Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Wenn es Bevölkerungsdruck war, warum sind dann nicht alle Elefanten in Afrika weg?
Weil die Fauna in Afrika Zeit genug hatte sich an das immer gefährlichere Tier "Mensch" anzupassen. Alle anderen Tiere in anderen Kontinenten wurden überrascht. Da war auf einmal so ein kleines schwächliches Tierchen und schwups war man mause tot
Und warum hat Neanderthalensis während seiner fast 200.000 Jahre Regentschaft nicht alle Mamuts ausgerottet, die nachweislich noch von 20.000 Jahren in Sibirien lebten?
Weil es viel weniger waren und das Verbreitungsgebiet erheblich kleiner
Und wie zum Teufel wurden nachweislich Sapiens, die vor 40kJ zweifellos wie ein heutiger Kenianer aussahen, binnen dieser Zeit zum blonden Europäer, obwohl auch klar ist, dass die 40kJ eigentlich für solche eine Transformation zu kurz sind.
Wegen Vitamin D Mangel
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir leben immer noch in einer kurzfristigen Eiszeit...
Klar beschweren sich die Leute da über das "schlechte Wetter".

Aber wird ja früher oder später wieder besser, keine Sorge ;)

Dino freut sich schon!
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... Ich denke, es ist ein Konglomerat aus Klimawandel hin zum milderen Klima, kombiniert durch Populationen von Sapiens...
Das ist lange ein Zankapfel gewesen, wieder ein Teil der Wissernschaftsgeschichte, die auch christlich geprägt war, mit dem Glauben an die Unveränderbarkeit der Welt. Früher hätte man nie vermutet, dass der Mensch in der Lage gewesen wäre, göttliche Schöpfungen zu vernichten.

Aktuell befinden wir uns in einer interglazialen Periode, einer relativen warmen Zeit, zwischen den Extremen der Eiszeiten. Davon gab es etliche davon und die Megafauna hat das jedesmal überlebt. Es gab nur Verlagerungen des Verbreitungsgebietes, je nach Klima nördlicher oder südlicher. Erst als der Mensch dazu kam, wurde sehr vielen Tieren der Garaus gemacht.

Hier, wenn Du tiefer in den aktuellen Forschungsstand eindringen willst, drei kurze Artikel

2016 ging man noch von mehreren Faktoren aus

heute sieht man das eindeutiger

Das passt auch gut ins Thema und ist ein älterer Artikel von 2010, als das Thema noch sehr ontrovers diskutiert wurde
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil die Fauna in Afrika Zeit genug hatte sich an das immer gefährlichere Tier "Mensch" anzupassen. Alle anderen Tiere in anderen Kontinenten wurden überrascht. Da war auf einmal so ein kleines schwächliches Tierchen und schwups war man mause tot

Weil es viel weniger waren und das Verbreitungsgebiet erheblich kleiner

Wegen Vitamin D Mangel
Sorry, das ist in Summe alles ganz schön Kokolores... ;-)
 
Äh, die Antarktis ist erst von 30-40 Mio. Jahren vereist.

Westantarktis, um die es hier geht, wohl sogar <<20 Ma.


Außerdem haben "wir" den Biber längst als Ursache der Hochwasser identifiziert, Problem gelöst, wenn alle Biber ausgerottet sind. Also nix mehr mit Solarzelle, Wärmepumpe und E-Auto.

Wieviel Biber man wohl erlegen muss, um das Abschmelzen Grönlands auszugleichen? Oder kann man Wölfe als Multiplikatoren dazu nehmen?


Und warum hat Neanderthalensis während seiner fast 200.000 Jahre Regentschaft nicht alle Mamuts ausgerottet, die nachweislich noch von 20.000 Jahren in Sibirien lebten?

Hat neanderthalensis damals dort schon in hinreichend großer Zahl gelebt? War er ähnlich stark überlegen wie sapiens? Letzteres kann man wohl ziemlich stark verneinen, ersteres war zumindest anfangs nicht der Fall und mit der zunehmenden Ausbreitung der neuesten Hominiden ging auch das Verbreitungsgebiet der Mammuts immer weiter zurück. Kann Korrelation sein, kann Kausalität sein - soweit zurückliegend sind unsere Funde zu lückenhaft, um die zeitliche Abfolge zu rekonstruieren. Lokales Ausrotten geht binnen einiger Jahrzehnte; wir sind froh wenn wir das Verschwinden einer Art / das Auftauchen einer anderen auf ein Jahrtausend genau datieren können. Beides von zwei verschiedenen Arten, um die Reihenfolge festzulegen, klappt erst in viel jüngerer Zeit.

In dieser Zeit ist sapiens auf drei Kontinenten (Nordamerika, Südamerika, Australien) gelandet und zumindest die zwei hinreichend großen, gut erforschten Inseln (Neuseeland) zeigen genau das gleiche Muster: Mensch kommt, Zahlen der Megafauna gehen in den Keller, nach erstaunlich wenigen Jahrtausenden sind bestenfalls noch einzelne große Arten übrig.

Und wie zum Teufel wurden nachweislich Sapiens, die vor 40kJ zweifellos wie ein heutiger Kenianer aussahen, binnen dieser Zeit zum blonden Europäer, obwohl auch klar ist, dass die 40kJ eigentlich für solche eine Transformation zu kurz sind.
Neanderthaler hat dafür 100 kJ gebraucht und war mit Sicherheit gleich schlau und genetisch besser ausgerüstet.

Erstmal ist das keine so kurze Zeit, sondern schätzungsweise 1200 bis 1500 Generationen. Bei hinreichend starkem Selektionsdruck kann sich das einiges tun und eine Farbmorphe ist nun wirklich nichts besonderes. Zweitens haben nicht-afrikanische Linien von sapiens bekanntermaßen 1-3% neanderthaliensis-Gene. Warum selber evolvieren, wenn man sich einfach nach oben *** kann?


Mit Klimawandel hat das aber alles wenig zu tun. Der Verlust der Megafauna hat zwar auch Auswirkungen auf die Vegetation gehabt, aber da sich die globalen Prozesse über mehrere Jahrzehntausende verteilt haben, wären mir keine weltweiten Klimafolgen dadurch bekannt. Die Macht dazu hat der Mensch erst wesentlich später erlangt, bis Anfang des 19. Jhd. scheint er "nur" eine ökologische Katastrophe gewesen zu sein.
 
Westantarktis, um die es hier geht, wohl sogar <<20 Ma.
Es ging um die initiale Aussage, dass die Antarktis seit 500.000 Jahren vereist gewesen wäre.
Hat neanderthalensis damals dort schon in hinreichend großer Zahl gelebt?
Ja :)
Als freiwilliger Urlaubshelfer vom Peter Strasser auf Kreta
https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/die-seefahrt-wer-hats-erfunden-1482/
sie konnten mit hoher Wahrscheinlichkeitz schon Seefahrt...
und ebenso unter John Cortes bei Gibraltar lässta uch das Wissen bei einem Leien wachsen. :D

Es lässt sich an Hand der bisherigen Funde von beiden Arten, den gefundenen Nahrungsgewohnheiten, der gefundenen Fauna wie Flora und den klimatischen Verhältnissen eine Maximalpopulation von ca. 80.000-100.000 Individuen im kompletten Verbreitungsraum als Maximalwert definieren (mehr Futter war nicht da) udn einen Minimalwert von maximal 10.000 Individuen vor ca. 40.000 Jahren definieren.
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War er ähnlich stark überlegen wie sapiens?
Ja :)
Vermutlich jedoch hochspezialisierter, kein Generalist.
Gleich schlau, neuste Erkenntnisse bescheren ihm sogar bessere Verarbeitung von visuellen Reizen.
Neanderthaler konnten deutlich schärfer sehen, als die Sapiens.
Hauptwaffe war der Stoßspeer, der ungleich effektiver als der Wurfspeer der Sapiens war, insbesondere gegenüber Großbeute.
Wurfspeer könnte jedoch was mit der Reduzierung unserer Vettern zu tun gehabt haben.
Immerhin was die Kampfreichweite dann realistische 20-30 m

Letzteres kann man wohl ziemlich stark verneinen, ersteres war zumindest anfangs nicht der Fall und mit der zunehmenden Ausbreitung der neuesten Hominiden ging auch das Verbreitungsgebiet der Mammuts immer weiter zurück. Kann Korrelation sein, kann Kausalität sein - soweit zurückliegend sind unsere Funde zu lückenhaft, um die zeitliche Abfolge zu rekonstruieren. Lokales Ausrotten geht binnen einiger Jahrzehnte; wir sind froh wenn wir das Verschwinden einer Art / das Auftauchen einer anderen auf ein Jahrtausend genau datieren können. Beides von zwei verschiedenen Arten, um die Reihenfolge festzulegen, klappt erst in viel jüngerer Zeit.
Das ist leider falsch.
Als die ersten Gruppen von Sapiens nach Mitteleuropa kamen, gab es da schon kaum Mamuts.
Die sind nach Ende der Würm-Esizeit schon längst in Richtung Osten abgedüst.
Was richtig ist, dass das Wollnashorn ganz offensichtlich eine Leispeise der Sapiens war und hier in dem Punkt sicherlich ein Konkurrenz zum Neanderthaler waren.
In dieser Zeit ist sapiens auf drei Kontinenten (Nordamerika, Südamerika, Australien) gelandet und zumindest die zwei hinreichend großen, gut erforschten Inseln (Neuseeland) zeigen genau das gleiche Muster: Mensch kommt, Zahlen der Megafauna gehen in den Keller, nach erstaunlich wenigen Jahrtausenden sind bestenfalls noch einzelne große Arten übrig.
Das ist ein weiter Spung und gute 100.000 Jahre dazwischen.
Megafauna in Südamerika war weg, bevor überhaupt irgend ein mesnch da war - vor über 40.000 Jahren.
Selbst neuste Erkenntnisse sagen, vor 30.000 Jahren war da noch keiner.
Nordamerika: Riesenfaultier und eine Art Pferd - eher Zebra wurde ausgerottet.
Den überwiegenden Rest schafften dann eher die Neusiedler ab 1600.

Erstmal ist das keine so kurze Zeit, sondern schätzungsweise 1200 bis 1500 Generationen. Bei hinreichend starkem Selektionsdruck kann sich das einiges tun und eine Farbmorphe ist nun wirklich nichts besonderes. Zweitens haben nicht-afrikanische Linien von sapiens bekanntermaßen 1-3% neanderthaliensis-Gene. Warum selber evolvieren, wenn man sich einfach nach oben *** kann?
Das ist zu einfach.
Evolutionstechnisch - da ist die Wissenschaft sich einig - funktioniert der Sprung leider nicht ganz so schnell wie dargestellt.
Der 1-3% Anteil ist heute.
Die Analysen sind Stand "heute" so, dass vor 40.000 Jahren die Sapiens ebenso nur eine maximale Wanderungspopulation von 10.000 bis 20.000 Individuen umfasste.
Um heute 1-2% zu erreichen war damals rechnerisch eine Vermischung 1:1 notwendig.
Es spicht sehr viel dafür, dass vorhandene Neanderthalpopulationen in Mitteleuropa komplett assimiliert wurden und eine Mischpopulation mit leichtem Gen-Pool-vorsprung vom Sapiens übrig blieb.
Erst mit nachströmenden Sapiens ab ca. 20.000 vor Chr. aus dem mittleren Osten "verwässerte" sich das immer mehr bis zum heutigen Anteilsverhältnis.
Mit Klimawandel hat das aber alles wenig zu tun.
Nun, es wurde definitiv wärmer, sonst gäbe es bei Berlin ja noch einen dicken Eisschild und kein Berlin.
Der Neanderthaler war definitiv an kaltes Klima angepasst.
Er hatte einen sehr massigen und kräftigen Körper.
Die Körperkraft war, obwohl ca. 10-15 cm kleiner als der Sapiens um gut Faktor 2x größer.
Bedurfte hierfür aber viel tierisches Eiweiß.
Kurzum, die allmähliche Erwärmung hat der Population durchaus zugesetzt, in welchem Umfang ist zweifellos noch unklar.
Die "sortenreine" Restpopulation war ja dann mehr oder weniger grob um Gibraltar versammelt.
Und sie mussten dort mit einem Klima klarkommen, dass in etwa dem heutigen Schweden glich.

Rein auf eine Zeitachse bezogen, war der Neanderthaler erfolgreicher als Sapiens.
Letzterer muss noch 50.000 Jahre weiter überleben, um die gleiche irdische Anwesenheitsspanne vorzuweisen.

Tja - und Klima.
Die längste Zeit, in der Fauna und Flora auf der Erde existieren, war die Erde deutlich wärmer.
Erst kürzlich wieder allgemein im Populärwissenschaftlichen aufgeploppt.
Bis auf den besorgten Sapiens ist es dem Rest des Planeten recht wuppe, wenn die Kurve wieder nach oben geht.
Dann eben ohne Sapiens - ist vielleicht besser so.
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Bis auf den besorgten Sapiens ist es dem Rest des Planeten recht wuppe, wenn die Kurve wieder nach oben geht.
Bis auf den Tieren und Pflanzen, die aktuell leben.

Den Schweizern ist es jedenfalls egal.

 
Bis auf den Tieren und Pflanzen, die aktuell leben.
Nicht wirklich.
Wir haben genau genommen noch boreale Flora allenortens.
Obwohl die boreale Zone seit Jahrhunderten und somit längst viel weiter im Norden liegt.
Kiefern, Fichten und Tannen sind Kinder der Eiszeit und Buchen, Ahorn oder Eiche konnte sich nur deswegen schon vor ca. 30.000 Jahren langsam ansiedeln, weil es eben immer wärmer wurde.
Weil es prima Nutzholz ist, halten wir eben Fi/Ta und Kiefern in großen Nutzwäldern vor, obwohl schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts von entsprechenden Problemen berichtet wurde.
Es ist aus meiner Sicht eine Überlagerung des generellen Trends der Erderwärmung kombiniert mit einer massiven Klimaänderung durch das Massenazuftreten von Sapiens und dessen Industrialisierung.
Analoges im Tierreich.
Letzteren Punkt will ich garantiert nicht kleinreden, aber gäbe es keine Menschen , dann würde die Natur in Mitteleuropa signifikant von dem abweichen, wie wir sie so landläufig wahrnehmen.

Genau genommen gibt es hierzu historische Aufzeichnungen - die der Römer.
Germanien war dafür bekannt, riesige Eichenwälder zu besitzen.
Man vermutet, dass um Chr. Geburt zw. 60-80% aller Wälder tatsächliche Eichenwälder waren.
Angepasst an das sich graduell geänderte Klima aus der Eiszeit heraus.
Wir haben aktuell jedoch mit Fichte (25%) und Kiefer (23%) seit ca. 1500 n. Chr. andere Nutzholzprämissen gesetzt.
Heute sind nur noch ca. 16% Buche und bescheidene 10% Eiche übrig.
Und somit ebenso genau genommen, sidn wir selber schuld, dass unsere Wälder keine Chance haben, dem aktuellen Klimatrend nachkommen zu können.
 
Letzteren Punkt will ich garantiert nicht kleinreden, aber gäbe es keine Menschen , dann würde die Natur in Mitteleuropa signifikant von dem abweichen, wie wir sie so landläufig wahrnehmen.
Ich meine immer global.
Der Mensch sorgt dafür, dass die Meeresschildkröten aussterben. Dazu sind weltweit schon viele Insektenarten ausgestorben. Dazu die inversive Arten, die von uns verteilt werden und lokale Arten vertreiben.
Und wir wissen noch gar nicht, wie viele Arten im Meer aussterben werden, weil es sich immer weiter erwärmt.
Der Mensch ist der Antreiber für das sechste große Artensterben in der Geschichte der Erde.
 
Ich meine immer global.
Der Mensch sorgt dafür, dass die Meeresschildkröten aussterben. Dazu sind weltweit schon viele Insektenarten ausgestorben. Dazu die inversive Arten, die von uns verteilt werden und lokale Arten vertreiben.
Und wir wissen noch gar nicht, wie viele Arten im Meer aussterben werden, weil es sich immer weiter erwärmt.
Der Mensch ist der Antreiber für das sechste große Artensterben in der Geschichte der Erde.
Dem ist so.
Genau deshalb komme ich zurück zur kritisierten Kernaussage von mir:
Dem Planet ist die aktuelle Entwicklung "wurscht".
Wenn Sapiens dann nicht mehr da ist, wird die Evolution schon dafür sorgen, dass neue Arten entstehen und Lebensräume einnehmen - wie auch immer diese Arten dann aussehen mögen.
 
Dem Planet ist die aktuelle Entwicklung "wurscht".
Der Erde hat auch keine Gefühle. ;)
Wenn Sapiens dann nicht mehr da ist, wird die Evolution schon dafür sorgen, dass neue Arten entstehen und Lebensräume einnehmen - wie auch immer diese Arten dann aussehen mögen.
Der Homo ist ja eh relativ jung und hat sich auch nur deshalb entwickelt, weil eben Arten davor ausgestorben sind.
Dazu braucht es auch die Kontinentalverschiebung. Nur weil sich die Antarktis am Südpol war, konnte sich die Erde abkühlen und sich die Säugetiere vermehren.
Sobald es alleine durch die Verschiebung wärmer wird, geht den Säugetieren wieder die Luft aus.
Die Evolution geht immer weiter.
 
Sorry, das ist in Summe alles ganz schön Kokolores...
Wenn Du andere belegte Theorien hast, nur heraus damit. Alles was ich sagte, kann ich mit Quellen belegen, wenn Du das unbedingt benötigst.


".... Zum Aussterben der Megafauna kam es in den letzten 50.000 Jahren praktisch in allen Regionen der Welt – außer in einer: in Afrika. Dort überstanden die meisten großen Säugetiere diese Zeit. Vermutlich konnten sich die heutigen Großtiere dort besser an den Menschen anpassen, denn von diesem Kontinent stammt er...."
Du und viele andere vergessen dabei, dass der Neandertaler auch in der letzten Interglazialen lebte. Dort war das Klima dem heutigen ähnlich und die Eisverbeitung auch. Auf diese Zeit war er auch gut angepasst und musst dann mit den rauer werdenden Bedingungen vor ca. 110.000 Jahren klar kommen. Aus der letzten Interglazialen finden wir im Norden aber keine Spuren, weil ein dicker Eispanzer alles zerstörte. Das Verbreitungsgebiet war füher größer. Und die Megafauna hat schon eine Eiszeit mit Neandertalern und ohne Homo Sapiens überlebt.

Vielleicht waren es auch beide, aber weder in Nordamerika noch Australien war der Neandertaler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja :)
Als freiwilliger Urlaubshelfer vom Peter Strasser auf Kreta
https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/die-seefahrt-wer-hats-erfunden-1482/
sie konnten mit hoher Wahrscheinlichkeitz schon Seefahrt...
und ebenso unter John Cortes bei Gibraltar lässta uch das Wissen bei einem Leien wachsen. :D

Es lässt sich an Hand der bisherigen Funde von beiden Arten, den gefundenen Nahrungsgewohnheiten, der gefundenen Fauna wie Flora und den klimatischen Verhältnissen eine Maximalpopulation von ca. 80.000-100.000 Individuen im kompletten Verbreitungsraum als Maximalwert definieren (mehr Futter war nicht da) udn einen Minimalwert von maximal 10.000 Individuen vor ca. 40.000 Jahren definieren.
Anhang anzeigen 1470433

Aber ein Großteil davon hing halt im Mittelmeerraum oder Zentraleuropa raum. Du hast nach der (Nicht-)Ausrottung sibirischer Mammuts gefragt und da ist eben meine Replik, wann da jemals genug Neanderthaler gelebt haben sollten, um eine solche überhaupt möglich erscheinen zu lassen? Das von dir bescheinigte Material spricht ja eher von Null Kontakt zwischen Neanderthaler und späteren Mammutpopulationen. Jedenfalls ist das kretische Mini-Mammut meines Wissens nach deutlich früher ausgestorben. (Schade. Das wäre DIE plüschige Alternative zu bleibt-gar-nicht-mini-Hausschweinen. Wo sind die Kloner, wenn man mal einen braucht?)


Er hat im Konkurrenzkampf mit sapiens nachweislich den kürzeren gezogen, dass spricht ziemlich stark gegen eine vergleichbare Konkurrenzstärke.

Immerhin was die Kampfreichweite dann realistische 20-30 m

Was ein verdammt großer Vorteil ist. Insbesondere wenn man sich, wie von dir gewünscht/vermisst mit 8 Tonnem angepisstem Rüsseltier anlegen soll. Um Mammuts in großer Zahl zur Strecke zu bringen, muss man sie aus deutlich mehr als einer Rüssellänge angreifen können. Und das durch eine verdammt dicke Haut hindurch. Hat neanderthalensis offensichtlich nicht gekonnt (oder nicht gewollt), sapiens schon. In Folge hat letzterer die vorletzten Mammuts verspachtelt, nicht ersterer.

Das ist leider falsch.
Als die ersten Gruppen von Sapiens nach Mitteleuropa kamen, gab es da schon kaum Mamuts.

Again: Das von dir angezettelte Themengebiet ist Sibirien. Da war das Klima noch sehr lange mammutfreundlich. Genaugenommen erscheint es bis heute geeignet. In abgelegenen Gebieten haben noch welche gelebt, da die ägyptischen Pyramiden schon von den ersten Touristen als Zeugen vergangener Zeiten bewundert. Aber ein Großteil des ursprünglichen nach-Eiszeitlichen Verbreitungsgebiets war halt nicht "abgelegen", sondern wurde von Sapiens bei seiner Ausbreitung nach Norden besiedelt oder zumindest bei der Wanderung durch Beringa in großer Zahl über längere Zeiträume durchwandert. Und da gabs dann wohl Elefantenburger.

Das ist ein weiter Spung und gute 100.000 Jahre dazwischen.
Megafauna in Südamerika war weg, bevor überhaupt irgend ein mesnch da war - vor über 40.000 Jahren.

:huh:
"The extinctions are coincident with the end of the Antarctic Cold Reversal (a cooling period earlier and less severe than the Northern Hemisphere Younger Dryas) and the emergence of Fishtail projectile points, which became widespread across South America."

Klick dich mal durch die Liste der verschwundenen Arten. Da sind ettliche dabei mit den jüngsten Funden <15000 oder zumindest <20000 alt. Umgekehrt ist Präsenz von Menschen in Südamerika für 14000 Jahre gesichert und >16000 wird debattiert. Das passt ziemlich gut. Erst recht wenn man berücksichtigt, wie viel in Südamerika bis auf weiteres nicht finanzierte Forschung sowie wie viel in Südamerika kaum gegebenen Orte mit guten Konservierungs- und ehemals guten Lebensbedingungen es brauchte, um die Zahl für Nordamerika von lange etablierten 10-13k auf zunehemend eher 40k denn 30k zu korrigieren.

Das ist zu einfach.
Evolutionstechnisch - da ist die Wissenschaft sich einig - funktioniert der Sprung leider nicht ganz so schnell wie dargestellt.

Da ist "die Wissenschaft", die ich kennen gelernt habe, aber ganz anderer Meinung. Zumindest von 10-15 Jahren war die Möglichkeit sprunghafter Evolution und die Bedeutung von Schlüsselinnovationen noch gängige Lehrmeinung mit starkem Trend dazu, diese sogar für wichtiger/typischer als gradualistische Entwicklungen zu halten. Ein simpler Blick in den Agrarbereich zeigt auf alle Fälle, dass sich Morphologien verdammt schnell verändern können, wenn starker Selektionsdruck wirkt. Da reichen sogar einige dutzend statt ettlicher tausend Generationen für komplett neue Farbmorphen. Ausgehend von vereinzelt bereits bestehenden Phänotypen, deren Verbreitung oder Nicht-Verbreitung in den hominiden Ausgangspopulationen bei dem lückenhaften archäoglogischen Befund kaum beurteilt werden kann, ist eine vergleichbare Geschwindigkeit auch in freier Wildbahn dokumentiert (ganz klassisches Selektionsbeispiel beim Industriemelanismus).

Nun, es wurde definitiv wärmer, sonst gäbe es bei Berlin ja noch einen dicken Eisschild und kein Berlin.

Okay, lass es mich umformulieren: Von den Aktionen früher Hominiden zum Klimawandel gibt es keine kausale Verbindung. In Gegenrichtung sicherlich schon, aber was hat das mit dem Thema zu tun?

Bis auf den besorgten Sapiens ist es dem Rest des Planeten recht wuppe, wenn die Kurve wieder nach oben geht.
Dann eben ohne Sapiens - ist vielleicht besser so.

"Ohne" wäre für viele besser. Ausgehend von der erheblichen Belastung durch den Menschen gibt der Klimawandel aber vielen Arten den Rest. Wir haben eben nur noch punktuell an wenigen Stellen intakte Natur übrig gelassen und diese Stellen sind fix definiert, voneinander isoliert. Wenn sich jetzt die Klimazonen verschieben, muss die eine Art aus ihrem Refugium auswandern in den sicheren Tod und die Art, die sie aus wärmeren Regionen stammend ersetzen konnte, wurde in Gebieten, die als Zuwanderungsquelle dienen könnten, längst lokal ausgerottet. So bleibt am Ende gar nichts übrig.

(Ganz abgesehen davon, dass der anthropogene Klimawandel die Wanderungsgeschwindigkeit vieler Arten überschreitet, sodass die Ökosysteme gar nicht im Verbund die Lage wechseln können, sondern unter extremen Artenverlust zerrissen werden. Es sind nun einmal gerade besonders stabile Bedingungen, unter denen sich die komplexesten Biotope mit der größten Artenvielfalt finden. Oder fanden.)


Den Schweizern ist es jedenfalls egal.

Die wollen auch mal eine Küste haben.


Nicht wirklich.
Wir haben genau genommen noch boreale Flora allenortens.
Obwohl die boreale Zone seit Jahrhunderten und somit längst viel weiter im Norden liegt.
Kiefern, Fichten und Tannen sind Kinder der Eiszeit und Buchen, Ahorn oder Eiche konnte sich nur deswegen schon vor ca. 30.000 Jahren langsam ansiedeln, weil es eben immer wärmer wurde.
Weil es prima Nutzholz ist, halten wir eben Fi/Ta und Kiefern in großen Nutzwäldern vor, obwohl schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts von entsprechenden Problemen berichtet wurde.

Es haben nicht nur die Plantagenhölzer Probleme, das Klima ist mittlerweile eben längst auch zu warm/trocken für Buchen, Eichen, Kastanien,... Wäre Europa in der Mitte flach statt alpin, sodass Süddeutschland Anbindung an die Luftmassen des Mittelmeerraums hätte und tiefer läge, wäre man in diesem Breiten langsam an dem Punkt, an dem man auf Flaumeiche, Pinie und Ölbaum umstellen sollte.
 
Es haben nicht nur die Plantagenhölzer Probleme, das Klima ist mittlerweile eben längst auch zu warm/trocken für Buchen, Eichen, Kastanien,... Wäre Europa in der Mitte flach statt alpin, sodass Süddeutschland Anbindung an die Luftmassen des Mittelmeerraums hätte und tiefer läge, wäre man in diesem Breiten langsam an dem Punkt, an dem man auf Flaumeiche, Pinie und Ölbaum umstellen sollte.
Gäbe es die Alpen nicht, hätten wir Tornados wie im mittleren Westen der USA.
 
Ich glaube du verwechselst was. Tornados sind kleinräumige Phänomene. Was bei uns wegen der Alpen nicht geben kann, sind Blizzards im ganz weit gedehnten Sinne. Ohne Alpen gäbe es sie aber in der aus dem zentralen USA bekannten Form auch nicht geben, man braucht zusätzlich mindestens eins (besser zwei - China hat sowas auch eher nicht) Gebirge in Nord-Süd-Richtung. Einfach nur freie Sicht aufs Mittelmeer würde Süddeutschland ein milderes, wäremes Klima bescheren. Weniger Berg und mehr Meer halt.
 
Hier sehen wir das neue Normal. Haben sich jetzt alle dran gewöhnt. Egal, die Anpassung an den Klimawandel sind höhere Versicherungsbeiträge Problem erledigt, oder doch nicht?


Aber man muss das positiv sehen. Wir haben ja alle gelernt "Sozial ist, was Arbeit schafft" und so ein Hurrican schafft Arbeit, ziemlich viel. Ordentliche Hochwasser schaffen das aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum das beste Auto kein Auto ist:

 
Längst ist klar, dass die Menschheit kreativ werden muss, um die Klimakrise noch zu bewältigen und unseren Heimatplaneten auch für kommende Generationen lebensfreundlich zu erhalten. Selbst wenn alle Staaten sofort ihre Treibhausgasemissionen nachhaltig und effektiv senken würden, ist das Ziel, die globale Erwärmung auf weniger als 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen, bereits recht sicher außer Reichweite. Deshalb rücken zunehmend gezielte Eingriffe in geochemische oder biogeochemische Kreisläufe der Erde in den Fokus von Forscherinnen und Forschern, um die Erwärmung abzubremsen. Könnte man mit solchen Geoengineering-Methoden zum Beispiel die natürliche Fähigkeit der Ozeane, Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre aufzunehmen, künstlich verstärken, ließen sich anfallende Treibhausgasemissionen kompensieren.

Doch insbesondere die biologischen CO2-Entnahmeverfahren, bei denen Biomasse von Mikroorganismen im Meer zersetzt wird, verringern offenbar den Sauerstoffgehalt im Ozean erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Andreas Oschlies vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Die Wissenschaftler haben mit Hilfe von idealisierten Simulationen die direkten und indirekten Auswirkungen verschiedener Methoden auf den Sauerstoffgehalt im Ozean untersucht. Die Ergebnisse sind im Fachjournal »Environmental Research Letters« veröffentlicht.

Die globale Erwärmung ist die Hauptursache für den dramatischen Sauerstoffverlust im Ozean – um rund zwei Prozent hat die Menge des darin gelösten Sauerstoffs in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen. Das hat bereits jetzt gravierende Folgen für das Leben im Meer: Korallenriffe bleichen aus, die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaften im Meer verändert sich, Fische sterben. Deshalb ist es wichtig, bei der Entwicklung von Strategien gegen den menschengemachten Klimawandel die Auswirkungen auf den Sauerstoffhaushalt des Ozeans zu berücksichtigen.

»Was gut für das Klima ist, ist nicht automatisch gut für den Ozean«, wird Studienleiter Oschlies in einer Pressemitteilung zitiert. »Verfahren, die zusätzliche Biomasse im Ozean produzieren, deren Abbau Sauerstoff verbraucht, können nicht als unbedenkliche Klimaschutzmaßnahme gelten.« Als besonders kritische Methode identifizierten die Forschenden die Ozeandüngung, die Makroalgenzucht mit anschließendem Versenken der Algenbiomasse sowie den künstlichen Auftrieb von nährstoffreichem Tiefenwasser. Bei den beiden erstgenannten Maßnahmen werden große Algenmengen in den tiefen Ozean eingebracht und dort mikrobiell zersetzt. Dieser Abbauprozess verbraucht Sauerstoff – und zwar in einem Ausmaß, das vergleichbar ist mit dem heutigen jährlichen Sauerstoffverlust durch die globale Erwärmung.

Auch der künstliche Auftrieb, bei dem nährstoffreiches Tiefenwasser an die Oberfläche gepumpt wird, wo es wiederum das Wachstum von Mikroalgen fördert, würde den Sauerstoffverbrauch im Ozean deutlich erhöhen. »Unsere Modellrechnungen zeigen, dass manche Methoden zu einem Verlust an gelöstem Sauerstoff im Meerwasser führen können, der 4- bis 40-mal größer ist als der Sauerstoffgewinn, der durch die Minderung der Erderwärmung zu erwarten wäre«, erläutert Oschlies.
Quelle: Ozeandüngung und Algenzucht verstärken Sauerstoffverlust des Ozeans

Außerdem übersäuern die Meere durch die Erderwärmung. Das führt auch zum Korallensterben.
 
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