Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Es ist heute schon merklich billiger als Strom aus der Strckdose. So um 15Cent kostet Strom aus Solarzellen, wenn man die Anlagenkosten auf 20 Jahre abschreibt. Die halten aber merklich länger

Also mal hochgerechnet 70 MWH * 15 Cent/kWH = 10500 € reichen für eine Solaranlage, einen Batteriepuffer, ein reichweitenstarkes Elektroauto sowie ein Haus, auf dass das eine rauf und das andere davor kann? Das halte ich aber für ein ganz großes Gerücht. Als ich das letzte mal nachgeguckt habe, bekam man dafür kein Grundstück, nicht einmal ein einziges Zimmer, kein Auto und entweder den Puffer oder die Solaranalge. Aber garantiert nicht alles, was du an Anschaffungen vorgeschlagen hast. Auch wenn ich das Auto ausklammere und nur 30 MWH, also 4500 € für die Umstellung des stationären Verbrauchs auf Solar rechne, bekomme ich damit keine Insellösung finanziert und erst recht nicht das Eigenheim für diese Insel. Solar mag im Vergleich zu früher günstiger geworden sein, aber darauf umsteigen können weiterhin nur Vermögende. Und selbst die müssen mit Einspeisung und weiterhin für 30 Cent/kWh gekauftem Strom rechnen, wenn sie nicht direkt durch erhebliche zusätzliche Anschaffungskosten draufzahlen wollen.


Darum sagtew ich, das ganze muss gesetzlich gerelt werden. Warum z.B. nicht Carport an der Straße bauen

Lass mich überlegen...
Vielleicht weil da nur 9 m² Platz pro Mietpartei sind, die Hälfte wenn es weiterhin so etwas wie einen Fußweg geben soll und die Haustür ersatzlos zugunsten von Strickleitern abgeschafft wird? Letzeres wäre zugegebenermaßen eine pragmatische Lösung, denn bei der Größe heutiger Autos (und damit meine ich z.B. einen Golf) und den Parkfähigkeiten heutiger Fahrer müsste man ja eh meistens über das Schiebedach einsteigen, da kann man auch direkt von oben kommen. Schwieriger wird dagegen das Ein- und Ausparken, denn An- und Abfahrtswege zu diesen 9 m² sind nicht mehr drin, was etwaige hintere Reihen ganz vom Straßenzugang abschneidet und die ganz vorne kämen auch nur aus der Lücke, wenn sie längsparken und im rechten Winkel zur Seite fahren können, denn für Querausparker reicht die freie Straßenbreite nicht. Vielleicht könnte man die Autos irgendwie hochkant stellen und um die dann Hoch- ehemals Längsachse drehen, dann wäre dein Vorschlag für mich tatsächlich praktikabel.
Aber auch nur für mich, weil ich kein SUV will und weil mein Haus ungewöhnlich viel Freiraum davor hat. Alle anderen Wohngebäude des Blocks hätten nicht einmal genug Platz, um ein paar Inline-Skates pro Wohneinheit vor dem Haus unterzubringen und im Hinterhof würde es, mit viel Glück, für einen Bikeport pro Mieter reichen, aber garantiert nicht für Carports, ganz abgesehen davon, dass Autos nicht durchs Treppenhaus passen. (Und der Hinterhof ist übrigens so schattig, dass ich selbst im Hochsommer angenehme kühl lüften kann. Solarausbeute? Eher weniger.)

Fazit: Willkommen in Großstädten, wo über die Hälfte der Deutschen lebt. In meinem gesamten familiären und sozialen Umfeld kenne ich genau einen Mieter, bei dem die nötigen Freiflächen für eine Solar-Selbstversorgung vorhanden wären. Und der hat ein Haus gemietet. :ugly:

und Mieter dürfen Solarzellen auf das Dach setzen?

Das wäre zumindest physisch eher praktikabel, auch wenn bei sehr vielen Gebäuden die Fläche nicht ganz für den Bedarf reichen würde, aber es ist ökonomisch einfach Wahnsinn. Du kannst nicht einfach mit einer Leiter auf ein städtisches Mehrparteienhaus steigen, da muss bei vollflächigen Dacharbeiten jedesmal voll eingerüstet werden. Allein das kostet, spätestens wenn noch jemand Mietminderung wegen der Baubelästigung will, weit mehr, als die eigentliche Anlage. Dazu wird in vielen Fällen öffentlicher Grund vor dem Haus in Anspruch genommen, was die Gemeinde auch erstmal erlauben/bezahlt haben will. Und eine Versicherung, falls der Vermieter hinterher Schäden am Dach feststellt, wäre auch noch angebracht.
Das größte Problem ist aber die Nutzung: Diese, je nach Anlagengröße vermutlich mindestens 3, gegebenfalls bis zu 20 mal höheren Kosten pro kWh verglichen mit einer 1-Familienhaus-Anlage kannst du als Mieter nicht auf 20 Jahre umlegen. Sondern meist nur auf ein Jahr, oft weniger, weil du eben nur Mieter bist und keinen dauerhaften Anspruch auf die Wohnung hast. (Die Wenigen, die eine zumindest fünfstellige Summe in irgendwas investieren können, also finanziell vergleichsweise gut dastehen, dürften sogar häufiger nur deswegen zur Miete wohnen, weil sie sich aus beruflichen oder privaten Gründen nicht so lange an einen Ort wollen/können.)

Der Vermieter baut eine Aloaranlage aufs Haus und hat mit 15Cent sichere Abnehmer. Die Mieter sparen, die Umwelt wird weniger belastet.
WIN-WIN-WIN

Damit wird der Vermieter zum Stromversorger und hat die entsprechenden Regeln zu erfüllen. Abgesehen davon, dass das für kleinere Vermieter viel zu viel Aufwand ist und bei 15 Cent immer noch von einem Nullsummenspiel sprichst, während Vermieter >5% Rendite jährlich erwarten, beinhaltet das auch Verpflichtungen, die ein einzelner Betreiber unmöglich erfüllen kann. Zum Beispiel hinsichtlich 24/7 Verfügbarkeit.
 
Lass mich überlegen....
Und unter einem Dach können keine Fussgänger laufen? Eine tolles Dach über Straße und Fussgängerweg bietet reichlich Platz für Solarzellen. Aber man kann natürlich aus Prinzip dagegen sein. Ein Konzept muss nicht für jeden funktionieren, aber 10% der Mieter könnten so Möglichkeiten bekommen, andere beteiligen sich an Kooperativen irgendwo, dritte mieten Dächer, vierte einigen sich mit dem Vermieter, was auch immer.

Es muss dazu gesetzliche Rahmenbedingungen geben und genau darum kümmert nicht niemand.
 
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:ka:


Falls du vorgeschlagen hättest, dass jede x-beliebige Person über öffentlichen Verkehrsflächen Dächer errichten kann, dann hätte ich darauf hingewiesen, dass das ohne selbige Verkehrsflächen verkleinernde Stützen unmöglich ist, ein komplett neues Konzept für die Beleuchtung erfordert, in keinster Weise irgend einen Bezug zu Mietern hätte, sondern schlicht eine Alternative zu (wesentlich günstigeren) Freiflächenanlagen jeder Art wäre, ggf. Brand-, (Einbruchs-)Sicherheits-/Mieter-, Sichtbarkeits-/Werbe-/Panoramarechtliche Aspekte berühren könnte und, zu guter letzt, nur überall da möglich ist, wo die Fenster des Erdgeschosses deutlich über Kopfhöhe beginnen. Was nach meiner Beobachtung beinahe nirgendwo der Fall ist.
 
Dir scheint Phantasie zu fehlen. Ich sagte doch, gesetzliche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden. Aber daran scheitert es in diesem Land immer wieder. Banale Kleinigkeiten bremsen Projekte über Jahrzehnte.

Aber es geht noch viel einfacher. Es müssen nur Spiegel über die Straße gehängt werden, drehbare Spiegel. Muss ich schnell mal wieder ein Konzept entwerfen, danke für die Anregungen. Solarzellen werden an Balkone gepappt, schön wassergekühlt, damit sie hohe Leistungsdichten erlauben und dann mit Spiegeln bestrahlt. Dann reichen viel weniger Solarfläche. Die Spiegel müssen in kipp und drehbar sein, am besten wendbar, damit man bei Hagel die mit Schaumstoffgedämmte Rückseite der Spiegel nach oben dreht und gleich eine Überdachung für die Straße bietet.

Muss ich mal in Ruhe drüber nachdenken.
 
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Gerade habe ich gelesen, dass die Firma Epson für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Klima nominiert wurde. Wie kann so eine Firma (und überhaupt Druckerhersteller) nachhaltig sein? Patronen werden nur geringfügig gefüllt verkauft. Drucker inkl. Patronenswrden so billig verkauft, dass ein neuer Drucker rein wirtschaftlich mehr Sinn ergeben würde, als teure Originalpatronen, dazu noch die angebrachten Chips.

natürlich könnte man bei diesem Thema das Argument bringen, dass man doch auf Dritthersteller ausweichen sollte. Nur gilt hier zu beachten, dass man seine Garantie riskiert, im Fall der Fälle. Durch solche Geschäftspraktiken schafft man doch nur zusätzlichen Kunststoff-Müll.
 
Gerade habe ich gelesen, dass die Firma Epson für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Klima nominiert wurde. Wie kann so eine Firma (und überhaupt Druckerhersteller) nachhaltig sein? Patronen werden nur geringfügig gefüllt verkauft. Drucker inkl. Patronenswrden so billig verkauft, dass ein neuer Drucker rein wirtschaftlich mehr Sinn ergeben würde, als teure Originalpatronen, dazu noch die angebrachten Chips.

natürlich könnte man bei diesem Thema das Argument bringen, dass man doch auf Dritthersteller ausweichen sollte. Nur gilt hier zu beachten, dass man seine Garantie riskiert, im Fall der Fälle. Durch solche Geschäftspraktiken schafft man doch nur zusätzlichen Kunststoff-Müll.


Begründung im link, da geht es auch um Lieferketten, kein outsourcing, recyceling usw.
Das Argument des Abfalls und der Tinte betrachte ich ähnlich, aber offensichtlich ist das eher ein Endverbraucherthema (wenig Tinte für viel Geld), weniger der Maßstab des Nominierungskommitees.
Is ja klar, die Entscheider bekommen die Papiervorlage auf den Schreibtisch von der Vorzimmerdame und müssen dies nicht selber aus dem Trucker herausfummeln, geschweige Tinte mal wechseln... :)

Epson fuer den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert - Epson
 
Anscheinend hat man in den 50ern-70ern so viele Dämme gebaut dass der eigentlich schon dort stattfindende Anstieg des Meeresspiegels größtenteils kompensiert wurde. Oo
Climate change: Dams played key role in limiting sea level rise - BBC News
Auf der anderen Seite wurde ganze Seen trocken gelegt. Ansonsten sind das alles kleine Faktoren. Der Meeresspiegel hat sich in den letzten 120 Jahren an Nord- und Ostseeküste um 30cm erhöht. Die Entwicklung ist keineswegs liniear, das geht jetzt verstärkt weiter. Überall wundert man sich, wie schnell das Eis schmilzt. Und mit all den anderen Faktoren wie Ernteausfälle, Stürme, Trockenheiten, Seuchen, Heuschreckenplagen etc. wird das Leben in den nächsten hundert Jahren tendenziell bechwerlicher als jetzt, mit mehr Krisen, Kriegen, Vertreibungen und Völkerwanderungen.
 
Überall wundert man sich, wie schnell das Eis schmilzt.

Weil keiner einen Zusammenhang zwischen "es wird wärmer" und "das Eis schmilzt, weil es wärmer wird" sieht.
Ganz im Gegenteil. Es gibt Leute, die behauptet, dass die Antarktis kälter wird, weil man neue Kälterekorde gemessen hat. Die kommen auch nie auf die Idee, dass es einen Unterschied zwischen global und regional gibt.
 
Weil keiner einen Zusammenhang zwischen "es wird wärmer" und "das Eis schmilzt, weil es wärmer wird" sieht..
Nein, "wundern" tun sich Wissenschaftler, weil es viel schneller geht, als erwartet. Der Wärmeübergang von Luft zu Eis ist schwer zu simulieren, zusammen mit Regen, Auswaschungen durch versickerndes Wasser und je nach Gletscher Angriff von unten durch warmes Meereswasser. Die ganzen Modell die wir nutzen sind konservativ, also eher zutückhaltend. Die Wirklichkeit sieht schlimmer aus.
 
Das hab ich auch gelesen. Die schlimmsten Szenarien, die man annahm, stellen sich inzwischen als nicht schlimm genug heraus. Es geht schneller als in den Modellen vorhergesagt.
 
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