"Elex" = was ist daran so gut? warum sollte man die Story spielen? Danke für Infos...
wenn es sich so mega lohnt, sollte man dazu irgendwelche Mods nutzen ? für Grafik Verbesserungen oder so
"GreedFall": kennt das jemand und hat es gespielt? Was gefällt, am Spiel was nicht.
Zu Elex:
Wenn du Piranha Bytes Spiele magst, würde ich es schon kaufen bzw. spielen. Es ist so ziemlich ein Aufguss der alten PB-Spiele nur mit neuem Look. Ein postapokalyptisches Fantasy-Sci-Fi-Setting

Um ehrlich zu sein, hat es mich die ersten 10 Stunden hart angekotzt, da man sogar auf Normal übelst aufs Fressbrett bekommt und auch von irgendwelchen Lappen-Viechern. Man muss sich da auf jeden Fall durchbeißen, ABER dann lohnt es sich dranzubleiben. Es ist mal etwas neues, sage ich mal. Es gibt sogar Rückblenden in der Story vom Protagonisten, die erzählen wer er war und wie er in die Lage gekommen ist. Story-technisch hielt ich es am Anfang für schwach, aber muss gestehen, dass es gegen Ende hin ziemlich interessant wurde. Das Spiel ist, bestimmt wie jedes PB-Spiel, auf eine Trilogie ausgelegt. Also man hat definitiv einen Cliffhanger am Ende. Immerhin kommen auch einige Plot Twists vor. Und es gibt Entscheidungen die sich sogar erst im Nachhinein im Spiel auswirken. Ansonsten, wie gesagt, die PB-Standardkost. Man fängt als Lappen an, lernt verschiedene Gild...ähh Gruppierungen kennen und auch Partymitglieder, die einen, wenn man möchte, stets begleiten. Es gibt sogar Romanzen

Die Kämpfe sind bockschwer, fand ich zumindest am Anfang und etwas gewöhnungsbedürftig. Leicht "soulslike", da man vor allem auf seine Ausdauer achten muss. Gabs schon bei G3, ich weiß, aber da konnte man das noch auskontern

Je mehr Treffer man aneinanderreiht, desto mehr Schaden macht man am Ende. Crafting gibts auch, aber dass ist ja nichts neues. Je höher der Aufstieg innerhalb einer Gruppe, der man sich anschließen muss, desto bessere Waffen und Rüstungen stehen einem zur Verfügung. Zu saftigen Preisen wohlgemerkt. Die Welt ist relativ abwechslungsreich, es gibt Wald, Wüste, Gebirge/Lava-Umgebung, Eis und Schnee sowie Küste. Die Gegner sind hauptsächlich Mutanten und es gibt großen Wiedererkennungswert bei einigen Viechern im Vergleich mit anderen PB-Spielen (Scavenger aus Gothic z.B.). Die raue Sprache darf natürlich nicht fehlen. Also alles im allem so wie man es von PB kennt (und liebt)
Zu GreedFall:
Habs gespielt. Kann ich auf jeden Fall empfehlen, wenn man alte Bioware-Spiele mag. Also kleinere Gebiete bzw. Schlauchlevels, mit einer glaubwürdigen Welt, tollen Charakteren und einer interessanten Geschichte. Fühlt sich zwar an wie Bioware lite, aber trotzdem finde ich bemerkenswert was Spiders mit einem geringen Budget gelungen ist. Die Story gewinnt keinen Innovationspreis, aber hat mich durchaus gut unterhalten. Es gibt viele Entscheidungen, aber leider keine richtige gute oder böse Spielweise. Zumindest sehe ich das so. Es gibt zwei Partymitglieder die einen ständig begleiten können und die sich auch teilweise in Dialoge einmischen. Es gibt auch eine Art Loyalitätssystem und angeblich auch eine Romanzenfunktion. Aber die wollte ich sowieso nicht wahrnehmen

Die Kämpfe können abwechslungsreich sein, da es einen großen Skillbaum und verschiedene Fähigkeiten gibt in die man investieren kann. Von Tank bis hin zu Schütze oder Magier, oder irgendwas dazwischen. Manche Fähigkeiten eröffnen einem auch andere Wege in Missionen, wie bspw. Aufmerksamkeit, Redegewandtheit oder körperliche Stärke. Es gibt natürlich noch mehr. Interessant ist, dass man sich in einigen Missionen verkleiden kann, um so bspw. durch feindliches Gebiet zu kommen. Die unterschiedlichen Fraktionen im Spiel sind mMn gut ausbalanciert und haben nachvollziehbare Motive. Leider kann man sich keiner Fraktion anschließen, sondern man ist zu (fast) jedem Zeitpunkt Teil einer Fraktion. Leider wiederholen sich Gegnertypen und auch Stadt-Interiors häufiger. Ich glaube die hatten alle den gleichen einen Architekten auf der Insel. Der ist bestimmt reich geworden

Die Waffenauswahl ist ganz nett, es gibt Pistolen, verschiedene Gewehrtypen, Granaten (glaube ich), Einhandwaffen, Zweihandwaffen und natürlich Magie. Der Genpool ist auch sehr eng, viele Zwillingsbrüder und -schwestern

An sich ist das Spiel in sich geschlossen. Ich glaube aber auch, dass Spiders bisher kein Sequel zu irgendeins ihrer Spiele entwickelt hat. Einen zweiten Teil würde ich definitiv kaufen. Habe insgesamt ca. 65 Stunden im Spiel verbracht und fast alle Quests gemacht, was für so ein Spiel schon relativ ordentlich ist. Ich glaube man unterschätzt das immer, da ja neben der Story noch Nebenmissionen kommen und die Entdeckung der Welt, sowie Dialoge mit NPCs als auch die Zeit im Menü mit Skills, Waffen etc.
Achja und natürlich gibt es mehrere Enden. Meiner Meinung nach ist nur ein Ende das Wahre, aber das bleibt ja jedem selbst überlassen.
Sorry wenn das so ein bisschen unstrukturiert ist, bin irgendwie gerade zu faul dafür und es ist schon spät
