Der Militärthread

Eine Mig-29 hatte eine Reichweite von rund 500km, was ein Ktitikpunkt der BW war.
NEIN!
Sie hat ohne Zusatztanks einen Einsatzradius von 500-600km
Im Gegrnsatz zu dir, habe ich bei den LSK/ LV etwas Zeit verbracht, sogar mal in einer 23 gesessen.
Ich wusste gar nicht das wir uns persönlich kennen und du so weißt was ich in meinem Leben gemacht habe?!
So leicht wäre der Ort nicht gefunden worden, nebst Rückwärtiger Dienste in umliegenden Wäldern .
Ja es ist allgemein bekannt, das westliche Aufklärung inkl. Satelitenaufklärung denkbar schlecht und rückständig war und ist. Auch die Awacs Flugzeuge sind natürlich nicht in der Lage Anflug/Angriffsvektoren zu erfassen.......
 
Sie hat ohne Zusatztanks einen Einsatzradius von 500-600km
Davon ist auszugehen und um volle Kampfkraft zu besitzen, sind sie hinderlich.
Ich wusste gar nicht das wir uns persönlich kennen und du so weißt was ich in meinem Leben gemacht habe?!
Sicher warst du nie bei den LSK/LV, sonst würdest du nicht solche Geschichten zum besten geben.
Ja es ist allgemein bekannt, das westliche Aufklärung inkl. Satelitenaufklärung denkbar schlecht und rückständig war und ist.
Bis 1990 hatte die Nato weder den Bau, noch den Unterhalt des NVA Führungsbunkers Harnekop entdeckt.
Da reichten für den regelmäßigen Überflug der Satelliten, Planen mit Baumscheiben, um Waldarbeiten vorzutäuschen.

Eine grüne Wiese, wo gelegentlich ein Jäger landet und sofort im Wald getarnt abgestellt wird, war auch in den 80ern, kaum zu entdecken.
 
Ob Schattenhaushalte und Finanzspritzen aus dem Ausland einen jährlichen Unterschied von über 30 Milliarden Euro ausmachen, darf zumindest bezweifelt werden.

Da Israel abseits von Eigenproduktionen in deutschen Seegeschenken größtenteils US-Waffensysteme mit normalerweise politischen Preisen einsetzt, sollte man es aber nicht direkt ausschließen. Wenn man z.B. die Beschafftungs-, Ersatzteil- und Munitionskosten für die deutsche Luftwaffe auf diesem Weg um 50-75% senken könnte, die der Beschaffungskosten der Marine um 50% und die Panzerfahrzeuge, autonome Systeme sowie Raketeninstallationen größtenteils aus der Wirtschaftsförderung finanzieren würde (statt umgekehrt deren Beschaffung als Wirtschaftsförderung zu nutzen), sähe das Kosten/Nutzen-Verhältnis bei der Bundeswehr auch gleich ganz anders aus. Und solchen Zahlenverhältnisse sind für Israel durchaus denkbar.

(Was nicht heißt, dass sie nicht trotzdem wesentlich besser mit ihrem realen Wehretag umgehen, als Deutschland. Aber "effizienter als die Bundeswehr" ist auch ein Vergleich auf dem Niveau "süßer als Zitronen", "friedlicher als Putin", "vertrauenswürdiger als Springer" und "zielstrebiger als Scholz".)


Eine grüne Wiese, wo gelegentlich ein Jäger landet und sofort im Wald getarnt abgestellt wird, war auch in den 80ern, kaum zu entdecken.

Von welchen 80ern redest du? 1880? 1780?
1980 hätte man jedenfalls bei wenigen dutzend Kilometern Frontabstand auf dem Radar gesehen, wo der Flieger landet und im Gegensatz zu z.B. Schweden konnte die DDR nicht dutzende Basen pro Flugzeug vorrätig halten. Erst recht nicht in passender Frontentfernung beim erwarteten, dynamischen Bodenkampf. Die Ost-MiGs hatten (wie die gesamte NVA) nur eine Aufgabe: Einen Durchbruch der NATO lange genug zu verhindern, damit östlichere Paktmitglieder ihre Verteidigung mobilisieren können. Eine erste Nachmunitionierung im Feld wurde sicherlich erhofft, aber eine zweite dürfte bereits optional gewesen sein.
 
Da Israel abseits von Eigenproduktionen in deutschen Seegeschenken größtenteils US-Waffensysteme mit normalerweise politischen Preisen einsetzt, sollte man es aber nicht direkt ausschließen. Wenn man z.B. die Beschafftungs-, Ersatzteil- und Munitionskosten für die deutsche Luftwaffe auf diesem Weg um 50-75% senken könnte, die der Beschaffungskosten der Marine um 50% und die Panzerfahrzeuge, autonome Systeme sowie Raketeninstallationen größtenteils aus der Wirtschaftsförderung finanzieren würde (statt umgekehrt deren Beschaffung als Wirtschaftsförderung zu nutzen), sähe das Kosten/Nutzen-Verhältnis bei der Bundeswehr auch gleich ganz anders aus. Und solchen Zahlenverhältnisse sind für Israel durchaus denkbar.

(Was nicht heißt, dass sie nicht trotzdem wesentlich besser mit ihrem realen Wehretag umgehen, als Deutschland. Aber "effizienter als die Bundeswehr" ist auch ein Vergleich auf dem Niveau "süßer als Zitronen", "friedlicher als Putin", "vertrauenswürdiger als Springer" und "zielstrebiger als Scholz".)




Von welchen 80ern redest du? 1880? 1780?
1980 hätte man jedenfalls bei wenigen dutzend Kilometern Frontabstand auf dem Radar gesehen, wo der Flieger landet und im Gegensatz zu z.B. Schweden konnte die DDR nicht dutzende Basen pro Flugzeug vorrätig halten. Erst recht nicht in passender Frontentfernung beim erwarteten, dynamischen Bodenkampf. Die Ost-MiGs hatten (wie die gesamte NVA) nur eine Aufgabe: Einen Durchbruch der NATO lange genug zu verhindern, damit östlichere Paktmitglieder ihre Verteidigung mobilisieren können. Eine erste Nachmunitionierung im Feld wurde sicherlich erhofft, aber eine zweite dürfte bereits optional gewesen sein.

Woher du das wieder alles wissen willst...

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Du weißt warum sie so tief fliegen?
Was gab es an Flugplätzen? Ne Menge, aber russische Flugzeuge sind alle in der Lage auf Feldflugplätzen, also Wiesen zu starten und zu landen.
Davon gab es genug, wie auch vorbereitete Autobahnabschnitte.
Steht aber nicht in Wikipedia.

Für meinen lieben Don noch etwas zur S-400

"Unter der Annahme der besten Situation mit allen Bedingungen in der Unterstützung von F 16, wie Geländemaskierung, klimatische Bedingungen, Kenntnis von Radar- und Batteriestandorten usw., ist es immer noch sehr unwahrscheinlich, dass die F 16 in die Tötungsreichweite der S 400 eingedrungen sein könnte und seine AGM 88 festigte um die s 400-Radare oder -Batterien zu zerstören. Nehmen wir dennoch an, dass es gelungen ist, einen Treffer auf einem einzigen Element des Systems zu erzielen, aber das S400-System ist ein riesiges System für sich, das aus mehreren Trägerraketen und Radargeräten besteht. Der Schlag der f-16 wäre ihr letzter Schlag gewesen."

 
Zuletzt bearbeitet:
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Du weißt warum sie so tief fliegen?
Angst vor Flugabwehr?
Was gab es an Flugplätzen? Ne Menge, aber russische Flugzeuge sind alle in der Lage auf Feldflugplätzen, also Wiesen zu starten und zu landen.
Konkret können das die MIG-25 und SU-25 und einige wenige, eher nicht relevante Flugzeugmuster.

Steht aber nicht in Wikipedia.
Klar steht das in Wicki.
Gabs ja im Westen genau so, weil A-10, AlphaJet, F-15D, Sepecat Jaguar und viele andere ex- oder immer noch NATO-Muster auch von der Wiese hopsen können.
Ist kein Alleinstellungsmerkmal russischer Muster.
Westdeutschland Autobahnflugplätze:
Ostdeutschland; Reguläre und Notflugplätze:
Für meinen lieben Don noch etwas zur S-400

According to "sputnik"?
Yo, mei, auch klar objektive Berichterstattung.
Das S-400 ist zunächst nur eine leicht modifizierte Version der S-300.
Die Raketen sind also Steuerungstechnisch keine Wunderwerke.
Sie fliegt mit durchschnittlichen ca. 2.700 km/h weitegehend antriebslos durch die Gegend, jeder Steuerungsimpuls verlangsamt also die Rakete.
Richtig gefährlich ist dass Teil lediglich im Nahbereich < 50 km, da sie dort grob 4.500 km/h schnell ist.
Die Abwehr ist banal.
Im Gegensatz zu russischen Kampfflugzeugen können NATO-Chaff-Pods ungleich differenzierter Chaffs instant Kürzen oder Längen und somit auch eine Mehrphasenabtastung erfolgreich abwehren.
In der Regel reichen ein paar Kurven mit mehr als 90° bei ca. Schallgeschwindigkeit in 20-30 m Höhe und Chaffeinsatz.
Dabei pinkelt sich sicherlich der ein oder andere Pilot in die Hose, ist aber mit etwas Übung alles überlebbar...

Dazu kommt die Erdkrümmung.
Radarsysteme können nicht über den Horizont schauen.
Das Szenario also, dass eine F-16 im Tiefflug bis auf die ca. 200 km Reichweite der Fire-and-Forget AGM-88 an die Radaranlage der S-400 herankommt und die Harpoon danach in 5 m Flughöhe in die Radaranlage donnert, ist also sehr realistisch.
Zumal die Harpoon keine aktive Radaranlage mehr braucht...
Die Reststrahlung der Emitter reicht vollkommen.
 
Angst vor Flugabwehr?

Konkret können das die MIG-25 und SU-25 und einige wenige, eher nicht relevante Flugzeugmuster.


Klar steht das in Wicki.
Gabs ja im Westen genau so, weil A-10, AlphaJet, F-15D, Sepecat Jaguar und viele andere ex- oder immer noch NATO-Muster auch von der Wiese hopsen können.
Ist kein Alleinstellungsmerkmal russischer Muster.
Westdeutschland Autobahnflugplätze:
Ostdeutschland; Reguläre und Notflugplätze:

According to "sputnik"?
Yo, mei, auch klar objektive Berichterstattung.
Das S-400 ist zunächst nur eine leicht modifizierte Version der S-300.
Die Raketen sind also Steuerungstechnisch keine Wunderwerke.
Sie fliegt mit durchschnittlichen ca. 2.700 km/h weitegehend antriebslos durch die Gegend, jeder Steuerungsimpuls verlangsamt also die Rakete.
Richtig gefährlich ist dass Teil lediglich im Nahbereich < 50 km, da sie dort grob 4.500 km/h schnell ist.
Die Abwehr ist banal.
Im Gegensatz zu russischen Kampfflugzeugen können NATO-Chaff-Pods ungleich differenzierter Chaffs instant Kürzen oder Längen und somit auch eine Mehrphasenabtastung erfolgreich abwehren.
In der Regel reichen ein paar Kurven mit mehr als 90° bei ca. Schallgeschwindigkeit in 20-30 m Höhe und Chaffeinsatz.
Dabei pinkelt sich sicherlich der ein oder andere Pilot in die Hose, ist aber mit etwas Übung alles überlebbar...

Dazu kommt die Erdkrümmung.
Radarsysteme können nicht über den Horizont schauen.
Das Szenario also, dass eine F-16 im Tiefflug bis auf die ca. 200 km Reichweite der Fire-and-Forget AGM-88 an die Radaranlage der S-400 herankommt und die Harpoon danach in 5 m Flughöhe in die Radaranlage donnert, ist also sehr realistisch.
Zumal die Harpoon keine aktive Radaranlage mehr braucht...
Die Reststrahlung der Emitter reicht

Danke das du mich in Teilen bestätigst.
Leider irrst du bei den Flugzeugtypen, die auf Feldflugplätzen landen können.
Speziell die Mig-29 kann sogar die unteren Triebwerksschächte dafür schließen .

Der Rest...
Vielleicht kurven ukrainische Piloten nicht genug?
Der weiteste Abschluß soll wohl 150km betragen.

Die Inder sind natürlich auch Dumm sich für S-400, statt für Patriot zu entscheiden.


Das S-400 besitzt unterschiedliche Raketen und ist Teil der vollvernetzten Luftabwehr. Das beginnt zB bei den A-50 und geht weiter bis zu den anderen Ortungsmitteln.

"Der große Vorteil von S-400 gegenüber dem amerikanischen Konkurrenzsystem Patriot ist, dass es in kürzerer Zeit (5 min) einsatzbereit ist und eine größere Reichweite von 400 km besitzt, Ziele in der Höhe von einigen Metern bis 60 km abschießen und vier verschiedene Raketen mit unterschiedlichen Reichweiten abfeuern kann. Dazu kommt die 9M96E2-Rakete, die mit Mach 15 fliegen und auch Ziele ab einer Höhe von 5 m in einer Entfernung ab 2 km treffen können soll, also auch gegen tieffliegende Raketen und Flugzeuge wirksam sein kann. Mit S-400 ließen sich auch AWACS-Flugzeuge treffen, die nicht mehr in sicherer Entfernung wären. Und es lassen sich ballistische Raketen abschießen, wie gut das funktioniert, ist allerdings unbekannt. 2015 wurde ein Test durchgeführt, dessen genauere Bedingungen aber nicht klar sind. Dabei hätte das System auch unter einem Jamming-Angriff ballistische Raketen getroffen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sichtweite bis 600 km reicht und die Radar-Systeme nicht nur mit X-Band arbeiten, sondern auch mit UKW bzw. VHF und UHF (0.3-1 GHz) und L-Band (1-2 Ghz), weswegen die von den USA verwendete, nur gegen X-Band-Radar geschützte Stealth-Technik teilweise unwirksam werden könnte, allerdings werden ergänzend elektronische Kampfplattformen wie Boeing EA-18G Growler und Cyberwar-Waffen eingesetzt. Auch die Radarsysteme der amerikanischen Raketenabwehrsysteme funktionieren im X-Band-Bereich (8-12 GHz)"


Scheint du hast nicht die neusten Infos?
 
Völliger Bullshit, was Heise da schreibt.
Zieh dir die Infos hier raus:
Die 9M96E2 macht ca. Mach 2,9

Die Inder werden nicht genügend Kohle für was vernünftiges haben...

Bei der Mig-25 meinte ich in der Tat die MIG-29, die MIG-25 kann nur von richtigen Rollbahnen abheben.
 
MiG-31 ist auch für improvisierte Flugplätze ausgelegt und auch wenn ich gerade keine ausdrückliche Besätigung für die MiG-25 finde: Die überdimensionierten Räder des Hauptfahrwerks sorgen zumindest für eine akzeptable Bodenlast und die Lage der Lufteinlässe relativ zum Bugfahrwerk beugt Problemen mit Fremdkörpern vor. Da nahezu alle sowjetischen Militärmuster (und die zivilen auch) bis weit in die 80er zumindest notfalls für die Operation von Behelfspisten ausgelegt waren und das in dem Land auch einfach Sinn macht, würde ich der -25 zumindest eingeschränkte Fähigkeiten dafür zuschreiben. Sicherlich sollte man keine Notlandung in einem aufgeweichten Acker kurz nach einem Start mit voller Zuladung machen, aber wo liegt überhaupt der Unterschied zwischen gefrorenem, ebenen Permafrost und einer zugefrorenen sibirischen Landebahn?

Für die hiesige Diskussion wichtiger ist jedenfalls der Unterschied zu einem (ost-)deutschen Behelfsflugplatz: Letzterer liegt nicht 100te km von der Front und hat dann noch einmal 100te km bis zur nächsten schützenswerten Stadt. Zumindest wenn man deutsche statt polnischer Städte verteidigen will, hat man von der Niedersächsischen Grenze bis Magedburg nur 50 km, selbst von Lüneburg nach Berlin muss das Heer nur 200 km vorstoßen und die (US-)Luftwaffe braucht selbst ohne Vorbereitung aus Nürnberg nach Chemnitz 5 Minuten bei Mach 2. Da funktioniert keine Verteidigung in der Tiefe mehr, egal wie viele Äcker man als Flugplatz auserkoren hat.
 
Salve,


Sehr erstaunlich, auch das es angeblich legal sein soll.
Ich weiss aus erster Hand eines ehemaligen Schnellbootfahrer (Kapitän), das er bei seinem Ausscheiden mit 60 Jahren (~15 Jahre in der Vergangenheit) zur Verschwiegenheit verpflichtet wurde.
Wir haben nie darüber gesprochen, ob das rechtlich relevant/bindend ist, aber ich meine etwas von Unterschrift gehört zu haben, aber ich weiss es nicht mehr genau.
Wäre das bei ehemaligen BW Angehörigen ebenfalls legal, weiss da Jemand von euch etwas?

M.A. nach geht das gar nicht, für mich klassische Verräter!
 
Wäre das bei ehemaligen BW Angehörigen ebenfalls legal, weiss da Jemand von euch etwas?
Was die Verschwiegenheit angeht, gilt grundsätzlich § 14 SG: "Der Soldat hat, auch nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienst, über die ihm bei oder bei Gelegenheit seiner dienstlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Angelegenheiten Verschwiegenheit zu bewahren." Es gelten die üblichen Ausnahmen für allgemein Bekanntes, anderslautende richterliche Anordnungen etc..

Ich musste nach meinem Ausscheiden einige zusätzliche Erklärungen abgeben, Zuwiderhandlung strafbewehrt. Das ist durchaus gängig, wenn man über das Übliche hinaus mit Technologien, Prozeduren etc. zu tun hat; spätestens im Kontaktbereich zu Forschung und Entwicklung.

Allerdings wäre es mir meines Wissens nicht verboten, privat Angehörige anderer Staaten (auch Militärangehörige) in meinem damaligen Wirkungsbereich zu unterweisen. Aber ich fände es sehr schwierig, eine saubere Grenze zwischen dem allgemeinen "Handwerk" und durchaus spezifischen Wissen zu ziehen, zumal andere Staaten sicherlich auch den einen oder anderen Experten dafür haben, die einem im Plauderton und scheißfreundlich Details aus der Nase zu ziehen, die man eigentlich zurückhalten wollte.

Wenn ehemalige britische Militärpiloten chinesischen Piloten rein als solche ausbilden, mag das gerade so noch angehen, auch wenn's ein Geschmäckle hat. Aber sobald es beispielsweise um Taktiken sowie Stärken und Schwächen geht, hört meines Erachtens der Spaß gänzlich auf.

M.A. nach geht das gar nicht, für mich klassische Verräter!
Ich kann mir vorstellen, dass unter den von China angeworbenen Ex-Piloten auch einige sind, die vor Ort für Großbritannien einen Überblick über den Stand der Dinge im betreffenden Segment gewinnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um den Thread mal wieder mit einem technischen Thema aufleben zu lassen, dass im Ukraine-Thread fehl am Platze wäre:

Kann mir jemand erklären, wieso die Shaed 136 als "Drohne" zählt?

Soweit ich es verstehe, kann das Ding nicht selbstsändig starten, sondern wird mit einem Booster abgefeuert.
Es kann nicht zurückkehren, es kann nicht landen.
Ob es überhaupt aus der Ferne gesteuert werden kann, ist unbekannt; aufgrund der großen Reichweite und des weitestgehend bodengebundenen iranischen Militärs aber recht unwahrscheinlich.
Zielaufklärung scheint ebenfalls zu fehlen, die Selbststeuerung folgt vorprogrammierten Kursen.

Irgendwie hat das Ding alle Merkmale eines (schnarch lahmen) Marschflugkörpers aber rein gar keine einer Drohne.

Unter letzterer verstehe ich ein Flugobjekt, dass von Start bis idealerweise Landung seine Fluglage selbständig kontrollieren kann, während des Fluges Daten mit einer Basisstation austauscht und daraufhin gegebene Befehle autonom ausführt. Im Falle von klassischen Kamikaze-Drohnen aka loitering Amunition besteht dieser Befehl zwar auch in "stürz dich drauf und explodiere", aber wenn kein Ziel auftaucht, kann so eine echte Drohne eben auch längere Zeit abwarten und idealerweise sogar zur Basis zurückkehren, um erneut eingesetzt zu werden. Die Shaed fliegt einfach zu einen vorprogrammierten Ort und explodiert da. Wahlweise nach Glonass oder sogar rein inertial, aber ohne Aufklärungs- oder Unterdrückungsfunktion. Das ist das Einsatzprofil einer V-1.
 
So weit mir bekannt, hat die Shahed 136 ein elektronisches Gyroskopnavigationssystem für den Anflug, also so was für 50 € aus der Krabbelkiste:
https://eckstein-shop.de/Adafruit-9-DOF-Absolute-Orientation-IMU-Fusion-Breakout-BNO055

Und ein GPS-Empfänger zur Zielfindung vor Ort an Bord, also so was für 15 €:

Letzteres hat ein Kumpel vom mir auch im Modellflugzeug eingebaut.
Ist ne Bastelarbeit von einem halben Tag, dann ist so ein GPS-Empfänger an das eigentliche Empfangsmodul für die Funksteuerung vom Modellflieger angeschlossen und overided die Funkfernsteuerung.
Das Modellflugzeug kann, ähnlich den iranischen Dingern, dann tatsächlich überm Ziel selbstständig kreisen und in dem Fall Fotos schießen.

Bevor einer Fragen stellt:
Er ist Luftbild-Archäologe und hat ein entsprechende Lizenzen und Genehmigungen, arbeitet im Nahbereich mit handelsüblichen echten Drohnen und über nicht zu Fuß erreichbares Gelände und auf größere Entfernung eben mit so einem Modellflugzeug.

Der Schritt von "Fotos machen" zu "ich stürze kontrolliert in die exakte GPS Position" dürfte für den versierten Militärbastler auf dem Schoß eines Mullahs ein Leichtes sein.

Die Dinger werden im Militärjargon ja auch nicht als "Drohne" bezeichnet, sondern als "Loitering weapon":
 
Kann mir jemand erklären, wieso die Shaed 136 als "Drohne" zählt?
Eigentlich nur, weil es ein unbemanntes Fluggerät ist, also den kleinsten gemeinsamen Nenner der unzähligen Drohnenvarianten erfüllt und sich von reinen Lenkwaffen dadurch unterscheidet, dass sie herumlungern und man - mit entsprechender Ausbau - damit prinzipiell auch andere Aufgaben wie Aufklärung etc. erfüllen kann.

Das ist allerdings in der praktischen Anwendung, wie sie gerade durch Russland erfolgt, tatsächlich komplett unerheblich. Das Teil wird in seiner einfachsten Variante als billige Schwarmwaffe verwendet.
 
für @compisucher, falls er es noch nicht gesehen hat

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Scheint im Moment Schule zu machen.


Anscheinend haben sie echte Probleme mit ihren Piloten, mit Ersatzteilen oder mit der Wartung bei erhöhten Einsatzgrad, aber das jetzt regelmäßig russische Jets beim Starten zu Übungsflügen "abrauchen" ist schon bemerkenswert.
Wahrscheinlich ist es ein Mix aus allem, aber die Russische Luftwaffe hat anscheinend doch erhebliche Probleme mit diesem Krieg und den daraus folgenden Konsequenzen.
Höherer Bereitschaftsgrad, wesentlich mehr Flüge und wesentlich mehr Wartungsarbeiten plus Verschleißteile.
Daraus folgt mehr Piloten und vor allen dingen mehr Bodenpersonal, wie sind die ausgebildet?!
Wie alles bei den Russischen Streitkräften macht auch die Luftwaffe keine wirklich gute Figur.
 
Ist doch hervorragend, das sie in Russland abstürzen, anstatt vorher noch in der Ukraine unheil anzurichten...spart CO2 für den Flug, den Rücktransport der verkokelten Pilotenüberreste spart auch Resourcen und schützt das Klima und Menschenleben werden dadurch auch verschont...Russland, weiter so.:daumen:
 
Salve,

eigentlich will ich auf etwas anderes hinaus, es gab ja bei der BW etwas ähnliches in der weiteren Vergangenheit (Starfighter Krise) und wir hatten im Marinearchiv Forum einen veritablen "Streit" zwischen BW Schnellbootfahrern und NVA Schnellbootfahrern.

Bei der sogenannten Starfighter Krise kam ziemlich schnell zum vorscheinen das die BW damals mit dem Starfighter als System, im Wartungsbereich überfordert war. Einige bekannte Leute wie z.B. Erich Hartmann hatte davor gewarnt, weil sie wussten das nach 10 JAhren Abstinenz und nur wenig Erfahrung mit Düsenjets eine doch längere Lernkurve nötig war. Auf was ich aber eigentlich hinaus will ist, das der Nato Standard heute wie gestern die Schwachstellen aufdeckt, weil er prozentual Einsatzgrad und absolvierte Flugstunden vorschreibt, d.h. solche Mängel fallen auf je nach Schärfe des Standards, da kann man wenig kaschieren oder unter den Teppich kehren, was ja für den Ernstfall wichtig ist. Das Problem wurde schlussendlich mit viel viel Übung, Geld und leider auch Piloten Leben gelöst.

Ähnliches gab es bei dem Streit der Schnellbootfahrer, die NVA Schnellboote der OSA Klasse hatten vorgeschriebene 150 Betriebsstunden für ihren Motor pro Jahr (Totalrevision des Motors nach 500 Betriebstunden), macht ganze sechs Seetage bei denen alle Manöver eingefahren und geübt werden müssen. Klar kann man vieles auch "trocken" üben, aber diese Zahlen gab und gibt es schriftlich, also bestand der Einsatz/Übungsgrad der NVA Schnellboote aus 6 Seetagen im Jahr.
Die Schnellboote der BM mit ihrem damaligen Daimler Benz Triebwerken hatten 120-160 Seetage im Jahr, die kleine Inspektion beim Daimler war nach 1000 Betriebsstunden fällig und eine größere Instandsetzung in der Werft nach 3000 Betriebstunden.
D.h. während die NVA Schnellboote 6 Tage im Jahr in See waren, waren die BW Schnellboote mind. 120 Tage in See, insoweit waren die BW Schnellbootfahrer davon überzeugt im Krisenfall wesentlich besser vom Ausbildungsstand darzustehen. Die NVA Leute haben das immer bestritten und meinten sie konnten ihre Übungsziele auch mit den wenigen Seetagen und ihren "Trockenübungen" immer erreichen.
Jeder kann sich ja selber eine Meinung darüber bilden, wie wir aber an dem momentanen Ukraine Konflikt sehen, hat die Russische Armee erhebliche Probleme in allen Bereichen und m.A. nach kommen hier wieder "alte Probleme" hoch, die nie in Angriff genommen oder gelöst wurden, weil die Russische Armee, wohl nie wirklich mit Standards gearbeitet hat, jedenfalls keine Prozesse und Standards wie wir sie hier im Westen aus jeder Firma kennen.
 
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Salve,

eigentlich will ich auf etwas anderes hinaus, es gab ja bei der BW etwas ähnliches in der weiteren Vergangenheit (Starfighter Krise) und wir hatten im Marinearchiv Forum einen veritablen "Streit" zwischen BW Schnellbootfahrern und NVA Schnellbootfahrern.
Ausreichend praktische Erfahrung ist natürlich alles andere als unwichtig, schon alleine weil es dafür sorgt auch in stressigen Situationen Hangriffe und Aufgaben routiniert korrekt auszuführen und ich bin mir daher auch ziemlich sicher das im Ernstfall die westdeutsche Marine deutlich besser abgeschnitten hätte, als ihre ostdeutsches Gegenstück.

Allerdings muss man halt auch dazu sagen, das man der Marine in der DDR auch nie einen besonders großen Stellenwert beigemessen hat und diese im Ernstfall eigentlich auch nur zwei Szenarien wirklich zu erfüllen hatte, zum einen das verminen von Seewegen und zum anderen einer sowjetischen Landungsoperation zu assestieren, viel mehr konnte sie auch auf Grund ihrer Ausstattung kaum leisten, da der weit größere Teil des DDR Wehretat für Heer und Luftwaffe benutzt wurden (was auch auf Grund der geografischen Lage der DDR, mit ausschließlichen Zugang zur Ostsee, Sinn machte).
 
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