Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

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Du kannst den Preis von Benzin auf 10€/Liter erhöhen, dann werden einige aber mächtig rappeln. .
Wo ist das Problem mit 10,-€ Spritpreis? Dann werden 2l Autos gekauft und es ist kostenneutral gegenüber dem 10l Benzinschlucker. Das ist gar kein problem
 
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Ach ja ich denke grade an meinen Bekanntenkreis den ich überreden wollte kleine Autos zu kaufen.
Nein im SUV sitzt man so schön hoch.

Aber auch mein eigener CO2 Fußabdruck ist nicht perfekt. Meine Reisen die ich zum Spaß und pendeln mache, mach ich alle per Bahn.
Aber wenn man die Frau fürs Leben in Amerika findet, tja dann hat man halt ein paar Flüge bis einer von beiden umsiedelt.
 
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Wo ist das Problem mit 10,-€ Spritpreis? Dann werden 2l Autos gekauft und es ist kostenneutral gegenüber dem 10l Benzinschlucker. Das ist gar kein problem

Für dich vielleicht nicht. Man erinnere an dieser Stelle aber mal an die Gelbwesten.

Du musst die Masse mitnehmen. Das wird aber nicht funktionieren, wenn du nur an einer Stellschraube drehst und dann noch zu stark. Irgendwann steigen die Leute einem dann aufs Dach.

Die 10€ waren jetzt ja nur beispielhaft.
 
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Wenn 25 Großkonzerne, und da reden wir nur zum kleinsten Teil von solchen, die in relevantem Ausmaße Produkte für den Endverbraucher herstellen [...]

Konzerne stellen keine Produkte her, um sie sich gegenseitig im Kreis zu verkaufen oder sie in den Abfluss zu gießen. Alles, was produziert wird, landet irgendwann in Marktprodukten, oder indirekt in Maschinen oder Prozessen, in denen Marktprodukte hergestellt werden. Wenn wir etwas nicht verbrauchen würden oder etwas nicht zur Herstellung unserer Verbrauchswaren nötig wäre, würde es auch nicht hergestellt werden. Der Verbrauchermarkt ist der Antrieb jeglicher Industrie und Rohstoffförderung. Rausreden von wegen "Warum produziert die Industrie Ammoniak, ich trink doch gar keins" gibt's nicht.
 
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Konzerne stellen keine Produkte her, um sie sich gegenseitig im Kreis zu verkaufen oder sie in den Abfluss zu gießen. Alles, was produziert wird, landet irgendwann in Marktprodukten, oder indirekt in Maschinen oder Prozessen, in denen Marktprodukte hergestellt werden. Wenn wir etwas nicht verbrauchen würden oder etwas nicht zur Herstellung unserer Verbrauchswaren nötig wäre, würde es auch nicht hergestellt werden. Der Verbrauchermarkt ist der Antrieb jeglicher Industrie und Rohstoffförderung. Rausreden von wegen "Warum produziert die Industrie Ammoniak, ich trink doch gar keins" gibt's nicht.

Natürlich hast du in sofern Recht, dass sich "der private Endverbraucher" nicht völlig aus der Verantwortung stehlen kann. Auf jeden Fall sollten wir alle unsere individuellen Verhaltensweisen auf den Prüfstand stellen und ggf. ändern. Aber es wäre zu billig, die gesamte - oder meiner Meinung nach auch die hauptsächliche - Verantwortung dort abzuladen. Denn: die Macht der Konsumenten ist beschränkt. Durch die massive Monopolisierung großer Wirtschaftsbereiche. Durch die eigene sozioökonomische Lage ("Bio" ist noch immer teuer). Und durch die oft genug für den privaten Endverbraucher eben nur sehr sehr indirekte, abstrakte Marktvermitteltheit.
Nur als eines von vielen möglichen Beispielen: die Zementproduktion ist schätzungsweise für 8% des globalen CO²-Ausstoßes verantwortlich. Der Anteil der privaten Häuslebauer daran dürfte im Bereich der Messungenauigkeit liegen. Soll in Zeiten von Wohnungsknappheit nun der Endverbraucher sagen "Nö, da ziehe ich nicht ein, das ist aus Zement gebaut?". Oder: "Liebe Wohnungsgesellschaft, so lange ihr mit diesem und jenem Bauunternehmen zusammenarbeitet, das primär Zement und noch in viel zu geringem Umfange klimafreundlichere Zement-Alternativen verwendet, werde ich nicht Kunde Ihres Unternehmens werden. MfG - ". Oder: "Liebes ÖPNV-Unternehmen, so lange die von Ihnen noch immer überwiegend genutzten Verbrennungsmotorbusse auf zementbasierten Straßen fahren, kommt für mich ich aus Klimaschutzgründen leider keine Nutzung Ihres Angebotes in Frage"?
Ein anderes Beispiel: obwohl die Nachfrage nach Fleischprodukten aus Massentierhaltung in Deutschland in den letzten Jahren zurückgegangen ist, wachsen die "Produktionsmengen" weiter. Warum? Weil andere Märkte weiter wachsen. Und weil es aufgrund von Skaleneffekten in der Produktion mitunter profitabler ist, steigende Mengen mit gleichzeitig sinkenden Stückkosten zu produzieren und im Zweifelsfall einen Teil wegzuschmeissen, als die Produktionsmenge zu drosseln.
Wäre es nicht viel einfacher, wenn der Verbraucher schlichtweg aufgrund gesetzlicher Regelungen davon ausgehen könnte, dass das von ihm konsumierte Produkt/die Dienstleistung sich an klimafreundliche Standards hält, statt selbst recherchieren zu müssen, wer wo und wann in der Produktionskette bei der Veredelung irgendeines Halbzeugs besonders klimaschädliche Methoden einsetzt? Und dabei neben wertvollem Geld (Adi hatte es schon richtig angemerkt, natürlich werden die Kosten für Steuern oder eine evtl. kostenintensivere aber dafür klimafreundlichere Produktion letztlich an die Endverbraucher durchgereicht) auch noch wertvolle Zeit zu investieren?
Warum in einer Situation, in der es auf rasche Veränderung ankommt, auf mirakulöse Bewusstseins- und daraus evtl. (! - Einschränkungen s.o.) resultierend - sowie Verhaltensänderungen bei bis zu 7 Mrd. Konsumenten setzen, statt ganz pragmatisch weiter am Anfang der Verwertungskette anzusetzen?
 
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Reicht allein dieses Gedankenexperiment mitzumachen.
Wer den Lesch nicht reden hören mag spart sich den Klick einfach.

Ich mag den Lesch schon,

solche fähigen Köpfe (od. dgl.) müssten eigentlich den Umweltministerposten besetzen. :daumen:

Von der Realität reden wir jetzt mal nicht. :D
 
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Für dich vielleicht nicht.
Nochmal:
Ob mein Auto 10l verschwendet und der Sprit für 2,-€ verschenkt wird oder ob nein Auto 2l braucht und der Sprit 10,-€ kostet macht welchen Unterschied?

Sparsame Auto gibt es sofort, wenn sie gekauft werden. Noch wird ein 2t panzee nach dem anderen vorstellt
 
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Na nen Trabi war auch nicht sparsam ;)
 
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Darum geht es ja nicht. Wieso müssen die Autos immer leistungsstärker werden? Und wieso scheint es nach oben keine Grenze zu geben?
Sag das nicht mir, ich kaufe gar kein Auto bis ich es wirklich brauche und dann auch nur so groß wie nötig.
 
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Darum geht es ja nicht. Wieso müssen die Autos immer leistungsstärker werden? Und wieso scheint es nach oben keine Grenze zu geben?

Trifft ja auch für viele E oder Hybrid zu.
Leistungen jenseits von 300-400 PS, Beschleunigung wie ein Ferrari konterkariert die Sache mit dem Umweltschutz ein wenig.
Die Primärenergie für den Strom muss ja auch irgendwoher kommen (im Zweifel aus der Steckdose).

Aber es stimmt schon, quasi "Standard" ist heutzutage ein Diesel mit 150, 160 oder 190 PS (VW-Konzern), will man einen kleineren Motor (115 PS) zahlt man zum beispiel bei DW drauf - irgendwo crazy...
 
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Nochmal:
Ob mein Auto 10l verschwendet und der Sprit für 2,-€ verschenkt wird oder ob nein Auto 2l braucht und der Sprit 10,-€ kostet macht welchen Unterschied?

Sparsame Auto gibt es sofort, wenn sie gekauft werden. Noch wird ein 2t panzee nach dem anderen vorstellt

Bin ich bei dir.

Wenn jeder sofort auf ein 2L Auto umsteigen kann, der eins braucht, gibt es da kein Problem. Nur ist das Wunschdenken. Den Preis könntest du von heute auf morgen auf 10€ festsetzen, es könnten aber nicht von heute auf morgen alle ein 2L Auto fahren.

Es ging mir ja nur darum, dass man den Bogen nicht überspannen darf. Natürlich wäre es schön, gäbe es beim Klimaschutz kein Limit. Aber das entspricht nicht der Realität. Die Realität ist, dass wir in unserer Gesellschaft verschiedene Ansichten haben, wie der Klimaschutz auszusehen hat.
 
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... Es ging mir ja nur darum, dass man den Bogen nicht überspannen darf. ....
Die Menschen haben den Bogen mit ihrem Ausstoß an CO2 und Methan, den Rodungen und dem Massenmord an Tier längt überspannt. Wer soll sich ändern und anpassen? Der Mensch oder die Erde?

Noch einmal, schon 1973 nach der Ölkrise entwickelte VW ein Vierliterfahrzeug in der Klasse zwischen Golf und Passat. Warum kam es nicht auf den Markt? Weil niemanden der Spritverbrauch interessiert. Dagegen hilft nur eine massive Besteuerung. Sollte man jetzt festlegen für die nächsten zwanzig Jahre.

Verbot für Produktion von Verbrenner ab 2040, Steuern jedes Jahr um 30 Cent erhöhen. Dann hat jeder Planungssicherheit.
 
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Dann brauchen wir auf der Erde keine anderen Kulturen kennenlernen, wir haben unsere ja schon verteilt.
 
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