Das ist alles keine Frage der Trennung zwischen Flügel und Rumpf, sondern der Streckung des ganzen Systems. Man kann auch einen Nurflügel Hoch-G-tauglich bauen und man kann ihn lang genug machen, dass er auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil bleibt. Das größte Problem ist die Flügeldicke, denn Nurflügler nutzen normalerweise schon schlankere Profile, um bei gleicher Spannweite (=> Querstabilität, aerodynamische Effizienz <Mach 1) weiterhin die richtige Menge Auftrieb zu haben, und man muss ziemlich groß bauen (YB-49), damit überhaupt Menschen in den Flügel reinpassen. Ausgehend von schlanken Überschallprofilen ergäbe das ein Flugzeug von enormen Abmessungen.
Es ging hier konkret um das postulierte Einsatzprofil der Ochotnik Drohne, die
@Tschetan verlinkt hatte.
Natürlich kann man, bar jeglicher Vernunft, ein für Langstreckeneinsatz bei hoher Unterschallgeschwindigkeit ausgelegtes Flugzeugprofil, derart verbiegen, dass es evtl. auch in den Überschall kommt.
Das ist aber nicht die Frage gewesen.
Die Frage ist, ob ein solches Flugzeugprofil als autonomer Begleitjäger ala Wingman funktioniert = Nein, weil Nurflügler prima gerade aus fliegen aber echt beschissen im Kurvenkampf sind.
Zum Abstand zwischen Konzept und Wirklichkeit sagt das PDF eigentlich auch alles.
Wahrscheinlich endet das wieder wie Eurohawk...
Kann sein, kann auch nicht sein.
Technologisch geht es aber in die richtige Richtung.
Ein immer größerer Teil der Raketen setzt auf Radar, vom Radar des Trägerflugzeugs kontrollierte Startphase oder hat zumindest schwenkbare IR-Sensoren mit Erfassungsbereichen >180 °. Ich würde nicht damit rechnen, dass FCAS oder irgend ein anderen Luftkampfsystem, dessen Entwicklung jetzt beginnt, sich 2050 noch damit herumschlagen muss, dass das gesamte Fluggerät auf den Feind ausgerichtet werden muss.
Das tun die Raketen schon heute nicht

Du kannst, sofern du eine elektronische Aufschaltung hast, sowohl eine AIM.-120 als auch ein AIM-9 nach vorne abschießen, und dennoch ein Flugzeug, das hinter dir fliegt treffen. Die Raketen fliegen simpel einen Bogen.
Die Russen haben das Konzept bei IR-Raketen, dass sie zumindest die Rüstmöglichkeit haben, diese rückwärtsschießend zu montieren.
Ein 3D-360° Angriffsszenario ist heute Standard und der Wingman wichtiger den je.
Und statt Bordkanonen reden wir mittlerweile von autonmen Abwehrstationen mit 180° Schwenkbereich zumindest bei den größeren Jagdbombern (z.B. potentieller SU-34-Nachfolger). Die können sicherlich nicht nur auf anfliegende Raketen feuern.
Nun, alles schon dagewesen. Auch die B-52 hatte ursprünglich 4x 12,7 mm BK bzw. 1x20 mm Vulkan im Heck. Auch die Tu-95 hatte was ähnliches.
Die Problematik ist bei all diesen Systemen, dass sie auf Grund ihres Gewichts und Abschussenergien nur in größeren Flugzeugen untergebracht werden können udn das Abschießen der Munition zu erheblichen Gewichtsverlagerungen führt.
Die Entwicklung geht eigentlich in eine andere Richtung, dass eben "smarte" Munition , welche in gewissem Umfang selbst steuernd ist, entwickelt wird.
BK werden auch in ferner Zukunft notwendig sein.
nicht umsonst erhalten selbst die F-22 oder counterparts immer noch eine Kanone, denn beyond-visual-range oder Mittelstreckenraketen (eben AIM-120) haben eine reale Trefferchance von unter 40%, eine AIM-9 ungefähr ähnlich.
Wie weiter oben beschrieben, hängt es sehr vom Technologieunterschied der Gegner ab. Bei ungefähr gleich entwickelten Flugzeugen kommt es bei 60-70% der Fälle in den tatsächlichen Dogfight.
Und somit bei einer angedachten KI-Wingmanunterstützung zu ähnlichen benötigten Flugleistungen.

Quelle?
Äh - der Sprung ist eigentlich von unter 20g auf über 20g das Bemerkenswerte.
Und die Dauer ist entscheidend

Ein Durchschnittsschleudersitz macht zw. 20 und 27,5 für wenige millisekunden.
Ein Bleistift, dass aus 1 m Höhe dir vom Schreibtisch auf denFfliesenboden fällt, hatte 1000 g^^
In der Regel werden die Flugzeugzellen so ausgelegt, dass der Faktor der maximalen Pilotenbelastung = 9g mal 1,5 genommen wird = 13,5 g
Ich kann jetzt hier kaum manuals öffentlich machen, wo noch ein gewisser Stempel drauf ist, OK?
Glaube mir einfach an der Stelle, dass sowohl USA, als auch China, Russland weiss ich nicht, an Flugzeugzellen arbeiten, die für Dauerbelastungen im Minutenbereich > 50g ausgelegt werden.
Das ist auch deswegen notwendig, weil bei einem normalen Pulldown Manöver recht schnell für Sekundenbruchteile 10-12 g erreicht werden, was natürlich ix mit der 9 g Belastung im Kurvenkampf zu tun hat (außer der Kraft auf die Zelle selbst).
Z. B. eine F-16 kann von der Zelle her knappe 13,5 g ertragen, ein Eurofighter sogar tatsächlich 14 g.
Die F-22 ist angeblich von der Zellenstabilität her bis zu 15,5 g ausgelegt, dafür gibts aber nix konkretes im Netz.
Nur Militärforenangaben von US F-22 Piloten.
Das Problem ist der Pilot.
Man löste das, in dem man ab den ca. 1980gern den Piloten um 20-35° geneigte (liegende Position) Schleudersitze gab und nicht nur eine Druckhose, sondern einen ganzen Druckanzug und natürlich den bekannten Joystick mit Armablage statt dem Steuerknüppel.
Dadurch konnte man operativ von 7 g auf derzeit ca. 9 g hochfahren.
interessantes Nebengimmick: die Mig-29 ist das mir bekannte einzig zugelassene Militärflugzeug, dass 10g fliegen kann und darf.
Es spricht zwar technisch nichts dagegen, das Ding so stabil zu bauen (ökonomisch und strategisch schon eher), aber wie bitte soll es das mit den Stummelfügelchen für mehr als ruckartige Mini-Kurskorreturen im Tiefstflug nutzen? Da müsste das Ding ja in die 5-Tonnen-Klasse abgemagert werden, damit die Flächenlast in aerodynamisch tragbaren Bereichen bleibt. Sonst kommt es aus der ersten Kurve mit 0 Restenergie raus und muss schon fast nach der nächsten Thermik suchen

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Es ist relativ einfach.
Man macht es ähnlich der SU-35 und dreht die komplette Maschine.
Bei ausreichend Triebwerkkraft kein Thema, Limit wie immer nur der Pilot.
Abwarten, wie hoch "Hochgeschwindigkeit" ist.
Vom Design her, ob es tatsächlich mehr als 1,2 oder 1,6 Schall schafft, weiss ja keiner, ausschließlicher Kommentar zum Konstruktionselement.