Der Militärthread

Nicht viele...

Es war im Übrigen ein sehr komfortabler Zustand, dass man über ex-Jugoslawien die absolute Luftherrschaft hatte.
Abgesehen von denn oben benannten IR-Boden-Luft-Kurzstreckenraketen und small-arms-fire war die Bedrohungslage faktisch "0", da die Wild-Weasel quasi jegliches Aufleuchten eines Radars instant mit einer AGM-88 quittierte.
Irgendwas um die 90-95% Trefferquote bei der damaligen Harm-Version auf so winzige Ziele von vielleicht 3-5 m Fläche und noch meist im Wald und in den Bergen versteckt aus über 100 km Entfernung ist militärtechnisch schon beeindruckend.
Die heutigen Modelle schleichen sich von hinten an.
Sozusagen "detonatione surprise" :cool:

"Andere Angaben sind bedeutend niedriger; die Militärzeitschrift "Jane’s Defense Weekly" spricht gar nur von 15 Panzern und 35 gepanzerten Fahrzeugen, die getroffen worden sein sollen."

"Durch weiträumige Verteilung, geschickte Nutzung von Wald und Geländestrukturen und Verwendung von Tarnkörpern – wie Plastikplanen, Ofenrohren als Infrarot-Signatur, aufblasbaren Panzerprofilen und künstlichen Brücken, Verwendung von Farbe zur Irritation von Infrarotsensoren – gelang es, die Aufklärung zu täuschen und Bomben in die Irre zu führen."


Wenn man den Aufwand betrachtet.

Leider nur etwas unter 2k WN8, aber alles ohne GM.

radargelenkten abgeschossenen Sams geade mal ein oder zwei Verluste bei der Nato enstanden.
Ein Bundeswehr Oberstleutnant meinte damals zu mir, das es mit S-300 anders gelaufen wäre.
War aber auch Ex NVA und kannte das System schon vor 1989.
Wenn man seine Erfolge gegen solche Gegner feiert, fehlt vielleicht der Blick für eigene Schwächen?

Abschließend noch ein Zitat aus dem Artikel.
.

"Da sich die serbischen Streitkräfte im Kosovo den Luftangriffen offensichtlich weitgehend entziehen konnten, verlegte sich die Allianz verstärkt auf Infrastrukturziele, weil diese "festen und damit leicht zu treffenden Installationen" der Unterdrückung im Kosovo dienten. Eine Analyse vom Mai 1999 zeigt, daß sich nur 40 Prozent der Ziele direkt auf das Militär bezogen (25 Prozent serbisches Militär, 15 Prozent Luftverteidigung), während der überwiegende Rest eher zivile Ziele wie Straßen, Brücken, Fabriken, die Stromversorgung, Ölraffinerien und -lager sowie Kommunikationseinrichtungen umfaßte. Auch die Donaubrücken wurden bis auf zwei alle zerstört, was den Schiffsverkehr erheblich einschränkte. Die Wirkung im zivilen Bereich war unmittelbar und weitreichender. So wurden beispielsweise vom 21.–24. April ausgedehnte Stromausfälle in den drei größten Städten Serbiens ausgelöst, die besonders zivile Einrichtungen wie Hospitäler, Tiefkühlhäuser, Kläranlagen und Wasserpumpen lahmlegten."

Von den bis jetzt wirkenden Uranabfällen der eingesetzten Munition reden wir nicht.
Nur das dort jetzt sehr hohe Krebsraten existieren.
 
Der Haken ist anzunehmen. das die Russen in Staten Island landen wollen.

Von mir aus kannst du auch Alcatraz nehmen. Aber wenn die Russen nicht vorhaben, ihre Bodenleitstellen vor amerikanischem Territorium aufzustellen, dann sehe ich nicht, wieso die deiner Meinung nach unzureichende Verteidigungsmöglichkeit der US Air Force gegen solche Verbundsysteme ein Problem sein sollte.

Ebensogut könntest du die mangelhafte Ausbildung der Saudi-Arabischen Skitruppen und den Umfang der Schweizer Marine kritisieren: Das man etwas nicht hat, was man nicht braucht, ist kein Problem. Sondern ein Zeichen von effizienter Planung.
 
und den Umfang der Schweizer Marine
Immerhin:
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Quelle:
 
wieso die deiner Meinung nach unzureichende Verteidigungsmöglichkeit der US Air Force gegen solche Verbundsysteme ein Problem sein sollte.

Vielleicht weil im Ernstfall auch einige Flugkörper auf ihr Land fallen?
Irgendwie müssen sie die Waffen und den Nachschub in das Kampfgebiet bringen und Häfen würden zB Ziele werden.
Sicher sollten auch ihre Basen in Rammstein und dem Rest der Welt gut gesichert sein, oder denkst du das ein Konflikt der Nato mit Russland, auf Russland und die Ukraine begrenzt bleibt?

Das ist eben der Unterschied ob man gegen Ziegenhirten in Afghanistan, oder militärischen Großmächten antritt.


Abgesehen davon ist die Mig-29 immer noch ein leichter Frontjäger, der als Antwort auf die F-15 zB entwickelt wurde, oder zB Tornados die über der Linie auftauchen.

"Kommandeur Tom Hahn hat mittlerweile alle in der Zieloptik gehabt: vom Tornado – in MiG-Kreisen als „Toni“ oder „T-Bird“ eine beliebte Vorspeise – bis hin zur F/A-18 Super Hornet. Die sei ein ähnlich guter Kurvenkämpfer wie die MiG, verfüge aber nicht über deren brachiales Schub-Gewicht-Verhältnis. „Irgendwann muss sie mit der Nase runter, und dann hast du sie.“

"Triegel. „War ein schönes Gefühl, so als Former East German in einer roten MiG gegen die Amis über dem Golf.“


Sie war nie als Kämpfer für hohe Reichweite gedacht
 
WTF haben "fallende" "Flugkörper" mit der Einsatzleitung für MiG-29 zu tun? Und wo genau stehen die Radarleitstellen für Putins Angriffskrieg auf Rammstein, den du gerade beschreibst?? In Wiesbaden???
 
Du konstruierst ein Problem aus mangelnder Verteidigungsfähigkeit der US-Air-Force gegen bodenunterstützte MiG-29, hast aber offensichtlich nicht den Hauch eines Plans, wie MiG-29 überhaupt jemals mit Bodenunterstützung über US-Territorium operieren sollten, wo die Air Force sich gegen sie verteidigen müsste. Was soll dieses Störfeuer? Wo es nicht einmal eine Diskussionsgrundlage gibt, sehe ich auch keine Diskussionsabsicht.
 
Pistorius will sein ministerium verkleinern. Mal sehen, ob er was davon umsetzen darf...

Pistorius spricht über mögliche Verkleinerung des Verteidigungsministeriums​

Der SPD-Minister erwägt eigenen Angaben zufolge wohl eine Verkleinerung des Ministeriums. „3000 Leute an zwei Standorten in Bonn und Berlin sind tatsächlich sehr viele“, sagte er. Er wolle Abläufe beschleunigen und sich auf das Wesentliche konzentrieren, was allerdings nicht den sofortigen Abbau von Stellen bedeute. Ebenso will er im Beschaffungsamt der Bundeswehr in Konstanz Reformen in die Wege leiten. Dort gelte es umzubauen, denn es gebe „Abläufe, Strukturen, die Geschwindigkeit und die Methoden, die nach dem russischen Überfall auf die Ukraine einfach nicht mehr in die Zeit passen.“
Der neue Minster blickte auch auf seine Aufgaben voraus, was die Organisation des Ministeriums angeht. „Wir werden uns auch die Strukturen des Ministeriums ansehen müssen“, unterstrich er. Außerdem müsse es wieder „eindeutige Verantwortlichkeiten mit klaren Abgrenzungen geben und keine Parallelstrukturen.“ Er kündigte auch die Rückkehr zu einem Planungsstab an. Ex-Bundesverteidigungsminister Thomas de Mazière (CDU) hatte diesen abgeschafft.

Quelle:
 
Hauch eines Plans, wie MiG-29 überhaupt jemals mit Bodenunterstützung über US-Territorium operieren sollten,
Du willst mir immer irgendetwas anhängen, was ich nie erklärt habe.
Sie ist ein Frontjäger und es war nie geplant über US Territorium zu kämpfen.
Wie und warum sollte es funktionieren?

Die USA sind eine Expeditionsarmee und stellen dementsprechend andere Anfofderung an Reichweite der Maschine und Radarausrüstung.
Die Mig-29 war für die Erringung der Luftherrschaft über dem Gefechtsfeld und Schutz von Objekten gedacht.

Deshalb auch der unterschiedliche Focus bei Luftabwehranlagen.
Für die Russen war dies immer eine wichtige Komponente, während die USA da etwas spärlicher ausgerüstet sind.
Während die Russen ziemlich erfolgreich gegen Himars arbeiten, wären westliche Systeme überfordert. Es gibt keine vergleichbaren Systeme wie Panzir und Buk M3 usw.

Wenn man die immer noch existierende Gefahr des ukrainischen Systems betrachtet, sollte man ein wesentlich höheres Gefährdungspotential beim russischen anerkennen .
Sicher gibt es Stealth, aber wie weit das wirksam wäre, ist reine Spekulationen.
So stehen 380k, Reichweite des S-400, als ein Teil des Systems zu Buche, während eine Harm rund 150km Reichweite besitzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deshalb auch der unterschiedliche Focus bei Luftabwehranlagen.
Für die Russen war dies immer eine wichtige Komponente, während die USA da etwas spärlicher ausgerüstet sind.
Während die Russen ziemlich erfolgreich gegen Himars arbeiten, wären westliche Systeme überfordert. Es gibt keine vergleichbaren Systeme wie Panzir und Buk M3 usw.
Solche Aussagen sind an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten und das von Jemand, der absolut null "Expertise" in dieser Richtung hat, behauptet eine Panzir oder Buk M3 können Dinge die Iris-T SLS, SLM und SLX, sowie NASAMS 1,2 und 3 nicht könnten!

Muhahahahaha! :lol: :lol:

Und wie erfolgreich die Ruzzen gegen Himars sind, kann man täglich bewundern, es ist unglaublich was hier von sich gegeben wird und das auch noch im Bruston der Überzeugung!
 
Solche Aussagen sind an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten und das von Jemand, der absolut null "Expertise" in dieser Richtung hat, behauptet eine Panzir oder Buk M3 können Dinge die Iris-T SLS, SLM und SLX, sowie NASAMS 1,2 und 3 nicht könnten!

Muhahahahaha! :lol: :lol:

Und wie erfolgreich die Ruzzen gegen Himars sind, kann man täglich bewundern, es ist unglaublich was hier von sich gegeben wird und das auch noch im Bruston der Überzeugung!

Vergleiche einfach die Geräte.
Beginnt zum Beispiel schon mit der Höhe der Antenne und der Art der Aufstellung. Dazu noch Mobilität und Verlegbarkeit.
Nicht Vergessen Verfügbarkeit und Menge.

Nasam ist nur ne einfache AIM , die eigentlich unter dem Jet hängt und 50km Reichweite besitzt.


Immerhin 70km.

Ich denke das du wenig Ahnung von russischer Technik hast
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Hier 1 Video wo man viele Explosionen am Himmel, nach dem Start von Panzir Raketen sieht.
Was explodiert? Es gibt aber noch mehr .

Es behauptet auch keiner das IRIS schlecht ist, gerade der Passivmodus, aber Reichweite und Verfügbarkeit schränken ein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Mig-29 war für die Erringung der Luftherrschaft über dem Gefechtsfeld und Schutz von Objekten gedacht.
Quatsch.
das Flugzeug wurde entwickelt:
  • Damit die Ostblockländer einen günstigen Ersatz für die MIG-21 erhielten
  • Damit konzeptionell die Vasallenstaaten im Wahrschauer Pakt durch die Bindung von NATO-Flugzeugen die JaBo Angriffe der Russen im einem Konfliktfall erleichtern würden.
  • Aufgrund der sicherlich herausstechenden Eigenschaft, dass das Flugzeug auch von präparierten Pistenstarten konnten, war es die Antwort auf die Erwartungshaltung, dass im Kriegsfall die Nato zuerst alle Militärflugplätze im "grenznahen" Gebiet des WP ausschalten würde.
  • Die konzeptionelle Antwort auf die in dieser Zeit bei der NATO im vermehrten Einsatz befindlichen Harrier/AV-8B, da der einzige WP Senkrechtstarter in der Zeit, die YAK-38 mehr oder weniger ein Vollflopp war.
Als Gefechtsfeldabriegelungsflugzeug ist die Maschine konzeptionell gar nicht ausgelegt.
Es ist ein bedingt allwettertauglicher Abfangjäger, nicht mehr und nicht weniger.

Es kommt nicht von ungefähr, dass weder die Russen noch die Ukrainer die MIG-29 als JaBo einsetzen.
Mit der trifft man nicht viel auf dem Boden
Die Klassifizierung ist auch bei den Russen "MehrzweckJAGDflugzeug, weil es eine Dualrolle als Abfang- wie Luftüberlegenheit einnehmen kann.
 
Äh, umgekehrt.
Die AGM-88 benötigt keine aktive Zielaufschaltung, weil sie dann auf GPS geht.

Edit:
Quelle:

daraus:
Den Kern des Lenksystems bildet ein Breitband-Funkempfänger, der einen Frequenzbereich von 0,5–20 GHz abdeckt. Wenn dieser Empfänger oder die Avionik des Trägerflugzeuges die Radaremissionen eines Radares wahrnimmt, kann der Sucher der HARM auf diese ausgerichtet und die Rakete abgefeuert werden. Sie orientiert sich nun bis zum Einschlag an den von dem Radar abgestrahlten elektromagnetischen Wellen. Die frühen Versionen dieser Waffe konnten noch durch das Abschalten des Radars irritiert werden, spätere Versionen verfügen jedoch über ein GPS- Empfänger, die es der Rakete ermöglicht, die letzte bekannte Position der Radaranlage punktgenau anzufliegen. Die AGM-88E AARGM (siehe unten) kann darüber hinaus auch mobile Radare nach deren Abschaltung mittels eines bordgestützten aktiven Radars orten und bekämpfen.

Eingesetzt wurde damals die "C" Version, steht auch in dem Bericht von @seahawk , welche die GPS Techno schon hatte.

Die AGM-88G AARGM-ER, die für die F-35 entwickelt wurde, ist die Böse, die von hinten kommen kann.

Zum Text:
Wo genau in dem obigen Text steht denn das?
Da steht das den USA die AGM-88 ausgingen (only less than 100 in stock) und dass die meisten gepanzerten Fahrzeuge der Serben nicht vernichtet wurden, was ja nicht der Plan war und nichts mit der Bekämpfung der Radare zu tun hat.
Und dass schlechtes Wetter die Effizienz bei GPS Anflug (auch für JDAMM-Waffen) Probleme verursachten.
Oder überlese ich was?
Erst die 2003 eingeführte D (nach US Bezeichung) hatte die GPS Funktion.
 
Erst die 2003 eingeführte D (nach US Bezeichung) hatte die GPS Funktion.
Das ist richtig, jedoch verfügte die "C" Version eine passive Ausrichtung.
De Prozessor im Suchkopf merkte sich die zuletzt ermittelte Position des bei der Zielaufschaltung aktiven Radars und gab diese Info an den Gyrokreisel in x,y und z Richtung laufend während des Anfluges als Koordinaten ab.
Das ist genau der Grund, warum die Raketen nicht mobile Ziele trotz abgeschaltetem Radar trotzdem trafen und mobile Ziele nicht mehr trafen.
Weil letztere natürlich die Aufschaltung bemerkten (das ist relativ einfach mit einem Passivempfänger), in den LKW oder Panzer hoppsten und Vollgas gaben.
 
Du meinst die haben HARM auf ihrem Radar gesehen. Aufschalten (im Sinne von aktiven Emissionen) hat HARM ja nicht.
 
Du meinst die haben HARM auf ihrem Radar gesehen. Aufschalten (im Sinne von aktiven Emissionen) hat HARM ja nicht.
Ähm was?
Die Harm C ist auf ein Radar Ziel geflogen, dieses hat abgeschaltet, statt die automatische GPS Position, hatte der Suchkopf, (Harm C) einen Gyrokreisel Kompass, und ist anhand diesen auf die zueletzt gemerkte Position (abgeschaltetes Radar) geflogen!
 
Du willst mir immer irgendetwas anhängen, was ich nie erklärt habe.
Sie ist ein Frontjäger und es war nie geplant über US Territorium zu kämpfen.
Wie und warum sollte es funktionieren?

DU hast konstruiert, dass die Air Force sich gegen MiG-29 in einem vernetzten System verteidigen müsste bzw. dass die US Air Force zu wenig kampfbereite Maschinen hätte, um mit dieser Bedrohung umzugehen..

Ich war derjenige, der das als Schwachsinn angesehen hat. Nett, dass du dem mittlerweile auch zustimmst. Blöd, dass du das nicht vor einer Woche gemacht hast, bevor zu den Thread hier mit deinen Kruden, irrelevanten, realitätsfernen Thesen angeheizt hast.


Ähm was?
Die Harm C ist auf ein Radar Ziel geflogen, dieses hat abgeschaltet, statt die automatische GPS Position, hatte der Suchkopf, (Harm C) einen Gyrokreisel Kompass, und ist anhand diesen auf die zueletzt gemerkte Position (abgeschaltetes Radar) geflogen!

"aufgeschaltet" kam von Compisucher und bezog sich auf die Zielauswahl und -ansteuerung durch die Rakete. Diese Aufschaltung als solche zu bemerken (um dann abzuschalten) stelle ich mir aber auch gerade schwierig vor. Rakete im Anflug orten - ja. Das ist, solange sie im eigenen Radarkegel fliegt, naturgemäß sehr einfach. Man braucht für die Vorwarnung ja nicht einmal eine Richtungspeilung, sondern muss einfach nur nach Doppler-Verschiebungen des eigenen Signals Ausschau halten. Wenn da irgendwas dabei ist, dass sich schneller auf einen zu bewegt als alle eindeutig erkannten Flugzeuge, dann Pedal => Bodenblech.

Aber woran ein "Passivempfänger" erkannt, dass das sich nähernde, seinerseits passive Objekt einen als Ziel "aufgeschaltet" hat und nicht einfach nur zufällig in diese Richtung (bzw. un-zufällig auf ein anderes Ziel, dass auch in dieser liegt) zufliegt, das würde mich auch mal interessieren.
 
HARM kann aber nichts treffen was nicht selber emittiert oder zumindest für eine Zeit emittiert hat.
 
HARM kann aber nichts treffen was nicht selber emittiert oder zumindest für eine Zeit emittiert hat.
Yepp.
Das hat damals bei uns so funktioniert, ich rede von 1985 bis 1992, dass, sobald ein Radargerät auf das Flugzeug aufgeschaltet wurde und über den damals primitiven Bordcomputer analysiert wurde, was für ein Radargerät es denn ist.
Jedes Waffensystem benutzt eine bestimmte Art der Radarausleuchtung und die Ausleuchtungen des WP waren bekannt.
Damals war GPS erst im Aufbau und die z. B. meinige Phantom hatte noch gar keinen Empfänger an Bord.

Daher fütterte mein WSO ständig den Kreisel mit abgegriffenen Daten aus dem Radargerät.
Man hatte also die Position des Flugzeuges in Relation zu Bodenmarker relativ genau bestimmt, auch wenn Abweichungen zur Realität logische Weise vorhanden waren.
Das spielt aber keine Rolle, denn die Position des "feindlichen" Radargerätes ist ebenso eine relative in eben Bezug zum eigene Flugzeug.

Achtung, die dt. F-4 konnten keine "Wild Weasel", ab hier quasi Schilderung der US-Kollegen:

Die Besatzung wie auch die AGM-88 erhielt also Daten von Entfernung, Winkel und Höhe zum Flugzeug und nicht zur geografischen Landschaft.
Der "feindliche" Radarstrahl musste nur knappe 5 sek. aufgeleuchtet haben, um eben diese relative Position zu ermitteln und genau das war dann das Ziel.
Sofern die Besatzung des Radargerätes den Radar nicht ausschaltete, ritt die AGM-88 quasi auf dem Radarstrahl ins Ziel, war er aus, steuerte die Rakete den ermittelten Punkt an.

Ich selbst hatte die AGM-65 Maverick B.
Die F-4 wurde paar Jahre vor meiner Zeit dafür nachgerüstet.
Die Zielerfassung war zunächst die Gleiche und die AGM-65 wurde "blind" in diese Richtung abgefeuert.
Der Witz war dann, das der WSO über eine Funkverbindung durch die Rakete das Ziel visuell erfassen konnte und per joystick recht genau platzieren konnte.
Scharf durften wir diese Rakete nur ein einziges Mal abfeuern - kostet ja schweinegeld.
Der Rest waren dann Simulationen.
 
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