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Schraubenverwechsler(in)
AW: Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?
Umfrageergebnisse aufmöbeln macht Spaß
Umfrageergebnisse aufmöbeln macht Spaß


Dem widerspreche ich: das AKW Stade beispielweise wurde - unter anderem - errichtet, im Prozesswärme an die nahe gelegene Saline zu liefern.Ein KKW ist kein Fernheizkraftwerk![]()
Meines Wissens sind die deutschen AKW nicht nur die teuersten, sondern anerkantermaßen auch die sichersten.Das Problem ist ja, wer sagt, dass unsere Kraftwerke sicherer sind als die in Frankreich/Tschechien oder sonst wo in Europa?
Tja, bis vor einigen Jahrzehnten war die Stromerzeugung/das Stromnetz (wie die Bahn auch) staatlich - dann wurde privatisiert.....Ist es nicht sinnvoller, die Oligarchen besser zu kontrollieren, eventuell das Leitungsnetz zu verstaatlicht?
Traurig...Umfrageergebnisse aufmöbeln macht Spaß![]()
...und warum sollte man sie zahlen? (Vermutlich wird die Regierung so dumm sein, aber solche Forderungen kommen früher oder später so oder so.)die Energiekonzerne verlangen von der Regierung eine Entschädigung
Tja, Monopole können das machen wann immer sie wollen, die Energiewende ist da nur eine von vielen Ausreden.die Energiekonzerne erhöhen die Strompreis - und zwar mehr, als notwendig.
Das könnte man auch politisch verhindern.die Energiekonzerne reißen die deutschen AKW's ab - und kaufen sich von der Entschädigung, die sie bekommen in AKW's jenseits der deutschen Grenzen ein
Und zwar da, wo's am billigsten ist.
Ich will's Euch auch erklären: wenn wir den Atomstrom abschaffen wird folgendes passieren:
1. die Energiekonzerne verlangen von der Regierung eine Entschädigung
2. die Energiekonzerne erhöhen die Strompreis - und zwar mehr, als notwendig.
)Haben wir ja beim Öko-Cent gesehen:die Mehrkosten betragen 1Cent je kw/h; erhöht wurde um viel mehr, bei mir z. B. um 5Cent.
die Energiekonzerne reißen die deutschen AKW's ab - und kaufen sich von der Entschädigung,
die sie bekommen in AKW's jenseits der deutschen Grenzen ein

Dem widerspreche ich: das AKW Stade beispielweise wurde - unter anderem - errichtet, im Prozesswärme an die nahe gelegene Saline zu liefern.
Da dieser Dampf über einen Wärmetauscher erzeugt wird, ist er auch vom Reaktorkreislauf getrennt und nicht radioaktiv.
Da AKW Stade lieferte in seiner Betriebszeit (1972-2003) 662MW elektrische Nettoleistung, sowie 1892 MW thermische Leistung - also rund dreimal so viel thermische Leistung (durch den Prozessdampf für die Saline) wie elektrische Leistung.
Stade war das erste AKW, welches Fernwärme lieferte.
Meines Wissens sind die deutschen AKW nicht nur die teuersten, sondern anerkantermaßen auch die sichersten.
Tja, bis vor einigen Jahrzehnten war die Stromerzeugung/das Stromnetz (wie die Bahn auch) staatlich - dann wurde privatisiert.....
Dass die Privatisierung in einigen Bereichen (Ver- und Entsorgung, Feuerwehr, Krankenhäuser usw.) Blödsinn ist, haben mittlerweile auch etliche Gemeinden kapiert - und schaffen sich wieder eigene Betriebe an, weil's preiswerter und zuverlässiger ist.
Meines Wissens sind die deutschen AKW nicht nur die teuersten, sondern anerkantermaßen auch die sichersten.
...und warum sollte man sie zahlen? (Vermutlich wird die Regierung so dumm sein, aber solche Forderungen kommen früher oder später so oder so.)
Das könnte man auch politisch verhindern.
Alles in allem finde ich fast, dass die Stomversorgung verstaatlicht sein sollte (wobei ich nicht der große Fan von sowas bin), aber die 3 großen Konzerne werden nie Konkurrenz aufkommen lassen und damit die Preise gestalten wie sie wollen, aber Energie ist entscheident für einen Staat (nicht nur für die Bürger, sondern auch für die Wirtschaft) und da haben verstaatlichte Betriebe den Vorteil, dass sie nicht kostendeckende arbeiten müssen (würde man die Preise so ansetzen, dass der Staat minimale Verluste durch die Stromversorgung macht, dann wäre es unterm Strich doch sinnvoll, da der Standort Deutschland deutlich attraktiver werden würde).
Leider geht das alles nicht so einfach...
Das haben die Japaner auch mal von ihren gedacht.
Doch die Realität ist wie immer eine andere und wenn jeder Störfall in deutschen Reaktoren peinlichst genau dokumentiert, gemeldet und ausgewertet wäre, würden die Anlangen alle schon lange still stehen, weil sie eben alles andere als sicher sind.
Ich habe noch gestern ein Interview mit einem Richter (? es war jedenfalls ein hochrangiger Jurist) gelesen, der sich dahingehend geäußert hat, daß eine Klage auf Schadensersatz da sehr gute Aussichten auf Erfolg hätte. Will sagen: Das entscheidet eben nicht die Regierung, ob sie da was zahlen muß, sondern einzig das deutsche Recht. Wo berechtigte Ansprüche bestehen, kann man die hier ja gottlob auch durchsetzen. Auch, wenn einem das im Einzelfall vielleicht mal nicht paßt.
Wie soll man das denn politisch verhindern?
Wenn eine eine Insitution in Staatseigentum nicht kostendeckend arbeitet, zahlt am Ende jeder die Differenz über Steuern. Das mag zwar erstmal nett klingen, führt aber am Ende zu großer Ungerechtigkeit, weil die Abrechnung nicht mehr vebrauchsgerecht ist und gerade auf dem Energiesektor Fehlanreize setzen würde.
) und staatliche Betriebe, die Mindeststandards garantieren und dem Staat auch noch Gewinne einbringen und die es ihm ermöglichen, Infrastrukturprojekte ohne langwierige Verhandlungen umzusetzen, sind definitiv besser, als Privatbetriebe, die Netze verfallen lassen, ländliche Räume ignorieren, möglichst viel Geld der deutschen Kunden/Steuerzahler einsacken und am besten noch im Ausland investieren und die für jedes kleines bißchen Zukunftsvorbereitung großzügige Förderprogramme verlangen.Nach deutschen Standards hätte an dieser Stelle überhaupt kein AKW gebaut werden dürfen. Und zwar zu keiner Zeit.
Und Störfälle in Kernanlagen werden schon sehr genau dokumentiert. Das geht ja so weit, daß die Medien die Bevölkerung in helle Panik versetzen, sobald nur mal in irgendeinem Umspannwerk bei einem Kernkraftwerk ein Trafo brennt. Allerdings beeinträchtigt das nicht die Sicherheit des Kraftwerks. Bei einem konventionellen Kraftwerk ist sowas nicht einmal meldepflichtig und die Medien läßt es gleich ganz kalt. Da kommt dann eben die Werksfeuerwehr und dann wird anschließend etwas aufgeräumt. Alles kein Drama. Gleichwohl kommt sowas häufiger vor, als man erstmal denkt.
Ging es da um die beschlossenen Ausstiegsgesetze, oder um die bisherige Zwangsabschaltung ohne rechtliche Grundlage? Bei letzterer haben sie definitiv gute Karten, schließlich hatte Schwarz/Gelb ihnen ja den Betrieb gesetzlich garantiert (schade, dass der Bürger Parteien nicht auf Schadensersatz verklagen kann...), aber für die Folgen eines Gesetzes muss man afaik nicht entschädigt werden (auch wenn diverse Lobbys oft im vorraus was aushandeln). Das müsste man erst einmal vorm Bundesverfassungsgericht komplett kippen.
Wenn Du noch das Wort "erfolgreich" aus dem Satz streichst, würde ich Dir sogar recht geben und sagen, daß sich Deutschland dafür diplomatisch tatsächlich einsetzen könnte. Lediglich Erfolg wird man damit halt nicht haben.Politisch nicht. Aber ein Staat mit der Bedeutung Deutschlands könnte erfolgreich auf diplomatischem Wege gegen den Bau weiterer Kraftwerke und für die Stilllegung älterer eintreten.
Abseits einer (sehr wünschenswerten) bundesweiten Sicherung der Grundversorgung hat ein Betrieb in Staatsbesitz aber nicht per se eine schlechtere Bilanz, als ein privater. Das ist eine Frage der Führung und man muss staatliche Betrieben keinen über Jahrzehnte gereiften Beamtenwasserkopf oben drauf setzen (d.h. in Deutschland vielleicht schon ...) und staatliche Betriebe, die Mindeststandards garantieren und dem Staat auch noch Gewinne einbringen und die es ihm ermöglichen, Infrastrukturprojekte ohne langwierige Verhandlungen umzusetzen, sind definitiv besser, als Privatbetriebe, die Netze verfallen lassen, ländliche Räume ignorieren, möglichst viel Geld der deutschen Kunden/Steuerzahler einsacken und am besten noch im Ausland investieren und die für jedes kleines bißchen Zukunftsvorbereitung großzügige Förderprogramme verlangen.
Ist doch klar, daß Löscharbeiten im Umfang mal variieren können. Und bei einem Kernkraftwerk muß nach sowas eben erstmal umfangreichst geprüft werden, ob wirklich noch alles funktioniert und nicht doch irgendwas irgendwo einen kleinen Hau abbekommen hat. Und das ist ja eigentlich auch ganz gut so, denn ein vermeidbares Risiko sollte man da nicht unnötig eingehen. Und beim normalen Kohlekraftwerk muß eben gar nichts nach so einem Ereignis geprüft werden.Nur dauert es nicht immer solange, den Trafo auch tatsächlich zu löschen und es liegt auch nicht wirklich im Ermessen des Betreibers, die Meldungspflicht zu ignorieren, egal wie unwichtig er das Ereigniss findet.
Aber das "kommt häufig" merke ich mir mal für den Fall, dass hier wieder wer behauptet, man bräuchte AKW für eine zuverlässige Grundlast. Regelmäßiges auftreten von Schäden, in deren Folge dann für ~ein halbes Jahrzehnt kein Strom produziert wird, passt nicht so ganz zu "zuverlässig".
Ein User, der kürzlich wegen massiver Verstöße gegen die Forenregeln gesperrt wurde, verbringt diesen Tag offensichtlich damit, Zweitaccounts zu erstellen (siehe oben). Gut möglich, dass er diese genutzt hat, um die Umfrage zu manipulieren - ich habe sie jetzt einfach geschlossen, ist ja ohnehin schon sehr alt.
Es gibt leider keine Möglichkeit, Stimmenabgaben ungültig zu machen, d.h. solange ich nicht weiß, wieviele Fehlstimmen agegeben wurden, kann ich das Ergebniss nicht passend korrigieren. Auch ein Neustart der Umfrage ist technisch nicht möglich. (bzw. man müsste den Thread komplett neu anlegen. Ggf. bietet der von der Regierung zu beschließende Atomkonsens dann ohnehin Anlass für eine neue Umfrage)
Gute Frage. Meines Wissens ging es um die jetzt beschlossene Abschaltung bis 2022 und die verordnete Stillegung von Krümmel(?). Da hat der Betreiber wohl in den letzten zwei Jahren 700 Millionen Euro reingepumpt in dem guten Glauben, das Kraftwerk auch wieder in Betrieb nehmen zu können. Da das nun wohl doch nicht mehr passieren dürfen soll, wollen die natürlich ihr verschwendetes Geld zurück. Kann auch sein, daß die Übertragung von Reststrommengen da reinspielt, weil bei vollständiger Übertragung aller Reststrommengen auf die noch laufenden AKW ein Abschalten bis 2022 wohl ein Aufbrauchen der Reststrommengen rein technisch gar nicht zuläßt.
Wenn Du noch das Wort "erfolgreich" aus dem Satz streichst, würde ich Dir sogar recht geben und sagen, daß sich Deutschland dafür diplomatisch tatsächlich einsetzen könnte. Lediglich Erfolg wird man damit halt nicht haben.
Stimmt schon. Es gibt kein Naturgesetz, das verhindert, daß ein staatlicher Betrieb sinnvoll und ertragreich wirtschaftet. Da man aufgrund des Lohngefüges in Staatsbetrieben (da müßten dann ja Beamte arbeiten)
Ich meine, man sieht ja auch an den Skandalen und Skandälchen der einzelnen Landesbanken und bei verschiedenen Stadtkämmerern, daß manche Personen eben doch von dem ganz großen Spiel mal besser die Finger lassen.

Ist doch klar, daß Löscharbeiten im Umfang mal variieren können. Und bei einem Kernkraftwerk muß nach sowas eben erstmal umfangreichst geprüft werden, ob wirklich noch alles funktioniert und nicht doch irgendwas irgendwo einen kleinen Hau abbekommen hat. Und das ist ja eigentlich auch ganz gut so, denn ein vermeidbares Risiko sollte man da nicht unnötig eingehen. Und beim normalen Kohlekraftwerk muß eben gar nichts nach so einem Ereignis geprüft werden.
Allerdings stehen nun mal AKW's erheblich mehr im Fokus der Medien - und ein 'Brand im AKW XY' bringt nun mal mehr Auflage/Zuschauerzahlen als ein 'Trafobrand im Kohlekraftwerk AB'.
Und gerade Trafobrände kommen - leider - öfters vor, als man weiß.
Wenn im Kraftwerk 'um die Ecke' ein Trafo explodiert und abbrennt, steht's eben nur auf Seite 14 im Lokalblatt - ein qualmender Trafo im AKW ist aber sofort auf n-tv oder N24 zu sehen.
So wird also kaum feststellbar sein, wo der Strom, den die Konzerne nach Deutschland liefern, letztendlich her kommt.
Grüße
Jochen
Dann Zahlt man eben die Strafe und streicht dafür für die nächsten Jahre die Subventionen und erlässt ein Gesetz, dass die Energieversorger alleine die Kosten für die Atommüllentsorgung tragen müssen (ich weiß, dass geht auch nicht so einfach, aber mit solchen Drohungen könnte man deutlichen Druck machen).Ich habe noch gestern ein Interview mit einem Richter (? es war jedenfalls ein hochrangiger Jurist) gelesen, der sich dahingehend geäußert hat, daß eine Klage auf Schadensersatz da sehr gute Aussichten auf Erfolg hätte. Will sagen: Das entscheidet eben nicht die Regierung, ob sie da was zahlen muß, sondern einzig das deutsche Recht. Wo berechtigte Ansprüche bestehen, kann man die hier ja gottlob auch durchsetzen. Auch, wenn einem das im Einzelfall vielleicht mal nicht paßt.
Einfach verbieten, dass Atomstrom importiert wird? Über gekaufte Zertifikate könnte dann immernoch Atomstrom importiert werden, dieser dürft dann aber im Herstellerland nicht mehr als Ökostrom verkauft werden.Wie soll man das denn politisch verhindern? Ein multinationaler Konzern kann doch investieren und kaufen, wo er will. Wenn man jetzt politisch verhindern wollte, daß die Kernkraftwerke andernorts bauen oder kaufen oder sich an solchen beteiligen, wäre das doch nichts anderes, als wenn man einer beliebigen deutschen Person auf politischem Wege verbieten würde, sich ein Haus in Holland oder Aktien in den USA zu kaufen.
Du hast meine Idee nicht verstanden:Wenn eine eine Insitution in Staatseigentum nicht kostendeckend arbeitet, zahlt am Ende jeder die Differenz über Steuern. Das mag zwar erstmal nett klingen, führt aber am Ende zu großer Ungerechtigkeit, weil die Abrechnung nicht mehr vebrauchsgerecht ist und gerade auf dem Energiesektor Fehlanreize setzen würde. In so einem Modell kann sich ja jeder an zwei Fingern abzählen, daß er einen umso größeren Schnitt macht, desto mehr Energie er verbraucht. Immerhin zahlt er ja weniger, als das Produkt tatsächlich wert ist. Eigentlich dachte ich, daß es politisch gewünscht ist, den Energieverbrauch zu reduzieren.