfordert.
Nicht weil er dumm ist, oder keine demokratischen Kompetenzen hat.
Es ist einfach ein politisches Karussel, dass jeder Clown jetzt auch gehör bekommt.



Und so am Rande.
Ich würde nie, nicht mal wenn mein Schwager auf kommunaler Ebene zum Bündnis gehört auch nur einmal ein Kreuz bei den Grünen machen. Aber Habeck hat die Probleme mit der Knappheit von Energieressourcen super gelöst. Und nicht ein AfDler hätte es nur annährend so sauber geschafft.
 
Alltagsprobleme ist das Stichwort, ich würde sogar emotionale oder gefühlte Probleme sagen.

Teure Energie ist für viele ein reales Problem. Und gerade niedrigere Einkommen haben oft Schicht- und Wochenendarbeit, wodurch das Auto für sie viel essentieller ist, als für die Akademiker*in mit Home Office.

Dazu kommt das Thema Migration, das auch emotionalisiert wird. Migrant*innen sind ohne jeden Zweifel in der Summe eine Bereicherung für das Land, aber auch unter ihnen gibt es einzelne und seltene Fälle, die das Recht missbrauchen oder gar eine Gefahr für die Menschen hier darstellen. Die AfD hat so eine abstrakte Gefahr in die Köpfe der Menschen gebracht.

Gibt eine schöne Auswertung:


Wichtig ist jetzt nicht bei den Reformen nachlassen.
 
Das führt so leider in ne Sackgasse.
Man fängt ja auch nicht an zu rauchen, da man ja joggt und gesund isst.
 
Das machen Kinder natürlich nicht von alleine. Es sind wahlweise die Eltern oder die Lehrer.
Das ist der Familien und Freundeskreis, wo das abgeguckt wird. Aber niemand ordnet das an.
Da gibt es eben das Genderverbot, was eben unsinnig ist.
Komische Verbotskultur. Dabei sind doch alle angeblich gegen Verbote und nur die Grünen wollen verbieten.
Leute mögen halt wie gesagt, den Zwang nicht. Wäre es wirklich freiwillig, so wie die Genderbefürworter behaupten, wäre es auch kein Aufreger.
Es gibt kein Genderzwang. es gibt nur ein Genderverbot, was ein Zwang ist.
 
Ich komme noch nicht so recht darauf klar, dass 35% der Menschen zwischen 16 und 24 schwarz bis blaubraun gewählt hat. Ich frage mich, ob man selber nach Faktenlage oder danach entschieden hat, was Mama und Papa so wählen?
 
Ich komme noch nicht so recht darauf klar, dass 35% der Menschen zwischen 16 und 24 schwarz bis blaubraun gewählt hat. Ich frage mich, ob man selber nach Faktenlage oder danach entschieden hat, was Mama und Papa so wählen?
Und ich möchte mal gerne wissen wieviele von denen wirklich unter 18 gewesen sind? :ka:
 
Normalerweise poste ich ungern YT-Videos in textbasierten diskussionen wie hier - aber das heutige Video vom Fugmann zur Europawahl hat so viele Inhalte mit denen ich konform gehe dass es tatsächlich schneller sein dürfte das Video zu kucken (zumindest den Teil zur Europawahl, das Börsenzeug kann man ja skippen amEnde) als einen Wall-of-Text zu tippen und zu lesen.
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Alleine der Punkt dass der Scholzomat sich immer noch nicht geäußert hat zu irgendwas ist ne ziemliche Bankrotterklärung finde ich. Das Wahlergebnis der Grünen vor allem unter den jungen Wählern die eben NICHT grün wählen wird auch thematisiert.
 
Mein Fazit:

Die EU ist bald Geschichte.
Nicht nur das ~16 % der deutschen Wähler bei der EU Wahl 2024 für einen baldigen EU Austritt gestimmt haben...in vielen Nachbarländer sind ähnlich starke Tendenzen zu erkennen.
Für Putin kommt das sehr gelegen, die Ukrainer kämpfen auf verlorenen Posten, vom Westen allein gelassen.
Ob den ostdeutschen Bürger wirklich bewusst ist das sie der drohenden Gefahr aus dem Osten irgendwie näher sind?

So wie hier in Deutschland die Stimmen immer lauter werden das die Ukraine doch bitte Frieden mit ihren Eindringlingen schließen mögem, sollte wir uns dann auf entsprechend ähnliche Ratschläge aus den Westen vorbereiten wenn die ersten Panzer durch Polen gefahren sind und an unserer ostdeutschen Grenze (kurz) stehen bleiben.
Da ist es auch kein Wunder das denen die Bedrohung durch den Klimawandel völlig Latte ist, Motto der Partei mit über 30% der Stimmanteil aus den neuen Bundesländer: einfach anpassen.

Da bin ich mal gespannt was denen dazu einfällt, da es wirtschaftlich - ohne EU Binnenmarkt - für uns eh am Ende ist, fällt es sicherlich leichter sich unterjochen zu lassen.


Also, alles wird gut.




Viele Grüße,
stolpi
 
Normalerweise poste ich ungern YT-Videos in textbasierten diskussionen wie hier - aber das heutige Video vom Fugmann zur Europawahl hat so viele Inhalte mit denen ich konform gehe dass es tatsächlich schneller sein dürfte das Video zu kucken (zumindest den Teil zur Europawahl, das Börsenzeug kann man ja skippen amEnde) als einen Wall-of-Text zu tippen und zu lesen.
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Alleine der Punkt dass der Scholzomat sich immer noch nicht geäußert hat zu irgendwas ist ne ziemliche Bankrotterklärung finde ich. Das Wahlergebnis der Grünen vor allem unter den jungen Wählern die eben NICHT grün wählen wird auch thematisiert.
Das ist einfach nur affig. Sein Fazit: Wir wollen eine Zeitenwende, aber bitte alles so lassen, wie es ist. Keine Veränderung, aber bitte sorgt dafür, dass wir nicht alle absaufen und vertreibt die verkackten Ausländer. Als Antwort bekommt man dann die Zwangselementarversicherung, wo dann die Allgemeinheit aus den Regionen, wo man keine Probleme zu erwarten hat, das blau-schwarz-braune Wählervolk alimentieren muss und Arbeitskräfte darfste dir dann aus dem Arsch ziehen, anstatt sie sich heranzubilden. DAS ist eine Bankrotterklärung.

Ja, das Wahlvolk hat gezeigt, dass es irgendwie hofft, dass alles an einem vorübergeht. Wird nicht so kommen. Wird ein fürchterliches Erwachen geben. Aber dann bitte ohne mich dafür zur Kasse zu bitten! Sollen sie doch ersaufen an der Elbe und den Ahrtälern dieses Landes. Hauptsache weiter wie bisher. Pispers hatte so recht mit uns.
 
Vielleicht ist er am überlegen ob er auch Neuwahlen verkündet? :ka:
Was im Vergleich zu Frankreich wieder unter geht: Macron ist NICHT zurückgetreten oder auch nur in seiner Macht beschnitten. Frankreich hat eine Präsidialdemokratie. Der Präsident wird separat gewählt. Und im Parlament, was er nun neu besetzt sehen will, hat er schon heute keine Mehrheit mehr.
 
Ich komme noch nicht so recht darauf klar, dass 35% der Menschen zwischen 16 und 24 schwarz bis blaubraun gewählt hat. Ich frage mich, ob man selber nach Faktenlage oder danach entschieden hat, was Mama und Papa so wählen?
Zumindest bei der AfD ist die Wählergruppe 35-44 Jahren mit 20% noch 4% stärker gegenüber den Jungwählern. Bei 25-34 und 45-54 Jahren sind es jeweils 18%. Warum da jetzt medial so auf die Jungwähler eingegangen wird, erschließt sich mir nicht. Vielmehr sollte uns beunruhigen, dass die AfD ihren Trend der letzten Jahre fortsetzen konnte und sich in den älteren, gesetzten Wählerschichten etabliert hat.

Auch hat sich gezeigt, dass der Ansatz der CDU, AfD-Positionen aufzugreifen, teils deren Narrativ aufzunehmen, um deren Wählerschaft "zurückzugewinnen", nicht ausgezahlt hat, sie verliert 570.000 Wähler an die AfD, statt Stimmen von dieser abzuwerben. Trifft übrigens auch auf SPD und FDP zu, die beiden auch bzgl. Migration rechts blinken. Dann wählt man doch lieber das Original. Lediglich das BSW konnte der AfD 160.000 Stimmen abnehmen, bezieht mit insgesamt 1 Mio. Stimmen aber seine größte Stärke aus dem Milieu der Linken und SPD. Der Ansatz klappt also auch nicht so wirklich.

Hoffnung gibt mir der Blick nach Dänemark, Schweden und Finnland, Rechtsaußen wurde dort abgestraft, das "links-grün versiffte" Parteienspektrum konnte zulegen, stellt in Dänemark sogar die stärkste Kraft. Vielleicht gibt es ja bzgl. Klimaschutz doch noch eine Chance.
 
Hoffnung gibt mir der Blick nach Dänemark, Schweden und Finnland, Rechtsaußen wurde dort abgestraft, das "links-grün versiffte" Parteienspektrum konnte zulegen, stellt in Dänemark sogar die stärkste Kraft. Vielleicht gibt es ja bzgl. Klimaschutz doch noch eine Chance.
Die Skandinavier sind uns halt 5-10 Jahre voraus.
 
Ich komme noch nicht so recht darauf klar, dass 35% der Menschen zwischen 16 und 24 schwarz bis blaubraun gewählt hat. Ich frage mich, ob man selber nach Faktenlage oder danach entschieden hat, was Mama und Papa so wählen?
Keins von beiden, es ist weit aus schlimmer.
Ohne das jetzt zu bewerten, mal als Hinweis.
Ich habe in meinem Leben neben Romanen so ungefähr 200-250 Sachbücher gelesen und seit dem ich 20 Jahre alt bin, lese ich regelmäßig Tageszeitung.
In meinen mitte Dreißigern (fast 20 Jahre in der Verggangenheit)war ich Teamleiter und hatte dort meistens Zwanzigjährige in meinem Team, es ist hin wieder zu der Zeit noch vorgekommen das man auch mal etwas Privat unternommen hat. Ich habe also die meisten Wohmnungen meiner Teammitglieder gesehen und mich schon öfters über das Thema unterhalten, was mir damals aufgefallen ist, das es keine Bücher gab, überhaupt keine.
Das mag nun nicht wirklich repräsentativ sein, aber ich wette, dass das lesen von Sachbüchern und Tageszeitungen in den genannten Jahrgängen und bis 35-40 Jahre völlig unterepräsentiert bis kaum nochg vorhanden ist, um so mehr, um so geringer der Bildungsgrad.
Diese Wähler entscheiden ihre politische Stimme, anhand von Social Media auf der Couch mit Handy oder Tablet, mit einer Aufmerksamtkeitsspanne von ~30sek.
Das ist meiner Meinung nach ziemlich dicht an der Wahrheit
 
Zumindest bei der AfD ist die Wählergruppe 35-44 Jahren mit 20% noch 4% stärker gegenüber den Jungwählern. Bei 25-34 und 45-54 Jahren sind es jeweils 18%. Warum da jetzt medial so auf die Jungwähler eingegangen wird, erschließt sich mir nicht.
Mir schon.
Der Punkt ist eben, dass die Ampel nur missverstanden wird.
Die Kommunisten Ossis, die Neo-Nazis und die unerfahrenen jungen Erwachsenen sind für die Zugewinne der AfD verantwortlich.
"Sie, als verantwortungsvoller und gebildeter Deutsche mittleren Alters, haben doch sicher nicht falsch gewählt, oder? Sie bekommen doch 2 bis 4K Steuerrückzahlung. Können sie in ihre KFZ Ratenzahlung reinknallen."

Also wer heute noch denkt, dass unser Volk verdummt und alle heimlich kleine Ausländerhasser sind und deswegen die AfD wählt, der täuscht sich mindestens genauso, wie der Blau-Wähler denkt, dass mit denen alles besser wird.
Es ist höchste Eisenbahn, dass adäquate Lösungen für die Bürger gesucht werden.
Man wirft den AfD-Wählern vor, dass sie nicht aus der Geschichte gelernt haben, wir aber auch nicht.
Deutschland ist damals nicht durch Fügung untergegangen, und die Bürger "haben das ja alles nicht gewusst und kommen sehen" und "Wir waren ja im Widerstand..." (hahaaaa...).
Die Irren haben genau aufgeschrieben was sie vor haben, aber anstatt sie durch Taten zu entwaffnen, hat man selbst im Wahlkampf was von einer rosigen Zukunft gefaselt, man wollte Frauen gleichberechtigen und man hat versucht die Arbeiter mit besseren Arbeitsbedingungen und Entlohnung zu werben in Zeiten nagender Arbeitslosigkeit.
Geiles Marketing. Nur leider keine Kunden.
Das nur kurz gefasst.
Wenn das noch niemand gesehen hat, dann schaut euch dochmal die Wahlplakate von 1933 an. Da fragt man sich doch, ob die damals alle dumm waren.
Das beste was die zu bieten hatten, waren es die NSDAP zu verurteilen und weiter zu sabbeln wie geil sie selbst doch sind.
Während die irgendwie, so scheiße sie auch waren, die einzigen waren die auf ihren Plakaten, dass hatten, was die Bürger wirklich interessiert hat.

Es reicht einfach nicht immer, dass der andere im Unrecht ist.

[...]die beiden auch bzgl. Migration rechts blinken. Dann wählt man doch lieber das Original.

Ist viel zu einfach gedacht, dass die Wähler alles nur Neo-Nazis sind. Das Problem ist aber, dass es diesen Wählern irgendwann egal ist, wenn man sie dafür hält.
Hoffnung gibt mir der Blick nach Dänemark, Schweden und Finnland, Rechtsaußen wurde dort abgestraft, das "links-grün versiffte" Parteienspektrum konnte zulegen, stellt in Dänemark sogar die stärkste Kraft.
Und jetzt? Wir haben auch schon mal die NPD verboten. Wo sind wir heute?


Ich kann mir schon vorstellen, dass man sich als jemand der sich hin und wieder ernsthaft mit Politik beschäftigt und sein Kreuz nicht aus einem Bauchgefühl heraus setzt ein wenig aus dem Fokus gerät:
Es gibt eine riesige Anzahl an Wählern, die eher der Meinung sind, dass die Partei sie persönlich überzeugen muss und nicht dass sie die Pflicht haben, sich mit ihrer Demokratie auseinander zu setzen. "Die Partei will ja was von ihnen, nicht anders rum."


Diese Wahl, war nicht nur eine Europawahl. Diese Wahl wurde von vielen genutzt um ihre innerpoltische Meinung zu vertreten. Und die machen sich gar nicht bewusst, wie katastrophal das auf europäischer Ebene eigentlich ist. Die machen sich nicht bewusst, was das für Konsequenzen auf internationaler Ebene hat.
Mit jedem % sinkt die Hemmschwelle.
Aber viel schlimmer noch, die Parteien und Medien machen sich das nicht bewusst, dass man nicht schon wieder die ganze Sache am Wähler aufarbeiten muss, sondern bei sich selbst. Aber so langsam müssen die sich auch vorwerfen lassen, dass denen das auch am Arsch vorbei geht.
Keins von beiden, es ist weit aus schlimmer.
[...]
Ja Don... und vor 20 Jahren hatte man vielleicht noch ne Oma die einem vom Krieg und nachm Krieg erzählt hat.
Auf wieviel junge Erwachsene trifft das heute noch zu? So aus zweiter und dritter Hand kommt der Effekt eben nicht mehr so auf. Gibt auch keinen Großvater mehr, der einem seinen Stumpf zeigt und einem erklärt, dass der Rest in Stalingrad liegt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich komme noch nicht so recht darauf klar, dass 35% der Menschen zwischen 16 und 24 schwarz bis blaubraun gewählt hat. Ich frage mich, ob man selber nach Faktenlage oder danach entschieden hat, was Mama und Papa so wählen?
Letzteres glaube ich kaum. In dem Alter ist es bei vielen angesagt, mal nicht das zu machen, was die Eltern machen oder wollen.
In der Altersgruppe dürfte aber halt die "Weiter so"-Politik von SPD und CDU ganz schlecht ankommen. War vor 5 Jahren auch schon der Fall.
 
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