Und GPS ist ja schön, aber eben nicht 100% genau (im Gegensatz zu ILS), was nützt es dir also, wenn du dich daran hälst, den Flieger darauf programmierst und der Jet dann 10 Meter neben dem Reaktorgebäude in den Boden schlägt?
GPS mit mehreren Empfängern ist durchaus in der Lage, Positionsbestimmungen von einer Genauigkeit von 1 m (bei der Geschwindigkeit vielleicht nur 5 m) zu erreichen. Auf Forschungsschiffen nutzt man es, um die Lage des Schiffes zu messen, weil das genauer ist, als Beschleunigungs-/Lagesensoren...
Davon abgesehen sind 10m mehr als genau genug, um eine 30-60 m Kuppel oder ein 50-100 m Gebäude zu treffen.
Einfacher ist es doch, Düngemittel und Diesel zu besorgen (also die alte Schule

), alles in einen Kleintransporter zu packen, den du vielleicht beim örtlichen Malerbetrieb geklaut hast und damit dann zum AKW zu fahren. Mag sein, dass du beobachtet wirst und dass das Sicherheitspersonal am Eingang nicht genau weiß, was das werden soll, aber ehe sie etwas schnallen, kannst du den Wagen durch das Tor fahren und ihn vor dem Reaktorgebäude stellen und die 1000kg Düngemittel/Diesel Bombe zünden.
Würde mich mal interessieren, welcher Reaktorblock das aushalten kann.
Jeder. Guck dir den ersten WTC-Anschlag an - eine ungerichtete Sprengladung auf offener Fläche mit einem gewissen Abstand zum Ziel richtet wenig aus. Bei einem DWR hast du ja schon locker 20m Abstand zwischen Kuppelaußenwand und dem eigentlichen Reaktor.
Abgesehen davon haben die meisten Reaktoren afaik zumindest Betonbarrieren im Einfahrtsbereich - Sicherheit ist ja nur zu nah an 0, aber nicht =0.
Nur mal so als Hinweis die USA hat einen Test gemacht, um die Kuppeln eines AKW's zu testen und ist da mit einem Kampfjet der 800 km/h auf dem Tacho hatte draufgeflogen!

So schwer sollte das also nicht sein, oder meint ihr der flog an einem Seil entlang um die Richtung zu halten?
Kenn nur ein Bild eines US-Kampfflugzeuges gegen Beton und das war eine Phantom auf einer Schiene.
Höchstgeschwindigkeit?
Ich denke mal, die Piloten sind so langsam wie möglich geflogen, damit sie auch treffen und die haben ja nicht nur eine Bombe abgeworfen.
Das Mistelsystem wurde afaik nur wenige Male und dann gegen relativ schwer bewaffnete Ziele eingesetzt, außerdem bietet eine hohe Geschwindigkeit mehr Auftriebsreserven und ein geringer Geschwindigkeitsunterschied zwischen Angriffs- und Steuerflugzeug erleichtert die Sache auch massiv. (und wie erwähnt: Es geht hier nicht um Bombenabwerfen. Da wurden für nicht-Flächenbombardements schon immer spezielle Maschienen eingesetzt - aber eher nicht so sehr zum Treffen, sondern um danach noch wegzukommen)
Hmm, ein Kampfjet ist kein großes, träges Passagierflugzeug. Die Piloten in den Jets sind perfekt ausgebildet, ein Terrorist in einem trägen Airbus/Boeing eher nicht.
Tests haben ja gezeigt, dass ein ungeübter Pilot das Pentagon treffen kann (zumindest mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%). Perfekt getroffen wurde das Pentagon ja auch nicht (auch das WTC wurde nicht perfekt getroffen, wenn man sich die Videos anschaut), aber ein Reaktorgebäude ist sehr viel kleiner und das macht es eben schwieriger, ein Passagierflugzeug ist verdammt träge, wenn es voll getankt ist.
50% sind schon verdammt viel zu viel, wenn du mich fragst. Und ich wiederhole: Allein die Reaktorkuppeln eines deutschen DWR sind so breit, wie das WTC und höher, als das Pentagon.
@ Diskussion ob unsere Energiereserven endlich sind
Ich finde diese Diskussion sehr pessimistisch, bis wir tatsächlich unseren Planeten soweit haben, das er kaputt ist, im Sinne von unbewohnbar, werden wir schon längst auf anderen Planeten leben.
Auf welchem denn?
Wir haben bislang keinerlei Technik, die es uns ermöglichen würde, die nächstgelegenen Sonnensysteme zu erreichen und wir haben keinerlei Hinweise darauf, dass diese Planeten enthalten, die uns versorgen können. Die einzige Chance auf eine neue Heimat wäre Terraforming. Aber wie soll eine Spezies, die nicht einmal in der Lage ist, ein ziemlich robustes Ökosystem nicht-zu-zerstören, ein neues aus dem nichts erschaffen?
Und "längst"...
20-80 Jahre haben wir noch (nach einer Studie, die auf z.T. weiterhin auf geratenen Daten beruht, aber bereits im ersten Durchgang vor 40 Jahren beängstigend gut geraten war)
Aber Kernkraft ist nicht unendlich teuer. Ein zu schneller Ausstieg ist teuer.
Hast du dir ausgerechnet, was die Kosten für einen Castor+Abstellgebäude (d.h. die einzige uns bekannte sicher Lagermöglichkeit) pro Jahr ~kosten? (meinetwegen mit einer großzügigen Lebensspanne von 100 Jahren)? Hast du weiter gerechnet, wieviele man dafür braucht, um all unseren Müll zu lagern? Hast du dann hochgerechnet, wieviel sich da über die nächsten 5000 Jahre aufaddiert? Und hast du zu guter letzt die Inflation draufgerechnet und das ganze mal mit der weltweit in Umlauf befindlichen Geldmenge verglichen?
Ich gebe zu: Es gibt einen Unterschied zwischen dieser Summe und "unendlich viel". Er ist für unsere Begrifflichkeiten in etwa genauso groß, wie der zwischen allen Atomen dieses Planeten und allen Atomen dieses Planeten außer einem.
Ähm, nein. Den Ergebnisse dieser Organisation werden größtenteils kritiklos von der Öffentlichkeit bejubelt.
Wo haben die denn mal "Ergebnisse"?
95% von dem, was ich sehe, sind z.T. eher peinliche Publicitystunts, über die man bestenfalls beschämt lächelt, wenn man die dahinterliegenden Ziele gutheißt.
Bewaffneten Terroristen würde es wahrscheinlich nicht gelingen
Ein "wieso" ist offensichtlich unnötig...
s.o.
s.nichtalzuweito.
Ich kenne (zum Glück) nicht die genauen Abwehrpläne, aber ein guter Scharfschütze schafft das deutlich schneller als in 2-3 Minuten.
Scharfschützen sind in Deutschland afaik kein erlaubter Bestandteil eines Sicherheitsdienstes. AKWs haben stinknormales Sicherheitspersonal, würde mich nichtmal wundern, wenn ihnen selbst vollautomatische Waffen fehlen oder sie zumindest nicht zur Standardausrüstung gehören. Dazu kommt das Problem der Zahl der Wachleute und der Entfernungen:
Wenn es Leuten gelingt,
unbemerkt Zäune aufzuschneiden und mit dem Erklimmen der Kuppel zu beginnen, dann können die Wachgänge der "sichersten Atomkraftwerke der Welt" (ich weise daraufhin, dass
ich die Glaubwürdigkeit jeden, der das Wort "sicher" in Zusammenhang mit diesen Anlagen verwendet, für dauerhaft unglaubwürdig halte - aber es scheint einigen wohl zu reichen) wohl nicht alzu dicht erfolgen.
Wie lange wird es also nach dem Niederschuss der ersten Leute dauern, bis das restliche Personal auch nur vor Ort ist, geschweige denn organisiert vorgeht?
Eine RPG zu verwenden ist schon auf Grund der Reichweite vollkommen sinnlos.
Ich weiß ja nicht, was du für Vorstellungen hast - aber die Sperrzone um ein deutsches AKW kann man eher in duzenden- denn hunderten Metern angeben, wenn überhaupt. Die Reichweite ist da garantiert kein Problem (Durchschlagskraft: s.o.)
Anmerkdung an dieser Stelle: Als Waffe mit Reichweite noch besser geeignet wären Mörser. Die könnten bei einigen AKW-Standorten vermutlich sogar von der anderen Flussseite eingesetzt werden und dann ggf. 10-20 Minuten feuern, bevor irgend jemand vor Ort ist und Gegenmaßnahmen einleiten kann.
Vom 11. September lassen sich keine Rückschlüsse auf die Situation in einem Kernkraftwerk nach einem Anschlag mit einem Flugzeug ziehen.
Wie man unschwer daran erkennen kann, dass ich es tue, sehe ich das anders. Wenn du
Argumente dagegen vortragen möchtest: Gerne. Aber "Ist so punkt" Aussagen stehen jetzt langsam genug von dir im Raum.
Um ein Hochaus zu treffen muss man sich aber nicht praktisch in den freien Fall begeben.
Um eine hohe Kuppel zu treffen auch nicht.