AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Vergiss nicht, es ist freiwillig.
Niemand soll dazu überredet werden. Wer will, macht mit, wer nicht will - ignoriert es.
Das schon mal dazu, das Thema ist gegessen.
Und die Berufsfeuerwehr sollte ein größeres Landgebiet umfassen was relativ schnell angefahren werden kann. Wir leben hier in einem verdammt kleinen Land, wir brauchen hier nicht in jedem Kuhkaff eine Feuerwehr.
Ja klar, mehr ist da wirklich besser und die Anfahrtszeiten sind nicht egal, aber eine Option wäre es. Man kann nach wie vor keinen zwingen als freiwilliger irgendwo mitzumischen.
Also schön mal den Quatsch abstellen. Wenn die Jugend es wollen würde, wäre die auch dabei.
Sobald der Alarm eingeht, muss die Feuerwehr innerhalb von 60 Min. am Ort des Geschehens sein. Man will ja die Leute in ihrem Haus schließlich nicht verbrennen lassen.
FFWs müssen so weit verteilt sein, dass diese Zeit eingehalten werden kann. Dazu kommt noch, dass nicht jede Feuerwehr gleich ausgestattet ist. Das wird nach Bedarf geregelt. Bei einem Verkehrsunfall kannst du keine Feuerwehr alamieren, die über keine Rettungsschere verfügt. Eine FFW in jedem Ort ist per Gesetz vorgeschrieben.
Es gibt alleine in Bayern nur vier Berufsfeuerwehren; Augsburg, München, Ingolstadt und Nürnberg. Erst bei einer Einwohnergrenze von 100.000 ist eine BF vorgeschrieben, darunter alles Freiwillig.
Verhauptamtlichst du das alles, musst du mit immensen Kosten rechnen - alleine die Gerätschaften und Fahrzeuge müssen instandgehalten und nach Überschreiten einer gewissen Altersgrenze ersetzt werden. Das gilt natürlich auch für die FFW - aber die gerade an autobahnnahen Gegenden brauchst du automatisch ein größeres Kontingent. Zwei, drei Leute permanent auf der Wache reichen da nicht. Und jetzt musst du die ganzen BFler auch entsprechend bezahlen, und zwar so, dass sie abschlagsfrei mit 60 in Rente gehen können, denn in dem Beruf muss man körperlich fit bleiben.
Da kommen wir gleich zum nächsten Problem, ein BFler muss körperlich dafür geeignet sein. Der Einstellungstest ist in etwa so hart wie der, der Polizei, 'n Haufen fallen mangels Fitness oder Handicaps (Sehschwäche) raus. Kriegst du da auf dem Land nicht genug Geeignete her, was hast du dann? Richtig, Fachkräftemangel.
Nö, es hat schon seine Richtigkeit, dass dies Freiwillige übernehmen - wenn man nur ein paar mal im Jahr ausrückt, dann sind Vorraussetzungen wie bei einer städtischen BF auch nicht notwendig.
Gibt's mal ein Hochwasser (was bei uns zur verregneteren Jahreszeiten praktisch regelmäßig vorkommt), dann sind die ortsansässigen FWs froh, wenn sie auch genau dort hingerufen werden und nicht anderswo, weil nicht jede FW über entsprechende Pumpanlagen verfügt.
Selbiges anderen, gemeinnützigen Vereinen: Wer stellt denn die ganzen Sanitäter bei Großveranstaltungen? Die Typen in Rot, die du da bei großen Volksfesten, Festivals u.ä. rumstehen sehst, werden in der Regel nicht dafür bezahlt, die opfern ihre Freizeit dafür. Kinder-, Alten-, Krankenbetreuung wird häufig von Ehrenamtlichen übernommen. Organisiert wird das eben durch Vereine, wie RK, ASB, Malteser, etc.
Nächster Ankerpoint: Großschadensereignisse. Kracht's auf der Autobahn mal gewaltig (Massenkarambolage) müssen eine Menge Leute medizinisch versorgt und verpflegt werden. Machen dies ausschließlich ländliche Berufsfeuerwehren und Rettungswachen, wer ist dann da, wenn's zugleich anderswo brennt?
Nö, es muss nach Kontingent ausgerückt werden. Deswegen haben Hilfsorganisationen Betreuungsdienst, Fernmelder, Technik und Sicherheit, etc. Alles von Freiwilligen besetzt, weil dies logistisch gar nicht anders zu handhaben ist.
Und jetzt kommt einer wie du daher und labert was davon, das alles einfach abzuschaffen? Wer hat denn die meisten Helfer bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise gestellt? Meinst, die Leute in den Lagern waren alles bezahlte Berufssanitäter oder Brandbekämpfer? Nö, das waren größtenteils Ehrenamtliche, die Beruf und Freizeit dafür geopfert haben. Ohne das Ehrenamt hätten wir damals Zustände, wie auf den griechischen Inseln gehabt, eine humanitäre Katastrophe. Erst recht werden solche Leute notwendig, wenn die große Klimakatastrophe kommt - weil du dann unmöglich genug Hautpamtliche vorrätig haben kannst, die mit den damit verbundenen Folgen Herr werden.
DU bist doch der jenige, den die Gewaltzunahme, Rassismus etc. hierzulande so ankotzt. Aber Menschen, die freiwillig anderen Menschen helfen hältst du für obsolet, weil du es angeblich besser weißt als jemand, der jahrelang dort selber aktiv und schon bei derartigen Einsätzen dabei war?
Ich sag' dir jetzt mal was, und das wird das letzte sein, dass ich dir zu diesem Thema sage, denn deine Klugscheißerei kennt sowieso keine Grenzen: Wir leben hier in einer Gesellschaft, die durch Soziale Medien, Fake News, Boluevardmedien (oder auch beides kombiniert) viel zu ant-iautoritärer Erziehung und durch den allgemeinen, neo-liberalen Lebenswandel mehr und mehr in Egoismus abdriftet und genau dafür, mitverantwortlich ist, was du proklamierst. Ich weiß, Ursachen interessieren dich nicht - warum auch immer, ein Arzt kann auch keine Krankheit heilen, wenn er nicht weiß, woher sie kommt und was sie verursacht. Aber (gemeinnützige) Vereine, für welche Menschen in der Freizeit tätig sind, sind einer der wenigen Elemente, die da herausstechen. Hier kommt es auf's Miteinander an, auf Teamwork und Respekt. Der Unterschied zu einem beruflichen Umfeld ist der, dass dies auch Kinder und Jugendliche dort lernen können.
Aber schön, schaffen wir das alles ab und ersetzen es durch hauptamtlich Tätige. Damit die Gesellschaft noch mehr verroht und Hilfeleistung mehr und mehr als Service und nicht als humane Notwendigkeit angesehen wird.
Ich habe es selber gesehen, München, Englischer Garten. Ein Haufen jugendlicher Alkoholisierter ruft den Rettungsdienst, damit sie selbigen mit Flaschen und Steinen bewerfen können. Stand' auch in der Zeitung:
Feiernde rasten aus - Grosseinsatz im Englischen Garten - Muenchen - SZ.de
Wenn ich genauer drüber nachdenke, dann kann der Klimawandel nicht schnell genug kommen - eine richtige Katastrophe, die mit diesem Saustall, den wir auf diesem Planeten mal richtig aufräumt, genau das ist das, was wir brauchen.

Der einzige, der hier seinen Quatsch dringend abstellen sollte, bist du, nicht ich.
Übrigens: Man KANN Freiwillige verpflichten. Hatte ich vorher schon mal gepostet:
https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayFwG-13?AspxAutoDetectCookieSupport=1
Finanzkatastrophe? Selbst wenns so kommen sollte, ist es egal. Finanzkatastrophe wäre schlimm, aber nicht tödlich. Naturkatastrophen sind viel schlimmer und sie waren noch vor dem Geld da. Die werden einfach stärker, die Auswirkungen sind schlimmer und Menschenleben sind unbezahlbar. Geld ist nur Geld.
Die wird kommen, ob du das sehen kannst oder nicht.
Unser gesamtes, globales Finanzsystem basiert auf Schulden. Praktsich jeder Ökonom, der noch bei halbwegs Sinn und Verstand liegt, wird sagen, dass dies so irgendwann nicht mehr funktionieren kann. Der große Crash ist vorprogrammiert und dann brauchst dich nicht wundern, wenn es mal wieder so richtig rummst (Krieg und so).
Selbst wenn das die Menscheit überstehen sollte, folgt der Konflikt um Rohstoffe, die auch nicht unendlich vorhanden sind, aber dringend benötigt werden - und das fängt schon mit Wasser an:
Boeden koennen immer weniger Wasser speichern | Wirtschaft
Da siehst du, ums Klima mach ich mir wenig sorgen. Bevor die Klimakatasrophe kommt, haben wir uns schon längst selber ausradiert.
Und ja, glaubst nicht aber viele Firmen suchen sich Mitarbeiter die vor Ort leben müssen. Bei einigen Positionen ist es auch zwingend notwendig.
Ja, bei einigen wenigen - aber nicht bei allen. Und selbst bei denen sorgt sich dabei keiner ums Klima, sondern nur darum, dass der Mitarbeiter rechtzeitig vor Ort sein kann. Das Klima ist den meisten Firmen und Großunternehmen doch sowieso scheißegal.
Und wenn du vom Land kommst und die Stadt kennst dann weißt du was ich meine.
Und solltest mir da eigentlich zustimmen das privater Autoverkehr nichts in der Stadt zu suchen hat. Allen voran die Pendler. Weil viele Anwohner schon freiwillig auf das Auto verzichten, die Pendler aber nicht, haben wir verstopfte Städte. Es ist allgemein auch grober Unfug in Zeiten wo man sich um die Umwelt kümmert sich via Auto täglich so weit zu bewegen.
Also eigentlich meinte ich immer die Pendler, die mit dem Auto bis zum nächsten Bahnhof fahren und von dort mit dem Zug in die Stadt, weil sie a) selber keinen Bahnhof an ihrem Wohnort haben und b) Busse viel zu selten durchfahren. Und das ist etwas, was dringend geändert/ausgebaut werden muss. Einen drastisch besseren ÖPNV der häufiger frequentiert und vor allem zuverlässiger ist. Länder wie Japan zeigen, wie sowas geht. Dann würden auch mehr Menschen auf's Auto verzichten.
Was übrigens die Lärmbelastung in der Stadt angeht: Glaubst du auf dem Land hört man außer läutenden Kuhglocken und krähenden Hähnen sonst weiter nichts?
Da, wo ich auf dem Land lebe bzw. gelebt habe, sind sogar Sonntagnachts noch LKWs durchgebrettert. Von den Stoßzeiten Früh, Mittags und Abends fang' ich gar nicht an.

Komisch, aber seit ich in der Stadt wohne, habe ich nachts mehr Ruhe.
Billigfleisch und klassisches Handy (stell dir vor, gibt noch Leute ohne) - jeder entscheidet selbst was er konsumiert und wie. Und muss mit den Folgen leben. Wir haben keine Gesetze oder Regeln dafür.
Ich wechsel die Smartphones alle 2 Jahre. Warum? Na weil ich damit arbeite. Unterwegs auch erreichbar zu sein und ein gutes Werkzeug zu haben ist unerlässlich. Und ich esse gerne Fleisch. Schmecken muss es, der Preis ist oft Nebensache - was bringt mir n billiges Steak wenn es sich dann wie die Schuhsohle kauen lässt? Billigfleisch ist also allein schon deswegen bei den Leuten raus weil es schlicht und einfach nicht schmeckt.
Billigfleisch umschließt ja nicht nur das Filestückt oder Rumpsteak. Ich rede auch von Billigwurst, Billighähnchenfilets, dem fertig paniertem Billigschnitzel oder dem abgepackten Schinken.
Wenn das angeblich keiner kauft, wieso haben es dann die Discounter massenweise in ihren Regalen?
Weißt du, Fleischkonsum ist eben auch so eine Sache - ich selbst habe grundsätzlich nichts dagegn, esse selber Fleisch. Aber in Maßen. 2x die Woche reicht völlig. Der Mensch (oder besser, der Deutsche) isst für gemeinhin aber wesentlich mehr und kauft das Zeug auch noch zu 2/3 im Supermarkt.
Sich dann aber über Massentierhaltung aufregen. Scheinheiliger geht's kaum.
Und genau deswegen weil das wohnen auf dem Land so viel günstiger ist und das pendeln noch querfinanziert ist, müssen wir das langsam mal angehen und stoppen.
Günstige Wohnungen wird es nicht geben.
Der einfachste Weg ist es das pendeln richtig teuer und ineffizient zu machen. Damit nur die pendeln die wirklich müssen - Leute die an verschiedenen Einsatzorten arbeiten, die Kunden an verschiedenen Orten besuchen und so weiter. Der Rest kann gemütlich auf Arbeit radeln zahlt für den Arbeitsweg nichts, nur das Fahrrad muss vorhanden sein.
Leute müssen sich erstmal von der Idee verabschieden das sie in der Stadt arbeiten können und weiter weg im grünen sich n dickes Haus hinstellen und sehr günstig leben werden und die Umweltbelastung durch ihren Arbeitsweg usw. komplett egal ist. Ist sie nicht, der Individualverkehr wird sich massiv einschränken müssen wenn dieser nicht auf E-Autos umgestellt wird. Und selbst die will man in der Stadt nur bedingt - sind halt immer noch 4m Unfug die da 8h lang stehen und keinerlei Nutzen haben.
Ist langsam schon lächerlich, wie du das Grundproblem nicht erkennen kannst oder willst.
Der nächstbeste Job, der zu mir passt, den ich gelernt habe, liegt in der Stadt. Eine Wohnung dort kann ich mir aber nicht leisten. Also was mache ich? Ich pendle. Entweder mit Bus und Bahn, oder (weil einer der beiden Faktoren nicht gegeben ist) mit dem Auto. Entweder komplett oder zum Teil.
Und auch das Wohnen auf dem Land ist drastisch teurer geworden. In meiner Gegend kann sich so gut wie niemand mehr einen Bauplatz leisten, auch die Mieten sind inzwischen deutlich gestiegen, wenn auch bei weitem nicht auf dem Niveau, wie in der Stadt.
Abgesehen davon, dass "gefiltert" und "ungefiltert" für das Klima so gut wie gar keinen Unterschied macht:
Bei der lächerlich geringen Zahl an Binnenschiffen in Deutschland ist es nun wirklich glasklar, dass die Pendler das größere Problem sind. Vermutlich schon allein die im Raum Hamburg für sich genommen, von München oder gar NRW ganz zu schweigen.
Da habe ich andere Infos:
Stickstoffoxid-Emissionen durch Binnenschiffe | Umweltbundesamt
Erstaunlich oft Luft. Wir haben iirc 25% Leerfahrten und die nicht-Leerfahrten sind wegen just-in-time auch oft nicht ausgelastet. Ersetzt man noch die hochineffizienten, aber flinken und steuer/arbeitsrechtlich effektiv günstigen Überlastsprinter durch echte LKW, könnten wir die Zahl der gefahrenen Transportkilometer auf unseren Straßen locker halbieren, gegebenenfalls sogar Dritteln. Ohne auch nur 1 kg auf Schiff oder Straße umzulagern, was das eigentliche Ziel sein sollte.
Genau das halte ich ja für unnötig.
Warum müssen es immer billig importierte Waren aus dem Ausland sein? Kann man nicht einfach das regionale Zeug kaufen?
Da regt man sich über Pendler auf, kauft aber zugleich billigen Portwein.
Nicht zwingend (über)lebensnotwendige Importware gehört deutlich teurer versteuert/verpreist. Es kann auch nicht sein, dass wir dauernd das subventionierte Milchpulver und Hähnchenkeulen nach Afrika runterschippern und selber die verbilligten Filets kaufen, währen das Kilo Tomaten, Gurken, Karotten etc. im Schnitt teurer ist.
Es gibt auf deinem Land also einen riesen Bedarf an Infrastruktur- und Dienstleistungen, aber keine Arbeitsplätze?
Wer rückt denn auf dem Land aus, wenn's mal brennt oder einer der vielen Rentner mal 'nen Schlaganfall o.ä. bekommt?
Mal ne blöde Frage:
Wenn weniger Leute auf dem Land leben, die bislang sowieso ihre Freizeit mit Pendeln verbringen und deswegen keinem Ehrenamt nachgehen können, wie bitte schön VERSCHLECHTERT sich dann das Verhältnis aus Freiwilligen und Bedarf? Eigentlich müsste das genaue Gegenteil der Fall sein. Es ist ja schließlich Teil des Konzeptes "als Pendler billig auf Kosten anderer zu leben", das man seinen Wohnsitz eben an einem Ort hat, an dem man nichts für Feuerwehr, nichts für Rettungsdienste, etc. bezahlt wie "die blöden Städter", aber trotzdem ein Gehalt auf deren Niveau kassiert.
Verstehe jetzt nicht ganz, was du damit sagen willst.
Natürlich zahlst du als Steuerzahler auch auf dem Land für Feuerwehr/Rettunsdienste. Deren Ausrüstung sowie die hauptamtlichen Notfallsanitäter müssen ja auch finanziert werden.
Das Problem ist, dass mangels Interessie solchen Vereinen eben die Mitglieder ausgehen. Es gibt FFWs auf dem Land, die über Tags komplett abgemeldet, also nicht alarmierbar sind. Natürlich könnte man einzelne, kleine Verbände an einem günstigen Schnittpunkt zusammenlegen. Aber das geht nicht überall...