Der Militärthread

Ich stelle mir Drohnen einfach als Ergänzung und weniger als kompletten "Wingman" vor. Teilweise wird ja von bis zu 4 solcher Begleiter gesprochen.
Klar, es gibt diverse Konzepte.
Wie oben verlinkt, haben die USA auch schon 6 Drohnen parallel probiert.
Zur Zeit ist es für Jets allgemein sehr schwer, gegen eine effektive Luftabwehr zu arbeiten.
Nö, die Technologie des Flugzeuges muss eben ebenbürtig als die Bodentechnologie sein.
Die Erklärung für die relativ hohen russischen Verluste sind banal.
Ihre Abwehrflares operieren temperaturmäßig optimiert auf die gängigen IR-Raketen von Flugzeugen, also AIM-9l oder auch R-60/R-73.
Javelin ist gemein und erfasst Kaltziele, also Temperaturdifferenzen von unter 20° gem. Literatur (mutmaßlich noch besser). Die Elektronik einer F-22 oder auch F-35 ermittelt im Millisekundenbereich die mutmaßliche Angriffswaffe und schleudert Flares mit Temperaturdifferenzen aus, Thema durch - kein Treffer.
Also versucht man dies mit dem Einsatz von Abstandswaffen zu reduzieren, so das die Jets nicht in gefährdeten Bereiche eindringen müssen.
Begleitdrohnen, mit besseren Stealth Fähigkeiten, könnten diese Aufgabe übernehmen und durch den 2 Mann im Cockpit "kommandiert" werden. Gleichzeitig erkennen sie ankommende Gegner früher und können die Bekämpfung mit Raketen einleiten, passiv Ziele erkennen und markieren.
Auch hier gibt es unterschiedliche Konzepte.
Es wäre aber fatal, die Taktik preis zu geben, sonst würden sich die Verteidiger ja weniger auf die Drohnen konzentriren als auf das "Mutterflugzeug". :)
Bei Bodenmissionen wäre die Menge an Kampfmitteln wesentlich höher.
Nö, höhere Präzision ist der Weg zum Erfolg - schon immer gewesen.
Je öfter oder stärker du ein Ziel angreifen musst, desto höher sind deine eigenen Verluste bzw. Enttarnung der eigenen Position.
Ich glaube, wenn überall nur noch Drohnen eingesetzt werden, wird es keinen Krieg mehr geben...
Die Aussage habe ich im Kontext zu Atomwaffen auch schon mal gehört....
 
Die Erklärung für die relativ hohen russischen Verluste sind banal.
Woher kennst du die Höhe und wodurch sie verursacht wurden? Bisher sehe ich Abstürze von Airshows usw, die als "Beweise " zusammengeschnipselt werden. Das es Verluste gibt, sollte klar sein. Ich denke einen Krieg in dieser Form gab es seit Vietnam nicht mehr und die ukrainische Luftabwehr gehörte in Europa sicher zu den Besten.
Wobei die Beweise für Abschusse relativ dünne sind ? Also es müssten doch Haufen von Fotos existieren ?

Meintest du nicht eher die Stinger ?

Auch hier gibt es unterschiedliche Konzepte.
das meinte ich auch
Je öfter oder stärker du ein Ziel angreifen musst, desto höher sind deine eigenen Verluste bzw. Enttarnung der eigenen Position.
Es wäre doch sicherer, wenn man den Angriff von einer Gruppe Drohnen ausführen lässt ? Warum diese nicht am Himmel in Bereitschaft kreisen lassen, um bei Bedarf Ziele am Boden zu bekämpft?
Die Aussage habe ich im Kontext zu Atomwaffen auch schon mal gehört....
Na wenn sich nur noch Drohnen bekämpfen, endet das vielleicht wie bei "Robot Wars" ? :)

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von der wurde die F-35 abgekupfert :)
 
Die LKW waren trotzdem entscheidend, weil du mit Panzern ohne motorisierte Infantrie zu der Zeit vielleicht 50km vorstößt, danach macht die Wehrmacht die Nachschubwege dicht und fängt an die Panzer in Ruhe zu zerstören.

Transportfahrzeuge habe ich jetzt mal zur nicht-Militärtechnik gezählt (macht Mercedes bei Exporten ja auch so :ugly: ) und letztlich ist es auch nicht sonderlich wichtig, ob die Sowjetunion mit heimischen Lastern die Ernte eingebracht und mit US-Lastern die Soldaten an die Front gekarrt hat, oder umgekehrt. Wichtig ist: Dank LL hatten sie genug Laster für beides und deswegen konnte überhaupt jemand kämpfen, ohne dass jemand anders hungern musste.


Das wären aber viele gewesen. Im zweiten Weltkrieg sollen 60-80 Millionen Menschen gestorben sein.
Aber Stalin hatte geschätzte 3-7 Millionen seiner Landsleute (Bauern usw) verhungern lassen. Hatte ich gelesen.

Ich hätte ausdrücklihc vielleicht schreiben müssen, dass ich die sowjetischen Gefallenen meinte. Bei den nach Verlust der westlichen angeschlossenen Ländern an die Nazis verbleibenden vielleicht 100 Millionen Einwohnern mehr verhungern zu lassen, als die 60 Millionen an allen Fronten gefallenen, währe dann doch etwas schwer geworden.


Aaaaalso,
ICH kritsierte, dass die vom @Tschetan verlinkte Drohne in der Beschreibung AUCH als Wingman-Begleitdrohne zum Einsatz kommen kann/soll. MEINE Begründung: Agilität, Manövierfähigkeit eines Nurflüglers ist einem Jagdflugzeugprofil unterlegen (sonst würde vermutlich die F-22 eher einer B-2 ähneln :D)
Darauf hin kam von DIR ein allgemeiner Abriss über Vorteile und theoretische Möglichkeiten eines Nurflüglers.
ICH war immer in der Gedankenwelt über die Sinnigkeit, einer zweifellos stealthfähigen Drohne als KI-Begleitjäger, die wie ein Nurflügler aussieht.

Okay, da haben wir dann komplett aneinander vorbeigeredet. Ich habe auf deine Aussage reagiert, dass Nurflügler weder hohe Geschwindigkeiten noch hohe G-Kräfte erreichen könnten. Das ist beides falsch, sagt aber natürlich beides nicht über die Drehgeschwindigkeiten eines spezifischen Designs aus. Wenn man ein riesiges Leitwerk braucht, sollte man halt nicht mit einem leitwerklosen Design anfangen :ugly: .

Es waren exemplarische Bilder des künftige Eurofighters...

"Bilder"? Diesmal finde ich im Zitatverlauf tatsächlich nichts passendes.

DAMALS war tatsächlich vorgesehen, einen bemannten Jäger mit 3-4 Drohnen begleiten zu wollen.
die USA testeten bereits solche Konfigurationen mit dem Ergebnis:
Willste Chaos in der Luft haben, nimmste mehrere Drohnen, willste einen effektiven KI-Wingman, bleib bei einer.

Kannste keinen effektiven KI-Wingman bauen, weil die KI nicht reicht, nimm lieber Chaos als gar nichts ;) .

Setzt sich aber das "§klassische" KI-Wingman Thema durch, muss m. A. nach die Flugleistung und Beweglichkeit einer solchen Drohne mind. der des eigentlichen Jägers entsprechen, im Idealfalls sogar noch deutlich darüber liegen. Ein KI-Wingman macht ja auch nur dann Sinn, wen es messbare Vorteile gegenüber einem normalen Begleiter gibt, oder?

Das stimmt definitiv. Und genau diese Anforderungen lassen das Konzept antiquitiert erscheinen: Man braucht eine Steuerung, die es noch nicht gibt, eine Zelle die noch aufwendiger und stabiler und damit bei gleicher Nutzlast teurer wird, um überhaupt einen Vorteil (abseits der Personalkosten) daraus zu ziehen.

Umgekehrt haben wir schon heute die Technik, um deutlich weniger manövrierfähige Einheiten zu einem Bruchteil des Preises zu bauen. Insbesondere mit Blick auf das historische Entwicklungszusammenspiel zwischen Rüstungskonzernen und Bundeswehr wage ich mal zu bezweifeln, dass du für den Preis eines der von dir gewünschten Wingmans vier bis sechs Waffenträger-Dackel bekommst, deren Manövrierfähigkeit (sowohl von der KI als auch den Flugeigenschaften her) eher auf dem Niveau eines durchschnittlichen (Tief-)Flugmarschflugkörpers liegt, die aber jede die gleiche Menge Waffen tragen und sämtliche Richtungen feuern können. Spätestens wenn die KI sich in einem von beiden Beispielen dann doch mal verrechnet und in den Boden kachelt, sollte klar sein, was die effizientere Lösung ist.

Das gesamte Erfolgsgeheimnis von Drohnen liegt nicht darin, dass sie irgendetwas besser könnten, sondern darin, dass sie spottbillig und entbehrlich sind.

b) um die strukturelle Zellenbelastung eine Flugzeuges bei Schuss und die enormen Rückstosskräfte eienr großkalibrigen Waffe
Solltest du jemals z, B. eine echte Schrotflinte abgeschossen haben, erinnern dich die Schmerzen an der Schulter noch ein paar Tage später an die Rückstossenergie.

Schon mal versucht, an einem Arm 15 Tonnen Flugzeug und am anderen einen Bremsfallschirm zu halten? Oder ein EJ200 mit der Schulter zu stoppen?
Kampflugzeuge müssen sowieso einige Kräfte aushalten und wir sprechen hier von einem Verteidigungssystem, dass nach hinten feuert, nicht von einer GAU8. Die 20 mm Vulcan von Phalanx wurde mit leicht geändertem Antrieb als Pod unter 4 Tonnen Broncos geflogen und da man mit Geschwindigkeitsvorteil auf ungeschützte Ziele feuert, wäre die klassische Minigun sogar die nahliegendere Wahl. Wie gesagt: Zumindest im Westen geht der Trend eher zu Laser (ich bin noch gespannt, wo der Strom dafür herkommt), aber technisch machbar wären auch Rohrwaffen.

Es ist ein Versuchsträger für die Strukturoptimierung, KI-Tests usw., KEIN Serienmodell.
Auch war der MQ-28 exemplarisch für die Entwicklung gedacht.

Äh, nö. Das ist ein von Australien bestelltes Produkt und explizit das hiesige Thema ;) .


in den USA werden derzeit grob 6 oder 8 verschiedene Testmuster ausprobiert.

daraus:
Die unbemannten Luftfahrzeuge sollen hierbei einen breiten Aufgabenbereich abdecken, indem sie selbständig Luftkämpfe durchführen, Luftnahunterstützung liefern, Begleitschutzaufgaben übernehmen, für Aufgaben in der elektronischen Kampfführung, der Zielmarkierung und zur Wahrnehmung von ISTAR-Aufgaben (Intelligence, Surveillance, Target Aquisition and Reconnaissance) eingesetzt werden können.

Der Versuchsträger von Boing sieht z. b. völlig anders aus...

Der von Kratos sieht so aus:

"able to deploy weapons or surveillance systems"
"tasks such as scouting, or absorb enemy fire"
Es gibt zwar die schönen Zeichnungen von engsten Dogifghts, aber auch scheint die Zeile "führt Luftkämpfe aus" eher als "feuert Raketen größerer Reichweite ab" interpretiert.

Mit der MQ-25 wird z. B. ein unbemanntes Tankflugzeug getestet.

Weil sie zu träge für alles andere ist.

Mit der der X47 wurde schon 2011 an dem Thema gearbeitet (Träger-Drohne):

Die A-Ausführung war übrigens ein echter Nurflügler ;) .

Da es sich augenscheinlich um einen Versuchsträger mit nur einem Triebwerk handelt und das Pratt & Whitney aus der F-35 eines der modernsten und stärksten Triebwerke mit 125 kN dry und 190 kN AB, gehe ich schwer davon aus, dass es sich genau um dieses Triebwerk auch handelt.

Das wäre auch meine Vermutung, dass das Ding so viel wie möglich von der F-35 übernimmt.
Und die hat nicht annähernd die von dir für einen Uberwingman erhoffte Wendigkeit.

Du denkst zu kompliziert.
Ich kann dir mit einer normalen Sportmaschine bis zum Strukturbruch vielfache g´s geben.
Einfaches Dippmanöver genügt (und mit ein Grund, warum so mancher Fluganfänger die ersten 200 h nicht überlebt):
Anhang anzeigen 1392114

Ich weiß nicht, was du als "normale Sportmaschine" bezeichnest, aber eine Extra 300 als FluSimKlassiker ist für ±10 g freigegeben. Und die kann sie, nach meiner überkomplexe Überschlagsrechnung auch aerodynamisch machen, weil sie ein zehnmal besseres Verhältnis aus Masse und Grundfläche im Vergleich zu einer F-35(-like-Drohne) hat, was die im Vergleich zu meinem Beispiel dreimal niedrigere Geschwindigkeit locker ausgleicht.
 
Wenn man Piloten, die in den letzten Jahren Kampfeinsätze geflogen sind und dabei mit anderen Luftstreitkräften aneinander geraten sind, danach fragt, ob sie in Dogfights verwickelt wurden, dann schauen die die den Fragesteller an, als hätte dieser alte Socken mit Schuhcreme zum Abendbrot vorgeschlagen.

Nicht, dass es grundsätzlich nicht vorkommen könnte. Aber die Auswahl an Szenarien, an denen beide Parteien in den Kurvenkampf gehen, weil sie beispielsweise ihre Raketen verschossen haben, statt zwecks Neubestückung Kurs Heimat zu setzen, ist dermaßen gering, dass es praktisch nicht lohnt, Drohnen speziell dafür zu entwickeln. Wenn es um Drohen als Wingman geht, dann um zusätzliche Waffenplattformen in der Luft, die einerseits die Zahl der ins Gefecht tragbaren Offensiv- und Defensivmittel (also im Wesentlichn Raketen und Täuschkörper) zu erhöhen und andererseits Interesse und Feuer auf sich ziehen, damit die bemannten Maschinen mehr Luft für das Ausführen der jeweiligen Operationsziele haben.

Ich bitte, sich vor Augen zu führen, warum der Dogfight Dogfight heißt und warum Piloten diese Kurvenmanöver fliegen - nämlich um einerseits in eine gute Feuerposition für linear abgefeuert Bordwaffen zu kommen und andererseits aus dem Vektor der feindlichen Bordwaffen zu bleiben. Wenn ich eine zweite, unbemannte Waffenplattform habe, die mich unterstützt, ist es zimelich sinnlos, diese ebenfalls herumtänzeln zu lassen. Ganz im Gegenteil, sie sollte möglichst gleichmäßig fliegen, um entweder den Gegner abzuschießen, den man ihr vor die Kanonen lockt bzw. drängt, ODER um ihrerseits den Gegner zu verleiten, das leichte Ziel anzugreifen, damit er vor die Kanonen des menschlichen Piloten kommt. Das ist ein grundsätzlich asymmetrisches Konzept.

In symmetrischen Situationen, also wenn beide beteiligten Parteien Drohne verwenden und zig Objekte auf engstem Raum einsetzen, macht sich ein menschlicher Pilot besser aus dem Staub, weil er zu dieser Materialschlacht nichts Sinnvolles beitragen kann, sondern eher Gefahr läuft, selbst ohne jeden Waffeneinsatz Opfer einer der sehr wahrscheinlichen Kollisionen zu werden. Dies gesagt: Um eine Maschine nebst Piloten auszuknipsen, wird sich kein Land dieser Erde zu schade sein, bei sich bietender Gelegenheit auch Drohnen für *beabsichtigte* Kamikazemanöver zu opfern.

Das gilt auch oder sogar insbesondere dann, wenn der Gegner mehr von Menschen gelenkte Maschinen und man selbst mehr Drohnen haben sollte. Bei Drohnen ist die Versuchung groß, diese die maximale Kampfentfernung verkürzen zu lassen, also ihre Raketen auf geringere Entfernung zum Ziel abzufeuern und damit die Chance zu verringern, dass die Raketen ihr Ziel verlieren oder angefangen werden. Menschliche Piloten machen das in aller Regel nicht, weil sie sich nicht demselben Risiko durch feindlichen Raketen aussetzen wollen.
Oder genau das Gegenteil: Drohnen werden vorgeschickt, um Ziele auszumachen und anzustrahlen, damit Piloten aus größerer Entfernung ihre Raketen ausklinken können, die dann von der vorgeschobenen Drohen zum Ziel geleitet werden. Das erhöhte Risiko der vorgeschobenen Position mit ggf. aktiver Ortung wird vom Menschen ferngehalten.

Für nichts davon müssen Drohen besonders wendig sein. Sinnvoller ist es, dass sie schnell sind und ein möglichst geringes Profil haben, aber bei Bedarf für Radar- und optische Ortung leuchten können wie ein Weihnachtsbaum, um von anderen Operationsmitteln abzulenken. Soweit jedenfalls mein letzter Kenntnisstand aus der Zeit, als ich bei solchen Erwägungen noch im Loop war, wenn es um die Möglichkeit zur Störung bzw. Entstörung von Drohnenoperationen ging. Das ist zwar über zehn Jahre her, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Anforderungen seitdem um fast 180° gedreht haben. Falls ich gänzlich auf dem Holzweg sein sollte, korrigiert mich gerne.
 
Wenn man Piloten, die in den letzten Jahren Kampfeinsätze geflogen sind
Compi ist hier der Pilot . ?
Ich denke mal das es genauso wie hier, auch in andere Ebenen unterschiedliche Meinungen dazu gibt.
Vom Profit her, wäre die " Wollmilchsau" für die Industrie sicher eher von Interesse .
Tendiere auch zu deiner Ansicht.
 
Compi ist hier der Pilot . ?
WAR, genauer gesagt zw. 1985 und 1994 aktiv.

Im Gegensatz zur Aussage vom werten @Mahoy kenne ich eine ausreichend große Gruppe von immer noch aktiven Kammeraden (meist jetzt Geschwaderkommodores u. vergleichbares, die Meisten nicht mehr aktiv fliegend) aus der ganzen Nato, die das etwas anders sehen...

Vorab, es steht außer Frage, dass Distanzwaffen wie AIM-120 gegen unterlegene Flugzeugmuster (z. B. SU-23/SU-25) eine hohe Effektivität haben. Die Abschussquoten von US oder auch britischen oder israelischen Flugzeugen liegt in diesem Fall bei grob 80%.
Da die Primäraufgabe der Luftwaffe darin besteht, feindliche eindringende JaBos abzufangen, also eine Abfangjägerrolle einzunehmen, verwundert mich diese Aussage nicht wirklich.

Bei dem Szenario, einen modernen JaBo abfangen (z. B. SU-34) oder gar Luftüberlegenheit gegen andere Jäger (SU-27/SU-30/SU-35) herzustellen, sieht der Planet wieder ganz anders aus.
Bei den relativ wenigen Begegnungen hier sieht die Effizient von AIM-120 bei ca. 40% die einer AIM-9L bei ungefähr ähnlicher Größenordnung aus.

Wie weiter oben angeführt, gibt es valide Gründe, warum hochmoderne Muster wie eben Eurofighter, Rafale, F-35 oder gar F-22 immer noch BKs haben.
Die Waffe (also Läufe + Verschlüsse only) wiegt leer ca. 120 kg, mit 480 Schuss (F-22) und dem Trommelmagazin immerhin knappe 350 kg.
Das Zusatzgewicht könnte man sich ja eigentlich sparen, oder?
Oder doch nicht?

Hierzu ein ganz einfaches und plakatives Szenario im Falle gleichwertige Jäger kämpfen um Luftüberlegenheit:

Luftalarm und Scramble von 2 Eurofightern, feindliche Flugzeuge (SU-35) in 250 km Entfernung dedektiert.
Nach ca. 3,5 min. sind die Eurofighter im Überschall und haben auf 100 km schon Radarkontakt.
Zeit, um die AMRAAM abzufeuern...
Wegen "reative airspeed" bewege sich die Flugkörper (auch die hier plakatierten SU-35 machen dasselbe) mit über Mach 5 (Mach 4 Eigengeschwindigkeit und ca. 1700 km/h der Jets) aufeinander zu.
Beide Parteien machen Ausweichmanöver und bewegen sich deshalb im unteren Überschallbereich weiter.
Keiner dieser Raketen beider Seiten trifft (40% Chance).
Nun sind wir schon im Bereich 20-25 km und die IR Raketen vom Typ AIM-9l oder vgl. könnten abgefeuert werden.
Die Piloten müssen nun entscheiden, wann sie feuern.
Je näher sie zueinander stehen, um so Wahrscheinlicher ist eine Trefferlage.
Beide Parteien entscheiden sich für ca. 10 km Distanz.
Ausweichmanöver zwingen nun beide Parteien zu relativ heftigen Ausweichmanövern und schmeissen Flares noch und nöcher. IRs treffen ebenso nicht (40-50%) Chance
Fluggeschwindigkeit beider Parteien nun ca. 1000-1200 km/h über Grund.

10 km Entfernung mit einer Relativgeschwindigkeit von 2000 km/h (2x1000 km/h) bedeutet:
In nur 36 Sekunden oder weniger (!!!) fliegen nun die Jäger aneinander vorbei und ein paar von den IR-Raketen schwirren auch noch sinnfrei herum...

Gretchenfrage:
Wozu braucht man nun noch eine BK und einen hochagilen Jäger?

Genau:
Um dem Gegenüber den A.... aufzureissen...

Wenn man sich die relativen Fluggeschwindighkeiten und wahrscheinliche Trefferlagen von Raketen realistisch vor Augen führt, taxiere ich die Wahrscheinlichkeit eines Dogfights bei technologisch gleichstarken Gegnern auf ca. 50%...
 
Im Gegensatz zur Aussage vom werten @Mahoy kenne ich eine ausreichend große Gruppe von immer noch aktiven Kammeraden (meist jetzt Geschwaderkommodores u. vergleichbares, die Meisten nicht mehr aktiv fliegend) aus der ganzen Nato, die das etwas anders sehen...
Nun die Expertise dafür liegt halt nicht beim Heer ;)
Bei den relativ wenigen Begegnungen hier sieht die Effizient von AIM-120 bei ca. 40% die einer AIM-9L bei ungefähr ähnlicher Größenordnung aus.
Das sind nur nicht unsere aktuellen LFK ;)
Wie weiter oben angeführt, gibt es valide Gründe, warum hochmoderne Muster wie eben Eurofighter, Rafale, F-35 oder gar F-22 immer noch BKs haben.
Man erinnere sich an den Schock in Vietnam als man bemerkt hat, dass man noch BKs braucht.
Fluggeschwindigkeit beider Parteien nun ca. 1000-1200 km/h über Grund.
So schnell? Die Luftkämpfe über der Ukraine sahen langsamer aus.
 
So schnell? Die Luftkämpfe über der Ukraine sahen langsamer aus.
Es ist immer sehr schwierig, an Hand von Videos die reelle Speed einzuschätzen.
Mein fiktives Szenario wäre ja das von zwei Gegnern, die sich oberhalb von 5000 Fuss mit Highspeed nähern, um überhaupt den Einsatz vom AIM-120 realistisch werden zu lassen.

Fliegen beide relativ tief über Grund (um z. B. der Raketenluftabwehr zu entgehen) haben wir ein Szenario, bei der IR Raketen, weniger Speed und Dogfight noch reeller wird.

Wenn man sich die Leistungsdaten der MIG-29 so anschaut, wird ein Ukrainer bemüht sein, den Gegner auf unterhalb 3000 Fuß zu ziehen (da ist die MIG-29 richtig stark und schnell) und dann ist man automatisch bei ca. 800-1000 km /h über Grund, ansonsten bohrt man sich bei einigen Flugmanövern in den Selbigen.
Nun die Expertise dafür liegt halt nicht beim Heer ;)
Ich schätze seine Meinung und wie ich ausgeführt habe, trainiert die BW primär JaBo Abfang und natürlich verlassen sich da die Piloten auf überlegene AA-Raketen.
Es gibt aber eben nicht nur dieses eine Encounter-Szenario.
Das sind nur nicht unsere aktuellen LFK ;)
Die AIM-9L schon, die AIM-120 weniger, leider:
 
Wir haben sie noch, aber aktuell sind IRIS-T und Meteor.
Yo, die AIM-9L wie auch AIM-120 waren nur Beispiele für eine IR bzw. Radar-Rakete, sozusagen Platzhalter.
Die kennt fast jeder als plakative Begriffe bei AAR-Raketen.
Von der Meteor mit einem (in meinen Augen) komplexeren Staustrahlantrieb statt nur Feststoffrakete muss man mich erst noch überzeugen...^^
Man kann nur hoffen, dass das Teil immer dann auch zündet, wenn man es braucht.
 
Wenn man bedenkt, das über der Ukraine mit einer S-400, ein Abschluß über 150km, als neuer Rekord stattgefunden haben soll, ist es schon sehr gefährlich für Flugzeuge.

Es wurde gemeldet das die Slowakischen S-300 zerstört wurde. Sie standen in einer Halle und wurden vorbereitet.
 

Was sind unsere Takeaways aus dem oben Gesagten? Das Wichtigste ist, dass die US-Armee Folgendes zugibt:

  • Die russische Luftverteidigung ist nicht nur überlegen, sondern schockierenderweise gibt die Armee zu, dass zum Zeitpunkt einer Konfrontation zwischen Russland und den USA „Technologie zur Überwindung der russischen ADA wahrscheinlich nicht verfügbar sein wird“. Sie rechnen also damit, dass sie auch in ferner Zukunft nichts erneuern können, was die russische ADA durchdringen könnte.
  • Die russische EW (elektronische Kriegsführung) ist überlegen und wird wahrscheinlich die amerikanische C2 (Command & Control) stören.
  • Mehrere andere russische Systeme sind den USA überlegen, insbesondere beziehen sie sich hier auf das, was ich bereits früher erwähnt habe: Russlands Artilleriesysteme sind denen der USA in jeder Hinsicht überlegen. Dies gilt für beide selbstfahrenden Einheiten wie die 2S19 Msta, die ist der M109, der Rohrrakete und MLRS-Systemen wie BM-27 Uragon usw. weit überlegen. Auch meiner Meinung nach sind russische leichte IFVs überlegen (obwohl dies eine umstrittenere Ansicht ist, während die anderen weithin akzeptiert werden). Tatsache, dass BMP-2 und BTR-82 viel stärkere 30-mm-Kanonen haben als amerikanische Bradley / Stryker, die 12,7-mm- und 25-mm-Kanonen haben, und auch mit höheren Drehzahlen. Aber das ist für ein anderes Mal.
  • Russische Artillerie übertrifft und übertrifft das US-Äquivalent (siehe oben)
  • In jedem bevorstehenden Konflikt muss die US-Armee davon ausgehen, dass ihr C2 gestört UND ihre Feuer- (Artillerie-) Batterien neutralisiert werden (dh durch überlegenes russisches Gegenbatteriefeuer usw. in die Luft gesprengt werden).

Bisschen was zum lesen.
Da die ukrainische Arme nach Nato Standards ausgebildet und gegliedert ist, durch jahrelange Ausbildung, sollte dadurch ein realistischer Bilck vermittelt werden können.
 
Es gibt einen Grund dafuer, dass Du im Ukraine-Thread Hausverbot hast. Koenntest Du also bitte aufhoeren hier durch die Nachbarthreads zu marodieren und Krokodilstraenen ueber gefallene Ukrainer zu vergiessen oder Lobeshymnen auf russische Wunderwaffen© anzustimmen?

Danke.

Mmh, ein Grund?
Link vergessen, georgischer Link, Meinung, OT....,ich denke da hatte jemand "Melderitis".

Ich bin nur realistisch und sehe keinen Sinn das Leben von Soldaten sinnlos zu opfern.
Als Kind konnte ich in Berlin noch ganze Straßenzüge sehen, die mit Einschußlöchern übersät waren.
War auch sinnloser Widerstand 1945 in Berlin.
Das prägt.
Ich halte nix davon, von zuhause über Kämpfe für Demokratie zu schwadronieren.
Meine Frau und ich, hatten nur einen Großvater. Zwei starben in der Ecke der jetzigen Kämpfe.
Einer nach der Kapitulation im Kessel am Gardasee, weil dort immer noch gekämpft wurde.
Das prägt auch.
 
Also die Russen könnten die USA locker zerstören scheitern aber an der Ukraine ?
Sie scheitern eben nicht.
Von Anfang an habe ich behauptet das Kiew eine Ablenkung war um Truppen zu binden. Der Süden diente auch dazu sollte aber, die Wasserversorgung der Krim sichern. Dazu kann man im Süden mit seine Truppen schnell manövrieren und Nachschub organisieren.
Reichweite der Luftabwehr, Aufklärung wurde erweitert um Luftabwehrsysteme und Luftwaffe zu neutralisieren.
Danach wurde die militärische Infrastruktur zerstört.
Die Truppen im Donbass banden die dortige ukrainische Gruppierung.

Jetzt Umstellung und Zerstörung der Gruppierung im Donbass. Da wird massenweise Material und Truppen hingefahren.
Nachschub kommt bei den ukrainischen Einheiten nicht mehr an, weil der Nachschub über freies und dünn besiedelten Land gebracht werden muss.
Die Russrn besitzen die Luftherrschaft und keinen Zeitdruck.
Dort ist jetzt die Hölle .

In Mariupol sitzen jetzt von ehemals 15-20 Tausend Kämpfer, 2000 in Kellern vom Azovstahlwerk und kommen nicht mehr raus.

Sollte man nicht die Menschen retten?
 
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