Automotive: BMW verkauft Abos für Sitz- und Lenkradheizung

Es ist halt nicht alles Schwarz und weiß. Ich hätte durchaus im nachhinein das ein oder andere Feature gern drin. Das wird dann halt in hoffentlich erst in 10 Jahren dann auf der Tagesordnung stehen
Und welchen Preis wird diese für dich kleine Annehmlichkeit haben? Denn eines sollte so sicher, wie das Amen in der Kirche sein, BMW wird mit diesem Konzept schlussendlich NICHT den Kunden einen finaziellen Vorteil verschaffen, sondern der AG!
Und selbst, wenn du dir einen Sonderfall schaffen kannst, wo es für dich günstiger sein sollte, bezahlt der Schnitt mehr als vorher UND muss die ganze Technik trotzdem mit rumfahren und wohlmöglich noch warten und reparieren lassen.
Im grunde ist diese Abo Geschichte in anderen Ländern wie Amerika easy umsetztbar die haben da ne andere Kultur und Mentalität. Und wenn wir Nachhaltig und Umweltfreunldiche werden wollen, kommen wir daran nicht vorbei.
Was soll denn daran umweltfreundlich sein, wenn in Autos Sonderausstattung mit eingebaut und herumgefahren wird, die der Kunde nicht nutzen möchte (bzw. kann)?

Selbst Chiptuning lässt sich leicht und schnell beim TÜV absegnen und keine Versicherung wird sich über eine freigeschaltete Sitzheizung aufregen.
Ich weiß nicht wo du herkommst oder wie alt dein Wissensstand ist, aber in D ist das spätestens seit 2021 überhaupt nicht mehr "leicht". Ohne bestandenes Abgasgutachten geht gar nichts mehr. Für viele Tunings gab bzw, gibt es kein solches Gutachten und viele höhere Stages bestehen die Tests nicht.
 
Dass einige das hier ernsthaft verteidigen, bildet mit einem riesengroßen Mittelfinger ein Problem unserer Gesellschaft ab. Dieses alles mit sich machen lassen, das einige betreiben und damit alle anderen mit in Geiselhaft nehmen. Bei den Relativierern könnte ich einfach nur spucken.
Da werden dann ernsthaft Vergleiche zu Spielen und DLCs herangezogen. Sorry, wenn ich weiß, dass ein Spiel Inhalte vorenthält obwohl diese schon vorhanden sind (kommt zigfach z.B. bei der Tales- oder auch Persona-Reihe und ihren immensen kosmetischen DLCs vor), dann wird eben nicht gekauft - und wenn dann nur das Spiel ansich, aber eben keiner der DLCs. Aber ganz ehrlich: Das sind nur Spiele!
Wer das aber ernsthaft mit einem Auto vergleichen möchte, für das ich 30/40/50tausend Euro ausgebe und dann im Winter da sitze und WEISS, dass ich eine Heizung unter dem Allerwertesten habe, diese aber nur einschalten kann, wenn ich nochmal die Kreditkarte zücke damit aus einer 0 eine 1 gemacht wird, der versteht ganz offensichtlich nicht was so alles falsch läuft.
 
Abos sind sicher nur der Anfang. Der nächste Schritt sind logischerweise Lootboxen für Zusatzfunktionen.

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Schöne neue Welt.
 
Dacia freut sich. Da kaufe ich noch das Auto mit den nicht vorhandenen elektrischen Fensterhebern hinten, das Fahrzeug ist um diesen Betrag billiger und die Fensterheber können nicht "über remote" deaktiviert oder deren Preis inflationsangepasst werden :)
Es gibt halt für alles einen Markt, und ich war nie die Zielgruppe von BMW und werde sie auch nie sein. Ich denke aber die Leute die ich so mit den großen BMWs herumfahren sehe (X4-X6 gibts hier in der Nachbarschaft) verschwenden auch nicht nur einen Gedanken an solche Beträge. Will man das Feature haben, sagt man beim Leasingvertrag: "Pack drauf, was sind schon 100€ im Monat" und läuft.
P/L ist bei (fast) allen Luxusartikeln grottenschlecht.
 
Und welchen Preis wird diese für dich kleine Annehmlichkeit haben? Denn eines sollte so sicher, wie das Amen in der Kirche sein, BMW wird mit diesem Konzept schlussendlich NICHT den Kunden einen finaziellen Vorteil verschaffen, sondern der AG!
Und selbst, wenn du dir einen Sonderfall schaffen kannst, wo es für dich günstiger sein sollte, bezahlt der Schnitt mehr als vorher
Natürlich wird BMW sich einen finanziellen Vorteil verschaffen.
Generell bewegt sich die Auto-Industrie stärker Richtung Abos und dafür müssen die Fahrzeuge voll ausgestattet sein. Ich persönlich erwarte daher, dass die Kosten in Teilen durch die einfachere Logistik/größeren Stückzahlen geschluckt werden und der Rest durch Abos und Nachkäufen quersubventioniert wird. Ein hoher Grundpreis schreckt Kunden ab und damit auch potentiellen Abonnenten und Nachrüster. Zumal auch von diversen Automanagern schon davon gesprochen wird dinge nur per Abo zu erlauben. Ich gehe davon aus dass mit SW Updates dann neue kostenpflichtige Features kommen. Auch die bringen nur Geld wenn der potentielle Kunde die Vorraussetzungen erfüllt.
Ich selbst finde die Entwicklung zu Abos nicht gut und werde solche Services wo es geht nicht nutzen. Aber solange ich keine Kosten habe dass Sensoren etc. verbaut sind und ich einfach die Funktionen nachträglich permanent aktivieren kann seh ich das recht entspannt.
Sollte sich meine Einschätzung als falsch herausstellen, dann wäre das Ganze fürn Arsch. Und Hersteller die das nicht machen werde ich dann bevorzugen.
Schwieriger dürfte der Preis beim Ersatzteil sein, da vermute ich wird man das ganze voll durchreichen. Schließlich macht man da auch das meiste Geld mit. Und das ist auch ein valider Punkt das ganze kritisch zu sehen.
 
Natürlich wird BMW sich einen finanziellen Vorteil verschaffen.
Generell bewegt sich die Auto-Industrie stärker Richtung Abos und dafür müssen die Fahrzeuge voll ausgestattet sein. Ich persönlich erwarte daher, dass die Kosten in Teilen durch die einfachere Logistik/größeren Stückzahlen geschluckt werden und der Rest durch Abos und Nachkäufen quersubventioniert wird. Ein hoher Grundpreis schreckt Kunden ab und damit auch potentiellen Abonnenten und Nachrüster. Zumal auch von diversen Automanagern schon davon gesprochen wird dinge nur per Abo zu erlauben. Ich gehe davon aus dass mit SW Updates dann neue kostenpflichtige Features kommen. Auch die bringen nur Geld wenn der potentielle Kunde die Vorraussetzungen erfüllt.
Ich selbst finde die Entwicklung zu Abos nicht gut und werde solche Services wo es geht nicht nutzen. Aber solange ich keine Kosten habe dass Sensoren etc. verbaut sind und ich einfach die Funktionen nachträglich permanent aktivieren kann seh ich das recht entspannt.
Sollte sich meine Einschätzung als falsch herausstellen, dann wäre das Ganze fürn Arsch. Und Hersteller die das nicht machen werde ich dann bevorzugen.
Schwieriger dürfte der Preis beim Ersatzteil sein, da vermute ich wird man das ganze voll durchreichen. Schließlich macht man da auch das meiste Geld mit. Und das ist auch ein valider Punkt das ganze kritisch zu sehen.
Ich stimme dir weitgehend zu, finde es aber sehr blauäugig zu glauben, dass man irgendwelche Einspaarungen bei der Produktion weiter gibt. Selbst wenn BMW das täte, zahlst du spätestens bei Ersatzteilen drauf und im Endeffekt entsteht eine (noch) größere Abhängigkeit vom Hersteller.
Sind teure Grundpreise überhaupt ein Problem für Hersteller? Ich meine, die haben viel mehr an Finanzierungen oder Leasingverträgen. Hätten die wirklich Interesse den Grundpreis zu senken, würden sie entprechende Fahrzeuge bauen.
 
Was passiert denn wenn die Sitzheizung während des Abos kaputt geht, hat man dann Sonderkündigungsrecht? :lol:
 
Ich stimme dir weitgehend zu, finde es aber sehr blauäugig zu glauben, dass man irgendwelche Einspaarungen bei der Produktion weiter gibt. Selbst wenn BMW das täte, zahlst du spätestens bei Ersatzteilen drauf und im Endeffekt entsteht eine (noch) größere Abhängigkeit vom Hersteller.
Ich glaube nicht dass man den Grundpreis senkt. Das war auch nicht das was ich Aussagen wollte. Es geht eher darum, dass ich nicht erwarte dass der Grundpreis steigt. Eben weil es auch Kostenersparnisse gibt und zusätzliche Monetarisierung das kompensieren sollte.
Ansonsten hätte man auch heute schon ein friss oder Stirb prinzip anwenden können und schlicht immer alles verbaut.
Sind teure Grundpreise überhaupt ein Problem für Hersteller? Ich meine, die haben viel mehr an Finanzierungen oder Leasingverträgen. Hätten die wirklich Interesse den Grundpreis zu senken, würden sie entprechende Fahrzeuge bauen.
Für einen hohen Grundpreis erwartest du als Kunde ja was. Insofern ist ein hoher Preis ohne etwas zu bieten problematisch.
 
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Ist zwar nichts ungewöhnliches Komponenten zu bündeln, aber in der Regel weiß der Kunde vor dem Kauf, ob es den Komfort-Sitz z.B. nur mit Sitzheizung und Schiebedach gibt(was dann auch beides nutzbar ist) oder ob er bei der Buchhalterausstattung bleibt, weil ihm der zwingende Aufpreis für das Schiebedach die Sitzheizung nicht wert ist.

Eigentlich war BMW gerade in der Hinsicht die löbliche Ausnahme am Markt. Da konnte man abseits technischer Notwendigkeiten (Verkehrsschilderkennung nur mit Navi für die Kartendatenbank und mit größerem Display zur Anzeige unterm Tacho) noch ziemlich viel einzeln zusammenstellen, während VW nur teils vollkommen hirnrissige Pakete kennt. Als ich vor ein paar Jahren mal mit den Konfiguratoren rumgespielt habe, war tatsächlich die Sitzheizung das einzige sinnlos verknüpfte Element. (Ohne die kein Leder. Das machen aber fast alle Hersteller so, scheinbar in der Annahme dass die paar Millijoule mehr Wärmekapazität des Sitzbezuges absolut unerträglich im Winter wäre. Wer Belüftung für das umgekehrte Problem im Sommer wünscht, guckt dagegen in fragende Augen...)


Der Grundgedanke ist: Es wird oft genug verlangt, dass es billiger ist gleich einzubauen als 2 verschiedene Assembly-Lines zu fahren.

Es werden bei allen Herstellern alle Austattungsvarianten und oft sogar verschiedene Baureihen auf dem gleichen Band gefertigt. Für jede Variation eine extrem Fertigung hinzustellen hat schon bei der Vielfalt des Modell T ("alle Farben, solange sie schwar sind") nicht mehr geklappt, heute gibt es selbst mit solchen Abodiensten 1000de Kombinationsmöglichkeiten von Ausstattungsmerkmalen.

Von daher ist auch das Märchen von den Logistikkosten sehr relativ: Es muss so oder so jede Komponente just in time für dieses eine Exemplar ans Band geliefert werden, denn der Wagen davor hat möglicherweise einen anderen Motor, für den dahinter will der Käufer einen anderen Sitzbezug. Für Überseehersteller wie die Asiaten oder Tesla erleichtern stark eingeschränkte Auswahlmöglichkeiten die Vertriebslogistik - wenn es nur 50-100 verschiedene Variationen insgesamt gibt, hat man gute Chancen, die beliebtesten 20% in Europa ab Lager liefern zu können, anstatt zwei Monate Lieferzeit allein für die Transportkette einplanen zu müssen. Aber wenn das Auto auf Bestellung gefertigt wird, ist das egal. Und bei modernen, automatisierten Regalsystemen ist es auch egal, ob 200 Sitze von Typ A oder je 10 von A, B, C... im Lager stehen hat, um die Produktion der nächsten 100 Fahrzeuge zu ermöglichen.

Hätten die Hersteller sowas in den 90er Jahren eingeführt, als man mit einer Verschlankung der Angebotspalette viel Personal im Lagerwesen einsparen konnte: Okay. Aber heute hat eh jedes nenneswerte Einzelteil seine eigene Nummer und wird getrackt.


Punkt 1 kann, wie hier auch schon erwähnt wurde, für den Hersteller schlicht günstiger sein als jedes Fahrzeug individuell auszustatten und ermöglicht außerdem das nachträgliche (kostenpflichtige) Freischalten. Insofern ist das aus ökonomischer Hersteller-Sicht verständlich und kann sogar ein Vorteil für den Kunden sein (auch was die Verfügbarkeit der Fahrzeuge angeht, da die Konfiguration im besten Fall nur noch ein Softwareupdate ist). Aus ökonomischer Kunden-Sicht kann es allerdings im Fall von Reparaturen sogar teurer sein. Außerdem kann man das Vorgehen aus ökologischer Sicht in Frage stellen, denn es wird Technik verbaut, die unter Umständen nie genutzt wird.

Wenn man es auf ganzer Linie durchzieht, kann es für den Kunden auch aus technischer Sicht von Nachteil sein. Ein maximal ausgestattes Fahrzeug wiegt schließlich oftmals 100-300 kg mehr als das Basismodell. Und es sind nicht die Bits, die die zusätzlichen Lautsprecher freischalten, die der Hinterachslenkung auch bei größerem Einschlag die nötige Stabilität erlauben oder die Vorgaben ans Luftfahrwerk zulassen, die die Masse nach oben treiben. Wenn das alles überall eingebaut wird, schleppen das alle mit sich rum.


Super hier ist ihr neues Auto angemeldet und vollgetankt.

Vollgetankt? Lol. Wer zu einer deutschen Premium-Mark geht, muss bereit extra zahlen, wenn der Tank bei der Übergabe mehr als halb voll sein soll :ugly: .
 
Ja das wäre auch mal sone frage.. Wenn dinge in der Inspektion repariert oder getauscht werden die ich nich haben wollte, muss ich die dann zahlen? die Antwort wird wohl ja sein.

Ich habe niemals einen Neuwagen/Jahreswagen etc gekauft zum Verbrennen ist mir mein Geld zu schade.
Ich war eigentlich Kurz davor hatte auch schon das Feste Angebot. Die Alfa Romeo Gulia 2,9 Bi turbo. Also der Nachfolger von meinem. Durch ein Angebot was ich nicht nennen darf hätte ich ca. 27.000€ weniger gezahlt.

Jedoch gibt es bei Alfa auch Grund/Mittel/Voll Pakete. Und beim Großen Motor 510 PS gibt es auch nur das Große Paket. Ich hätte lieber das Grundpaket+ Freiwählbare Sonderausstattung gehabt.
Ich hätte quasi NICHTS von dem Krempel gebraucht (Elektrische Spiegel, Regensensor, Automatisches licht 3 Zonen klima anlage, Xenon Einparkhilfen, Spurkontrolle bla bla) hätte es aber Mitkaufen müssen.
Glaubt ihr ich hätte in 11 Jahren nur Ein mal mein jetziges Automatisches Licht genutzt, Oder den Regen/Beschlagssensor... Nicht jeder braucht alles aber jeder soll alles kaufen das ist mist.

Eine Innnen- und Außenalarmanlage Zurpunkte im Kofferraum maximal Getönte scheiben, anderes Leder, andere Farbe andere Felgen, das hätte ich oben drauf zusätzlich bezahlen müssen. Darum habe ich es nicht gemacht. Egal was man Spart (Was effektiv NICHTS ist bei Neuwagen kauf) wenn man nicht das dazu bekommt was man möchte aber den rest bezahlen muss weil er eingebaut wird, läuft was falsch.
 
Es werden bei allen Herstellern alle Austattungsvarianten und oft sogar verschiedene Baureihen auf dem gleichen Band gefertigt. Für jede Variation eine extrem Fertigung hinzustellen hat schon bei der Vielfalt des Modell T ("alle Farben, solange sie schwar sind") nicht mehr geklappt, heute gibt es selbst mit solchen Abodiensten 1000de Kombinationsmöglichkeiten von Ausstattungsmerkmalen.

Von daher ist auch das Märchen von den Logistikkosten sehr relativ: Es muss so oder so jede Komponente just in time für dieses eine Exemplar ans Band geliefert werden, denn der Wagen davor hat möglicherweise einen anderen Motor, für den dahinter will der Käufer einen anderen Sitzbezug. Für Überseehersteller wie die Asiaten oder Tesla erleichtern stark eingeschränkte Auswahlmöglichkeiten die Vertriebslogistik - wenn es nur 50-100 verschiedene Variationen insgesamt gibt, hat man gute Chancen, die beliebtesten 20% in Europa ab Lager liefern zu können, anstatt zwei Monate Lieferzeit allein für die Transportkette einplanen zu müssen. Aber wenn das Auto auf Bestellung gefertigt wird, ist das egal. Und bei modernen, automatisierten Regalsystemen ist es auch egal, ob 200 Sitze von Typ A oder je 10 von A, B, C... im Lager stehen hat, um die Produktion der nächsten 100 Fahrzeuge zu ermöglichen.

Hätten die Hersteller sowas in den 90er Jahren eingeführt, als man mit einer Verschlankung der Angebotspalette viel Personal im Lagerwesen einsparen konnte: Okay. Aber heute hat eh jedes nenneswerte Einzelteil seine eigene Nummer und wird getrackt.
Nicht ganz, es hängt vom jeweiligen Teil ab. Bei der Sitzheizung bspw. bezieht BMW ja schon seit Längerem die Sitze als Kompletteinheit, nur der Schalter und die Freischaltung in der Elektronik fehlt.

Aber je nach Hersteller wird die häufigste Variante als "Grundmodell" gebaut und die restlichen Extras nachträglich adaptiert, in der Regel beim Importeur oder Händler. Beispiel hier wäre ein Schiebedach. Da gibt's keine eigene Karrosserie, das wird entsprechend beim schon fertigen Auto rausgeschnitten und montiert.
 
Schiebedach vom Händler nachträglich eingebaut? Bei BMW??
Bist du dir da sicher? Das klingt für mich wie eine Story aus den 80ern. Und von Opel.

Bei den heute üblichen Verstärkungen ist das eigentlich überhaupt nicht mehr möglich. Und BMW übergibt Autos auch direkt, ohne dass der Händler die Karre je zu sehen bekommt.

Das wird meines Wissens nach alles direkt am Band gemacht. Und dessen Zulieferung erfolgt exemplarspezifisch JiT. Natürlich fertigen die Hersteller ihre Sitze heutzutage nicht mehr selber, aber sie haben eben auch nicht dutzende verschiedene Sitzmodelle auf Lager. Sondern sie bestellen bei ihrem Zulieferer genau den Sitz, den du willst, für den Tag, an dem dein Auto zusammengesetzt werden soll. Und der Sitzerhersteller kann leicht was weglassen, was für dich nicht nötig ist.
(Aktuelle Stichprobe 4er im Konfigurator: 10 Bezugsvarianten zzgl. 8mal BMW Individual * 2 Sitztypen * Lehnenverstellung ja/nein * Lordosenstütze ja/nein * Belüftung ja/nein * Sitzheizung ja/nein * elektrisch ja/nein. = 64 technische Variationen * 18 optische = 712 Sitzkombinationen. Lässt sich zwar nicht alles komplett frei zusammenstellen, aber 50-100 real verbaute Sitzmodelle kommen locker zusammen.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Von daher ist auch das Märchen von den Logistikkosten sehr relativ: Es muss so oder so jede Komponente just in time für dieses eine Exemplar ans Band geliefert werden, denn der Wagen davor hat möglicherweise einen anderen Motor, für den dahinter will der Käufer einen anderen Sitzbezug.
Heutzutage fertigen immer mehr grosse Hersteller auf ein und dem selben Band oftmals nicht nicht nur verschiedene angebotenen Fahrzeugvarianten sondern diese dann auch ganz nach dem jeweiligen Kundenwunsch direkt mit dem individuell bestellten Austattungspaket. So benötigt man nur eine einzige Fertigungsstrasse und das ist nur mit perfekter just in time Logistik machbar.
Dazu werden jedem Fahrzeug ganz nach Kundenwunsch für die jeweils bestellte Konfiguration alle benötigten individuellen Ausstattungskomponenten direkt zu Montagebeginn zugeteilt und dann verbaut. Da müssen die für jedes Fahrzeug individuell benötigten Teile zu genau dem perfekten Zeitpunkt an der Station an der sie für die Montage auch benötigt werden zur Verfügung stehen .
Darum ist die Logistik für die Werke heutzutage mittlerweile die komplexeste Herausforderung bei der Fahrzeugherstellung.

Genau hierzu gibt es eine passende Doku zum just in time Logistik in der Montage Thema.
Montage
 
? Genau das schreibe ich doch: Es wird ohnehin der volle Aufwand betrieben. Wenn um 14:15 an Station 8 Sitze mit rotem Leder stehen müssen, dann müssen eben zwei Tage vorher beim Zulieferer Sitze mit rotem Leder bezogen werden. Da geht niemand ins Lager und schiebt die Sitze mit grauem Stoff zur Seite und betet, dass dahinter was anderes als blaues Alcantara zu finden. Auch nicht beim Zulieferer. Wenn der Sitz aber sowieso spezifisch angefertigt wird, ist es auch kein Problem, keine Sitzheizung einzubauen, wenn der Kunde keine will.

Wenig verschiedene Objekte erleichtern in der Logistik nicht den modernen, digitalisiert verwalteten Transport. Sondern nur die Lagerhaltung. Aber die hat man ja schon vor 20 Jahren abgeschafft.
 
Es kommt immer drauf an.
Wenn der Sitz immer der Gleiche ist, brauchst du jeweils nur einen anderen Bezug drauf machen.
Heisst du brauchst nicht gucken, ob da eventuell noch ne Sitzheizung, Schalter etc rein muss.
Würde halt bestimmte Abläufe einfacher machen und der Teilepreis könnte runter gehen.
Problem beim Sitz ist halt, es kommen immer zusätzliche Teile rein.

Wenn der Grundpreis des Autos gleich bleibt, wäre das ok.
Er wird aber wahrscheinlich nach oben gehen.
Macht man halt beim Modellwechsel.
Problem, meinen Octavia RS gab es 2013 neu ab 29390€.
Da aktuelle Modell gibt es ab 42410€, das sind mal eben 45% Preisteigerung in 7 Jahren.
 
Ist halt die nächste Stufe, der digitalen Auto-Welt.
In anderen Bereichen ist das ja schon länger so, aber z.B. bei Updates für Navi-Karten ähnlich.
Bei Autos entscheidet ja schon länger in bestimmten Motorklassen (z.B. 2,0L) die Software wieviel PS man für wieviel Euro bekommt.
Ein paar Bytes in der Motorsteuerung ändern, und schon leistet dieser mehr PS, was dann im Kaufvertrag gleich ein paar tausend Euro ausmacht. Kann man natürlich auch "Self" machen, aber dann ist es illegal. :devil:
 
Erstens ist es nicht immer nur die Software und zweitens nicht sofort illegal, wenn man das machen lässt.
 
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