Solange unser Nachbarland Frankreich 59 Reaktoren in Betrieb hat, davon mehrere an der Grenze zu Deutschland, halte ich einen schnellen Ausstieg in Deutschland für wenig sinnvoll.
Definiere "schnell".
ITpassion-de
Moderne (!) Atomkraftwerke haben aber immense Sicherheitsvorkehrungen (anders als das in Tschernobyl oder Fukushima).
Tschernobyl verfügte über alle Sicherheitsschaltungen, die zur Verhinderung eines Reaktorunglückes, wie es geschehen ist, im Normalbetrieb zu verhindern. Die einzige zusätzliche Sicherheitsvorkehrung gegen ein Unglück wie in Fukushima, über die deutsche Reaktoren verfügen, ist ihr Standort. Der Standort in Fukushima galt bis vor wenigen Wochen als vollkommen sicher.
Diese Liste lässt sich auch mit Harrisburg und vermutlich den meisten Kat4 Störfällen fortsetzen: Kein einziger davon ist passiert, weil man dieses Risiko bewusst eingegangen ist. Alle konnten passieren, weil man sich geirrt hat oder weil das "undenkbar" geschehen ist.
Über welche Sicherheitsvorkehrungen gegen Fehlplanungen und Undenkbare Ereignisse verfügen deutsche AKWs?
Es ist billiger Atomstrom bis zur Abschaltung des letzten AKWs zu subventionieren und denn Anteil der Betreiber an den Kosten noch hochzuschrauben, als jetzt auszusteigen.
"unendlich teuer"
kann nicht billiger sein, als irgendetwas anderes.
Ich würde Greenpeace nicht als unabhängig bezeichnen,
moooooment.
Du bist der Meinung, das deutsche AKWs relativ sicher wären, weil soviele Leute den AKW-Betreibern genau auf die Finger gucken und die sich deswegen keine Fehler erlauben können und wollen. Wenn diese Argumentation richtig ist (ich bin anderer Meinung), dann sollte sie wohl erst recht bei einer umstrittenen, mit reichen Lobby verfeindeten und von Spendenen lebenden Organsiation anwendbar sein, oder?
Du besitzt ein unauffälliges Auto, indem du eine Panzerabwehrrakete transportieren kannst?
Mach ich auch. Ich besitze sogar ein unauffälliges Fahrrad und eine Tasche (unauffällig? Wurde jedenfalls noch nie deswegen angehalten

), in die mit etwas Glück ne Javelin oder AT13, ganz sicher aber was vom Format Armbrust passen würde. (und große Zielsysteme bräuchte man sicherlich nicht)
Eine Panzerabwehrrakete durchschlägt zwar tatsächlich mehrere Meter Beton, aber es gibt noch genügend andere Schutzschichten und selbst bei deren Zerstörung würde ein GAU nicht zwangsläufig eintreten.
Wenn man bis zum Reaktor durchdringt, dann hätte man ähnlich massive Probleme, wie in Japan. Deutsche AKWs sind nicht für ein Szenario ausgelegt, bei dem RDB und Containment zeitgleich durchbohrt werden.
Wenn was problematisch ist, dann das Durchdringen als solches. 1-2 m Stahlbeton sind zwar durchaus möglich, aber was viele Vergessen: Dahinter liegt dann erstmal ein halbes Gebäude mit Inhalt. Nahezu Worst-Case für HEAT.
Aber:
Wieso überhaupt Rakete? Wenn es -für gewöhnlich nicht sehr unauffällige- Greenpeace-Aktivisten schaffen, gänzlich ohne Gewalt eine Reaktorkuppel bei Tageslicht zu erklettern, dann sollte es einer Terroristengruppe mit paramilitärischer Ausbildung bei Nacht wohl erst recht gelingen. D.h. bei Angriffen auf den Reaktor selbst reden wir realistischerweise von Panzerminen oder speziell angefertigen Sprengsätzen bis zu einem Gewicht von 5x 20-30kg. Die gleichen Dinger, die in Afghanistan & Co gern mal ganze Panzer von der Straße werfen - nur das sie hier exakt platziert werden und das man für eine so brisante Aktion nicht den billigsten, selbstgemischten Sprengstoff nimmt.
Sowas wird eine "etwas" andere Wirkung erzeugen, als so ein mikriger 5 kg Gefechtskopf einer einzelnen Infanteriewaffe.
(im übrigen: s.u. "Wieso eigentlich Reaktor?")
Es ist nicht möglich jetzt auszusteigen, ohne dass das unglaublich teuer wäre.
So what?
Es ist nicht möglich, jetzt weiterzumachen, ohne dass das unglaublich teuer wäre.
Werden wir sehn ... wenn ich 150€ an Strom bezahlen darf(jetzt 40€) ... dann kicke ich den ersten öko Futzi vom Fahrad den ich sehe... (sowar ich hir schreibe)
Wenn ich hier weitere Androhungen physischer Gewalt sehe, dann kicke ich das erste Arschloch ausm Forum, dass ich sehe... (so war ich hier Mod bin)
Ich komme aus Magdeburg , bei uns werden diese Windräder gebaut ... und Windparks stehen hir zu hauf rum , wir haben hir einen sehr grossen "öko" strom anteil ... ich bezahle 30cent die Kw/h ... was ja noch vom Staat gestützt ist ...
Wenn du nicht in der Lage bist, dir einen vernünftigen Stromanbieter zu suchen

Ich zahl 22 Cent bei 0% Atom, 0% Kohle und 0% Gas und ohne staatliche Stütze, aber mit 0,5 Cent Investition in neue EE-Anlagen.
Nein, Greenpeace legt immer die schlimmsten Möglichkeiten auf den Tisch.
Andere legen sie in die Landschaft.
Das man das Teil vllt. noch aufbauen muss und im Gegensatz zu dir glaube ich durchaus das so etwas in der Umgebung eines Kernkraftwerks auffallen würde.
Und was passiert, wenn "sowas auffällt"?
Waffensysteme, die mehrere Stunden Vorbereitung brauchen, sind ein bißchen "out". Wer auch immer sowas bemerkt, hat 2-3 Minuten, bis er die Handelnden, ausgerüstet mit Schutzwesten und Feuerdeckung durch Kollegen, getötet haben muss - sonst geht der Schuss los.
Das ist ein Problem, das aber auch damit zusammenhängt, das die Betreiber sich teilweise nicht trauen Aktivisten aufzuhalten wegen der negativen Schlagzeilen.
:rofl: :rofl:
@ruyven: Ist nicht Vattenfall hauptverantwortlich für Krümmel?
K.A. wie die das intern geregelt haben (Pressesprecher war jedenfalls Vattenfall), aber Eigentum ist 50% E.On. Möglich, dass die kein eigenes Personal beisteuern - aber unmöglich, dass sie dem handelnden Personal nicht zugestimmt haben. Was imho aufs gleiche rauskommt, wenn es um Verantwortung geht.
Es geht nicht um ein RPG, sondern um eine Panzerabwehrrakete. Das ist ein großer Unterschied.
Mal so als kleine Anmerkung: Die RPG wurden und werden als Panzerabwehrwaffe entwickelt und eingesetzt - und die neueren sind afaik auch alle mit Raketenantrieb ausgestattet.
Ich glaube kaum das eine Anweisung der Luftwaffe wichtiger ist als eine
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts.
Auf alle Fälle ist der deutsche Soldat (mit verdammt guten Grund) dazu verpflichtet, sich primär an letzteres zu halten.
Ein Windrad braucht auch 20 Jahre um die Produktionskosten einzuholen , mit dem Bitteren Beigeschmack das die Lebensdauer auch soviel beträgt (von Haufen Giftmüll bei der Produktion mal zu schweigen)
Diesen ****** hast du schon einmal behauptet und konntest ihn bis heute nicht belegen.
Letzte Warnung: Hier wird sachlich diskutiert, Märchenerzählen nicht geduldet.
EDIT: Das hier waren zwei Posts die anscheinend automatisch zusammengefügt wurden, weil sie sonst direkt hintereinander stehen würden. Bitte über eventuelle Layout Fehler hinwegsehen.
Technische Anmerkung: Wir haben (leider, leider

) keine Funktion zum automatischen zusammenfügen und es wurden auf dein Post auch keine Moderationswerkzeuge angewendet. (Bugs haben wir dagegen einige

)
Es ist doch ein reines Ablenkungsmanöver ob und wie welche Waffe das Reaktorgebäude durchschlagen kann. Die Achillesferse ist die Kühlung, welche sinnigerweise in der Regel deutlich leichter zu beschädigen ist. Und wie "sympathisch" sich ein AKW verhällt wenn es ohen Kühlung läuft das haben wir ja kürzlich gesehen
*vollste Zustimmung*
Die überlebenswichtigen Gebäude drum rum sind weder gegen militärische Angriffe noch gegen Flugzeugabstürze gesichert und für letztere ggf. auch noch leichter zu treffen (auf alle Fälle der Gesamtkomplex).
Da hast du nicht unrecht. Eine defekte Kühlung kann man aber unter Umständen noch rechtzeitig reparieren.
Wenn ich Fukushima als Maßstab nehme, dann hat man bei Zerstörung des äußersten Abfuhrsystems ca. einen Tag. Das wäre im Falle des deutschen Kraftwerkes der Kühlturm bzw. die Ansaugöffnung am Fluß, beide extrem leicht anzugreifen und schwer zu zerstören.
Bei einer Zerstörung der Pumpen des sekundären Kühlreislaufes dürften wohl nur wenige Stunden bleiben. Bei Schäden an Systemen des Primärkreislaufes (und seien es einfach nur die Stromleitungen, die in die Reaktorkuppel gehen), kann man wohl in Minuten rechnen, bis irreparable Schäden auftreten und < eine Stunde, bis eine Freisetzung von Radioaktivität verhindert werden kann.
Jetzt mal zum Vergleich: knapp 10 Jahre nach dem letzten terroristischen Angriff mit einem Passagierflugzeug ist die volle Funktion des Zielgebietes noch nicht wiederhergestellt. "Einen Tag" nach den Geschehnissen hatte man sich noch nicht einmal ein Bild von der Lage gemacht.
Trotzdem ist ein Anflug recht offensichtlich, bei über 400kn würde eine Passasiermaschine im Sturzflug vermutlich auseinanderbrechen, dann kommen die Turbulenzen durch die Kühltürme und dann willst du auch noch den Reaktor treffen?
- "offensichtlich": Klar. Aber was nützt einem das, außer dass man Kameras drauf hält? Selbst wenn es der Luftwaffe erlaubt wäre, willkürlich die Tötung hunderter Zivilisten anzuordnen, hätten wir immer noch genug AKWs, die näher am nächsten Flugkorridor dran sind, als an der nächsten Luftwaffenbasis. (von der Zeit für Entscheidung&Start mal ganz abgesehen. Oder von den Kosten einer 24/7 Bereitschaft, die noch einmal wer zahlen würde? Ach ja, der Steuerzahler... AKWs bringen ja schließlich Gewinne ein)
- "auseinanderbrechen": Ohne enge Manöver definitiv nicht
- Turbulenzen: Nur in Windrichtung bzw. direkt darüber. Bleiben 340° frei.
Das Ziel ist trotzdem eher klein, das stimmt - aber nicht kleiner als z.b. ein ein paar dutzend Meter breites Hochhaus und da liegt die Trefferquote aktuell bei 100%. Wie hoch dürfte sie bei lebenswichtigen Anlagen eines AKWs sein, um von "tragbarem Restrisiko" zu sprechen? 0,01%? 0,000001%?