Sacht mal - kanns sein, dass ihr hier mitlerweile sehr viel über euch und den Thread und sehr wenig über die DDR redet?
...das eigentum von republikflüchtlingen "in den Schutz des Volkseigentums überführt"!!!...
deine behauptung ist also eindeutig falsch!
Wenn dir nicht mal bei deiner eigenen Ausführung auffällt, dass ein "Flüchtling", der seinen Besitz zurücklässt, diesen nun einmal aufgibt, nicht einmal die Möglichkeit nutzt, weiteren Einfluss auf dessen Verbleib zu nehmen und dass das insgesamt etwas grundlegend anderes ist, als wenn jemandem etwas direkt weggenommen wird, dann fallen mir auch keine Erklärungen mehr ein, die ich noch anführen könnte.
ich weis jetzt nicht so richtig, was du meinst.
Du hast die These vorgestellt "Bildungssystem der DDR diente der Indoktrinierung = Bildungssystem der DDR war gaaaanz schlecht. Ungeachtet aller anderen Aspekte"
Diese These muss es sich imho gefallen lassen, dass man sie auch auf andere z.B. Bildungssysteme anwenden kann und nur wenn sie auch da gültige Ergebnisse liefert, ist sie haltbar.
D.h.: "Bildungssystem der BRD dient nicht der Indoktrinierung = Bildungssystem der BRD ist gaaaaanz gut. Ungeachtet aller anderen Aspekte"
Wie man bei einem kurzen Blick an heutige Schulen feststellen kann: Diese Aussage ist nicht haltbar, die These ist so nicht haltbar. Man kann nicht alleine aus dem Aspekt Indoktrinierung ja/nein die Qualität eines gesamten Bildungssystems ver/beurteilen, sondern man muss weitere Aspekte beachten.
Und eben genau darum geht es in diesem Thread: Die großen Fehler mal als bekannt vorraussetzen und sich die anderen Aspekte angucken, in denen die DDR durchaus besser als die BRD abschneiden könnte.
Das heißt nicht, dass das Gesamtbild in irgend einer Weise gut wird. Aber es könnte z.B. sein, dass man Prinzipien, die sehr erfolgreich propagandistisch eingefärbte Inhalte vermittelt haben, auch übernehmen kann, um nicht-propagandistisch eingefärbte Inhalte zu vermitteln.
Die wird man aber nie finden, wenn man sich hinstellt und sagt "dient der Propaganda, ist schlecht, Ende der Betrachtung".
ich bin in meinen postings auf einzelheiten im DDR-system eingegangen und habe nach mehreren postings eine verallgemeinerte aussage getroffen.
was willst du jetzt also, mit dieser aussage unterstreichen? das du nicht alle posts dieser diskussion liest?
dieser satz - aussage von mir:
"das system an sich wird nie funktionieren. am experiment ostblock konnte man das ganz gut erkennen. es ist fehlgeschlagen, weil es immer menschen geben wird, die mehr haben wollen als die allgemeinheit."
bezog sich immerhin auf deine aussage, das es nicht schaden würde, das man sich das "sozialistische system" anschauen sollte.
Und es ist ein vorzügliches Beispiel, dass du nicht ins Detail guckst:
Dass System als ganzes für diese Menschheit nicht brauchbar ist, ist zwar ne nette Erkenntniss - aber auch eine allseits bekannte, die wir gar nicht weiter zu diskutieren brauchen.
Die Fragestellung hier lautet, ob das System Elemente beinhaltet, die besser sind. Und gerade die von dir immer wieder angeführten mit allem vernetzten großen Nachteilen legen nahe, dass dem so ist:
Wenn an jeder zweiten Ecke so massive Nachteile greifen, dann hätte das System augenblicklich auseinanderfallen müssen, wenn es nicht an einigen ersten Ecken etwas positives gab. Diese Perlen im Misthaufen gilt es zu finden und allein die Formulierung dieser Suche gibt vor, dass Mist an ihnen kleben wird.
Die Feststellung, dass sie dreckig sind, kann man sich somit sparen - die Frage ist, ob, man das ändern, sie also in unser System übernehmen kann, ohne dabei auch die negativen Aspekte zu übernehmen.
Und z.B. beim Bildungssystem ist das, wenn man die bisher angebrachten Negativpunkte betrachtet, sehr einfach möglich. Es wird schließlich nur kritesiert, was gelehrt wurde. D.h. die komplette Lehrmethode, angewandt auf andere Inhalte, ist von dieser Kritik überhaupt nicht betroffen.
Sicher war nicht alles schlecht in der DDR. Aber was war denn wirklich gut? Die Wohnungen, die Straßen, die Autos, der Zustand der Häuser, die Vielfalt des Angebotes, die Freiheit im Staate, das Planwirtschaftssystem....???
Grundsicherung (mit Gütern des Ostblocks - aber man kann dem System nicht übel nehmen, dass in Sibirien weniger Orangen wachsen, als in Spanien), Gleichverteilung. (stellenweise verfälscht durch Eingriffe des Regimes, aber dem formellen System nach vorgesehen)
Warum hat Deutschland 210 Sternerestaurants (aktuell, 2009) und nur 14 in den neuen Bundesländern? Warum hat alleine nur NRW mehr als doppelt soviele wie alle neuen Bundesländer zusammen?
Was hat die Anzahl von Sternerestaurants mit der Arbeitsmoral der Gesamtbevölkerung zu tun?
Der Laie würde am ehesten noch einen Zusammenhang mit dem Durchschnittseinkommen oder mit historischen Prozessen erwarten...
"Zwar sind bei der Arbeitsagentur Berlin knapp 2000 Köche arbeitslos gemeldet, "
doch die Qualität stimmt oft nicht", sagt Herbicht. Dieses Dilemma bestätigt auch Dirk Feid von der Treugast Unternehmensberatungsgesellschaft für den Hotel- und Gastronomiebereich. "Ich höre häufig Klagen aus der Branche, dass verfügbares Personal entweder schlecht ausgebildet ist oder mit den oftmals schwierigen Arbeitsbedingungen nicht klar kommt." Feid weiß: "
Die wirklich guten Leute gehen häufig aus Berlin weg." Auch, weil die Verdienstmöglichkeiten im Ausland oder in West- und Süddeutschland deutlich besser seien. Hinzu kommt noch, dass es andernorts großzügigeres Trinkgeld gibt - manch einer kann so sein Gehalt um bis zu 50 Prozent aufbessern."
soviel dann zum thema "unhaltbare, subjektive" phrasen
Fazit: Die Ost-Köche, die gut ausgebildet waren, arbeiten im Westen, weil man sich im Osten keine hohen Löhne leisten kann.
Wie sagt das jetzt etwas über die Arbeitsmoral von DDR-Bürgern aus?
da geb ich dir zwar recht aber drüben überdurchschnettlich oft
Da drüben wurde in den 90er auch überdurchschnittlich viel investiert, logisch dass man da überdurchschnittlich viel veruntreuen kann
