Grestorn
Software-Overclocker(in)
Da hast Du grundsätzlich recht, es ist gut was gefällt.Ich persönlich finde, dass diese Games-Welten eh alle fake sind, alles Illusion, heute jedenfalls noch meilenweit weg von einer nur annähernd realen Darstellung. Da ist nichts, absolut nichts echt. Da spielt es doch keine Rolle, wenn diese Illusion nachträglich nochmals abgeändert wird, WENN es im Auge des Betrachters dann 'besser' aussieht. Das 'bessere' Bild ist dann eben die BESSERE ILLUSION, auch wenn da eine zusätzliche 'Optische Illusion' geschaffen wurde.
Zudem kann ja jeder nach persönlichem Geschmack schärfen, einstellen, 'illusionieren'. Am Ende zählt einfach, ob's gefällt. Was für Mechanismen, welche Technik, KI, DLSS, FG oder was auch immer zu diesem Eindruck führen, kann (oder könnte zumindest) einem völlig egal sein.
Dennoch mache ich einen Unterschied, ob etwas eine objektive Verbesserung oder nur ein subjektiv gefälligeres Resultat bringt.
DLSS (und andere temporale AA Methoden) haben einen objektiven Vorteil, da sie *mehr* Informationen nutzen, als ein einzelnes gerendertes Bild. Die aufeinanderfolgenden Frames die durch Jittering das Pixelraster sprengen, haben in der Summe einfach objektiv deutlich mehr Information.
Im Extremfall: Wenn man ein stehendes Bild hätte, dann kann man mit einem temporalen AA Algorithmus, einem stochastischen Jittering und einer praktisch endlosen Folge miteinander verrechneter Bilder ein absolut perfekt Anti-Aliastes Bild erzeugen, mit der bestmöglichen Abbildung die nur möglich ist. Damit kann auch eine geringere Renderauflösung ausgeglichen werden.
(Als kleines Denkmodell: In der Theorie kann man auch mit einem lediglich mit 2x2 gerenderten Bild auch jede beliebige Auflösung hochskalieren - man muss nur genügend Frames hintereinander berechnen und dabei das Jittering fein genug machen - tatsächlich steuert die Auflösung des Jitterings erzeugt am Ende die Detailauflösung des Zielbilds!)
Dieses mehr an Information ist der echte Vorteil von DLSS!
Natürlich ist das Bild nicht statisch, man bewegt sich, andere Objekte bewegen sich. Und da ist dann der Punkt wo sich die Algorithmen unterscheiden, wie sie damit umgehen, die Artefakte und Fehler die die temporale Verrechnung hier erzeugt, wieder auszugleichen und zu umgehen.
Also: DLSS ist nicht nur eine rein subjektive Verbesserung der Detailauflösung sondern eine objektive - mit Nachteilen bei dynamischen Objekten und Bewegungen.
Der Schärfefilter ist aber objektiv IMMER eine Verschlechterung (da er Artefakte einfügt wo sie nicht hingehören) auch wenn ein subjektiv ein vielleicht besserer Eindruck erzeugt wird.
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