Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Und ja, glaubst nicht aber viele Firmen suchen sich Mitarbeiter die vor Ort leben müssen. Bei einigen Positionen ist es auch zwingend notwendig.
Niemand würde einen Serveradministrator einstellen der erstmal 1,5h Arbeitsweg hat. Weil wenn da richtig Alarm ist, muss der sich eigentlich an den Arbeitsort teleportieren (Chef hätte das gerne), da dies aber noch nicht möglich ist - wohnt der relativ nah dran, damit der in vernünftigen 15-20min vor Ort ist und nicht in 2h.
Polizisten MÜSSEN sogar nahe an ihren Einsatzort leben. Sie sind Beamte, verdienen gut, dürfen aber offiziell nicht pendeln. Die genaue Regelung kenne ich nicht, lässt sich aber nachlesen.
Vor Ort sein hat für den Arbeitnehmer massive Vorteile und für den Arbeitgeber auch - unter anderem weniger Verspätungen durch blöde Zufälle wie Stau, Baustellen, Unfälle (kürzerer Arbeitsweg - deutlich geringere Chance hinter einem Unfall stecken zu bleiben) usw. Win/Win für alle.

Und wenn du vom Land kommst und die Stadt kennst dann weißt du was ich meine.
Und solltest mir da eigentlich zustimmen das privater Autoverkehr nichts in der Stadt zu suchen hat. Allen voran die Pendler. Weil viele Anwohner schon freiwillig auf das Auto verzichten, die Pendler aber nicht, haben wir verstopfte Städte. Es ist allgemein auch grober Unfug in Zeiten wo man sich um die Umwelt kümmert sich via Auto täglich so weit zu bewegen.

Immobilien: Die neue Wohnungsnot - DER SPIEGEL 15/2016
Wohnungsnot in Muenchen setzt Freiwilliger Feuerwehr zu - Muenchen - SZ.de
 
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Siehste, keiner hat ne Idee wie man das lösen kann.
Erster Artikel ist n halber Roman mit nem kurzen Ergebnis: wir haben keinen Plan und pfuschen rum.
Zweiter Artikel ist die Folge von dem ersten mit dem rumpfuschen praktisch.

Hat sich seit dem Artikel vom Spiegel in 2016 was getan? Ja, die Mieten in München sind weiter gestiegen wie bisher auch! Sonst nix.

Wie ich bereits sagte - hier ist jeder für sich selbst verantwortlich und sollte überlegen ob er wirklich in München arbeiten will oder doch vll in Wolfsburg oder Rostock oder Leipzig wo von seinem Gehalt mehr als 50% übrig bleibt nach dem er die Miete bezahlt hat?
Sobald die Nachfrage in München halbwegs gesunken ist, werden sich auch die Preise stabilisieren. Die Stadt kann nicht ewig wachsen.

In Leipzig haben die Mieten praktisch angehalten (im oberen Segment) weil man so eine Grenze erreicht hat wo sie halt nicht mehr wirklich vermietet werden. Wird es in München auch geben. Und auch in Hamburg und in Köln usw.

Und auf die Politiker hier würde ich mich nicht verlassen. Schon gar nicht wenn die Leute AFD wählen, als ob die sich um das Thema kümmern würde. Und die Klimaziele sind nun mal da, denen ist es egal wo man wohnt. Mir übrigens auch, aber die Luft hier ist mir nicht egal.

Daher zurück zum Thema:
Wir müssen hier wesentlich mehr tun und mehr Geld investieren. Dazu brauchen wir aber auch willige Endkunden die neue Technologien unterstützen in dem sie diese kaufen. Nennen wir sie "Early Adopter" - wie im PC-Bereich auch. E-Auto samt Infrastruktur ist noch nicht massentauglich, wäre aber gut wenn die Leute anfangen würden diese in Massen zu kaufen damit es eben tauglich wird - die Infrastruktur folgt dem Bedarf, ohne E-Autos keine Ladesäulen (niemand investiert in etwas ungewisses).
Die Leute müssen endlich mehr Zeit und mehr Geld in den Umweltschutz investieren. Nebenbei werden sie gesünder, bekommen eine bessere Umwelt und würden aufhören so einen Schmarrn wie AFD zu wählen und Ausländer anzufeinden.
Unsere Nachbarn in den Niederlanden, in Schweden, in Dänemark kriegen das ja auch hin, die sind genau so wie wir, haben einen genau so hohen Lebensstandard usw. Da kann ich das doch auch hier erwarten.
 
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Wie ich bereits sagte - hier ist jeder für sich selbst verantwortlich und sollte überlegen ob er wirklich in München arbeiten will oder doch vll in Wolfsburg oder Rostock oder Leipzig wo von seinem Gehalt mehr als 50% übrig bleibt nach dem er die Miete bezahlt hat?

Wo mehr Leute wohnen wollen, steigen die Mieten. In Rostock sind die Mieten geringer, weil dort die Nachfrage nach Wohnraum geringer ist. Und die Nachfrage ist geringer, weil dort weniger Leute hinziehen. Und obwohl weniger Leute nach Rostock ziehen, sind Arbeitslosenzahlen in Rostock höher - sprich, weniger Leute haben dort weniger Aussicht auf Arbeit, vom Lohnniveau ganz zu schweigen.

In wirtschaftlich schwächer entwickelte Regionen zu ziehen, um dort, wenn überhaupt, im Schnitt nur schlechter bezahlte Arbeit zu finden, mit der man dann allerdings - ich überspitze mal - bezahlbaren Wohnraum im Plattenbau findet, kann's ja auch nicht sein.

Sicherlich kann sich der/die Einzelne durch so einen Manöver verbessern, insbesondere dann, wenn er/sie gefragte Qualifikationen besitzt, die auch in Regionen mit niedrigeren Job- und Gehaltsaussichten gefragt sind und für dortige Verhältnisse überdurchschnittlich vergütet werden. Das ist dann jedoch einerseits kein gangbarer Weg für weite Bevölkerungsteile und zweitens keine Lösung des Problems: Denn in Rostock, wo es in der Stadt kaum attraktiven Wohnraum gibt, baut sich der Ausnahme-Zuwanderer eher nicht, sondern baut sich ein Häuschen im Grünen ... und pendelt nach Rostock. Ganz großes Kino.
 
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Was ist denn das größere Problem, jemand der 100km zur Arbeit pendelt (zufällig kenne ich da einige, die so einen Weg in Kauf nehmen) oder die ganzen ungefilterten Schlote auf Binnenschiffen?

Abgesehen davon, dass "gefiltert" und "ungefiltert" für das Klima so gut wie gar keinen Unterschied macht:
Bei der lächerlich geringen Zahl an Binnenschiffen in Deutschland ist es nun wirklich glasklar, dass die Pendler das größere Problem sind. Vermutlich schon allein die im Raum Hamburg für sich genommen, von München oder gar NRW ganz zu schweigen.

Was glaubst du eigentlich, ist in den ganzen LKWs, die du auf der Straße rumdüsen siehst?

Erstaunlich oft Luft. Wir haben iirc 25% Leerfahrten und die nicht-Leerfahrten sind wegen just-in-time auch oft nicht ausgelastet. Ersetzt man noch die hochineffizienten, aber flinken und steuer/arbeitsrechtlich effektiv günstigen Überlastsprinter durch echte LKW, könnten wir die Zahl der gefahrenen Transportkilometer auf unseren Straßen locker halbieren, gegebenenfalls sogar Dritteln. Ohne auch nur 1 kg auf Schiff oder Straße umzulagern, was das eigentliche Ziel sein sollte.


Ich kenne auch Ortsverbände, die komplett den Bach runter gegangen sind, nachdem sehr aktive Mitglieder wegen Job und Karriere weggezogen sind.
Du brauchst aber solche Vereine auf dem Land, damit die Infrastruktur erhalten bleibt.
Dazu kommen noch persönliche Umstände, wie pflegebedürftige Angehörige, Familie, usw.

Es gibt auf deinem Land also einen riesen Bedarf an Infrastruktur- und Dienstleistungen, aber keine Arbeitsplätze? :hmm:


Mangos sind hingegen kein Luxus, genau so wie die Banane oder Ananas kein Luxus ist. Oder eine AMD-CPU die irgendwo in Malaysia hergestellt wurde. Die Welt ist global geworden, wir alle rennen mit Smartphones die in China gebaut wurden, arbeiten mit PCs wo kein einziges Teil mehr in Deutschland oder den USA produziert wird und wir tragen Klamotten aus Ländern die manche nicht mal auf der Karte finden würden.
Ich hab damit kein Problem - jedes Land spezialisiert sich auf etwas was sie gut können und wo sich die Produktion gut gestaltet.

AMD-CPUs, Smartphones und das, was bei uns als Ananas durchgeht, sind relativ gut haltbar und entsprechend effizient zu transportieren. Bei Bananen gehts so, aber sie sind energetisch recht ertragbar (die Pestizidlast bei nicht-Bio-Bananen ist dafür geradezu krank) Aber Mangos sind wirklich Luxus. Die Dinger verbrauchen extrem viel Wasser, werden trotzdem oft in Gegenden ohne überschüssiges Wasser angebaut, sind nicht unbedingt pflegeleicht/von sich aus schädtlingsresistent und vor allem ist die Haltbarkeit miserabel. Ne leckere Mango ist oft eingeflogen oder mit dem Wasser gewachsen, dass eine palästinensische Familie nicht zum Leben hatte. Wer sich auch nur halbwegs moralisch akzeptabel ernähren sollte, lässt also die Finger von Mangos.
(weiterverarbeitet/als Saft sind sie okay, Hauptproblem ist der Transport der Frucht)

Das Wohnen in der Stadt ist übrigens nicht teuer geworden. Es war schon immer teuer und ist im Verhältnis zu den Jobs die in den Städten (und NUR in den Städten) existieren auch etwa gleich geblieben.

Die Jobs, die deiner Meinung nach "nur" in den Städten existieren können, werden von Leuten ausgeübt, die eine ganze Dienstleistungskaskade privat beanspruchen und auch beruflich reichlich Zuarbeit benötigen. Genauso wie "die Stadt" als solche. Und in diesen Bereichen sind die Löhne kaum gestiegen, inflationsbereinigt nicht selten sogar gesunken. Gleichzeitig sind die Städte nicht nur punktuell deutlich teurer, sondern auch in ihrer Fläche deutlich größer geworden und Siedlungspräferenzen haben sich umgekehrt. Vor 40-50 Jahren waren Innenstädte unpopulär und enthielten billige Wohnsilos, aus denen ein Großteil der arbeitenden <5 km in den Rand pendeln musste, um zu besagten Arbeitsplätzen zu kommen. Heute ist es Hipp, seinen mondänen Firmensitz in die Innenstadt zu packen und die günstige Quartiere liegen außerhalb der wesentlich größer gewordenen Stadt in >50 km Entfernung. Aber wie ich schon mehrfach erwähnt habe:
Auch dieses Problem kann der Markt lösen, wenn man die Leute nicht mehr zu Annahme von Jobs in dieser Entfernung zwingt.


Trotzdem leben 2/3 alle Menschen Deutschlands in ländlichen Gegenden.

:what: Quelle?
Deutschland hat einen Urbanisierungsgrad von >3/4


Blödsinn: frag die IT/Developer wie das bei denen aussieht oder Chirurgen oder Architekten oder Piloten.

Nette Auflistung von Leuten, von denen kein einziger eine lokale, in der Innenstadt verankerte Dienstleistung erbringt, sondern die alle Problemlos außerhalb arbeiten könnten. (Bzw. das im Falle des Piloten sogar machen. Aber bezüglich energiebewusster Lebensweise sind Piloten sowieso leicht vorbelastet.)


Und als Folge darauf^ - hohe Steuern schaden nicht. Die sieht man auch wenn die ordentlich verwaltet werden etc. - die Infrastruktur, Gesundheitswesen, überall. Und hier ist das Problem: z.B. 40% Steuern von 0,nix sind immer noch 0,nix. 40% von sagen wir mal 5000€ Brutto sind aber schon anständig.

Das Problem ist, worauf die Abgaben erhoben werden. Was ist in Deutschland schweine teuer?
Arbeiten, Profit machen
Was ist lächerlich billig?
Land zubetonieren, Klima aufheizen, Umwelt verschmutzen, anderen die Gesundheit ruinieren, fremdes Geld verzocken, Natur zerstören

Man kann viel negatives über unser System sagen, aber nicht, dass es keine Lenkungswirkung entfalten würde...


Sicher doch, schaffen wir die ganzen gemeinnützigen Vereine ab und sehen, wie die Notfallversorgung im ganzen Land zusammenbricht.
Das Klima ist doch schließlich viel wichtiger...:rollen:

Mal ne blöde Frage:
Wenn weniger Leute auf dem Land leben, die bislang sowieso ihre Freizeit mit Pendeln verbringen und deswegen keinem Ehrenamt nachgehen können, wie bitte schön VERSCHLECHTERT sich dann das Verhältnis aus Freiwilligen und Bedarf? Eigentlich müsste das genaue Gegenteil der Fall sein. Es ist ja schließlich Teil des Konzeptes "als Pendler billig auf Kosten anderer zu leben", das man seinen Wohnsitz eben an einem Ort hat, an dem man nichts für Feuerwehr, nichts für Rettungsdienste, etc. bezahlt wie "die blöden Städter", aber trotzdem ein Gehalt auf deren Niveau kassiert.

Als der durchschnittliche Landbewohner (und nicht nur der) noch in 15 Minuten Umkreis um sein zu Hause arbeitete, seine Frau den ganzen Tag zu Hause blieb und die Kinder nachmittags keine staatlich organisierte Betreuung brauchten, gab es natürlich jede Menge Leute, die Zeit für Ehrenamt und Vereine hatten. Aber damals wäre das Auto auch gar nicht 50 km weit gekommen, Elektronik war was, was "die Städter" hatten und als Entertainment gab es Volksfeste und Treffen mit den Nachbarn, nicht die Forderung nach FTTH auf Staatskosten. Heute dagegen steht ein dicker SUV vor der Tür, der natürlich ebenfalls von einem kostspieligen deutschen Fertiger stammende Zweitwagen ist gerade unterwegs, um die Kids von der Ganztagsschule abzuholen, die natürlich nötig war, wenn man zwei volle Stadteinkommen haben will, und das Haus, zu dem Kind & Elternteil dann zurückkehren, ist natürlich dank Anbauten noch etwas größer als vor 40 Jahren, beherbergt aber nur noch die eine Kernfamilie, während Großeltern und Geschwister getrennt leben. ("schon ein bisschen Schade, dass man sich nicht mehr jeden Tag sieht, aber man kann ja schnell mal die 30 km rüberfahren, seitdem wir die neue Bundesstraße haben")


Ich verdiene nicht schlecht und meine Frau arbeitet auch, verdient ebenfalls gut.
Trotzdem würde es deutlich teurer sein, wenn wir in Hamburg leben. Da ist es schlicht günstiger mit dem Auto zu fahren.

Und genau das muss sich ändern.

Interessant ist ja auch, dass der Staat das Pendeln subventioniert, anstatt mal Anreizte zu schaffen dort zu wohnen, wo man arbeitet.
Andererseits hast du heute keine sicheren Jobs mehr. Die Zeiten, in denen man von der Lehre bis zur Rente in der gleichen Firma gearbeitet hat, sind lange vorbei.
Ich bin jetzt in der dritten Firma seit meiner Lehre.
Alle davor sind pleite gegangen.
Hoffentlich ist das kein Muster bei mir. :D :ugly:

Vielleicht sollten wir deinem neuen Arbeitgeber mal deine Forumsstatistik zeigen, damit der rechtzeitig die richtigen Einsparmaßnahmen trifft :P
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Nette Auflistung von Leuten, von denen kein einziger eine lokale, in der Innenstadt verankerte Dienstleistung erbringt, sondern die alle Problemlos außerhalb arbeiten könnten. (Bzw. das im Falle des Piloten sogar machen. Aber bezüglich energiebewusster Lebensweise sind Piloten sowieso leicht vorbelastet.)

Naja, Flughäfen sind alle an Großstädte gebunden, in der Pampa sind sie praktisch Ausnahmen und haben so wenige Flüge das es keinen Unterschied macht.
IT hat sich mittlerweile auch an bestimmten Orten konzentriert, bei uns z.B. in Tel Aviv - auch keine Kleinstadt.
Chirurgen arbeiten meist in Krankenhäusern die auch in Ballungsgebieten sind, je spezialisierter desto öfter trifft man die ausschließlich in der Stadt.
Und die meisten Architekten die ich kenne leben in Städten und haben ihre Büros auch da. Gibt einige die im Speckgürtel wohnen, aber trotzdem das Büro in der Innenstadt haben.

Was die Steuerlast und die Verteilung angeht - der Rest wird auch noch teurer, nicht nur arbeiten und Profit machen. Aktuell ist das System halt so, damit müssen wir arbeiten.

Die Städte und die aktuelle Verteilung der Einwohner und Büros - das wird sich nicht ändern.
Überleg mal, jede Stadt hat praktisch ein "Sonne"-System was den Verkehr angeht - alle Wege führen in die Innenstadt, die Außenbezirke sind miteinander nicht wirklich verbunden (egal ob es um gute Straßen oder ÖPNV geht). Mit etwas Glück fährt da n Bus am Stadtrand welcher die verschiedenen Stadtränder verbindet.
So ein System wie in New York oder wenigstens ein Spinnennetz-System wo der ÖPNV auch quer zwischen den Stadtteilen fährt und nicht alles über das Zentrum/Bahnhof abgewickelt wird, würde ja helfen.
Aber mit dem aktuellen System ist es so das jeder aus jeder Richtung etwa den gleichen Weg hat - in die Innenstadt, dort kommen alle zusammen. Dazu ist das sehr nah an guten Hotels etc. und deswegen macht der Firmensitz da auch Sinn. Den wird keiner verlegen. Und das Großraumbüro was dranhängt auch nicht.

Was die Mango angeht: wird von den Leuten trotzdem gegessen. Genau so wie Papaya und andere exotische Sachen. Transport ist teuer und schädlich - aber die Ware selbst ist gut und wird deswegen bewegt, das lässt sich nicht stoppen.
Die Moralpredigt funktioniert da nicht, da geht es eher um gesunde und gute Ernährung die auch Sachen beinhaltet die sich weigern hier zu wachsen... naja zumindest so lange bis das Klima so kaputt ist das wir hier 40°C im Sommer haben im Schnitt.

Und was Rostock angeht und @Mahoy:
Doch, das ist für viele eine Lösung.
Mittlerweile ist der Unterschied bei den Lebenshaltungskosten so deutlich das sich eine schlecht bezahlte Stelle in einer richtig günstigen Gegend doch lohnt und das nicht zu knapp.
Ich verstehe nicht warum die Leute so in Massen nach München rammeln obwohl sie wissen das die Stadt für sie keinen Platz hat und gleichzeitig wollen sie ihr eigenes Kapital nicht in den Bau von Eigentumswohnungen investieren um sich abzusichern.
Klar, das dicke Gehalt sieht halt geil aus aufm Konto, aber was bringt es einem wenn dann die Miete gleich die Hälfte davon abbeißt?

Da würde ich doch eher woanders arbeiten wo die Miete halt nur 25% vom Gehalt frisst, wo ich nicht diese irre Stadt um mich habe die zwar geil ist wenn man richtig Geld ausgeben will, aber alles andere als geil ist um dort mit einem normalen Gehalt zu leben. Subkultur haben sie dort schon erfolgreich ermordet, mal sehen was als nächstes fällt.
Klar, man ist nicht hip und cool, aber dafür lebt man halt auch deutlich ruhiger, entspannter, gesünder und hat dabei auch noch mehr Geld übrig.

Deswegen sage ich ja - der Markt regelt. Die Nachfrage nach einem überteuerten Produkt "Münchener Immobilie" muss sinken bis sich das halbwegs ausgleicht, dann passt es wieder. Angebot und Nachfrage regelt, aber manchen Leuten muss man wohl erst erklären was Work/Life-Balance ist und erstmal vorrechnen warum sich der gute Job in München doch nicht lohnt.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Vergiss nicht, es ist freiwillig.
Niemand soll dazu überredet werden. Wer will, macht mit, wer nicht will - ignoriert es.

Das schon mal dazu, das Thema ist gegessen.


Und die Berufsfeuerwehr sollte ein größeres Landgebiet umfassen was relativ schnell angefahren werden kann. Wir leben hier in einem verdammt kleinen Land, wir brauchen hier nicht in jedem Kuhkaff eine Feuerwehr.
Ja klar, mehr ist da wirklich besser und die Anfahrtszeiten sind nicht egal, aber eine Option wäre es. Man kann nach wie vor keinen zwingen als freiwilliger irgendwo mitzumischen.
Also schön mal den Quatsch abstellen. Wenn die Jugend es wollen würde, wäre die auch dabei.
Sobald der Alarm eingeht, muss die Feuerwehr innerhalb von 60 Min. am Ort des Geschehens sein. Man will ja die Leute in ihrem Haus schließlich nicht verbrennen lassen.
FFWs müssen so weit verteilt sein, dass diese Zeit eingehalten werden kann. Dazu kommt noch, dass nicht jede Feuerwehr gleich ausgestattet ist. Das wird nach Bedarf geregelt. Bei einem Verkehrsunfall kannst du keine Feuerwehr alamieren, die über keine Rettungsschere verfügt. Eine FFW in jedem Ort ist per Gesetz vorgeschrieben.
Es gibt alleine in Bayern nur vier Berufsfeuerwehren; Augsburg, München, Ingolstadt und Nürnberg. Erst bei einer Einwohnergrenze von 100.000 ist eine BF vorgeschrieben, darunter alles Freiwillig.
Verhauptamtlichst du das alles, musst du mit immensen Kosten rechnen - alleine die Gerätschaften und Fahrzeuge müssen instandgehalten und nach Überschreiten einer gewissen Altersgrenze ersetzt werden. Das gilt natürlich auch für die FFW - aber die gerade an autobahnnahen Gegenden brauchst du automatisch ein größeres Kontingent. Zwei, drei Leute permanent auf der Wache reichen da nicht. Und jetzt musst du die ganzen BFler auch entsprechend bezahlen, und zwar so, dass sie abschlagsfrei mit 60 in Rente gehen können, denn in dem Beruf muss man körperlich fit bleiben.
Da kommen wir gleich zum nächsten Problem, ein BFler muss körperlich dafür geeignet sein. Der Einstellungstest ist in etwa so hart wie der, der Polizei, 'n Haufen fallen mangels Fitness oder Handicaps (Sehschwäche) raus. Kriegst du da auf dem Land nicht genug Geeignete her, was hast du dann? Richtig, Fachkräftemangel.
Nö, es hat schon seine Richtigkeit, dass dies Freiwillige übernehmen - wenn man nur ein paar mal im Jahr ausrückt, dann sind Vorraussetzungen wie bei einer städtischen BF auch nicht notwendig.
Gibt's mal ein Hochwasser (was bei uns zur verregneteren Jahreszeiten praktisch regelmäßig vorkommt), dann sind die ortsansässigen FWs froh, wenn sie auch genau dort hingerufen werden und nicht anderswo, weil nicht jede FW über entsprechende Pumpanlagen verfügt.

Selbiges anderen, gemeinnützigen Vereinen: Wer stellt denn die ganzen Sanitäter bei Großveranstaltungen? Die Typen in Rot, die du da bei großen Volksfesten, Festivals u.ä. rumstehen sehst, werden in der Regel nicht dafür bezahlt, die opfern ihre Freizeit dafür. Kinder-, Alten-, Krankenbetreuung wird häufig von Ehrenamtlichen übernommen. Organisiert wird das eben durch Vereine, wie RK, ASB, Malteser, etc.
Nächster Ankerpoint: Großschadensereignisse. Kracht's auf der Autobahn mal gewaltig (Massenkarambolage) müssen eine Menge Leute medizinisch versorgt und verpflegt werden. Machen dies ausschließlich ländliche Berufsfeuerwehren und Rettungswachen, wer ist dann da, wenn's zugleich anderswo brennt?
Nö, es muss nach Kontingent ausgerückt werden. Deswegen haben Hilfsorganisationen Betreuungsdienst, Fernmelder, Technik und Sicherheit, etc. Alles von Freiwilligen besetzt, weil dies logistisch gar nicht anders zu handhaben ist.

Und jetzt kommt einer wie du daher und labert was davon, das alles einfach abzuschaffen? Wer hat denn die meisten Helfer bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise gestellt? Meinst, die Leute in den Lagern waren alles bezahlte Berufssanitäter oder Brandbekämpfer? Nö, das waren größtenteils Ehrenamtliche, die Beruf und Freizeit dafür geopfert haben. Ohne das Ehrenamt hätten wir damals Zustände, wie auf den griechischen Inseln gehabt, eine humanitäre Katastrophe. Erst recht werden solche Leute notwendig, wenn die große Klimakatastrophe kommt - weil du dann unmöglich genug Hautpamtliche vorrätig haben kannst, die mit den damit verbundenen Folgen Herr werden.

DU bist doch der jenige, den die Gewaltzunahme, Rassismus etc. hierzulande so ankotzt. Aber Menschen, die freiwillig anderen Menschen helfen hältst du für obsolet, weil du es angeblich besser weißt als jemand, der jahrelang dort selber aktiv und schon bei derartigen Einsätzen dabei war?

Ich sag' dir jetzt mal was, und das wird das letzte sein, dass ich dir zu diesem Thema sage, denn deine Klugscheißerei kennt sowieso keine Grenzen: Wir leben hier in einer Gesellschaft, die durch Soziale Medien, Fake News, Boluevardmedien (oder auch beides kombiniert) viel zu ant-iautoritärer Erziehung und durch den allgemeinen, neo-liberalen Lebenswandel mehr und mehr in Egoismus abdriftet und genau dafür, mitverantwortlich ist, was du proklamierst. Ich weiß, Ursachen interessieren dich nicht - warum auch immer, ein Arzt kann auch keine Krankheit heilen, wenn er nicht weiß, woher sie kommt und was sie verursacht. Aber (gemeinnützige) Vereine, für welche Menschen in der Freizeit tätig sind, sind einer der wenigen Elemente, die da herausstechen. Hier kommt es auf's Miteinander an, auf Teamwork und Respekt. Der Unterschied zu einem beruflichen Umfeld ist der, dass dies auch Kinder und Jugendliche dort lernen können.

Aber schön, schaffen wir das alles ab und ersetzen es durch hauptamtlich Tätige. Damit die Gesellschaft noch mehr verroht und Hilfeleistung mehr und mehr als Service und nicht als humane Notwendigkeit angesehen wird.
Ich habe es selber gesehen, München, Englischer Garten. Ein Haufen jugendlicher Alkoholisierter ruft den Rettungsdienst, damit sie selbigen mit Flaschen und Steinen bewerfen können. Stand' auch in der Zeitung: Feiernde rasten aus - Grosseinsatz im Englischen Garten - Muenchen - SZ.de

Wenn ich genauer drüber nachdenke, dann kann der Klimawandel nicht schnell genug kommen - eine richtige Katastrophe, die mit diesem Saustall, den wir auf diesem Planeten mal richtig aufräumt, genau das ist das, was wir brauchen.:schief:
Der einzige, der hier seinen Quatsch dringend abstellen sollte, bist du, nicht ich.

Übrigens: Man KANN Freiwillige verpflichten. Hatte ich vorher schon mal gepostet: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayFwG-13?AspxAutoDetectCookieSupport=1
Finanzkatastrophe? Selbst wenns so kommen sollte, ist es egal. Finanzkatastrophe wäre schlimm, aber nicht tödlich. Naturkatastrophen sind viel schlimmer und sie waren noch vor dem Geld da. Die werden einfach stärker, die Auswirkungen sind schlimmer und Menschenleben sind unbezahlbar. Geld ist nur Geld.
Die wird kommen, ob du das sehen kannst oder nicht.
Unser gesamtes, globales Finanzsystem basiert auf Schulden. Praktsich jeder Ökonom, der noch bei halbwegs Sinn und Verstand liegt, wird sagen, dass dies so irgendwann nicht mehr funktionieren kann. Der große Crash ist vorprogrammiert und dann brauchst dich nicht wundern, wenn es mal wieder so richtig rummst (Krieg und so).
Selbst wenn das die Menscheit überstehen sollte, folgt der Konflikt um Rohstoffe, die auch nicht unendlich vorhanden sind, aber dringend benötigt werden - und das fängt schon mit Wasser an: Boeden koennen immer weniger Wasser speichern | Wirtschaft

Da siehst du, ums Klima mach ich mir wenig sorgen. Bevor die Klimakatasrophe kommt, haben wir uns schon längst selber ausradiert.;-)
Und ja, glaubst nicht aber viele Firmen suchen sich Mitarbeiter die vor Ort leben müssen. Bei einigen Positionen ist es auch zwingend notwendig.
Ja, bei einigen wenigen - aber nicht bei allen. Und selbst bei denen sorgt sich dabei keiner ums Klima, sondern nur darum, dass der Mitarbeiter rechtzeitig vor Ort sein kann. Das Klima ist den meisten Firmen und Großunternehmen doch sowieso scheißegal.

Und wenn du vom Land kommst und die Stadt kennst dann weißt du was ich meine.
Und solltest mir da eigentlich zustimmen das privater Autoverkehr nichts in der Stadt zu suchen hat. Allen voran die Pendler. Weil viele Anwohner schon freiwillig auf das Auto verzichten, die Pendler aber nicht, haben wir verstopfte Städte. Es ist allgemein auch grober Unfug in Zeiten wo man sich um die Umwelt kümmert sich via Auto täglich so weit zu bewegen.
Also eigentlich meinte ich immer die Pendler, die mit dem Auto bis zum nächsten Bahnhof fahren und von dort mit dem Zug in die Stadt, weil sie a) selber keinen Bahnhof an ihrem Wohnort haben und b) Busse viel zu selten durchfahren. Und das ist etwas, was dringend geändert/ausgebaut werden muss. Einen drastisch besseren ÖPNV der häufiger frequentiert und vor allem zuverlässiger ist. Länder wie Japan zeigen, wie sowas geht. Dann würden auch mehr Menschen auf's Auto verzichten.

Was übrigens die Lärmbelastung in der Stadt angeht: Glaubst du auf dem Land hört man außer läutenden Kuhglocken und krähenden Hähnen sonst weiter nichts?
Da, wo ich auf dem Land lebe bzw. gelebt habe, sind sogar Sonntagnachts noch LKWs durchgebrettert. Von den Stoßzeiten Früh, Mittags und Abends fang' ich gar nicht an.:schief:
Komisch, aber seit ich in der Stadt wohne, habe ich nachts mehr Ruhe.:-_-:
Billigfleisch und klassisches Handy (stell dir vor, gibt noch Leute ohne) - jeder entscheidet selbst was er konsumiert und wie. Und muss mit den Folgen leben. Wir haben keine Gesetze oder Regeln dafür.
Ich wechsel die Smartphones alle 2 Jahre. Warum? Na weil ich damit arbeite. Unterwegs auch erreichbar zu sein und ein gutes Werkzeug zu haben ist unerlässlich. Und ich esse gerne Fleisch. Schmecken muss es, der Preis ist oft Nebensache - was bringt mir n billiges Steak wenn es sich dann wie die Schuhsohle kauen lässt? Billigfleisch ist also allein schon deswegen bei den Leuten raus weil es schlicht und einfach nicht schmeckt.
Billigfleisch umschließt ja nicht nur das Filestückt oder Rumpsteak. Ich rede auch von Billigwurst, Billighähnchenfilets, dem fertig paniertem Billigschnitzel oder dem abgepackten Schinken.
Wenn das angeblich keiner kauft, wieso haben es dann die Discounter massenweise in ihren Regalen?
Weißt du, Fleischkonsum ist eben auch so eine Sache - ich selbst habe grundsätzlich nichts dagegn, esse selber Fleisch. Aber in Maßen. 2x die Woche reicht völlig. Der Mensch (oder besser, der Deutsche) isst für gemeinhin aber wesentlich mehr und kauft das Zeug auch noch zu 2/3 im Supermarkt.
Sich dann aber über Massentierhaltung aufregen. Scheinheiliger geht's kaum.:kotz:
Und genau deswegen weil das wohnen auf dem Land so viel günstiger ist und das pendeln noch querfinanziert ist, müssen wir das langsam mal angehen und stoppen.
Günstige Wohnungen wird es nicht geben.
Der einfachste Weg ist es das pendeln richtig teuer und ineffizient zu machen. Damit nur die pendeln die wirklich müssen - Leute die an verschiedenen Einsatzorten arbeiten, die Kunden an verschiedenen Orten besuchen und so weiter. Der Rest kann gemütlich auf Arbeit radeln zahlt für den Arbeitsweg nichts, nur das Fahrrad muss vorhanden sein.
Leute müssen sich erstmal von der Idee verabschieden das sie in der Stadt arbeiten können und weiter weg im grünen sich n dickes Haus hinstellen und sehr günstig leben werden und die Umweltbelastung durch ihren Arbeitsweg usw. komplett egal ist. Ist sie nicht, der Individualverkehr wird sich massiv einschränken müssen wenn dieser nicht auf E-Autos umgestellt wird. Und selbst die will man in der Stadt nur bedingt - sind halt immer noch 4m Unfug die da 8h lang stehen und keinerlei Nutzen haben.
Ist langsam schon lächerlich, wie du das Grundproblem nicht erkennen kannst oder willst.
Der nächstbeste Job, der zu mir passt, den ich gelernt habe, liegt in der Stadt. Eine Wohnung dort kann ich mir aber nicht leisten. Also was mache ich? Ich pendle. Entweder mit Bus und Bahn, oder (weil einer der beiden Faktoren nicht gegeben ist) mit dem Auto. Entweder komplett oder zum Teil.
Und auch das Wohnen auf dem Land ist drastisch teurer geworden. In meiner Gegend kann sich so gut wie niemand mehr einen Bauplatz leisten, auch die Mieten sind inzwischen deutlich gestiegen, wenn auch bei weitem nicht auf dem Niveau, wie in der Stadt.
Abgesehen davon, dass "gefiltert" und "ungefiltert" für das Klima so gut wie gar keinen Unterschied macht:
Bei der lächerlich geringen Zahl an Binnenschiffen in Deutschland ist es nun wirklich glasklar, dass die Pendler das größere Problem sind. Vermutlich schon allein die im Raum Hamburg für sich genommen, von München oder gar NRW ganz zu schweigen.
Da habe ich andere Infos: Stickstoffoxid-Emissionen durch Binnenschiffe | Umweltbundesamt
Erstaunlich oft Luft. Wir haben iirc 25% Leerfahrten und die nicht-Leerfahrten sind wegen just-in-time auch oft nicht ausgelastet. Ersetzt man noch die hochineffizienten, aber flinken und steuer/arbeitsrechtlich effektiv günstigen Überlastsprinter durch echte LKW, könnten wir die Zahl der gefahrenen Transportkilometer auf unseren Straßen locker halbieren, gegebenenfalls sogar Dritteln. Ohne auch nur 1 kg auf Schiff oder Straße umzulagern, was das eigentliche Ziel sein sollte.
Genau das halte ich ja für unnötig.
Warum müssen es immer billig importierte Waren aus dem Ausland sein? Kann man nicht einfach das regionale Zeug kaufen?
Da regt man sich über Pendler auf, kauft aber zugleich billigen Portwein.
Nicht zwingend (über)lebensnotwendige Importware gehört deutlich teurer versteuert/verpreist. Es kann auch nicht sein, dass wir dauernd das subventionierte Milchpulver und Hähnchenkeulen nach Afrika runterschippern und selber die verbilligten Filets kaufen, währen das Kilo Tomaten, Gurken, Karotten etc. im Schnitt teurer ist.
Es gibt auf deinem Land also einen riesen Bedarf an Infrastruktur- und Dienstleistungen, aber keine Arbeitsplätze? :hmm:
Wer rückt denn auf dem Land aus, wenn's mal brennt oder einer der vielen Rentner mal 'nen Schlaganfall o.ä. bekommt?
Mal ne blöde Frage:
Wenn weniger Leute auf dem Land leben, die bislang sowieso ihre Freizeit mit Pendeln verbringen und deswegen keinem Ehrenamt nachgehen können, wie bitte schön VERSCHLECHTERT sich dann das Verhältnis aus Freiwilligen und Bedarf? Eigentlich müsste das genaue Gegenteil der Fall sein. Es ist ja schließlich Teil des Konzeptes "als Pendler billig auf Kosten anderer zu leben", das man seinen Wohnsitz eben an einem Ort hat, an dem man nichts für Feuerwehr, nichts für Rettungsdienste, etc. bezahlt wie "die blöden Städter", aber trotzdem ein Gehalt auf deren Niveau kassiert.
Verstehe jetzt nicht ganz, was du damit sagen willst.
Natürlich zahlst du als Steuerzahler auch auf dem Land für Feuerwehr/Rettunsdienste. Deren Ausrüstung sowie die hauptamtlichen Notfallsanitäter müssen ja auch finanziert werden.
Das Problem ist, dass mangels Interessie solchen Vereinen eben die Mitglieder ausgehen. Es gibt FFWs auf dem Land, die über Tags komplett abgemeldet, also nicht alarmierbar sind. Natürlich könnte man einzelne, kleine Verbände an einem günstigen Schnittpunkt zusammenlegen. Aber das geht nicht überall...
 
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AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Verstehe jetzt nicht ganz, was du damit sagen willst.
Natürlich zahlst du als Steuerzahler auch auf dem Land für Feuerwehr/Rettunsdienste. Deren Ausrüstung sowie die hauptamtlichen Notfallsanitäter müssen ja auch finanziert werden.
Das Problem ist, dass mangels Interessie solchen Vereinen eben die Mitglieder ausgehen. Es gibt FFWs auf dem Land, die über Tags komplett abgemeldet, also nicht alarmierbar sind. Natürlich könnte man einzelne, kleine Verbände an einem günstigen Schnittpunkt zusammenlegen. Aber das geht nicht überall...

Wenn der Job dir nicht mal genug Finanzmittel einbringt um diesen vernünftig ausüben zu können (also unter anderem den Job schnell und stressfrei erreichen zu können) dann nimmt man den nicht an.
Ich hab bei einem Tech-Kanal in Russland gearbeitet, Content Creator usw. War cool, hat mir gefallen, gab gutes Geld nach deren Maßstäben. Blöd nur das ich in Deutschland lebe und die Steuern, Versicherungen und Preise hier bezahlen muss. Ging nicht, ich hab also gewechselt. Die konnten mir da nicht so viel zahlen wie hier - hab denen also geraten jemanden zu suchen der nicht in einem teuren Land in der westlichen Welt lebt.
Genau so ist das hier, wenn dir der Job nicht mal genug Geld einbringt um davon halbwegs vernünftig zu leben, wechselt man den.
Klingt nicht fair? Ists auch nicht, aber die Welt ist nicht fair.

Und Stadt ruhiger als Land, das ist sehr selten. Aufm Land wohnt man ja auch in der Regel nicht an einer Bundesstraße etc. Zumal die LKWs nichts in Dörfern und Kleinstädten zu suchen haben wenn sie da nicht liefern etc.
Und Pendler die Park&Ride nutzen sind selten. Das machen bei uns nur Leute hier die hier an Orten arbeiten wo man gar nicht parken kann - also reine Fußgängerzonen oder Altstadt ohne Parkmöglichkeiten etc. Der Rest rammelt mit dem Auto durch, wenn die 1x drin sitzen steigen die nicht um.

Zum Thema Freiwillige verpflichten - wenn die nicht wollen, wird man sie dazu nicht zwingen können. Freiwillige müssen freiwillig bleiben, wenn die Freiwilligen nicht ausreichen muss halt was vernünftiges aufgebaut werden wo man die Leute dafür bezahlt. Das Thema ist durch :)

Finanzsystem wird irgendwann umfallen, aber das wird noch ewig dauern. Im schlimmsten Fall sollte man auf das Privatvermögen zugreifen was die Schulden bei weitem übersteigt in praktisch jedem Land, hier ebenfalls. Damit könnte man einen Zusammenbruch verhindern und die Leute dann nach und nach entschädigen wenn sich alles stabilisiert hat.
Klima ist ein wesentlich größeres Problem als Finanzen. Das Klima lässt sich nicht mit Diplomatie und etwas Hirn reparieren, wir dürfen das halt nicht versauen. Ich mach mir also weit weniger Sorgen um Finanzen als um Klima.

Firmen dazu verpflichten Klimaneutraler zu werden. Auch auf Mitarbeiterseite. Werkswohnungen bauen (bauen, nicht aufkaufen, sonst kommen die auf die Ideen ganze Gebiete neben einem Werk aufzukaufen). Firmenwagen tauschen - E-Autos statt Verbrenner wenn es sich mit Reichweite ausgeht. Mitarbeiter dafür belohnen wenn sie Fahrräder und ÖPNV nutzen (da gibt es bereits sehr viele Angebote, Jobrad etc.) Selbst die IT-Firmen in Kalifornien sind draufgekommen und das sind Amis, die sich aktuell gar nicht um das Klima kümmern (ausgenommen einige Leute selbst).
Da lässt sich sehr viel erreichen mit sehr wenig Aufwand. Aber allen voran die Mitarbeiter nahe an den Arbeitsort holen um unnötige Wege zu vermeiden.

Guter ÖPNV folgt dann dann wenn der Bedarf daran massiv ansteigt. So wie die Politiker hier sind, muss es erstmal brennen bis sie anfangen was zu tun. Sieht man an dem FTTH-Ausbau. Da brennt es schon lange, mittlerweile beschwert sich die Industrie das sie nicht vernünftig arbeiten kann. Und was machen die Politiker - sie subventionieren Kupfer was schon beim verlegen veraltet ist. Nach einigen Jahren fällt denen auf - ne, das ist doch Quatsch, der Bedarf ist riesig, also könnten wir ja eigentlich Glasfaser subventionieren. Und immer noch nicht genug. Das gleiche wird beim ÖPNV passieren - der Bedarf muss massiv steigen. Dann warten wir 5-10 Jahre mit hohen Bedarf und nicht genug Angebot und dann wird es langsam besser.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Wenn der Job dir nicht mal genug Finanzmittel einbringt um diesen vernünftig ausüben zu können (also unter anderem den Job schnell und stressfrei erreichen zu können) dann nimmt man den nicht an.
Ich verstehe jetzt wieder nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat?:huh:
Bin ich freiwillig bei einer Organisation (ob jetzt FFW oder RK oder sonstwo) dann tue ich das ja nicht wegen der Bezahlung, die's ja auch fast nicht gibt - ist ja schließlich kein Job im engeren Sinne.
Und Stadt ruhiger als Land, das ist sehr selten. Aufm Land wohnt man ja auch in der Regel nicht an einer Bundesstraße etc. Zumal die LKWs nichts in Dörfern und Kleinstädten zu suchen haben wenn sie da nicht liefern etc.
Puh, das ist aber eine sehr naive Ansicht.:ugly:
Hast du in Deutschland überhaupt schon mal auf dem Land gewohnt? Müssen die LKWs zu einen bestimmten Zielort, dann fahren die dahin. Und ich rede jetzt schon von richtigen Sattelschleppern, nicht diesen 7,5 Tonnern. Und die interessiert es nicht, ob da eine Ortschaft dazwischen liegt oder nicht - wenn die schnellstmögliche Route dadurch fährt, dann fahren die da einfach durch. Nochmal zur Info: Das "Land" besteht nicht nur aus Kuhkäffern...
Und Pendler die Park&Ride nutzen sind selten. Das machen bei uns nur Leute hier die hier an Orten arbeiten wo man gar nicht parken kann - also reine Fußgängerzonen oder Altstadt ohne Parkmöglichkeiten etc. Der Rest rammelt mit dem Auto durch, wenn die 1x drin sitzen steigen die nicht um.
Ja, bei dir halt schon wieder.
Mein alter Wohnort liegt ca. 26km von Augsburg entfernt. Es gibt fast keine, direkte Busverbindung, eine über Bahn gab's mal, ist auch wieder in der Diskussion, wird aber einfach nicht umgesetzt.
Will ich dorthin maximal umweltfreundlich pendeln, nehme ich einen der 1,5 bis 4-stündlich fahrenden Busse bis zur nächsten Ortschaft, die einen P&R hat und fahre dann von dort mit dem Zug weiter.
Kann nicht sagen, ob die meisten komplett mit dem Auto rein- und wieder rausfahren. Der P&R ist aber immer fast komplett voll, also muss ein nicht unerheblich großer Teil erstere Methode wählen - allein schon aus Kostengründen.
Zum Thema Freiwillige verpflichten - wenn die nicht wollen, wird man sie dazu nicht zwingen können. Freiwillige müssen freiwillig bleiben, wenn die Freiwilligen nicht ausreichen muss halt was vernünftiges aufgebaut werden wo man die Leute dafür bezahlt. Das Thema ist durch :)
Doch, kann man und hat man auch schon - hatte ich ebenfalls schon mal gepostet: Groemitz: Buergermeister verpflichtet Buerger als Feuerwehrleute - SPIEGEL ONLINE
Finanzsystem wird irgendwann umfallen, aber das wird noch ewig dauern. Im schlimmsten Fall sollte man auf das Privatvermögen zugreifen was die Schulden bei weitem übersteigt in praktisch jedem Land, hier ebenfalls. Damit könnte man einen Zusammenbruch verhindern und die Leute dann nach und nach entschädigen wenn sich alles stabilisiert hat.
Klima ist ein wesentlich größeres Problem als Finanzen. Das Klima lässt sich nicht mit Diplomatie und etwas Hirn reparieren, wir dürfen das halt nicht versauen. Ich mach mir also weit weniger Sorgen um Finanzen als um Klima.
Wollen wir Wetten abschließen? :gruebel:

Selbst die IT-Firmen in Kalifornien sind draufgekommen...
Wieder Off-Topic, aber den letzten Bericht, den ich zu dem Thema Silicon Valley gelesen habe, sagt anderes aus. Menschen, die in Zelten in San Fran neben der Golden Gate hausen, während Facebook, Makrohard, Gugl und Co. ihre Milliarden scheffeln...
Guter ÖPNV folgt dann dann wenn der Bedarf daran massiv ansteigt. So wie die Politiker hier sind, muss es erstmal brennen bis sie anfangen was zu tun. Sieht man an dem FTTH-Ausbau. Da brennt es schon lange, mittlerweile beschwert sich die Industrie das sie nicht vernünftig arbeiten kann. Und was machen die Politiker - sie subventionieren Kupfer was schon beim verlegen veraltet ist. Nach einigen Jahren fällt denen auf - ne, das ist doch Quatsch, der Bedarf ist riesig, also könnten wir ja eigentlich Glasfaser subventionieren. Und immer noch nicht genug. Das gleiche wird beim ÖPNV passieren - der Bedarf muss massiv steigen. Dann warten wir 5-10 Jahre mit hohen Bedarf und nicht genug Angebot und dann wird es langsam besser.
Das ist ja grade der, der Bedarf IST ja da.
Nur ist der ÖPNV in seiner jetzigen Form, für ein Ingenieursland wie Deutschland in einer miserablen Form, was stark mit der Privatisierung der Bahn zusammenhängt.
Die denkt betriebswirtschaftlich und da mit dem Regionalverkehr keine Gewinne eingefahren werden können, wird gespart und ausgelagert wo es nur geht.
Wir brauchen mehr Busse, die in die Pampa rausfahren. Züge, die nicht schon bei fünf Grad über den Gefrierpunkt ausfallen (Japan weiß, wie das geht!).

Als ich noch meine Ausbildung gemacht hab, bin ich auch jeden Tag mit dem massiv überfüllten Bus zum P&R und mit dem ebenfalls überfüllten Zug in die Stadt und raus wieder dasselbe. Durfte mir dann im Winter wegen Verspätungen 2-4 Stunden am Tag den Arsch abfrieren (ja, vor 10 Jahren waren die Winter in DE noch kalt), mich dann noch mit ganz "freundlichen" Busfahrern rumschlagen und dafür auch noch 100€ im Monat blechen. Gebraucht habe ich damit für eine Strecke von 26km beim Reinfahren über 1 Stunde, rausfahren aufgrund der geringfrequentierten Busverbindung doppelt so lange.
Den Kack habe ich zwei Jahre mitgemacht. Sowie ich den Führerschein hatte, bin ich auf's Auto umgestiegen und war in nicht mal 30 Min. drin und nach 30 Min. auch wieder daheim. Zu jeder Jahreszeit. Mea culpa.:schief:
 
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Zum Thema Freiwillige verpflichten - wenn die nicht wollen, wird man sie dazu nicht zwingen können. Freiwillige müssen freiwillig bleiben, wenn die Freiwilligen nicht ausreichen muss halt was vernünftiges aufgebaut werden wo man die Leute dafür bezahlt. Das Thema ist durch
Wie gesagt cyron, Pflichtfeuerwehren sind sehr sehr selten, aber definitiv erlaubt. Sollte man auf der selben rechtlichen Grundlage durchbekommen wie die Wehrpflicht.
Aber bei einer Pflcihtfeuerwehr werden die Leute bezahlt.
 
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Ich rede über den eigentlichen Job, nicht über den Freiwilligen-Einsatz irgendwo.
Dieser muss dir genug finanzielle Mittel bieten damit du dort leben kannst wo der Job stattfindet.

Und klar besteht das Land aus Dörfern aller möglichen Größen und einigen Kleinstädten dazwischen wo kaum Verkehr ist. Was wollen die Sattelschlepper dort? Industrie ist da kaum vorhanden, der Edeka vor Ort beliefern? Na gut, sind halt 3-4 LKW's pro Woche, mehr is da nicht. Kleinstadt ist für mich kein "Land" mehr und keine "Pampa" - es ist ne Stadt. Zählt nicht als Land. Land ist es dann wenn man mehr Nutztiere als Einwohner hat - das ist dann Land aka Kuhkaff (nichts gegen die Kühe!).

P&R wird hier kaum benutzt. Wohne am Stadtrand, hier geht eine Bundesstraße direkt rein und es gibt Straßenbahn und S-Bahn, beide nahe am P&R. Die Straßenbahn ist halbwegs voll (mit Einheimischen), die S-Bahn ist leer, die Straße - die steht mehr als fährt. Ich sollte da mal Flyer verteilen während die nachmittags und abends da rumstehen - nehmt doch den ÖPNV. Wird aber glaub ich nicht der Renner.
Genau so sieht's fast überall aus.
P&R ist auch in Großstädten am Rand gemeint, dort wo man bequem und zügig alle 10min umsteigen kann und die letzten Kilometer damit fährt. Selbst das würde helfen.

Wegen Freiwillige verpflichten - würde mich jemand zu etwas verpflichten wollen, wäre ich da schneller weg als die meinen Namen sagen können. Noch mal, freiwillig bleibt freiwillig, wenn man Leute zu etwas zwingt fangen die an Unfug zu produzieren.

Und Wetten abschließen, worauf? Ob das Klima zuerst krachen geht oder das Finanzsystem? Braucht man nicht, das Klima ist schon durch, wir machen aktuell nur noch Schadensbegrenzung.

Und ja, genau die Firmen in Silicon Valley stellen den Leuten Fahrräder (die sie dann behalten können als Eigentum) und haben noch andere Boni wenn man endlich nicht mit der Karre zur Arbeit fährt.
Was haben die Obdachlosen in den USA mit Firmen zu tun? Das ist ein Problem vom Staat und das fehlende Sozialsystem (die Bruchstücke die es da gibt kann man nicht System nennen).

Und ÖPNV - ich meine den ÖPNV. Nicht den Nah&Fernverkehr. ÖPNV in der Stadt + Randgebiete in der nächsten Verbundszone, also all das Zeugs was sich 10-15km entfernt befindet von dem Zentrum. Viel breiter sind die Städte hier nicht, in Leipzig sinds ~8km vom Zentrum bis zum Stadtrand wo der ÖPNV aufhört, in viele Richtungen. Nur der Norden hat mehr weil Halle, Flughafen, Werke und Amazon-Lager etc.
Die Bahn ist ne ganz andere Baustelle. Und Flixbus, Flixtrain und regionale/überregionale Buslinien ebenfalls (die überregionalen Buslinien fahren doch nur bei Vollmond nach einer Opfergabe mit 3 Ziegen und 9 Jungfrauen und nur wenn dabei noch gutes Wetter herrscht!).
Der wird auch langsam ausgebaut. Stichwort ist langsam. Und da ist Bedarf, weil der ÖPNV auch wirklich voll wird.
Wenn ihr die Züge usw. aufm Land auch richtig voll bekommt, werden die in 5-10 Jahren auch ausgebaut, also die betroffenen Strecken.
Hier dauert alles ewig und 3 Tage, also nicht wundern, selbst wenn Geld bereitgestellt wird - dann fehlen Genehmigungen, dann fehlen Bauarbeiter, Prüfer etc. Haben die das alles endlich zusammengekratzt müssen sie sich noch mit Aktivisten rumschlagen die zwar alles wollen, aber nicht bei sich vorm Fenster! Dann gibt es noch drölftausend Verzögerungen beim Bau. Hinterher gibt es noch n paar tausend Mängel die erst bei Abnahme auftauchen. Also eher 10+ Jahre bis was steht. BER-Tempo kann man auch sagen.

Gerade deswegen hoffe ich ja das die Leute sich selbst helfen und mehr auf E-Autos, sparsame Fahrzeuge und Fahrräder umsteigen (20-30km auf nem E-Bike sind irre schnell geschafft und bei dem aktuellen Klima wo man 12°C im Dezember hat gibt es nicht mal die Ausrede mit dem Mistwetter :D ). Selbst ran und ich erwarte das Leute hier mehr Zeit und Geld investieren. Nicht nur in ihren eigenen Wohlstand, sondern eben auch in die Umwelt.
 
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Ich rede über den eigentlichen Job, nicht über den Freiwilligen-Einsatz irgendwo.
Dieser muss dir genug finanzielle Mittel bieten damit du dort leben kannst wo der Job stattfindet.
Hier kommt die Gegenfrage: Wenn der Job in der Stadt mehr Geld bietet, als jeder Job im näher umgelegenen Land und zwar so viel mehr, dass es sich lohnt, bis in die Stadt zu pendeln?
Du sagst doch selber dauernd, auf dem Land gäbe es kaum Industrie?:huh:
Und klar besteht das Land aus Dörfern aller möglichen Größen und einigen Kleinstädten dazwischen wo kaum Verkehr ist. Was wollen die Sattelschlepper dort? Industrie ist da kaum vorhanden, der Edeka vor Ort beliefern?
Nochmal: Es geht um den Zielort. Glaubst du, LKWs können sich teleportieren? Schön wär's.
Um etwas abzuliefern, müssen die ja erst mal bis dahinkommen. Und da interessiert es den LKW nicht, was zwischem Start- und Zielort liegt. Der Begriff "Durchfahren" ist die schon geläufig, oder?
P&R wird hier kaum benutzt. Wohne am Stadtrand, hier geht eine Bundesstraße direkt rein und es gibt Straßenbahn und S-Bahn, beide nahe am P&R. Die Straßenbahn ist halbwegs voll (mit Einheimischen), die S-Bahn ist leer, die Straße - die steht mehr als fährt. Ich sollte da mal Flyer verteilen während die nachmittags und abends da rumstehen - nehmt doch den ÖPNV. Wird aber glaub ich nicht der Renner.
Genau so sieht's fast überall aus.
Nein.
Das kannst du nicht wissen. Du kannst nicht in die Köpfe von 80 Mio. Bundesbürger reingucken und du kannst auch nicht wissen, wie es in jeder Ortschaft, jedem Dorf, jedem "Kuhkaff" so aussieht.
Ansonsten ist das nur hochgradige Pauschalisierung, was du da betreibst.;)
Wegen Freiwillige verpflichten - würde mich jemand zu etwas verpflichten wollen, wäre ich da schneller weg als die meinen Namen sagen können. Noch mal, freiwillig bleibt freiwillig, wenn man Leute zu etwas zwingt fangen die an Unfug zu produzieren.
Es gibt Ausnahmesituationen, die dies erfordern. Da bleibt den Behörden schlicht nichts anderes übrig und die machen das auch nicht gerne. Aber auf dem Lande wird auch jeder bei einem gewissen Alter gefragt, ob er sich freiwillig melden will. Er kann das natürlich verneinen, muss aber damit rechnen, dass er im Notfall trotzdem "eingezogen" wird.
Und ja, genau die Firmen in Silicon Valley stellen den Leuten Fahrräder (die sie dann behalten können als Eigentum) und haben noch andere Boni wenn man endlich nicht mit der Karre zur Arbeit fährt.
Was haben die Obdachlosen in den USA mit Firmen zu tun? Das ist ein Problem vom Staat und das fehlende Sozialsystem (die Bruchstücke die es da gibt kann man nicht System nennen).
Du meinst die wenigen von den vielen, die da hinwollen und es im Gegensatz zum Rest auch geschafft haben?
Tja, willkommen im (Neo)Kapitalismus: Milliardaere und Obdachlose: Der grosse Tech-Boom spaltet San Francisco - Panorama - Gesellschaft - Tagesspiegel
Die Bahn ist ne ganz andere Baustelle. Und Flixbus, Flixtrain und regionale/überregionale Buslinien ebenfalls (die überregionalen Buslinien fahren doch nur bei Vollmond nach einer Opfergabe mit 3 Ziegen und 9 Jungfrauen und nur wenn dabei noch gutes Wetter herrscht!).
Der wird auch langsam ausgebaut. Stichwort ist langsam. Und da ist Bedarf, weil der ÖPNV auch wirklich voll wird.
Bei uns fährt kein Flixbus über die Distanz auf der Strecke jeden Tag rein und wieder raus...
Wenn ihr die Züge usw. aufm Land auch richtig voll bekommt, werden die in 5-10 Jahren auch ausgebaut, also die betroffenen Strecken.
Die Züge usw. auf dem Land SIND richtig voll, habe ich doch schon gesagt.
Nur baut die Bahn da nicht aus. Die Bahn baut die gewerblich genutzten Schienenstrecken aus, weil damit das meiste Geld verdient wird - Privatisierung sei Dank.
Es fehlen die Züge in den Stoßzeiten.
Und im Gegenzug werden öffentlich genutzte Schienen auch noch gestrichen...

Gerade deswegen hoffe ich ja das die Leute sich selbst helfen und mehr auf E-Autos, sparsame Fahrzeuge und Fahrräder umsteigen (20-30km auf nem E-Bike sind irre schnell geschafft und bei dem aktuellen Klima wo man 12°C im Dezember hat gibt es nicht mal die Ausrede mit dem Mistwetter :D ). Selbst ran und ich erwarte das Leute hier mehr Zeit und Geld investieren. Nicht nur in ihren eigenen Wohlstand, sondern eben auch in die Umwelt.
Mit E-Autos brauchst du mir nicht kommen.
Nicht solange man die mit Atomstrom aufladen muss. Nicht solange das, für die Akkus benötigte Lithium, Kobalt etc. in Afrika von Billigarbeitern ausgegraben werden muss. Nicht solange selbige auch das Entsorgen übernehmen müssen...
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Nur baut die Bahn da nicht aus. Die Bahn baut die gewerblich genutzten Schienenstrecken aus, weil damit das meiste Geld verdient wird - Privatisierung sei Dank.
Es fehlen die Züge in den Stoßzeiten.
Und im Gegenzug werden öffentlich genutzte Schienen auch noch gestrichen...
Nahverkehr (also alles außer EC, IC und ICE) ist Landessache, da kannst du den Politikern auf die Finger klopfen nicht der Bahn, die ist in dem Fall nur Dienstleister.

Aber was will man auf die Schnelle machen, wenn man gar nicht genug Personal findet um die Züge zu fahren? Ich meine die verdienen nichtmal schlecht dafür, dass man nur so 9 bis 12 Monate Schulung machen muss.
 
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1. Ja weil pendeln noch zu billig ist, machen die Leute das. Ist aber angesichts der Klimaziele nicht erwünscht, kommt bei den Leuten aber nicht im Kopf an...
Entweder sucht man sich die Arbeit nah dran oder zieht dahin wo die Arbeit ist. Nicht 50-100 Kilometer daneben, sondern wirklich dahin wo die Arbeit ist... Damit man diese mit Fahrrad, zu Fuß oder halt mit ÖPNV deutlich unter 30min erreicht.
Das extravagante Leben wo man es sich im grünen gut gehen lässt und in der Stadt massig Geld verdient ist bald vorbei.

2. Zielort - da gehören die LKW hin.
Bis dahin fahren sie nicht durch drölftausend Ortschaften, sie nehmen die Autobahn oder die Bundesstraße und sollten dabei eigentlich nur am Zielort und am Startort in einer Ortschaft sein.
Klar, Baustellen und Stau umfahren, abkürzen etc. - aber das ist nix dauerhaftes (obwohl die Baustellen hier bei uns doch öfter was dauerhaftes sind).
Aufm Land hat meist Ruhe, vor allem vor LKW's.

3. Ja klar ist jedes Kuhkaff anders. Aber die Zahlen der Pendler hier und deren Aufteilung auf Auto, Zug, Bus und andere Verkehrsmittel sind bekannt. Und erschreckend wie viele es sind und wie viele es mit dem Auto tun. Keine Ausreden. Das ist nicht pauschalisiert, das ist die Realität leider.

4. Und die Ortschaft kann damit rechnen das die Leute es nicht begrüßen wenn sie "eingezogen" werden.
In Zeiten der Landflucht sollte so was gar kein Argument sein, Leute stehen nicht drauf und das sollte nur in absoluten Notfällen sein die etwa die Ausmaße vom Katrina-Hurricane haben - wo also eine ganze Stadt ausradiert wird etc.

5. Amis hatten schon immer ein kaputtes System welches das Gegenteil von Sozial ist.
Aber selbst sie haben erkannt das Umwelt und Klima irgendwann noch kaputter sind als ihr Gesellschaftssystem und das es wert ist dies zu schützen.

6. Kein Flixbus? Kein Wunder, fährt ja auch auf Strecken die sich lohnen. Dafür hat man andere Busverbindungen, Zugverbindungen etc. Abgeschnittene Orte gibt es nicht, wir sind hier nicht in Sibirien :D

7. Ja, die sind jetzt vll voll geworden - das aber auch nicht durchgehend. Fahre mal mit dem RB nachts durch die Botanik - da haste 1-2 Alk-Leichen im Zug, 3-4 Pendler und den zu Tode gelangweilten Zugbegleiter in einem Zug der in jedem, aber auch wirklich jedem Kuhkaff hält - ohne Fahrgäste. Ich kann dir das ja mal aufnehmen, werde am 25en in Chemnitz sein und am 26en zurückfahren, wahrscheinlich recht früh. Da ich die Strecke seit Jahren am selben Tag fahre wegen einem Festival - kann dir garantieren, voll sind da höchstens die Fahrgäste.
Und ich hab geschrieben - 5-10 Jahre dauert es im Schnitt hier bis irgendwas angegangen wird. BER-Tempo. Wenn die Züge also jetzt voll sind, werden die noch 10 Jahre voll rumfahren bis sich irgendwer bewegt.

8. E-Autos sind jetzt schon wesentlich umweltfreundlicher als die Verbrenner. Dazu sind die Schadstoffe die bei der Stromproduktion entstehen von den Städten getrennt.
Kein Atomstrom, geladen wird Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken oder regenerativen Energiequellen.
Und was die Rohstoffe angeht - die werden in Industrieanlagen mit recht guten Arbeitsbedingungen abgebaut (die massiven Preissteigerungen bei den Rohstoffen haben für eine deutliche Verbesserung gesorgt). Auch die seltenen Erden in China werden unter guten Bedingungen abgebaut. Und es gibt da keine Entsorgung, es gibt Recycling - LiPo-Akkus lassen sich praktisch vollständig recyclen wenn man sie nicht gerade abfackelt etc.

Noch so ein E-Auto Skeptiker... Allein die Tatsache das sie vor Ort (wo sie fahren) keine Schadstoffe produzieren, nur eine geringe Menge an Feinstaub von Bremsen und Reifen und das sie leiser sind, bis zu dem Punkt wo man Motorgeräusche imitieren muss damit die Fußgänger sie hören können ist ein massiver Vorteil für die Städte.
Bin regelmäßig mit denen unterwegs, obwohl ich selbst keins habe. Clevershuttle fährt hier ausschließlich elektrisch und statt Taxi nutze ich die. Die Zukunft kann man nicht aufhalten - man kann sie aber unterstützen oder behindern was neue Technologien angeht. Ich unterstütze diese eher, je mehr Geld dort investiert wird desto eher sehen wir auch Entwicklungen die dies besser machen und massentauglich.
 
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:what: Quelle?
Deutschland hat einen Urbanisierungsgrad von >3/4
Das hatte Dieter Nuhr in seiner Sendung gesagt. :D

Aber wenn ich Wiki mal zitiere

Die nach Verwaltungsgrenzen gerechneten 82 Städte über 100.000 Einwohner in Deutschland im Jahr 2004 besitzen 25,3 Millionen Einwohner, das sind bereits über 30 % der Gesamtbevölkerung von 82 Millionen. Die elf Metropolregionen Deutschlands mit 44,3 Millionen Einwohnern sind räumlich wesentlich weiter gefasst und beinhalten auch große ländliche Gebiete.
Kommt das ungefähr hin. Es kommt natürlich auch drauf an wie man das rechnet. ;)
 
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Das einzige was ich zum Kotzen finde ist, dass die ganze Dummschwätzer von wegen "Es gibt keinen Klimawandel" oder "es gibt keinen menschlichen Einfluss" weiterhin auf breiter Flur im Netz Propagande gegen jede kleine Veränderungen betreiben. Das sind übelste Gesellen, die uns seit Jahrzehnten durch verbales Störfeuer aufhalten, konsequent an Lösungen zu arbeiten. Hier im Forum geht das nach, was man an anderer Stelle für erbärmliche Spalter antrifft, ist unerträglich. Insbesondere AfD Politiker und Wähler glänzen mit konsequenter Negierung wissenschaftlicher Ergebnisse

z.B. hier Wie OEkosysteme im Klimawandel zerstoert werden | Telepolis wird mir schlecht, schaue ich in die Kommentare
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

1. Ja weil pendeln noch zu billig ist, machen die Leute das. Ist aber angesichts der Klimaziele nicht erwünscht, kommt bei den Leuten aber nicht im Kopf an...
Entweder sucht man sich die Arbeit nah dran oder zieht dahin wo die Arbeit ist.
Wann geht das eigentlich endlich in deinen Schädel? :rollen:
Wenn das Wohnen in der Stadt zu teuer ist, es aber nur dort die passenden Jobs gibt. Da bleibt einem halt nichts anderes übrig, als du pendeln.
2. Zielort - da gehören die LKW hin.
Bis dahin fahren sie nicht durch drölftausend Ortschaften, sie nehmen die Autobahn oder die Bundesstraße und sollten dabei eigentlich nur am Zielort und am Startort in einer Ortschaft sein.
Klar, Baustellen und Stau umfahren, abkürzen etc. - aber das ist nix dauerhaftes (obwohl die Baustellen hier bei uns doch öfter was dauerhaftes sind).
Aufm Land hat meist Ruhe, vor allem vor LKW's.
Nö.
Ich kann dir auf Anhieb alleine bei uns in der Nähe 10 Ortschaften nennen, bei der täglich die LKWs durchbrettern, weil die alle an der B300 liegen.
So ist das übrigens bei allen, autobahnnahen Ortschaften. Außerdem gibt es da noch Viehtransporter, Kipplader, Tank-LKWs, die Milch und Heizöl geladen haben, auch das fährt alles regelmäßig durch die Dörfer. Wohnst du weiter an den Grünflächen, hörst du davon natürlich wenig. Wohnst du aber an der Hauptstraße, wo die vornehmlich fahren, dann denkste irgendwann über Fenster mit Vierfachverglasung nach.:schief:
3. Ja klar ist jedes Kuhkaff anders. Aber die Zahlen der Pendler hier und deren Aufteilung auf Auto, Zug, Bus und andere Verkehrsmittel sind bekannt. Und erschreckend wie viele es sind und wie viele es mit dem Auto tun. Keine Ausreden. Das ist nicht pauschalisiert, das ist die Realität leider.
Immer mehr fahren aber mit dem Zug, oder wollen mit dem Zug fahren. Ebenso geht die Zahl der Jugendlichen, die den Führerschein machen, auch zurück.
Da tut sich also mehr, als du glaubst.
4. Und die Ortschaft kann damit rechnen das die Leute es nicht begrüßen wenn sie "eingezogen" werden.
In Zeiten der Landflucht sollte so was gar kein Argument sein, Leute stehen nicht drauf und das sollte nur in absoluten Notfällen sein die etwa die Ausmaße vom Katrina-Hurricane haben - wo also eine ganze Stadt ausradiert wird etc.
Da braucht es kein Hurrkan, da reicht schon ein Hochwasser.;)
6. Kein Flixbus? Kein Wunder, fährt ja auch auf Strecken die sich lohnen. Dafür hat man andere Busverbindungen, Zugverbindungen etc. Abgeschnittene Orte gibt es nicht, wir sind hier nicht in Sibirien :D
Aber dafür halt Orte, in denen du mal gut 4 Stunden auf den nächsten Bus warten darfst.
Dass insbesondere auf dem Land fast jeder einen Führerschein hat, kommt nicht von irgendwo her. Alleine schon, wenn du einkaufen musst und kein Supermarkt ansässig ist.
7. Ja, die sind jetzt vll voll geworden - das aber auch nicht durchgehend. Fahre mal mit dem RB nachts durch die Botanik - da haste 1-2 Alk-Leichen im Zug, 3-4 Pendler und den zu Tode gelangweilten Zugbegleiter in einem Zug der in jedem, aber auch wirklich jedem Kuhkaff hält - ohne Fahrgäste. Ich kann dir das ja mal aufnehmen, werde am 25en in Chemnitz sein und am 26en zurückfahren, wahrscheinlich recht früh. Da ich die Strecke seit Jahren am selben Tag fahre wegen einem Festival - kann dir garantieren, voll sind da höchstens die Fahrgäste.
Und ich hab geschrieben - 5-10 Jahre dauert es im Schnitt hier bis irgendwas angegangen wird. BER-Tempo. Wenn die Züge also jetzt voll sind, werden die noch 10 Jahre voll rumfahren bis sich irgendwer bewegt.
Was interessiert mich, wer nachts fährt?
Ich rede von den Stoßzeiten, also wenn die meisten Pendler zur Arbeit und zurück fahren. Die übervollen Züge um diese Uhrzeiten bildet sich keiner ein, der da schonmal mitgefahren ist.
Noch so ein E-Auto Skeptiker...
Ähem...

Elektromobilitaet: Mehr Elektroautos bringen der Umwelt momentan nichts | ZEIT ONLINE

Kobalt aus dem Kongo: Hier sterben Menschen fuer Akkus - SPIEGEL ONLINE

Keine Ahnung wo du das mit den fairen Arbeitsbedingungen (in China? Ernsthaft?) oder dem Ökostrom schon wieder herfantasiert hast.:schief:
 
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Naja, Flughäfen sind alle an Großstädte gebunden, in der Pampa sind sie praktisch Ausnahmen und haben so wenige Flüge das es keinen Unterschied macht.

? "An die Großstädte gebunden" ist was anderes, als "in der Großstadt". Da stehen die Flughäfen eben nicht, sondern 5 bis 30 km entfernt in der Pampa. Oder willst du Freising als Großstadt bezeichnen? Selbst der "in Sichtweite liegende" Flughafen Frankfurt müsste eigentlich "Flughafen Rüsselsheims" heißen und liegt genauso nahe am Mainzer oder Darmstädte Stadtzentrum, wie am Frankfurter Speckgürtel. Kein Grund also (und selten Interesse) für Piloten, mitten in der Stadt zu wohnen.

IT hat sich mittlerweile auch an bestimmten Orten konzentriert, bei uns z.B. in Tel Aviv - auch keine Kleinstadt.

Und du bist das beste Beispiel dafür, dass diese Konzentrationen absolut lächerlich und unnötig sind. Sowohl was die Orientierung an Städten angeht als auch die Fixierung auf einige wenige in einer Welt, die flächendeckend digitalisieren möchte/laut Meinung der ITler sollte.

Chirurgen arbeiten meist in Krankenhäusern die auch in Ballungsgebieten sind, je spezialisierter desto öfter trifft man die ausschließlich in der Stadt.

Je spezialisierter, desto unnötiger ist das. Die jeweiligen Experten auf ihrem Gebiet behandeln tagtäglich Patienten aus 100ten km Entfernung, die extra anreisen. Jede Operation mit mehr als 3 Tagen Vorplanung, eigentlich jede außerhalb der Unfallchirurgie, kann ortsunabhängig stattfinden. Und die teuersten Kliniken siedeln sich auch gerne deutlich außerhalb von Städten an - nicht nur weil das Personal das angenehmere Lebensumfeld schätzt, sondern auch weil es der Genesung zuträglich ist, wenn man mal an frische Luft gehen kann.

Und die meisten Architekten die ich kenne leben in Städten und haben ihre Büros auch da. Gibt einige die im Speckgürtel wohnen, aber trotzdem das Büro in der Innenstadt haben.

Also in Frankfurt gibt es von letzteren nicht gerade wenige. Einen Sinn sehe ich darin aber trotzdem nicht, denn auch die arbeiten allesamt für Kunden in 100ten, z.T. 1000den km Umkreis an Projekten in z.T. 10000den km Entfernung und fahren/fliegen für persönlichen Kundenkontakt gerne zum Kunden. Sicherlich mag es auch 1-2 geben, die sich nur mit dem Terrassenanbau von Maier und der neuen Garage von Huber über Wasser halten, aber selbst die betreuen dann keine Bauprojekte und keine Kunden in der Innenstadt. Wenn die ihr Büro 5-10 km nach außen verlagern und die Pendelei sein lassen, würden das die An- und Abreisewege für Kundenkontakt (egal wer sich bewegt) und Baustellenbesuche kaum verändern.

Die Städte und die aktuelle Verteilung der Einwohner und Büros - das wird sich nicht ändern.
Überleg mal, jede Stadt hat praktisch ein "Sonne"-System was den Verkehr angeht - alle Wege führen in die Innenstadt, die Außenbezirke sind miteinander nicht wirklich verbunden (egal ob es um gute Straßen oder ÖPNV geht). Mit etwas Glück fährt da n Bus am Stadtrand welcher die verschiedenen Stadtränder verbindet.
So ein System wie in New York oder wenigstens ein Spinnennetz-System wo der ÖPNV auch quer zwischen den Stadtteilen fährt und nicht alles über das Zentrum/Bahnhof abgewickelt wird, würde ja helfen.

Berlin ist auf den Ring konzentriert, Kiel hat ein U, Nürnberg fast schon einen Strich - da gibt es verschiedene Ansätze. Querverbindungen sind in Deutschland oft schlechter ausgebaut, das stimmt, aber mittlerweile haben die Innenstädte längst Größen erreicht, bei denen die meisten Büros sowieso nicht mehr im fußläufigen Zentrum der Sterntopologie liegen. Was nützt es einem in Frankfurt, dass sich beinahe alle Linien an der Hauptwache kreuzen, wenn man in Ginnheim wohnt, das Ziel aber in Bockenheim liegt? Ist "in der Innenstadt", aber mit den lahmen querfahrenden Bussen oder gar dem Fahrrad ist man trotzdem schneller da.

Aber mit dem aktuellen System ist es so das jeder aus jeder Richtung etwa den gleichen Weg hat - in die Innenstadt, dort kommen alle zusammen. Dazu ist das sehr nah an guten Hotels etc. und deswegen macht der Firmensitz da auch Sinn. Den wird keiner verlegen. Und das Großraumbüro was dranhängt auch nicht.

und auch nicht das Rechenzentru... Moment.
und erst recht nicht das Call-Cent... wait.
Am absurdesten wird es bei Großkonzernen, die 4-5 Standorte innerhalb des gleichen Innenstadtgebietes haben. Also nicht lokal konzentriert, aber trotzdem keinen einzigen in der Nähe von günstigen Wohnlagen. Aber selbst mittelständische Unternehmen mit ein paar 100 Mitarbeitern (oder zählt das heute noch schon als "Kleine", wenn KMUs bis in die 10000er gehen) haben teilweise Standorte in drei oder vier Städten quer durch ganz Deutschland verteilt, aber jeden einzelnen davon mitten in der Stadt. (naheliegendes Beispiel: Computec ;))

Was die Mango angeht: wird von den Leuten trotzdem gegessen. Genau so wie Papaya und andere exotische Sachen. Transport ist teuer und schädlich - aber die Ware selbst ist gut und wird deswegen bewegt, das lässt sich nicht stoppen.
Die Moralpredigt funktioniert da nicht, da geht es eher um gesunde und gute Ernährung die auch Sachen beinhaltet die sich weigern hier zu wachsen... naja zumindest so lange bis das Klima so kaputt ist das wir hier 40°C im Sommer haben im Schnitt.

Klar funktionieren Moralpredigen nicht. Die Erfahrung habe ich schon vor bald 20 Jahren gemacht. Deswegen sage ich ja, dass die Folgeschäden korrekt eingepreist werden müssen. Wenn die Mango 20 Euro kostet, werden einige mehr es mal mit ner Birne probieren. Aber im Moment haben wir eine massive Subvention von klima- und umweltschädlichem Verhalten und umgekehrt hohe Belastungen für eigentlich erwünschtes.

Mittlerweile ist der Unterschied bei den Lebenshaltungskosten so deutlich das sich eine schlecht bezahlte Stelle in einer richtig günstigen Gegend doch lohnt und das nicht zu knapp.
Ich verstehe nicht warum die Leute so in Massen nach München rammeln obwohl sie wissen das die Stadt für sie keinen Platz hat und gleichzeitig wollen sie ihr eigenes Kapital nicht in den Bau von Eigentumswohnungen investieren um sich abzusichern.
Klar, das dicke Gehalt sieht halt geil aus aufm Konto, aber was bringt es einem wenn dann die Miete gleich die Hälfte davon abbeißt?

Da würde ich doch eher woanders arbeiten wo die Miete halt nur 25% vom Gehalt frisst, wo ich nicht diese irre Stadt um mich habe die zwar geil ist wenn man richtig Geld ausgeben will, aber alles andere als geil ist um dort mit einem normalen Gehalt zu leben. Subkultur haben sie dort schon erfolgreich ermordet, mal sehen was als nächstes fällt.
Klar, man ist nicht hip und cool, aber dafür lebt man halt auch deutlich ruhiger, entspannter, gesünder und hat dabei auch noch mehr Geld übrig.

Je nach Branche und Situation ist eine Sicherheit: Wenn du von 1500 netto 750 für die Miete ausgibst, hast du am Ende zwar genauso viel übrig, wie wenn du von 1000 nett 250 für die Miete ausgibst und unterm Strich bleiben nur die schlechteren Lebensbedingungen. Aber wenn die 1500 € auf einmal wegbrechen, hast du in der Stadt gute Chancen, auf die Schnelle wenigstens 1000 € als Alternative zu finden und stehst mit 250+Stütze/Reserven da. Auf dem Land dagegen keine Chance, da hast du dann -250+Stütze/Reserven. Und Umziehen ist nicht umsonst, erst recht nicht, wenn man eine Familie gründen möchte.

"In die Stadt ziehen" ergibt also Sinn, "auf dem Land bleiben aber in der Stadt arbeiten" ist das Problem.


Es gibt alleine in Bayern nur vier Berufsfeuerwehren; Augsburg, München, Ingolstadt und Nürnberg. Erst bei einer Einwohnergrenze von 100.000 ist eine BF vorgeschrieben, darunter alles Freiwillig.

Was ist mit Würzburg, die liegen auch über 100000? Und Erlangen und Fürth ebenfalls, auch wenn die mit Nürnberg zusammenhängen dürften. Und bei spontanem googlen lese ich für die "freiwillige" Feuerwehr Bamberg was von "39 beschäftigten Feuerwehrbeamten".

Die wird kommen, ob du das sehen kannst oder nicht.
Unser gesamtes, globales Finanzsystem basiert auf Schulden. Praktsich jeder Ökonom, der noch bei halbwegs Sinn und Verstand liegt, wird sagen, dass dies so irgendwann nicht mehr funktionieren kann. Der große Crash ist vorprogrammiert und dann brauchst dich nicht wundern, wenn es mal wieder so richtig rummst (Krieg und so).
Selbst wenn das die Menscheit überstehen sollte, folgt der Konflikt um Rohstoffe, die auch nicht unendlich vorhanden sind, aber dringend benötigt werden - und das fängt schon mit Wasser an: Boeden koennen immer weniger Wasser speichern | Wirtschaft

Da siehst du, ums Klima mach ich mir wenig sorgen. Bevor die Klimakatasrophe kommt, haben wir uns schon längst selber ausradiert.;-)

Wir hatten Finanzcrashs, aber keine Kriege deswegen
Wir hatten und haben reichlich Kriege um Ressourcen ohne Finanzcrashs
Wir hatten und haben reichlich Kriege wegen Wanderungsbewegungen ohne Finanzcrashs
Der Klimawandel vernichtet Ressourcen und sorgt für Wanderungsbewegungen, die dieser Planet absolut noch nie gesehen haben und deren relatives Ausmaß es seit der goldenen Horde nicht mehr gegeben hat.

Ist langsam schon lächerlich, wie du das Grundproblem nicht erkennen kannst oder willst.
Der nächstbeste Job, der zu mir passt, den ich gelernt habe, liegt in der Stadt. Eine Wohnung dort kann ich mir aber nicht leisten.

Muss ein komischer Job sein. Verpflichteter Freiwilliger?
Ich konnte mir eine Wohnung in der Stadt von HartzIV leisten und Millionen andere Menschen machen/müssen das auch.

Was ich mir damals nicht leisten konnte: Viel mit dem Auto fahren, aktuelle Hardware, etc.
Aber damit habe ich der Umwelt nicht geschadet.

Also was mache ich? Ich pendle. Entweder mit Bus und Bahn, oder (weil einer der beiden Faktoren nicht gegeben ist) mit dem Auto. Entweder komplett oder zum Teil.
Und auch das Wohnen auf dem Land ist drastisch teurer geworden. In meiner Gegend kann sich so gut wie niemand mehr einen Bauplatz leisten, auch die Mieten sind inzwischen deutlich gestiegen, wenn auch bei weitem nicht auf dem Niveau, wie in der Stadt.

"So gut wie niemand"? Oooooooch. Die Armen. Willkommen in einem Land, das pro Nase 370 m² zur Verfügung hat und davon weniger als die Hälfte (deutschlandweite Zahlen konnte ich nicht finden) für Wohnbebauung nutzt. Mehr als 13 x 10 m Grundfläche sind in Deutschland schon rein rechnerisch ein Luxus für wenige Besserverdiener und andere Leute, die sich zu Lasten der Allgemeinheit ein schöneres Leben machen.


Da muss dir wohl der falsche Link durchgerutscht sein. Anstatt den Anteil der Binnenschifffahrt an den bundesweiten Klimagas-Emissionen rauszusuchen, postest du offtopic/ohne irgend eine Ahnung von Zusammenhang etwas zur lokalen Stickoxidbelastung in zwei Städten. (Und selbst dazu steht nur was von "bis zu 30%" und "nicht weiter als 200 m" drin)

Genau das halte ich ja für unnötig.
Warum müssen es immer billig importierte Waren aus dem Ausland sein? Kann man nicht einfach das regionale Zeug kaufen?
Da regt man sich über Pendler auf, kauft aber zugleich billigen Portwein.
Nicht zwingend (über)lebensnotwendige Importware gehört deutlich teurer versteuert/verpreist. Es kann auch nicht sein, dass wir dauernd das subventionierte Milchpulver und Hähnchenkeulen nach Afrika runterschippern und selber die verbilligten Filets kaufen, währen das Kilo Tomaten, Gurken, Karotten etc. im Schnitt teurer ist.

Möhren sind verdammt billig :ugly:
Aber ja: Bei Obst gibt es einiges einzupreisen und bei einigen Gemüsesorten auch (weniger den genannten, aber z.B. Zuckerschoten gibt es nur als Import)

Wer rückt denn auf dem Land aus, wenn's mal brennt oder einer der vielen Rentner mal 'nen Schlaganfall o.ä. bekommt?

Garantiert niemand, der gerade 50 km weiter in der Stadt sein SUV abgestellt hat.

Verstehe jetzt nicht ganz, was du damit sagen willst.
Natürlich zahlst du als Steuerzahler auch auf dem Land für Feuerwehr/Rettunsdienste. Deren Ausrüstung sowie die hauptamtlichen Notfallsanitäter müssen ja auch finanziert werden.

Städte müssen aber, wie du selbst sagst, wesentlich mehr Geld dafür ausgeben und das finanzieren sie aus ihren Steuereinnahmen. Das ist einer der Gründe, warum z.B. Grund- und Gewerbesteuern in der Stadt höher sind und warum umgekehrt Stadtbewohner höhere Gehälter brauchen, um den gleichen Lebensstandard zu reichen. Wer diese hohen Gehälter kassiert, dann aber (über ebenfalls von den Stadtbewohnern zu bezahlende Verkehrswege und unter Verursachung von Folgeschäden an Stadt und -bewohnern) aufs Dorf pendelt, wo er diese Gebühren nicht zahlt (und auch durch persönliche Arbeitsleistung nichts zur öffentlichen Sicherheit beiträgt, weil er ja den ganzen Tag in der Stadt ist), bereichert sich also auf Kosten anderer.



Ich verstehe jetzt wieder nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat?:huh:
Bin ich freiwillig bei einer Organisation (ob jetzt FFW oder RK oder sonstwo) dann tue ich das ja nicht wegen der Bezahlung, die's ja auch fast nicht gibt - ist ja schließlich kein Job im engeren Sinne.

Es gibt im deutschen Ehrenamt durchaus so etwas wie "Aufwandsentschädigungen" und deren Höhe kann die Attraktivität bzw. Praktikabilität des Ehrenamts massiv steigern. Ich hätte z.B. kein Problem damit, einen Tag die Woche FF-Dienst zu leisten, wenn sich im Gegenzug eine 20%ige Arbeitsreduzierung ausgleichen ließe. Auch bei Bereitschaft, die schnell direkt zu Lasten des Arbeitgebers geht, ist entsprechender Ausgleich möglich. Wird aber bislang nicht praktiziert, hier liegt also Potential für eine Zwischenstufe zwischen freiwilliger und Berufsfeuerwehr brach.

Puh, das ist aber eine sehr naive Ansicht.:ugly:
Hast du in Deutschland überhaupt schon mal auf dem Land gewohnt? Müssen die LKWs zu einen bestimmten Zielort, dann fahren die dahin.

Glaubst du, dass die LKWs das in der Stadt anders machen? Einziger Unterschied ist die größere Zahl von 40-Tonner-untauglichen Nebenstraßen, in die man sich wegen 1000 € Einsparung am (dann PKW-)Navi verrennen kann.


Ja, bei dir halt schon wieder.
Mein alter Wohnort liegt ca. 26km von Augsburg entfernt. Es gibt fast keine, direkte Busverbindung, eine über Bahn gab's mal, ist auch wieder in der Diskussion, wird aber einfach nicht umgesetzt.

Was heißt "fast keine"? Klingt ein bisschen wie "so gut wir gar nicht schwanger".

Das ist ja grade der, der Bedarf IST ja da.
Nur ist der ÖPNV in seiner jetzigen Form, für ein Ingenieursland wie Deutschland in einer miserablen Form, was stark mit der Privatisierung der Bahn zusammenhängt.
Die denkt betriebswirtschaftlich und da mit dem Regionalverkehr keine Gewinne eingefahren werden können, wird gespart und ausgelagert wo es nur geht.

Die Bahn hat damit nichts zu tun. ÖPNV ist Sache der Kommunen, die Bahn nimmt da nur Aufträge an. Interessanterweise werden gerade auf dem Land und in den Speckgürteln massiv Parteien gewählt, die sich gegen den Ausbau von ÖPNV und für KFZ-Pendler und Häuslebauer engagieren.
Arme Opfer? Nö, das sind die an den Pendler-Einflugschneisen in den Städten. Im Grünen wohne fleißige Täter. Zeit, da abzukassieren.

Als ich noch meine Ausbildung gemacht hab, bin ich auch jeden Tag mit dem massiv überfüllten Bus zum P&R und mit dem ebenfalls überfüllten Zug in die Stadt und raus wieder dasselbe. Durfte mir dann im Winter wegen Verspätungen 2-4 Stunden am Tag den Arsch abfrieren

Mal ne blöde Frage: Weiter oben schreibst du was von 26 km. Wie kann man da bitte 4 Stunden für brauchen? Wenn man deiner Schilderung von "P+R weit draußen" folgt, dann sollten 20 km davon Bahnstrecke sein, die eine Regionalbahn in maximal 30 Minuten, in dünn besiedelten Gegenden mit weniger Zwischenhalten in 15-20 Minuten zurücklegt. Bleiben also rund 3 Stunden für zweimal 6 km, was selbst zu Fuß mit Schlangentrinken in Folge von Warmtrinken wegen der Kälte kein Problem wäre, mit einem Fahrrad aber bequem in 2x 20 Minuten erledigt wäre.


Hier kommt die Gegenfrage: Wenn der Job in der Stadt mehr Geld bietet, als jeder Job im näher umgelegenen Land und zwar so viel mehr, dass es sich lohnt, bis in die Stadt zu pendeln?

Dann ist das Pendeln ganz klar zu billig.

Nochmal: Es geht um den Zielort. Glaubst du, LKWs können sich teleportieren? Schön wär's.
Um etwas abzuliefern, müssen die ja erst mal bis dahinkommen. Und da interessiert es den LKW nicht, was zwischem Start- und Zielort liegt.

Ich kenn LKW-Fahrer und die interessiert es, ebenso wie ihre Auftraggeber, ganz gewaltig, ob zwischen A und B Autobahn mit 85 km/h Schnitt oder Landstraße mit 55 km/h Schnitt und relativ zur Luftlinie 30% längerer Streckenführung liegt...

Nein.
Das kannst du nicht wissen. Du kannst nicht in die Köpfe von 80 Mio. Bundesbürger reingucken und du kannst auch nicht wissen, wie es in jeder Ortschaft, jedem Dorf, jedem "Kuhkaff" so aussieht.
Ansonsten ist das nur hochgradige Pauschalisierung, was du da betreibst.;)

Ich kann auch nicht in jeden Kopf gucken, aber Cryon1cs Beobachtungen aus weiteren Orten bestätigen: Die Mehrheit der Vorortbewohner zeigt zwar großes Interesse an neuen BMW, Audi und Mercedes sowie am Ausbau von Einfallstraßen, aber sehr wenig an P+R. Für ÖPNV interessieren die sich erst, wenn eine S-Bahntrasse in Sichtweite entstehen könnte...

Die Züge usw. auf dem Land SIND richtig voll, habe ich doch schon gesagt.

Hier muss ich mal Retour geben: DU kannst in jeden Zug in jedem Teil von Deutschland reingucken? Ich auch nicht, aber ich kenne ein paar Verbindungen "auf dem Land" und das liegt der Anteil der vollen Verbindungen bei 0% und der der leeren bei 100%. Erst wenn die Regionalbahnen die Randbereiche der Städte erreichen, auf den letzten 2-3 Stationen, sind sie regelmäßig knackevoll. Aber da steigt niemand mehr zu, der auf dem Land wohnt.

Nur baut die Bahn da nicht aus. Die Bahn baut die gewerblich genutzten Schienenstrecken aus, weil damit das meiste Geld verdient wird - Privatisierung sei Dank.

"gewerblich genutzte Schienenstrecken"? Ist das nicht jedes von der Bahn genutzte Gleis? :huh:

Mit E-Autos brauchst du mir nicht kommen.
Nicht solange man die mit Atomstrom aufladen muss. Nicht solange das, für die Akkus benötigte Lithium, Kobalt etc. in Afrika von Billigarbeitern ausgegraben werden muss. Nicht solange selbige auch das Entsorgen übernehmen müssen...

Wer auf dem Land lebt, kann (als einer der wenigen in Deutschland) ja mit Solarstrom vom eigenen Dach laden und wer nur 52 km Reichweite braucht, kommt sogar mit Bleiakkus aus.


6. Kein Flixbus? Kein Wunder, fährt ja auch auf Strecken die sich lohnen. Dafür hat man andere Busverbindungen, Zugverbindungen etc. Abgeschnittene Orte gibt es nicht, wir sind hier nicht in Sibirien :D

Es gibt schon einige Ortschaften in Deutschland, von denen es wirklich schwer ist, in die nächste große Stadt zu kommen. Aber da wohnen zusammengenommen vielleicht ein paar 100000 Leute deutschlandweit und davon sind 90% Rentner, Kinder oder sie arbeiten vor Ort in der Landwirtschaft. Das sind nicht die Leute, die jeden morgen und jeden Abend die Luft verpesten.

Flixbux (noch so ein Fall von Subventionierung) pickt sich aber in der Tat die Rosinen raus und gefährdet damit zusätzlich den flächendeckenden ÖPV in Deutschland.

8. E-Autos sind jetzt schon wesentlich umweltfreundlicher als die Verbrenner.

LOL

Kein Atomstrom, geladen wird Strom aus Kohle- [strike]oder Gaskraftwerken oder regenerativen Energiequellen.

fixed it for you.

Noch so ein E-Auto Skeptiker... Allein die Tatsache das sie vor Ort (wo sie fahren) keine Schadstoffe produzieren, nur eine geringe Menge an Feinstaub von Bremsen und Reifen und das sie leiser sind, bis zu dem Punkt wo man Motorgeräusche imitieren muss damit die Fußgänger sie hören können ist ein massiver Vorteil für die Städte.

Hier fahren einige Teslas rum, die ich (als Radfahrer) deutlicher höre, als Omnibusse und der Feinstaub von dem Reifen wird garantiert nicht geringer, wenn man das Fahrzeuggewicht verdoppelt. Bleiben die Bremsen - ich musste meine Scheiben am Verbrenner mal austauschen lassen, weil sie wegen zu geringer Betätigung verrostet sind, seitdem produziere ich wieder mehr Staub...



Das hatte Dieter Nuhr in seiner Sendung gesagt. :D

Die Quelle ist zwar sympathischer als, aufgrund der Satire-Komponente aber in etwa so verlässlich wie die BILD :)

Aber wenn ich Wiki mal zitiere


Kommt das ungefähr hin. Es kommt natürlich auch drauf an wie man das rechnet. ;)

Lies den Absatz zu Ende. Du zitierst Zahlen, die alt sind und angeschlossene Gemeinden ignorieren. Das zwischen z.B. Eschborn und Frankfurt oder Kronshagen und Kiel eine Stadtgrenze verläuft, ändert aber nichts am geschlossenen Stadtgebiet mit entsprechenden ÖPNV-Möglichkeiten und Lebensbedingungen.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

@ruyven_macaran
Berufsfeuerwehr ungleich "Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften"
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

1. Piloten leben trotzdem in der Stadt. Sind eh selten daheim, leisten sich aber schöne Wohnungen in den Städten und heben den Mietspiegel an.
Es macht auch sehr viel Sinn in der Stadt zu wohnen, zentral, von wo aus man sehr schnell zum Flughafen kommt wo man stationiert ist sozusagen. Auch ohne Auto.

2. Ja weil ich im Home Office arbeite? Klar, ungefähr das halbe Team ist bei uns komplett Remote, einige haben das Office noch nie betreten (ich auch nicht, wozu nach Tel Aviv fliegen? Wird passieren, aber nicht nötig für die Arbeit). Der Rest muss vor Ort sein, weil sich die Koordination im Office wesentlich einfacher gestaltet als online, trotz bester Tools ist es immer noch optimal wenn einige Leute im selben Raum sind. Und das sind nun mal bestimmte Gebiete die sich für IT besonders gut eignen und wo man das Personal findet. Tel Aviv, San Francisco/Silicon Valley usw. Diese Standorte haben sich spezialisiert und sind deswegen so erfolgreich.

3. Es ist immer noch hoch angesehen wenn man einen guten Standort hat. Und dieser heißt nicht Pampa. Genau wie die IT machen es sich auch viele andere Branchen dort gemütlich wo es sich gut arbeiten lässt.
Bänker haben ihre Stadt, Börsianer sind nebenan, Autoindustrie hat ihre Standorte und so weiter.
Diese werden auch nicht in der Pampa aufgebaut. Im Idealfall sind sie entweder in der Innenstadt oder wenn sie da nicht reinpassen oder aus logistischen Gründen oder wegen Lärm etc. nicht dürfen - am Stadtrand und holen sich alle Mitarbeiter aus der Stadt.
Hier steht ein riesiger Amazon Warehouse + dicker Flughafen der überwiegend Waren und keine Passagiere bewegt (Leipzig/Halle, solltest du hier fliegen wollen - super gechillt, Warteschlangen - 15min maximal, niemals voll, überschaubar - also leicht sich zu orientieren, das schätzen hier auch viele).
Die Leute die dort arbeiten sind praktisch alle entweder in Halle oder in Leipzig unterwegs. Und im Falle von Amazon werden sich nur die wenigsten von denen Eigentum je leisten können - sie zahlen OK, aber nicht gut genug um davon hier ein Grundstück zu kaufen und zu bauen. Bauland ist hier praktisch ausverkauft, alles was ausgeschrieben wird ist innerhalb von Wochen wenn nicht Tagen komplett weg.
Die Stadt boomt also, die Mieten steigen weil der Bedarf steigt - mehr Leute die gleichzeitig bessere Wohnungen wollen und diese auch bezahlen.
Da hätten auch Werkswohnungen entstehen können die zwar nicht toll sind und nah am Flughafen, aber günstig. Sie materialisieren sich nicht und Unternehmen wie Amazon haben so gar kein Interesse daran was zu bauen. Hätte, hätte, Fahrradkette! - das trifft es hier gut. Leute werden sich also damit abfinden müssen das dieser Standort brummt und boomt und das sie hier nicht billig wohnen werden.

4. Sichtweite, Hörweite... Nicht in meinem Garten! Auch nicht beim Nachbar und da drüben schon mal gar nicht! Selbst wenn man davon profitiert wie vom Glasfaser - ja nehm ich, aber bei mir buddeln ist nicht! Was willste mit den Leuten machen?

5. Bahn unterscheidet zwischen gewerblichen und Passagierstrecken. Auf letzteren fährt kaum oder kein Güterverkehr, weil dieser die ICE ausbremst. Es ist einfacher das eine oder das andere komplett aus dem Fenster zu werfen, das macht die Koordination sehr viel einfacher. Klar, mit guter Technik und besser geschultem Personal und deutlichen Investitionen beides gleichzeitig laufen lassen ohne große Probleme - aaaaaaaaaaber das will hier keiner.

8 weil der Rest übersprungen :D
E-Autos sind wesentlich umweltfreundlicher wenn man diese nicht mit Strom aus Kohle&Atomkraftwerken vollpumpt.
Das arme E-Auto kann nichts für das wir hier unsere Solarfirmen umgebracht haben und deutlich hinterherhinken was den Ausbau der regenerativen Energiequellen angeht.

Tesla hört man auch nur dann wenn das Teil extrem beschleunigt und das bei einer recht hohen Geschwindigkeit. Und man kann sie wahrnehmen, sie sind minimal lauter als der Golf an dem sie vorbeiziehen. Sag das mal dem Mustang der hier bei mir ab und an rumfährt. Richtig geiler Sound. Auch die Biker die dank beklopptem Wetter ihre Saison gleich auf das ganze Jahr langziehen können hört man deutlich, so ne gute Harley mit etwas Tuning schafft 105dB. Sollte sie nicht, ist auch zu laut, aber bis die rausgezogen wird fährt der Kollege halt damit rum :)
E-Autos sind extrem leise.
Reifen&Bremsenabrieb ist kein Thema, dafür spart man sich Motoröl und anderen Unfug der bei Verbrennern reingekippt wird. Die E-Autos haben massive Vorteile und sind wesentlich umweltfreundlicher. Und das wird noch besser wenn man hier endlich mal genug Windräder und Solarpanels hat.
 
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