Der Militärthread

@ Nightslaver

Das ist aber nicht die ganze Geschichte, weil der Motor um den es sich bei der Osa Klasse dreht, ja aus der damaligen UdSSR kam und bei sehr vielen Schiffen, nicht nur der NVA, sondern auch der Sowjetischen MArine eingebaut war.
Insoweit glaube ich gar nicht mal das die vorgeschriebenen Betriebstunden der NVA, nur für die NVA galt, sondern das man aus Erstzteil- und auch Werftliegezeit-Gründen gar keine kürzeren Intervalle "fahren" konnte.
Ich meine eine Totalrevision nach 500 Betriebsstunden gegen eine größere Werft-Inspektion nach 3000 Betriebsstunden ist schon ein deutlicher "Hammer".
Das ist halt auch ein Ausdruck von Qualitätstandards, wo die Russische Industrie schon immer Lichtjahre hinterherhinkte. Die können schon leistungsfähige Technik entwickeln und bauen (Prototypen), aber auf einem gleichbleibend hohen Qualitätsniveau zu produzieren, ist eine ganz andere Sache. Qualitätssicherung ist hier das Zauberwort.
 
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Niemand außer Kaiser Wilhelm 2 hat der Marine je einen sooo große Stellenwert gegeben. (U Boot Waffe als Ausnahme)
Dadrum ging es bei der Aussage auch überhaupt nicht und das sollte gerade dir eigentlich auch klar sein, sondern das die Marine Ost(DDR), selbst im Verhältnis zur Marine West(BRD), ehr vergleichsweise rudimentär aufgestellt war und weder U-Boote besaß, noch eine nennenswerte Zahl an Schiffen, die für längere Operationen außerhalb des Küstenbereichs / der Ostsee geeignet gewesen wären.

Oder anders formuliert, abseits von der Verteidigung der eigenen Küstennahen Gewässer gab es bei der Volksmarine der DDR nur maginalst vorhandene Kapazitäten.
 
Warum die NVA nicht für militärische Operationen außerhalb der Ostsee ausgerüstet wurde und selbst für offensive Operationen innerhalb der Ostsee nicht mit der Bundesmarine vergleichbar war, verrät ein simpler Blick auf die Landkarte: Es gab keine NATO-Nachschubwege in der Ostsee, keine NATO-Küsten in der Ostsee mit hinreichender Tiefe für sinnvolle U-Boot-Operationen und keine Möglichkeit, gegen die NATO durch die Beltsee zu kommen/außerhalb der Ostsee zu operieren. Diesseits einer amphibischen Invastionsstreitmacht zur Einnahme Holsteins und Dänemark blieb also nur Küsten(-verkehrs-)schutz als Aufgabe. Umgekehrt hat ja auch niemand die Bundeswehr für Landungsoperationen im Weißen Meer fit gemacht, sondern nur bedarfsgerecht für offensive Operationen gegen zahlreichen vorhandene, leichte Gegner in ihrer Heimatsee und für Patrouillen vor ihrem Heimatrandmeer.

Das der wirtschaftliche Rückstand des Warschauer Pakts auch Auswirkungen auf die militärische Ausbildung hatte und dass das in Russland bis weit in die 0er Jahre hinein nicht besser, sondern eher noch schlimmer wurde, hat damit aber nichts zu tun. Die NVA-Marine war keine große Seestreitmacht, die wegen fehlendem operativen Budget zur Badewannenpatrouillie wurde, sondern sie war von Anfang an als Badewannenpatrouillie angelegt und man kann (wie auch bei anderen NVA-Teilen) darüber diskutieren, wann und ob sie jemals diesem niedrigem Anspruch gerecht wurde.
 
Warum die NVA nicht für militärische Operationen außerhalb der Ostsee ausgerüstet wurde und selbst für offensive Operationen innerhalb der Ostsee nicht mit der Bundesmarine vergleichbar war, verrät ein simpler Blick auf die Landkarte: Es gab keine NATO-Nachschubwege in der Ostsee, keine NATO-Küsten in der Ostsee mit hinreichender Tiefe für sinnvolle U-Boot-Operationen und keine Möglichkeit, gegen die NATO durch die Beltsee zu kommen/außerhalb der Ostsee zu operieren. Diesseits einer amphibischen Invastionsstreitmacht zur Einnahme Holsteins und Dänemark blieb also nur Küsten(-verkehrs-)schutz als Aufgabe. Umgekehrt hat ja auch niemand die Bundeswehr für Landungsoperationen im Weißen Meer fit gemacht, sondern nur bedarfsgerecht für offensive Operationen gegen zahlreichen vorhandene, leichte Gegner in ihrer Heimatsee und für Patrouillen vor ihrem Heimatrandmeer.

Schön das du meinst es nochmal wiederholen zu müssen, was ich schon im Post vor dem letzten geschrieben hatte (fällt das eigentlich schon unter Spam?), dass es auf Grund der geografischen Lage auch nicht soviel mehr Sinn gemacht hätte für die DDR eine deutlich stärkere Marine zu unterhalten und das Moskau die Aufgaben der DDR-Marine, innerhalb des Warschauer Pakts, auch bei verminen der Ostsee(zugänge) und Unterstützung von sowjetischen Landungsoperationen in der Ostsee definiert hat, ggf. noch die Abwehr von U-Booten und sie dafür auch "ausreichend" ausgelegt gewesen ist.
 
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Mal ganz ehrlich, habt ihr das begriffen was ich geschrieben habe?
Der Motor hat 500 Betriebsstunden (bis zur total Revision) für eine Reihe von UdSSR Schiffen und muss gegen ein westliches Pendant antreten das locker 3000 Betriebsstunden bis zu einer Werftinspektion hat.
Rafft ihr das nicht?
Das ist nicht wirklich ein Einzelfall, wenn der gute compisucher gezwungen wäre in einen russischen Jet zu steigen, und er hätte die russischen Wartungsintervalle, die Qualitässicherung und die Ausbildung seiner "Warte" gelesen, würde eher wahrscheinlich "Rennen", so schnell ihn seine Beine tragen, anstatt zu fliegen!
Keiner der o.g. Poster hat irgendwie gerafft was ich eigentlich sagen will!

PS.
Damit das auch der letzte "Idiot" rafft, die deutschen DB Motoren gab es schon 1944, aber eben nicht mit der Qualitätssicherung und kontinuierlichen Rohstoffversorgung, das man den immer gleichen qualitativen Autput generieren konnte.
Das können die Russen bis heute nicht!
Und es noch deutlicher auszudrücken glaube ich das compisucher sich wesentlich lieber mit einer deutschen/gewarteten Phantom oder deutschen/gewarteten Tornado über der Front bewegenn würde, als mit irgendeinem russischen Model, ob Su 27, Mig 31, Su 35 oder Mig 35, egal wie gut die auf dem Papier sind!
 
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Salve,

eigentlich will ich auf etwas anderes hinaus, es gab ja bei der BW etwas ähnliches in der weiteren Vergangenheit (Starfighter Krise) und wir hatten im Marinearchiv Forum einen veritablen "Streit" zwischen BW Schnellbootfahrern und NVA Schnellbootfahrern.

Bei der sogenannten Starfighter Krise kam ziemlich schnell zum vorscheinen das die BW damals mit dem Starfighter als System, im Wartungsbereich überfordert war. Einige bekannte Leute wie z.B. Erich Hartmann hatte davor gewarnt, weil sie wussten das nach 10 JAhren Abstinenz und nur wenig Erfahrung mit Düsenjets eine doch längere Lernkurve nötig war. Auf was ich aber eigentlich hinaus will ist, das der Nato Standard heute wie gestern die Schwachstellen aufdeckt, weil er prozentual Einsatzgrad und absolvierte Flugstunden vorschreibt, d.h. solche Mängel fallen auf je nach Schärfe des Standards, da kann man wenig kaschieren oder unter den Teppich kehren, was ja für den Ernstfall wichtig ist. Das Problem wurde schlussendlich mit viel viel Übung, Geld und leider auch Piloten Leben gelöst.

Ähnliches gab es bei dem Streit der Schnellbootfahrer, die NVA Schnellboote der OSA Klasse hatten vorgeschriebene 150 Betriebsstunden für ihren Motor pro Jahr (Totalrevision des Motors nach 500 Betriebstunden), macht ganze sechs Seetage bei denen alle Manöver eingefahren und geübt werden müssen. Klar kann man vieles auch "trocken" üben, aber diese Zahlen gab und gibt es schriftlich, also bestand der Einsatz/Übungsgrad der NVA Schnellboote aus 6 Seetagen im Jahr.
Die Schnellboote der BM mit ihrem damaligen Daimler Benz Triebwerken hatten 120-160 Seetage im Jahr, die kleine Inspektion beim Daimler war nach 1000 Betriebsstunden fällig und eine größere Instandsetzung in der Werft nach 3000 Betriebstunden.
D.h. während die NVA Schnellboote 6 Tage im Jahr in See waren, waren die BW Schnellboote mind. 120 Tage in See, insoweit waren die BW Schnellbootfahrer davon überzeugt im Krisenfall wesentlich besser vom Ausbildungsstand darzustehen. Die NVA Leute haben das immer bestritten und meinten sie konnten ihre Übungsziele auch mit den wenigen Seetagen und ihren "Trockenübungen" immer erreichen.
Jeder kann sich ja selber eine Meinung darüber bilden, wie wir aber an dem momentanen Ukraine Konflikt sehen, hat die Russische Armee erhebliche Probleme in allen Bereichen und m.A. nach kommen hier wieder "alte Probleme" hoch, die nie in Angriff genommen oder gelöst wurden, weil die Russische Armee, wohl nie wirklich mit Standards gearbeitet hat, jedenfalls keine Prozesse und Standards wie wir sie hier im Westen aus jeder Firma kennen.
Nun, logischer Weise habe ich den Starfighter nicht selbst erleben dürfen.

Die "G" Version unterschied sich da eklatant von der ursprünglichen USAAF Version als reine Abfangjäger u. A. dadurch, dass eine verstärkte (und somit schwerere Zelle) andere Elektronik und meines Wissens andere Verlegetechnik der Hydraulikleitungen verbaut wurden.
Alleine die Umrüstung für die nukleare Teilhabe als JaBo schluckte zusätzliche ca. 400 kg Startgewicht.

Aber ich kann das Gefluche meines damaligen Fluglehrers auf "combat ready" wiedergeben, der ein paar hundert Stunden auf dem Muster flog.

Was man nämlich nicht in allgemeinen Berichten /Wicki usw. findet, ist die Tatsache,
dass der Starfighter in der Konfiguration mit 4 Zusatztanks und JaBo Bewaffnung bei niedrigen Geschwindigkeiten nahezu nicht mehr beherrschbar war.
Neben der politischen Bestechungsaffäre und des zweifellos auch überforderten Bodenpersonals war somit das Kernproblem, aus einem Abfangjäger einen JaBo zu machen.

Warum die damals für das Luftwaffenprofil deutlich besser geeignete Mirage III nicht eingekauft wurde, wird ein ewiges Rätsel bleiben...
 
Warum die damals für das Luftwaffenprofil deutlich besser geeignete Mirage III nicht eingekauft wurde, wird ein ewiges Rätsel bleiben...
Da musst du dich auf den Friedhof von Franz Josef bewegen, der hatte nicht nur Finger, sondern Hände im Spiel, leider kann Erich Hartmann keine Auskunft mehr geben, er hatte damals in den USA "recherchiert" und gewarnt und die Mirage empfohlen, er wurde aber kalt gestellt. Man meinte er wäre zu Vorlaut.
Um das Thema abzurunden, von allenn Piloten die er (Hartmann) persönlich ausgebildet hat (in seinem JG Geschwader), haben "nur" 2 ihr Leben auf dem Starfighter verloren, zu Tode geschleift vom Fallschirm, der Rest hat das Muster mit tausenden von Flugstunden "überlebt"!
Trotzdem würde mich mal der "Einsatzgrad" der russischen Luftwaffe aus deiner Sicht interessieren, wenn die die ganze Zeit bei Übungsflügen den "Sittich" machen, ich glaube eher nicht, das du da einsteigen würdest, wenn du die Wahl hättest!
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil man einen Abfangjäger suchte, der überschallschnelle sovietische Bomber abfangen sollte. Also in gewisser Weise eine bemannte SAM. Das Anforderungsprofil entsprach der F-104.

Als Jagdbomber war die Mirage III im Tiefflug dank der wesentlich niedrigeren Flächenbelastung deutlich unruhiger als die F-104. Die F-104G war schwer zu fliegen, aber im Tiefflug war sie schnell, stabil und hatte frontal eine sehr geringe Radarsignatur. Abgesehen davon wäre die nukleare Teilhabe mit französischen Fliegern nicht möglich gewesen.

Die Auswahl damals war:

F-104
Mirage III
Grumman F11F
Saunders-Roe SR.177

Der eigentliche Fehler war der Zeitpunkt der Anschaffung. Hätte man noch etwas gewartet wären Flugzeuge wie die F-4 bereit gewesen. Auch für die Luftwaffe wäre eine Zwischenlösung aus einigen F-100 sicher hilfreich gewesen um den Sprung von F-86 zu Mach 2 zu verkleinern.
 
Weil man einen Abfangjäger suchte, der überschallschnelle sovietische Bomber abfangen sollte. Also in gewisser Weise eine bemannte SAM. Das Anforderungsprofil entsprach der F-104.

Als Jagdbomber war die Mirage III im Tiefflug dank der wesentlich niedrigeren Flächenbelastung deutlich unruhiger als die F-104. Die F-104G war schwer zu fliegen, aber im Tiefflug war sie schnell, stabil und hatte frontal eine sehr geringe Radarsignatur. Abgesehen davon wäre die nukleare Teilhabe mit französischen Fliegern nicht möglich gewesen.

Die Auswahl damals war:

F-104
Mirage III
Grumman F11F
Saunders-Roe SR.177

Der eigentliche Fehler war der Zeitpunkt der Anschaffung. Hätte man noch etwas gewartet wären Flugzeuge wie die F-4 bereit gewesen. Auch für die Luftwaffe wäre eine Zwischenlösung aus einigen F-100 sicher hilfreich gewesen um den Sprung von F-86 zu Mach 2 zu verkleinern.
Keine schlechte Analyse, gab es aber wie ich bereits geschrieben habe, Warnungen von mehreren Seiten, die BW LW war noch nicht bereit, für das Vollblut Starfighter G. Männer mit manigfaltiger Erfahrung haben davor gewarnt, Männer die bei der USAAF mehr als hohes Ansehen besaßen. Nach einigen Quellen hat z.B. Erich Hartmann seine Beförderung zum Oberst nur der USAAF zu verdanken, seine deutschen "Kameraden" inkl. Steinhoff wollten ihn total kalt stellen, mussten aber auf Intervention der USAAF reagieren.
Es gibt belegte Aussagen von USAAF Fluglehrern in Arizona, dass sie so etwas an Fliegerei und Treffsicherheit, nur einmal und danach nie wieder gesehen haben!
 
Trotzdem würde mich mal der "Einsatzgrad" der russischen Luftwaffe aus deiner Sicht interessieren, wenn die die ganze Zeit bei Übungsflügen den "Sittich" machen, ich glaube eher nicht, das du da einsteigen würdest, wenn du die Wahl hättest!
Das ist naturgemäß schwierig und wohl recht subjektiv eingefärbt.

Mich erstaunen die Abstürze der relativ neuen , aber dennoch schon seit einigen Jahren im Dienst befindlichen Maschinen.

Elektronik:
Sprich die Technik müsste allen Beteiligten eigentlich klar sein, ich glaube also nicht wirklich an Problemen beim Wartungspersonal. Eher evtl. dass die Sanktionen zugeschlagen haben und die Techniker (sofern dies die Absturzursachen waren) mittlerweile improvisieren müssen.
Ich denke nicht, dass da die berühmten Washmaschinenchips zum Einsatz kommen, sondern, weil alles mehr oder weniger bei Suchoi hergestellt wurde/wird, dass elektronische Bauteile untereinander ausgetauscht werden.
Für mich logisch, die Russen brauchen Jabos, weniger Jäger.
Die Suchoi 27/30/34/35 usw. sind alle sehr eng verwandt, also schlachtet man bei der "ungenutzten" 35 aus und setzt es bei der 34 ein.
Beim Tornado wurde zu meiner Zeit die Elektronik für die Steuerung alle 25 Flugstunden ausgewechselt.
Klar, der Pilot verlässt sich zu 100% beim überschallschnellen Tiefflug auf das Terrain-Following-System.
Ein Ausfall wäre zu ebenso 100% tödlich.
Die Russen dürften das sicherlich ähnlich handhaben.
Nur, setze z. B. die Motorsteuerung von einem A3 in einen A6.
Bin mir nicht sicher, ob da dann Gutes dabei herauskommt.

Personal:
Ein viel wichtigerer Punkt sehe ich beim Flugpersonal.
Auf dem Papier hat(te)n die Russen eine mächtige Luftwaffe.
Schon zu Beginn des Krieges war ich baff, dass kaum der Versuch unternommen wurde, mit drölftausend Luftüberlegenheitsjäger, gefolgt von ebenso vielen JaBos alles auszuschalten, was auch nur annähernd die Luftüberlegenheit gefährden könnte.
Die Russen haben auf dem Papier eine mächtige Kampfhubschrauberflotte, die nach Erringung der Luftüberlegenheit eigentlich für Schrecken ohne Ende hätte sorgen können.
Haben sie aber nicht.

Daher mutmaße ich, dass zweifellos sehr viele Flugzeuge nicht nur auf dem Papier, sondern in Realität irgendwo herumstehen.
Aber dank Filz und Muff intern dafür gesorgt wurde, das nicht all zu viele Piloten "combat ready" waren oder schlichtweg gar nicht da waren.
Das Geld wurde dann "anderweitig" ausgegeben.
Schoigus Datscha usw....
Klar 200 Abschüsse über der Ukraine später wird nun jeder, der einen Stick in der Hand halten kann (nach-)geschult.
Gerade das Video von @Optiki mit der SU-34 spricht Bände.
Viel zu schnell, viel zu tief für einen Übungsflug über einer Stadt.
Das ist fast ein Klassiker für einen unerfahrenen Piloten, der unter allen Umständen versucht, z. B. beim Landeanflug nicht in den Strömungsabriss zu kommen.
Also ist er schneller als vorgesehen, hat die Flaps nicht komplett draussen und wenn dann noch eine zu starke Lenkbewegung gemacht wird (z. B. Seitenwindausgleich), saust man halt ungebremst irgendwo rein.

Ich hatte schon Trallpiloten bei mir auf dem Backseat, die Schreikrämpfe bekommen haben, weil ich mit der F-4 kurz vor "Stall" der Landepiste entgegengeschwebt bin.
Gerade, wenn einer von einem Transportflieger auf Jet umgeschult werden würde, kann ich mir solche Zenarios sehr gut vorstellen, weil die immer mit Höchstdrehzahl der Turboprops auf die Landepiste stürzen.

Na ja, Busfahrer wird immer Busfahrer bleiben... :D
Als Jagdbomber war die Mirage III im Tiefflug dank der wesentlich niedrigeren Flächenbelastung deutlich unruhiger als die F-104.
DAS wäre mir neu, die III gilt selbst heute noch als äußerst stabile Waffenplattform im Tiefflug als JaBo...
Und hey, Hopser im Tiefflug von 3-5 m sind normal.
Wer das nicht abkann, sollte am besten nicht in ein Cockpit steigen.
 
@compisucher
Wie immer erhellend!
Und ja, über die Mirage III liesst und hört man eigentlich nur positives, weniger Vollblut, dafür aber überaus zuverlässig.
Das ist auch der ewige Streit im WWII zwischen Bf 109 und FW 190 Piloten, die Bf 109 war ein Vollblut, in den richtigen Händen im Energy Fight eine tödliche Waffe, die FW 190 war wesentlich robuster und handhabte das mit ihrer äußerst guten Rollrate, war aber dabei nicht darauf angewiesen im ständigen Steigflug den Gegner "ausmanöverieren" zu müssen.
 
@compisucher
Wie immer erhellend!
Und ja, über die Mirage III liesst und hört man eigentlich nur positives, weniger Vollblut, dafür aber überaus zuverlässig.
Das ist auch der ewige Streit im WWII zwischen Bf 109 und FW 190 Piloten, die Bf 109 war ein Vollblut, in den richtigen Händen im Energy Fight eine tödliche Waffe, die FW 190 war wesentlich robuster und handhabte das mit ihrer äußerst guten Rollrate, war aber dabei nicht darauf angewiesen im ständigen Steigflug den Gegner ausmanöverieren zu müssen.
Ein recht passender Vergleich!
Die Mirage III war insbesondere in den Händen von israelischen Piloten ein voller Erfolg.
Ein Bericht über Mirage allgemein aus der Schweiz:

Auszug:

Israel beweist die Qualität und den militärischen Wert

Als Antwort auf die ägyptischen MiG 21 kauften die Israelis 1962 die Mirage IIIC.
Ein Jahr später hatte die Mirage ihre Feuertaufe.
Acht syrische MiG 17, die in den israelischen Luftraum eindrangen, wurden von zwei Mirage abgefangen.
Während des kurzen Luftkampfs verloren die Syrer zwei Maschinen.

Seit diesem Zwischenfall beherrschte die Mirage den Luftraum im Nahen Osten.
Auch während des Sechstagekrieges 1967 zeigte sie eine eindrückliche Demonstration, 48 abgeschossene arabische Kampfflugzeuge und zahlreiche erfolgreiche Einsätze gegen Bodenziele gehen auf ihr Konto.
Aufgrund der Erfahrungen im Nahen Osten und israelischer Anregung konstruierte Dassault eine vereinfachte Ausführung der Mirage III, die als Erdkampfflugzeug dienen sollte, die Mirage 5.
Eine bessere Werbung als die Erfolge ihres Flugzeuges im Nahen Osten konnte sich die ADM gar nicht ausdenken. Nach 1967 rüsteten zahlreiche Länder ihre Luftwaffe mit Mirage III/5 Kampfflugzeugen aus.
Von fast 1400 produzierten Maschinen gingen über 900 an ausländische Luftstreitkräfte.
 
Ein recht passender Vergleich!
Die Mirage III war insbesondere in den Händen von israelischen Piloten ein voller Erfolg.
Ich denke das die "Amis" dem Franz Josef einmal klar gemacht haben, dass es die nukleare Teilhabe eher mit dem Starfighter gibt und auf die Teilhabe war der Franz Josef mehr als wild, außerdem dürften die "Amis" auch gewusst haben, das der Franz Josef auf Frauen mit den richtigen Kurven abgefahren ist. Wir wissen alle nicht, wie die Verhandlungen damals Anfang der 1960er ausgesehen haben, auf alle Fälle anders als heute! :D
Die haben auf alle Fälle mit wesentlich mehr Alkohohl und anderen Spassfaktoren verhandelt/gearbeitet als heute üblich, darauf kannst du Gift nehmen! :D
 
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Neben der politischen Bestechungsaffäre

Da musst du dich auf den Friedhof von Franz Josef bewegen, der hatte nicht nur Finger, sondern Hände im Spiel,
116 Piloten haben das mit dem Leben bezahlt, das sind fast doppelt so viele Soldaten wie in 20 Jahren Afghanistan gestorben sind
Dazu noch die Spiegelaffäre...

Es ist einfach ein Skandal, dass dieser Mann auch heute noch durch die CSU verehrt wird.
Da fühlt man sich als Soldat einfach nur verarscht.
 
116 Piloten haben das mit dem Leben bezahlt, das sind fast doppelt so viele Soldaten wie in 20 Jahren Afghanistan gestorben sind
Dazu noch die Spiegelaffäre...
Yo, Mei, andere Zeiten andere Sitten.
Der Strauss ist 1988 gestorben... das ist über 30 Jahre her...

Ich verteidige bestimmt nicht die Vetterleswirtschaft, der hatte gehörig Dreck am Stecken.
Aber, dass die BW, wie eigentlich immer, die goldene eierlegende Wollmilchsau haben wollte und aus einem reinen Abfangjäger einen Mehrzweck-JaBo machte, dürfte weniger sein Thema gewesen sein.
Und klar, die Amis hätten Strauss die F-104 auch "weltraumtauglich" angepriesen, hätte er denn darauf bestanden...
Hauptsache verkauft.
Es ist einfach ein Skandal, dass dieser Mann auch heute noch durch die CSU verehrt wird.
Bin da zu wenig CSU affin, wird er das?
Da fühlt man sich als Soldat einfach nur verarscht.
Guck lieber mal die Helden im Beschaffungsamt an.
Wer deutlich weniger Marder einkauft, als Bedarf herrscht, dafür die ausgelieferten aber eine Carbon-Brillenablage bekommen, dem ist nicht mehr zu helfen (oder war es "Wiesel", na egal...).
 
Ja, der Flughafen heißt ja auch noch so...
Mit zur Einweihung 1992:
26% Bundesbeteiligung (Kabinett Kohl, CDU) und 25% Stadtbeteiligung (Kronawitter, SPD) und der Rest Land Bayern (Streibl CSU) hast eigentlich alle relevanten Pappnasen der damaligen Zeit beieinander.

Bei Mist mischen in der Regel alle "Größen" der jeweiligen Zeit kräftig mit, bis unten die Gülle herauskommt.
Na wie man den Laden halt aufbaut, zu Schützenpanzern fällt mir aber eher das ein:
Anekdoten darüber hinaus:

Man könnte lachen, wäre es nicht ernst...
Edit, daraus:

Obermeyer skizziert, wie Probleme manchmal an der kleinsten Stelle auftreten können, etwa beim geplanten Kauf der amerikanischen F-35-Kampfjets: Weil kein Handelsabkommen zwischen den USA und Europa bestehe, könnte schon ein nicht nach hiesigen Standards zertifizierter Schraubenschlüssel reichen, die Lieferung der Jets zu verzögern.
"Dann gibt es nur drei Wege: eine maßgeschneiderte Produktion nach EU-Standards, was der Hersteller nicht tun wird; eine Nachqualifizierung, was er auch nicht tun wird; oder wir nehmen unsere eigenen Schlüssel und die Gewährleistung erlischt."
 
Zuletzt bearbeitet:
DAS wäre mir neu, die III gilt selbst heute noch als äußerst stabile Waffenplattform im Tiefflug als JaBo...
Und hey, Hopser im Tiefflug von 3-5 m sind normal.
Wer das nicht abkann, sollte am besten nicht in ein Cockpit steigen.

Die Mirage war nicht schlecht, aber wenn es darum ging bei 800km/h im Tiefflug durch das deutsche Wetter zu jagen, war die F-104G schon eine Klasse für sich. Es dauerte eigentlich bis zur F-111 und zum Tornado bis es Flieger gab, die im Tiefflug besser waren. Und als sie ganz neu war, war sie mit dem INS sogar von der Avionik hochmodern.


Aber im Endeffekt gewann die F-104 eben weil sie näher an dem dran war, was man in den späten 50ern für das zukünftige Missionsprofil hielt. Das Abfangen von überschall fliegenden Atombombern. Im Endeffekt waren wir ja nicht die einzigen, die da falsch lagen. Im Grundsatz gingen viele der damaligen Flieger in die Richtung. Mirage IIIA/C, EE Lightning, Convair F-102, F-8 Crusader bis hin zur YF-12.
 
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