Der Militärthread

Gar nix stimmt nicht, alles gut.
Ich halte es aber in diesen Zeiten für besser, mind. 2 Panzerlieferanten am laufen zu halten,
um "im Notfall" mehr Kapazität auf dem Band zu haben.

Und wer soll die dauerhafte Vorbehaltung von zwei kompletten Kriegswirtschaften bezahlen?


Und wozu eigentlich? So zur Erinnerung: Noch ein paar weitere Monate Verluste (größtenteils durch Waffensysteme, gegen die der A7V geradezu SciFi ist) und Russland Angriffspotential ist zurück auf dem Niveau der 60er Jahre.
 
:)
Wobei man dabei den Unterschied zwischen russischer und sowjetischer Produktion nicht vergessen darf. Die Kapazitäten für T-62 (und später T-80) stehen in Charkiv in der Ukraine. Aus Russland stammten damals T-55, T-10 und die ersten T-64.

Aber eigentlich meinte ich nicht Neubauten, da würde man naheliegenderweise auf den T-90 als letzte rein einheimische Konstruktion setzen. Ich meinte Bestand, denn in den letzten Jahren zählte man in Russland eher Monate pro neuen Panzer denn neue Panzer pro Monat. Mit einer dahinsiechenden Wirtschaft wird man diese Tempo kaum steigern können. Russlands Kampfstärke 2025-2030 wird also Russlands Kampfstärke 2020 entsprechen abzüglich all dessen, was sie in der Ukraine gelassen haben und das ist ziemlich viel. Trotz desolaten Zustands vieler NATO-Armeen hat sich Putin bislang schon erklärtermaßen in die Hosen geschissen, weil er von denen auf 5% seiner Landesgrenzen "eingekreist" war und schon beim kleinsten Anzeichen militärischen Drucks hat er die Nuklearkarte hochgehalten, weil er selbst nicht der Meinung war, mit seiner konventionellen Macht pockern zu können. Und mangelndes Selbstbewusstsein ist nun wirklich keine Schwäche Putins. Gegen die in Zukunft noch einmal deutlich schwächere russische Armee sollte es mittelfristig locker reichen, wenn Bundeswehr & Co ihr vorhandenes Material einsatzbereit bekommen (was schon Herausforderung genug für das Beschaffungswesen sein dürfte...). Neue oder auch nur mehr Panzer haben tatsächlich noch einige Jahre Zeit.

Man sollte nur, wenn wieder irgendwo ein größerer möchtegern Diktator aufzurüsten beginnt nicht noch einmal 20 Jahre warten, ehe man ihn ernstnimmt, sondern auf eine Wahrung der Kräfteverhältnisse achten. Allerdings ist das derzeit größte Kaliberchen, dass uns da an Land interessieren müsste, Erdogan und gegen den braucht man auch nicht mehr, als die Rest-NATO derzeit hat. Alle anderen potentiellen Konfliktregionen lieger wieder in Entfernungen und Gebieten, für die schwere Fahrzeuge die zweite Geige spielen.
 
Und wer soll die dauerhafte Vorbehaltung von zwei kompletten Kriegswirtschaften bezahlen?
Man könnte ja mal die Entwicklungshilfe für China streichen - so als Anfang.
Ansonsten: Du und Ich und weitere 80 Mio. ZeitgenossInnen
Und wozu eigentlich? So zur Erinnerung: Noch ein paar weitere Monate Verluste (größtenteils durch Waffensysteme, gegen die der A7V geradezu SciFi ist) und Russland Angriffspotential ist zurück auf dem Niveau der 60er Jahre.
Man sollte einen Gegner nie über- oder unterschätzen...
 
Man könnte ja mal die Entwicklungshilfe für China streichen - so als Anfang.
Ansonsten: Du und Ich und weitere 80 Mio. ZeitgenossInnen

"Du" ist akzeptiert.

Man sollte einen Gegner nie über- oder unterschätzen...

Einige scheinen ersteres aber grundsätzlich zu praktizieren.


Nicht zu vergessen, der Gegner kann sich auch selbst überschätzen. Selbst wenn der Russe (oder wer auch immer) mit veraltetem Schrott in der Tür steht kann die eigene Ausrüstung eigentlich gar nicht gut genug sein.

Das dachte sich die Sowjetunion auch und hat alles in den Militärhaushalt gesteckt, was vielleicht auch nur irgendwie nötig sein könnte, scheiß egal was im Gegenzug alles an anderer Stelle eingespart werden musste.
 
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Mal was zum lachen
 
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Man muss sagen, dass die DDR (wrsl. durch bittere Notwendigkeit) an einigen Stellen fortschrittlicher war als die BRD:
 
Man muss sagen, dass die DDR (wrsl. durch bittere Notwendigkeit) an einigen Stellen fortschrittlicher war als die BRD:
Guten Morgen, auch schon innerhalb der letzten 30 Jahre mitbekommen? :P
Dadrüber das die Ematipation der Frau in der DDR, sozial wie wirtschaftlich, gegenüber der in der BRD, ein paar Jahrzehnte vorraus war, und ja das war nicht zuletzt auch, aber auch nicht nur, bedingt durch die Notwendigkeit fehlender Arbeitskraft in der DDR, hatte ich in irgend einem anderen Thread schon mal vor geraumer Zeit relativ lang und breit geschrieben, als hier auch noch eine bestimmte "interessierte Nutzerin" unterwegs war.
 
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Guten Morgen, auch schon innerhalb der letzten 30 Jahre mitbekommen? :P
Ist es deswegen falsch es nochmal zu erwähnen wenn man es wieder sieht?

Es ist nur absolut unverständlich, dass die Wehrpflicht in der BRD nie auf Frauen ausgeweitet wurde.
Falls es jemals wieder ansatzweise sowas wie eine Wehrpflicht gibt muss das geändert werden.
 
Ist es deswegen falsch es nochmal zu erwähnen wenn man es wieder sieht?

Wenn es so klingt als hätte man gerade das Ei des Kolumbus entdeckt, irgendwie schon. ;)

Es ist nur absolut unverständlich, dass die Wehrpflicht in der BRD nie auf Frauen ausgeweitet wurde.
Falls es jemals wieder ansatzweise sowas wie eine Wehrpflicht gibt muss das geändert werden.
Die Forderung gab es schon als die Wehrpflicht noch existierte (u.a. von ehemaligen Frauen die in der NVA gedient haben) und das war auch einer der wenigen Punkte wo ewig gestrige politische BRD-Männlichkeit und bestimmte Kreise von angagierten Feministen Hand in Hand gingen, weil letztere der Meinung waren und nach wie vor sind, das Wehrpflicht kein Ausdruck von Emanzipation sei und Frauen deshalb nicht dazu "gezwungen" werden sollten Wehrdienst leisten zu müssen.

Anders ausgedrückt, Feminismus ist halt immer dann gut, sobald man schöne Rousinen picken kann, wenns um unangehmere Verpflichtungen geht, naja, dann ist das bisweilen eben doch wieder Männersache. :ugly:

Oder wie es Sketch History es so treffend auf den Punkt brachte:

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Aber auch in der DDR gab es keine Wehrpflicht für Frauen.
Nein, aber es war halt auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen, nur die Pflicht gab es halt nicht:

Rund 3.500 Planstellen für "weibliche Uniformträger" wies die Personalverwaltung der NVA in der Mitte der Achtzigerjahre aus. Anders als die Männer durften sie freiwillig eintreten. Den Soldatinnen stand es frei, welche Tätigkeit sie ausüben wollten. So waren Laufbahnen im Nachrichtendienst, den Luftstreitkräften, dem Felddienst oder der Volksmarine als Berufsunteroffizier, Fähnrich oder Unteroffizier auf Zeit möglich. Die meisten Frauen dienten im rückwärtigen, administrativen oder medizinischen Dienst.


Letztlich habe ich ja aber auch nicht gesagt das da in der DDR alles tuti paleti gerecht geregelt und gelöst war, nur das man in der DDR halt in Sachen Frauenrechte, etc, bereits zwei Ecken weiter als zur selben Zeit in der BRD war.
 
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Es ist nur absolut unverständlich, dass die Wehrpflicht in der BRD nie auf Frauen ausgeweitet wurde.
Falls es jemals wieder ansatzweise sowas wie eine Wehrpflicht gibt muss das geändert werden.
Es ist durchaus nicht umumstritten und nach seriösen Quellen, hauptsächlich israelischen, gibt es durchaus gemischte Meinungen zu Frauen in Kampftruppen, worauf es dann wohl auch zwangsläufig hinauslaufen würde.

Verstehe mich nicht falsch ein "verpflichtendes Jahr", wenn es denn eingeführt werden sollte, muss natürlich für Frauen wie Männer gelten, bei wehrpflichtigen Soldatinnen habe ich aber so meine Probleme.
Vielleicht seit ihr da als eine Generation nach mir weiter, das was ich auch aus aller erster Hand (Großvater, 20 ID. mot.), der wirklich gegen Frauen gekämpft hat, im Jahr 1941 in Russland und sie als Sanitäter auch teilweise wieder zusammengeflickt hat, war nach seiner Aussage der psychologische Effekt auf seine Einheit damals katastrophal.
Sie wurden in der Nacht in ihrer Igelstellung angegriffen, mit einem damals typischen Massenangriff der roten Armme, der durch starkes MG Feuer abgeschlagen wurde. Schon in der Nacht haben sie bald bemerkt das die absolute Mehrzahl der russischen verwundeten "Soldaten" Frauen waren, anhand ihrer Stimmen. Es kam teilweise zu dramatischen Szenen unter den Männern bis hin nicht mehr schießen zu wollen, die Offiziere hatten nach Aussagen meines Großvaters alle Hände voll zu tun, die Disziplin aufrecht zu erhalten, was sich am nächsten Morgen bei Tageslicht nochmal verschlimmerte, als man die toten und verwundeten Soldatinnen sah, barg, versorgte und begrub.

Auch was ich teilweise aus anderen militärischen Quellen (hauptsächlich israelische) gelesen habe, muss hart an der Psychologie der Soldaten gearbeitet werden, einfach mal so ist da nicht.
 
Verstehe mich nicht falsch ein "verpflichtendes Jahr", wenn es denn eingeführt werden sollte, muss natürlich für Frauen wie Männer gelten, bei wehrpflichtigen Soldatinnen habe ich aber so meine Probleme.
Ich kann deinen Punkt zur Hälfte nachvollziehen, aber zur anderen auch nicht.
Kurz gesagt:
Ich kann den Punkt nachvollziehen wenn man allgemein Frauen in der kämpfenden Truppe betrachtet,
aber was jetzt der Unterschied zwischen wehrpflichtigen Frauen und Frauen als SaZ und BS sein soll sehe ich nicht.
Du beziehst dich hier ja explizit auf einen Pflichtdienst.
 
Ich kann deinen Punkt zur Hälfte nachvollziehen, aber zur anderen auch nicht.
Kurz gesagt:
Ich kann den Punkt nachvollziehen wenn man allgemein Frauen in der kämpfenden Truppe betrachtet,
aber was jetzt der Unterschied zwischen wehrpflichtigen Frauen und Frauen als SaZ und BS sein soll sehe ich nicht.
Du beziehst dich hier ja explizit auf einen Pflichtdienst.
Ja, kann ich auch nicht wirklich ausdrücken.
Ich bin Zeit meines Lebens immer für Gleichberechtigung gewesen, weil ich von klein auf gesehen habe, das Frauen eben genau die Dinge machen, die man als Männlein auch macht und genauso hart arbeiten für ihre Ausbildung und Werdegang. insoweit gibt es da rational kein aber. Mein Aber ist eher emotional und aus dem Bauch heraus, deshalb vielleicht auch die Trennung, zwischen Frauen die freiwillig Soldat sein wollen und einem wie auch immer gestrickten verpflichtenden Wehrdienst.
Wahrscheinlich liegt das wohl eher tief in meiner Erziehung, das "Kämpfen" wohl eher Männersache ist, was rational auch quatsch ist und ich das auch weiss, sieht man ja auch gerade in der Ukraine.
Ich kann das nicht wirklich rational ausdrücken oder gar erklären, vielleicht waren da auch die geschilderten Erlebnisse meines Großvaters prägend, ich hatte eben das Glück, das er nicht zu den Schweigern gehörte, obwohl ich sicher bin, das ich auch nicht alles erzählt bekommen habe.
 
Oder anders ausgedrückt, Feminismus ist halt immer dann gut, sobald man schöne Rousinen picken kann, wenns um unangehmere Verpflichtungen geht, naja, dann ist das bisweilen aber ehr Männersache. :ugly:

Emanzipation heißt halt, dass die Frauen auch die Rechte der Männer kriegen und die Männer auch die Pflichten der Frauen. So hat jeder was vom Fortschritt :ugly: !


Es ist durchaus nicht umumstritten und nach seriösen Quellen, hauptsächlich israelischen, gibt es durchaus gemischte Meinungen zu Frauen in Kampftruppen, worauf es dann wohl auch zwangsläufig hinauslaufen würde.

Verstehe mich nicht falsch ein "verpflichtendes Jahr", wenn es denn eingeführt werden sollte, muss natürlich für Frauen wie Männer gelten, bei wehrpflichtigen Soldatinnen habe ich aber so meine Probleme.
Vielleicht seit ihr da als eine Generation nach mir weiter, das was ich auch aus aller erster Hand (Großvater, 20 ID. mot.), der wirklich gegen Frauen gekämpft hat, im Jahr 1941 in Russland und sie als Sanitäter auch teilweise wieder zusammengeflickt hat, war nach seiner Aussage der psychologische Effekt auf seine Einheit damals katastrophal.
Sie wurden in der Nacht in ihrer Igelstellung angegriffen, mit einem damals typischen Massenangriff der roten Armme, der durch starkes MG Feuer abgeschlagen wurde. Schon in der Nacht haben sie bald bemerkt das die absolute Mehrzahl der russischen verwundeten "Soldaten" Frauen waren, anhand ihrer Stimmen. Es kam teilweise zu dramatischen Szenen unter den Männern bis hin nicht mehr schießen zu wollen, die Offiziere hatten nach Aussagen meines Großvaters alle Hände voll zu tun, die Disziplin aufrecht zu erhalten, was sich am nächsten Morgen bei Tageslicht nochmal verschlimmerte, als man die toten und verwundeten Soldatinnen sah, barg, versorgte und begrub.

Auch was ich teilweise aus anderen militärischen Quellen (hauptsächlich israelische) gelesen habe, muss hart an der Psychologie der Soldaten gearbeitet werden, einfach mal so ist da nicht.

Da dürften heutige Generationen ein gutes Stück weiter sein. Und wenn nicht klingt "die Kampfmoral des Gegners bricht zusammen" jetzt nicht unbedingt nach einem Problem für eine Armee. Außerdem sind ja ohnehin schon seit längerem alle Laufbahnen bei der Bundeswehr für Frauen zugänglich. Warum sollten sie also nicht auch vielen Frauen offenstehen?
Einzig die afaik weiterhin nicht abschließend geklärten Fragen der im Schnitt abweichenden körperlichen Leistungfähigkeit, der ergonomisch (un)passenden Aurüstungsteile und bezüglich der Unfähigkeit einiger Zeitgenossen, Frauen als normale Menschen/Kameraden zu behandeln, bräuchten dann auf einmal dringend eine Regelung. Und natürlich der Haarerlass :ugly: .
 
Na Hauptsache in Deutschland denkt man weiter über die Anschaffung von Iron Dome, als Luftabwehr, nach, wo selbst die Ukrainer schon erkannt haben, das Iron Dome nicht wirklich für die Abwehr modernerer Raketen und Marschflugkörper gedacht ist und taugt:

Die Ukraine benötigt nach Einschätzung von Verteidigungsminister Olexij Resnikow eine andere Raketenabwehr als das israelische System "Iron Dome" (Eisenkuppel). "Selbst Iron Dome schützt nicht zu 100 Prozent. Iron Dome wurde gegen langsam und niedrig fliegende Raketen gemacht, die von der Sache her in Garagen angefertigt werden. Vor Marschflugkörpern und ballistischen Raketen schützt Iron Dome nicht", sagte Resnikow. Die Ukraine müsse ein System der Luftverteidigung entwickeln oder es von ihren Partnern erhalten.

 
Die Ukraine müsse ein System der Luftverteidigung entwickeln oder es von ihren Partnern erhalten.
Bei den massiven wirtschaftlichen Einbußen entwickelt die Ukraine so schnell gar nichts mehr.
Die können froh sein durch den nächsten Winter zu kommen.
Dann wird es auch die nächste Flüchtlingswelle geben.
 
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