Der Militärthread

Wie funktioniert das eigentlich das Raketen ihr Ziel bis zum Ende verfolgen? Also technisch?
Da sitzt ja nicht jemand der die Rakete mit einen Joystick ins Ziel lenkt. :D
Also ein Ziel markieren ist klar. Dann der Rakete sagen "du verfolgst jetzt nur dieses eine Ziel bis zum Ende".
Dafür muß doch die Rakete ständig die eigene Position und die des Ziels kennen und abgleichen.
Aber wie funktioniert das genau?
 
Wie funktioniert das eigentlich das Raketen ihr Ziel bis zum Ende verfolgen? Also technisch?
Da sitzt ja nicht jemand der die Rakete mit einen Joystick ins Ziel lenkt. :D
Also ein Ziel markieren ist klar. Dann der Rakete sagen "du verfolgst jetzt nur dieses eine Ziel bis zum Ende".
Dafür muß doch die Rakete ständig die eigene Position und die des Ziels kennen und abgleichen.
Aber wie funktioniert das genau?
Infrarotsensor!!!
Infrarotsensor nimmt die Hitzeausstrahlung der Triebwerke (Flugzeug/Jet) war und verfolgt sie bis ihm der Sprit ausgeht oder durch gekonnte und apbupte Manöver der Infrarotsensor die Signatur des Zieles (Flugzeug/Jet) verliert und z.B. Richtung Sonne rast
 
Infrarotsensor!!!
Infrarotsensor nimmt die Hitzeausstrahlung der Triebwerke (Flugzeug/Jet) war und verfolgt sie bis ihm der Sprit ausgeht oder durch gekonnte und apbupte Manöver der Infrarotsensor die Signatur des Zieles (Flugzeug/Jet) verliert und z.B. Richtung Sonne rast
Ja aber das geht doch nur wenn die Rakete relativ nah am Ziel ist.
Ich meinte eigentlich schon vorher.
 
Ja aber das geht doch nur wenn die Rakete relativ nah am Ziel ist.
Ich meinte eigentlich schon vorher.
Das vorher ist z.B. bei einer Meteor oder AIM-132 ASRAAM ziemlich variabel :D bei Geschwindigkeiten von Mach 4!
Um 100km zu überbrücken braucht so ein schnittiges Raketchen so mal 75sec, das ist nicht gerade die Welt an Zeit.

Erkannt werden die meistens vom gegenerischen "Abwehradar" erst wenn der Sensor sich scharf macht.
Bei Sidewinder und Iris T für den Dogfight spielt das fast gar keine Rolle, weil die Rakete auf Sicht geschossen wird und die Sensoren schon praktisch beim Schuss scharf sind.
Soweit ich weiß kann die Meteor per Datalink von einem Awacs oder ähnlichem nochmal umgelenkt werden in eine andere Richtung, außerdem stehen die Raketen mit dem Zielradar des Abschussflugzeuges in "Kommunikation", das Zielradar kann die Flugrichtung der Rakete schon noch beeinflussen, auf dem Weg zum Ziel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja aber das geht doch nur wenn die Rakete relativ nah am Ziel ist.
Ich meinte eigentlich schon vorher.

Infrarotsucher haben auch ein paar Kilometer Reichweite. Es reicht ja, die gegnerischen Triebwerke (auch ohne Nachbrenner und mit Turbofan ettliche 100 °C) in einer Umgebung, in der nichts wärmer als 20 °C ist, als hellsten Punkt zu erkennen. Zusätzlich wird der intiale Anflug aber auch vom Trägerflugzeug vorprogammiert bzw. die Zielsuche assesstiert. (Bei fire & forget: "Flieg Richtung A und was auch immer du da siehst, sorg dafür, dass es nicht mehr fliegt")

Aber einer gewissen Reichweite kommen aber ausschließlich Radardsensoren zum Einsatz und die funktionieren ganz klassisch - wo Echo, da Ziel.

Die Führung ist dabei übrigens zum Teil erschreckend primitiv-effektiv: Das Suchsystem der AIM-9 bestand lange Zeit aus einem simplen, einseitigen Schlitz mit Infrarotsensor, der um so stärker ausschlug, je weiter ab von der Mittelachse das heiße Objekt in dieser Richtung lag. Dieser Ausschlag wurde direkt auf eine kleine Leitflosse am Kopf rückgekoppelt, die sich entsprechend mehr oder minder ausklappte und dabei die Rakete in eben diese Richtung drückte. Dieses billigste 1D-System, dass jeder halbwegs versierte Bastler nachbauen könnte (für weitaus geringere Geschwindigkeiten versteht sich), reichte aber in Kombination mit einer ständig rotierenden Rakete aus, um Zielen zu folgen - bei jeder Umdrehung wurde die Rakete in die Richtung am stärksten abgelenkt, in der das Ziel war und schraubte sich so an dieses heran. Die RIM nutzt das gleiche Prinzip bis heute, nur mit einem Radarempfänger statt Infrarot.
 
Ja aber das geht doch nur wenn die Rakete relativ nah am Ziel ist.
Ich meinte eigentlich schon vorher.
Man muss zw. Boden-Luft und Luft-Luft Flugkörper unterscheiden, die weichen leicht ab in der Funktionsweise.

Boden-Luft werden durch das Feuerleitradar und bei sehr großen Entfernungen auch über weitere Systeme (AIRWACS) zum Ziel geleitet.
Es gibt Szenarios, bei denen das Airwacs den Gegner aufspürt und das Bodenradar der Abschussrampe gar keinen Kontakt zum Ziel hat. Dann wird "blind" gefeuert und das Airwacs steuert die Rakete bis in Zielnähe heran.
Ab ca. 10 km Entfernung übernimmt das Radar im Flugkörper die Endsteuerung.

Luft-Luft benötigt Radarkontakt des Flugzeuges zum Ziel.
Früher musste das Ziel durchgängig beleuchtet werden. Heutzutage entfällt das, weil es mehr oder weniger fire-and-forget Raketen sind.
Sie fliegen autonom bis in Zielnähe und auch hier ist das Eigenradar des Flugkörpers in der Lage ab ca. 10 km Direktkontakt herzustellen.
Tricky dabei ist, ob die Rakete das Ziel auch richtig identifiziert, dass der Pilot ursprünglich ausgewählt hatte.
Unbedarft der Tatsache, dass all diese Raketen auf dem Papier fire-and-forget Eigenschaften haben, versucht der Pilot (sofern er nicht anderweitig beschäftigt ist, was im Kriegsszenario ja durchaus mal der Fall sein kann) zur Erhöhung der Trefferwahrscheinlichkeit weiterhin das Ziel zu beleuchten und der Rakete diese Infos zu geben.
 
Infrarotsensor!!!
Infrarotsensor nimmt die Hitzeausstrahlung der Triebwerke (Flugzeug/Jet) war und verfolgt sie bis ihm der Sprit ausgeht oder durch gekonnte und apbupte Manöver der Infrarotsensor die Signatur des Zieles (Flugzeug/Jet) verliert und z.B. Richtung Sonne rast

Jain. Das trifft vielleicht auf klassische Kurzstrecken-AAMs und -SAMs zu, aber bei weitem nicht auf alle Missiles zu, egal ob Luft-Luft, Luft-Boden, oder Boden-Boden. Es wäre mir neu, dass beispielsweise eine AIM-7 oder AMRAAM Infrarotsuchköpfe hätten. Die verwenden semi-aktive bzw. aktive Radarsuchköpfe spätestens in der Zielanflugendphase.

Du scheinst ja auch beim (vermutlichen) Neptun-Einschlag auf der Moskva von einem Infrarotsuchkopf auszugehen. Ich habe allerdings zumindest auf gängigen Internetseiten dazu nichts gefunden. Im Gegenteil, da wird z.T. explizit von aktiver Zielfindung per Radar in der Zielanflugendphase gesprochen.
 
come on, die zwei Muster kann ich jetzt schon noch auseinanderhalten :D

Andere erkennen beim Ablecken einer Briefmarke, ob es eine blaue Mauritius ist, wieder andere erkennen bei de Formel 1 ob ein Ferrari oder sonst was durch die Kurven hetzt... :daumen:
Hatte nur in den News gelesen, dass US Maschinen des Typs F-35 in der Eifel gelandet sind und dort die Bevölkerung belästigen.
 
Die mit Atomsprengköpfen bestückbare Rakete vom Typ Sarmat (Nato-Codename: SS-X-30 Satan 2) stärke das nukleare Potenzial Russlands massiv, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Keine Rakete auf der Welt könne Ziele in einer solchen Entfernung erreichen wie diese. Die Sarmat soll eine Reichweite von 18 000 Kilometern haben. Damit könnte Russland Ziele weltweit erreichen.

Präsident Putin verkündet anlässlich des Starts, dass es auf der Welt auf lange Zeit nichts geben werde, was der Rakete ebenbürtig sei. Das Waffensystem habe "beste taktisch-technische Eigenschaften und ist in der Lage, alle modernen Mittel der Raketenabwehr zu überwinden", sagt der Kremlchef. "Das ist eine wirklich einzigartige Waffe, die das Kampfpotenzial unserer Streitkräfte stärken wird und verlässlich die Sicherheit Russlands vor äußeren Bedrohungen schützt."

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurde die Rakete vom Kosmodrom Plessezk im Gebiet Archangelsk abgeschossen. Die für den Test genutzten, nicht atomaren Sprengköpfe schlugen demnach auf dem Gelände Kura auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka ein. Beide Orte liegen etwa 5600 Kilometer voneinander entfernt.

Dem US-Verteidigungsministerium zufolge hat die russische Regierung die USA vorab über den Raketentest informiert. Das sei im Rahmen des atomaren Abrüstungsvertrages "New Start" geschehen, sagt Pentagon-Sprecher John Kirby. "Solche Tests sind Routine, und sie waren keine Überraschung", betonte Kirby. Der Test werde nicht als Bedrohung für die Vereinigten Staaten oder ihre Verbündeten angesehen.
Quelle: Russland testet neue Interkontinentalrakete

18000 Kilometer Reichweite ist schon heftig. Und angeblich nicht abzufangen.
 
Quelle: Russland testet neue Interkontinentalrakete

18000 Kilometer Reichweite ist schon heftig. Und angeblich nicht abzufangen.
Glaube doch nicht alles was die Russen so verkünden, die haben die letzten 12 Jahre ausschließlich die Werbetrommel für ihr Militär betätigt und wieder sind alle Experten komplett hereingefallen, denn anscheinend kochen die Russen nicht mal mit heißen Wasser, sondern nur mit kalten. Will sagen, die erzählen einen Haufen Scheißdreck, wenn der Tag lang ist.
 
Quelle: Russland testet neue Interkontinentalrakete

18000 Kilometer Reichweite ist schon heftig. Und angeblich nicht abzufangen.
Es ist eine ballistische Rakete, die, wenn sie mehr als 13.000 km fliegen kann, in einen höheren Orbit aufsteigen muss.
Am Kipppunkt "back to earth" sind alle ballistischen Rakten gleich schnell, ca. 4.500 km/h.
Wenn schneller oder langsamer, dann kein Treffer - relativ einfache Bahnphysik.
Die Eintritts- bzw. Aufprallgeschwindigkeit liegt ca. bei max. 21.000 km/h.
Auch wieder Physik, wenn schneller, verglüht das Teil - oh wait, kann man noch etwas schneller machen,
wenn der Wiedereintrittskörper aus irgendwas superteurem mit Beryllium und Titan oder so ist.

Kurzum, nicht wirklich was besonderes, die Russen könne die Vmax nicht überlisten und die Reichweite - geschenkt.
Wer keine zuverlässigen Atom-U-Boote bauen kann, muss eben an der Reichweite drehen. :D
Glaube doch nicht alles was die Russen so verkünden, die haben die letzten 12 Jahre ausschließlich die Werbetrommel für ihr Militär betätigt und wieder sind alle Experten komplett hereingefallen, denn anscheinend kochen die Russen nicht mal mit heißen Wasser, sondern nur mit kalten. Will sagen, die erzählen einen Haufen Scheißdreck, wenn der Tag lang ist.
Immer diese direkt-offenen Formulierungen tztztz :cool:
 
Quelle: Russland testet neue Interkontinentalrakete

18000 Kilometer Reichweite ist schon heftig. Und angeblich nicht abzufangen.

Halbe Reichweite von dem, was zum Teil schon versprochen wurde und das vier Jahre nach Putins ganz großer Ankündigung. Wird auch langsam Zeit - für den aktuell stationierten Vorgänger mussten Wartungsverträge mit der Ukraine geschlossen werden und irgendwas sagt mir, dass die zuletzt nicht erfüllt wurden.

18000 km sind überigens kaum mehr als beim Vorgängermodell und vor allem ist es viel zu wenig, um Europa oder die USA aus Richtung Süden anzugreifen. Wir sollte aber vielleicht langsam den Raketenschutzschirm hochzuziehen, den wir vor 10-15 Jahren aus Rücksicht auf Russland NICHT gebaut haben.

(https://www.militarynews.ru/story.asp?rid=1&nid=524255&lang=RU - aus irgend einem Grund ist die englische Fassung nicht frei zugänglich/Russland selbst für Progpaganda zu blöd, aber es gibt ja Übersetzer, die ausdrücklich 35000 km ausspucken)


Es ist eine ballistische Rakete, die, wenn sie mehr als 13.000 km fliegen kann, in einen höheren Orbit aufsteigen muss.
Am Kipppunkt "back to earth" sind alle ballistischen Rakten gleich schnell, ca. 4.500 km/h.
Wenn schneller oder langsamer, dann kein Treffer - relativ einfache Bahnphysik.
Die Eintritts- bzw. Aufprallgeschwindigkeit liegt ca. bei max. 21.000 km/h.
Auch wieder Physik, wenn schneller, verglüht das Teil - oh wait, kann man noch etwas schneller machen,
wenn der Wiedereintrittskörper aus irgendwas superteurem mit Beryllium und Titan oder so ist.

Abgesehen davon, dass Avangard einen ordentlichen Anteil Titan oder ähnlichem enthalten dürfte und dass die UdSSR bereits orbitale Träger für Nuklearwaffen auf Basis der Vorgängerrakete entwickelt hatte, sind subbalistische Flugbahnen nicht gerade die neueste Idee, schon allein um Abfangmanöver etwas schwerer als kinderleicht zu machen.
 
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Ist schon krass wie die großen Kaliber immer einzeln nachgeladen werden müssen.
Lohnt sich das überhaupt in den relativ großen Abständen mit "Luft-Boden Artillerie" zu schiessen?
 
Ist schon krass wie die großen Kaliber immer einzeln nachgeladen werden müssen.
Lohnt sich das überhaupt in den relativ großen Abständen mit "Luft-Boden Artillerie" zu schiessen?
Spezielles Einsatzszenario bei Luftüberlegenheit...
Wenn die Maschine sich außerhalb von IR-Boden-Luftraketen bewegt, wie die Ukraine sie derzeit nutzt, ist die Maschine einer konventionellen Artillerie überlegen, die ja quasi im Bogen und meist ohne direkter Zielsicht grob auf das Ziel schießt.
Du kannst z. B. mit der 105 mm Kanone sogar fahrende Ziele bekämpfen.

Oder andersherum: Die USA würden sich nicht den Spass von 50-60 aktiven Maschinen gönnen, wenn sie dafür keinen Einsatzzweck sehen würden...^^


Edit:
Echter Einsatz einer Spectre
Achtung, du siehst hier im Infrarot Menschen sterben:
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Zwar zivile Maschinen aber sehr interessant:

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Coole Kiste, kann man eines in Sinsheim anschauen.

Apropos:
Neuere Bilder von der Area-51 schon gesehen?

Könnte das sein:

oder was anderes...
 
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