Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

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Worum geht es hier eigentlich genau? Es ist doch scheiß egal wer oder was den Klimawandel auslöst. Fakt ist das wir dringend was ändern müssen...


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Worum geht es hier eigentlich genau? Es ist doch scheiß egal wer oder was den Klimawandel auslöst. Fakt ist das wir dringend was ändern müssen...
Irgendein billiger Aktionismus ist nicht Sinn der Sache. Von meiner Warte aber her spricht überhaupt nichts dagegen, fossile Energieträger so schnell wie möglich nicht mehr oder nur minimal zu fördern und entsprechenden Ersatz durch EE aufzubauen. Wir benötigen Öl genug für wichtigere Dinge, als es als Eergieträger zu verbrennen, die Umweltverschlutzung durch Kohneverbrennung ist enorm, Methan-Gas mag noch am unkritischtem sein. Selbst wer ablehnt, dass CO2 massgeblichen Einfluss auf das Klima hat, sollte aus Gründen der Verfügbarkeit, der Umweltverschmutzung durch Feinstaub, Schwefel- und Stickoxide und der Meerwasserübersäuerung gegen den weiteren Einsatz von Kohle und Öl sein, der Klimawandel kommt als zusätzliches Problem dazu.

Darum geht es, dass viele nicht bereit sein, zurück zu schrauben. Was aber wird passieren, wenn 8 Milliarden Menschen leben wie wir?
 
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Irgendein billiger Aktionismus ist nicht Sinn der Sache. Von meiner Warte aber her spricht überhaupt nichts dagegen, fossile Energieträger so schnell wie möglich nicht mehr oder nur minimal zu fördern und entsprechenden Ersatz durch EE aufzubauen. Wir benötigen Öl genug für wichtigere Dinge, als es als Eergieträger zu verbrennen, die Umweltverschlutzung durch Kohneverbrennung ist enorm, Methan-Gas mag noch am unkritischtem sein. Selbst wer ablehnt, dass CO2 massgeblichen Einfluss auf das Klima hat, sollte aus Gründen der Verfügbarkeit, der Umweltverschmutzung durch Feinstaub, Schwefel- und Stickoxide und der Meerwasserübersäuerung gegen den weiteren Einsatz von Kohle und Öl sein, der Klimawandel kommt als zusätzliches Problem dazu.

Darum geht es, dass viele nicht bereit sein, zurück zu schrauben. Was aber wird passieren, wenn 8 Milliarden Menschen leben wie wir?

Der Bedarf an Öl für nicht-energetische Zwecke ist recht gering und der Rohstoffanteil an den Gesamtkosten ist dort auch kaum von Bedeutung, so dass sehr teure Förderverfahren genutzt werden könnten - ganz abgesehen von den vielfältigen Möglichkeiten zur Substitution. Da sind wir auf Jahrtausende hinaus auf der sicheren Seite. Aber selbst wenn man das und die nur theoretisch vermeidbare Umweltverschmutzung durch Nebeneffekte ausklammert*, sollte schon allein die Richtung der Geldflüsse und der erhebliche Aufwand für die Ölversorgung sowie die Landschaftsschädigung der Kohleförderung ein guter Grund sein, sich was besseres zu suchen.
Und das übrigens spätestens seit Mitte des letzten Jahrhunderts.


*: Ozenversauerung dürfte für Klimawandelverleugner übrigens auch kein Thema sein. In den gesamten Küstenregionen und in den obersten Wasserschichten sowie an allen größeren Meerespflanzen hat man durch ganz normale Stoffwechsel- und Austauschprozesse schon im Tagesverlauf vielfach größere pH-Unterschiede, als sie athmosphärisches CO2 auf lange Sicht verursachen wird. Auch die in Massenmedien so gerne zitierten Korallenschäden sind kaum von Bedeutung, denn da wird mit CO2-Erwartungen für das Jahr 2500 gerechnet. Bis dahin sind die heutigen Riffe längst an Umweltverschmutzung und Wassererwärmung krepiert. Der einzige Aspekt, wo die Ozeanversauerung wirklich wichtig sein könnte, ist die biologische Pumpe zur CO2-Absorption bzw. Einlagerung in tieferen Meeresschichten - weniger Algen mit Kalkschalen bedeutet weniger leicht absinkende Biomasse. Aber das ist einem Klimawandelverleugner ja eben wieder egal und der Rest der Welt macht sich aus anderen Gründen schon reichlich Gedanken über CO2.
 
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Was aber wird passieren, wenn 8 Milliarden Menschen leben wie wir?

Du kannst es den Menschen ja auch nicht verbieten so leben zu wollen wie wir.
Die westlichen Industriestaaten haben die Erde auf Kosten anderer ausgebeutet und verschmutzt und nun kommen diese Industriestaaten an und erklären der restlichen Welt, dass diese nicht so leben kann.
Das wirkt schon merkwürdig.
Gerade deswegen müssen die Industriestaaten anfangen was zu ändern, was aber schwer wird, wenn Länder wie die USA sich da ausklammern.
 
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Typischer Spiegelartikel, immerhin haben sie nun etwas korrigiert. Die Emissionen an CO2 sind nicht gestiegen, die Konzentration jedoch schon. Schuld war das starke El Nino Ereignis.
Wird aber nun kaum noch jemand lesen, da alt.
Steht doch genau so im Artikel. Es ist keine Bestrebung in Sicht, den Ausstoß zu begrenzen, es gibt einzig Lippenbekenntnisse und depperte Politiker, die andere Nationen über Massnahmen zum Klimaschutz wirtschaftlich zurückwerfen wollen. In einer Zeit stetig drohender Kriege wird aber niemand seine Industrieproduktion selber kastrieren. Dazu nutzt der Westen gefakte Zahlen, weil wir unsere dreckige Produktion in dritte Weltländer verlagern und diesen Ländern die Produktion anhängen wollen. Es muss um Verbraucher gehen, nicht um Produzenten.

Der Konflikt China, Indien, Pakistan wird heiß werden und das ist der Bereich mit den größten Zuwächsen am Verbrauch fossiler Energieträger. Europa müßte vorreiten, aber wir treten lieber auf Flüchtlinge und müssen uns um Rechtspopulisten kümmern, anstatt um ernste Politik. Trump ist ein Desaster und Russland lebt vom Ölverkauf, auch wenn Russland am schlimmsten vom Klimawandel getroffen wird, weil weite Teile des Landes mit tauendem Permafrostboden im Sumpf versinken. Ganze Städte werden versinken und sämtliche Pipelines aus Sibirien, die Transsib etc.

Das wird alles noch richtig lustig, abermit Ansage. :wall:

Nachtrag: Hier läuft gerade eine Senung über den abtauende Permafrostboden:
Sibirien: Die Helden der Urzeit | Aktuelles und Gesellschaft | ARTE

Und zum Schluss etwas zum Nachdenken:
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Ich bewege jetzt ein Firmenfahrzeug, welcher knapp 15 Liter durchzieht. :ugly:
 
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Steht doch genau so im Artikel.

Jetzt, ja.
Ich stimme dir im Prinzip zu, doch halte ich auf der anderen Seite von blindem Aktionismus nichts. Leider haben wir davon gerade in Deutschland sehr viel. Elektromobilität wird vorangetrieben, obwohl die Energiebilanz eines E-Autos heute noch viel schlechter ist als bei einem Fahrzeug mit Ottomotor. Dann wollen wir wir aus der Kohle raus, aus der Atomenergie raus. Es gibt sehr interessante und technisch sichere Konzepte für Atomenergie, aber darüber wird überhaupt nicht diskutiert. Windräder mit Direktantrieb sind bei genauerer Betrachtung auch nicht einwandfrei, da ein Großteil des notwendigen Neodymiums aus China bezogen wird und dort bei der GEwinnung strahlendes Material anfällt (das dort anfallende THorium könnte man aber beispielsweise für sichere Atomenergie nutzen).

Eine der größten Sünden ist für mich aber der Kapitalismus bzw. deren direkte Folge: Der Warenüberschuss. Es wird zu viel produziert, unter einem enormen Energieaufwand. Ständig geht irgendwas kaputt und muss ersetzt werden, da Reparaturen nicht mehr vorgesehen sind. Oder der support endet und man muss funktionierende Geräte wegwerfen, obwohl die hardware noch funktioniert. Moderne Autos sind nicht nur fahrende Technikmonster sondern auch eine Katastrophe, was die Entsorgung angeht. Da ist der Spritverbrauch nur noch ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber in der Politik ist das leider das einzige, was interessiert. Man könnte auch böse sein und behaupten, es geht eigentlich gar nicht um Umweltschutz, sondern nur darum, Vorwände zu finden, warum man immer wieder neuere Autos kaufen muss.
Der "Dieselskandal" ist in dieser Hinsicht an Satire kaum noch zu überbieten.
 
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. Elektromobilität wird vorangetrieben, obwohl die Energiebilanz eines E-Autos heute noch viel schlechter ist als bei einem Fahrzeug mit Ottomotor.
Diese Aussage sollte differenziert werden. Es hängt natürlich davon ab, welchen Strom man nutzt und welche Autos wir betrachten. Den zwanzig Jahre alten Benziner oder einen hoch modernen aufgeladenen Diesel,der in üblichen Vergleichen genutzt wird? Bauen wir für die Elektromobilität mehr Kohlekraftwerke mit 25% Wirkungsgrad, stimmt Dein Einwand, nutzen wir Gaskombikraftwerke, stimmt er nicht mehr, nutzen wir verstärkt Sonne und Wind, und darauf läuft es hinaus, stimmt er nicht einmal im Ansatz.

.Dann wollen wir wir aus der Kohle raus, aus der Atomenergie raus.
Zum Glück, Mit Gas (z.T. Biogas), Wasser, Wind und Sonnen lässt sich ein stabiles Stromnetz bauen. Wir nutzen Gaskombikraftwerke mit 60% Wirkungsgrad nicht, weil alte Braunkohlemeiler mit grottigstem Wirkungsgrad weiter betrieben werden. Wir müssten nur ntzen, was vorhanden ist und nicxht nach grpößten Profit entscheiden, sondern nach weitern Kriterien. Wie wäre es z.B. mit einer Besteuerung von 100,-€ pro kg Feinstaub? Ganu mit solchen Instrumenten bewegt man die Industrie. Wie würden ganz von alleine mit Dieselmotoren und Kohlekraftwerken aufhören.

.Es gibt sehr interessante und technisch sichere Konzepte für Atomenergie, aber darüber wird überhaupt nicht diskutiert.
Nein, weil die Endlagerung von abgebrannten Kernbrennstäben aus Urankraftwerken unerträgliche Risiken schafft und Thoriumreaktoren mit viel Forschungsgeld in Hamm Utrecht ihre Chance hatten. Das einzige was blieb ist ein bewußt herbeigeführter Störfall mit austritt von zum Glück nicht wirklich relevanten Mengen radiaktiver Partikel [1]. Neu Urankernkraftwerke mit hiher inerter Sicherheit sind unbezahlbar, da bekommt man die Zehnfache Menge installierter Windkraft für [2], [3] .

Windräder mit Direktantrieb sind bei genauerer Betrachtung auch nicht einwandfrei, da ein Großteil des notwendigen Neodymiums aus China bezogen wird und dort bei der GEwinnung strahlendes Material anfällt (das dort anfallende THorium könnte man aber beispielsweise für sichere Atomenergie nutzen).
Seltene Erden klngen zwar selten, sind es aber keineswegs. Komischerweise wird bei kaum einer Rohstoff- oder Industrieproduktion in China auf Umweltschäden hingewiesen. Kennst Du die Probleme von Uranabbau? Unsere Thüringer Foristen sollten noch die Wismut als Beispiel kennen. Die Lebenserwartung der Bergleute lag um die 50 Jahre. Nach dem Preisanstieg der chinesen werden üerall auf der Welt seltene Erdeminen nach aktuellem Umweltstandard gebaut. Denn vergleich doch man die Belastung durch Neodym abbau mit Braunkohleabbau und deren Verbrennungsgasen? Windkraft ist nicht perfekt, aber erheblich sauberer.

Eine der größten Sünden ist für mich aber der Kapitalismus bzw. deren direkte Folge: Der Warenüberschuss. Es wird zu viel produziert, unter einem enormen Energieaufwand. Ständig geht irgendwas kaputt und muss ersetzt werden, da Reparaturen nicht mehr vorgesehen sind.
Auch da wären Lösungen ganz einfach, weg von einer Besteuerung der Arbeit, hin zu einer Besteuerung des Ressourcenverbrauches. Dann lohnt eine Reparatur ganz schnell, in der Summe wird nichts teurer, wie haben aber mehr bezahlte Arbeit und weniger Ressourcenverbrauch. Dazu müsste man aber weg von schwarzen und gelben hin zu den Linken.

Der "Dieselskandal" ist in dieser Hinsicht an Satire kaum noch zu überbieten.
Nein, weil es ein Betrug seit zwanzig Jahren ist und weil Behörden mit der Industrie zusammen gearbeitet haben. Ich kenne das Threma noch aus den ausgehenden achziger Jahren vom Institut für Kolbenmaschinen in Hannover, in dem ich promovieren wollte, dann aber etwas anderes gefunden habe. Schon damals kritisierte ich den geplanten Prüfstandslauf, weil er zu viele Ausnahmen ermöglicht.

quellenverweis:_
[1] Vorwurfe: Storfall im AKW Hamm soll mit Absicht herbeigefuhrt worden sein | Kolner Stadt-Anzeiger
[2] Kosten fur AKW in Finnland verdreifacht: Das Milliardengrab - taz.de
[3] Hinkley Point C: EDF-Atomkraftwerk wird zum Milliardengrab
 
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Technisch sichere Konzepte für Atomenergie?
Echt?
Die Betreiber von Atomkraftwerken wollen so günstig wie irgend möglich arbeiten und würde bestimmt auch am Beton sparen, wenn man sie nicht überprüft.
Baust du ein Atomkraftwerk, das 99,9% sicher ist, ist es so teuer, dass sich das niemand leisten kann.
Daher ist das schlicht ein Fass ohne Boden.
Abgesehen davon, dass du immer noch den Abfall an der Backe hast, von dem man bis heute nicht weiß, wo man den Endlagern soll.

Und Kohlestrom wird ohne Ende produziert und ins Ausland verkauft.
 
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Den zwanzig Jahre alten Benziner...
Ich denke, gerade die sind umwelttechnisch nicht schlecht. Dafür kannst du gut und gern 2,5 moderne rechnen, denn die halten nicht mehr so lange. Ich hab schon viele Autos gesehen, die wegen Elektronikproblemen in der Pressen gelandet sind, da niemand die horrenden Kosten für Steuergeräte etc. ausgeben will und sich auch niemand so recht damit auskennt, als dass man da was reparieren könnte.
Zum Dieselskandal: Ich will nicht schönreden, was die Automobilbauer getan haben, andererseits ist das ein hausgemachtes Problem. Ich kann doch nicht Grenzwerte festlegen, die physikalisch kaum noch erreichbar sind und mich dann beschweren, dass die Hersteller mogeln? Die Grenzwerte für NOx sind einfach realitätsfern. Auf der anderen Seite steht der Dieselverbrauch, der nur mit hochverdichteten mageren Gemischen erreichbar ist, was höhere Verbrennungstemperaturen verursacht und damit NOx (und kompliziertere Motoren, die nicht mehr so lange halten). Hab ich schon erwähnt, dass bei den Verbrauchsangaben auch gemogelt wird, da es anders nicht erreichbar ist?
Zu den Elektroautos:
Die Rechnung müsste man mal aufmachen. Ich sehe noch einige Probleme:
- Bis die Energie im Akku des Autos landet, geht schonmal der größte Teil verloren. Ist im Falle von EE nicht weiter schlimm.
- Die benötigte Energiemenge, um einen großen Teil der Fahrzeuge zu versorgen, steht aktuell aus EE nicht zur Verfügung, des weiteren fehlt die Infrastruktur.
- Energiedichte sowie Ladezeit der Akkus sind noch weit weg von einer breiten Nutzbarkeit.
- Im Winter sehe ich ein generelles Effizienzproblem (Sonnenenergie, Li-Ionen Akkus)
Aktuell sieht es eben noch nicht so gut aus:
http://www.ivl.se/download/18.5922281715bdaebede95a9/1496136143435/C243.pdf
Auch wenn die Studie natürlich ein worstcase Szenario zeichnet. Und ob die Akkus die plakativen 8 Jahre wirklich durchhalten, nun da möchte ich auch mal noch ein Fragezeichen dranhängen.
Es steht und fällt alles mit der Stromspeicherung.

@ Atommüll:
CEO: Rosatom to Eliminate Russia’s Accumulated Radioactive Waste in 25 Years - Sputnik International
Das kann man mal beobachten.
 
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Ich denke, gerade die sind umwelttechnisch nicht schlecht. Dafür kannst du gut und gern 2,5 moderne rechnen, denn die halten nicht mehr so lange.
Es steckt viel weniger Energie in einem Auto, als viele glauben. Pro Tonne Stahl benötigt man bei der Verhüttung 500kg Kohle, insgesamt mit Förderung, Verarbeitung etc. kommt man auf 1 t Kohle (vereinfacht 1t Öl als Daumenwert mit allen Veredelungsprozessen). Bei Kunststoffen sollte man in Summe von 3 kg Rohöl pro kg Kunststoff ausgehen. Bei Aluminum sind es grob geschätzt 2 kg Öl (je nach Art der Stromerzeugung) pro kg Aluminium mit Fertigung. Dazu kommt noch ein wenig Kupfer, Glas etc.

Über den Daumen 2t Öl pro eine Tonne Fahrzeug als absolut obere Grenze. Es finden sich in der Literatur unzählige Ökobilanzen, auf die dritte Stelle hinter dem Komma genau (was für Erbsenzähler), aber bei genauer Betrachtung fehlen immer wieder grundlegende Dinge, darum diese sehr hohe Abschätzung.

Heutige Autos wiegen 1,5t und verbrauchen 5l (naja, sind schwerer und verbrauchen mehr, als Daumenwert reicht es) , jetzt müsste man noch ausrechnen, wieviel Öl man benötigt, um einen Liter Benzin zu erstellen, da liegt mit der gesamten Exploration, Transport und Raffinerie ca. ein Faktor 2 drin, also 10l Rohöl pro 100 km.) Kommen wir also zum Vergleich von 3t Öl für die Herstellung und 10l Öl Verbrauch pro 100km. Man kommt mit der Energie für die Herstellung also gerade man 30.000km weit. Verbraucht ein neues Auto die Hälfte eines 20 Jahre alten, rechnet sich das nach ca. 60tkm, je nach Auto und Verbrauch als 50-100tkm. Man kann das also durchaus machen, man sollte aber keine Autos zu früh entsorgen, dass ist wohl war.

Zu den Dieselgrenzwerten. Grenzwerte legt man danach, was gesundheitlich sinnvoll ist. Da wir überall stetig bewusster auf ziemlich schädliche Abgase reagieren, wird auf breiter Front dagegen gesetzlich vorgegangen. Die zu erreichenden Grenzwerte waren immer min. 10 Jahre vorher bekannt. Im Zyklus erreichen die Fahrzeuge diese Abgase problemlos, die Abgasreinigung wird im realen Betrieb ganz legal aber ab bestimmten Temperaturen , z.B. unter 10°Cund über 30°C ,und auch bei höheren Lasten als im Zyklus, komplett deaktiviert die aktuell herrschen, es stinkt auch schon wieder. Da hätte es gereicht, z.B. 20% Aufschlag zu geben, anstatt es gar nicht zu definieren, etc. Dazu kommen irrelevante Zyklen, die wenig mit realem Betrieb zu tun haben, etc. Die Schuld liegt bei allen Seiten, den Herstellern, die betrügen, dem Gesetzgeber, der alle Augen zudrückte und Verbrauchern, denen Abgasverhalten sowas von egal ist. Die Gartenzwerge schreien doch jetzt nur, weil sie Geld haben wollen, nicht, weil ihnen die Umwelt wichtig ist.

Zum Vergleich E-Auto gegen Benziner. Es werden in der Regel Milchmädchenrechnungen aufgestellt. Vergessen wird z.B., dass man für einen Liter Benzin gut 2 l Rohöl benötigt, denn 3 km tiefe Bohrungen im Meer, Förderung mit Dampf, Transport, Raffinerie, Verteilung und Lagerung bedingen massive Verluste. Wir sind schon lange vom hochwertigen Leichtöl weg, was selbstständig aus der Erde quillt und sich gut raffinieren lässt.

Im Winter wird mit einem einfachen gasbetriebenen Heizgebläse unterstützt. Das ist viel effektiver, als einen Verbrenner laufen zu lassen, um die Heizung mit den 20% Verlusten, die ins Kühlwasser gehen, zu heizen. Dazu ist ein Gasbrenner quasi Abgasfrei, im gegensatz zu Stickoxigen und Feinstaub aus Motoren. Die Enegiedichte ist für 95% der Fahrten ausreichend. Wer fährt denn am Stück mehr als 400km und wie oft? Ich hatte Motorräder, deren Takn alle 150km ein Nachtanklen erfordert. Ging auch, hätte man auch immer 15min Schnelladepause machen können, also eine gute Rauchpause.

Elektromobilität ist kein blinder Aktionismus, genauso wenig, wie es Wind- und Sonnenenergienutzung sind. Es kommt immer darauf an, wie es genutzt wird, und da passieren noch viele Fehler. Das ist aber politisch von den schwarzen und roten Strolchen gewollt, um Parteispenden der großen EVU weiter zubekommen. Aber das ist ein anderes Thema, schaut man z.B. auf den Ruhrgasfilz in NRW oder die Atomlobby in Bayern. Das ist Politik und nicht Wissenschaft, da muss man unterscheiden.
 
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Zum Dieselskandal: Ich will nicht schönreden, was die Automobilbauer getan haben, andererseits ist das ein hausgemachtes Problem. Ich kann doch nicht Grenzwerte festlegen, die physikalisch kaum noch erreichbar sind und mich dann beschweren, dass die Hersteller mogeln? Die Grenzwerte für NOx sind einfach realitätsfern. Auf der anderen Seite steht der Dieselverbrauch, der nur mit hochverdichteten mageren Gemischen erreichbar ist, was höhere Verbrennungstemperaturen verursacht und damit NOx (und kompliziertere Motoren, die nicht mehr so lange halten). Hab ich schon erwähnt, dass bei den Verbrauchsangaben auch gemogelt wird, da es anders nicht erreichbar ist?

Wieso?
Die Grenzwerte sind doch erreichbar. Nur kostet das eben mehr als jetzt sie zu erreichen.
Und die Grenzwerte werden doch auch nicht willkürlich festgesetzt.
Man geht von Werten aus, die schädlich sind.
Das Problem ist nur, dass diese Grenzwerte auch gerne von der Industrie mit festgesetzt werden, die für den Abfall verantwortlich ist.
Das kann man gut an der Massentierhaltung sehen und die Nitratwerte.
 
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@ interessierter user
Das Problem ist nur, dass neue Autos nicht die Hälfte der alten brauchen, weil sie immer schwerer werden (was wohl auch die Graue Energie in die Höhe treibt).
Der Ertrag Benzin (+Diesel) aus Rohöl ist glaub ich noch schlechter als 2:1. Kann mich aber auch irren.
Im Moment sehe ich wie schon gesagt die Akkutechnologie als zu weit hinten an. Ich hoffe dahingehend auf die Solid State Akkumulatoren. Neben weiteren Vorteilen wird eine 2-3 fache Energiedichte im Vergleich zu Li-Ion Akkus erwartet. Problematisch ist wohl noch die Geschwindigkeit der Energiefreisetzung.

PS: Hast du Quellen zur grauen Energie von verschiedenen PKW, bzw. zu deinen Zahlen aus dem ersten Abschnitt?

@ NOx
Wenn die Grenzwerte nicht willkürlich gewählt sind, dann frage ich mich, warum am Arbeitsplatz der 20-fache Grenzwert festgelegt wurde.
 
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Das Problem ist nur, dass neue Autos nicht die Hälfte der alten brauchen, weil sie immer schwerer werden (was wohl auch die Graue Energie in die Höhe treibt).
Auch ich mache nur Milchmädchenrechnungen. :D

Natürlich, aber wer verschrottet nach fünf Jahren ein Auto, weil das neue einen Liter weniger verbraucht? Sehe ich die Benziner meiner Kindheit, also typische B-Kadetts, Enten, R4, Käfer etc, dann verbrauchen heutige Fahrzeuge eher noch weniger als die Hälfte und die Fahrzeuge dazwischen wie Golf 1,2,3 etc waren auch nicht besser. Ein schöner Vorkammerdiesel im Passat 2 war schon etwas ganz anderes. Meinen musste ich leider nach 25 Jahren entsorgen.

Der Ertrag Benzin (+Diesel) aus Rohöl ist glaub ich noch schlechter als 2:1. Kann mich aber auch irren.
Es ist extrem vom Ölfeld abhängig. In Saudiarabien gibt es wirklich noch Bereiche, in denen das Öl alleine hochkommt, Das ist energetisch nicht zu verwechseln mit Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko oder gar drohender Förderung in der Arktik. Eine sinnvolle Mittelung zu finden ist schwer, weil niemand die Zahlen kennt. Es verschiebt sich immer weiter mit jeder neuen Quelle, vor allem wird das Öl immer schwerer und enthält viel mehr Parafine, Schweröle und Aspaltanteile, also .

Im Moment sehe ich wie schon gesagt die Akkutechnologie als zu weit hinten an.
Auf den Aspekt Reichweite und Kosten für Batterien schon. Aber der Komfort, immer und überall laden zu können, beim Arbeitgeber, in der Garage, etc, spart immense Zeit gegenüber Extrafahrten zur Tankstelle.

PS: Hast du Quellen zur grauen Energie von verschiedenen PKW, bzw. zu deinen Zahlen aus dem ersten Abschnitt?
Nicht zur Hand, 2000 im Rahmen des ILSAC Programmes haben wir das aber rauf und runter zerlegt:
UltraLight Steel Auto Closures | Flickr

Die meisten Zahlen habe ich im Gedächnis, ca. 500kg Kohle pro Tolle Stahl hieß es Ende der Neunziger bei einer Besichtigung im Stahlwerk Salzgitter, 3:1 sagten immer die Zulieferer von Kunststoffen auf meine Frage, Alluminium geht über eine einfache Enegiebetrachtung, etc. Solche Zahlen sollte man grob kennen und grob reicht für Abschätzungen.

Ich such mal schnell:
1. Verhüttung
"...pro Tonne Roheisen einem Verbrauch von etwa 1600 Kilogramm Erz, 330 Kilogramm Koks, 146 Kilogramm Einblaskohle und 917 Kubikmeter Luft..."
Verhüttung: Hochofen – Wikipedia

2. Aluminium:
"...Gewinnung eines Kilogramms Aluminium werden je nach Errichtungsdatum und Modernität der Anlage zwischen 12,9 und 17,7 kWh elektrische Energie benötigt..."
Aluminium – Wikipedia
Heizöl: "...11,5 kWh/kg..."
https://de.wikipedia.org/wiki/Heizöl
Da bleibt die Frage, wo der Strom her kommt, es geht erstmal und das Energieäquivalent.

3. Kunststoff:
"...Da man für die Tütenherstellung noch Erdgas und Energie benötigt, kann man mit dem Verhältnis 2 zu 1 rechnen...." Darum habe ich es mit "3:1" abgeschätzt. Je nach Kunststoff, ob die Basis Erdgas oder Öl ist, gibt es aber erheblich Unterschiede der Berechnung
http://www.wissenschaft.de/archiv/-.../1667047/Wie-viel-ÖL-STECKT-IN-PlastikTÜTEn?/

Ungenauigkeiten:

- Schrott einzuschmelzen im Elektroofen benötigt viel weniger Energie
- Wieviel Verschnitt gibt es, und wie wird er genutzt, man braucht viel mehr Blech, als eine Karosserie wiegt, dieser ausgestanzte Anteil kann aber mit sehr wenig Energie rezykelt werden
- Wo kommt der Strom für die Aluminiumherstellung her? Kohle, Wasser, Atomkraft? Ich ging von unserem Strommix aus, Alumiumhütten werden bei uns aber anders gefahren, die nehmen viel Überschußstrom billig über die Strombörse, dass ist in der Regel Kohlestrom,
- "Kunststoff" ist so ein weiter Begriff. Leicht herzustellendes Polyäthylen findet sich in Fahrzeugen kaum.

@ NOx
Wenn die Grenzwerte nicht willkürlich gewählt sind, dann frage ich mich, warum am Arbeitsplatz der 20-fache Grenzwert festgelegt wurde.
".... Ein Arbeitsplatzgrenzwert ist ein Wert für die zeitlich begrenzte Belastung gesunder Arbeitender, während durch NO2 in der Außenluft auch empfindliche Personen rund um die Uhr betroffen sein können...."
http://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft

Abgase aus Fahrzeugen haben widerum wenig mit der Konzentration am Arbeitsplatz zu tun. Nicht zu unrecht ist der Betrieb in geschlossenen Räumen verboten. Grenzwerte sind immer genau zu bewerten. Ich kenne es von Kernkraftwerkmitarbeitern, die oft nicht einsehen, warum Schwangere und Säuglinge nur ein Promille der Dosis abbekommen sollen, die einem gesunden Mann von 25-60 zugemutet werden kann. Die persönliche Empfindlichkeit kann extrem variieren. Frag mal Asthmatiker, was sie von NOx in der Luft halten.
 
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Neues Subthema: Die Kosten für den Ausstieg aus fossilen Energieträger: "Wasch mich, abermach mich nicht nass"
Sigmar Gabriel: Klimaschutz darf nicht zulasten von Jobs gehen - SPIEGEL ONLINE

Wer glaubt, dass irgend etwas billiger ist, als quasi offwn herum liegende Braunkohle oder aus dem Boden
sprudelndes Öl, der irrt sich gewaltig. Natürlich werden in die EE massive Mittel fließen müssen, dafür bekommen
wir sauberere Luft und nachfolgende Generationwen weniger Folgekosten. Aber der Egoismus ist zu groß. Lieber
die Renten erhöhen, als in die Zukunft investieren.

Wo bleiben die politisch aktiven jungen Leute, die ordentlich auf den Putz hauen und den alten Besitzstands-
wahren eines zwischen die Hörner gibt. Es ist Eure Zukunft!
 
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@ NOx
Wenn die Grenzwerte nicht willkürlich gewählt sind, dann frage ich mich, warum am Arbeitsplatz der 20-fache Grenzwert festgelegt wurde.

Die Frage hat die Weidel mal bei Hart aber fair gestellt und der Oppermann hatte darauf keine Antwort.
Im Grunde genommen ist die Antwort aber einfach.
In einem Bürogebäude oder wo auch immer arbeiten erwachsene Menschen innerhalb einer begrenzten Zeit.
Draußen hast du aber alle Menschen, auch Kinder und zwar dauerhaft, da gibt es kein Entkommen. Daher verständlich, wenn die Grenzwerte schärfer sind.

Neues Subthema: Die Kosten für den Ausstieg aus fossilen Energieträger: "Wasch mich, abermach mich nicht nass"
Sigmar Gabriel: Klimaschutz darf nicht zulasten von Jobs gehen - SPIEGEL ONLINE

Mir geht der Gabriel eh schon ewig gegen den Strich.
Der labert nur noch das, was der Schröder damals auch schon gelabert hat.
Und dann eben die Totschlagkeule Arbeitsplätze.
Als ob man für regenerative Energiegewinnung keine Arbeitsplätze benötigt.
Mit wie viel Geld wird ein Job in der Braunkohle oder Steinkohle Tagebau subventioniert?
 
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