Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Juhu endlich tut sich was
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Vertreter von Bund und Ländern haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Durchbruch bei den komplizierten Vermittlungsverhandlungen über das Klimapaket der Bundesregierung erreicht.

Demnach soll der CO2-Preis zum 1. Januar 2021*von derzeit 10 auf 25 Euro steigen. Damit sei auch der Weg für die Senkung der Mehrwertsteuer bei der Bahn zum 1. Januar 2020 frei, hieß es.
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Oh Moment es wird einfach nur teurer aber wirklich dran gearbeitet wird nicht. Schade


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Juhu endlich tut sich was
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Vertreter von Bund und Ländern haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Durchbruch bei den komplizierten Vermittlungsverhandlungen über das Klimapaket der Bundesregierung erreicht.

Demnach soll der CO2-Preis zum 1. Januar 2021*von derzeit 10 auf 25 Euro steigen. Damit sei auch der Weg für die Senkung der Mehrwertsteuer bei der Bahn zum 1. Januar 2020 frei, hieß es.
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Oh Moment es wird einfach nur teurer aber wirklich dran gearbeitet wird nicht. Schade


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Das hilft aber.
Nur leider ist der Preis extrem niedrig. Der hätte über 100€ schießen sollen.
So reguliert man die Nachfrage und auch den Ausstoß. Höhere Preise - Leute fangen an zu sparen oder Alternativen zu nutzen - funktioniert.

Mit 25€ wird das nichts, weil der Preisanstieg nicht hoch genug ist um die Leute zu bewegen.
 
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Jupp ganz genau. Benzin sollte auch teurer sein und Inlandsflüge verbieten.

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Jupp ganz genau. Benzin sollte auch teurer sein und Inlandsflüge verbieten.

Pauschale Verteuerungen bei (noch) lebensnotwendigen Ressourcen treffen allerdings immer diejenigen am härtesten, die am wenigsten die Möglichkeit haben, um sich umweltgerecht zu verhalten oder den Umwelt- und Klimaschutz zu finanzieren.

Höhere Benzinpreise treffen zum Beispiel diejenigen, die alte Kisten fahren müssen, um zu ihren (vermutlich sogar noch prekären) Jobs zu kommen und womöglich noch auf dem flachen Land leben, wo es mit öffentlichen Verkehrsanbindungen mau aussieht. Sie treffen keine Gut- oder gar Spitzenverdiener, die sich zwar auch pauschal über die höheren Benzinpreise ärgern, diese aber problemlos zahlen können und sich trotzdem weiter übergewichtige und übermotorisierte Fahzeuge kaufen, um damit auch die 200 Meter zum nächsten Supermarkt zu fahren.

Da muss man ansetzen: Höhere Abgaben bei Produktion, Verkauf, Kauf und Haltung (Ja, alles auf einmal!) von Neuwagen, deren Verbrauch nicht im Verhältnis zum nachzuweisenden Nutzen steht. Die Einnahmen wiederum müssen in deutlich höhere Prämien für die Anschaffung ökologisch gewollter Fahrzeugtypen und die durchdachte Abwrackung von Altfahrzeugen fließen, womit auch eher die alten Spritfresser und Dreckschleudern verschwinden - und zwar nicht im Sinne von "in Entwicklungsländer verschifft und dort weiter Dreck produzierend".
 
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Theoretisch ist es einfach aber es wird konsequent nicht getan. Wenn selbst hier Leute sind die gute Ideen haben was müssten dann für Kluge Köpfe "da oben" sitzen.

Naja letzten Endes ist es ja eh schon zu spät. Hatte Mal gelesen auch wenn wir ab jetzt auf 0% CO2 kommen würde (!)... Der Stein rollt bereits schon. Von dem her...

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Ich stimme Mahoy zu, bereits gekaufte Fahrzeuge extra zu belasten ist ab einem kleinem Maß Wahnsinn. Neuwagen sind kein Problem.
 
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Russland hat auch nicht diese naturverbundene Kultur aus alten Zeiten wie die Indianer in den USA oder andere Ureinwohner in anderen Ländern, das kommt noch dazu.

Russland müsste, im Verhältnis zur kolonialisierenden Bevölkerung, sogar mehr indigene Bevölkerung haben, da es in der Vergangenheit deutlich weniger Einwanderung gab und zwar ettliche (lebensbedrohliche) systematische Umsiedlungen zwecks Russifizierung gab und gibt, aber weniger systematischen Mord. Mag sein, dass es auf dem Papier anders aussieht, weil die Zugehörigkeit zu den Nordamerikansichen Nations relativ leicht auf Kinder gemischter Paare vererbt wird und (steuer)rechtlich attraktiv ist, aber was die Wurzeln angeht sehe ich keinen großen Unterschied. Und beim Umweltschutzinteresse in weiten Teilen des Landes auch nicht, das ist auf jeder Seite des Teiches mies, wenn man Kalifornien ausklammert - nur dürfen in den USA die Umweltschutzverbände halt die Klappe aufmachen, in Russland endet das schnell mit Knast.

Klimaschutz hat allerdings wenig mit Naturverbundenheit zu tun (wie ebenfalls die nordamerikanischen Nations beweisen...) und auch Naturschutz nicht immer. Dahinter stecken komplexere moralische Aspekte und auch rationales Denken, denn über sowas wie Klimawandel muss man ja überhaupt erstmal nachdenken wollen.

Die tragen da immer noch gerne Pelze, fahren protzige Autos und pfeifen auf die Umwelt, auf den Tierschutz und viele andere Sachen. Das zieht sich von oben bis in die untersten Schichten.
Das ist eine brutale, gemeine Stadt wo jeder für sich selbst einen Platz unter der Sonne sucht. Ohne Rücksicht auf Verluste in den meisten Fällen.

Die beiden Sätze fassen das Problem schon eher zusammen. Und wie bei allen anderen brutalen Egoisten gilt auch hier: Gesprächsbereit bleiben, aber keine Handreichungen ohne Gegenleistung. Egal ob einfacher Bürger auf der Straße oder Alleinherscher im Kreml: Noch steht Russland recht geschlossen und mit einheitlichen Interessen dar und da braucht einem keiner leid zu tun, der die Folgen abkriegt, wenn man auf Ecke des Sacks schlägt und der Stoß im inneren weiterlaufen. Ich würde die z.B. Anstandslos die NorthStream2 zu Ende bauen lassen, ist ja denen ihr Geld und der Großteil der Umweltzerstörung ist längst gelaufen. Aber wenn in Zukunft jemand will, dass wir russische Gas NICHT in Richtung Ukraine weiterleiten, dann unterhalten wir uns erstmal über Klimaziele, die Rückgabe der Krim, etc.
Egoismus funktioniert nur solange gut, wie man ihn als einziger praktiziert und das muss man Egoisten vorführen.


Demnach soll der CO2-Preis zum 1. Januar 2021*von derzeit 10 auf 25 Euro steigen. Damit sei auch der Weg für die Senkung der Mehrwertsteuer bei der Bahn zum 1. Januar 2020 frei, hieß es.
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Oh Moment es wird einfach nur teurer aber wirklich dran gearbeitet wird nicht. Schade


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"nicht teuer genug" und "zuwenig Umverteilung" war bei DIESEM Teil des Klimapakets das zentrale Problem, von daher ist das ein (recht kleiner) Schritt in die richtige Richtung. Die ganzen Defizite in den anderen, bereits verabschiedeten Gesetzen werden halt von einer Einigung im kleinen Rest nicht beeinflusst.


Jupp ganz genau. Benzin sollte auch teurer sein und Inlandsflüge verbieten.

Wenn man Kerosin vernünftig besteuert, braucht man Kurzstreckenflüge nicht mehr zu verbieten. Die verschwinden von ganz alleine.


Pauschale Verteuerungen bei (noch) lebensnotwendigen Ressourcen treffen allerdings immer diejenigen am härtesten, die am wenigsten die Möglichkeit haben, um sich umweltgerecht zu verhalten oder den Umwelt- und Klimaschutz zu finanzieren.

Höhere Benzinpreise treffen zum Beispiel diejenigen, die alte Kisten fahren müssen, um zu ihren (vermutlich sogar noch prekären) Jobs zu kommen und womöglich noch auf dem flachen Land leben, wo es mit öffentlichen Verkehrsanbindungen mau aussieht. Sie treffen keine Gut- oder gar Spitzenverdiener, die sich zwar auch pauschal über die höheren Benzinpreise ärgern, diese aber problemlos zahlen können und sich trotzdem weiter übergewichtige und übermotorisierte Fahzeuge kaufen, um damit auch die 200 Meter zum nächsten Supermarkt zu fahren.

Da muss man ansetzen: Höhere Abgaben bei Produktion, Verkauf, Kauf und Haltung (Ja, alles auf einmal!) von Neuwagen, deren Verbrauch nicht im Verhältnis zum nachzuweisenden Nutzen steht. Die Einnahmen wiederum müssen in deutlich höhere Prämien für die Anschaffung ökologisch gewollter Fahrzeugtypen und die durchdachte Abwrackung von Altfahrzeugen fließen, womit auch eher die alten Spritfresser und Dreckschleudern verschwinden - und zwar nicht im Sinne von "in Entwicklungsländer verschifft und dort weiter Dreck produzierend".

Ich les immer was von alten Spritschleudern, aber wenn ich mir die Realverbräuche von Neuwagen so angucke, dann kann ich mit einem 20 Jahre alten Passat in der Regel unterbieten. Und die meisten prekär Beschäftigten leben in Städten und haben gar kein Auto. "Außerhalb wohnen und regelmäßig lange Strecken pendeln" ist im Gegenteil etwas, dass gerade Besserverdiener überdurchschnittlich häufig machen. Ist ja auch ganz klar: "Im Grünen" leben in einem Land, in der die meisten Leuten in Städten gebohren werden, eher wenige durch puren Zufall, aber viele, weil sie es sich leisten können. Klar treffen höhere Spritpreise auch Leute, die die wegbrechenden Jobs in Dörfern durch lange Autofahrten kompensieren. Aber zum einen sind das im Vergleich zu diversen anderen Bereichen eher wenig Leute und zum anderen ein Verhalten, dass man nun einmal loswerden möchte. Wenn man das eingenommene Geld in Sozialwohnungen in den Städten investiert, können sich diese Leute das Pendeln in Zukunft sparen und haben auch noch mehr Lebenszeit übrig - win-win.

Die anderen Vorschläge dagegen...:
- Höhere Produktionskosten von Neuwagen würde einfach nur die deutschen Werke gegenüber ausländischen benachteiligen und so direkt Arbeitsplätze gefährden, wäre in dieser selektiven Form gesetzeswidrig und würde der Umwelt wenig bringen, weil die Endmontage in Deutschland sowieso keinen hohen Emissionen verursacht
- Höhere Kaufspreise von Neuwagen würden vor allem den Steuerzahler, also letztlich wieder die breite Masse belasten, denn die meisten Neuwagen werden heute als Dienstwagen gekauft und über diverse Vergünstigungen abgesetzt. Und privat kaufen fast nur noch ältere Gutverdiener Neuwagen (was mit ein Grund für die "easy entry"-SUV-Schwemme sein dürfte), die wie du selbst sagst, sich nicht so leicht abschrecken lassen. Der Umweltnutzen ist also auch hier fraglich. (Eine Abschaffung der Dienstwagenprivilegien tut dagegen dringend Not)
- Höhere Verkaufskosten für Neuwagen klingen reichlich bescheuert, denn wenn man den Wagen weiterverkauft, ist er nicht mehr neu ;). Und wenn du Gebrauchtwagenverkäufe belastest, schadest du allen und hilfst der Umwelt kein Bisschen.
- Haltung von Neuwagen gibt es ebenfalls nicht. Wenn es angemeldet wurde, ist es kein Neuwagen mehr. Du könntest wahlweise Verteuerungen für junge Jahrgänge fordern, das ist aber a) bereits gegeben, da die Steuerverbräuche schon nach WLTP berechnet werden und b) quasi egal, weil bei jedem mit auch nur erwähnenswerter Fahrleistung die KFZ-Steuer ein nichts im Vergleich zu den Spritkosten ist (was auch richtig so ist) und c) selektiv alte Stinker mit ähnlich hohem Verbrauch und dreckigerem Abgas besser stellen würde (auch das ist heute schon so, da die Verbrauchsabhängige Versteuerung nie auf die alten Jahrgänge umgestellt wurde. Ein alte D3 kommt billiger als ein neuer Euro 6 mit 25% weniger Verbrauch :ugly:). Oder du forderst höhere KFZ-Steuern für alle, dann erwischst da eben auch gerade wieder die kleinen Leuten und die können das, im Gegensatz zu höheren Spritpreisen, nicht nur sparsames/weniger Fahren ausgleichen.
 
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Naja ich finde es gut wenn es auf alle umgelegt wird.

Wer dem Klima schadet, soll zahlen - z.B. beim Autofahren. Egal was er verdient. Die Auswirkung zählt und nicht sein Geldbeutel. Daher die Autos erstmal alle gleichstellen und dann je nach Ausstoß oder Verbrauch halt auch rannehmen.
100% gerecht kann man das nicht machen und der Verwaltungsaufwand wäre irre. Oder man legt es halt auf Sprit um und fertig - wer mehr tankt, zahlt mehr. Weiß nicht wie man das viel gerechter machen kann.

Und was die Russen angeht - die müssen von allein umdenken und mehr in die Natur und den Klimaschutz investieren. Von alleine. Die Regierung wird da nix machen (wie bislang halt). Initiativen und Bürgerbewegungen gibt es da kaum und wenn doch - werden die niedergeknüppelt, und Russen sind keine Franzosen bei denen sich Leute Straßenschlachten mit der Polizei liefern können. In Russland wird alles gnadenlos aufgelöst und das Polizeiaufgebot ist da wesentlich höher.
Und wir selbst können denen recht wenig entgegensetzen, da wir bei denen kräftig einkaufen. Und wie das bislang funktioniert hat, sieht man ja.
 
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Ich les immer was von alten Spritschleudern, aber wenn ich mir die Realverbräuche von Neuwagen so angucke, dann kann ich mit einem 20 Jahre alten Passat in der Regel unterbieten.

Tja, zur Vernunftentscheidung zählt natürlich auch, die alte Schüssel durch ein effizienteres Fahrzeug in der selben Klasse zu ersetzen. Und ein 20jähriger Passat unterscheidet sich von einem heutigen Passat in Sachen Verbrauch und Filtertechnik doch ein ganzes Stückchen - sogar berücksichtigt, dass VW nun nicht gerade der Konzern ist, der große Sprünge gemacht hätte.

Und die meisten prekär Beschäftigten leben in Städten und haben gar kein Auto.

Generell leben die meisten Menschen in Städten und *brauchen* dort kein Auto, während man in der selben Situation auf dem Land öfter eins benötigt - und zwar im Grunde sogar unabhängig davon, ob man Arbeit hat oder nicht und wie gut diese vergütetet wird.

Dem Umstand, dass gerne im Umland gelebt und zur Arbeit in die Stadt gependelt wird, noch gar nicht Rechnung getragen

und zum anderen ein Verhalten, dass man nun einmal loswerden möchte. Wenn man das eingenommene Geld in Sozialwohnungen in den Städten investiert, können sich diese Leute das Pendeln in Zukunft sparen und haben auch noch mehr Lebenszeit übrig - win-win.

Selbstverständlich würde es funktionieren. Aber stört es dich nicht, dass "Umerziehung" zu Lasten der sozialen Gerechtigkeit dort praktiziert wird, wo man's mit den Leuten eher machen kann?
- Will sagen: Man sollte das schon machen, aber eben nicht nur da. Das vertieft bekanntlich soziale Kluften und verhärtet Fronten. Da die Arschkarte nun einmal muss gezückt werden muss, sollte auch fair verteilt werden. Die Einen in urbane Sozialwohnungen zu stecken, damit sie mit ihrem alten Passat nicht mehr pendeln, während die Anderen - weil sei es sich leisten können - weiterhin fröhlich im SUV zwischen ihrem Häuschen im Grünen und dem Arbeitsplatz in der City hin und her gurken, wird über kurz oder lang zu Spannungen führen, die zwar nicht unmittelbar ökologische Probleme verursachen, aber irgendwie auch nicht gewollt sein können.

- Höhere Produktionskosten von Neuwagen würde einfach nur die deutschen Werke gegenüber ausländischen benachteiligen [...]

Mit diesem klassischen Argument werden schon seit Jahren Maßnahmen blockiert. Dummerweise hat es einen wahren Kern, der uns wieder dazu führt, dass Klimapolitik auf nationaler Ebene schnell an ihre Grenzen stößt.

- Höhere Kaufspreise von Neuwagen würden vor allem den Steuerzahler, also letztlich wieder die breite Masse belasten, denn die meisten Neuwagen werden heute als Dienstwagen gekauft und über diverse Vergünstigungen abgesetzt. Und privat kaufen fast nur noch ältere Gutverdiener Neuwagen (was mit ein Grund für die "easy entry"-SUV-Schwemme sein dürfte), die wie du selbst sagst, sich nicht so leicht abschrecken lassen. Der Umweltnutzen ist also auch hier fraglich. (Eine Abschaffung der Dienstwagenprivilegien tut dagegen dringend Not)

Meine Vorschläge waren jetzt nicht auf Vollständigkeit ausgelegt. Selbstverständlich müssen unterschiedlichste Regler verstellt werden, damit es funktioniert. Wenn man Wasser durch andere Rohre leiten will, muss man ja auch prüfen, ob diese dicht sind.

- Höhere Verkaufskosten für Neuwagen klingen reichlich bescheuert, denn wenn man den Wagen weiterverkauft, ist er nicht mehr neu ;).

Du meinst, jemand würde einen solcherart künstlich verteuerten Neuwagen kaufen, um ihn dann zum finanziellen Nutzen eines Dritten günstig weiterzuverkaufen? :P

Haltung von Neuwagen gibt es ebenfalls nicht. Wenn es angemeldet wurde, ist es kein Neuwagen mehr.

Ach komm, das ist jetzt Haarspalterei. :) Du kannst dir doch sicher denken, dass es nach Erstzulassungsdatum gehen müsste, nicht nach dem abstrakten Begriff von "Neu".

Wenn man ganz konsequent wäre und bürokratischen Mehraufwand vermeiden will, könnte man natürlich auch ab Stichtag produzierte Spritfresser deutlich stärker besteuern und gleichzeitig schon mal ankündigen, dass ab dann und dann grundsätzlich keine mehr in Deutschland zugelassen werden. Dann fahren zwar immer noch welche herum, aber das würde sich innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre gegen Null ausdünnen und eine Mehrbelastung der Umwelt entstünde dadurch nicht, zumal die Fahrzeuge ja ohnehin bereits unterwegs sind.
 
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während man in der selben Situation auf dem Land öfter eins benötigt - und zwar im Grunde sogar unabhängig davon, ob man Arbeit hat oder nicht und wie gut diese vergütetet wird..
Und, man lebt auf dem Land merklich billiger, dann kann man auch seinen Obulus für die Verschwendung begleichen. Die Grünen wollten wie imme langfristig und sozial vertretbar die Spritsteuer erhöhen. 1990 z.B. hieß es, bis 2020 den Preis auf 5,-DM zu erhöhen, jedes Jahr moderate 10 Pfenig mehr. Dann wäre wir heute nach 30 Jahren Laufzeit an einem sinnvollen Punkt und niedrigere Verbräuche würden die Steuern kompensieren. Aber unsere schwarzen Strolche verhindern solche Entscheidungen.

Und zum Thema. Die Verschmutzung nimmt immer weiter zu. Greta, lern Schwimmen!
Forscher beobachten riesiges Methan-Leck vom Weltraum aus - SPIEGEL ONLINE
 
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Ist Googlen zu schwer?

Methan
Methan ist ein geruch- und farbloses, hochentzündliches Gas. Die durchschnittliche Lebenszeit in der Atmosphäre beträgt um die 12,4 Jahre, wesentlich kürzer als die von CO[SUB]2[/SUB]. Trotzdem macht es einen substanziellen Teil des menschgemachten Treibhauseffektes aus, denn das Gas ist 25-mal so wirksam wie Kohlendioxid. Methan entsteht immer dort, wo organisches Material unter Luftausschluss abgebaut wird. In Deutschland vor allem in der Land- und Forstwirtschaft, insbesondere bei der Massentierhaltung. Eine weitere Quelle sind Klärwerke und Mülldeponien.
Die Treibhausgase | Umweltbundesamt

Klingt erst einmal wenig, bei den riesigen Mengen, die aus der Tundra frei werden ist das aber egal, weil der Ausstoß über ca. 1000 Jahre exponentiell steigen wird.
 
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Soll ziemlich gut sein. Weiß nicht ob sich die 20€ lohnen....

Für den papiergewordenen Privatfeldzug einer libertären Wichtigtuerin, die meint, man müsse skeptisch und neutral sein, aber trotzdem mit jedem klimakritischen Lobby-Verein ins Bett geht? - Nö, das ist Geldverschwendung.

Was man über die - im Kern durchaus berechtigte - Kritik am IPCC wissen muss, kann man auch deutlich differenzierter in frei verfügbaren, tatsächlich unabhängigen Artikeln nachlesen.
 
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Echt? Eike? Kannst du verbrennen.
 
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Tja, zur Vernunftentscheidung zählt natürlich auch, die alte Schüssel durch ein effizienteres Fahrzeug in der selben Klasse zu ersetzen. Und ein 20jähriger Passat unterscheidet sich von einem heutigen Passat in Sachen Verbrauch und Filtertechnik doch ein ganzes Stückchen - sogar berücksichtigt, dass VW nun nicht gerade der Konzern ist, der große Sprünge gemacht hätte.

Stickoxide sind heute sicherlich besser, als bei einem D3 Benziner, aber Feinstaub dürfte bei allen außer der allerneusten Generation sogar besser sein. Dir ging es doch aber nicht um das was hinten reinkommt, sondern darum, was arme Besitzer alter Autos (teures) vorne reinkippen müssen. Und das ist schlichtweg nicht viel mehr als heute, wenn sie ein altes sparsames Auto haben. Nur wer schon damals/zwischenzeitlich gebraucht Kisten gekauft hat, die auch in ihrer Zeit Spritfresser waren, der muss blechen.
Genau das ist aber auch Ziel von Klimapolitik. (also da, wo es Klimapolitik gibt. Bei uns also nicht)

Generell leben die meisten Menschen in Städten und *brauchen* dort kein Auto, während man in der selben Situation auf dem Land öfter eins benötigt - und zwar im Grunde sogar unabhängig davon, ob man Arbeit hat oder nicht und wie gut diese vergütetet wird.

Wenn man nicht arbeitet, braucht man ein Auto auch auf dem Land nur zum Einkaufen. Bei sorgfältiger Planung also alle 2-3 Wochen und dann im dicht besiedelten Deutschland für maximal 50 km hin und zurück. Macht 1250 km, bei sparsamer Fahrweise mit obigem Beispiel-Passat sind das 80 bis 100 l Benzin. Also selbst in extremen Fällen für einen zweiköpfigen HartzIV-Haushalt auch dann noch finanzierbar, wenn sich die Spritpreise mehr als verdoppelen. Reparatur/Unterhalt kostet auf alle Fälle deutlich mehr als der in seltenen Worst Cases zwingend nötige Sprit fürs Auto. Klar möchte man, gerade auf dem Land, mehr als nur die nötigsten Strecken fahren, aber das ist dann eben der Unterschied zwischen "möchten" und "müssen". Wer sich auf letzteres beschränkt, wird von harten Energiepreisen nicht schwer getroffen. Umgekehrt bin ich deswegen dagegen, das Halten von Autos deutlich zu verteuern. Sparsamer und weniger fahren geht immer, aber "gar kein Auto haben" nicht.

Selbstverständlich würde es funktionieren. Aber stört es dich nicht, dass "Umerziehung" zu Lasten der sozialen Gerechtigkeit dort praktiziert wird, wo man's mit den Leuten eher machen kann?
- Will sagen: Man sollte das schon machen, aber eben nicht nur da. Das vertieft bekanntlich soziale Kluften und verhärtet Fronten. Da die Arschkarte nun einmal muss gezückt werden muss, sollte auch fair verteilt werden. Die Einen in urbane Sozialwohnungen zu stecken, damit sie mit ihrem alten Passat nicht mehr pendeln, während die Anderen - weil sei es sich leisten können - weiterhin fröhlich im SUV zwischen ihrem Häuschen im Grünen und dem Arbeitsplatz in der City hin und her gurken, wird über kurz oder lang zu Spannungen führen, die zwar nicht unmittelbar ökologische Probleme verursachen, aber irgendwie auch nicht gewollt sein können.

Die soziale Ungerechtigkeit ist von meiner Seite her ganz sicher nicht gewollt, aber das ist nicht der Klimateil der Bilanz. Ziel ist es, dass regelmäßiges Spritverbrennen zu dem wird, was es klimatologisch ist: Ein verdammt teurer Luxus.
Das es in Deutschland Leute gibt, die sich verdammt teuren Luxus leisten können und Leute, die davon nur träumen können, ist nun einmal so und muss an anderer Stelle gelöst werden. Es bringt nichts, einen teuren Luxus durch Subventionen für viele zugänglich zu halten. Davon fährt kein Bonze auch nur einen Meter weniger SUV, sondern fliegt eben zusätzlich einmal mehr in den Urlaub, während der jetzt-auch-SUV-fahrende Arme auf Balkonien bleibt. Also die gleiche Ungerechtigkeit wie mit hohen Spritpreisen, nur dem Klima geht es viel schlechter.

Wenn man ganz konsequent wäre und bürokratischen Mehraufwand vermeiden will, könnte man natürlich auch ab Stichtag produzierte Spritfresser deutlich stärker besteuern und gleichzeitig schon mal ankündigen, dass ab dann und dann grundsätzlich keine mehr in Deutschland zugelassen werden. Dann fahren zwar immer noch welche herum, aber das würde sich innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre gegen Null ausdünnen und eine Mehrbelastung der Umwelt entstünde dadurch nicht, zumal die Fahrzeuge ja ohnehin bereits unterwegs sind.

Wieso würde es sich ausdünnen? Glaubst du, die Leute verkaufen ihren alten, billigen Spritfresser und stellen dann überrascht fest, dass sie sich den neuen nicht leisten können? Wenn du Neuwagen künstlich verteuerst, dann fahren die Leute einfach Länger Altwagen. Das bringt niemanden weiter. Ziel muss es sein, dass weniger Sprit verbrannt wird. Und jede Maßnahme, die nicht beim Sprit ansetzt, wird somit entweder wirkungslos weil leicht umgangen, ungerecht weil nun einmal nicht zielgerichtet oder ein riesiges, bürokratisches Ungetüm, weil versucht, alle Umwege irgendwie extra abzudecken.


An dieser Stelle ein not-so-Funfact, den ich heute erst gelernt habe:
Die aktuellen EU-Flottenverbrauchsabgaben sind gewichtsabhängig. Wer schwerere Autos verkauft, darf mehr verbrauchen :wall: :wall: :wall:
DAS erklärt einiges...


Echt? Eike? Kannst du verbrennen.

Besser recyclen, ist klimafreundlicher ;)
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

An dieser Stelle ein not-so-Funfact, den ich heute erst gelernt habe:
Die aktuellen EU-Flottenverbrauchsabgaben sind gewichtsabhängig. Wer schwerere Autos verkauft, darf mehr verbrauchen :wall: :wall: :wall:
DAS erklärt einiges...

Das kenne ich schon länger. Ein Leopard 2 Panzer ist ökologischer als ein Smart.
aber so ist die deutsche Automobilindustrie -- groß und schwer und eine gute Lobby in Brüssel und ein Kanzler, der immer für die Autoindustrie ist.
 
AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Wieso würde es sich ausdünnen? Glaubst du, die Leute verkaufen ihren alten, billigen Spritfresser und stellen dann überrascht fest, dass sie sich den neuen nicht leisten können?

Wieso verkaufen? Es geht um die sukzessive Ablösung bereits in Verkehr befindlicher Fahrzeuge.

Wenn ökologisch ungewollte Fahrzeuge am einem bestimmten Zeitpunkt hierzulande *gar keine* Neuzulassung mehr erhalten, wird sie niemand mehr für den deutschen Markt produzieren. Somit erhalten Hersteller eine letzte Gnadenfrist, ihr Portfolio umzustellen - das ist eigentlich unverdient, da die Glocke schon vor Jahren geschlagen hat, aber ... die Arbeitsplätze und so.
Entsprechende Pläne zur Neuausrichtung haben die Hersteller ohnehin bereits seit Jahren, sie sehen lediglich noch keinen Anlass zur Umsetzung, so lange sie noch nach alten Konzepten verkaufen dürfen und auch verkauft bekommen.

Bereits zugelassene Fahrzeuge können dann noch bis zum Ende ihrer Lebensdauer weiter gefahren werden. Damit verursachen sie zwar auch Dreck, aber bekanntlich hält so ein Fahrzeug nicht ewig und der Wille zum Fahrzeugwechsel kommt ohnehin früher. Nur ganz harte Fans werden es mit ihren Kisten in Oldtimer-Gefilde schaffen.

Und, wie gesagt, optional besteuert man entweder parallel oder sogar ab sofort ökologisch ungewollte Fahrzeuge höher. Namentlich jene, die sehenden Auges gekauft wurden, obwohl es zum Kaufzeitpunkt bereits andere Optionen gegeben hätte. Das trifft dann schon mal mehrheitlich die Richtigen.
Die - ich überspitze jetzt mal gnadenlos - alleinerziehende Mutter, die mit ihrer 20 Jahren alten Zwiebacksäge durch die Lüneburger Heide zuckelt um auf Höfen zu putzen, wäre nicht betroffen.

Viel entscheidender, als Dreckschleudern loszuwerden ist es aber, Alternativen zu schaffen und diese auch hoffähig zu machen. Dabei geht es ja auch um den gewerblichen Kraftverkehr - davon mehr auf die Schiene zu bringen nützt beispielsweise nur etwas, wenn die Scheinen auch überall hinführen und man auf selbigen auch effizient (oder überhaupt) vorankommt. Und E-Mobilität hilft ohne nachhaltig erzeugten Strom und ein gut ausgebautes Netz an Lade- und/oder Akkutauschstationen auch nicht so wahnsinnig viel.
 
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