Atomenergie & Energiepolitik (inkl. Umfrage "Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?")

Atomstrom in Deutschland, Ja oder Nein?

  • Ja

    Stimmen: 84 51,2%
  • Nein

    Stimmen: 80 48,8%

  • Umfrageteilnehmer
    164
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ähnlich sieht es hier aus. Ein Bekannter meines Vaters wird auch Leute entlassen müssen wenn die Arbeit im AKW weg fällt. Aber diese Schicksale sind den Ökofaschisten ja egal.Und wenn jetzt jemand damit kommt: Er kann ja umziehen. genau zieh du mal um wenn du vielleicht Familie hast oder gerade ein Haus baust. Für viele Verein hier wird es auch schlechter werden.

Recht hast du, für eine Hand voll Arbeitsplätze lohnt es sich die Existenz ganzer Landstriche oder Nationen in die Waagschale zu werfen. Diese Ökofaschichsten sind alles reine Egoisten und denken das das Wohl von Millionen Menschen wichtiger wäre, als die Arbeitsplätze einiger Wenige. Verrückt :ugly:.
Wer die Ironie in diesem Beitrag findet darf sie behalten...
 
Dann Zahlt man eben die Strafe und streicht dafür für die nächsten Jahre die Subventionen und erlässt ein Gesetz, dass die Energieversorger alleine die Kosten für die Atommüllentsorgung tragen müssen (ich weiß, dass geht auch nicht so einfach, aber mit solchen Drohungen könnte man deutlichen Druck machen).

Energieversorger bekommen, mal abgesehen von Ökostromproduzenten, Subventionen? Das wäre mir neu.

Einfach verbieten, dass Atomstrom importiert wird? Über gekaufte Zertifikate könnte dann immernoch Atomstrom importiert werden, dieser dürft dann aber im Herstellerland nicht mehr als Ökostrom verkauft werden.
Importbeschränkungen gibt es massenhaft und viele sind sinnvoll, mit eingeschränkter Freiheit haben sie nicht unbedingt viel zu tun.

Ich verstehe nicht ganz, was Du meinst. Soll Atomstrom nun importiert werden dürfen oder nicht? Und wieso ist es wichtig, wie importierter Atomstrom im Herstellungsland deklariert wird, wenn er doch von dort exportiert wurde, also im Herstellerland gar nicht verkauft wird?

Außerdem sind Importverbote für auf bestimmte Weise erzeugten Strom im Rahmen eines harmonisierten EU-weiten Energienetzes (TEN-E) absolut utopisch.

Du hast meine Idee nicht verstanden:
Sie müssen nicht kostendeckend arbeiten, weil...
...die teurer Subventionen die Betriebe aktuell für den Staat auch nicht kostendeckend arbeiten lassen.
...die Arbeiter andere Anreize bekommen könnten (sicherer Arbeitsplatz, ähnlich wie bei Beamten) und der Lohn damit etwas gesenkt werden könnte.
...günstige Energie neue Arbeitsplätze schafft und damit deutliche Summen beim Arbeitslosengeld und durch Lohn-/Umsatzsteuer frei werden.

Alles, was schon in der Konzeption den Gedanken trägt, nicht kostendeckend arbeiten zu müssen, ist unsolide und wird am Ende ein Fass ohne Boden.
 
Energieversorger bekommen, mal abgesehen von Ökostromproduzenten, Subventionen? Das wäre mir neu.
Weißt du wie viel Geld der Staat für ein intaktes Stromnetz, den Bau von Kraftwerken, die benötigte Infrastruktur und vor allem die Atomkraft ausgibt? Also ich bin mir sicher, dass dafür einige Manager der Stromversorger bezahlt werden können...

Ich verstehe nicht ganz, was Du meinst. Soll Atomstrom nun importiert werden dürfen oder nicht? Und wieso ist es wichtig, wie importierter Atomstrom im Herstellungsland deklariert wird, wenn er doch von dort exportiert wurde, also im Herstellerland gar nicht verkauft wird?
Wenn man nur Ökostrom importiert, dann würde in dem exportierenden Land weniger Ökostrom zur Verfügung stehen ---> es würden neue Ökokraftwerke gebaut, um den Bedarf zu decken, so zumindest die Theorie der Marktwirtschaft.

Außerdem sind Importverbote für auf bestimmte Weise erzeugten Strom im Rahmen eines harmonisierten EU-weiten Energienetzes (TEN-E) absolut utopisch.
Warum sollte sich das Land mit den meisten Einwohnern nicht einmal durchsetzen?

Alles, was schon in der Konzeption den Gedanken trägt, nicht kostendeckend arbeiten zu müssen, ist unsolide und wird am Ende ein Fass ohne Boden.
Warum? :what:
Ich hab doch genug ausgleichende Gründe genannt.
Außerdem: Arbeitet das Bildungssystem kostendeckend? Nein? Sollen wir deswegen auf Schulen etc. verzichten?
Arbeitet die Bundeswehr kostendeckend? Nein? Sollten wir nicht dort eher sparen und sinnlose Einsätze, die Leben und Millionen kosten vermeiden?
 
Hi!

Stichwort: Atomkraft im nahen Ausland für Deutschland: bsp. am AKW Fessenheim (Frankreich, unmittelbar am Rhein wenige Meter jenseits der Grenze) ist n-BW mit 17,5% beteiligt.
Die Auszahlung dieser Beteiligung erfolgt in Sachleistungen - im Klartext: mit Strom. Glaubt etwa jemand, dass dieser deutsche Strom aus einem französischen AKW an der deutschen Grenze kehrt macht?
Fessenheim ist das älteste AKW Frankreichs - Baujahr 1971 - und wird nun für weitere 10 Jahre Betrieb ertüchtigt.
(Quelle: 'Streßtest für die Atomkraft, ZDF 02.06.2011)

Genau das ist es, wenn ich sage: mir ist ein deutsches AKW lieber als irgendein Schrottreaktor hinter der Grenze.

Abgesehen davon ist ein meinen Augen die Atomkraft in der BRD rechtlich zweifelhaft: jeder Gewerbetreibende ist verpflichtet, die Entsorgung seiner Abfälle nachzuweisen - das gilt für die Imbissbude an der Ecke genauso wie für die AKW-Betreiber.
Nur......es gibt bis heute keine genehmigte Entsorgung (=Endlagerung) von (deutschen) Atomabfällen!

Man sieht: sobald wirtschaftliche Interessen ein bestimmtes Maß überschreiten, ist die Rechtslage egal - nur wird der Imbissbudenbesitzer dieses Maß nie erreichen können, der AKW-Betreiber aber immer.

Grüße

Jochen
 
Sorry, aber Du willst doch nicht ernsthaft tschechische oder bulgarische AKW vom Tschernobyl-Typ auf eine Stufe mit deutschen AKW's stellen, oder?
Und die Forderung, Fessenheim still zu legen, ist sicher auch völlig unbegründet, oder?

Ich drück's mal anders aus: es bringt nix, wenn wir unsere AKW's für zehn Jahre Restlaufzeit nachrüsten und gleich 'um die Ecke' stehen nicht nachgerüstete 'Tschernoby-Reaktoren' in der Gegend umher, von denen wir dann unseren Strom bekommen.
Diese AKW' s entziehen sich nämlich komplett der Kontrolle und Überwachung durch die deutschen Behörden - aber die radioaktive Wolke wird auch garantiert an der Grenze halt machen.
 
Ich will es mal so ausdrücken.
Dass es in deutschen Kraftwerken noch zu keinen Gau gekommen ist, liegt nicht unbedingt an der Technologie, sonder eher daran, dass das Personal mehr oder weniger gewissenhaft arbeitet.
Aber das kann sich ändern, wenn sich die Energiekonzerne nach Frankreich orientieren.
 
Mag sein - aber wir müssen ja dessen Weiterbetrieb nicht noch dadurch sichern, dass

  • deutsche Firmen/Stromversorger sich dran beteiligen
  • wir den Strom von solchen Dingern auch noch importieren
Vielleicht wäre es sinnvoll, Maßregelungen dahingehend zu schaffen, welcher Strom nach Deutschland importiert werden darf und welcher nicht.
Aber - da gibt's erhebliche Probleme:

  • die EU wird da von Wettbewerbsfreiheit reden und uns das verbieten (wenn's nicht schon durch diesen dussligen, voreilenden Gehorsam scheitert)
  • Wenn's die EU nicht macht, tun's die Konzerne
  • Überprüfbar ist's sowieso nicht - und wenn, dann wird der Atomstrom halt im Ausland verkauft und der von diesem ersetzte Kohlestrom geht an uns.
    Auch kein Gewinn....
  • der europäische Stromverbund wurde mit Absicht eingeführt, um eventuelle Versorgungsengpässe - witterungsbedingt, wegen Veranstaltungen oder durch Ausfälle - ausgleichen zu können.
    Das hat sich im großen und ganzen bewährt.
    Da kann Deutschland nicht einfach aussteigen.
  • Ob Deutschland sich vollständig selbst versorgen kann - zumal ohne AKW's - darf auch bezweifelt werden.
    Zumindest vorerst - in 20 Jahren könnte es was werden, vorher kaum.
Eines darf man nicht übersehen: Immerhin erzeugen AKW's nahezu ein Viertel (genau: 23,3%) des deutschen Stroms.
In Anbetracht der langen Planungs- und Baurechtsphasen in Deustchland - es dauert oft mehrere(!) Jahrzehnte, bis ein Kraftwerk gebaut werden darf; bis es dann Strom liefert, dauert's noch mal 4-6 Jahre - wird es schwer sein, innerhalb der nächsten 10 Jahre genug Kraftwerke zu bauen, um die vom Netz gehenden AKW's zu ersetzen.
Ich bezweifele ernsthaft, dass es möglich sein wird, innerhalb weniger Jahre auch nur die Planungsfeststellung zu schaffen, um die Kraftwerke bauen zu dürfen, welche die AKW's ersetzen sollen.
Bedenkt man nun weiter, dass der Bau eines Kraftwerkes mehrere Jahre dauert, müsste schon bis 2016, spätestens 2018 wenigstens die Planfeststellung geschafft sein.

Und da glaube ich nicht dran - auch weil gerade die Grünen jedes Großprojekt mit Klagen und Einsprüchen nahezu unendlich verzögern.
Rücksicht auf die Betroffenen wird dabei nicht genommen - da wird ein Ortsumgehung verzögert, weil irgendwo auf der geplanten Trasse ein paar Vögel nisten (könnten; gesehen hat die keiner!).
Währenddessen wälzen sich die Auto- und LKW-Schlangen durch enge Ortsdurchfahrten, den Anwohnern fahren die LKW praktisch durchs Wohnzimmer und jedes Jahr gibt es Tote auf den Strecken.
Das interessiert die Grünen dann wenig bis gar nicht - und das wird auch bei den nun anstehenden Kraftwerksbauten so sein.


Und ob dann die Firmen, welche die Kraftwerke bauen und die Teile herstellen (all zu viele davon gibt's nämlich auch nicht - und zwar weltweit!), dann die notwendigen Kapazitäten haben, darf auch bezweifelt werden...

Welche einheimischen Energiequellen haben wir denn noch, nachdem die Steinkohle auch aus europaischen Interessen hingerichtet wurde?
Doch nur noch die Braunkohle - und wenn da ein Tagebau erweitert werden soll, sind die Grünen die ersten, die dagegen sind.
Windräder wollen die auch nicht vor der Tür haben - abgesehen davon, könnte ja ein Vogel dagegen fliegen.
Wasserkraft ist in Deutschland soweit ausgebaut, wie es geht - da sind kaum noch ungenutzte Kapazitäten vorhanden.

Das Ergebnis wird zwangsläufig - die Steinkohle wurde ja nun auch hingerichtet - eine erhebliche und zunehmende Abhängigkeit von ausländischen Ernergieträgern (Öl, Gas, Kohle) und ausländischen Ernergieversorgern sein.
Und wohin das führen kann, haben wir vor einigen Jahren gesehen, als es diesen Gasstreit gab.
Da sind wir in Deutschland ganz schnell hilfloser Spielball fremder Interessen - und das muss ja nun wirklich nicht sein.....


Im Klartext: die Bundesregierung hat hier vorschnell einen Wahlkampfschachzug gemacht, der die Grundversorgung (wozu ich mal Strom, Gas, Wasser, Wärme, Fernsehen und Telefon ebenso wie Polizei, Krankenhäuser und Feuerwehr rechne) in Deutschland schlichtweg in unverantwortlicher Weise gefährdet.

Offen gesagt, sehe ich den tatsächlichen Atomausstieg noch nicht - Sachzwänge wie die fehlenden Ersatzkapazitäten werden da eine Laufzeitverlängerung erzwingen.

Und: schon die jetzige Regierung ändert ihre Meinung gerne mal - wer garantiert denn, dass eine eventuelle neue Regierung den Atomkonsens nicht einfach kippt?

Grüße

Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Mag sein - aber wir müssen ja dessen Weiterbetrieb nicht noch dadurch sichern, dass


  • deutsche Firmen/Stromversorger sich dran beteiligen
  • wir den Strom von solchen Dingern auch noch importieren

Auch wenn du es anscheinend nicht verstehen kannst/ willst, in Frankreich denkt kein Mensch an Abschaltung, VOLLKOMMEN EGAL WAS WIR MACHEN.
Insofern ist es nur ein fadenscheiniges Argument um den uninformierten Bild Leser auf pro Atomstrom einzuwickeln.

Eines darf man nicht übersehen: Immerhin erzeugen AKW's nahezu ein Viertel (genau: 23,3%) des deutschen Stroms.
In Anbetracht der langen Planungs- und Baurechtsphasen in Deustchland - es dauert oft mehrere(!) Jahrzehnte, bis ein Kraftwerk gebaut werden darf; bis es dann Strom liefert, dauert's noch mal 4-6 Jahre - wird es schwer sein, innerhalb der nächsten 10 Jahre genug Kraftwerke zu bauen, um die vom Netz gehenden AKW's zu ersetzen.

Wenn man bedenkt das wir 130% des tatsächlichen Bedarfs produzieren und somit seit ewigen Zeiten schon Stromexporteur sind, relativieren sich die paar Prozent Atomstrom Anteil. Vor allem bei den Ausfahlzeiten. In der Regel ist aufs Jahr hochgerechnet ein AKW komplett ausser betrieb. Ist halt eine unzuverlässige Technik die rund 1.000 meldepflichtige Störfälle pro Jahr generiert. Die Großen laufen dann auf CNN (Three Mile Island, Tschernobyl, Fukushima, ... ). Das Problem ist nur das der GAU kein ob sondern ein wann ist. Insofern ist jede tickende Zeitbombe welche zurückgebaut wird eine gute Zeitbombe (AKW).

Auf den Rest gehe ich mal nicht ein, da kann ich ja auch gleich mit einem Atomstrom Lobbyisten diskutieren :lol: .
 
Ist doch ganz einfach:
Man muss den anderen Ländern in Europa zeigen, dass eine große Industrienation wie Deutschland vollständig auf Kernenergie verzichten kann und trotzdem wettbewerbsfähig bleibt, mit dem Vorteil neue Technologien entwickeln und auf dem Weltmarkt anbieten zu können, mit der auch andere Länder aus der Kerntechnik aussteigen können.
Mit der entsprechenden diplomatischen Überredungskunst einer Regierung, die voll hinter diesen Technologien steht (was die derzeitige ja nicht tut, daher muss sie entsorgt werden), werden die anderen europäischen Länder ebenfalls aussteigen und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Rest der Welt das atomare Energiezeitalter verlässt.
 
Weißt du wie viel Geld der Staat für ein intaktes Stromnetz, den Bau von Kraftwerken, die benötigte Infrastruktur und vor allem die Atomkraft ausgibt? Also ich bin mir sicher, dass dafür einige Manager der Stromversorger bezahlt werden können...

Das kommt dann noch obendrauf. Nee, die Rechnung wird nichts.

Wenn man nur Ökostrom importiert, dann würde in dem exportierenden Land weniger Ökostrom zur Verfügung stehen ---> es würden neue Ökokraftwerke gebaut, um den Bedarf zu decken, so zumindest die Theorie der Marktwirtschaft.
Gehen wir mal davon aus, daß die Strom export
ierenden Länder einfach nicht so bescheuert mit dieser Frage umgehen wie die Deutschen: Wenn nur Ökostrom exportiert würde, würde in dem entsprechenden Land eben (fast) nur konventionell erzeugter Strom verbraucht. Das macht die Rechnung doch noch wesentlich attraktiver! Gleich oder sogar höhere Einnahmen bei weniger Ausgaben. Das ist dann wirklich vernünftige Marktwirtschaft.

Warum sollte sich das Land mit den meisten Einwohnern nicht einmal durchsetzen?
Ich habe da eben noch in einem Zeitungsartikel was interessantes gelesen, was ich so auch noch nicht bedacht hatte. Das europäische Ausland ist nämlich über den deutschen Atomausstig mittlerweile ziemlich wütend, nachdem sie mal berechnet haben, was auch sie das kostet. Egal: Es gibt in der EU etwas, was sich "freier Verkehr von Waren und Dienstleistungen" nennt. Es ist also nicht nur das einheiltiche Energienetz, das eine solche Forderung undurchführbar und damit unsinnig macht.

Warum? :what:
Ich hab doch genug ausgleichende Gründe genannt.
Außerdem: Arbeitet das Bildungssystem kostendeckend? Nein? Sollen wir deswegen auf Schulen etc. verzichten?
Das tut es wenigstens in der Theorie. Es soll ja jeder Bürger im Laufe seines Lebens durch seine Ausbildung mehr Einnahmen generieren, als er Ausgaben verursacht hat. Daß das leider nicht in jedem Fall funktioniert, steht auf einem anderen Blatt. Aber ein bißchen Verlust hat man eben immer.

Arbeitet die Bundeswehr kostendeckend? Nein? Sollten wir nicht dort eher sparen und sinnlose Einsätze, die Leben und Millionen kosten vermeiden?
Besser wäre es tatsächlich, wenn wir ganz ohne auskämen.
 
Ist doch ganz einfach:
Man muss den anderen Ländern in Europa zeigen, dass eine große Industrienation wie Deutschland vollständig auf Kernenergie verzichten kann und trotzdem wettbewerbsfähig bleibt, mit dem Vorteil neue Technologien entwickeln und auf dem Weltmarkt anbieten zu können, mit der auch andere Länder aus der Kerntechnik aussteigen können.
Mit der entsprechenden diplomatischen Überredungskunst einer Regierung, die voll hinter diesen Technologien steht (was die derzeitige ja nicht tut, daher muss sie entsorgt werden), werden die anderen europäischen Länder ebenfalls aussteigen und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Rest der Welt das atomare Energiezeitalter verlässt.

^^Ja, das stimmt. Atomkraft ist nicht kontrollierbar und der ganze Müll von wegen Stromloch oder so ist geschickt von der Atomlobby in die Welt gesetzt worden.
 
Hi!
Auch wenn du es anscheinend nicht verstehen kannst/ willst, in Frankreich denkt kein Mensch an Abschaltung, VOLLKOMMEN EGAL WAS WIR MACHEN.
Insofern ist es nur ein fadenscheiniges Argument um den uninformierten Bild Leser auf pro Atomstrom einzuwickeln.
Ich bin weder Atomlobbyist, noch Atombefürworter, noch uninformiert und schon gar kein Bild-Leser! - nur sehe ich das Ganze etwas realer und nicht durch die grüne Brille.
Dennoch brauchen wir nicht noch das französische Atomprogramm fördern, oder?
Wie gesagt: Atomausstieg nur in Deutschland bringt wenig, solange dann der (Atom-)Strom halt hinter der Grenze erzeugt wird.
Geht das mit dem Atomausstieg bei manchen so weit, dass Atomkraftwerke außerhalb Deutschlands in Ordnung sind - auch, wenn der Strom für uns produziert wird?

Meiner Meinung nach braucht's da einen europäischen Konsens - die EU schreibt uns ja sonst alles vor (siehe Steinkohleausstieg).
Nur wird dieser Konsens kaum zu erreichen sein - schon die Franzosen werden den verhindern.

Wenn man bedenkt das wir 130% des tatsächlichen Bedarfs produzieren und somit seit ewigen Zeiten schon Stromexporteur sind, relativieren sich die paar Prozent Atomstrom Anteil. Vor allem bei den Ausfahlzeiten. In der Regel ist aufs Jahr hochgerechnet ein AKW komplett ausser betrieb. Ist halt eine unzuverlässige Technik die rund 1.000 meldepflichtige Störfälle pro Jahr generiert. Die Großen laufen dann auf CNN (Three Mile Island, Tschernobyl, Fukushima, ... ). Das Problem ist nur das der GAU kein ob sondern ein wann ist. Insofern ist jede tickende Zeitbombe welche zurückgebaut wird eine gute Zeitbombe (AKW)
Mit der Zeitbombe gebe ich dir ebenso recht, wie mit dem 'wann' beim Gau - da stimme ich mit dir 100%ig überein!
Laut Statistik gibt's einen GAU alle 300.000 Jahre - dafür hatte wir schon reichlich viele: Three-Mile-Island (Harrisburg; 'daneben' - wenn auch nur knapp), Tschernobyl und jetzt gleich drei in Fukishima.
Dann müssten wir ja - statistisch gesehen - seit über einer Million Jahren Kernkraft haben.
Diese Statistik können wir also ganz getrost vergessen - das Restrisiko ist einfach da und es ist relevant!
Was den Bedarf angeht: da magst Du recht haben; wenn wir tatsächlich 130% haben, ist's gut.
Wenn wir aber nur 100% (oder 107%) haben und dann kommt eine ungünstige Situation dazu (kein Wind = keine Windenergie; Schnee = keine Sonnenenergie; große Kälte = großer Strombedarf), dann kann die Sache auch ganz schnelle in die Binsen gehen.
Und soweit muss es ja nun nicht kommen - nur sehen das die Grünen nicht und blockieren weiter Kraftwerksneubauten.
Was meinst Du, was die bei uns 'um die Ecke' für 'nen Aufstand wegen dem neuen Kraftwerk Neurath gemacht haben - obwohl das ja nun das Dreckschleuder-Kraftwerk Frimmersdorf ersetzen soll!

Abgesehen davon ist jedes Kraftwerk regelmäßig wegen Revision außer Betrieb: Kohle, Gas, Öl, selbst Wasserkraftwerke müssen regelmäßig für einige Wochen oder Monate außer Betrieb genommen werden - das Argument war also nix.

Grüße

Jochen
 
Sorry, aber Du willst doch nicht ernsthaft tschechische oder bulgarische AKW vom Tschernobyl-Typ auf eine Stufe mit deutschen AKW's stellen, oder?

Auch wenn die Atomlobby und ihre Fans nicht Müde werden, solche Ängste zu verbreiten:
Es gibt und gab nie einen RBMK in Tschechien oder Bularien. Nur WWER und da ist der /320 sogar besser gegen Kernschmelzen geschützt, als Konvoi-Anlagen (jedenfalls nach Hersteller- und Betreiberangaben - aber auf die verlässt man sich bei Vattenfall ja auch, nicht wahr? ;) )
Die einzige Nation, die noch RBMK in Betrieb hat, ist Russland.

Und die Forderung, Fessenheim still zu legen, ist sicher auch völlig unbegründet, oder?

Wieso? Ist das ominöse keinen Müll produzierende AKW, das sich einige herbeiträumen?

Ich drück's mal anders aus: es bringt nix, wenn wir unsere AKW's für zehn Jahre Restlaufzeit nachrüsten und gleich 'um die Ecke' stehen nicht nachgerüstete 'Tschernoby-Reaktoren' in der Gegend umher, von denen wir dann unseren Strom bekommen.

Der Plan ist eigentlich nicht, unseren ältesten Schrott nachzurüsten (dazu waren die Stromkonzerne bekanntermaßen nicht bereit) und anschließend noch mehr Geld in fremde zu stecken. Der Plan, ist verfügbares Geld in eigene erneuerbare zu stecken um endlich diese Geldverschwendung zu beenden. Auf dem Weg dahin lässt man die etwas besseren Reaktoren noch weiterlaufen, denn irgendwie haben es die großen Stromkonzerne ja nicht für nötig gehalten, ihre vor 11 Jahren gemachten Versprechen zur Energiewende auch umzusetzen.

Diese AKW' s entziehen sich nämlich komplett der Kontrolle und Überwachung durch die deutschen Behörden - aber die radioaktive Wolke wird auch garantiert an der Grenze halt machen.

Um es noch einmal zu wiederholen :rollen: :
Die (u.a. deutsche) Diplomatie hat bereits zur Stilllegung unsicherer Reaktoren in Europa geführt. Das ist mehr, als man von den deutschen Behörden sagen kann (Stichwort Krümmel, Biblis, AVR).


Mag sein - aber wir müssen ja dessen Weiterbetrieb nicht noch dadurch sichern, dass

  • deutsche Firmen/Stromversorger sich dran beteiligen
  • wir den Strom von solchen Dingern auch noch importieren

Ersteres lässt sich ohne Verstaatlichungen nicht verhindern, letzteres ist nicht geplant.

die EU wird da von Wettbewerbsfreiheit reden und uns das verbieten (wenn's nicht schon durch diesen dussligen, voreilenden Gehorsam scheitert)

Ich habs nicht mehr genau in Erinnerung, aber ich glaube, es gab vor 2-3 Jahren mal eine EU-Initiative zur unterschiedlichen Besteuerung von Stromarten (die der Union nicht passte und ganz schnell wieder verschwand), dass wäre ähnlich wirkungsvoll. Auch gibt es Bestrebungen, die Deckungssummen für Atomkraftwerke deutlich zu steigern und wie bereits erwähnt wurde: Geltende Vorschriften zum Nachweis von Entsorgungsmöglichkeiten würden privater Atomkraft ebenfalls den Hahn abdrehen.
Deutschland war in den letzten Jahren einer der beiden wichtigsten Atomlobbyisten in der EU.

Überprüfbar ist's sowieso nicht - und wenn, dann wird der Atomstrom halt im Ausland verkauft und der von diesem ersetzte Kohlestrom geht an uns.
Auch kein Gewinn....

Falls es nicht aufgefallen ist: Die Mehrheit der EU-Staaten hat 0 AKWs, vom Rest hat die Hälfte minimale Kapazitäten und der Rest seit mindestens drei Monaten eine Anti-AKW-Bewegung.
Es mögen nicht alle aussteigen, aber einen Neubau wird kaum jemand durchbringen (selbst wenn der politische Wille für wirklich sichere Kraftwerke da wäre: Diese sind so teuer, das bis heute keines der nach-Tschernobyl-Konzepte in vollem Umfange umgesetzt wurde) -> es gibt keinen unbenötigten Atomstrom, den man Deutschland verkaufen könnte oder an dessen Stelle man Deutschland etwas verkaufen kann. Im Gegenteil: Der Wegfall deutscher Stromexporte könnte in einigen Ländern sogar zu Knappheiten führen.

der europäische Stromverbund wurde mit Absicht eingeführt, um eventuelle Versorgungsengpässe - witterungsbedingt, wegen Veranstaltungen oder durch Ausfälle - ausgleichen zu können.
Das hat sich im großen und ganzen bewährt.
Da kann Deutschland nicht einfach aussteigen.

Verlangt ja auch niemand. Im Gegenteil: Die Kapazitäten müssen dringed ausgebaut werden, um den Bedürfnissen einer europäischen Versorgung mit regenerativen Energien gerecht zu werden.

Ob Deutschland sich vollständig selbst versorgen kann - zumal ohne AKW's - darf auch bezweifelt werden.

Deutschland überversorgt sich mit AKWs seit Jahrzehnten.
Es wurde gerade erst wieder eine Studie vorgelegt, wie sich Deutschland problemlos ohne AKWs versorgen könnte.
Es wurden in der Vergangenheit Regierungsstudien vorgelegt, die Potentiale für >50% Strom aus erneuerbaren Energien aufgezeigt haben.

Zumindest vorerst - in 20 Jahren könnte es was werden, vorher kaum.

Der Atomausstieg wurde 2000 beschlossen und die Stromkonzerne haben zugestimmt, 2022 soll das letzte Kraftwerk abgeschaltet werden. Ich seh da kein Problem mit einem 20 Jahresrahmen - außer die Stromkonzerne sollten ihre Versprechen nicht ganz gehalten haben...
Was macht man mit Vertragsbrüchigen? Ihnen Subventionen zu stecken :hmm:

Eines darf man nicht übersehen: Immerhin erzeugen AKW's nahezu ein Viertel (genau: 23,3%) des deutschen Stroms.
In Anbetracht der langen Planungs- und Baurechtsphasen in Deustchland - es dauert oft mehrere(!) Jahrzehnte, bis ein Kraftwerk gebaut werden darf;

WKA afaik <6 Jahre von Planungsbeginn bis Stromproduktion. (Die E-126/6MW wurde laut Wiki 2006 vorgestellt, seit 2009 sind zwei im Hamburger Stadtgebiet am Werkeln. Das wären sogar nur drei Jahre und ganz sicher gehören Großstädte nicht zu den Bauplätzen mit den geringsten Auflagen) Weitere Einwände?

Was Jahrzehnte braucht, bis es mal Strom liefert, das sind die AKWs, von denen wir deinen Behauptungen nach nächsten Monat unseren Strom importieren sollen, obwohl sie bislang noch nicht einmal jemand bauen will.

Und da glaube ich nicht dran - auch weil gerade die Grünen jedes Großprojekt mit Klagen und Einsprüchen nahezu unendlich verzögern. Rücksicht auf die Betroffenen wird dabei nicht genommen - da wird ein Ortsumgehung verzögert, weil irgendwo auf der geplanten Trasse ein paar Vögel nisten (könnten; gesehen hat die keiner!).

Wer keine Ahnung von Ornithologie hat, kann ja mal versuchen, einen Vogel, der definitiv da ist (weil man ihn hört), auch zu sehen :rollen:
Kraftwerke haben allerdings einen deutlich geringeren Flächenbedarf, als Autobahnen (Preisfrage: Welches Kraftwerk ist 100 km lang?) und gerade WKAs werden auch nicht unbedingt in den letzten verbliebenden Feuchtwiesen im Tal errichtet. (Hat sich schonmal jemand überlegt, wie es sein kann, dass große Verkehrsprojekte mit schönster Regelmäßigkeit durch Biotope verlaufen, die nur deswegen einen so hohen Schutzstatus genießen, weil sie so extrem selten sind? Es ist keineswegs so, dass große Teile Deutschlands unter Schutz stehen und jedem Halm ein Umweltschützer lauert, wie ein kurzer Blick auf diverse Agrarwüsten zeigt.)

Windräder wollen die auch nicht vor der Tür haben - abgesehen davon, könnte ja ein Vogel dagegen fliegen.

Vogelschlag ist ein vergleichsweise kleines Problem (außer für ein paar Leute, die auch Fliegenklattschen für den Holocaust halten) und bei der Ausweisung von Baugebieten wird auf den Vogelzug und wichtige Brutgebiete Rücksicht genommen. Beschwerden über WKAs "vor der Haustür" sind mir von grünen Politikern nicht bekannt - bitte belege deine Unterstellung.
Geläufig sind diverse, meist sehr kleine Bürgerinitiativen, die wenn dann konservative Lokalpolitiker als Fürsprecher gewinnen.

Wasserkraft ist in Deutschland soweit ausgebaut, wie es geht - da sind kaum noch ungenutzte Kapazitäten vorhanden.

Kleinkraftwerke werden noch auf bis zu 1 TW geschätzt (auch wenn ich stark davon ausgehe, dass entsprechende Studien auf sehr unzuverlässigen Hochrechnungen basieren, denn erhaltene Mühlteiche und Wasserkünste sind selten und Neubauten müssten ökologisch begutachtet werden, was für eine Studie wohl höchstens exemplarisch geschehen sein dürfte)

Das Ergebnis wird zwangsläufig - die Steinkohle wurde ja nun auch hingerichtet -

Du wiederholst dich. Und die Steinkohle wurde nicht hingerichtet, die Steinkohle ist in Deutschland seit 3 Jahrzehnten nicht mehr rentabel abbaubar. Aber die SPD scheint drauf und dran, dass wieder ändern zu wollen :(

eine erhebliche und zunehmende Abhängigkeit von ausländischen Ernergieträgern (Öl, Gas, Kohle) und ausländischen Ernergieversorgern sein.
Und wohin das führen kann, haben wir vor einigen Jahren gesehen, als es diesen Gasstreit gab.
Da sind wir in Deutschland ganz schnell hilfloser Spielball fremder Interessen - und das muss ja nun wirklich nicht sein.....

Tjo, das ist das Problem, wenn man auf seinen Nationalismus beharrt und sich gegen europäische Integration stellt. Niederländisch/Deutsche/Dänische Windkraftwerke mit Österreichisch/Schweizerischen Speicherkraftwerken als Reserve, Mediteranen Photovoltaikanlagen und Skandinavischen Wasserkraftwerken für die Tages- und Grundlast und Osteuropäische Biomassekraftwerke als Backup könnten einiges versorgen. Westeuropäische Gezeitenkraftwerke, wenn denn mal gewisse greenwasher ihre Werbekampagnen in die Tat umsetzten, sind auch nicht zu verachten.
Schwieriger wird es natürlich, wenn man alles auf nem kleinen Staatsteritorium zusammenquetschen will. (wobei Deutschland da -neben Spanien und Italien- die mit Abstand besten Chancen hat, denn wir haben sowohl Agrarfläche für Biomasse-Reserven als auch Berge für (Pump-)Speicherkraftwerke und exellente Windkraftbedingungen in der Hälfte des Landes)

Und: schon die jetzige Regierung ändert ihre Meinung gerne mal - wer garantiert denn, dass eine eventuelle neue Regierung den Atomkonsens nicht einfach kippt?

Nun: Während die jetzige Regierung ihre Meinung gerne mal ändert (hatten wir jemals so viele Ministerwechsel?), haben es die 3 vorrangegangenen Regierungen afaik nicht gemacht (die davor hab ich weniger bewusst wahrgenommen - glaube mich aber zu erinnern, dass sie eine klare Linie hatten. Wenn auch nicht unbedingt die, die man in ihren Wahlversprechen zu erkennen glaubte). D.h. Der Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg vom Ausstieg müsste innerhalb der nächsten zwei Jahre erfolgen. Ich denke nicht, dass dieses Jahr noch der politische Wille dazu entstehen wird - Fukushima dürfte in regelmäßigen Abständen wieder in den Nachrichten auftauchen. Wenn man in einem Jahr anfängt, Pläne zu schmieden, muss man das ausgehend von jetztigen Schnellbeschlüssen machen - sicherlich nicht einfach, da einen kostengünstigen Übergang zu finden und ich denke auch nicht, dass bis dahin überhaupt ausreichend neue Fakten zu Tage treten und die neue FDP scheint etwas weniger hartnäckig zu sein, die Union wird sich mit Endlagersuche im Stammland herumärgern müssen. In 1,5 Jahren wird niemand mit Wiedereinstiegsplänen kommen, denn da ist Wahlkampf.
Wie die Wahl ausgeht, bleibt abzuwarten, aber nach aktuellem Stand der Dinge sieht es nicht so aus, als bekäme Schwarz-Gelb noch einmal eine Mehrheit. Mit allen anderen Kombinationen ist kein Wiedereinstieg zu machen.
Mein Fazit: Vor 2017 wird keine Regierungsmehrheit für einen Wiedereinstieg zu machen sein. Bis dahin sollten die jetzt abgeschalteten AKWs vollständig durch Erneuerbare ersetzt worden sein, selbst wenn Schwarz-Gelb nach den jetzigen Ökobekenntnissen keine weitere Förderung beschließt (womit ich rechne) und die Reservekapazitäten Deutschlands ausreichen, um den Rest auch abzuschalten. Wichtiger: Die geringe Zahl der verbleibenden Kraftwerke dürfte weitere Investitionen in die Kerntechnik für Hersteller und Betreiber unattraktiv machen, so dass ich einen verringerten Lobbydruck erwarte.
Die Atombranche hat nach dem letzten GAU massive Einbrüche hinnehmen müssen - nach dem jetzigen wird sie weltweit kaum noch Land gewinnen. Selbst knallharte Atomverfechter wie Japan und Länder mit großen Plänen wie China oder die USA suchen nach Alternativen.



Vor allem bei den Ausfahlzeiten. In der Regel ist aufs Jahr hochgerechnet ein AKW komplett ausser betrieb.

? Afaik kommt man schon aufgrund normaler Revisionsarbeiten auf eine Verfügbarkeit von maximal 90%. Bei 17 deutschen AKWs sind also im Schnitt fast zwei vom Netz. Dazu haben, wenn ich mich recht erinnere, Brunsbrüttel und Krümmel seit knapp einem halben Jahrzehnt (fast) nur gestanden und Neckarwestheim soll zwischen der Scheiterung einer Restlaufzeitübertragung bis zum kurzen Schwarz-Gelben-AKW-Revival mit im Schnitt <20% Leistung gelaufen sein.

(würde mich an der Stelle mal interessieren, wieviel % ihrer Nennleistung die deutschen AKWs 2008-2010 erbrachten und wieviel deutsche Photovoltaikanlagen geschafft haben :) )


Gehen wir mal davon aus, daß die Strom export
ierenden Länder einfach nicht so bescheuert mit dieser Frage umgehen wie die Deutschen: Wenn nur Ökostrom exportiert würde, würde in dem entsprechenden Land eben (fast) nur konventionell erzeugter Strom verbraucht. Das macht die Rechnung doch noch wesentlich attraktiver! Gleich oder sogar höhere Einnahmen bei weniger Ausgaben. Das ist dann wirklich vernünftige Marktwirtschaft.

Nö. Die Produktionskosten bleiben die gleichen, egal was wohin geht. Dazu kommen aber die zunehmend steigenden Kosten für CO2-Zertifikate und wenn man selbst nur konventionellen Strom verbraucht, zahlt man da fleißig drauf. Desweiteren ist ja nicht so, als würden nur Deutsche Ökostrom konsumieren - der Markt dafür existiert mitlerweile europaweit.


Was den Bedarf angeht: da magst Du recht haben; wenn wir tatsächlich 130% haben, ist's gut.
Wenn wir aber nur 100% (oder 107%) haben und dann kommt eine ungünstige Situation dazu (kein Wind = keine Windenergie; Schnee = keine Sonnenenergie; große Kälte = großer Strombedarf), dann kann die Sache auch ganz schnelle in die Binsen gehen.

Du vergisst, dass wir Speichersysteme und Nachbarn haben. "fehlender Wind" geht dann in die Hose, wenn ganz Europa für mehrere Tage keinen Wind hat. Die Winterproduktion von Solaranlagen ist ohnehin nicht so prall - da geht wenig von der Jahresproduktion verloren. Dafür gibt es Wind im Winter meist um so mehr und WKAs funktionieren auch bei Schneefall. Kälte sorgt zum Glück nicht mehr für drastisch steigenden Strombedarf, denn Elektroheizungen müssten mitlerweile Europaweit verboten sein. Zudem sind die Programme für Hausmodernisierungen eines der wenigen Elemente der Rot-Grünen Regierung, dass die Häuslebauer der CDU quasi unverändert fortgeführt haben, bis die Krise zu dick wurde.

Das ist halt der Unterschied zwischen dem alten, zentralisierten Netz, dass nur die Zustände "alles ok" und "GAU" kannte (und "der Fluss ist zu warm :ugly: ). In einem integrativen Verbundsystem gleichen die Stärken des einen die Schwächen des anderen aus. Man kann nicht jeden für sich betrachten, wegen Details fertigmachen und dann alles ablehnen. Das zeugt nur von mangelndem Überblick.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kälte sorgt zum Glück nicht mehr für drastisch steigenden Strombedarf, denn Elektroheizungen müssten mitlerweile Europaweit verboten sein.

Wie kommste denn auf die Idee? :wow: Die Franzosen heizen zum großen Teil mit Strom. Bei den Italienern und Spaniern wird es ähnlich sein. In Deutschland gibt es noch reichlich Wohnungen, die mit Nachtspeicheröfen ausgerüstet sind. Einfach mal bei immoscout24 oder vergleichbaren Seiten gucken. Auch in meiner Hütte wird das Bad mit Strom beheizt. Außerdem geht im Winter noch viel mehr Strom in die Warmwassererzeugung, weil man dann den Durchlauferhitzer wieder auf volle Leistung stellen muß.
 
:/
Da hab ich wohl was mit einem deutschland weiten Verbot verwechselt - und selbst von dem scheint es viele Ausnahmen zu geben (soviel dann auch zum Thema "Grundlast"...). Höchste Zeit, das zu ändern.
 
Hi!


Ist gar nicht mal die Heizung von Wohnungen.
Aber:

  • Verkehrsmittel: Weichenheizungen, Züge, U-Bahnen (mehr Leute fahren mit dem Zug, weil die Straßen ja heutzutage nicht mehr geräumt werden - hatte ich den Winter oft genug)
  • Heizungen von Brücken (Fahrbahn)
  • Rohrheizungen
  • mehr Beleuchtung - länger dunkel
  • Klimaanlagen - und wenn's nur die Lüfter und Pumpen sind

Wobei in Zukunft - wegen der Klimaanlagen - evtl. auch heiße Sommertage wegen Klimaanlagen, Kühlschränken, Ventilatoren usw. eine größere Gefahr für die Stromversorgung sein könnten.

@r_m: ganz unrecht hast Du nicht: neue Nachtspeicherheizungen werden - glaube ich - nicht mehr genehmigt; vorhandene Anlagen genießen aber wohl Bestandsschutz.

Grüße

jochen
 
Und was ist mit diesen Standklimaanlagen, die Du für ein paar hundert Euros im Baumarkt bekommst und nur in die Steckdose steckt?
Und was mach ich, der ich in einer Mietwohnung wohne und keine Solarzellen auf's Dach machen kann?
Darf ich keine Klimaanlage haben?
 
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