ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
AW: anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Schön, dann können wir ja mal über den Klimawandel statt über Anekdoten und Wortklaubereien reden
Die meisten informellen Dinge des Alltags kann mittlerweile online erledigen (auch mit langsamen Verbindungen
), die meisten größeren Anschaffungen werden selbst von Städtern per Versandhandel getätigt, Lebensmittel gibt es gerade auf dem Land lokal (ja, nur in begrenzter Auswahl, aber seit wann steht "Landleben" für "Komfort"?) und das bißchen, was noch übrig bleibt (mir würden spontan Hygieneprodukte und Haushaltsmittel einfallen, was man häufiger braucht) sind genau aus diesem Grund typische Dorfladen-Produkte. 99% des Bedarfs und 100% der nicht lagefähigen Waren sollten für >95% der "Landbewohner" in <10 km Entfernung zu finden sein (vor allem wenn man bedenkt, wie eng größere Siedlungen mit >1000 Einwohnern in den meisten Teilen Deutschlands beieinander liegen), da reicht also ein Lastenfahrrad.
Nur wer städtischer Errungenschaften wie Supermärkte, Einkaufszentren, Unterhaltungsviertel, etc. schätzt, der ist auf dem Land halt fehl am Platze.
Nein, ich meine alle Generationen einschließlich der aktuellen. Denn auch diese lebt weiterhin vollkommen maßlos über den Verhlältnissen, die die Umwelt nun einmal vorgibt. Erst eine Generation, die das abgestellt hat, kann guten Gewissens allein auf die vorrangehenden zeigen - und davon sind wir weit entfernt. Sehr weit. Und dafür tragen wir gegenüber folgenden Generationen die Veranwortung.
Kriege und Massenmorde passen, nicht in diese Liste, da sie nur sehr eingeschränkt (Minen) negative Auswirkungen auf später nachfolgende Generationen haben. Sie sind sehr übel für die Kriegsgenerationen, aber danach ist der Effekt durch die reduzierte Anzahl an Menschen oft sogar positiv - so verdammt traurig das klingen mag, aber es ist eben der verdammt traurige Zustand der heutigen Menschheit.
Im Gegenteil, die Frage ist in ihrer Essenz sogar der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Diskussion. Zwar spielt der Denkmalschutz in großem und ganzen keine wichtige Rolle, aber die Argumentationsweise "natürlich müsste man X, aber Y ist leider wichtiger" trifft man überall, wo Klimaschutz (oder gar Umweltschutz) versucht wird. Und dazu muss man ganz klar sagen:
Nein, Y ist nicht wichtiger. Y ist ohne X nicht zu haben.
Denkmäler schützen? Schütze sie mal vor immer stärkeren Unwettern, Erdrutschen und vor allem vor ansteigenden Meeresspiegeln. Nicht umsonst bereitet sich gerade die (Immobilien-)Versicherung auf den Klimawandel vor.
Wohlstand schützen? Ein Großteil unseres Wohlstandes steckt in der Infrastruktur. Eine Infrastruktur, die selbst in Deutschland durch Klimawandel entwertet werden kann, global betrachtet zu großen Teilen verloren gehen wird.
Wirtschaft schützen? Was ist eine Wirtschaft wert, deren Abnehmer so viel verloren haben?
...
Der Klimawandel ist das verdammt nochmal umfassenste Problem, vor dem die Menschheit je stand, sieht man vom globalen Atomkrieg ab. Und in Gegensatz zu letzterem wartet der Klimawandel nicht, bis wir dieses und jenes Problemchen gelöst haben (was wir eh nie haben werden, weil der Großteil unserer Anstrengungen in zusätzlichen Komfort fließt). Alles, was wir irgendwie retten/fördern/aufbauen/priorisieren/... ist eine zeitlich befristete, mit Zerstörung konfrontierte Sache, wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen.
Schön, dass auf den Teil meines Posts reagierst, der nicht an dich gerichtet war. Vielleicht hast du dir vorher auch die Anzahl der sachlichen Argumente durchgelesen, auf die ich geantwortet habe. ("0")
Nehmen wir einen 2 köpfigen Haushalt als Beispiel, 60 m² als bequeme Wohnfläche - die verbrauchen in einem städtischen Haus mit vier bis fünf Stockwerken vielleicht 20 m² Baugrund. Das entspricht auf einer 8 m breiten Landstraße ganzen 2,5 m Straßenlänge. Jetzt kannst du dir ausrechnen, wie weit auf dem Land bzw. von ohnehin benötigten Verkehrswegen entfernt du leben darfst, bis die Erschließung dieses Landesteils mehr Fläche verbringt, als die Unterbringung in der Stadt.
Der Flächenverbrauch im Umfeld von Städten ist für Deutschland (nicht für die Welt) ein Problem, aber das sind nicht Landbewohner, die dringend Unterkunft in der Stadt brauchen. Das sind Städter, die "ins Grüne" ziehen und in Vororten 1-Familien-Häuschen hochziehen, bei denen das "chen" z.T. schon sehr fragwürdig ist, nur um dann 20-30 km zu ihrem Arbeitsplatz zu pendeln.
Welche Modelle meinst du konkret?
Direkt vom Meeresspiegelanstieg betroffen ist (logischerweise) ganz Ozeanien, Bangladesh ist ein weitere beliebtes Beispiel, de facto trifft es aber quasi ganz Südostasien einschließlich Indien. Indonesien, Malaysia & Co werden zwar normalerweise nicht als Beispiele genannt, weil nur kleine Teile des Staatsterritoriums vom Verschwinden bedroht sind ("nur"?), aber fast alle großen Städte der gesamten Region (und übrigens auch weiten Teilen der klassischen ersten Welt) sind Küstenstädte, einige Millionenstädte versinken da jetzt schon bei jedem Taifun über. In Afrika, Mittel- und Südamerika gibt es auch eine Reihe von Risikogebieten, auch wenn da die Küstenregion einen kleineren Landesanteil ausmachen. Dafür steht dem gesamten tropischen und auch subtropischen Raum durch die einhergehenden Wetteränderungen böses bevor. Schon heute ist die Hitze in diesen Ländern ein großes Problem, entweder weil sie zu hohem Wasserumsatz führt (tropische Regionen) oder aber zu Trockenheit (Subtropen). Beides ist Gift für Landwirtschaft und Menschen, z.T. auch Infrastruktur. Für die Zukunft ist eine weitere Ausbreitung der Wüsten in Afrika und Zentralasien zu erwarten, umgekehrt eine Häufung von Überschwemmungen und Ernteausfällen im tropischen Afrika, Asien, Mittel und ggf. auch Südamerika. Für letzteres wird aber die Auswirkungen auf die ENSO bedeutender, bei der afaik (ist etwas länger her, dass ich gezielt danach gesucht habe) noch keine eindeutigen Vorhersagen existieren. Wird die nicht stärker, könnte es neutral sein - wenn nicht... Gab einige stärkere El Ninos in den letzten Jahrzehnten, sollte man mitbekommen haben.
Kurzfassung: Ich weiß nicht, welche der zahlreichen Definitionen von Dritte Welt du meinst, aber Fakt ist, dass die Menschheit bis auf wenige Ausnahmen in Gegenden lebt, mit deren Bedingungen sie gut klar kommt und dort Infrastrukturen aufgebaut hat, die an die derzeitigen Bedingungen angepasst sind. Jede Veränderung ist somit eine große Belastung, mit Ausnahme einiger UdSSR-Siedlungsversuche in Nordeurasien gibt es kaum einen Teil der Welt, der von einer Klimaänderung profitieren kann. Und die wirtschaftlich betrachtet dritte Welt kann, im Gegensatz zu uns, auf nichts verzichten, um die eingesparten Mittel in eine Anpassung zu stecken.
Unmöglich ist die tatsächlich nur im Falle der Inselstaaten - im Rest der Welt ist sie "nur" unbezahlbar. Und damit teurer, als Klimaschutz.
Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wo ich das eine oder das andere gesagt haben soll.
In Deutschland ist es auch ein verwaltungsrechtlicher Begriff, die meisten machen es aber diffus an der Siedlungsgrenze fest. Wobei Personen aus ländlichen Regionen nach meiner Erfahrung den niedrigeren Wert ansetzen. Je nachdem, wen man fragt, liegt die Grenze so zwischen "man kann von einem Ende das andere sehen" und "5 km Durchmesser"
Das ist eine außergewöhnlich kleine Definition. Wie die Begriffe "Dorfladen", "Dorfschule", "Dorffest",... zeigen liegt die Grenze deutlich darüber. Was du beschreibst wäre historisch vielleicht ein Gehöft (verschiedene Dialekte haben andere Bezeichnungen), heutzutage meist eher eine Ansammlung von Häusern die im Grünen gebaut wurden.
Alles? Wieso arbeitest du dann nicht da? Ein Punkt fehlt offensichtlich, du willst gerne Kleinstadtidyll, aber Großstadt Job (und/oder Gehalt, wobei ich mal rate, dass wir hier schon in der "Erfüllung ist mir wichtiger als Geld"-Gehaltsklasse sind)
Sind sie mit Sicherheit nicht.
Schön, dann können wir ja mal über den Klimawandel statt über Anekdoten und Wortklaubereien reden

Nein, da man in der Stadt seine Einkäufe ohne Auto erledigen kann, aber auf dem Land unter Umständen erst einige Dörfer weit fahren muss, damit man dort seine Geschäfte erledigen kann.
Die meisten informellen Dinge des Alltags kann mittlerweile online erledigen (auch mit langsamen Verbindungen
), die meisten größeren Anschaffungen werden selbst von Städtern per Versandhandel getätigt, Lebensmittel gibt es gerade auf dem Land lokal (ja, nur in begrenzter Auswahl, aber seit wann steht "Landleben" für "Komfort"?) und das bißchen, was noch übrig bleibt (mir würden spontan Hygieneprodukte und Haushaltsmittel einfallen, was man häufiger braucht) sind genau aus diesem Grund typische Dorfladen-Produkte. 99% des Bedarfs und 100% der nicht lagefähigen Waren sollten für >95% der "Landbewohner" in <10 km Entfernung zu finden sein (vor allem wenn man bedenkt, wie eng größere Siedlungen mit >1000 Einwohnern in den meisten Teilen Deutschlands beieinander liegen), da reicht also ein Lastenfahrrad.Nur wer städtischer Errungenschaften wie Supermärkte, Einkaufszentren, Unterhaltungsviertel, etc. schätzt, der ist auf dem Land halt fehl am Platze.
Du meinst das voriger Generationen.
Wir dürfen die Suppe nur mal wieder auslöffeln, wie beim Atommüll.
Dazu üben wir gerade schon wie man sich gegen sowas verteidigen kann.![]()
Nein, ich meine alle Generationen einschließlich der aktuellen. Denn auch diese lebt weiterhin vollkommen maßlos über den Verhlältnissen, die die Umwelt nun einmal vorgibt. Erst eine Generation, die das abgestellt hat, kann guten Gewissens allein auf die vorrangehenden zeigen - und davon sind wir weit entfernt. Sehr weit. Und dafür tragen wir gegenüber folgenden Generationen die Veranwortung.
Doch einige der letzten Generation hat das Monster Atomkraft erfunden und das die Dinger uns nicht reihenweise um die Ohren fliegen ist wohl eher Glück.
Nur leider lässt sich das Glück nicht auf die Lagerung von Müll übertragen.
Dazu kommen Angriffe mit Napalm und viele weitere Kriege und Massenmorde.
Kriege und Massenmorde passen, nicht in diese Liste, da sie nur sehr eingeschränkt (Minen) negative Auswirkungen auf später nachfolgende Generationen haben. Sie sind sehr übel für die Kriegsgenerationen, aber danach ist der Effekt durch die reduzierte Anzahl an Menschen oft sogar positiv - so verdammt traurig das klingen mag, aber es ist eben der verdammt traurige Zustand der heutigen Menschheit.
Die Frage hatte damit eher wenig zu tun.
Im Gegenteil, die Frage ist in ihrer Essenz sogar der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Diskussion. Zwar spielt der Denkmalschutz in großem und ganzen keine wichtige Rolle, aber die Argumentationsweise "natürlich müsste man X, aber Y ist leider wichtiger" trifft man überall, wo Klimaschutz (oder gar Umweltschutz) versucht wird. Und dazu muss man ganz klar sagen:
Nein, Y ist nicht wichtiger. Y ist ohne X nicht zu haben.
Denkmäler schützen? Schütze sie mal vor immer stärkeren Unwettern, Erdrutschen und vor allem vor ansteigenden Meeresspiegeln. Nicht umsonst bereitet sich gerade die (Immobilien-)Versicherung auf den Klimawandel vor.
Wohlstand schützen? Ein Großteil unseres Wohlstandes steckt in der Infrastruktur. Eine Infrastruktur, die selbst in Deutschland durch Klimawandel entwertet werden kann, global betrachtet zu großen Teilen verloren gehen wird.
Wirtschaft schützen? Was ist eine Wirtschaft wert, deren Abnehmer so viel verloren haben?
...
Der Klimawandel ist das verdammt nochmal umfassenste Problem, vor dem die Menschheit je stand, sieht man vom globalen Atomkrieg ab. Und in Gegensatz zu letzterem wartet der Klimawandel nicht, bis wir dieses und jenes Problemchen gelöst haben (was wir eh nie haben werden, weil der Großteil unserer Anstrengungen in zusätzlichen Komfort fließt). Alles, was wir irgendwie retten/fördern/aufbauen/priorisieren/... ist eine zeitlich befristete, mit Zerstörung konfrontierte Sache, wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen.
Ruyven, es ist manchmal echt erfrischend zu sehen wie flach und einfach sich manche die Welt machen.
Wo genau schreibt er übrigens dass die geissens sein Vorbild seien und woher kennst du die? Für mich persönlich liest sich das wie reine Provokation und zeigt deutlich deinen Horizont.
Schön, dass auf den Teil meines Posts reagierst, der nicht an dich gerichtet war. Vielleicht hast du dir vorher auch die Anzahl der sachlichen Argumente durchgelesen, auf die ich geantwortet habe. ("0")
Auf dem Land in Häusern wohnen die vor hunderten von Jahren vollkommen ökologisch gebaut wurden ist also Luxus? Wenn du meinst, dann ist das für dich erstmal so.
Dann hab ich mal eine Frage zu deinem Vorschlag. Wenn diese Menschen alle in die Stadt ziehen sollen und für diese wachsenden Metropolen dann Hektar um Hektar Natur zerstört wird, wie ist das mit deinem Gefühl für Umweltschutz zu vereinbaren?
Nehmen wir einen 2 köpfigen Haushalt als Beispiel, 60 m² als bequeme Wohnfläche - die verbrauchen in einem städtischen Haus mit vier bis fünf Stockwerken vielleicht 20 m² Baugrund. Das entspricht auf einer 8 m breiten Landstraße ganzen 2,5 m Straßenlänge. Jetzt kannst du dir ausrechnen, wie weit auf dem Land bzw. von ohnehin benötigten Verkehrswegen entfernt du leben darfst, bis die Erschließung dieses Landesteils mehr Fläche verbringt, als die Unterbringung in der Stadt.
Der Flächenverbrauch im Umfeld von Städten ist für Deutschland (nicht für die Welt) ein Problem, aber das sind nicht Landbewohner, die dringend Unterkunft in der Stadt brauchen. Das sind Städter, die "ins Grüne" ziehen und in Vororten 1-Familien-Häuschen hochziehen, bei denen das "chen" z.T. schon sehr fragwürdig ist, nur um dann 20-30 km zu ihrem Arbeitsplatz zu pendeln.
Auch interessant ist für mich die Frage welche dritte Welt Länder denn unter der klimatischen Veränderung so leiden und alles verlieren? Soweit ich das aus diesen Modellen sehe, trifft es eher uns als die armen.
Welche Modelle meinst du konkret?
Direkt vom Meeresspiegelanstieg betroffen ist (logischerweise) ganz Ozeanien, Bangladesh ist ein weitere beliebtes Beispiel, de facto trifft es aber quasi ganz Südostasien einschließlich Indien. Indonesien, Malaysia & Co werden zwar normalerweise nicht als Beispiele genannt, weil nur kleine Teile des Staatsterritoriums vom Verschwinden bedroht sind ("nur"?), aber fast alle großen Städte der gesamten Region (und übrigens auch weiten Teilen der klassischen ersten Welt) sind Küstenstädte, einige Millionenstädte versinken da jetzt schon bei jedem Taifun über. In Afrika, Mittel- und Südamerika gibt es auch eine Reihe von Risikogebieten, auch wenn da die Küstenregion einen kleineren Landesanteil ausmachen. Dafür steht dem gesamten tropischen und auch subtropischen Raum durch die einhergehenden Wetteränderungen böses bevor. Schon heute ist die Hitze in diesen Ländern ein großes Problem, entweder weil sie zu hohem Wasserumsatz führt (tropische Regionen) oder aber zu Trockenheit (Subtropen). Beides ist Gift für Landwirtschaft und Menschen, z.T. auch Infrastruktur. Für die Zukunft ist eine weitere Ausbreitung der Wüsten in Afrika und Zentralasien zu erwarten, umgekehrt eine Häufung von Überschwemmungen und Ernteausfällen im tropischen Afrika, Asien, Mittel und ggf. auch Südamerika. Für letzteres wird aber die Auswirkungen auf die ENSO bedeutender, bei der afaik (ist etwas länger her, dass ich gezielt danach gesucht habe) noch keine eindeutigen Vorhersagen existieren. Wird die nicht stärker, könnte es neutral sein - wenn nicht... Gab einige stärkere El Ninos in den letzten Jahrzehnten, sollte man mitbekommen haben.
Kurzfassung: Ich weiß nicht, welche der zahlreichen Definitionen von Dritte Welt du meinst, aber Fakt ist, dass die Menschheit bis auf wenige Ausnahmen in Gegenden lebt, mit deren Bedingungen sie gut klar kommt und dort Infrastrukturen aufgebaut hat, die an die derzeitigen Bedingungen angepasst sind. Jede Veränderung ist somit eine große Belastung, mit Ausnahme einiger UdSSR-Siedlungsversuche in Nordeurasien gibt es kaum einen Teil der Welt, der von einer Klimaänderung profitieren kann. Und die wirtschaftlich betrachtet dritte Welt kann, im Gegensatz zu uns, auf nichts verzichten, um die eingesparten Mittel in eine Anpassung zu stecken.
Unmöglich ist die tatsächlich nur im Falle der Inselstaaten - im Rest der Welt ist sie "nur" unbezahlbar. Und damit teurer, als Klimaschutz.
Ein Stück weiter oben meintest du noch alle die nicht leiden wollen (unter den Kosten) sollen umziehen und ihre bisherigen Träume und Existenzen wegwerfen. Nun sollen aber plötzlich alle bleiben wo sie sind und andere sollen sich für sie krumm machen? Bist du schon müde, oder wie passt das zusammen?
Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wo ich das eine oder das andere gesagt haben soll.
Wie ist eigentlich die Definition von "Dorf"?
Das ist mir hier noch nicht klar.
Wird das an der Anzahl der Einwohner festgemacht, oder daran, dass es dort weder Bäcker noch Supermarkt oder Tankstelle gibt?
Wer will da denn leben?
In Deutschland ist es auch ein verwaltungsrechtlicher Begriff, die meisten machen es aber diffus an der Siedlungsgrenze fest. Wobei Personen aus ländlichen Regionen nach meiner Erfahrung den niedrigeren Wert ansetzen. Je nachdem, wen man fragt, liegt die Grenze so zwischen "man kann von einem Ende das andere sehen" und "5 km Durchmesser"
Als Dorf definiere ich eben eine Ansammlung von Häusern ohne eine Grundversorgung an Lebensmitteln, Bildung, Sozialisierungsmöglichkeiten und Ablenkungen des täglichen Alltags.
Das ist eine außergewöhnlich kleine Definition. Wie die Begriffe "Dorfladen", "Dorfschule", "Dorffest",... zeigen liegt die Grenze deutlich darüber. Was du beschreibst wäre historisch vielleicht ein Gehöft (verschiedene Dialekte haben andere Bezeichnungen), heutzutage meist eher eine Ansammlung von Häusern die im Grünen gebaut wurden.
Das ist ein Ort, in dem ich schlicht nicht leben will, weils da eben gar nichts gibt. Meist nicht mal Breitband Internet.
Ich wohne in einer Kleinstadt und fahre nach Hamburg zur Arbeit.
Der Weg ist jetzt nicht wild, über die Autobahn und ich bin da.
Ich wohne aber 1. gerne in einer Kleinstadt, denn dort gibt es alles, was ich möchte, und 2. ist mir Hamburg schlicht zu teuer um dort zu wohnen.
Alles? Wieso arbeitest du dann nicht da? Ein Punkt fehlt offensichtlich, du willst gerne Kleinstadtidyll, aber Großstadt Job (und/oder Gehalt, wobei ich mal rate, dass wir hier schon in der "Erfüllung ist mir wichtiger als Geld"-Gehaltsklasse sind)


bin kein fan von compact und elsässer. elsässer ist leider ein bekennender linker und putinfan. wohin gegen ich beides verabscheue