Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

CO2 ist ziemlich gut bilanziert und der über die Jahrhunderte beobachte Anstieg passt auf das, was man durch menschliche Aktivitäten erwarten würde. Genauer gesagt hat man Jahrzehnte lang sogar einen geringeren Anstieg in der Athmosphäre gesehen, als die anthropogenen Emissionen und das damals bekannte natürliche Absorptionspotential erklären konnten ("missing sink"). Menschliche Aktivitäten als Auslöser sind gesicherter Stand der Wissenschaft.

(Was Klimaschwurbler natürlich nicht davon abhält, auf natürliche Komponenten im Treibhauseffekt hinzuweisen. Wie bereits gesagt sind >90% desselben seit Ewigkeiten gegeben und der eine Grund, warum es überhaupt höheres terrestrisches Leben auf diesem Planeten geben kann. Außerdem gibt es "natürliche" Verstärkungs-Mechanismen, die die Entwicklung mittlerweile signifikant unterstützer. Aber Auslöser für die problematische Veränderung und weiterhin wichtigster Antrieb ist das von Menschen rausgeschleuderte CO2. Wer gegengeteiliges suggeriert, will in aller Regel ablenken, Wissenschaft diskreditieren und die öffentliche Meinung manipulieren.)
 
Nun ist es offensichtlich so, dass der Erderwärmung ja nicht mehr widersprochen wird. Aber was ist, wenn nicht der menschengemachte Ausstoß von klimaschädlichen Gasen, die Ursache. Da warte ich eigentlich immer auf eine Antwort.
Hat da mal jemand etwas in diese Richtung gehört?
Das Thema ist, dass die Atmosphäre äußerst komplex mit dem ganzen Planeten interagiert.
Die Spurengase können im Prinzip positive wie negative Aspekte für biologisches Leben haben.
Grundsätzlich renkt sich nach einer Anreicherung das dann das planetare System in längere stabilere Phasen ein.
Diese stabilere Phasen müssen aber nicht zwangsweise lebensfreundlich für sapiens sapiens sein.

Rein wissenschaftlich ist der völlig unbestrittene anthropogene Anteil derzeit nur für unsere Zivilisation schädlich.

Am Horizont sind jedoch Kippunkte schon jetzt erkennbar, welche unterm Strich eine signifikante Umwälzung des planetaren Ökosystems andeuten.

Selbst humanoide Menschenfeinde sollten sich zweimal und gut überlegen, ob es prickelnd und erstrebenswert wäre, wenn der Planet in ein unwirtliches Extremum abkippt.
Das mag dann gar lustig für Wüstenspinnen oder irgenwelche Röhrenwürmer in der Tiefsee sein. Für Hund, Katze, Mensch mit Sicherheit nicht.
 
Grundsätzlich renkt sich nach einer Anreicherung das dann das planetare System in längere stabilere Phasen ein.
Diese stabilere Phasen müssen aber nicht zwangsweise lebensfreundlich für sapiens sapiens sein.
Die Erde hatte viele Phasen, in denen sie völlig eisfrei war. Für große Säugetiere wäre das aber nichts.
 
Genau, siehe hier: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2024-05/modell-studie-schiffahrt-luftverschmutzung-erderwaermung
"Sauberer" Schiffverkehr führt offenbar zu wärmeren Regionen auf dem Ozean.
Den Artikel kenne ich vom Prinzip her woandersher.
Das Kernproblem ist diese Passage:
1721893320018.png


Wir wissen, dass es eine globale Erderwärmung gibt und mit Sicherheit ist hier der Mensch hauptverantwortlich.
Die allererste Frage, die sich beim Durchlesen bei mir stellte war:
Moment mal, vor keinen 200 Jahren gab es keinen Schwefeleintrag und somit keine lokale Abkühlungen entlang der Schiffahrtsrouten.
Was zum Teufel übersehen wir, um das ganze System auch nur annähernd verstehen zu können?
 
Hier mal wieder eine sehr spannende neue Studie über die letzten485 Millionen Jahre
Das ist für mich aber eher Glaskugel denn Fakten.
Wenn es in den Tropen so warm war, wie dort beschrieben, gäbe es dort kein leben, denn egal wie ich es drehe oder wende, Eiweiß flockt, wenn es zu warm wird.
Selbst das Wasser wäre ja schon zu warm gewesen.,
 
Das ist für mich aber eher Glaskugel denn Fakten.
Das sind die besten Fakten, die wir haben. Und daraus wurde ein mehr oder weniger genauer Temperaturwert errechnet. Natürlich gibt es dabei Ungenauigkeiten. Die eingesetzten Verfahren sind erprobt. Ich hatte lange gute Freunde am Kieler Institut für Meeresbiologie, mit denen ich abendelang über die unterschiedlichen Methode sprach. Es gibt da schon viele und ebenso viele Unsicherheiten. Wenn man aber viele Methoden parallel nutzt, ist das gemitttelte Ergebnis ganz tauglich

Die Eiweise von Säugetieren flocken bei recht tiefen Temperaturen zusammen, bei Vögeln, als den Nachfahren der Dinosaurier, passiert das alles ein paar Grad später. In gewissen Grenzen kann man sich anpassen.

Spannend finde ich den klaren Zusammenhang von CO2. Es gibt mehrere Mechanismen, um die Konzentration steigen zu lassen und völlig unabhängig von vielen anderen Faktoren ist der Zusammenhang zum Klima empirisch recht eindeutig.

Wenn wir also hinnehmen, dass eine Verdopplung des CO2 Wertes, der seit Millionen Jahren recht stabil und um 280ppm lag, auf Werte um 600ppm zu einer um acht Grad höheren Temperatur führt, dann sehen wir recht gut, wohin wir steuern. Selbst mit Einhaltung der im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Werte kommen wir auf ungefähr 500ppm und "Paris" werden wir global nicht schaffen. Aktuell liegen wie bei knapp +3ppm pro Jahr.

Ich gehe fest davon aus, dass der extrem intelligente Menschen den CO2 Gehalt auf Werte bis 550-600ppm bis zum Ende dieses Jahrhunderts erhöhen wird. Denn zu den aktuellen anthropogenen Emissionen kommt inzwischen die Ausgasung der Meere durch steigende Termperaturen dazu. Wenn wir umgehend mit technischen Geräte beginnen, Gigatonnen CO2 aus der Atmosphäre zu binden, wird es ganz eng.

Ich gehe davon aus, dass in absehbarer Zeit, also irgendwas um 2200 die acht Grad erreicht werden. Tschakka! Mission erfüllt
 
Ich gehe fest davon aus, dass der extrem intelligente Menschen den CO2 Gehalt auf Werte bis 550-600ppm bis zum Ende dieses Jahrhunderts erhöhen wird. Denn zu den aktuellen anthropogenen Emissionen kommt inzwischen die Ausgasung der Meere durch steigende Termperaturen dazu. Wenn wir umgehend mit technischen Geräte beginnen, Gigatonnen CO2 aus der Atmosphäre zu binden, wird es ganz eng.
Und die ganzen Permafrost vorkommen welche nach und nach auftauen.
 
Methan ist immer nur kurzfristig ein riesiges Problem, weil es in der Atmosphäre recht schnell zu CO2 oxidiert wird. "Schnell" in geologischen Maßstäben und da sind hundert Jahre unbedeutende
 
Das sind die besten Fakten, die wir haben. Und daraus wurde ein mehr oder weniger genauer Temperaturwert errechnet. Natürlich gibt es dabei Ungenauigkeiten. Die eingesetzten Verfahren sind erprobt. Ich hatte lange gute Freunde am Kieler Institut für Meeresbiologie, mit denen ich abendelang über die unterschiedlichen Methode sprach. Es gibt da schon viele und ebenso viele Unsicherheiten. Wenn man aber viele Methoden parallel nutzt, ist das gemitttelte Ergebnis ganz tauglich
Ist mir aber schlicht zu ungenau. Ich verlasse mich lieber auf Eisbohrkerne und die mittleren Temperaturen reichen ja schon weit in die Vergangenheit, dass wir wissen, dass die CO2 Konzentration immer weiter gesunken sind, gerade als die Antarktis im Südpol vereiste. Das ist jetzt 50 Millionen Jahre her und steigt messbar durch den Menschen wieder an.
Die Eiweise von Säugetieren flocken bei recht tiefen Temperaturen zusammen, bei Vögeln, als den Nachfahren der Dinosaurier, passiert das alles ein paar Grad später. In gewissen Grenzen kann man sich anpassen.
Da kenne ich mich in der Tat nicht genau aus. Bei Säugetieren sind schon dauerhaft über 40 Grad gefährlich.
Bei Reptilien kenne ich die Grenzwerte nicht. Die brauchen ja erst mal Wärme, um überhaupt in Gange zu kommen.
Aber einem Krokodil wird es auch irgendwann zu warm.
Spannend finde ich den klaren Zusammenhang von CO2. Es gibt mehrere Mechanismen, um die Konzentration steigen zu lassen und völlig unabhängig von vielen anderen Faktoren ist der Zusammenhang zum Klima empirisch recht eindeutig.
Es gibt ja die Theorie, dass das CO2 der Temperatur nachläuft. also, erst wird es wärmer und dann entsteht mehr CO2, was die Temperatur weiter steigen lässt.
Dazu gab es vor 400 Millionen Jahren deutlich mehr Biomasse, ergo auch mehr CO2, ergo auch wärmer, dazu mehr O2 in der Atmosphäre und deswegen mehr Brände.
Was aber immer gleich beim Klimawandel sind die langsamen Änderungen (abgesehen bei Vulkanausbrüchen). Heute hingegen geht es extrem schnell. Die Natur kann sich nicht so schnell anpassen und das zusätzliche CO2 nicht binden.
Wenn wir also hinnehmen, dass eine Verdopplung des CO2 Wertes, der seit Millionen Jahren recht stabil und um 280ppm lag, auf Werte um 600ppm zu einer um acht Grad höheren Temperatur führt, dann sehen wir recht gut, wohin wir steuern. Selbst mit Einhaltung der im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Werte kommen wir auf ungefähr 500ppm und "Paris" werden wir global nicht schaffen. Aktuell liegen wie bei knapp +3ppm pro Jahr.
Derzeit haben wir 1,6 Grad mehr, wenn ich nicht irre. Bei 420pp statt 240ppm. 600ppm werden keine 8 Grad werden. Dazu braucht es mehr als 1000ppm.
Aber selbst heute sieht man, dass das Mittelmeer deutlich wärmer geworden ist, mehr Wasser deswegen verdunstet und durch die stabilen Wetterlagen mehr Wasser örtlich abregnet, was zu örtlichen Hochwassern führt. Diese Wetterlagen werden immer häufiger vorkommen.
Schuld daran hat selbstverständlich der Biber (oder Migranten oder Windräder oder die Grünen).
Ich gehe fest davon aus, dass der extrem intelligente Menschen den CO2 Gehalt auf Werte bis 550-600ppm bis zum Ende dieses Jahrhunderts erhöhen wird.
Mein Tipp sind rund 1000ppm. Da immer mehr Rechtspopulisten überall auf der welt an die Macht kommen, wird man den Klimaschutz herunter fahren und dadurch steigen die Werte noch schneller.
Denn zu den aktuellen anthropogenen Emissionen kommt inzwischen die Ausgasung der Meere durch steigende Termperaturen dazu. Wenn wir umgehend mit technischen Geräte beginnen, Gigatonnen CO2 aus der Atmosphäre zu binden, wird es ganz eng.
Dazu Permafrost, der auftaut, CO2 Senken werden durch die Trockenheit verloren gehen.
Methan ist immer nur kurzfristig ein riesiges Problem, weil es in der Atmosphäre recht schnell zu CO2 oxidiert wird. "Schnell" in geologischen Maßstäben und da sind hundert Jahre unbedeutende
Es gibt auch noch stärkere Klimagase wie Lachgas, die auch frei gesetzt werden.
 
Die Eiweise von Säugetieren flocken bei recht tiefen Temperaturen zusammen, bei Vögeln, als den Nachfahren der Dinosaurier, passiert das alles ein paar Grad später. In gewissen Grenzen kann man sich anpassen.

Es gibt Bakterien, deren optimale Umgebungstemperatur jenseits von 80 °C liegt und selbst Mehrzeller verkraften in Form von Tartigrada-Dauerstadien 90 °C. Eiweiße für 45-60 °C sind biochemisch also überhaupt kein Problem. Dass wir sie in heute lebenden Organismen praktisch nicht finden, ist halt eine Folge der vergangenen 30-60 Millionen Jahre. Wenn es im Schnitt unter 20 °C warm ist, dann stirbt halt alles aus, was auf über 30 °C optimiert ist. "Optimaler Temperaturbereich" ist aber ein sehr gut evolvierbarer Parameter, wie die Verbreitung nahezu sämtlicher Ordnungen über nahezu sämtliche eisfreien Breitengerade (und nicht weniger auch bis in Polarregionen) zeigen. Man muss halt, je nach Generationsdauer, ein paar Jahrunderte bis einige Jahrtausende Anpassungsphase einplanen.

Spannend finde ich den klaren Zusammenhang von CO2. Es gibt mehrere Mechanismen, um die Konzentration steigen zu lassen und völlig unabhängig von vielen anderen Faktoren ist der Zusammenhang zum Klima empirisch recht eindeutig.

Ich habe jetzt nicht den Originaltext rausgesucht, aber wie viele andere Parameter konnten die überhaupt erfassen? Methan ist afaik jenseits von Eisbohrkernen unmöglich, weil es zu instabil ist und von chemischen oder gar biologischen Prozessen nicht objektiv eingebunden wird. Ähnliches gilt für exotischere Klimagase. Wassergehalt der Athmosphäre dürfte nur in den allerseltensten Fallen vom (unbekannten/zufälligen) Wassergehalt der unmittelbaren Umgebung trennbar sein. Also bleiben als Parameter eigentlich nur CO2 und Sonnenaktivität, wobei letztere ja meist Zyklen in der Größenordnung von Jahrzehnten bis Jahrhunderten hat und diese Studie bestenfalls eine Auflösung von Jahrtausenden liefert.
=> Es war eigentlich vorhersehbar, dass sie die stärkste Korrelation zu CO2 finden. Schlicht weil sie alles andere nicht belastbar genug beproben können.

Erstaunt bin ich aber über die Stärke der Korrelation. 8 K pro Verdopplung? WTF! Wir haben die erste Verdoppelung schon geschafft, sind auf bestem Wege zu einer zweiten und empfinden schon die Folgen von 1,3 K als wortwörtlich so "katastrophal", dass sie uns davon abhalten, am 1,5-K-Ziel auch nur zu arbeiten.

Wenn wir umgehend mit technischen Geräte beginnen, Gigatonnen CO2 aus der Atmosphäre zu binden, wird es ganz eng.

Wir haben, in Ermangelung der Bereitschaft unseren Verbrauch allgemein zu senken, noch nicht einmal die nötigen erneuerbaren Energien, um einen weiteren Anstieg der Emissionen zu stoppen. Von einer Senkung derselben ganz zu schweigen. Erst recht von einer starken Senkung bis auf 0. Und erst wenn man die geschafft hat, lohnt sich die Investionen von weiterer sauberer Energie (die man auch erstmal haben muss) in technische Lösungen für negative Emissionen.

Ich gehe davon aus, dass in absehbarer Zeit, also irgendwas um 2200 die acht Grad erreicht werden. Tschakka! Mission erfüllt

Imho zuviele Unwägbarkeiten, um weiter als 50-100 Jahre zu extrapolieren. Aber 3-5 K zum Ende dieses Jahrhunderts erwarte ich schon seit 20 Jahren und bislang hatte ich keinen Grund, diese Annahme zu korrigieren.


Ist mir aber schlicht zu ungenau. Ich verlasse mich lieber auf Eisbohrkerne und die mittleren Temperaturen reichen ja schon weit in die Vergangenheit, dass wir wissen, dass die CO2 Konzentration immer weiter gesunken sind, gerade als die Antarktis im Südpol vereiste. Das ist jetzt 50 Millionen Jahre her und steigt messbar durch den Menschen wieder an.

In dieser Studie geht es um Ereignisse, die deutlich weiter als 50 Ma zurückliegen. Da gibt es keine besseren Daten. Für kurzfristiges nimmt man natürlich eine andere Grundlage, genauer gesagt dürften Forscher selbst ihre Modelle und Methoden an den relativ guten Daten der letzten 10 Ma kalibriert haben.

Es gibt ja die Theorie, dass das CO2 der Temperatur nachläuft. also, erst wird es wärmer und dann entsteht mehr CO2, was die Temperatur weiter steigen lässt.

Es gibt eine ganze Menge Prozesse, die den CO2-Gehalt im Zuge steigender Erwärmung steigen lassen. Wie schon erwähnt, taucht z.B. Methan, dass aus Permafrost und bei 8 K auch irgendwann aus Methanhydraten in riesigen Mengen freigesetzt wird, z.B. nicht als CH4 in so alten Materialien aus, sondern erst nachdem es zu CO2 oxidiert wurde. Heiße Ozeane können auch schlicht weniger CO2 lösen und geben somit als direkte Folge irgendwann welchse frei und wenn die Erwärmungen schnell ablaufen (ich würde mal 1 K pro Jahrtausend als absolute Obergrenze nennen, unter Berücksichtigung der Rückkoppelungen auf Niederschläge aber möglicherweise auch schon 0,1 K/ka), dann dass für sich genommen eine ordentliche Störung der Ökosysteme, die in einem entsprechenden Abbau von Biomasse resultiert.

Nachdem irgendso ein Trockennaseaffe für absurde 1 K pro Jahrhundert (!) gesorgt hat, können wir ja aktuell überall beobachten, wie sich Wälder in großem Stil wortwörtlich in Rauch auflösen. Spätestens bei 2-3 K dürften auch Moore ganz von alleine trockenfallen und irgendwann feuer fangen. Das sind gigantische Kohlenstoffspeicher, die alle nicht Erwärmungsfest sind.

Umgekehrt hat CO2 aber auch seinerseits eine stark erwärmende Wirkung. Und diese Rückkoppelung wirkt binnen Jahren bis Jahrzehnten, die oben genannten binnen Jahrhunderten. Mit der miserablen zeitlichen Auflösung geologischer Archive, die afaik erst in der Größenordnung von Jahrzehntausenden bis Jahrhundertausenden belastbar wird, kann man also nicht sagen, was worauf folgte. Man sieht CO2 und Temperatur "gleichzeitig" nach oben schießen. Erst jüngere Eiskerne, also so die letzten 1 Ma vielleicht, erlauben afaik eine sichere zeitliche Einteilung und können so Kausalitäten andeuten. Alles davor sind nur Korrelationen.

Dazu gab es vor 400 Millionen Jahren deutlich mehr Biomasse, ergo auch mehr CO2, ergo auch wärmer, dazu mehr O2 in der Atmosphäre und deswegen mehr Brände.

Tendenziell eher im Gegenteil: Mehr Biomasse = weniger CO2, da eben mehr C in biologisch gebundener Form statt in irgendwelchen Gasen vorliegt. Allerdings darf man auf so gigantischen Zeitskalen die geologischen Prozesse nich ignorieren. Die sind letztendlich viel mächtiger, wenn sie sich erstmal in Bewegung setzen. Vor 500 Millionen Jahren zwar z.B. unser heutiges Öl schlicht noch kein Öl. Aber war der zugehörige Kohlenstoff eher in Lebewesen? In der Athmosphäre? In Gesteinen? :ka:

Derzeit haben wir 1,6 Grad mehr, wenn ich nicht irre.

Für das Jahr werden afaik 1,5 K angegeben, auf kleineren Zeitskalen vielleicht auch 1,6 K. Aber wegen der Schwankungen von Jahr zu Jahr (El Nino 2023/2024 war stark) mittelt man klimatologische Beurteilungen über längere Zeiträume, sodass wir offiziell noch bei +1,3 K stehen.

Bei 420pp statt 240ppm. 600ppm werden keine 8 Grad werden. Dazu braucht es mehr als 1000ppm.

An dem bis "2200" zweifel ich auch, aber unterschätze nicht den Lag solcher Prozesse. Selbst wenn wir jetzt bei 400 ppm fixieren würden, wären die angestoßenen Prozesse nicht vor 2600 alle abgelaufen. Auch die Temperatur würde noch eine zeitlang ansteigen, 8 K in z.B. 2800 als Folge von 600 ppm 2100 wären durchaus denkbar. Die 1,3 K, die du heute siehst, sind eher die Folge von 250 ppm irgendwann im letzten 20. Jahrhundert. Der Scheiß, der seitdem verzapft wurde, ist noch in Entwicklung.

Schuld daran hat selbstverständlich der Biber (oder Migranten oder Windräder oder die Grünen).

Ist doch logisch: Wo viele ""Afrikaner"" leben, war es schon immer heiß und es gab tropische Regenfälle und jetzt leben die ""alle"" "bei uns"!
 
,... Erstaunt bin ich aber über die Stärke der Korrelation. 8 K pro Verdopplung? WTF! ....
Der Wert ist nicht neu und wird in vielen Simulationen so gezeigt. Wir haben zum Glück noch keine Verdoppelung, sondern "nur" 420ppm abstatt derer 280. also 50% mehr. Und damit kommen wir auf knapp 4°C, es ist nicht ganz liniear. Nicht sofort, das System ist sehr träge, aber wir MÜSSEN das CO2 wieder aus der Atmosphäre bekommen. Denn das Ziel "bis 2100 nicht über 2°C" sagt ja nicht, dass die Erwärmung 2101 dann abrupt stoppt.

Wir reden aktuell von ca. 2W Differenz zwischen aufgenommener Strahlungsenergie und abgegebener. Im ersten Ansatz müssen ca. die oberen 10m Wasserschicht und 3m Erdreich an Land erwärmt werden. Und der Prozess ist nicht adiabat, mit steigender Temperatur sinkt der Gradient.

Jetzt stelle dir 10t Wasser vor eine eine Heizung von 2W. Es dauert Jahrhunderte, bis die 4°C Temperatursteigeurng erreicht sind. Dazu kommen dann nach Meereströmungen, die über Jahrhunderte betrachtet den ganzen Ozean, auch die tieferen Schichten mit in die Wärmebilanz einbeziehen.

Wir sehen, der Prozess ist laaaaangsam und träääääge. Das wir jetzt schon 1,5°C haben ist bedenklich, noch bedenklicher sind die heute schon erkennnbaren Folgen mit signifikant sinkener Nahrungsmittelproduktion. Das wird noch richtig ungemütlich und was macht der Mensch? Der CO2 Ausstoß steigt weiter, abstatt massiv reduziert zu werden
... Wir haben, in Ermangelung der Bereitschaft unseren Verbrauch allgemein zu senken, noch nicht einmal die nötigen erneuerbaren Energien, um einen weiteren Anstieg der Emissionen zu stoppen. Von einer Senkung derselben ganz zu schweigen.
Aber genau das wird in den langfristigen Projektionen vorausgesetzt. Wenn wir unter 4°C bleiben wollen, müssen wir ganz schnell nciht nur kein weiteres CO2 emittieren, sondern CO2 Senken erstellen, z.B. mit Millionem Tonnen verkleinertem Gestein, welches dann beschleunigt verwittert.

Aber genau über diesen Punkt wird überhaupt diskuttiert. Denn es besteht nicht einmal die Bereitschaft, überhaupt den Verbrauch an fossilen Energieträgern zu reduzieren.

Ich bin heute schön 500km Motorrad rein zum Spaß gefahren und hab 20l Benzin genüßlich abgefackelt. 27°C Ende September, optimale Reifenhaftung, so muss das sein. Das Klima? Problem der nächsten Generation. Warum sollte ich mich kasteien, wenn 8 Milliarden andere Menschen auch nix machen? Ich weiß, ich weiß, Kant und der kategorische Imperativ. Aber wer sagt denn auch, dass ich ein guter Mensch bin?
Imho zuviele Unwägbarkeiten, um weiter als 50-100 Jahre zu extrapolieren. Aber 3-5 K zum Ende dieses Jahrhunderts erwarte ich schon seit 20 Jahren und bislang hatte ich keinen Grund, diese Annahme zu korrigieren.
Ich auch, aber wenn man sowas z.B. im Spiegelforum schreibt, also an einem Ort, an dem es dann auch mal hunderte bis tausende Menschen lesen, wird sowas als unsachlich gelöscht. Wir rennen in eine Wand voller Messer. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind eindeutig, die Politik reagiert nicht, weil sie keine Panik will, der Bevölkerung ist es ziemlich egal.

Ich weiß, warum ich keine eigenen Kinder habe. Ich habe nur Leih- und Beutekinder. Und die werden schon ziemlich blöde Veränderungen erleben, wir im hohen Alter auch. Aber dann mag man es eh wärmer und isst weniger.
 
Zuletzt bearbeitet:
20 l in an einem Tag sind schon übelste Kanone. Ich kommen dieses Jahr bislang auf knapp 400 l für einen Zweipersonenhaushalt und da ist schon der komplette Urlaub mit bei, für den andere mehr Kerosin pro Nase verheizen. Alles noch nicht perfekt, aber für "ich habs ja versucht, nur stand ich ziemlich alleine da" reicht es. Und künftige Umweltzerstörer habe ich auch keine in die Welt gesetzt, sind eh schon zu viele da.

Aber mit diesem Level an Zurückhaltung hätte spätestens Anfang der 90er JEDER Anfangen müssen, um 2 K zu schaffen. Heute, mit der verlorenen Zeit und von einem weiter gestiegenen Niveau ausgehend, wären weit drastische Maßnahmen nötig. Ist halt nur niemand bereit zu (selbst ich überlasse sie gerne denjenigen, die die letzten 20 Jahre weiter Party ohne Morgen gefeiert haben, während ich mich zurückgehalten habe) und solange das nicht der Fall ist, bleibt CO2-Zurückhaltung utopische Ressourcenverschwendung. Aber selbst in einem Science-Fiction-Szenario, in dem die Welt irgendwann aufwacht, müsste man die dreimal durchrechnen. Trotz allem ist der Klimawandel noch die geringste Bedrohung für die Natur und CO2-Rückholung und sichere Einlagerung sind so aufwendig, dass zu prüfen wäre, ob eine Reduktion anderer Umweltbelastungen nicht einen weitaus stärkeren Schutzeffekt erreichen könnte.
 
20 l in an einem Tag sind schon übelste Kanone.
Und jetzt gibt es zwei Sichtweisen. Deine, die auf den absoluten Verbrauch zielt und zurecht sagt "Ungeheuerlich", und meine, die ganz stolz ist, vom Maximalverbrauch vor vierzig Jahren, als ich fünfmal mehr pro Jahr bei doppeltem Verbrauch fuhr, auf nur noch auf 10% gekommen zu sein. Ich habe also meinen Verbrauch um 90% reduzieren!

Und da es das einzige Laster ist, was ich habe und ansonsten extrem sparsam bin, habe ich da nicht einmal ein schlechtes Gewissen, obwohl Menschen von außen zurecht auf diesem ihrer Meinung nach überflüssigen Verbrauch hinweisen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin heute schön 500km Motorrad rein zum Spaß gefahren und hab 20l Benzin genüßlich abgefackelt. 27°C Ende September, optimale Reifenhaftung, so muss das sein. Das Klima? Problem der nächsten Generation. Warum sollte ich mich kasteien, wenn 8 Milliarden andere Menschen auch nix machen? Ich weiß, ich weiß, Kant und der kategorische Imperativ. Aber wer sagt denn auch, dass ich ein guter Mensch bin?
Warum schwingst du dann immer die Moralkeule? Wenn du selber nicht besser bist?
Ich weiß, warum ich keine eigenen Kinder habe. Ich habe nur Leih- und Beutekinder. Und die werden schon ziemlich blöde Veränderungen erleben, wir im hohen Alter auch. Aber dann mag man es eh wärmer und isst weniger.
Wie kommst du darauf das ältere Menschen Wärme besser abkönnen? Eigentlich ist das Gegenteil der Fall.
 
Warum schwingst du dann immer die Moralkeule? Wenn du selber nicht besser bist?
Ich mache viel. Ich verbrenne nur noch 4 riefen pro Tag. :ugly:
Jeder sollte das machen, was er kann.
Ich will niemanden seinen 68er Mustang Fastback verbieten oder seine Enduro.
Es gibt viele Möglichkeiten.
Blöd ist, dass sich immer weniger für den Klimaschutz interessieren. Das sieht man gut an der Teilnehmerzahl bei
Demonstrationen.

 
Ich mache viel. Ich verbrenne nur noch 4 riefen pro Tag. :ugly:
Jeder sollte das machen, was er kann.
Ich will niemanden seinen 68er Mustang Fastback verbieten oder seine Enduro.
Es gibt viele Möglichkeiten.
Blöd ist, dass sich immer weniger für den Klimaschutz interessieren. Das sieht man gut an der Teilnehmerzahl bei
Demonstrationen.
Sehe ich anders. Wenn man die Moralkeule schwingt und andere Menschen belehren will und sich selber benimmt wie ein Klimasünder, ist das Heuchelei!
 
Sehe ich anders. Wenn man die Moralkeule schwingt und andere Menschen belehren will und sich selber benimmt wie ein Klimasünder, ist das Heuchelei!
Ich schüttle genauso den Kopf, wenn sich jemand einen Suv mit 4 Liter V8 kauft und frage, was der Unsinn soll.
Natürlich muss man die Moralkeule schwingen. Mich wundert es schon immer, wieso einer von Hamburg nach Köln fliegen muss. Natürlich kritisiere ich das und würde die Preise für solche deutlich erhöhen, sodass die Bahn günstiger ist.
 
Ich schüttle genauso den Kopf, wenn sich jemand einen Suv mit 4 Liter V8 kauft und frage, was der Unsinn soll.
Natürlich muss man die Moralkeule schwingen. Mich wundert es schon immer, wieso einer von Hamburg nach Köln fliegen muss. Natürlich kritisiere ich das und würde die Preise für solche deutlich erhöhen, sodass die Bahn günstiger ist.
Es geht darum das man, wenn man die Moralkeule schwingt, auch Vorbild sein sollte.
 
Zurück