Der Militärthread

Das noch keine "Unmenge", was auf dem Bild zu sehen ist ist Munition die kann theoretisch problemlos in wenigen Stunden von einer eingeübten 2S1 Crew verfeuert worden sein, die etwa auf 5-6 Schuss die Minute kommt.
Wie erwähnt, bin ich da echt kein Profi.
Echt jetzt? 5-6 Schuss/min. mit einer 122 mm Kanone, wow...:wow:
Hätte jetzt so an 1 Schuss/min. gedacht, weil die2 Ladeschützen erwähnen und so eine Granate ein paar Kilo wiegen dürfte.
Nur im Wicki gelesen, dass die um die 40 Schuss mit sich führen können.
Sieht nach mind. doppelt so viel aus.
Ziemlich eindeutig eine 2S1, erkennt man im Zweifel immer an der Turmform, der Mündungsbremse und der Form des Rohrbremsmechanismus der Kanone, die sich sehr deutlich von der 2S3 unterscheiden.
:daumen:
 
Echt jetzt? 5-6 Schuss/min. mit einer 122 mm Kanone, wow...:wow:
Ich dachte eher mehr. Schließlich haben die fertige mumpeln die nur ins rohr geschoben werden müssen und feuer.
Ich hab mal geschaut was ich damals hatte. Das war eine FH-70/FH-155-1 mit 155mm und wenn alles vorbereitet war haben wir bestimmt auch 4-5 schuß/min gemacht. (wenn nicht sogar mehr) Allerdings waren bei dem ding geschoss und treibladung separat (variable treibladung) plus zündhütchen. :ugly:
Wir hatten also etwas mehr arbeit, waren allerdings auch 6 mann am geschütz. (wenn ich mich recht entsinne K1=zielen und feuern, K2&3 laden,K4-6 zeug ran schaffen und alle geschütz auf- und abbauen)
 
Allerdings waren bei dem ding geschoss und treibladung separat (variable treibladung) plus zündhütchen. :ugly:
Das bei allen Artilleriegeschützen so, das die Treibladung seperat ist, schlicht weil unterschiedliche Treibladungen unterschiedliche Reichweiten ermöglichen, entsprechend auch bei der 2S1 nicht anders (auch da gibt es Reichweitengesteigerte Munition, welche natürlich auch stärkere Treibladungen braucht).

Aber bitte sehr, ab Minute 1:25 in etwa sieht man wie die 2S1 geladen wird:

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Das bei allen Artilleriegeschützen so, das die Treibladung seperat ist, schlicht weil unterschiedliche Treibladungen unterschiedliche Reichweiten ermöglichen, entsprechend auch bei der 2S1 nicht anders (auch da gibt es Reichweitengesteigerte Munition, welche natürlich auch stärkere Treibladungen braucht).
Aha... Hab da nur hülsen gesehen und dachte von daher das das geschoss komplett ist. Wir hatten unsere treibladung in unterschiedlich großen "säckchen" die, entsprechend der reichweite, kombiniert werden mußten.
Aber ein so bequemes laden wie im video hätte ich auch gerne gehabt. Wenn die beim schießen mal ein bißchen hin machen würden gehen da aber mehr als 6 schuss/min.
 
Das bei allen Artilleriegeschützen so, das die Treibladung seperat ist
Nein. Artillerie ist ein Überbegriff und umfasst auch Kanonen und bei Kanonen ist das alles andere als üblich ;)
Aber auch bei Mörsern hat man eine Grundladung in der Granate drin und kann diese erweitern. Für die Haubitzen um die es hier aber hauptsächlich geht ist das was du sagst richtig.

Für alle anderen grob vereinfacht:
Mörser: Indirektes Feuer
Haubitze: Indirekt oder Direkt (Fokus auf Indirekt)
Kanone: Direkt
 
Nein. Artillerie ist ein Überbegriff und umfasst auch Kanonen und bei Kanonen ist das alles andere als üblich ;)
Aber auch bei Mörsern hat man eine Grundladung in der Granate drin und kann diese erweitern. Für die Haubitzen um die es hier aber hauptsächlich geht ist das was du sagst richtig.

Für alle anderen grob vereinfacht:
Mörser: Indirektes Feuer
Haubitze: Indirekt oder Direkt (Fokus auf Indirekt)
Kanone: Direkt
Ja wenn man es jetzt wie du unbedingt punktgenau nehmen möchte ist es natürlich so und hast du selbstredend recht.
Für den thematisch ehr laienhaft interessierten ist im umgangspsrachlichen aber halt durchaus alles was indirekt schießt ein(e) "Artillerie(geschütz)" und alles was eben direkt schießt eine "Kanone", sollte dir auch nicht neu sein (wobei man auch hier noch anmerken könnte das sich bei der Deutschen Armee z.B. die Bezeichnung Mörser je nach Zeit nicht unbedingt nach den Eigeschaften sondern ggf. auch nur nach dem Kaliber richtete, alles über 20cm war bei der Reichswehr / Wehrmacht grundsätzlich ein Mörser).

Von daher dürfte dir wohl sicherlich auch klar sein wie ich es das gemeint habe und das ich mich dabei mit "Artilleriegeschütz" natürlich auf alles was hauptsächlich indirekt feuert (Haubitzen / Mörser) bezogen habe, was halt nicht heißt das mir der Unterschied nicht bewusst ist (nur interessiert dieses Detail halt meistens auch niemanden).

Warum das so ist sollte auch jeder nachvollziehen können.
Für Reichweiten von 500m bis max. 3km, was üblicherweise als direktes feuern bezeichnet wird, wie bei heute üblichen PaK und KwK, reicht eine einheitliche Treibladung völlig aus und vereinfacht / beschleunigt es bei einem Geschoss das nicht getrennt geladen werden muss (Granate + die Treibladung) entsprechend die Handhabung.
Ein getrennter Ladevorgang von Geschoss und Treibladung findet da i.d.R. eigentlich immer nur noch dann statt wenn es beengende Platzgründe, z.b. im Turm eines MBT, unumgeänglich machen, da eine Granate ohne integrierte Treibladung natürlich ein gutes Stück kürzer ausfällt als mit der Treibladung hinten dran.

Bei einem Mörser / einer Haubitze macht es aber eben auch einen Unterschied ob ich 13km weit feuern will oder 21km weit und benötigt es entsprechend mehr oder eben weniger Treibladung.
Da macht es also Sinn die Treibladung variabel zum eigentlichen Geschoss laden zu können.
 
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Ich war damals bei der Bundeswehr bei Artillerie. 2/215 in der GFM Rommel Kaserne in Augustdorf (Detmold).
Wir hatten mit der Panzerhaubitze M109 geschossen 155mm. Das war das Vorgängermodell von der 2000.
Dafür gab es 7 verschiedene Treibladungen wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Ich war hauptsächlich Ladekanonier.
 
Wusstet ihr eigentlich schon das Christian Lindner Major der Reserve ist?

Ne. Aber man kann ja auch nicht jedes Detail kennen, dass zur miserablen Bewertung der Bundeswehreinsatztauglichkeit führt :ugly: .


Die F-117 wurde nicht umsonst praktisch ausgemustert, da nahezu alle Abfangjäger mittlerweile diese technologische Eigenschaft haben.
Anfang der 1980ger war die Begeisterung bei den US-Militärs so groß, dass damals praktisch mit die Entscheidung aufkam, die A-10 nicht weiterzuentwickeln bzw. diese auslaufen zu lassen.

A-10???
Davon höre ich zum ersten Mal. Aber wenn sie die F-117 als Bodenkampflugzeug nutzen woll(t)en ... würde sie eigentlich bis heute funktionieren. Sie ist von oben definitiv nicht besser ortbar als eine A-10, aber sogar etwas schneller wieder weg, und Bodeneinheiten könnten sie eigentlich nur tagsüber auf Sicht bekämpfen, was bei Nutzung der höheren Geschwindigkeit so schwer sein dürfte, dass es die fehlende Panzerung wett macht; in der Dämmerung wäre die F-117 das wesentlich sichere Modell.

Aber hat mal jemand durchgerechnet, wie viele F-117-Waffenladungen man braucht, um die Wirkung eines GAU-8-Magazins auf z.B. einen Konvoi zu erzielen :ugly: ? (Unter der Annahme, dass Hellfires auch komplett ohne Radar im Träger als reines fire & forget eingesetzt werden können, was zumindest technisch machbar sein müsste) Ich kann mich irgendwie nicht erinnern, die Worte "Stealfighter" und "billig genug um in großer Zahl frontnah stationiert zu werden" schon mal in einem Satz gelesen zu haben. Ganz abgesehen davon, dass die Anforderungen an die Pistenbefestigung sich ganz leicht unterscheiden :) .

Bei den Kosten muss man aufpassen.

Ich versuche auch immer nach Möglichkeit vergleichbare Preisangaben aus diversen Quellen zu finden. Aber wegen der starken Subventionierung und dem wechselnden Inflationsanteil in Landeswährungen ist es schon verdammt schwer, überhaupt Zahlen zu vergleichen und bei den Inhalten der Pakete wird es dann endgültig zu einer ganz groben Schätzung. Dazu kommen dann noch Betriebskosten, die natürlich ganz massiv von der Art des Betriebs abhängen.

Siehe oben bzgl. Kosten.
Der Platz für Sensorik ist in Flugzeugnasen / Flügelwurzeln und Pods endlich.
Haste einen superduper Luft-Luft-Radar drinnen, der auch noch Flugzeuge unter dir über Grund im low-level ausspüren soll, kann der nur bedingt die Funktion eines jochauflösenden Terrain-Radar (Erkennung von bodenzielen) übernehmen und vice-versa.

Ich habe natürlich keinen Einblick in reale militärische Unterlagen, aber eigentlich sollte dass seit einigen Jahrzehnten eher eine Frage der Software sein. Seitdem man in beiden Fällen nicht mehr mechanisch scant, gibt es keine Optimierung mehr auf Abstrahlrichtungen und auch der Parameter für "höhere Auflösung" oder "höhere Empfindlichkeit auf große Entfernung" lautet bei einem phased Array "mehr Einzelantennen!". Das Radar der F-35 ist deswegen auch eine direkte Weiterentwicklung der älteren Modells aus der F-22, obwohl beide Grundverschiedene Einsatzszenarien haben.

Kann aber natürlich gut sein, dass das bei der Su-34/-35 altersbedingt noch anders aussieht. Außerdem ist es bei starker Optimierung natürlich auch eine Kostenfrage - wenn ich keinen Geländefolgeflug will, kann ich mir die Elektronik für eine dreidimensionale Auswertung sparen. Wenn ich sowie selten als ein paar Kilometer weit gucke und auf größere Entfernungen unbemerkt bleiben soll, ist Sendestärke überflüssig. Aber Platz sollten beide Aspekte kaum kosten, nur Geld. (Und Strom, aber den kann man auch abwechselnd dem einen oder anderen Zweck widmen, wenn man kein "und" braucht.)

Es ist ja ein Einsitzer und die Ziellenkung und die Laserbestrahlung übernimmt bei der F-35 "eine KI", nachdem der Pilot einmal aufgeschaltet und identifiziert hat.
Achtung, "Westpropaganda":
Angeblich liegt die Treffergenauigkeit bei Jagdbomber (!) SU-34 bei ca. 10 m, bei der F-35 bei 25 cm (!!!)

Das ist der Teil, den ich höflich mit "Qualität der russischen Raketen" zur Seite geschoben habe, weil es dazu eh keine verlässlichen Quellen gibt. Selbst die im realen Kampf beobachten Treffer, so es überhaupt unabhängige Beobachter gibt, sagt ohne Wissen über das tatsächlich beabsichtigte Ziel wenig aus. Es gibt da einen schönen Anflugfilm, den ich leider nie Online gefunden habe, von einem 2. Golfkriegs Tomahawk. Damals ja mit "<5 m Abweichung" DIE humane Präzisionswaffe schlechthin.
Zugegeben: Zwischen dem grobpixeligen "Anflug" Landschafsüberlick am Anfang und dem "das wars" Gekrissel am Ende, dass typische für diese Onboardübertragungen war, wird auch auf 1 m genau etwas getroffen.
Aber das Kamel, das da einsam seinen letzten Schritt auf einer Sanddüne machte, tut mir bis heute leid.

Ich bin jetzt mal gespannt auf die Nennung modernerer JaBo Muster, welche die Anfangjägerleistung und die Jabo Leistung einer F-15 1:1 ersetzen könnten.
Da bliebe aus meiner Brille nur noch der Eurofighter und die Rafale als Doppelsitzer mit WSO übrig...

Vorschlag angenommen ;) .
Wenn es bei den genehmen Beschaffungspartnern nichts neueres, besseres gibt als das, was man schon mal abgelehnt hat respektive das, was man damals gekauft hat, dann kann man halt nicht spontan etwas neueres, besseres bestellen. Aber kein normal denkender Mensch würde das kompensieren, in dem er 100 Milliarden in IRGENDWAS versenkt, Hauptsache es ist anders.
 
Aber kein normal denkender Mensch würde das kompensieren, in dem er 100 Milliarden in IRGENDWAS versenkt, Hauptsache es ist anders.
Na nur gut das wir in Deutschland die letzten Jahrzehnte keine "normalen Menschen" mehr an der Spitze des Verteidigungsministeriums sitzen hatten und da auch eine Frau Lambrecht leider aktuell keine Ausnahme darstellt.

Auch für sie scheint ja zu gelten "Hauptsache modern", also anders, Sinnhaftigkeit des "modernen" und der Nutzen für das Aufgabenprofil scheint auch da wieder nicht die oberste Priorität in der Beschaffung darzustellen.

Manchmal hat man diesbezüglich schon ein wenig den Eindruck das man bei Rüstungsanschaffungen irgendwo in der Schulhofmentalität von Herranwachsenden hängengeblieben ist, frei dem Moto am besten flext man natürlich mit dem Neusten und Teuersten, Funktionalität und Zweckhaftigkeit, interessiert doch keinen, da nicht "cool". ;)
 
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Da werden sie aber ordentlich was zu tun haben, denn wenn die NATO vereint vorgeht, dann ist da mehr als ein Satellit auf das Land gerichtet.

Wie dicht sind denn die aktuellen Überflüge für einen beliebigen Punkt auf der Welt?

Typische Angaben sprechend von einigen Stunden bis zum nächsten möglichen, wenn man sich Bahnänderungen leistet. Was aber umgekehrt heißt, dass man andere Bereiche nicht mehr überfliegt. Ehe ein Gebiet von der Größe z.B. der östlichen Ukrainehälfte einmal komplett hochauflösend abgetastet wurde, würde ich mit mehreren Tagen rechnen.

ELINT betreibt man meist passiv. Und dazu ist E3A und Growler in der Lage.

Passive E-3s? Okay, das Konzept kannte ich nicht. Aber wenn, dann gilt wieder der Teil mit der vorherigen Aufklärung: Funktioniert nur, wenn der Gegner auf sich aufmerksam macht. Ist er schlau, schweigt die Mehrheit seiner Radarstellungen aber, sobald deine E-3-Kohorte in Sichtweite seiner AWACs auftaucht undzwar solange, bis sich etwas auf Kampfweite zu nähern scheint. Ohne eigene Einheiten in Gefahr zu bringen, wirst du die Verteidigungssysteme nur unvollständig aufklären können.

Das Risiko ist in meinen Augen vertretbar. Die F-22 als Stealth-Fighter und bewaffnet mit AIM-260 JATM ist in meinen Augen bestens geeignet um die gegnerischen AWACS auszuschalten.

Du erwartest also totale Luftüberlegenheit/weitestgehende Unverwundbarkeit durch Stealth schon vor dem ersten Schuss, selbst bei Anflug auf die stärksten Ortungssysteme des Gegners.
Da gibt es genau zwei Mögichkeiten:
a) Du hast Recht. Dann kannst du dir dein ganzes aufwendiges Szenario auch sparen und den technologisch weit unterlegenen Gegner einfach mit deinen unbesiegbaren F-22 dominieren.
b) Du hast nicht Recht. Jetzt dein Gegner weiterhin AWACs, aber du keine F-22 mehr.

Die Radarsignatur spielt also keine Rolle beim bekämpfen von SAM-Stellungen

Nicht in deinem Plan. Du wolltest den SAMs mit Satelliten, E-3s, EA-18, F-16 und F-35 im Tiefflug zu Leibe rücken. Die einzigen, die davon überhaupt Stealth haben könnten, sind die F-35, das aber (wie in meiner Unterhaltung mit Compisucher besprochen) nur, wenn du mit minimaler Waffenlast fliegst. Was du scheinbar nicht vor hast, denn wolltest im Tiefflug reingehen, was die Zielfindung drastisch erschwert und sich nur lohnt, wenn man sonst Entdeckung befürchtet. (Je nachdem, wie tief dein "Tiefflug" tatsächlich ist und wie rau das Terrain könnte die F-35 sogar gezwungen sein, unabhängig von der Waffenkonfiguration auf Stealth zu verzichten. Wenn man das Ziel nämlich erst kurz vor Schluss an seiner neuen Position ortet, weil selbst eine Sichtweite von nahe Null hat, ist es ggf. zu spät, den Waffenschacht zu öffnen.)

Die F-35 in seiner B-Variante ist zudem viel flexibler was die direkte Unterstützung von Truppen im Feld angeht.
Die Maschine kann gefühlt auf einer Briefmarke starten und Landen. Wie wichtig dieses Feature ist, sieht man gerade in der Ukraine sehr gut. Und gerade in solchen Konflikten wo mobile SAM-Einheiten zum Einsatz kommen, würde ich als Pilot, Stealth nicht missen wollen.

Ist die F-35B überhaupt als Frontflugzeug geeignet? Im Gegensatz zum Harrier wüsste ich nicht, dass sie mit Staub und Dreck klarkommt und alle bisherigen Einsätze sind von Trägern, Testflüge kenne ich nur von befestigten Oberflächen. Für die Truppenunterstützung setzten sowohl Marines als auch Briten auf Hubschrauber.

Wenn aber Stealth so wie du es darstellst nutzlos ist/wird, warum entwickeln dann so viele Länder ihre Flugzeuge, Drohnen, Schiffe, Marschflugkörper etc. mit dem Schwerpunkt auf Stealth?

Ich finde "eine und zwei halbe" jetzt nicht so wahnsinnig "viele". Bis auf die USA gibt es bislang niemanden der konsequent Stealth baut. Tempest II und F-3/F-X könnten sich in die Liste einreihen, stehen aber noch soweit vorn in der Entwicklung, dass die Techniker das vermutlich selbst noch nicht wissen. Su-57, Shafaq und J-20 haben ausgeprägt unstealthy Hinterteile und radartechnische optimale Flügelformen respektive -konfigurationen, AMCA setzt zu großen Teilen auf exteren Waffenlasten, KF-21 komplett und bei den Türken und Pakistanis wäre ich schon überrascht, wenn überhaupt etwas kampffähiges rauskommt, selbst wenn sie keinen Cent ihres Budgets in Stealth-Entwicklung jenseits der Grundform stecken.

Im Prinzip sind das alles nur Entwicklungen, die einige einfache Methoden zur Reduzierung der Radar-Signatur umsetzen (genauso wie Eurofighter und Rafale), weil das natürlich ein netter Vorteil ist. Aber niemand opfert dafür Flug- und Kampfeigenschaften respektive Preis, wie es F-35, F-22, B-2 und F-117 tun. Einseitige Stealth-Fokussierung gibt es sonst nur bei Drohnen, aber die sind ohnehin mit einer geringeren Lebenserwartung und nicht für andere Konzepte wie z.B. Tiefstflug mit hoher Geschwindigkeit oder engen Luftkampf konzipiert. Man hat also einerseits gar nichts, dass man bei der Auslegung opfern würde, und andererseits legt man sich nicht für 30-40 Jahre auf einen einzigen Trick fest, der möglicherweise nach 20 Jahren nichts mehr wert ist, weil ein so langer Nutzungszeitraum wie bei bemannten Jets gar nicht geplant ist.

Wtf? Warum so abwertend?

Nicht abwertend, sondern nüchtern. Es gibt seit Ewigkeiten kein Beispiel mehr, wo ein Luftkampf gegen eine technische fortschrittliche Situation auf Basis der Augen oder der Zielfähigkeit des Pilotens geführt wurden. Daten kommen von Radar und Uplinks rein, Wirkung geht über selbstlenkende Waffensysteme raus. Der Pilot dient nur noch als Verknüpfung von a und b.

:what: Ein Pilot muss schon deutlich mehr auf dem Kasten haben, als das. Sowohl physisch als auch psychisch.

Du verwechselst Anforderungen mit Funktion. Natürlich muss ein Pilot physisch und psychisch eine Menge aushalten können, um überhaupt eingesetzt werden zu können. Aber Selbstmanagement ist kein Nutzen, und wenn es noch herausfordernd ist, einen leicht weiterentwickelten Affenkörper bei 6 G überhaupt noch etwas machen zu lassen.
Nur was macht der Mensch denn letztlich im Cockpit? Genau das, was ich beschrieben habe: Automatismen auslösen. Auf Grundlage von Input, der für ihn maximal aufbereitet und reduziert werden muss, damit er überhaupt eine Chance hat, schnell genug zu reagieren.

Der einzige Grund, warum das nicht schon seit 20-30 Jahren Computer machen, ist mangelndes Vertrauen in deren Zuverlässigkeit, vor allem hinsichtlich der Urteilsbildung. Und da stecke ich auch moralisch voll dahinter: Eine Maschine sollte nicht über Leben und Tod entscheiden. Aber wir kommen um den Fakt nicht herum, dass sie das längst machen und die besten Kampfjets sind diejenigen, die dem Menschen möglichst viele Aufgaben abnehmen. In vielen Fällen ist der Punkt längst überschritten, wo selbst die Rolle des Urteilenden nicht mehr vernünftig ausgeübt werden kann, weil einfach die nötige Zeit fehlt.


Na ja, du schreibst es ja selber.
Fakt: Die aktuelle F-35 kann das noch nicht.
Inwiefern die hier prognostizierte Umrüstung erfolgt bis August 2022 (sind ja noch ein paar Tage) oder noch erfolgen wird und um die von der BW bestellte Version dies dann kann, wissen weder du noch ich.

Bei der Diskussion über Neuanschaffungen ist auch zu berücksichtigen, ob die F-35 das AUCH kann, oder ob sie es BESSER kann. Die USA haben sich sowieso darauf festgelegt, für die führt die erstrebenswerte Musterreduktion dazu, möglichst alles mit der F-35 zu machen. Aber für ein Land, dass sie noch nicht hat, muss man die Frage stellen ob F-35 spezifische Eigenschaften überhaupt eine große Hilfe wären? Siehe obiges Beispiel: SEAD/DEAD mit vielen Flugkörpern und aktivem Radar. Klar kann die F-35 das (solange die gewünschten Waffen softwareseitig unterstützt werden), aber sie profitiert in der Rolle nicht mehr von Stealth und ist langsamer sowie aufgrund des einzelnen Triebwerks auch verwundbarer als z.B. eine Rafale.
Na nur gut das wir in Deutschland die letzten Jahrzehnte keine "normalen Menschen" mehr an der Spitze des Verteidigungsministeriums sitzen hatten und da auch eine Frau Lambrecht leider aktuell keine Ausnahme darstellt.

Auch für sie scheint ja zu gelten "Hauptsache modern", also anders, Sinnhaftigkeit des "modernen" und der Nutzen für das Aufgabenprofil scheint auch da wieder nicht die oberste Priorität in der Beschaffung darzustellen.

Manchmal hat man diesbezüglich schon ein wenig den Eindruck das man bei Rüstungsanschaffungen irgendwo in der Schulhofmentalität von Herranwachsenden hängengeblieben ist, frei dem Moto am besten flext man natürlich mit dem Neusten und Teuersten, Funktionalität und Zweckhaftigkeit, interessiert doch keinen, da nicht "cool". ;)

Das betrifft nicht nur Rüstung. Guck dir die Jubelei über "Chipproduktion in Sachsen Anhalt" an. "nicht mehr abhängig von Asien"? Ja klar, Intel dank Subventionen, die vermutlich >50% der Gesamtinvestition entsprechen, hier eine Fab aufstellt, deren belichtete Wafer dann in Malaysia zersägt, getestet und ins Package gesetzt werden, dann sind wir dank unserer neuestens Hai-Tek aber sowas von autonom, da können allenfalls noch 5G-abhängige Selbstfahrautos mithalten...

Das traurige bei der Bundeswehr ist aber: Da trifft eigentlich nicht der Verteidigungsminister die Entscheidungen nach seiner eigenen, inkompetenten Denkweise. Sondern das macht die Bundeswehr selbst und lässt es sich am Ende vom obersten Personalstrukturierer nur noch gegenzeichnen.

Und trotzdem bescheißen Lobbyisten in keinem anderen Bereich seit Jahrzehnten so dreißt und in solchem Umfange, wie bei der Bundeswehr. Nicht einmal bei Pharma und Banken. Vermutlich weil einem da bei dem Ausmaß der Laden sofort um die Ohren fliegen würde, aber die Bundeswehr macht halt seit ihrer Gründung fast nur Freiluftertüchtigung. Mit Ausnahme der wenigen Auslandseinsätze (die ja dann auch regelmäßig eklatante Mängel aufzeigen, obwohl sie mit der Creme de la Creme der knappen Ausrüstung durchgeführt werden) fällt es halt nicht auf, wenn nur auf dem Papier die gestellten Aufgaben erfüllt werden können.
 
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Das traurige bei der Bundeswehr ist aber: Da trifft eigentlich nicht der Verteidigungsminister die Entscheidungen nach seiner eigenen, inkompetenten Denkweise. Sondern das macht die Bundeswehr selbst und lässt es sich am Ende vom obersten Personalstrukturierer nur noch gegenzeichnen.
Öhm... Nein?
Also ich sag nicht, dass es innerhalb der Bundeswehr keine Kultur der Zerwaltung gäbe, aber der Ansatz ist nicht korrekt. Die zivile Führung ist grundsätzlich Entscheider, schon alleine weil im GG §87a festgehalten ist:
Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.
Stärke der BW richtet sich nicht nach der Notwendigkeit, sondern nach dem zur Verfügung gestellten Haushalt. Die BW kann fordern was Sie will, wenn der BT die Mittel nicht bereitstellt, dann passiert garnichts, wie man in den letzten 20 Jahren immer und immer wieder sehen konnte.
Paradebeispiel war die Regentschaft von Tomas, die Misere: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-09/bundeswehr-reform-kritik

Oh was mir noch eingefallen ist: Einführung NSAK (Neues SchießAusbildungsKonzept) und die Fehlplanung der Schießstandwartung. Auch hier, BW wurde komplett von ziviler Verwaltung überholt. Mehr peng peng = mehr Saturierung der Geschossfänge = frühere Wartung. Aber, frühere Wartung = Geld dafür nicht im Haushalt eingeplant, also Sperrung Schießanlage. Also Ausweichen auf andere, dort höhere Belastung = frühere Wartung, aber, kein Geld weil Haushalt und so = Sperrung.
Ergebnis und Siegerehrung: Wir standen ne zeitlang in einigen Regionen ohne nutzbare Schießbahnen da. Macht Ausbildung dann doch etwas schwierig. Dann hat man festgestellt, dass einige der Schießbahnen für diese Ausbildung ungeeignet sind und sie wieder gesperrt...
Oh und die Mär, man könne ja auf Truppenübungsplätze ausweichen? Klar, wenn man einen kriegt, ist ja nicht so, als müsste man Truppenübungsplätze nicht Monate / Jahre im Vorraus anmelden... Deswegen hieß es ja auch STANDORTschießanlage...


Und trotzdem bescheißen Lobbyisten in keinem anderen Bereich seit Jahrzehnten so dreißt und in solchem Umfange, wie bei der Bundeswehr. Nicht einmal bei Pharma und Banken. Vermutlich weil einem da bei dem Ausmaß der Laden sofort um die Ohren fliegen würde, aber die Bundeswehr macht halt seit ihrer Gründung fast nur Freiluftertüchtigung. Mit Ausnahme der wenigen Auslandseinsätze (die ja dann auch regelmäßig eklatante Mängel aufzeigen, obwohl sie mit der Creme de la Creme der knappen Ausrüstung durchgeführt werden) fällt es halt nicht auf, wenn nur auf dem Papier die gestellten Aufgaben erfüllt werden können.
Das ist auch nicht korrekt und zeigt, dass hier leider komplette Unkenntnis über die Verpflichtungen der BW besteht.
Die Rotationen in den verschiedenen Auslandseinsätzen aufrecht zu erhalten, dabei die Verpflichtungen für NRF & EUBG (später VJTF), Vorstationierung im Baltikum usw. aufrecht zu erhalten ist eine massive Herausforderung gewesen, v.a. weil Entscheidungen der Vergangenheit (Ersatzteile...) die Ausbildung & die Einsatzfähigkeit der Truppenteile beeinträchtigt haben.

Für die Einsätze wird oft vergessen, dass die Zahlen IM Einsatz nicht die gebundenen Kräfte darstellt. ISAF hatte ne Mandatsobergrenze von 5000 Soldaten +350 in Reserve. Bedeutet, 5350 Soldaten aus allen TSK sind gebunden. Dabei gehen keine ganzen Einheiten, z.b. im Bereich der Aufklärung, sondern manchmal einzelne Züge. Damit ist aber der Verband zuhause nicht auf 100%, weil er hat ja einen Zug nach Afg abgestellt.
Ebenfalls wichtig: Es wird rotiert. D.h. die Nachfolger sind in der Ausbildung während das aktive Kontingent im Einsatz ist. Also sind ~11.000 Soldaten gebunden. Und das Kontingent davor macht Nachbereitung. ~16500 Soldaten. Jaaaa.... Aber wir haben doch >200.000 gehabt während Afghanistan. Richtig. Jetzt bedenkt man, dass nicht alle TSK & nicht alle Truppengattungen gleichermaßen benötigt wurden und stellt fest, dass eine unterschiedliche Belastung der Truppengattungen z.b. im Heer gab.

So und jetzt stell mal Bündnisverpflichtungen wie EUBG oder NRF UND mindestens 2 ISAF Kontingente gleichzeitig PLUS den ganzen Kleinscheiß wie Kosovo usw. Das wird manchmal spannend, v.a. wenn wie 2011 auf einmal der Kosovo von einer Kaffeetrinker Mission in einen Volksaufstand mutiert.
UND - weil wir sind noch lange nicht fertig - JETZT bedenke mal wie sich Dinge wie EU Arbeitszeitrichtlinie, die Materialknappheit (danke nochmals Thomas, ganz ganz toller Job den du da gemacht hast) und die Abschaffung der Wehrpflicht auswirken, alles binnen weniger Jahre auf die BW geschmissen PLUS die kurzfristige Einführung von VJTF & Enhanced Forward Presence.

Dabei muss beachtet werden: EUBG & NRF / VJTF / Forward Presence wurden stets erfüllt, nicht nur auf dem Papier, sondern zertifiziert (abgeschlossener Übungszyklus & Bereitschaft), d.h. unsere Beiträge für unsere Bündnisse waren immer gestellt. Richtig ist: Danach sahs halt finster aus.

Also zu sagen "die paar Einsätze" ist grundfalsch und wird den Problemen mit denen die BW umgehen musste nicht gerecht. Wie gesagt, Inkompetenz gibt's definitiv in dem Laden, aber eines hab ich in den mehr als 13 Jahren IMMER erlebt. Irgendwie hat mans hingekriegt.
 
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Das russische Militär hat nach Regierungsangaben eine Hyperschallrakete für einen Angriff im Westen der Ukraine eingesetzt. Mit dem Raketensystem Kinschal sei gestern ein unterirdisches Waffenlager zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Lager mit Raketen und Munition habe sich im Dorf Deljatyn befunden. Die sehr gut zu steuernden, modernen Kinschal-Raketen können nach russischen Angaben alle Luftabwehrsysteme umgehen. Ihr Einsatz war laut der staatlichen Agentur Ria Novosti ein Novum im Ukraine-Konflikt. Von ukrainischer Seite gibt es dazu bislang keine Angaben.

Hyperschallraketen übertreffen die Schallgeschwindigkeit um ein Mehrfaches und fliegen mit mehr als 6000 Kilometern pro Stunde. Die neue "Kinschal" kann nach russischen Angaben Ziele in bis zu 2000 Kilometer Entfernung treffen. Sie kam bislang vor allem bei Manövern zum Einsatz - zuletzt wenige Tage vor der Invasion in die Ukraine.
Quelle: Moskau: Hyperschallrakete im Westen der Ukraine eingesetzt
 
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Der Kreml-Zar muss ja schon ziemlich verzweifelt sein, wenn er nach nur 3 Wochen bereits seine "unbesiegbaren Wunderwaffen" aus der Spielzeugkiste rausholt...

Zumindest in dem Punkt scheint das Dokument des FSB von vor 1 1/2 Wochen also absolut richtig zu liegen, Russland befindet sich militärisch im Jahr 44 von Hitlerdeutschland und die "Wunderwaffen" sollen es nun richten. :ugly:
 
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Der Kreml-Zar muss ja schon ziemlich verzweifelt sein, wenn er nach nur 3 Wochen bereits seine "unbesiegbaren Wunderwaffen" aus der Spielzeugkiste rausholt...

Zumindest in dem Punkt scheint das Dokument des FSB von vor 1 1/2 Wochen also absolut richtig zu liegen, Russland befindet sich militärisch im Jahr 44 und die "Wunderwaffen" sollen es nun richten. :ugly:

Ich glaube du weißt nicht welche Bedeutung diese Waffen besitzen?
Die " Dolche" besitzen rund 2000km /Reichweite und fliegen max 12000kmh und sind steuerbar.
Vorgeführt wurden sie schon einige Male und sie funktionieren.

In Syrien wurden übrigens auch schon welche Stationiert.

Die Kinshals sollen auch gegen Flugzeugträger wirken. Glaube gelesen zu haben das max 40sek Zeit zur theoretischen Abwehr besteht, bei einer.

Es wird immer wärmer.
Zumindest in dem Punkt scheint das Dokument des FSB von vor 1 1/2 Wochen also absolut richtig zu liegen

Wenn man nach ukrainischen Nachrichten und unserer Berichterstattung geht, müssten die Ukrainer schon fast den Krieg gewonnen haben.
 
Wenn man nach ukrainischen Nachrichten und unserer Berichterstattung geht, müssten die Ukrainer schon fast den Krieg gewonnen haben.
Tja und wenns nach den Russen geht, dann wäre die Ukraine voller Biowaffennazis die nach nuklearer Aufrüstung streben.

Und wo wir beim Thema Propaganda und russischer Militär-Pornographie sind:
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meh
 
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