AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
Russland hat auch nicht diese naturverbundene Kultur aus alten Zeiten wie die Indianer in den USA oder andere Ureinwohner in anderen Ländern, das kommt noch dazu.
Russland müsste, im Verhältnis zur kolonialisierenden Bevölkerung, sogar mehr indigene Bevölkerung haben, da es in der Vergangenheit deutlich weniger Einwanderung gab und zwar ettliche (lebensbedrohliche) systematische Umsiedlungen zwecks Russifizierung gab und gibt, aber weniger systematischen Mord. Mag sein, dass es auf dem Papier anders aussieht, weil die Zugehörigkeit zu den Nordamerikansichen Nations relativ leicht auf Kinder gemischter Paare vererbt wird und (steuer)rechtlich attraktiv ist, aber was die Wurzeln angeht sehe ich keinen großen Unterschied. Und beim Umweltschutzinteresse in weiten Teilen des Landes auch nicht, das ist auf jeder Seite des Teiches mies, wenn man Kalifornien ausklammert - nur dürfen in den USA die Umweltschutzverbände halt die Klappe aufmachen, in Russland endet das schnell mit Knast.
Klimaschutz hat allerdings wenig mit Naturverbundenheit zu tun (wie ebenfalls die nordamerikanischen Nations beweisen...) und auch Naturschutz nicht immer. Dahinter stecken komplexere moralische Aspekte und auch rationales Denken, denn über sowas wie Klimawandel muss man ja überhaupt erstmal nachdenken wollen.
Die tragen da immer noch gerne Pelze, fahren protzige Autos und pfeifen auf die Umwelt, auf den Tierschutz und viele andere Sachen. Das zieht sich von oben bis in die untersten Schichten.
Das ist eine brutale, gemeine Stadt wo jeder für sich selbst einen Platz unter der Sonne sucht. Ohne Rücksicht auf Verluste in den meisten Fällen.
Die beiden Sätze fassen das Problem schon eher zusammen. Und wie bei allen anderen brutalen Egoisten gilt auch hier: Gesprächsbereit bleiben, aber keine Handreichungen ohne Gegenleistung. Egal ob einfacher Bürger auf der Straße oder Alleinherscher im Kreml: Noch steht Russland recht geschlossen und mit einheitlichen Interessen dar und da braucht einem keiner leid zu tun, der die Folgen abkriegt, wenn man auf Ecke des Sacks schlägt und der Stoß im inneren weiterlaufen. Ich würde die z.B. Anstandslos die NorthStream2 zu Ende bauen lassen, ist ja denen ihr Geld und der Großteil der Umweltzerstörung ist längst gelaufen. Aber wenn in Zukunft jemand will, dass wir russische Gas NICHT in Richtung Ukraine weiterleiten, dann unterhalten wir uns erstmal über Klimaziele, die Rückgabe der Krim, etc.
Egoismus funktioniert nur solange gut, wie man ihn als einziger praktiziert und das muss man Egoisten vorführen.
Demnach soll der CO2-Preis zum 1. Januar 2021*von derzeit 10 auf 25 Euro steigen. Damit sei auch der Weg für die Senkung der Mehrwertsteuer bei der Bahn zum 1. Januar 2020 frei, hieß es.
__________________
Oh Moment es wird einfach nur teurer aber wirklich dran gearbeitet wird nicht. Schade
Gesendet von meinem Spamphone mit Spam
"nicht teuer genug" und "zuwenig Umverteilung" war bei DIESEM Teil des Klimapakets das zentrale Problem, von daher ist das ein (recht kleiner) Schritt in die richtige Richtung. Die ganzen Defizite in den anderen, bereits verabschiedeten Gesetzen werden halt von einer Einigung im kleinen Rest nicht beeinflusst.
Jupp ganz genau. Benzin sollte auch teurer sein und Inlandsflüge verbieten.
Wenn man Kerosin vernünftig besteuert, braucht man Kurzstreckenflüge nicht mehr zu verbieten. Die verschwinden von ganz alleine.
Pauschale Verteuerungen bei (noch) lebensnotwendigen Ressourcen treffen allerdings immer diejenigen am härtesten, die am wenigsten die Möglichkeit haben, um sich umweltgerecht zu verhalten oder den Umwelt- und Klimaschutz zu finanzieren.
Höhere Benzinpreise treffen zum Beispiel diejenigen, die alte Kisten fahren müssen, um zu ihren (vermutlich sogar noch prekären) Jobs zu kommen und womöglich noch auf dem flachen Land leben, wo es mit öffentlichen Verkehrsanbindungen mau aussieht. Sie treffen keine Gut- oder gar Spitzenverdiener, die sich zwar auch pauschal über die höheren Benzinpreise ärgern, diese aber problemlos zahlen können und sich trotzdem weiter übergewichtige und übermotorisierte Fahzeuge kaufen, um damit auch die 200 Meter zum nächsten Supermarkt zu fahren.
Da muss man ansetzen: Höhere Abgaben bei Produktion, Verkauf, Kauf und Haltung (Ja, alles auf einmal!) von Neuwagen, deren Verbrauch nicht im Verhältnis zum nachzuweisenden Nutzen steht. Die Einnahmen wiederum müssen in deutlich höhere Prämien für die Anschaffung ökologisch gewollter Fahrzeugtypen und die durchdachte Abwrackung von Altfahrzeugen fließen, womit auch eher die alten Spritfresser und Dreckschleudern verschwinden - und zwar nicht im Sinne von "in Entwicklungsländer verschifft und dort weiter Dreck produzierend".
Ich les immer was von alten Spritschleudern, aber wenn ich mir die Realverbräuche von Neuwagen so angucke, dann kann ich mit einem 20 Jahre alten Passat in der Regel unterbieten. Und die meisten prekär Beschäftigten leben in Städten und haben gar kein Auto. "Außerhalb wohnen und regelmäßig lange Strecken pendeln" ist im Gegenteil etwas, dass gerade Besserverdiener überdurchschnittlich häufig machen. Ist ja auch ganz klar: "Im Grünen" leben in einem Land, in der die meisten Leuten in Städten gebohren werden, eher wenige durch puren Zufall, aber viele, weil sie es sich leisten können. Klar treffen höhere Spritpreise auch Leute, die die wegbrechenden Jobs in Dörfern durch lange Autofahrten kompensieren. Aber zum einen sind das im Vergleich zu diversen anderen Bereichen eher wenig Leute und zum anderen ein Verhalten, dass man nun einmal loswerden möchte. Wenn man das eingenommene Geld in Sozialwohnungen in den Städten investiert, können sich diese Leute das Pendeln in Zukunft sparen und haben auch noch mehr Lebenszeit übrig - win-win.
Die anderen Vorschläge dagegen...:
- Höhere Produktionskosten von Neuwagen würde einfach nur die deutschen Werke gegenüber ausländischen benachteiligen und so direkt Arbeitsplätze gefährden, wäre in dieser selektiven Form gesetzeswidrig und würde der Umwelt wenig bringen, weil die Endmontage in Deutschland sowieso keinen hohen Emissionen verursacht
- Höhere Kaufspreise von Neuwagen würden vor allem den Steuerzahler, also letztlich wieder die breite Masse belasten, denn die meisten Neuwagen werden heute als Dienstwagen gekauft und über diverse Vergünstigungen abgesetzt. Und privat kaufen fast nur noch ältere Gutverdiener Neuwagen (was mit ein Grund für die "easy entry"-SUV-Schwemme sein dürfte), die wie du selbst sagst, sich nicht so leicht abschrecken lassen. Der Umweltnutzen ist also auch hier fraglich. (Eine Abschaffung der Dienstwagenprivilegien tut dagegen dringend Not)
- Höhere Verkaufskosten für Neuwagen klingen reichlich bescheuert, denn wenn man den Wagen weiterverkauft, ist er nicht mehr neu

. Und wenn du Gebrauchtwagenverkäufe belastest, schadest du allen und hilfst der Umwelt kein Bisschen.
- Haltung von Neuwagen gibt es ebenfalls nicht. Wenn es angemeldet wurde, ist es kein Neuwagen mehr. Du könntest wahlweise Verteuerungen für junge Jahrgänge fordern, das ist aber a) bereits gegeben, da die Steuerverbräuche schon nach WLTP berechnet werden und b) quasi egal, weil bei jedem mit auch nur erwähnenswerter Fahrleistung die KFZ-Steuer ein nichts im Vergleich zu den Spritkosten ist (was auch richtig so ist) und c) selektiv alte Stinker mit ähnlich hohem Verbrauch und dreckigerem Abgas besser stellen würde (auch das ist heute schon so, da die Verbrauchsabhängige Versteuerung nie auf die alten Jahrgänge umgestellt wurde. Ein alte D3 kommt billiger als ein neuer Euro 6 mit 25% weniger Verbrauch

). Oder du forderst höhere KFZ-Steuern für alle, dann erwischst da eben auch gerade wieder die kleinen Leuten und die können das, im Gegensatz zu höheren Spritpreisen, nicht nur sparsames/weniger Fahren ausgleichen.