Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

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Wir leben in einer Eiszeit.
Wir leben im Zeitalter der Eiszeiten. Immer dann, wenn einer der Pole mit Eis bedeckt ist, nennt es sich Eiszeit. Innerhalb dieses Zeitalters gibt es aber unterschiedliche Ausprägungen. Ich schau, wenn ich aus Fenster sehe, auf die Begrenzung der norddeutschen Tiefebene. Da ist eine wunderschöne Endmoräne. So weit war das Eis teilweise in der Elster-Eiszeit, der Saale-Eiszeit und der Weichel-Eiszeit. Das ganze passierte in den letzten hunderttausend Jahren und das nächste Vordringen des skandinavischen Eises müsste jetzt eigentlich beginnen. So ein bisschen anthropogener Klimawandel ist ja ganz nett, aber wir übertreiben das Geoengineering gerade

Man stelle sich vor, es wäre gerade keine Eiszeit und der Meeresspiegel wäre 60 Meter höher. :D
Das wird schneller passieren, als Dir lieb ist. Das Antarktische Schelfeis wird gerade massiv abgebaut, danach rutschen die Antarktischen Gletscher ab. Das geht viel schneller, als bisher gedacht.
Sonnenwarmes Oberflaechenwasser nagt am antarktischen Ross-Schelfeis Groesstes Schelfeis der Erde schmilzt doch - scinexx | Das Wissensmagazin
Antarktis: Eisverlust am groessten Schelfeis - wissenschaft.de
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Das dauert aber zu lange, wir reden dann über zehn Generationen. Vergiss den Ansatz, er führt zu keine Lösung, die den massiven Klimawandel verhindert.

Zehn Generationen halte ich für viel zu hoch angesetzt. Wir haben in der 1. Welt Geburtenquoten von unter 1,3 bei einer allgemeinen Förderung von Kindern (starke Befürwortung auf sozialer Ebene mit hartem sozialen Druck gegen Abweichlern, staatliche und wirtschaftliche Unterstützung, einen kompletten Medizinzweig, der sich nur darum kümmert). Würde man die gleichen Anstrengungen in Gegenrichtung unternehmen könnte man, ohne denen die Kinder wirklich toll finden, auf die Füße zu steigen, locker auf 1,0 runter kommen. Das wäre ein Größenhalbierung jeder Folgegeneration und auch wenn wir zusätzlich eine Verlängerung der Lebensspannen haben, wird die vom hohen Niveau der USA oder Europas ausgehend locker durch die vorzeitigen Todesfälle ausgeglichen. Eine Geburtenquote von 1 entspricht ja keiner Renterquote von 1. Somit halte ich eine Nettohalbierung des Bevölkerungzuwachses pro Generation für locker möglich und daraus resultiert direkt eine Nettohalbierung der Bevölkerung pro Lebensspanne, also aktuell ca. alle 3 Generationen. Nach weniger als 5, nicht erst nach 10 Generationen wären die USA auf dem von dir gewünschten Level.

Wo du aber recht hast: Das ist viel zu lahm um einen massiven Klimawandel zu verhindern, wir reden von 150-180 Jahren. Aber beinahe alles ist zu lahm, um einen massiven Klimawandel zu verhindern - "schnell genug" wären ein paar Maßnahmen gewesen, die man vor 20 Jahren hätte beginnen müssen. Aber damals wurde man ja richtig schief angeguckt, wenn das Problem nur Ansprach. Mittlerweile sind xy°-Ziele bis 2100 nur noch lächerlich, die Erde geht an dem Tag schließlich nicht unter und allein die heute schon vorhandenen Treibhausgase, Wärmeausdehnung und Eisbewegungen werden bis 2200-2300 Auswirkungen haben, selbst wenn wir morgen auf Steinzeittechnik umschalten. Zu einer vernünftigen Klimapolitik gehört deswegen die Kontrolle des weltweiten Bevölkerungswachstums. ALLE anderen Maßnahmen, die wir ergreifen, kann man letztlich als "pro Kopf" bilanzieren. Und auch wenn wir die Weltbevölkerung nicht (ohne zu erwartende Kriege) bis 2100 auf (auch bei westlichem Lebensstandard) gut verträgliche 1 Milliarde reduzieren können, so können wir uns die restliche Arbeit massiv vereinfachen, wenn wir global eine durchaus realistische Schrumpfung auf 5,5 Milliarden bis 2060 schaffen, anstelle des erwarteten Wachstums auf 11 Milliarden.

Das bedeutet weitaus mehr als eine 50% Redkuktion des restlichen Aufwandes, da viele Schritte für die letzten Prozent Klimaschutz besonders teuer werden. Wenn wir statt 98% des überhaupt Denkbaren nur 49% erreichen müssen, dann genügen dafür 10-20% der Anstrengungen, die für 98% nötig wären. Diese 10% sind immer noch weitaus mehr, als wir heute machen - aber sie sind wenigstens realistisch. Die 98% sind ein Niveau, bei dem ein Nuklear-Uboot mit Fischernetz als einzig praktikable Zukunftsoption erscheint. Bonuspunkte bei einer schrumpfenden Bevölkerung: Wir werden im Zuge des unvermeidbaren Meeresspiegelanstieges bis zu 50%, sicherlich aber mehr als 10% der heutigen globalen Infrastruktur verlieren. Außerdem im Zuge der Erwärmung zumindest für ein paar Jahrhunderte 20-40% der landwirtschaftlichen Produktionsflächen beziehungsweise deren Qualität. Wenn gleichzeitig 20% der bestehenden Infrastruktur frei werden und 20% weniger Nahrung benötigt wird, ist das zu schaffen. Wenn wir dagegen schon rein aufgrund des Bevölkerungswachstums 60% mehr Infrastruktur und 60% mehr Nahrung benötigen, haben wir keine Chance.
Also wie gesagt: Die Bevölkerung wird schrumpfen, das können wir nicht ändern. Aber wir können wählen zwischen weniger Geburten und sehr viel mehr Toten.


Aktuelle Sorgen der Politik: "Wir sterben aus" "Geburtenmangel" "Herdprämie" "Familienförderung" :kotz: :kotz: :kotz:
Imho sollte jeder, der ein Kind in die Welt setzen will, sich erstmal darüber klar werden, wir er ihm eine Zukunft bieten kann. Bislang haben wir pro Nase nämlich maximal 1/3 Zukunft zu vergeben und das ist ganz schön dürftig.
 
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Wir, wir haben schon was zu bieten. Nur andere nicht.

Die Sache ist ja auch, dass wir zwar von Überbevölkerung reden können ja, aber das gilt nicht wirklich für Europa. Wenn wir unseren Lebensstandard senken können wir auch die Bevölkerung die wir jetzt haben in Übereinstimmung mit den notwendigen Klimazielen versorgen.
Nein Sorgen machen einem andere Staaten mit ihrer Bevölkerungsentwicklung und das nicht unbedingt wegen dem Klima.
 
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Einen Wechsel von Eis- zu Kaltzeiten hat es schon immer gegeben.

Noch nie, trat aber solch eine Erhöhung der Temperatur innerhalb einer derart kurzen Zeit auf. :ugly:

Wie ruyven_macaran schon erwähnt,
das Hauptproblem ist die Bevölkerungsentwicklung.

Ohne einen massiven Abbau des Lebensstandards in der 1.Welt,
verbunden mit einer Erhöhung dieses in der 2. und 3. Welt wird auch das Klima
nicht mehr zu retten sein.

Ohne einen sofortigen globalen Masterplan, wird das nix mit der Beschränkung auf ein 1,5 oder 2 Grad-Ziel der Erderwärmung.

Da bringen auch Elektroautos und Wärmedämmung an Häusern nichts.
 
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Ohne einen sofortigen globalen Masterplan, wird das nix mit der Beschränkung auf ein 1,5 oder 2 Grad-Ziel der Erderwärmung.
Wird es doch sowieso nicht.

Wir werden uns auf deutlich schlechtere Zeiten einstellen müssen.
 
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Wir werden uns auf deutlich schlechtere Zeiten einstellen müssen.

Wir werden uns auf Klimawandelflüchtlinge einstellen müssen und man wird darüber diskutieren, wie hoch die Mauer um Europa werden wird.
Italien lebt es ja schon vor, wie mit Flüchtlingen umgegangen wird und der Kurs wird noch härter werden.
Was aber eben immer daran liegt, dass die Politik nicht handelt. Man wartet, bis es jemanden auf die Füße fällt und der muss dann was machen.
Enteignung? Ja, bin ich für. Das Vermögen der deutschen beträgt 6 Billionen Euro oder so. Alles über 1 Million wird enteignet und für die Finanzierung gegen den Klimawandel eingesetzt.
 
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Wir werden uns auf Klimawandelflüchtlinge einstellen müssen und man wird darüber diskutieren, wie hoch die Mauer um Europa werden wird.
Italien lebt es ja schon vor, wie mit Flüchtlingen umgegangen wird und der Kurs wird noch härter werden.
Wenn irgendwann zig Millionen Menschen kommen wird man die nicht mehr aufhalten und zurückschicken können.
Abknallen sowieso nicht.
Die werden hier alles überrennen.
In 50 Jahren wird die Welt im Chaos versinken.
 
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Glaube ich nicht. Die Bevölkerung wächst und aktuell sehe ich auch kein Grund, wieso sich das ändern sollte.
Dass es einen Zenit gibt, sehe ich auch, aber nicht bei 8 Milliarden. Die 8 Milliarden sind bald erreicht.
 
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Keine gute Antwort, Wissenschaftliche Untersuchungen mit "glaube ich nicht" zu kommentieren

Glaube ich trotzdem nicht.
Für mich ist das reine Spekulation. Jemand untersucht was und stellt dann eine Theorie auf. Ob die am Ende stimmt, kann man nicht mit Sicherheit sagen.
Daher glaube ich das nicht. Ich würde eher annehmen, dass wir auch noch 10 Milliarden Menschen auf der Erde sehen werden.
Wann der Peak erreicht ist, weiß ich natürlich nicht, aber ich würde weder ein Datum noch eine Bevölkerungszahl nennen, weils schick aussieht.
 
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Das ist völlig illusorisch zu glauben, dass das eintreten wird.

Hast du mal deinen verlinkten Link genau durchgelesen?

Knapp 11 Mrd. werden 2100 hier hocken.

Wir rotten uns selber aus, von daher,
hoch die Tassen.
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Richtig, die zukünftigen Probleme sind die Probleme der zukünftigen Menschen.
Wollen wir morgen wieder nach Paris zum Frühstücken fliegen? Die Croissants
sind einfach besser. Nach uns die Sintflut.
 
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Richtig, die zukünftigen Probleme sind die Probleme der zukünftigen Menschen.
Wollen wir morgen wieder nach Paris zum Frühstücken fliegen? Die Croissants
sind einfach besser. Nach uns die Sintflut.

Das tut mir leid. :ugly: Das ist aber unaufhaltsam.

Solange der Profit an den ewigen Wirtschaftswachstumprognosen gekoppelt ist,
wird sich in dieser Beziehung überhaupt nix ändern.

Grundsätzlich würde ja nur eine Umstellung der globalen Wirtschaft auf regenerativen Energien
jetzt etwas bringen, passt aber nicht,
weil 2 Drittel der Weltbevölkerung unseren Wohlstandsmüll gar nicht benötigen.

Das was wir produzieren, bringt den ärmeren Ländern gar nicht.
 
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Das was wir produzieren, bringt den ärmeren Ländern gar nicht.
Leider sind Entwicklungshilfen oft gescheitert.
Man hatte angefangen Agrar - und Infrastrukturen in einigen Ländern Afrikas aufzubauen.
So das die Menschen lernen sich selber zu versorgen.
Aber kaum waren die Helfer weg haben sie sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen.
Und alles war wie vorher oder sogar noch schlimmer.:ka:
 
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In der EU ist das halt so.

Mit Subventionen wird der Markt bei uns abgeschottet,
für Importe aus den betreffenden Ländern.

Gleichzeitig wird unsere Überproduktion,
für ein Appel und ein Ei (was ja ohnehin die Preise verzehrt)
einfach so in Kauf genommen.

Kein Wunder, wenn dort in den Ländern kein wirtschaftlicher Aufschwung stattfindet.
 
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