Die Eiweise von Säugetieren flocken bei recht tiefen Temperaturen zusammen, bei Vögeln, als den Nachfahren der Dinosaurier, passiert das alles ein paar Grad später. In gewissen Grenzen kann man sich anpassen.
Es gibt Bakterien, deren optimale Umgebungstemperatur jenseits von 80 °C liegt und selbst Mehrzeller verkraften in Form von Tartigrada-Dauerstadien 90 °C. Eiweiße für 45-60 °C sind biochemisch also überhaupt kein Problem. Dass wir sie in heute lebenden Organismen praktisch nicht finden, ist halt eine Folge der vergangenen 30-60 Millionen Jahre. Wenn es im Schnitt unter 20 °C warm ist, dann stirbt halt alles aus, was auf über 30 °C optimiert ist. "Optimaler Temperaturbereich" ist aber ein sehr gut evolvierbarer Parameter, wie die Verbreitung nahezu sämtlicher Ordnungen über nahezu sämtliche eisfreien Breitengerade (und nicht weniger auch bis in Polarregionen) zeigen. Man muss halt, je nach Generationsdauer, ein paar Jahrunderte bis einige Jahrtausende Anpassungsphase einplanen.
Spannend finde ich den klaren Zusammenhang von CO2. Es gibt mehrere Mechanismen, um die Konzentration steigen zu lassen und völlig unabhängig von vielen anderen Faktoren ist der Zusammenhang zum Klima empirisch recht eindeutig.
Ich habe jetzt nicht den Originaltext rausgesucht, aber wie viele andere Parameter konnten die überhaupt erfassen? Methan ist afaik jenseits von Eisbohrkernen unmöglich, weil es zu instabil ist und von chemischen oder gar biologischen Prozessen nicht objektiv eingebunden wird. Ähnliches gilt für exotischere Klimagase. Wassergehalt der Athmosphäre dürfte nur in den allerseltensten Fallen vom (unbekannten/zufälligen) Wassergehalt der unmittelbaren Umgebung trennbar sein. Also bleiben als Parameter eigentlich nur CO2 und Sonnenaktivität, wobei letztere ja meist Zyklen in der Größenordnung von Jahrzehnten bis Jahrhunderten hat und diese Studie bestenfalls eine Auflösung von Jahrtausenden liefert.
=> Es war eigentlich vorhersehbar, dass sie die stärkste Korrelation zu CO2 finden. Schlicht weil sie alles andere nicht belastbar genug beproben können.
Erstaunt bin ich aber über die Stärke der Korrelation. 8 K pro Verdopplung? WTF! Wir haben die erste Verdoppelung schon geschafft, sind auf bestem Wege zu einer zweiten und empfinden schon die Folgen von 1,3 K als wortwörtlich so "katastrophal", dass sie uns davon abhalten, am 1,5-K-Ziel auch nur zu arbeiten.
Wenn wir umgehend mit technischen Geräte beginnen, Gigatonnen CO2 aus der Atmosphäre zu binden, wird es ganz eng.
Wir haben, in Ermangelung der Bereitschaft unseren Verbrauch allgemein zu senken, noch nicht einmal die nötigen erneuerbaren Energien, um einen weiteren Anstieg der Emissionen zu stoppen. Von einer Senkung derselben ganz zu schweigen. Erst recht von einer starken Senkung bis auf 0. Und erst wenn man die geschafft hat, lohnt sich die Investionen von weiterer sauberer Energie (die man auch erstmal haben muss) in technische Lösungen für negative Emissionen.
Ich gehe davon aus, dass in absehbarer Zeit, also irgendwas um 2200 die acht Grad erreicht werden. Tschakka! Mission erfüllt
Imho zuviele Unwägbarkeiten, um weiter als 50-100 Jahre zu extrapolieren. Aber 3-5 K zum Ende dieses Jahrhunderts erwarte ich schon seit 20 Jahren und bislang hatte ich keinen Grund, diese Annahme zu korrigieren.
Ist mir aber schlicht zu ungenau. Ich verlasse mich lieber auf Eisbohrkerne und die mittleren Temperaturen reichen ja schon weit in die Vergangenheit, dass wir wissen, dass die CO2 Konzentration immer weiter gesunken sind, gerade als die Antarktis im Südpol vereiste. Das ist jetzt 50 Millionen Jahre her und steigt messbar durch den Menschen wieder an.
In dieser Studie geht es um Ereignisse, die deutlich weiter als 50 Ma zurückliegen. Da gibt es keine besseren Daten. Für kurzfristiges nimmt man natürlich eine andere Grundlage, genauer gesagt dürften Forscher selbst ihre Modelle und Methoden an den relativ guten Daten der letzten 10 Ma kalibriert haben.
Es gibt ja die Theorie, dass das CO2 der Temperatur nachläuft. also, erst wird es wärmer und dann entsteht mehr CO2, was die Temperatur weiter steigen lässt.
Es gibt eine ganze Menge Prozesse, die den CO2-Gehalt im Zuge steigender Erwärmung steigen lassen. Wie schon erwähnt, taucht z.B. Methan, dass aus Permafrost und bei 8 K auch irgendwann aus Methanhydraten in riesigen Mengen freigesetzt wird, z.B. nicht als CH4 in so alten Materialien aus, sondern erst nachdem es zu CO2 oxidiert wurde. Heiße Ozeane können auch schlicht weniger CO2 lösen und geben somit als direkte Folge irgendwann welchse frei und wenn die Erwärmungen schnell ablaufen (ich würde mal 1 K pro Jahrtausend als absolute Obergrenze nennen, unter Berücksichtigung der Rückkoppelungen auf Niederschläge aber möglicherweise auch schon 0,1 K/ka), dann dass für sich genommen eine ordentliche Störung der Ökosysteme, die in einem entsprechenden Abbau von Biomasse resultiert.
Nachdem irgendso ein Trockennaseaffe für absurde 1 K pro Jahrhundert (!) gesorgt hat, können wir ja aktuell überall beobachten, wie sich Wälder in großem Stil wortwörtlich in Rauch auflösen. Spätestens bei 2-3 K dürften auch Moore ganz von alleine trockenfallen und irgendwann feuer fangen. Das sind gigantische Kohlenstoffspeicher, die alle nicht Erwärmungsfest sind.
Umgekehrt hat CO2 aber auch seinerseits eine stark erwärmende Wirkung. Und diese Rückkoppelung wirkt binnen Jahren bis Jahrzehnten, die oben genannten binnen Jahrhunderten. Mit der miserablen zeitlichen Auflösung geologischer Archive, die afaik erst in der Größenordnung von Jahrzehntausenden bis Jahrhundertausenden belastbar wird, kann man also nicht sagen, was worauf folgte. Man sieht CO2 und Temperatur "gleichzeitig" nach oben schießen. Erst jüngere Eiskerne, also so die letzten 1 Ma vielleicht, erlauben afaik eine sichere zeitliche Einteilung und können so Kausalitäten andeuten. Alles davor sind nur Korrelationen.
Dazu gab es vor 400 Millionen Jahren deutlich mehr Biomasse, ergo auch mehr CO2, ergo auch wärmer, dazu mehr O2 in der Atmosphäre und deswegen mehr Brände.
Tendenziell eher im Gegenteil: Mehr Biomasse = weniger CO2, da eben mehr C in biologisch gebundener Form statt in irgendwelchen Gasen vorliegt. Allerdings darf man auf so gigantischen Zeitskalen die geologischen Prozesse nich ignorieren. Die sind letztendlich viel mächtiger, wenn sie sich erstmal in Bewegung setzen. Vor 500 Millionen Jahren zwar z.B. unser heutiges Öl schlicht noch kein Öl. Aber war der zugehörige Kohlenstoff eher in Lebewesen? In der Athmosphäre? In Gesteinen?
Derzeit haben wir 1,6 Grad mehr, wenn ich nicht irre.
Für das Jahr werden afaik 1,5 K angegeben, auf kleineren Zeitskalen vielleicht auch 1,6 K. Aber wegen der Schwankungen von Jahr zu Jahr (El Nino 2023/2024 war stark) mittelt man klimatologische Beurteilungen über längere Zeiträume, sodass wir offiziell noch bei +1,3 K stehen.
Bei 420pp statt 240ppm. 600ppm werden keine 8 Grad werden. Dazu braucht es mehr als 1000ppm.
An dem bis "2200" zweifel ich auch, aber unterschätze nicht den Lag solcher Prozesse. Selbst wenn wir jetzt bei 400 ppm fixieren würden, wären die angestoßenen Prozesse nicht vor 2600 alle abgelaufen. Auch die Temperatur würde noch eine zeitlang ansteigen, 8 K in z.B. 2800 als Folge von 600 ppm 2100 wären durchaus denkbar. Die 1,3 K, die du heute siehst, sind eher die Folge von 250 ppm irgendwann im letzten 20. Jahrhundert. Der Scheiß, der seitdem verzapft wurde, ist noch in Entwicklung.
Schuld daran hat selbstverständlich der Biber (oder Migranten oder Windräder oder die Grünen).
Ist doch logisch: Wo viele ""Afrikaner"" leben, war es schon immer heiß und es gab tropische Regenfälle und jetzt leben die ""alle"" "bei uns"!